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Finanzkapital

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Finanzkapital

Mit dem Begriff Finanzkapital wird das von Kreditunternehmen sowie anderen Kapitalsammelstellen wie Bausparkassen, Versicherungen und Investmentgesellschaften gehaltene Kapital bezeichnet.

Mit Begriffen wie Finanzkapitalimus oder Fiananzmarkt-Kaptialismus beschreibt man die Dominanz von Institutionen des Finanzmarktes gegenüber der Realwirtschaft.

Geprägt wurde der Begriff durch den Austromarxisten Rudolf Hilferding in seinem Buch „Das Finanzkapital“ von 1910, mit der Beschreibung einer Entwicklungsstufe des Kaptialismus. Die Konzentration im Bankwesen ist so ein wichtiger Motor für das Erreichen des höchsten Stadiums der kaptialistischen Konzentration in Form von Kartellen und Trusts. Es ensteht so eine Abhängigkeit der Industrie von den Banken.

So wird ein immer größerer Teil des benötigten Investionskaptials von Banken gestellt, welche über das gesamte Geldkapital verfügen. Diese Form der Zentralbank kann so Kontrolle auf die gesamte gesellschaftliche Produktion ausüben. Nach Hilferding kann es so zu einer Milderung von Krisen druch eine finanzkapitalisitsche Mega-Vergesellschaftung des Industrie- sowie Banken-Aggolomerationen kommen.

In der sozialdemokratischen Theorie vom organisierten Kapitalismus sowie der leninistischen Theorie des Imperalismus als höchstes Stadium des Kaptialismus hat der Begriff Finanzkapital eine wichtig Rolle. Die Verwendung des Begriffes im Marxismus ist jedoch umstritten. So kommt es nach der marxistischen Auffassung im Staatsmonopolistischen Kapitalismus zu einer Übernahme des Staates durch das Finanzkapital und der Herausbildung einer Finanzoligarchie.

Der Begriff Finanzkapital kann auch eine antisemtische Verwendung haben, so wird zwischen einem schaffendem Industriekapital und einem raffendem Finanzkapital unterschieden. Einem Kapital geschaffen aus schaffender Arbeit und einem aus Spekulation.

Das Finanzkapital wird als Begriff für den Einfluss von Eigentümern an Unternehmen und Banken auf die Wirtschaft verwendet. Insbesondere kennzeichnen für den Spätkapitalismus.

Anschaffungskosten

Anschaffungskosten

Die Kosten beziehungsweise Aufwendungen welche benötigt werden um einen Vermögensgegenstand zu erwerben und diesen auch in einem betriebsbereitem Zustand zu bringen werden als Anschaffungskosten nach § 255 I HGB bezeichnet, sofern man sie dem einzeln dem Vermögensgegenstand zu ordnen kann.

Zu den Anschaffungskosten zählen:

Der Anschaffungspreis des Vermögensgegenstandes sowie die zusätzlichen Anschaffungsnebenkosten wie Provisionen, Eingangsfrachten, Maklergebühren, Rollgeld, Transportkosten, Zoll, Speditionskosten und auch die Kosten für Montage und Einbau bei Maschinen sowie die Notar-, Gerichts-, und Vermessungskosten, Grunderwerbssteuer bei Grundstücken.

Dabei werden die Anschaffungskosten gemindert um Rabatte, Preisnachlässe, Skonti und Zahlungsabzüge. Handelt es sich um Subventionen bzw. nicht rückzahlbare Zuschüsse aus der öffentlichen Hand so ensteht ein Wahlrecht.

Nach § 255 HGB sind nachträgliche Anschaffungskosten die zu den ursprünglichen Anschaffungskosten hinzu gerechnet werden Erstanschluss an Kanalisation, Abbruchkosten oder Erschließungsbeiträge für eine Erstanlage von einer Straße.

§ 253 I, II HGB sieht die Anschaffungskosten als Grundlage und Obergrenze für eine Bewertung in der Handelsbilanz und nach § 6 EStG in der Steuerbilanz.

Die Anschaffungskosten sind Ausgangspunkt und Grundlage für die Bemessung von Abschreibungen für abnutzbare Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens.

Man spricht von fortgeführten Anschaffungskosten oder Anschaffungswerten, wenn die Anschaffungskosten um planmäßige Abschreibungen gemindert werden.

Budget

Budget

Ein Budget beschreibt eine Obergrenze in der Gesundheitswirtschaft für die von Leistungerbringern wie Krankenhäusern oder Vertragsärzten veranlassten Ausgaben.

Im Erfolgscontrolling beschreibt ein Budget einen Vorgaberahmen für ein Erfolgsziel. Dieser wird der Organisationseinheit für einen bestimmten Zeitraum mit gewissen Verbindlichkeiten vorgegeben. Die Vorgaben dienen der Steuerung des Unternehmens durch organisatorischen Einheiten, Verantwortungsbereichen.

Traditionell werden Budgets für den Zeitraum von einem Jahr fest gelegt für die operative Planung und Kontrolle. Aber auch Koordination der gesamten Aktivitäten ist im Unternehmen durch eine Budgetierung möglich. So können benötigte Ressourcen wie Personal und Finanzen und die Motivation der beteiligten Mitarbeiter.

Das Budget stellt einen auf eine künftige Periode bezogenen, globalen oder nach Kostenarten differenzierten (Plan-)Kostenwert dar. Die betriebliche Entscheidungseinheit gibt diesen mit einem bestimmten Grad an Verbindlichkeit vor.

So unterscheidet man bei einem Budet:

  • Die Geltungsdauer als Jahres-, Quartals, oder Monatsbudget
  • Die Entscheidungseinheit wie Untenehmenshierachie, Produkte, Funktionen, Regionen
  • Die Wertdimension mit Kosten-, Umsatz- und Ausgabenbudget.

Die Budgetierung ist ein organisatorischer Prozess für die Aufstellung, Verabschiedung, Kontrolle sowie der Abweichungsanalyse von Budgets.

Mit Budgetberichten werden Abweichungen von Budget-Werten und Ist-Werten in einer Ursachenanalyse ermittelt.

Die Unternehmensführung gibt den Unternehmensbereichen durch Budgets einen Richtschnur für ihr handeln vor, indem sie sie durch vereinbarte Mangen und Wertgrößen budgetiert.

Im Haushaltsplan einer Gebietskörperschaft für einen Zeitabschnitt, wie einem Jahr, wird das Budget für den Haushalt durch geschätzte Einnahmen und geplante Ausgaben bestimmt. Diese hat Gesetzescharakter.

Der Budgetkreislauf umfasst 4 Phasen:

  1. Die Erarbeitung des Entwufes
  2. Die parlamentarische Behandlung
  3. Den Vollzug
  4. und die Kontrolle

Sozialbilanz

Sozialbilanz

Unter der Sozialbilanz versteht man in der Wirtschaftssoziologie eine Rechnungslegung bei der man die sozialen, nicht-ökonomischen Wirkungen und Ergebnisse der Arbeit des Unternehmens bilanziert.

So werden hier Ergebnisse sowie unbeabsichtigte Ergebnisse Wirkungen auf die Umwelt, Region, Mitarbeiter, Gemeinde, Standort, Bildungsinfrastruktur, kulturelle Infrastruktur dargelegt.

Dadurch soll auch die Verantwortlichkeit von nicht-ökonomischen Zielen und Handlungen nach innen hin und die Beziehungen nach außen zur Gesellschaft dargestellt werden können.

Umsatzrendite

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Umsatzrendite

Die Umsatzrendite, auf Englisch „return on sales“ beschreibt die Beziehung von Jahresüberschuss zu Umsatzerlös, die man in Prozent angibt.

Der entstehende Zielkonflikt zwischen den Investorinteressen und Gläubigerschutz wird in bei der US-Rechnungslegung wie den IFRS zugunsten des Investors am Kapitalmarkt entschieden.

Für die Rechnungslegung ist der periodengerechte Erfolgsausweis ist das entscheidene Kriterium.

Sowohl USGAAP als auch IFRS zeigen kaum Unterschiede auf.

Treuepflicht des Arbeitnehmers

Treuepflicht des Arbeitnehmers

Die Treuepflicht des Arbeitnehmers ist eine Nebenpflicht, neben der Arbeitspflicht die sich aus dem Arbeitsvertrag ergibt, für den Arbeitnehmer. Hier durch werden schützwürdige Interessen des Arbeitgebers gewährt.

Bei der Treuepflicht des Arbeitnehmers handelt es sich um eine gesetzliche Grundlage nach § 241 II BGB.

Es werden verschiedene Pflichten zum positiven Tun als auch Unterlassungspflichten aufgezählt.

Zu den Einzelpflichten gehört unter anderem, dass der Arbeitnehmer keine Geschäfts- oder Betriebsgeheimnisse an Dritte mitteilen darf.

Es ergibt sich eine Verschwiegenheitspflicht die dem dem Arbeitnehmer kredit- und rufschädigende Mitteilungen zu verfassen.

Des weiteren darf der Arbeitnehmer keine Schmiergelder, Zuwendungen in Form von geldwerten Geschenken oder andersartiger Vorteile annehmen, die ihn dazu bringen könnten sich pflichtwidrig zu verhalten.

Außerdem darf der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber in seinem Geschäftszweig keine Konkurrenz machen im Sinne des Wettbewerbsverbotes.

Zu den Pflichten des Arbeitnehmers gehören Anzeige- und Mitteilungspflichten, so hat er beispielsweise die Pflicht zu einer Anzeige von drohenden Schäden bei Störungen an Maschinen etc.

Der Arbeitnehmer muss weiterhin Weisungen des Arbeitgebers folge leisten im Sinne des Direktionsrechtes des Arbeitgebers.

Kommt es zu einer schuldhaften Verletzung der Nebenpflichten so kann ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Arbeitnehmer geltend gemacht werden. Ebenso kann es zu einer verhaltensbedingten Kündigung kommen.

Dem Arbeitgeber ist es zu dem möglich die Einhaltung der Unterlassungspflichten durch eine Klage durch zu setzen.

Kundendienst

Kundendienst

Bei Kundendienst handelt es sich um produktbegleitende Dienstleistungen.

Der Kundendienst lässt sich weit gefasst in 2 Dimensionen aufteilen. Zum einen nah dem kaufmännischen Service wie Rentabilitätsrechnung, Kostenvoranschlag etc. und den technischen Service wie Installation, Massanfertigung usw.

Auch die Zeit nach dem im Verhältnis zum Kauf in Form von Pre-Sales-Service wie Anproberäume, Inzahlungnahme, Schaufensterauslagen etc. zählen hier zu, sowie der At-Sales-Service wie Kreditierung, Restaurant, kostenloses Parken und After-Sales-Service in Form von Aufstellung, Änderung, Verpackung und Nachnahmelieferung.

Dabei werden dieses Kundendienste in verschiedenen Kombination erbracht.

Kaufkraft

Kaufkraft

Die Kaufkraft des Geldes bezeichnet man die Menge an Gütern die man mit einer Geldeinheit kaufen kann.

So spricht man von einer sinkenden Kaufkraft wenn die Gütermenge, die man mit einer Geldeinheit kaufen kann kleiner wird und andersherum.

Man spricht auch von dem inneren Geldwert.

Für die Bestimmung der Kaufkraft wie der des Verbrauchers nutzt man den Preisindex für die Lebenshaltung.

Die Kaufkraft wird an einem Preisindex gemessen der bei der Untersuchung für Nachfrager einer bestimmten Branche oder sozialen Schicht geeignet gewählt werden muss.

Schuldverschreibung

Schuldverschreibung

Eine Schuldverschreibung, auf Englisch bond, ist eine mittel- bis langfristiger Kredit die man am Kapitalmarkt durch die Emission von Wertpapieren aufnimmt und in handelbare Teilschuldverschreibungen verbrieft.

Es handelt sich um ein Inhaberpapier welches ein Forderungsrecht verbrieft.

So können mittelfristige Obligationen und langfristige Anleihe mit einer laufenden Zinszahlung durch ein jährlich eingelöste Kupons, von Französisch coupon, endfällig getilgt werden.

Zu Inhaberschuldverschreibungen zählen öffentlich-rechtliche Körperschaften wie die des Bundes, der Länder und Gemeinden mit beispielsweise Prämienanleihen, Gewinnanteilscheine an einer AG, Inhaberlagerscheine oder Hypothekenpfandbriefe.

Für die Ausstellung von Schuldverschreibungen ist eine staatliche Genehmigung erforderlich, von dieser sind jedoch Länder und Bund befreit.

Zahlungsverkehr

Zahlungsverkehr

Im Außenhandel ist ein freier Zahlungsverkehr und Kaptialverkehr ein gemeinsames Merkmal. Es handelt sich um eine Gegenleistung für Waren- sowie Dienstleistungsaustausch.

In der EU sind die Mitgliedstaaten dazu verpflichtet Zahlungen zu genehmigen in der jeweiligen Währung in der der Begünstigte oder Gläubiger ansässig ist.

Der Zahlungsverkehr beschreibt die Zahlungsvorgängen von allen beteiligten Wirtschaftssubjekten. Innerhalb einer Volkswirtschaft spricht man vom nationalen Zahlungsverkehr. Der Zahlungsverkehr zwischen Volkswirtschaften wird internationaler Zahlungsverkehr genannt.

Dabei wird der Zahlungsverkehr durch eine Übertragung von Zahlungsmitteln vollzogen wie Bargeld, Buchgeld oder Geldsurrogate wie Schecks oder Wechsel.

Einschränkungen im internationalen Zahlungsverkehr sind eine staatlicher unmittelbarer dirigistischer Eingriff der den Wirtschaftsverkehr über die monetäre Seite beeinflusst.

So können Maßnahmen den Verkauf und Ankauf von Fremdwährungen einschränken, die freie Konvertierbarkeit von Währungen.

Einschränkungen im Zahlungsverkehr betreffen häufig nur Teile des außenwirtschaftlichen Verkehrs. So können Devisenbeschränkungen im internationalen Reiseverkehr oder auf den internationalen Kapitalverkehr eingeführt werden.

Unterschiedliche Einschränkungen für Inländer und Ausländern im internationalen Zahlungsverkehr sind auch möglich.

Liquidität

Liquidität

Die Liquidität, auf Englisch liquidity, beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens oder einer seinen Zahlungsverpflichtungen pünktlich sowie in voller Höhe nachkommen zu können.

Der Begriff leitet sich vom Lateinischen „liquidus“ für flüssig ab. Man versteht unter Liquidität auch die Geldnähe von Vermögensobjekten.

Dabei ist die Liquidität eines Vermögensobjektes umso größer je leichter dieses ohne einen Verlust in Bargeld umgewandelt werden kann.

So stellt die Liquidität ein zentrales unternehmerisches Ziel dar. Ein Unternehmen ohne Liquidität ist auch bei guter Technologie-, Management-, und Personalausstattung nicht zukunftsfähig.

Informationen bezüglich der Liquidität eines Unternehmens können aus einer Kapitalflussrechnung entnommen werden.

An der Börse zeigt sich die Liquidität durch das Handelsvolumen der Menge der gekauften und verkauften Aktien. So spielen die Größen, Mengen der Firmen, die Menge der potentiellen Investoren, Streubesitz und Handelssystem eine Rolle bei der Ermittlung der Liquidität.

Als liquidester Vermögenstitel gilt Bargeld. Die Liquidität beschreibt die Eigenschaft von Vermögen in Zahlungsmittel umgewandelt werden zu können.

Es existiert ein Kontinuum an Liquiditäts-Graden von vollkommener Liquidität bis zur völligen Liquidität abhängig von den Möglichkeiten der Umwandlung von Vermögen in Zahlungsmittel.

Kommissionär

Kommissionär

In der Handelsbetriebslehre versteht man unter einem Kommissionär einen selbständig Gewerbetreibenden der in seinem Namen für die Rechnung seines Auftraggebers den Verkauf oder Kauf von Waren nach §§ 383 ff. HGB durchführt.

Dabei muss der Kommissionär die Risiken tragen welche sich aus dem Kommissionärsvertrag mit dem Kunden ergeben in Form eines Außenverhältnisses.

Allerdings hat der Auftraggeber durch das Innenverhältnis die Risiken zu tragen die durch den Absatz, Gewährleistung, Garantie und Kreditierung entstehen.

Der Kommissionär ist Handelsvertretern, Handelsmaklern und Kommissionären gegenüber weisungsbefugt. Vor allem was die Einhaltung und Gestaltung des Verkaufspreises angeht. Nach der handelsrechtlichen Definition ist jemand der gewerbsmäßig im eigenen Namen für Rechnung eines anderen, des Kommittenten Wertpapiere oder Waren verkauft oder kauft ein Kaufmann (§ 383 Abs. 1 HGB).

So kann beispielsweise ein Kunsthändler welcher im Auftrag eines Kunden, der unbekannt bleiben möchte, im eigenen Namen Gemälde für diesen auf einer Kunstauktion ersteigern.

Man spricht im Außenhandel von einem Absatzvermittler wenn im eigenen Namen, aber auf die Rechnung des Exporteurs Waren übernommen und im Verkaufsfall eine Provision genommen wird. Kommt es zu keinem Verkauf so fällt die Ware an den Exporteur zurück welcher somit das Absatzrisiko trägt.

Merkantilismus

Merkantilismus

Unter Merkantilismus versteht man in der Wirtschaftssoziologie eine staatliche Handels- und Wirtschaftspolitik des 17. und 18. Jahrhunderts.

Das Ziel des Merkantilismus ist die Erhöhung des nationalen Reichtums durch die Drosselung von Einfuhren und die Förderung von Ausfuhren und der inländischen Industrie.

Vor allem Liberalisten und Physiokraten attackierten die Schutzzölle und Einfuhrbeschränkungen des Merkantilismus.

Verbreitet war der Merkantilismus von 1600 bis 1750 in Westeuropa, in Frankreich von Colbert, in Preußen vom Großen Kurfürsten und in England von Cromwell.

Beim Merkantilismus handelt es sich um eine frühe Form des Protektionismus, einer Außenhandelspolitik, bei der beispielsweise Schutzzölle den Schutz von inländischen Produzenten gegenüber ausländischen Konkurrenten erreicht wird.

Zu einem ähnlichen Zwecke werden auch andere Handelshemmnisse, Verwaltungsmaßnahmen und Einfuhrsteuern erhoben.

Im Merkantilismus wurde der Außenhandel in erster Linie nur gefördert um die eine aktive Handelsbilanz zu erzielen und die inländische Erzeugung einseitig den Vorrang zu geben.

Beim Merkantilismus steht dem Prinzip des Freihandels mit voller Konkurrenz auf dem Binnen- und Weltmarkt gegenüber.

In der heutigen Außenpolitik von verschiedenen Staaten findet man Ansätze des Merkantilismus wieder. Insbesondere da wo eine Protektion, Protektionismus der heimischen Wirtschaft und weitere weitreichende staatliche Eingriffe in den Außenhandel zu dessen Förderung vorgenommen werden. Man bezeichnet sie auch als Neomerkantilismus.

Zins

Zins

Der Zins ist der Preis für eine zeitweilige Überlassung von Kapital oder Geld.

Abhängig unter welchem Aspekt man den Zins betrachtet kann man verschiedene Zins-Begriffe formulieren.

Bezüglich der Fristigkeit spricht man von kurzfristigem oder langfristigem Zins.

Bezüglich der Anlageart kann man Zins für Tagesgelder, Wochengelder, Monatsgelder, Geldzins, Ultimogelder, Kreditzins unterscheiden.

Für Wechselkredit, Diskont Wertpapierzins, Kapitalzins, Darlehenszins, Sparzins. Zinsen für Festgelder, Hypothekenzins.

Als rechnerische Bezugsgröße Nominalzins bezogen auf den Nennwert, Jahreszins, Effektivzins bei einer nominellen Verzinsung bezogen auf den Kurswert, Rendite, Spareckzins als institutioneller Bezug, Bankzins mit Sollzins und Habenszins.

Diskontsatz der Zentralbank als Marktbezug, Geldmarktzins, Marktzins, Kapitalmarktzins, ausländischer Zins, inländischer Zins, volkswirtschaftlicher Zins Rechenzweck als interner Zins bei einer Investitionsrechnung. Der Verzugszins bei einem Zahlungsverzug.

Reaklwirtschaftlicher Zins mit dem Zins als gütemäßige Ergiebikeit einer investiven Verwendung von Kapital im zins-theoretischen Bezug, dem natürlichen Zins als Liquiditätsprämie etc.

Dabei ist der Mietzins kein Zins, sondern vielmehr ein Preis für die Nutzungsüberlassung von Wohnraum.

Präferenz

Präferenz

Unter einer Präferenz oder auch preference versteht man das Vorziehen eines Wertes oder Zieles vor einem oder mehreren anderen in der Wirtschaftssoziologie.

Innerhalb des Marketing versteht man die Bevorzugung eines Lieferanten oder Produktes gegenüber anderen Bezugsquellen oder Produkten von der Seite eines potentiellen Kunden.

Man konzentriert sich hier bezüglich der Kaufentscheidung auf die Einkaufsstättenwahl oder Markenwahl. So bezieht sich die Präferenz auf die Frage, ob eine Alternative einer anderen bevorzugt wird oder nicht und auch die Intensität der Bevorzugung in Form einer Präferenzstärke.

Bei der Präferenzforschung wird die Kaufentscheidung erforscht mit Hilfe von Kaufmodellen wie Positionierungsmodellen oder Conjoint Analyse.

Präferenzen können unterschiedlich enstehen. So können sie durch ein direktes Lernen enstehen nach dem Verstärkungsprinzip. So können Verhaltenstendenzen gegenüber Geschäften und Produkten schon in der Jugend geprägt werden und lange erhalten bleiben.

Auch die Übernahme von Präferenzen anderer Personen bei der Entwicklung eigener Präferenzen möglich sein.

So werden Empfehlungen oder Imitationen von Kaufverhalten übernommen von Meinungsführern.

Bildung von Präferenzen

Dominant ist die Präferenzbildung bei Entscheidungsprozessen. Bei der Wahl zwischen 2 Alternativen geht man hier die Eigenschaften der Alternativen ein. So bilden sich häufig Zusammenhänge aus zwischen der Art der Präferenzbildung und der Entwicklung von Einstellungen gegenüber Produkten.

Man spricht von einer Präferierung, wenn eine Alternative positiver bewertet wird als die andere.

Präferenzen können aus Einstellungen hervorgehen. Jedoch sind sie nicht zwingen erforderlich für die Bildung von Präferenzen.

Häufig sind Einstellungen über den zeitlichen Verlauf stabil, Präferenzen jedoch meist nicht.

Eine echte Präferenz beseht wenn der Konsument ein Güterbündel x dem Güterbündel y vor zieht in der Schreibweise x > y.

Bei einer schwachen Präferenz mit der Schreibweise x >~ y denkt der Konsument, dass das Bündel x zumindest genauso gut ist wie das Bündel y.

Es werden verschiedene Arten der Präferenz unterschieden als persönliche, örtliche, zeitliche und sachliche Präferenz.

In der Preistheorie ist das Nichtvorhandensein ein Merkmal für ein homogenes Gut und die Bildung von Marktformen.

Dienstvertrag

Dienstvertrag

Der Dienstvertrag beschreibt wie ein Dienstnehmer dem Dienstberechtigen seine Arbeitskraft gegen Geld zur Verfügung stellt nach §§ 611-630 BGB.

Anders als bei einem Werkvertrag wird hier eine Handlung und nicht ein hieraus resultierender Erfolg geschuldet.

Es werden unterschiedlichen Arten des Dienstverträge unterschieden. So ist der Arbeitsvertrag ein Dienstvertrag für unselbständige Tätigkeiten.

Dienstverträge über Dienstleistungen von jeder Art abgeschlossen werden. So wird durch in der Umfang, der Ort, die Zeitdauer und Art der Dienstleistung und das Entgelt, hierfür ist eine schriftliche Form nicht nötig.

Der Dienstvertrag für selbständig Tätigkeiten ist ein freier Dienstvertrag. Bei diesem liegt ein gewisses Mass an persönlicher Freiheit vor gegenüber dem Dienstberechtigten, Beispielsweise in der Weise und Art bezüglich der Dienstzeit und der erforderlichen Dienstleistung.

Es handelt sich hier häufig um ein Vertragsverhältnis von kurzer Dauer wie das Verhältnis von freien Agenten, Ärzten gegenüber einem Patienten, Rechtsanwälten gegenüber Klienten, Heimarbeiter und arbeitnehmerähnliche Personen gegenüber dem Unternehmer.

Ein Dienstvertrag kann aus unterschiedlichen Gründen beendet werden. So kann es zu einer Kündigung, einem zeitlichen Ablauf, einer Aufhebungsvereinbarung oder einer Zweckerreichung kommen.

Dabei wird der Arbeitsvertrag durch besondere Gesetze wie das Kündigungsschutzgesetz KSchG geregelt. Regelungen des Bürgerlichen Rechts nach §§ 611 ff. BGB sind vor allem auf einem freien Dienstvertrag zugeschnitten.

Kommt es zu Streitigkeiten so wird abhängig vom Streitwert das jeweils zuständige Amtsgericht oder Landgericht in Anspruch genommen.

Es gibt Ausnahmen, ,wenn bei arbeitnehmerähnlichen Personen mit ausschließlicher Zuständigkeit nach § 5 ArbGG durch die Arbeitsgerichte und für Vorstandsmitglieder und Geschäftsführer, wenn ausnahmsweise eine arbeitsgerichtliche Zuständigkeit im Vertrag vereinbart wurde § 2 IV ArGG.

Anlagen im Bau

Anlagen im Bau

Anlagen in Bau, auf Englisch „fixed assets under construction“ bezeichnen Bauten, Gebäude, Maschinen, Anlagegüter und Transportanlagen die noch in der Herstellung sind. Bei der Unterscheidung spielt es keine Rolle, ob für die Fertigstellung ein fremdes oder das eigene Unternehmen beauftragt ist.

Auf dem Konto „Anlagen im Bau“ werden vorübergehend alle enstehenden Kosten erfasst und aktiviert.

Für Anlagen im Bau gilt, dass diese am Bilanzstichtag in der Schlussbilanz gesondert im Sachanlagevermögen ausgewiesen werden. Dadurch wird verdeutlicht, dass diese nicht der Abschreibung unterliegen.

Nach der Fertigstellung der Anlage werden die übertragenen Aufwendungen vom Konto „Anlagen im Bau“ auf das jeweilige Anlagekonto wie „Gebäude“ umgebucht und aktiviert.

Die Anlagen im Bau zeigen die Herstellungskosten des neuen Aggregates auf dem entsprechendem Anlagekonto auf und dienen so als Bemessungsgrundlage für die Abschreibung AfA. Für den Beginn der Abschreibung maßgebend ist hierbei der Zeitpunkt der Fertigstellung der sich im Bau befindlichen Anlage.

Empirismus

Empirismus

Der Empirismus beschreibt eine erkenntnistheoretische Lehre welche den Ursprung aller Erkenntnis in Beobachtungen und Sinneswahrnehmungen beim Sensualismus hat.

Die radikal-empiristische Vorstellung sieht vor, dass man an alle Sachverhalten die von Interesse sind vorurteilsfrei heran tritt und dabei die beobachteten Tatbestände sammelt und durch Induktion verallgemeinert.

Abgeschwächte Versionen des Empirismus sind der Neopositivismus und Neoempirismus. Bei ihnen wird zwischen der theoretischen Sprache und einer Betrachtungssprache unterschieden. So wurde es möglich Begriffe einzuführen die sich nicht unmittelbar auf die zu beobachtenden Tatbestände richten.

Rücklagen

Rücklagen

Rücklagen sind bei Kapitalgesellschaften Reserven welche in der Form von Eigenkapital, als nicht gezeichnetes Kapital, Gewinnvortrag oder Jahresüberschuss ausgewiesen wird und entweder auf gesonderten Rücklagenkonten (offene Rücklagen) bilanziert werden oder nicht in der Jahresbilanz erscheinen als stille Rücklagen. Sie sind nicht zu verwechseln mit Rückstellungen.

Bei den Rücklagen handelt es sich um variable Teile des Eigenkapitals, die in Bezug auf die Gewinnverwendung variabel sind oder in Abhängigkeit von ihrem Verwendungszweck nach § 272 III 2, IV HGB, § 150 AktG.

Dabei wird die Bildung von Rücklagen begründet mit dem Prinzip der Dividendenkontinuität, der Selbstfinanzierung oder dem Gläubigerschutz/ der Kapitalsicherung.

Rücklagen bei verschiedenen Unternehmensformen

Offene Rücklagen werden in der Bilanz gesondert betrachtet, bei Kapitalgesellschaften nach § 266 III A. II und III HGB als Kapitalrücklagen oder Gewinnrücklagen.

Bei Genossenschaften muss eine gesetzliche Rücklage als Reservefonds gebildet werden für den Ausgleich von sich ergebenen Verlusten in der Bilanz. Nach § GenG wird die Art und Höhe der Bildung der Rücklagen in der Satzung der Genossenschaft festgelegt. Den gesetzlichen Rücklagen muss jedoch ein Teil des Jahresüberschusses zugeführt sowie ein Mindestbetrag für die Rücklage definiert werden, bis zu deren Erreichung die Einstellung vorgenommen werden muss.

Weiterhin werden nach § 337 HGB neben den gesetzlichen Rücklagen noch weitere Ergebnisrücklagen gebildet.

Für die Genossenschaft sind die Rücklagen von einer besonderen Bedeutung, da ausscheidende Mitglieder keinen Anspruch auf eine Beteilung an den Rücklagen haben, mit Ausnahme von § 73 III GenG. Somit steht der Genossenschaft durch die Rücklagen ein Kapital zur Verfügung welches ihr, anders als das Geschäftsguthaben, nicht entzogen werden kann.

Generell gilt für alle Unternehmensformen bezüglich der steuerfreien Rücklagen als Sonderposten mit Rücklageanteil in Fällen wie den folgenden:

  1. Rücklage bei Zuschüssen für die Anschaffung oder Herstellung von Anlagegütern
  2. Als Ersatzbeschaffungsrücklage
  3. Rücklagen für die Förderung von kleineren oder mittleren Betrieben entsprechend § 7g I EstG in der Ansparbeschreibung

Aussperrung

Aussperrung

Bei der Aussperrung handelt es sich um ein eine Arbeitskampfmassnahme der Arbeitgeberseite. Durch die Aussperrung kann Arbeitnehmer planmäßig an der Erbringung seiner Arbeitsleistung durch ein Fernhalten von den Betriebsstätte gehindert werden.

Gleichzeitig kommt es zur Verweigerung von Lohnzahlungen sowie Gehaltszahlung.

Als Formen der Aussperrung sind Angriffsaussperrung und Abwehraussperrung möglich im Arbeitskampf.

Im Arbeitskampf ist die Aussperrung in Deutschland eine Maßnahme mit der der Arbeitgeber einen Streik mit einer suspendierenden, aber nicht auflösenden Wirkung auf das Arbeitsverhältnis abwehren können.

In der Rechtssprechung entspricht die Aussperrung dem Prinzip der Waffengleichheit gegenüber den Streikenden und muss dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit entsprechen.

Die Gewerkschaften sehen die Aussperrung als moralisch unvertretbares Kampfmittel im Arbeitskampf und Streik an.