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Steuerüberwälzung

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Steuerüberwälzung

Unter dem Begriff der Steuerüberwälzung versteht man den Versuch und der erreichte Vorgang des Steuerzahlers der Weitergabe von Steuerbelastungen über Preisänderungen für Güte oder Produktionsfaktoren an den Lieferanten (Vorwälzung). Man spricht auch von einer Weiterwälzung wenn die Steuerlast auf den Abnehmer weitergeben wird.

Man versteht darunter auch den Unterschied zwischen der wahrgenommenen und der vom Gesetzgeber beabsichtigten Verteilung der Steuerlast. Durch die vollständige Konkurrenz galt in der Finanzwissenschaft seit Beginn des 19. Jahrhundert die Annahme, dass die direkten Steuern in der Regel nicht und die indirekten Steuern sehr wohl überwälzbar sind.

Anhand der Körperschaftssteuer sieht man, dass die Überwälzbarkeit bei direkter Steuer sehr wohl gegeben ist. Auch mögliche Steuerwirkungen (Inzidenz) werden mit dem Begriff der Überwälzung beschrieben.

 

 

Betriebsvergleich

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Betriebsvergleich

Der Betriebsvergleich ist eine spezielle Form der Bilanzanalyse bei der man verschiedene Unternehmen eines Wirtschaftszweiges im selben Zeitraum anhand ihrer Bilanzen einzeln oder in möglichst homogenen Gruppen untereinander vergleicht. Bei Banken ist dieses auch ein weiteres Informationsverfahren für die eine Kreditwürdigkeitsprüfung.

Es kann regelmäßig in bestimmten Abständen permanent kontrolliert werden oder einmalig mit Hilfe des Kennzahlenvergleiches. Die Betriebsvergleich können zwischenbetrieblich oder innnerbetrieblich ausgelegt werden oder auch national, international, intrasektoral, sektoral etc. Ebenso können Mengenverglieiche, Wertvergleich, Zeitraumsvergleich, Zeitpunktsvergleich, Totalvergleiche oder auch Partialvergleiche durchgeführt werden für die Prüfung der jeweiligen Unternehmen.

Man achtet bei der inhaltliche Prüfung auf Ergebnisse der Leistungserstellung bzw. Prozesse im zeitlichen Ablauf bezogen auf den Handel. So können Umsätze und Kosten im Zeitablauf verglichen werden für einen strukturellen Vergleich. Der Betriebsvergleich gehört im Handelscontrolling zum standisierten Instrument der Marketingkontrolle. So können Planungen im Bezug auf Absatzformen durchgeführt werden.

Betriebs- und Geschäftsausstattung

Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die Betriebs- und Geschäftsausstattung oder im Englischen auch (working and office equipment). ist ein Bilanzposten des Anlagevermögens. Zu der Betriebsausstattung gehören beispielsweise Werkstatt-, Lager, Kantinen-, Santitärräume etc. Die Geschäftsausstattung umfasst hingegen Dinge wie Ausstellungs-, Büro-, Ladeneinrichtung oder EDV-Anlagen.

Matrixorganisation

Matrixorganisation

Die Matrixorganisation ist ein Begriff der Wirtschaftssoziologie. Man verbindet vertikal strukturierte funktionale bzw. Verrichtungsprinzip mit den horizontal sturkturierten divisonalen Objekt- bzw. Spartenprinzip der Organisation. So wird die Dominanz einer Dimension aufgehoben. Durch die beiden Dimensionen ensteht eine matrix-artige Verbindung.

Man wird durch die Matrixorganisation flexibler und erhält langfristige Kontinuität bezüglich der Organisationsstruktur. Man erhält Spalten als vertikale Linien und Zeilen als horizontale Linien.

Das Funktionsmanagement mit den Produkten bildet die horizontalen Linien und die vertikalen Linien werden von dem Objekt-(Produkt-)Management gebildet wie Verkauf, Werbung, physische Distribution, Sales Promotion im Marketing oder von Einkauf, Produktion oder den Finanzen die jeweils in der horizontalen mit den Produkten in einer Matrix verknüpft sind.

Plankostenrechnung

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Plankostenrechnung

Die Plankostenrechnung gehört zum internen Rechnungswesen einer Bank. Sie dient dazu die Kosten von Bankleistungsarten und -abteilungen als Standardkosten oder Plankosten genau zu berechnen und so Selbstkosten und Wirtschaftlichkeit zu ermitteln. Man setzt sie als Sollkosten an und man ermittelt später Abweichungen der Istkosten von den Sollkosten bei der Abweichungsanalyse, um mögliche korrigierende Maßnahmen einzuleiten.

Bei der Berechnung werden die Kostenstellen möglichst weit aufgegliedert, damit man die Leistungserbringungen genau auf die Bezugsgrößen der Kostenstellen zuordnen kann, was bei Banken schwierig sein kann. Auch eine Kostenbudgetierung ist möglich. Bei Banken sind die Fix- und Gemeinkosten relativ hoch.

Man unterscheidet genauer zwischen flexibler und starrer Plankostenrechnung. Die Flexible Plankostenrechnung wird wiederum unterschieden auf Vollkostenbasis oder Teilkostenbasis. Durch die flexiblen Formen kann die Kosten besser an die Beschäftigunsänderungen anpassen.

Prozesskostenrechnung

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Prozesskostenrechnung

Die Prozesskostenrechnung wird in Deutschland auch als Vorgangskalkulation und in den USA als Activity Based Costing oder Cost Driver Accounting. Es handelt sich dabei um eine Kostenrechnungssystem welches vergleichbar ist mit alt hergebrachten wie Plankostenrechnung, Vollkostenrechnung oder Deckungsbeitragsrechnung.

Die Prozesskostenrechnung setzt an Praxismängeln der traditionellen Kostenrechnugssystem an, nämlich an der Behandlung von Gemeinkosten.

Auf Grund der fortschreitenden Produktionsautomatisierung CIM ist die Lohnzuchlagkalkulation der Vollkostenrechnung nur noch ein schlechter Indikator für die produkbezogene Kostenverursachung bei der Fertigstellung, in den USA betrachtet man hier auch häufig die direct labor bei der Kalkulation. Aber auch die Fertigung von vor- und nachgelagerten Dienstleistungsbereichen wie Bestelldisposition, Fertigungsvorbereitung, Fertigungssteuerung, Lagerung und Transport werden in der Vollkostenrechnung sonst nur pauschal und grob betrachtet als Umlagenanlastung. Ebenso betrachtet die Plankostenrechnung sie nicht genau genug und verzichtet auf analytische Kostenplanung. Bei der Prozesskostenrechnung werden die Gemeinkosten hingegen besser und genauer kalkuliert.

Dazu werden bei den Gemeinkosten je Kostenstelle wie der Fertigungssteuerung die Dienstleistungen betrachtet die für den Bereich in Betracht kommen und mit Zero-Base-Budgeting oder Gemeinkostenwertanalyse betrachtet. Man ordnet den Prozessen die Kosten genau zu. Auch bestimmt man Kostentreiber, die cost driver wie in der Fertigung von Sonderauträgen die von Standartaufrrägen abweichen.

Man bestimmt die Mengenausprägungen für die Kostentreiber aufs Jahr gesehen und achtet bei der Kalkulation von Prozesskosten die Umwandlung von Vorkostenstellen in Endkostenstellen. So rechnet man beispielsweise die Fertigungssteuerungskosten direkt dem Produkt hinzu und nicht den Kosten der Fertigungsstelle.

Die Prozesskostenrechnung ist aufgrund ihrer Genauheit jedoch sehr aufwändig, kann jedoch die Gemeinkosten besser dem Produkt zu ordnen.

Kreditwürdigkeitsprüfung

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Kreditwürdigkeitsprüfung

Die Kreditwürdigkeitsprüfung oder auch Bonitätsprüfung ist eine wichtige Form zur Prüfung der Finanzierungswürdigkeit von Unternehmen, aber auch von Personen, Staaten und öffentlichen Haushalten. Durch die Prüfung achtet man vor allem auf die Ertragslage und die zukünftige Ertragslage die die Abzahlung eines genommenen Kredites sicher stellen soll. So können Steuer- und Handelsbilanzen, Kreditstatus, GuV-Rechnungen (Gewinn- und Verlustrechnungen), Liquiditätsrechnungen, Darstellungen von Geschäftsaussichten, Finanzpläne, Absatzpläne, Investitionspläne etc. in Betracht gezogen werden bei der Prüfung der Kreditwürdigkeit.

Es kommt neben dieser materiellen Prüfung der Kreditwürdigkeit auch zur Prüfung anderer Faktoren wie der Persönlichkeit, Charakter, Ruf, unternehmerische Fähigkeiten, Zuverlässigkeit etc. Auch Vermögen und Darlehen spielen eine Rolle, insbesondere bei Privatpersonen.

Die Geschäftsmoral und Zahlungsmoral sind auch bedeuten sowie die Zuverlässigkeit zur Erfüllung von vertraglichen Verpflichtungen. Man beachtet auch die Liquidität, gegenwärtiges Vermögen sowie mögliche zukünftige Erfolgsentwicklungen des Unternehmens. Es geht vor allem um die Einschätzung, ob zukünftige Tilgungs- und Zinszahlungen zu den vorgesehenen Terminen möglich sind. Gesetzlich müssen Kredite über 50000 € durch eine Kreditwürdigkeitsprüfung vergeben werden. Man nutzt auch computergestützte Verfahren wie Credit-Scoring. Auch richtet sich die Kreditwürdigkeit nach Größe und Art des Kredites sowie der Betriebsgröße und möglichen Einahmen in der Zukunft durch das Unternehmen und innerhalb der Branche.

Dokumenteninkasso

Dokumenteninkasso

Das Dokumenteninkasso bezeichnet den Einzug von Warenpapieren wie Ladeschein, Luftfrachtbriefe, Lagerschein, Konnossement, Eisenbahnfrachtbriefe durch die Hausbank des Importeurs über deren ausländische Korrespondenzbank beim Exporteur. Also der Bank mit der die Hausbank in einer engen geschäftlichen Verbindung steht.

Im Englischen spricht man auch von „Documentary Collection“. Der Auftrag des Expoteurs an die Inkassobank bei dem dem Importeur die dem Inkassoauftrag beigefügten Exportdokumente nus ausgehändigt werden wenn er die festgelegten Leistungen erbringt. Man unterscheidet bei den vom Importeur geforderten Leistungen zwischen:

  • Dokumente gegen Akzept-Inkasso, also Dokumente gegen Wechselakzept-Inkasso oder documents against acceptance d/a
  • Dokumente gegen Zahlung-Inkasso, also Dokumente gegen Zahlung bei Sicht-Inkasso, Sichtzahlunginkasso, auf Englisch documents against payment d/P, cash against documents
  • Sowie Dokumente gegen unwiderruflichen Zahlugnsauftrag-Inkasso oder auf Englisch „documents against irrevocable payment order“. Es wird eine Zahlungsgarantie nicht übernommen von dein in das Inkasso eingeschalteten Banken. Die Rechtsgrundlage für die Abwickung von Dokumenteninkassi sind

Die Einheitlichen Richtlinien für Inkassi (ERI) der Internationalen Handelskammer (ICC), welche von den meisten Banken bzw. Bankenverbän­den der Welt anerkannt sind.

 

Werbebotschaft

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Werbebotschaft

Unter einer Werbebotschaft versteht man eine Argumentation einer Organisation mit der man Sympathie und Aufmerksamkeit von den Mitgliedern einer Zielgruppe im Rahmen von Werbung gewinnen möchte und sie zu einem bestimmten Verhalten oder Grundhaltung veranlassen will. Man versucht durch die Werbebotschaft zu verdeutlichen was man dem Abnehmer bieten kann. Man richtet sich an den Nutzen und die Bedürfnisse bzw. Problemlösung des potentiellen Kundens bzw. Käufers des Produktes oder der Dienstleistung. Durch eine kreative Idee kann man das eigene Produkt von den anderen am Markt erhältlichen abgrenzen.

Es werden hierbei 3 Formen unterschieden bei der Ansprache der Zielgruppenmitglieder. Zum einen kann an die Moral und das Gewissen appelliert werden, zum andern kann man eine rationale Argumentation nutzen oder auch an die Gefühle appellieren durch die Werbebotschaft. Die Argumente können sich auch gegenseitig ergänzen. Sie hängen auch ab von dem Werbeobjekt und dem Werbeträger den man wählt.

Die Emotionen, Triebe können zusammen mit einer konsumspezifischen Motivation die Grundlage für die Bildung der Werbebotschaft bilden. Es können Düfte, Abbildungen (auch erotischer Form) etc. genutzt werden um bestimmte Reize anzusprechen und so um Kauf zu motivieren. Häufig können auch Grundbedürfnisse im Vordergrund stehen die man zu befriedigen versucht wie mit Nahrung oder der Sicherheit. Die Werbung kann sowohl psychisch als auch physisch ansprechend sein. Wichtig ist es adäquate Werbebotschaften und Werbemittel zu finden mit denen man das gewünschte Werbeziel und Werbereichweite erzielen kann. Auch kann man Humor nutzen, zweiseitige Argumentationen, sowie unterschiedliche Werbewege wie Radio, TV, Internet, Print-Medien, Social-Media etc.

Fragebogen

Fragebogen

Unter einem Fragebogen versteht man in der Wirtschaftssoziologie eine Zusammenstellung bei der man mündlich oder schriftlich Fragen und Fragegruppen abfragt. Die Anordnung der Fragen im Fragebogen oder questionnaire auf Englisch, haben eine große Wirkung, da die Reihenfolge der Themen die Antworten verzerren kann wie beipsielsweise durch Ausstrahlungseffekte.

Ordoliberalismus

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Ordoliberalismus

Der Ordoliberalismus wird als Synonym für den Neoliberalismus in der Wirtschaftsoziologie verwendet.

Man beschreibt mit ihm eine Richtung des Neoliberalismus die die Ordnungsidee zentral setzt. Der Ordoliberalismus gent nicht von der natürlichen Ordnung des klassischen Liberalismus aus, sondern vielmehr von einer sozial geschaffenen oder auch ökonomischen Ordnung welche die Voraussetzung für den Fortschritt und die Freiheit zur Selbstverwirklichung ist.

Es handelt sich um ein Konzept, dass der Freiburger Schule nach Eucken, Böhm entspringt für eine Wirtschaftsordnung welche auf revidierten Vorstellungen des Liberalismus und auf dem Neoliberalismus beruht.

Die Rollenzuweisung an den Staat spielt hier eine große Rolle. Durch ihn werden die rechtlichen Rahmenbedingungen gestellt und die Einhaltung der Wettbewerbsordnung gesichert. Dabei achtet man das Privateigentum der Produktionsmittel und die individuelle Freiheit.

Man geht davon aus dass eine vollständige Konkurrenz zu einem Höchstmaß an ökonomischer Wohlfahrt für die gesamte Volkswirtschaft führt nach der Wohlfahrtsökonomie.

Auch sollen deshalb interventionistische Eingriffe (Interventionen) des Staates in den Wirtschaftsverlauf unterbleiben.

Wertpapierbörse

Wertpapierbörse

Mit dem Begriff Wertpapierbörse beschreibt man einen amtlichen Markt für Wertpapiere auf dem vereidigte Makler (Kursmakler) während den Börsenstunden von Montag bis Freitag von 11.30 bis 13.30 Uhr die Kurse feststellen welche sich aus denen ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen ergeben. In der Bundesrepublik gibt es insgesamt 8 Wertpapierbörsen und zwar:

  1. Berlin
  2. Bremen
  3. Düsseldorf
  4. Frankfurt
  5. Hamburg
  6. Hannover
  7. München
  8. Stuttgart

Pensionsrückstellungen

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Pensionsrückstellungen

Pensionsrückstellungen sind nach § 249 Abs. 1 HGB Rückstellungen für ungewissen Verbindlichkeiten die gebildet werden wenn Arbeitnehmern im Rahmen von betrieblicher Altersvorsorge Zusagen gemacht werden auf Rentenzahlungen. Aufgrund der Bedeutung der gegebenen Pensionsverpflichtung ist die Pensionsrückstellung nicht mit den sonstigen Rückstellungen sondern gemäß § 266 Abs. 3 HGB gesondert als Pensionsrückstellung auszuweisen. Ist der Arbeitgeber nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zur Zahlung einer Rente verpflichtet so hat er nach IFRS diese zukünftige Leistungsverpflichtung der Rentenzahlung als Schuld zu passivieren. Die Höhe dieser Schuld richtet sich nach dem Barwert der zukünftigen Leistungen unter Berücksichtigung von entstandenen versicherunsmathmatischer Gewinn und Verluste, den „actuarial gains and losses“.

Nach der US-GAAP besteht auch die Verpflichtung Pensionsverpflichtungen zu passivieren soweit diese nicht durch Fondsvermögen gedeckt sind. Dabei dürfen versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste nicht berücksichtigt werden. Es handelt sich um einen Sonderfall von ungewissen Verbindlichkeiten. Sie enstehen aus laufenden Renten ehemaliger Mitarbeiter und aus Anwartschaften auf Altersversorung von jetzt aktiven Mitarbeitern.

Wahrscheinlichkeitsrechnung

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Wahrscheinlichkeitsrechnung

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung beschreibt ein Gebiet der Mathematik und Statistik, mit der dier Beziehung zwischen den Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen und Ereigniskomplexen in einem Ereignisraum untersucht werden. Sie dient der Quantifizierung von möglichem Auftreten von Ereignissen. Das Grundmodell ist der Zufallsvorgang, ein Vorgang bei dem das Ereignis im Voraus nicht feststeht.

Zu jedem von endlich vielen möglichen Ergebnissen wird eine Zahl zwischen 0 und 1, seine Wahrscheinlichkeit zugeordnet. Die Wahrscheinlichkeiten addieren sich dabei zu 1. Man betrachtet abhängige und unabhängige Zufallsvorgänge, Folgen von Zufallsvorgängen sowie numerische Ergebnisse von Zufallsvorgängen (Zufallsvariable). Es werden Wahrscheinlichkeiten abgeleiteter Ereignisse berechnet sowie Wahrscheinlichkeitsverteilungen von Zufallsvariablen bestimmt und durch Parameter gekennzeichnet.

Auf die Zufallsvariable erstrecken sich unendlich viele Ereignisse. Es sind auch approximative Berechnungen von Wahrscheinlichkeiten bei den Grenzwertsätzen erlaubt.

Wahrscheinlichkeiten werden multipliziert (sowohl A als auch B liegen vor) oder addiert (die Ereignisse A und B liegen vor).

Länderrisiko

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Länderrisiko

Bei dem Länderrisiko handelt es sich um eine spezielle Form des Kreditrisikos bei Auslandskrediten. Dabei besteht das Risiko darin, dass ein Lan aus politischen Gründen oder Devisenmangel heraus Zahlungen an ausländische Gläubiger nicht mehr zulässt, selbst wenn das kreditnehmende Unternehmen finanziell gesund ist.

Es kommt so zu Transferschwierigkeiten durch hoheitliche Maßnahmen des ausländischen Staates der Kapitalzahlungen von Schuldnern verhindert. Somit ist das Länderrisiko ein Ausfallrisiko, das von Bedeutung ist im Kreditgeschäft von Banken und aus 3 Komponenten besteht.

Das wirtschaftliche Länderisiko birgt die Gefahr, dass ein Staat wegen außenwirtschaftlicher und binnenwirtschaftlicher Gegebenheiten nicht mehr über die zum Schuldendienst benötigten Devisenbestände verfügt und daher unfähig ist die Zahlungen an ausländische Gläubiger zu leisten.

Das politische Länderrisiko ist die Gefahr der Unwilligkeit eines Staates aus ideologischen, politischen Gründen heraus, auch bei einer vorhandenen Zahlungsfähigkeite Auslandsschulden nicht zu tilgen und zu bedienen.

Beim Ländergruppenrisiko besteht die Gefahr darin, dass mehrere Länder gleichzeitig aus einer wirtschaftlichen Notwendigkeit heraus oder aus abgestimmten politischen Entscheidungen heraus die Schuldendienstzahlungen vorübergehend oder endgültig reduzieren bzw. gar einstellen.

Es handelt sich somit beim Ländergruppenrisiko um ein kumuliertes wirtschaftliches oder auch politisches Länderrisiko. Mit Hilfe von Verfahren der Risikoschätzung kann das Länderrisiko bestimmt werden, wie durch Index-Modelle und Scoring-Verfahren.

 

Leitzins

Leitzins

Der Leitzins wird von den Zentralbanken festgelegt und ist ein Instrument der Geldpolitik. Dabei ist der Leitzins der Zinssatz zu dem sich Geschäftsbanken bei den Zentralbanken refinanzieren können. Dazu haben die Geschäftsbanken Sicherheiten, häufig in Form von Wertpapieren zu hinterlegen. Dabei gilt die Hinterlegung von Wertpapieren auch als „Repo-Geschäft“. Die Beschaffung von Liquidität über Zentralbanken kann zurückgehen, wenn sich die Geschäftsbanken untereinander Gelder leihen.

Bei der Finanzkrise kam es im August 2007 durch einen Vertrauensverlust zum fast vollständigen Erliegen dieser Finanzierungsquelle, so dass die Zentralbanken mehr Liquidität zur Verfügung stellen mussten, um das Bankensystem zu stabilisieren.

Körperschaft des öffentlichen Rechts

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Körperschaft des öffentlichen Rechts

Bei der Körperschaft des öffentlichen Rechts handelt es sich um einen Verband des öffentlichen Rechts welcher außerhalb der durch Behörden dargestellten unmittelbaren Staatsverwaltung öffentliche Aufgaben unter staatlicher Aufsicht und gegebenenfalls unter dem Einsatz von hoheitlichen Mitteln wahrnimmt. Anders als eine Anstalt des öffentliche Rechts ist die die Körperschaft des öffentlichen Rechts mitgliedschaftlich organisiert.

Zur Errichtung einer bundesunmittelbaren Körperschaft des öffentlichen Rechts im Bundesgebiet benötigt man ein Bundesgesetzes nach Art. 87 GG.

Rechtlich sind Körperschaften des öffentlichen Rechts juristische Personen und können somit Träger von Rechten und Pflichten sein welche im eigenen Namen klagen oder verklagt werden. Weiterhin genießen sie bestimmte Vorrechte und ihre Bediensteten sind Beamte und Angestellte des öffentlichen Dienstes.

Zu den Körperschaften des öffentlichen Rechts gehören beispielsweise:

  • Rechtsanwaltkammern
  • Ärztekammern
  • Hochschulen
  • Gemeinden
  • Kreise
  • Ortskrankenkassen
  • Berufsgenossenschaften

Kirchengemeinden nehmen eine Sonderstellung ein.

Value Added Service

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Value Added Service

Value Added Service sind Dienstleistungen welche im Value Added Marketing die Kernleistung eines Angebotes wertsteigernd anreichern.

Nutzentheorie

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Nutzentheorie

Der Begriff Nutzentheorie beschreibt einen Teilbereich der mikroöknomischen Haushaltstheorie, dabei unterscheidet man eine ältere kardinale Nutzentheorie die jeder Gütermenge einen Nutzengröße, den Nutzen zuordnet, so kann die Nutzeneinheit analog zu den Gütereinheiten auf einer extensiven Skala kardinal qualifiziert werden. In den Gossenschen Gesetzen ist die kardinale Nutzentheorie formuliert. Der Grenznutzen wird durch die bestimmbare Nutzendifferenz messbar.

Bei der ordinalen Nutzentheorie wird der Nutzen dagegen als ein intensive Größe verstanden die Auskunft darüber gibt ob ein bestimmter Zustand einem anderen Zustand vorgezogen wird. Diese Zustände reflektieren hierbei konsumierbare Güterkombinationen welche die Grundlage für die Analyse von ordinalen Bewertungsprozessen sind.

Man geht bei beiden Theorien von einer Unabhängigkeit der Haushalte untereinander aus. Es können jedoch auch externe Effekte beachtet werden. Man kann auch eine Ordnungsfolge erstellen durch eine Zuordnung von Nutzenindices für Güterkombinationen als Nutzenindexfunktion, wenn eine Transitivität der Präferenzen und Widerspruchsfreiheit vorliegen. Bei gleichem Nutzenindex gelten Güterkombinationen aus gleichwertig für die Beurteilung des Haushaltes.

 

Konsumquote

Konsumquote

Bei der Konsumquote handelt es sich um einen Begriff der Makroöknomik. Dabei hängt der Konsum (C) von verschiedenen beeinflussenden Faktoren ab, der wichtigste Faktor ist das Volkseinkommen (Y). So ergibt sich die durchschnittliche Konsumquote aus C/Y und gibt den Teil des Einkommens an welcher für Konsumzwecke verwendet wird. Man entwickelt die marginale Konsumquote aus der 1. Ableitung der Konsumfunktion nach dem Volkseinkommen also dC/dY. Sie gibt den Betrag an um den der Konsum steigt, wenn das Volkseinkommen um einen infinitesimalen Betrag, ca. um eine Einheit steigt, der Wert liegt meist unter 1.

Die marginale Konsumquote, marginale Sparquote, durchschnittliche Konsumquote sowie durchschnittliche Sparquote ergänzen sich jeweils zu 1, wenn man von der Hortung absieht. Bei dem makroöknomischen Gütermarktmodell berücksichtigt man die staatliche ökonomische Aktivität und bezieht die durchschnittliche sowie marginale Konsumquote auf das Verfügbare Einkommen Y^V = Y – T = (1 – t) Y, Mit: Y^V als verfügbares Einkommen, T = t · Y als Steuerzahlungen an den Staat mit 0 < t als Steuersatz < 1.