Handelsfunktionen

Handelsfunktionen

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde die Lehre der Handelsfunktionen entwickelt. Durch sie sollte der Vorwurf einer Unproduktivität entkräftet werden.

So versuchte man die Leistungen des Handels als eine Wahrnehmung gesamtwirtschaftlicher notwendiger Funktionen im Prozess einer Güterverteilung darzustellen.

Man grenzt hierbei einzelne Funktionen inhaltlich ab und fasst Kataloge von Handelsfunktionen zusammen.

Außerdem wird das Ziel verfolgt eine Messbarkeit der Wertsteigerung messbar zu machen durch einen indirekten Absatz mit der Zuordnung von anfallenden Kosten.

So sollen Handelsspannen gerechtfertigt werden. Durch die Handelsfunktionen lassen sich gesamtwirtschaftliche Distributionsprozesse sowie Beschaffungs- und Absatzmarketing von Handelsbetrieben näher beleuchten.

Man erweitert die klassische Funktionentheorie, so werden die Funktionen aller am Distributionsprozess beteiligten Institutionen für die Abwicklung des Geld- und Güterkeislaufes analysiert und die Einschaltung in Kommunikationsprozesse.

So werden immaterielle Leistungen von Handelsbetrieben erbracht die vor allem fremderstellte Sachleistungen mit eigenen Dienstleistungen kombinieren und so zu einem Entgelt anbieten.

Hierbei werden von den Handelsbetrieben viele Daten gewonnen und gespeichert und für eigene Zwecke genutzt oder gegen Entgelt anderen Marktpartnern zur Verfügung gestellt.

So liegen verschiedene Gesetzmäßigkeiten vor für Waren in Verwertungs, Verbrauchs- und Produktonsprozessen. Auch die Geldprozesse sind vielseitig gestaltet mit Entgelt für erworbene Waren sowie Rechte oder auch in Anspruch genommene Dienstleistungen. So werden Gebühren oder Steuern eingenommen.

So nutzt man die Daten die bei der Abwicklungs von Nominalgüterprozessen und Realgüterprozessen anfallen für die Steuerung des gesamtwirtschaftlichen Distributionsprozesses.

Es kommt zu Spannungen zwischen der Produktion, dem Verbrauch und der Verwertung die zeitlicher, räumlicher, qualitativer und quantitativer Natur sind.

Man unterscheidet:

  • Handelsobjekte als Dienstleistungen, Waren, Rechte und Abfälle)
  • Entgeltobjekte als Zahlungsmittel und Zahlungsansprüchen sowie Verbindlichkeiten, Steuern, Gebühren etc.
  • und Daten sowie Informationen

Handelsfunktionen zum Abbau von Spannungen

Die gesamtwirtschaftlichen Distribution, die Absatzwirtschaft soll die aufgebauten Spannungen abbauen.

Man spricht auch von der Urfunktion der Distributionswirtschaft mit zu erfüllenden Umgruppierungsfunktionen und Ausrichtungsfunktionen.

Der Ausgleich der Spannungen geschieht durch Gesichtspunkte der Produktion, Produktangebot, Verwertungsrechten sowie Nachfrage, Personen, Situationen etc.

In der gesamtwirtschaftlichen Interpretation werden die Handelsfunktionen oder auch Distributionsfunktionen übernommen bei einer arbeitsteiligen Wirtschaft teilweise oder ganz von allen Beteiligten wie den Produzenten, Erzeugern, Verwendern, Verbrauchern und Verwertern. Also Groß- und Einzelhandelsbetriebe, Spediteuren, Reedern, Exporteuren, Importeuren, Unternehmen der Abfallwirtschaft, kommunalen und staatlichen Stellen etc.

Die einzelnen Aufgaben werden so anteilig übernommen auf Dauer zu den geringstmöglichen Kosten.

Es kommt so in der Volkswirtschaft zu einer optimalen Versorgung mit Dienstleistungen und Gütern durch die Ökonomisierung der Distribution.

Just-in-Time Lieferungen optimieren die Prozesse, elektronische Bezahlwege, Abfalltrennung beim Verbrauchern und Produzenten etc.

Die Handelsbetriebe haben unterschiedliche Zielsetzungen und nehmen ihre Funktionen in unterschiedlichen quantitativem sowie qualitativem Maß wahr und mit unterschiedlicher Intensität.

Im Handel ist die Vielfalt der Betriebsformen groß und bedingt einen dynamischen Wandlungsprozess.

Die Unternehmen verfolgen in erster Linie ihre eigenen gesetzten Ziele, wirken aber durch ihre Entscheidungen im gesamtwirtschaftlichen Distributionsprozess mit.

Besteht ein ausreichender Wettbewerb bei den Unternehmen des funktionellen und institutionellen Handels kommt es auch zu einer optimalen Versorgung der Bevölkerung bei dem Absatzmarketing und dem Beschaffunsmarketing wenn die Unternehmen ihre einzelwirtschaftlichen Funktionen wahrnehmen.

Im Handelsmarketing dienen die Funktonskataloge als Instrument für eine Systematisierung.

Abhängig von den Aktionsbereichen werden die Beschaffungsmärkte und Absatzmärkte gewählt.

Liegt eine Zentralverwaltungswirtschaft vor so wird die Funktionsübernahme der Handelbetriebe anders wahrgenommen. Es gibt anstelle der einzelbetrieblichen Zielsetzungen eine Eingliederung der Handelsbetriebe in Aufgaben die notwendig betrachtet werden für die gesamte Wirtschaft und diese werden werden zugewiesen. So müssen die Handelsbetriebe diese Ziele erfüllen die vorgegeben werden.

Es gibt:

  • Die Versorgungsfunktion als Zirkulationsfunktion
  • Die Funktion der Bedarfsforschung
  • Die Funktions der Produktionslenkung
  • Die Funkion der Bedarfslenkung
  • und die ideologische Funktion

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