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Helikoptergeld

Helikoptergeld

Von Helikoptergeld spricht man, wenn Bürger Geld ohne eine Gegenleistung erhalten.

Im Ursprung stammt der Begriff von dem Bild von flatternden Geldscheinen, die aus einem Hubschrauber geworfen werden, damit ist das Geld der Notenbanken und nicht der Regierungen gemeint.

Als Metapher stammt der Begriff Helikoptergeld von US-Ökonom Milton Friedman, der seinen Studenten im Jahr 1969 die Ausweitung der Geldmenge durch Zentralbanken veranschaulichen wollte.

Berühmt wurde der Ausdruck erst im Jahr 2002, als Fed-Chef Ben Bernanke den Geldregen als eine Möglichkeit zur Bekämpfung der Deflation in Japan bezeichnete.

Dieses Szenario galt als so abwegig, dass er den Spitznamen „Helicopter-Ben“ verpasst bekam.

Stille Gesellschaft

Stille Gesellschaft

Man versteht unter einer stillen Gesellschaft versteht man die Beteiligung eines Dritten mit einer Einlage an einem Handelsgewerbe, ohne dass hierbei der Dritte nach außen in Erscheinung tritt. Außerdem haftet der stille Gesellschafter nur mit seiner Einlage. Es handelt sich um keine juristische Person, sondern um eine Personengemeinschaft.

Der stille Gesellschafter betreibt selbst kein Handelsgewerbe, er ist nur ein Teilhaber. Auch geht die Einlage des stillen Gesellschafters nur in das Vermögen, aber nicht in das volle unbeschränkte Eigentum des Geschäftsinhabers über. Es wird daher als Sonderposten in der Bilanz ausgewiesen. Kommt es zu einem Konkurs des Geschäftsinhabers so ist sie eine Konkursforderung gegen den Inhaber. Der stille Gesellschafter tritt meist nicht nach außen als Gesellschafter auf.

Vertraglich kann vereinbart werden, dass der stille Teilhaber bei der Auflösung der Gesellschaft sowie bei einer Auseinandersetzung einen schuldrechtlichen Anspruch erhält, der ihn so stellt, als ob das Geschäftsvermögen den Gesellschaftern gemeinsam gehören würde, als sogenannte ägyptische stille Gesellschaft.

Controlling

Controlling

Controlling ist ein Teilbereich des Führungssystems in einem Unternehmen, es umfasst Planung, Steuerung und Kontrolle von Unternehmensbereichen, dabei laufen die Daten des Rechnungswesens und von anderen Quellen hier zusammen. Der Begriff wurde von Deyhle analog zum Begriff Marketing gebildet und entstammt der Praxis.

Seit den 1970er Jahren wurde der Begriff gebildet und dient der Führung und Information im betriebswirtschaftlichen Sinne. Das Controlling liefert betriebswirtschaftliche Transparenz und dient der Ziel- und Erfolgsorientierung.

Das interne Rechnungswesen dient dazu die richtigen Kosten einer Kostenstelle bzw. eines Produktes zu ermitteln, das Controlling dient dazu die richtigen unternehmerischen Entscheidungen zu treffen. Auch dient es das Unternehmen ziel- und erfolgsorientiert zu führen. Dazu bedient man sich von Informationen in Form von Zahlen. Es dient einer rationalen Führung und dem richtigen Verhalten.

Wachstum

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Wachstum

Wachstum beschreibt eine zahlenmäßige Zunahme von Populationen von Lebewesen wie Bevölkerungswachstum oder auch als Wirtschaftswachstum als eine allgemeine Zunahme von wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit der Volkswirtschaft.

Als Indikatoren für wirtschaftliches Wachstum kann man das Bruttoinlandsprodukt kurz BIp betrachten, also das Wachstum der inländischen Produktion bzw. im Inland erzielen Einkommen. Man betrachtet hier die Steigerung aufgrund von verbesserter Auslastung der Produktionskapazitäten und einen vermehrten Einsatz von Produktionsfaktoren als Auslastungseffekt sowie die Vergrößerung von Produktionskapazitäten als Kapazitätseffekt.

Man betrachtet hierbei meist Pro-Kopf-Werte die bei Betrachtung des BIP bezogen auf das Bevölkerungsmitglied auch eine negative Entwicklung bei einem gesteigerten BIP aufzeigen können.

Nutzen

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Nutzen

Unter dem Nutzen versteht man in der Wirtschaftssoziologie die Summe von Vorteilen die ein Akteur erhält. So ist der Nutzen im Marketing der Grad der Befriedigung der Bedürfnisse, Motive welches ein Wirtschaftsgut beim Verbraucher bzw. Verwender bringt, der Nutzen des Gutes ist zum einen subjektiv von den Bedürfnissen abhängig als auch bedingt durch seine Knappheit, Seltenheit. Bei freien Gütern mangelt es jedoch an Knappheit und somit auch an Nutzen im ökonomischen Sinne.

Nutzenfunktionen modellieren die Abhängigkeit von Gütermengen. So wird jeder Gütermenge ein genaues Nutzenquantum zugeordnet als Inaifferenzkurve. Die Funktionswerte stellen die Rangordnungen von Nutzen und Nutzenniveau dar nach Eagwort und Pareto und dem Konzept der ordinalen Nutzenmessung.

Programmiersprachen

Programmiersprachen

Unter Programmiersprachen versteht man formalisierte Sprachen aus Symbolen, Befehlen und Regeln die zur Programmierung von Digitalrechnern genutzt werden. Dabei werden in den Maschinensprachen die Anweisungen an den Rechner in unmittelbarer, detaillierter lesbarer Form weitergegeben. Bei problemorientierten Programmiersprachen hingegen die Struktur der mathematischen Formelsprache sowie der Umgangssprache angenäht und verkürzen so den zeitlichen Aufwand für die Programmierung.

Objektorientierte Programmiersprachen bilden Objekte der realen Welt als Objekte da die miteinander interagieren können.

Sie lassen sich auf fast allen Computertypen nutzen, benötigen jedoch einen Compiler, Übersetzer der die die Makroanweisungen wieder in Einzelschritte auflöst und in Maschinensprache umwandelt. Zu den wichtigsten problemorientierten Programmiersprachen zählen Fortran, Pascal, Cobol und PL/1. Zu den objektorientierten Java, C++, PHP etc.

Haustürgeschäft

Haustürgeschäft

Ein Haustürgeschäft beschreibt das Andienen von Finanzdienstleistungen durch Vorsprechen an an Private an deren Privatwohnung. Meist auch ohne besondere Voranmeldung.

Von Seiten des Gesetzgebers wurden gesetzliche Vorkehrungen bezüglich des Widderrufrechts des Geschäftsabschlusses getroffen, da es leicht zu einer Übervorteilung oder gar Betrug bei den häufig wenig sachkundingen Angesprochenen kommen kann.

Wandelanleihe

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Wandelanleihe

Die Wandelanleihe, auf Englisch „Convertible Bond“ besagt, dass neben den normalen Gläubigerrechten wie Zinszahlung und Rückzahlung dem Anleger ein weiteres Recht auf den Umtausch der Anleihe in Aktien gewährt wird.

Aufgrund dieses Umtauschrechts wird aus dem ursprünglichen Gläubigerverhältnis ein Beteiligungsverhältnis, weil das mit der Wandelanleihe aufgenommene Fremdkapital zu Eigenkaptial gewandelt wird.

Man benötigt für die Emission von Wandelanleihen die Zustimmung der Hauptversammlung, denn für die Wahrung des Umtauschrechtes ist eine bedingte Kapitalerhöhung nötig.

Aktiengesellschaften ist eine Fianzierung über Wandelanleihen vorbehalten. Auch steht bei der Emission von Wandelanleihen den Aktionären der kreditsuchenden Aktiengesellschaft ein Bezugsrecht zu. Dabei können die Aktionäre mit ihrem Bezugsrecht Wandelanleihen beziehen oder ihre Bezugsrechte verkaufen.

Werden Wandelanleihen ausgegeben so sind in den Anleihebedinungen weiterhin Wandlungsverhältnis, Wandlungsfrist und mögliche Zahlungen aufzunehmen.

Chargenfertigung

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Chargenfertigung

Die Chargenfertigung beschreibt eine spezielle Form der Serienfertigung oder Sortenfertigung bei der man qualitative Unterschiede zwischen Fertigungslosen produktionsbedingt unvermeidbar sind. Die Charge ist gemeinsam auch die produzierte Menge wie bei einem Schmelz- oder Brennofen. Auch bei gleichen Feritgungsabläufen kommt es durch wechselnde Produktionsbedinungen zu Differenzen bei den Produkten.

So gibt es diese Fertigungsform in der chemischen Industrie wie der Lackherstellung oder auch in der Stahlindustrie. Es handelt sich um einen Organisationstyp in der intermittierenden Fertigung bei der die Produktion abgeschlossene jedoch unterschiedliche Teilprozesse umfasst. Diese Teilprozesse werden durch die Einsatzfaktoren, die Chargen bestimmt, wie eine Hochofenfüllung etc.

Durch unterschiedliches Roheisen können so die gleichen Produkten aus unterschiedlichen Chargen kleine Abweichungen in ihrer Beschaffenheit erhalten.

Diskontkredit

Diskontkredit

Ein Diskontkredit beschreibt einen von einer Bank gewährten Kredit aufgrund eines Ankaufes von Wechseln in der Höhe des um den Diskont verminderten Wechselbetrages. Ökonomisch betrachtet liegt keine Kreditgewährung vor, da der Diskontkredit vom Wechselschuldner zurückgezahlt wird, es handelt sich nur um einen Forderungsverkauf an die Bank in Form eines Wechselkredits.

Globalisierung

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Globalisierung

Bei der Globalisierung handelt es sich um ein grenzüberschreitende Strategie von Unternehmen bei der man Wettbewerbsvorteile durch die Ausnutzung von Standortvorteilen erzielt. Es kommt zu Verflechtungen von Politik, Ökonomie und Kultur sowie Informationstechniken weltweit. Die Globalisierung bietet sowohl Chancen als auch Risiken bezüglich Interessen und Kooperationen.

Der Aufsatz „The Globalization of Markets von Theodore Levitt aus dem Jahr 1983 ist ein prominenter Vertreter der Globalisierung und prohezeite das Ende von multinationalen Konzernen welche eine länderspezifische, differenzierte Marktbearbeitung betreiben.

Meinungsführer

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Meinungsführer

Ein Meinungsführer oder im Englischen auch opinion leader bezeichnet in der Kommunikationsforschung Personen welche eine Mittlerstelle zwischen Massenmedien und informellen Gruppen einnehmen, welchen sie angehören. Es kommt so zu einem zweistufigen Kommunikationsfluss. Der Meinsführer hat dabei nicht zwangsläufig einen höheren Rang.

Er wird vor allem durch die Massenmedien bei der Meinungsbilung beeinflusst. Man beschreibt damit Massenmedien, Verbände und Personen welche eine öffentliche Meinung zu einem Thema erstellen wollen zu dem es noch keine dezidierte Einstellungen gibt. Im Namen eines Publikums können sie Einfluss nehmen, sie besitzen in der Gruppe eine Schlüsselfunktion.

Körperschaftsteuer

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Körperschaftsteuer

Die Körperschaftsteuer ist eine Einkommensteuer der Körperschaften. So unterliegen ihr juristische Personen, nicht rechtsfähige Personenvereinigungen sowie Betriebe gewerblicher Art von juristischen Personen des öffentlichen Rechtes.

Ähnlich wie bei der Einkommensteuer unterscheidet man bei der Körperschaftsteuer zwischen einer beschränkten und unbeschränkten Steuerpflicht. So unterliegen der unbeschränkten Variante alle Körperschaften die nach § 1 Abs. 1KStG aufgeführt werden und ihren Sitz oder Geschäftsleitung im Inland haben.

Die beschränkte Körperschaftssteuerpflicht betrifft ausländische Körperschaften die weder Geschäftsleitung noch Sitz im Inland haben nach § 2 Nr. 1 KStG und Körperschaften des öffentlichen Rechts nach § 2 Nr. 2 KStG. Die Steuerpflicht beginnt bei der rechtsfähigen Körperschaft schon bei der Eintragung der Gesellschaft in das jeweilige Register. Als Bemessensgrundlage dient das zu versteuernde Einkommen.

Sozialkompetenz

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Sozialkompetenz

Der Begriff der Sozialkompetenz beschreibt im weitesten Sinne die kommunikative (Dialogfähigkeit), integrative (Konsensfähigkeit) und kooperative (Teamfähigkeit) von Menschen welche aus sozialen Lernen enstehen kann.

Im engeren Sinne beschreibt man damit die kommunikative Fähigkeit welche sich im Zusammenhang von Teamarbeit, Gruppenarbeit oder auch im Kontakt mit Kunden und Lieferanten zeigt. Sie gilt neben der Fachkompetenz und Methodenkompetenz zu Teil der Handlungskompetenz.

Technikfolgenabschätzung

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Technikfolgenabschätzung

Unter einer Technikfolgenabschätzung versteht man abgekürzt als TA das Englische technology assessment als ein gesellschaftliches und wissenschaftliches Instrument mit dem man systematisch, organisiert und planmäßig technische Entwicklungen analysiert. Insbesondere bezüglich ihrer Auswirkungen auf die Umwelt und den Menschen.

Auch werden Alternativen herausgearbeitet die die Grundlage für die Technikbewertung bilden sowie Gestaltungsmöglichkeiten und Handlungsräume für Politik und Wirtschaft bieten. Allerdings kommt es zu Unsicherheiten in der Prognose was das Instrument auch umstritten als Instrument zur Poltikberatung macht. In den USA bekannt als Office of Technology Assessment kurz OTA und in Deutschland als Enquete-Kommission Technologieabschätzung.

Zölle

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Zölle

Zölle beschreiben Abgaben welche von Staaten oder Staatengemeinschaften erhoben werden auf den grenzüberschreitenden Warenverkehr bei Einfuhr, Ausfuhr oder Durchfuhr. In Deutschland gibt es rechtlich gesehen nach § 3 AO nur Einfuhrzölle die wie Steuern betrachtet und behandelt werden. Man erhebt die Zölle, um Einnahmen zu erhalten und auch die Wirtschaft in Form von Schutzzöllen zu schützen. In der EG werden keinen Binnen-Zölle erhoben.

Bei Einfuhr von Agrarprodukten aus anderen EG-Staaten werden jedoch Ausgleichsabschöpfungen erhoben. Das Zollgebiet sieht die Grenzen für das deutsche Hoheitsgebiet nach den Grenzen von 1937 vor, ohne Zollfreigebiete wie deutsche Schiffe oder die Insel Helgoland.

Durch einen Zolltarif legt man für Waren fest wie hoch der Zollsatz im Bezug zum Zollwert ist. Der Zollwert wird vorgegeben durch die EG-Verordnung über den Zollwert kurz ZWVO. Man betrachtet Zölle bilanziell als Teil der Anschaffungskosten. Anfallende Zölle auf aktivierungspflichtiges Vorratsvermögen gehört nicht zu den Herstellungskosten und wird als bilanzieller Sonderposten geführ entsprechend den Abgrenzungsposten nach §§ 250 Abs. 1 HGB, 5 Abs. 5 EStG.

Nachschußpflicht

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Nachschußpflicht

Die Nachschußpflicht ist eine festgelegte Verpflichtung für Gesellschafter an ihre Gesellschaft beschränkte oder unbeschränkte Nachschüsse auf die schon bestehenden Anteile zur Erhöhung des Gesellschaftskapitals zu leisten, sobald die finanzielle Situation des Unternehmens dieses erfordert.

Die Nachschusspflicht kann durch Verträge, Satzung oder Gesetz festgelegt werden

So können Gesellschafter über den Betrag der Stammeinlage hinaus durch Gesellschafterbeschluss zu weiteren Einzahlungen/Nachschüssen nach dem Verhältnis der Gesellschaftsanteile eingefordert werden nach § 26 GmbHG. Dabei kann die Nachschusspflicht unbeschränkt nach § 27 GmbHG oder beschränkt nach § 28 GmbHG erfolgen. Für die Genossenschaft besteht die Nachschusspflicht nur für den Fall des Konkurses, sofern das im Statut nicht ausgeschlossen ist was auch zulässig ist nach §§ 66 Nr3, 105 I GenG..

Regelkreis

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Regelkreis

Der Regelkreis beschreibt in der Wirtschaftssoziologie ein geschlossenes System mit Rückkopplung welches aus Stellgröße, Regler, Steuer- bzw. Regelstrecke und Regelgröße besteht. Dabei ist die Regelstrecke der Teil des Systems, der in der Regelung so beeinflusst werden muss, dass die Regelgröße der Führungsgröße, dem vorgegebenen Sollwert entspricht.

Kommt es zu Abweichungen beim der Regelgröße vom Sollwert, wie durch störende Einflüsse auf der Regelstrecke, so führt der Regler durch Veränderungen der Stellgröße auf die Regelstrecke den angestrebten Sollwert wieder her.

Somit stellt der Regelkreis ein selbstregulierendes kybernetisches System dar.

Fordismus

Fordismus

Unter dem Fordismus versteht man ein von H. Ford einführtes Herstellungsprinzip und die darauf beruhende Produktionsweise. Typische Merkmale hiervon sind die Fließproduktion, Massenproduktion und ein hohes Maß an Standardisierung. Es kommt zu dem zu vertikaler Integration, großer Fertigungstiefe und Produktion für den Massenkonsum.

Dabei wird der Produktionsprozess in viele Arbeitsschritte zerlegt welche durch eher gering qualifiziertes Personal ausgeführt werden können.

Bundesbank

Bundesbank

Die Bundesbank ist der Name der Deutschen Bundesbank, eine unahbängige Zentralbank der Bundesrepublik Deutschland die ihren Sitz in Frankfurt hat. Es gibt Niederlassungen als Landeszentralbanken in den einzelnen Bundesländern. Dabei hat die Bundesbank als einige das Recht zur Ausgabe von Banknoten als Notebank. Sie reguliiert so den Geldumlauf und die Kreditversorung der Wirtschaft mit dem Ziel die Währung zu sichern.

Sie bedient sich hierzu demogenannten kreditpolitischen Instrumentariums nach Diskont-, Lombard-, Mindestreserve-, Offenmarktpolitik.

Auch sorgt sie für die bankmäßige Abwicklung des Zahlungsverkehrs und gewährt so Bund und Ländern im Rahmen bestimmter Höchstgrenzen kurzfristige Kredite als Kassenkredite.