Der Kapitalmarkt ist der Teil des Finanzmarktes, auf dem insbesondere mittel- und langfristig Kapital bereitgestellt und aufgenommen wird. Unternehmen, Staaten und andere Organisationen können sich hier Kapital beschaffen, während Anleger Möglichkeiten erhalten, ihr Geld beispielsweise in Aktien oder Anleihen zu investieren.
Der Kapitalmarkt erfüllt damit eine wichtige Funktion innerhalb einer Volkswirtschaft: Er bringt Kapitalgeber und Kapitalnehmer zusammen und ermöglicht die Finanzierung langfristiger Investitionen.
Einfach erklärt: Auf dem Kapitalmarkt treffen diejenigen, die Kapital anlegen möchten, auf diejenigen, die Kapital benötigen.
Was ist der Kapitalmarkt?
Der Kapitalmarkt ist ein Teilbereich des Finanzmarktes. Über ihn wird insbesondere längerfristiges Kapital zwischen verschiedenen Marktteilnehmern vermittelt.
Kapitalnehmer können beispielsweise sein:
- Unternehmen
- Staaten
- öffentliche Institutionen
- andere Organisationen
Kapitalgeber beziehungsweise Anleger können unter anderem sein:
- Privatanleger
- Banken
- Investmentfonds
- Versicherungen
- Pensionsfonds
- andere institutionelle Investoren
Kapital wird dabei nicht ausschließlich über klassische Bankkredite bereitgestellt. Unternehmen können sich beispielsweise durch die Ausgabe von Aktien oder Anleihen finanzieren.
Beispiel für den Kapitalmarkt
Eine Aktiengesellschaft möchte 100 Millionen Euro für den Bau einer neuen Produktionsanlage aufnehmen.
Das Unternehmen könnte beispielsweise:
- neue Aktien ausgeben oder
- Unternehmensanleihen emittieren.
Anleger stellen dem Unternehmen dadurch Kapital zur Verfügung.
Bei einer Aktie erhalten sie grundsätzlich eine Beteiligung am Unternehmen. Bei einer Anleihe stellen Anleger dem Unternehmen dagegen Fremdkapital zur Verfügung.
Welche Aufgaben hat der Kapitalmarkt?
Der Kapitalmarkt erfüllt mehrere wichtige volkswirtschaftliche Funktionen.
Dazu gehören insbesondere:
- Vermittlung von Kapital
- Finanzierung von Unternehmen und Staaten
- Bereitstellung von Anlagemöglichkeiten
- Verteilung von Kapital auf unterschiedliche Investitionen
- Handel mit Wertpapieren
- Preisbildung für Kapitalanlagen
Eine wichtige Funktion besteht darin, vorhandenes Kapital dorthin zu lenken, wo es für Investitionen benötigt wird.
Kapitalgeber und Kapitalnehmer
Auf dem Kapitalmarkt treffen zwei grundlegende Interessen aufeinander.
Kapitalgeber verfügen über Geld, das sie investieren möchten.
Kapitalnehmer benötigen Kapital für bestimmte Vorhaben.
Ein Unternehmen benötigt beispielsweise 20 Millionen Euro für eine neue Fabrik.
Anleger möchten gleichzeitig ihr vorhandenes Vermögen investieren.
Der Kapitalmarkt ermöglicht es, diese beiden Interessen miteinander zu verbinden.
Welche Produkte werden am Kapitalmarkt gehandelt?
Zu den besonders bekannten Finanzinstrumenten des Kapitalmarktes gehören:
- Aktien
- Anleihen
- Schuldverschreibungen
- Fondsanteile
- bestimmte Derivate und strukturierte Finanzprodukte
Die einzelnen Finanzinstrumente unterscheiden sich erheblich hinsichtlich Renditechancen, Laufzeit und Risiko.
Aktien am Kapitalmarkt
Eine Aktie verbrieft eine Beteiligung an einer Aktiengesellschaft.
Kauft ein Anleger Aktien, wird er grundsätzlich Miteigentümer beziehungsweise Anteilseigner des Unternehmens.
Mögliche Erträge können entstehen durch:
- Dividenden
- Kurssteigerungen
Gleichzeitig besteht das Risiko von Kursverlusten. Im Extremfall kann eine Aktie einen erheblichen Teil oder sogar nahezu ihren gesamten Wert verlieren.
Anleihen am Kapitalmarkt
Bei einer Anleihe stellt ein Anleger dem Emittenten grundsätzlich Fremdkapital zur Verfügung.
Emittenten können beispielsweise sein:
- Staaten
- Unternehmen
- Banken
- andere Institutionen
Der Anleger erhält je nach Ausgestaltung Zinszahlungen und am Ende der Laufzeit grundsätzlich die vorgesehene Rückzahlung.
Auch Anleihen sind jedoch nicht risikolos. Zu den möglichen Risiken gehören beispielsweise:
- Ausfallrisiko
- Zinsänderungsrisiko
- Kursrisiko
- Inflationsrisiko
Eigenkapital und Fremdkapital
Über den Kapitalmarkt kann sowohl Eigenkapital als auch Fremdkapital bereitgestellt werden.
| Eigenkapital | Fremdkapital |
|---|---|
| z. B. Aktien | z. B. Anleihen |
| Anleger wird Anteilseigner | Anleger wird grundsätzlich Gläubiger |
| mögliche Beteiligung am Unternehmenserfolg | vertraglich bestimmte Zahlungsansprüche |
| keine feste Rückzahlung wie bei einem Kredit | grundsätzlich vorgesehene Rückzahlung |
Für Unternehmen haben beide Finanzierungsformen unterschiedliche Vor- und Nachteile.
Primärmarkt und Sekundärmarkt
Der Kapitalmarkt lässt sich unter anderem in Primärmarkt und Sekundärmarkt unterteilen.
Primärmarkt
Auf dem Primärmarkt werden Wertpapiere erstmals ausgegeben.
Ein Unternehmen gibt beispielsweise neue Aktien oder Anleihen aus.
Das dabei aufgenommene Kapital fließt grundsätzlich dem Emittenten zu.
Sekundärmarkt
Auf dem Sekundärmarkt werden bereits ausgegebene Wertpapiere zwischen Marktteilnehmern gehandelt.
Beispiel:
Ein Anleger besitzt Aktien eines Unternehmens und verkauft diese später über die Börse an einen anderen Anleger.
Das Geld aus diesem Verkauf erhält grundsätzlich der verkaufende Anleger und nicht das Unternehmen.
Organisierter und nicht organisierter Kapitalmarkt
Eine weitere Unterscheidung kann zwischen organisiertem und nicht organisiertem Kapitalmarkt vorgenommen werden.
Zum organisierten Kapitalmarkt gehören insbesondere regulierte beziehungsweise organisierte Handelsplätze und entsprechende Marktstrukturen.
Daneben können Finanzgeschäfte auch außerhalb klassischer Börsenplätze stattfinden.
Der außerbörsliche Handel wird häufig als OTC-Handel bezeichnet. OTC steht für „Over the Counter“.
Kapitalmarkt und Börse
Kapitalmarkt und Börse sind nicht dasselbe.
Die Börse ist ein organisierter Handelsplatz, an dem beispielsweise Wertpapiere gehandelt werden.
Der Kapitalmarkt ist dagegen der weiter gefasste wirtschaftliche Bereich, in dem langfristiges Kapital bereitgestellt und gehandelt wird.
Die Börse ist somit ein wichtiger Bestandteil des Kapitalmarktes, aber nicht mit ihm gleichzusetzen.
Kapitalmarkt und Finanzmarkt
Der Finanzmarkt ist der Oberbegriff für Märkte, auf denen finanzielle Mittel beziehungsweise Finanzinstrumente gehandelt oder vermittelt werden.
Zu seinen Teilbereichen können unter anderem gehören:
- Kapitalmarkt
- Geldmarkt
- Devisenmarkt
Je nach wirtschaftswissenschaftlicher Einteilung können die Abgrenzungen im Detail unterschiedlich vorgenommen werden.
Kapitalmarkt und Geldmarkt – Unterschied
Kapitalmarkt und Geldmarkt unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich der typischen Fristigkeit.
| Kapitalmarkt | Geldmarkt |
|---|---|
| mittel- und langfristige Kapitalbereitstellung | kurzfristige Geld- und Liquiditätsbeschaffung |
| z. B. Aktien und langfristige Anleihen | z. B. kurzfristige Geldmarktinstrumente |
| langfristige Finanzierung und Geldanlage | kurzfristige Liquiditätssteuerung |
Vereinfacht kann man deshalb sagen:
Geldmarkt = kurzfristiges Kapital
Kapitalmarkt = längerfristiges Kapital
Kapitalmarkt und Devisenmarkt
Auf dem Devisenmarkt werden Währungen beziehungsweise auf fremde Währungen lautende Forderungen gehandelt.
Beispiele sind:
- Euro gegen US-Dollar
- Euro gegen Schweizer Franken
- US-Dollar gegen japanischen Yen
Der Devisenmarkt unterscheidet sich damit hinsichtlich seiner zentralen Handelsgegenstände vom klassischen Kapitalmarkt.
Kapitalmarkt und Kreditmarkt
Unternehmen können sich nicht nur über Aktien oder Anleihen finanzieren.
Eine weitere Möglichkeit sind beispielsweise Bankkredite.
Dabei stellt eine Bank dem Unternehmen Kapital zur Verfügung.
Die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten können sich hinsichtlich:
- Kosten
- Laufzeit
- Flexibilität
- Sicherheiten
- Mitspracherechten
- Risiken
deutlich unterscheiden.
Warum benötigen Unternehmen den Kapitalmarkt?
Unternehmen benötigen Kapital unter anderem für:
- Gründung
- Expansion
- neue Maschinen
- Forschung und Entwicklung
- Digitalisierung
- Übernahme anderer Unternehmen
- Erschließung neuer Märkte
Gerade große Unternehmen können einen erheblichen Kapitalbedarf besitzen.
Der Kapitalmarkt ermöglicht es ihnen, Kapital von einer Vielzahl von Anlegern aufzunehmen.
Warum investieren Anleger am Kapitalmarkt?
Anleger stellen Kapital bereit, weil sie sich davon einen wirtschaftlichen Ertrag versprechen.
Dieser kann beispielsweise entstehen durch:
- Zinsen
- Dividenden
- Kurssteigerungen
Höhere Renditechancen können allerdings mit höheren Risiken verbunden sein.
Kapitalanlagen sollten deshalb immer hinsichtlich ihrer individuellen Chancen und Risiken beurteilt werden.
Rendite am Kapitalmarkt
Die Rendite beschreibt den wirtschaftlichen Erfolg einer Kapitalanlage im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.
Ein stark vereinfachtes Beispiel:
Ein Anleger investiert:
10.000 Euro
Nach einem Jahr beträgt der Wert einschließlich Erträgen:
10.500 Euro
Der Gewinn beträgt:
500 Euro
Vereinfacht ergibt sich damit eine Rendite von:
5 Prozent
In der Praxis können beispielsweise Gebühren, Steuern und weitere Faktoren die tatsächliche Rendite beeinflussen.
Risiken am Kapitalmarkt
Kapitalanlagen sind je nach Anlageform mit unterschiedlichen Risiken verbunden.
Dazu können gehören:
- Kursrisiko
- Ausfallrisiko
- Zinsänderungsrisiko
- Liquiditätsrisiko
- Währungsrisiko
- Inflationsrisiko
Welche Risiken besonders relevant sind, hängt vom jeweiligen Finanzinstrument ab.
Kursrisiko
Wertpapiere können während ihrer Laufzeit beziehungsweise Haltedauer im Kurs steigen oder fallen.
Wer beispielsweise eine Aktie für 100 Euro kauft und später für 80 Euro verkauft, erleidet einen Kursverlust von 20 Euro je Aktie.
Ausfallrisiko
Bei Fremdkapitalinstrumenten besteht das Risiko, dass ein Schuldner seine Verpflichtungen nicht vollständig erfüllen kann.
Bei einer Unternehmensanleihe kann beispielsweise eine Insolvenz des Unternehmens dazu führen, dass Anleger Zinsen oder das eingesetzte Kapital nicht vollständig zurückerhalten.
Inflationsrisiko
Auch wenn eine Kapitalanlage nominal einen Gewinn erzielt, kann Inflation die reale Rendite reduzieren.
Beispiel:
Eine Anlage erzielt eine nominale Rendite von:
3 Prozent
Gleichzeitig steigen die Verbraucherpreise um:
4 Prozent
Die reale Kaufkraft des angelegten Vermögens hat sich unter vereinfachten Annahmen trotz des nominalen Gewinns nicht entsprechend erhöht.
Liquidität am Kapitalmarkt
Unter Liquidität eines Marktes versteht man unter anderem, wie gut Vermögenswerte gekauft oder verkauft werden können, ohne dass einzelne Transaktionen den Preis unverhältnismäßig stark beeinflussen.
Bei sehr häufig gehandelten Wertpapieren können Käufer und Verkäufer oftmals leichter zusammenfinden.
Bei wenig gehandelten Wertpapieren kann ein Verkauf schwieriger sein oder größere Preisunterschiede verursachen.
Preisbildung am Kapitalmarkt
Preise beziehungsweise Kurse entstehen grundsätzlich durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage.
Wenn viele Anleger eine bestimmte Aktie kaufen möchten und nur wenige verkaufen wollen, kann der Kurs steigen.
Überwiegt dagegen das Verkaufsinteresse, kann der Kurs fallen.
Die Nachfrage wird von zahlreichen Faktoren beeinflusst.
Dazu gehören beispielsweise:
- Unternehmensgewinne
- Zinsen
- Konjunkturerwartungen
- Inflation
- politische und wirtschaftliche Ereignisse
- Erwartungen der Marktteilnehmer
Zinsen und Kapitalmarkt
Das allgemeine Zinsniveau kann erhebliche Auswirkungen auf den Kapitalmarkt haben.
Verändern sich die Marktzinsen, kann dies beispielsweise die Bewertung bereits bestehender Anleihen beeinflussen.
Auch Aktien können indirekt betroffen sein, weil sich Finanzierungskosten und die Attraktivität verschiedener Anlageformen verändern.
Kapitalmarkt und Konjunktur
Kapitalmärkte und wirtschaftliche Entwicklung beeinflussen sich gegenseitig.
Unternehmen benötigen Kapital für Investitionen.
Investitionen können wiederum:
- Produktionskapazitäten erhöhen
- Arbeitsplätze schaffen
- Innovationen ermöglichen
- Produktivität steigern
Gleichzeitig beeinflussen Konjunkturerwartungen die Entscheidungen von Anlegern.
Kapitalmarkt und Volkswirtschaft
Ein funktionierender Kapitalmarkt kann dazu beitragen, Ersparnisse in produktive Investitionen umzuleiten.
Ein Haushalt spart beispielsweise Geld.
Über Banken, Fonds oder direkte Wertpapieranlagen kann dieses Kapital letztlich Unternehmen oder Staaten zur Verfügung gestellt werden.
Der Kapitalmarkt übernimmt damit eine wichtige Kapitalallokationsfunktion.
Was bedeutet Kapitalallokation?
Unter Kapitalallokation versteht man die Verteilung vorhandenen Kapitals auf verschiedene Verwendungsmöglichkeiten.
Kapitalgeber entscheiden beispielsweise, ob sie ihr Geld investieren in:
- Unternehmen A
- Unternehmen B
- Staatsanleihen
- Investmentfonds
- andere Anlageformen
Über Preise, Renditen und Risiken beeinflusst der Kapitalmarkt, wohin Kapital fließt.
Kapitalmarkt für Privatanleger
Auch Privatpersonen können am Kapitalmarkt teilnehmen.
Möglichkeiten sind beispielsweise Investitionen in:
- Aktien
- Anleihen
- Aktienfonds
- Rentenfonds
- ETFs
Welche Anlage geeignet ist, hängt unter anderem von Anlageziel, Anlagehorizont und persönlicher Risikotragfähigkeit ab.
Kapitalmarkt für institutionelle Anleger
Institutionelle Anleger verwalten häufig sehr große Kapitalbeträge.
Dazu gehören beispielsweise:
- Versicherungen
- Investmentgesellschaften
- Pensionsfonds
- Banken
Aufgrund ihres hohen Anlagevolumens besitzen institutionelle Anleger eine große Bedeutung für viele Kapitalmärkte.
Kapitalmarkt und Derivate
Auch Derivate spielen auf den Finanzmärkten eine wichtige Rolle.
Der Wert eines Derivats hängt von einem zugrunde liegenden Basiswert ab.
Basiswerte können beispielsweise sein:
- Aktien
- Aktienindizes
- Anleihen
- Zinsen
- Währungen
- Rohstoffe
Derivate können unter anderem zur Absicherung von Risiken eingesetzt werden, aber auch zu spekulativen Zwecken dienen.
Regulierung des Kapitalmarktes
Kapitalmärkte unterliegen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Regeln.
Damit werden unter anderem Ziele verfolgt wie:
- Anlegerschutz
- Markttransparenz
- ordnungsgemäßer Handel
- Bekämpfung von Marktmanipulation
- Verhinderung unzulässiger Insidergeschäfte
Die konkreten Vorschriften unterscheiden sich je nach Markt, Finanzinstrument und Land.
Vorteile eines funktionierenden Kapitalmarktes
Ein funktionierender Kapitalmarkt kann verschiedene wirtschaftliche Vorteile bieten:
- Unternehmen erhalten Finanzierungsmöglichkeiten.
- Anleger erhalten Investitionsmöglichkeiten.
- Kapital kann auf unterschiedliche Unternehmen und Projekte verteilt werden.
- Wertpapiere können gehandelt werden.
- Marktpreise liefern Informationen über Angebot und Nachfrage.
Nachteile und Risiken des Kapitalmarktes
Kapitalmärkte sind gleichzeitig mit Risiken verbunden.
Dazu gehören beispielsweise:
- starke Kursschwankungen
- Spekulationsblasen
- Verluste für Anleger
- Unternehmensausfälle
- Liquiditätsprobleme
- Finanzmarktkrisen
Ein funktionierender Kapitalmarkt bedeutet deshalb nicht, dass einzelne Kapitalanlagen risikofrei sind.
Kapitalmarkt einfach erklärt
Der Kapitalmarkt lässt sich mit einem einfachen Beispiel erklären:
Unternehmen benötigt Geld → Anleger besitzt Geld → Kapitalmarkt bringt beide Seiten zusammen.
Das Unternehmen erhält Kapital für seine Investitionen.
Der Anleger erhält dafür beispielsweise Aktien oder Anleihen und erwartet eine entsprechende Rendite.
Häufige Fragen zum Kapitalmarkt
Was ist der Kapitalmarkt einfach erklärt?
Der Kapitalmarkt ist ein Teil des Finanzmarktes, auf dem insbesondere mittel- und langfristiges Kapital bereitgestellt und gehandelt wird. Unternehmen und Staaten können dort Kapital aufnehmen, während Anleger ihr Geld investieren können.
Was wird auf dem Kapitalmarkt gehandelt?
Zu den wichtigsten Finanzinstrumenten gehören Aktien und Anleihen. Daneben existieren zahlreiche weitere Wertpapiere und Finanzinstrumente.
Was ist der Unterschied zwischen Geldmarkt und Kapitalmarkt?
Der Geldmarkt dient insbesondere der kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung und -anlage. Der Kapitalmarkt ist dagegen vor allem auf mittel- und langfristige Finanzierung und Kapitalanlage ausgerichtet.
Ist die Börse der Kapitalmarkt?
Die Börse ist ein wichtiger Bestandteil des Kapitalmarktes, aber nicht mit dem gesamten Kapitalmarkt gleichzusetzen.
Was ist der Primärmarkt?
Auf dem Primärmarkt werden Wertpapiere erstmals ausgegeben. Dabei kann der Emittent neues Kapital aufnehmen.
Was ist der Sekundärmarkt?
Auf dem Sekundärmarkt werden bereits ausgegebene Wertpapiere zwischen Anlegern gehandelt.
Was sind Kapitalgeber?
Kapitalgeber stellen anderen Marktteilnehmern Kapital zur Verfügung. Dazu können Privatanleger, Banken, Fonds, Versicherungen und andere Investoren gehören.
Was sind Kapitalnehmer?
Kapitalnehmer benötigen Kapital zur Finanzierung. Dazu gehören beispielsweise Unternehmen und Staaten.
Welche Risiken gibt es am Kapitalmarkt?
Je nach Anlage können unter anderem Kurs-, Ausfall-, Zinsänderungs-, Liquiditäts-, Inflations- und Währungsrisiken auftreten.
Fazit
Der Kapitalmarkt ist ein zentraler Bestandteil des Finanzsystems. Er bringt Kapitalgeber und Kapitalnehmer zusammen und ermöglicht insbesondere die mittel- und langfristige Finanzierung von Unternehmen, Staaten und anderen Organisationen.
Zu den bekanntesten Instrumenten des Kapitalmarktes gehören Aktien und Anleihen. Während Aktien eine Beteiligung an einem Unternehmen darstellen, handelt es sich bei Anleihen grundsätzlich um Fremdkapital.
Eine wichtige Unterscheidung besteht außerdem zwischen Primärmarkt und Sekundärmarkt: Auf dem Primärmarkt werden Wertpapiere erstmals ausgegeben, während auf dem Sekundärmarkt bereits vorhandene Wertpapiere zwischen Marktteilnehmern gehandelt werden.
Für die Volkswirtschaft erfüllt der Kapitalmarkt eine wichtige Funktion, weil er Ersparnisse und verfügbares Kapital zu Unternehmen und anderen Kapitalnehmern lenken kann, die dieses Geld für Investitionen benötigen.
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