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Passivierungspflicht

Passivierungspflicht

Bei der Passivierungspflicht handelt es sich um ein Gebot bei dem nach § 246 HGB alle Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Rückstellungen in der Jahresbilanz zu passivieren sind.

Ausnahmen werden durch das Passivierungswahlrecht geregelt.

Für Kapitalgesellschaften besteht zu dem die Pflicht das gezeichnete Kapital mit dem Nennwert anzusetzen.

Passivierung

Passivierung

Passivierung ist ein Begriff der Bilanzierung und Buchführung. Man versteht unter der Passivierung jede Buchung die zu einer Erhöhung der Posten auf der Passivseite einer Bilanz führt.

Wirtschaftlichkeitsrechnung

Wirtschaftlichkeitsrechnung

Die Wirtschaftlichkeitsberechnung ist ein Kalkül zur Ermittlung der Wirtschaftlichkeit von Handlungen.

Es werden hierbei verschiedene Arten von Handlungen unterschieden wie das Produktionsverfahren, die insgesamte Unternehmenstätigkeit, Investitionen, das Produktionsverfahren usw.

So ergeben sich verschiedene Arten bei der Berechnung der Wirtschaftlichkeit. Man verwendet die Investitonsrechnung sowie Auswertungsrechnung der Kostenrechnung mit Losgrößenrechnung, Produkterfolgsrechnung, Verfahrensvergleiche etc. in erwerbswirtschaftlichen Unternehmen.

Für öffentliche Institutionen sind insbesondere die Nutzwertanalyse und Kosten-Nutzen-Analyse von Bedeutung.

Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik

Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik

Man versteht unter der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik die sich an der Angebotsseite Volkswirtschaft orientiert. Sie stellt eine Alternative zur keynesianischen makroökonomischen Nachfragesteuerung dar, der Globalsteuerung/Angebotsökonomik.

Das Ziel ist es primär das Wachstum zu steigern. Hierzu geht eine Zunahme der Produktivität voraus. Verteilungsziele werden nur sekundär verfolgt.

Sie lässt sich damit begründen, dass sie aus der monetaristischen Sicht gravierende Mängel der keynesianischen Fiskalpolitik vermeidet.

Hierzu gehören:

Das ungeeignete Mittel zur Bekämpfung einer stagflationären Situation, also einem gleichzeitigen Auftreten von stagnierende und Wirtschaft und Inflation (Stagflation).

Sowie die weitgehende Innovations- und Anpassungsschwäche durch zunehmende Inflexibilität der Preise welche sich durch staatliche Eingriffe im privaten Sektor als Wachstumsbremse ergeben.

Und die Verdrängung von privater Güternachfrage aufgrund von direkten Crowding-out-Effekt oder Zinssteigerung.

So kann eine angebotsorientierte politische Maßnahme die Senkung der gesetzlichen Lohnnebenkosten sein, wie durch die Streichung von gesetzlichen Feiertagen.

Das Preisniveau geht zurück und das gesamtwirtschaftliche Einkommen steigt innerhalb eines makroöknomischen keynesianischen Totalmodell, die gesamtwirtschaftliche Angebotsfunktion wird nach rechts verschoben.

Total Quality Management (TQM)

Total Quality Management (TQM)

Unter Total Quality Management (TQM) versteht man die Optimierung der Qualität von Dienstleistungen und Produkten. Hierbei sind alle Ebenen und Funktionsbereiche einbezogen unter Mitwirkung aller Mitarbeiter.

Man strebt so eine höhere Kundenzufriedenheit an.

Im Gegensatz dazu ist das reine Qualitätsmanagement bezogen auf die Steuerung, Überwachung und Planung der Qualität eines Prozesses oder dem Ergebnis eines Prozesses.

Hier werden die Bereiche Qualitätssicherung, Qualitätsplanung, Qualitätsverbesserung, Qualitätsprüfung, Qualitätsverbesserung und Qualitätslenkung einbezogen.

Modigliani-Miller-Theorem

Modigliani-Miller-Theorem

Das Modigliani-Miller-Theorem wurde 1958 von Modigliani und Miller aufgestellt. Dabei werden die Zusammenhänge von Marktwert, Kapitalstruktur und Kapitalkostensätzen in einem Unternehmen untersucht.

Das Theorem sagt aus, dass der Marktwert eines Unternehmens unter bestimmten Annahmen unabhängig von der Kapitalstruktur ist.

Es werden die Zusammenhänge zwischen der Kapitalstruktur, dem Marktwert und den Kapitalkostensätzen betrachtet.

Man unterscheidet 3 Theoreme:

  1. Nach Theorem I ist der Gesamtwert eines Unternehmens einer speziellen Risikoklasse bei gegebenem Investitionsprogramm und so bei gegebenem Erwartungswert der Erfolge auf einem vollkommenem Kapitalmarkt unabhängig von der Kapitalstruktur im Gleichgewicht. Durch Arbitrageoperationen werden bestehende Marktwertunterschiede von ähnlichen Unternehmen mit einer verschiedenen Verschuldung durch die rational handelnden Investoren ausgeglichen.
  2. Nach dem Theorem II handelt es sich bei den von den Anteilseignern geforderten Erwartungswerten der Renditen um eine lineare Funktion des Verschuldungsgrades des Unternehmens.
  3. Das Theorem III sagt aus, dass der durchschnittliche oder der gesamte Kaptialkostensatz welcher als Diskontierungssatz zur Vorteilhaftigkeitsprüfung genutzt wird unabhängig von der Finanzierung der Objekte ist.

Somit kann man zum Schluss kommen, dass durch eine Änderung der Kapitalstruktur einer Aktiengesellschaft keinen Einfluss auf den Marktwert sowie die Reichtumsposition der Eigentümer hat.

Somit sind Variationen der Kapitalstruktur durch die Unternehmensleitung gleich zu setzen mit einer privaten Verschuldung oder einer Wertpapiermischung aus Anleihen und Aktien.

Über die Kapitalwertmethode können den durchschnittlichen Kaptialkostensätzen als Diskontierungssatz Investionsentscheidungen getroffen werden, unabhängig von der Finanzierung.

Dabei ist der durchschnittliche Kaptialkostensatz unabhängig vom Verschuldungsgrad.

Somit existiert auch keine den Gesamtkapitalkostensatz minimierende Kapitalstruktur.

Traditionelle These

In der traditionellen These geht man hingegen davon aus, dass eine optimale Kapitalstruktur existiert. So steigt durch ein höheres Risiko mit der Fremd- sowie der Eigenkapitalkostensatz bei einer hohen Belastung des Unternehmens mit fixen Tilgungs- und Zinsverpflichtungen.

Zunächst bleibt jedoch von Null an mit wachsendem Verschuldungsgrad der Eigenkaptialkostensatz sowie der Fremdkostensatz fast konstant. Es kommt zu einem Substitutionseffekt wenn der Verschuldungsgrad über null ist und teures Eigenkapital durch günstiges Fremdkapital substituiert wird. So steigt auch der Unternehmenswert.

Es kommt jedoch bei einem darüber hinaus wachsendem Verschuldungsgrad zu einer Überkompensierung. Ein weiteres Erhöhen der Fremdkapitalquote lohnt sich dann nicht.

Man nimmt bei der traditionellen These den Verlauf der Fremdkapitalkostensätze und der Eigenkaptialkostensätze als eine Funktion des Verschuldungsgrades ad hoc an und fundiert nicht theoretisch. Die Modiglian-Miller-Theoreme haben die traditionelle These abgelöst, da sie zeigen, dass selbst bei einer geringen Verschuldungsgerade der Eigenkapitalkostensatz keinesfalls konstant ist.

Ein Kritikpunkt des Modigliani-Miller-Theoremes ist jedoch, dass man einen vollkommenen Kapiialmarkt im Gleichgewicht annimmt. Es müssen auch Insolvenzkosten, finanzierungsabhängige Steuern, die ungleich verteilten Informationen der Markteilnehmer etc. betrachtet werde, um Finanzierungsentscheidungen im Unternehmen für den Unternehmswert zu treffen.

Gruppe

Gruppe

In der Soziologie beschreibt die Gruppe eine soziales Gebilde von 3 bis ca. 25 Mitgliedern, also insbesondere Kleingruppen. Ein Gebilde aus 2 Elementen wird auch als Dyade bezeichnet.

Es gibt charakteristische Merkmale einer Gruppe, wie die Verfolgung eines gemeinsamen Zieles über einen längeren Zeitraum hinweg, ein Wir-Gefühl in Form von einem Kommunikations- und Interaktionszusammenhang und gruppenspezifische Rollen, Werte und Normen die innerhalb der Gruppe gebildet werden.

Man unterscheidet primäre und sekundäre Gruppen, wobei bei der Primärgruppe wie Nachbarn, Familie, Freunden das Vertrauen sehr ausgeprägt ist, bei Sekundärgruppen handelt es sich um anonyme Beziehungen eher unpersönliche Gruppen.

Gruppen werden auch geprägt durch ihre Struktur und ihre Organisationsform, so können in einem Betrieb Gruppen, Hauptabteilungen, Abteilungen unterschieden werden.

Informellen Gruppen sind nicht auf den Betriebszweck ausgerichtet spielen jedoch eine Rolle innerhalb des Betriebs, wie politische, weltanschauliche Gruppen, Mitglieder von Sportvereinen etc.

Die Gruppenmitglieder nehmen Einfluss auf die Ziele der Gruppe. So kann es einen Führung in Form eines Meinungsführers geben, welcher die Gruppe dominiert. Auch unterstützen die einzelnen Mitglieder bewusst und unbewusst das Verhalten der Gruppe und entwickeln Verhaltensregeln und Eigenschaften.

In der Wirtschaftsinformatik versteht man unter einer Gruppe eine Ansammlung von Daten welche zum gleichen Ordnungsbegriff gehören. So können bei einem mehrstufigen Ordnungsbegriff die Haupt-Gruppe unterscheiden mit den Daten einer gemeinsamen Ordnungsbegriffkomponenten der höchsten Stufe. In einer Unter-Gruppe innerhalb der Haupt-Gruppe umfasst Daten mit einer gemeinsamen Ordnungsbegriffkomponente der nächsttieferen Stufe.

Informeller Sektor

Informeller Sektor

Eine Folge des Beschäftigungsproblems von Entwicklungsländern ist der informelle Sektor. Er umschreibt ökonomische Aktivitäten von Menschen außerhalb von formell geregelten Sektoren.

Gekennzeichnet ist der informelle Sektor durch eine arbeitsintensive Produktion, eine kleine Betriebsgröße, einfache angepasste Technologien, eine schlechte Bezahlung, niedrige Anforderungen an die Qualifikation, außerhalb des formalen Schulsystems erworben, sowie freien Wettbewerb auf unregulierten Märkten.

Es kommt zur Urbanisierung und Landflucht durch eine Vernachlässigung der Landwirtschaft. Häufig erfolgt sie im privaten Umfeld, auf Hinterhöfen etc. Es kommt durch den informellen Sektor zur kurzfristigen Beschäftigung für schlecht ausgebildete Personen welche vom modernen Sektor ausgeschlossen sind.

Auf lange Sicht wird versucht Beschäftigungsmöglichkeiten im industriellen Sektor zu schaffen.

Zu dem informellen Sektor kommt es häufig durch Eingriffe des Staates in die Wirtschaft mit Privatisierung und Deregulierung.

Der informelle Sektor schafft mit einem geringen Einsatz von Kapital einen hohen Beschäftigungseffekt.

Die vom informellen Sektor produzierten Produkte und Dienstleistungen richten sich an Haushalte mit geringem Einkommen.

Durch die Kleinbetriebe des informellen Sektors werden faktisch mehr Arbeitskräfte ausgebildet als im formalen.

Bottom-up-Prinzip

Bottom-up-Prinzip

Mit dem Bottom-up-Prinzip beschreibt man eine Vorgehensweise um ein Problem zu lösen. Die Grundidee basiert darauf, dass man zunächst detaillierte Teilprobleme abgrenzt und die darüber liegenden größeren als nächstes mit ihrer Hilfe löst. Die Teillösungen werden von unten nach oben zusammengesetzt. Man löst das gesamte Problem so von unten nach oben, also auf Englisch bottom-up.

Angewendet wird das Bottom-up-Prinzip unter anderem beim Entwurf von Softwaresystemen. Man entwirft zunächst elementare Funktionen die man zur Verwaltung der Daten benötigt und geht dann auf höhere Abstraktionsebenen für komplexere Probleme und abstrakte Datenstrukturen. Auch kann man es mit der umgekehrten Methode, dem Top-Down-Prinzip kombinieren.

Auch beim Testen, dem Integrationstest kann das Bottom-up-Prinzip angewendet werden oder bei der Unternehmensplanung.

Rechnungswesen

Rechnungswesen

Das Rechnungswesen beschreibt Verfahren zu einer systematischen Auswertung und Erfassung von quantifizierbaren Vorgängen und Beziehungen in einem Unternehmen zum Zweck von Steuerung, Kontrolle und Planung der Geschehen im Betrieb.

Man unterscheidet interne und externe Aufgaben.

Interne Aufgaben

Zu den betriebsinternen Aufgaben die Planung und Steuerung. Die Unternehmensleistung hat durch Wirtschaftlichkeits- und Renatbilitätsrechnungen Grundlagen für die Planung. Die Daten für diese Rechnungen stammen aus dem betriebswirtschaftlichen Rechnungswesen.

Ebenfalls zu den internen Aufgaben gehören Aufgaben der Kontrolle, so werden betriebliche Prozesse von der Menge her und vom Wert erfasst.  So können Bestände erfasst werden, Kosten für Stücke berechnet werden etc.

Externe Aufgaben

Zu den externen Aufgaben im betriebswirtschaftlichen Rechnungswesen gehört die Information, welche zum Teil freiwillig oder aufgrund von gesetzlichen Bestimmungen offen gelegt werden. Man informiert so über Vermögenswerte, Finanzlage, Planungsrechnung, Vergleichsrechnung, Betriebsstatistik Stellen wie Gesellschafter, Gläubiger, Arbeitnehmer, Finanzbehörden und die interessierte Öffentlichkeit.

Unternehmen sind nach §§ 238 ff. HGB dazu verpflichtet Rechenschaft über ihre betrieblichen Abläufe zu geben. Hierzu wird ein funktionierendes Rechnungswesen benötigt.

Das Rechnungswesen kann traditionell mit der Buchführung sowie Betriebsstatistik, Kostenrechnung, Leistungsrechnung, Bilanzrechnung, Planungsrechnung und Vergleichsrechnung erfolgen.

Die Gliederung kann nach verschiedenen Merkmalen erfolgen wie Abrechnungsinhalten mit Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanzen usw. oder auch nach Kategorien der betriebswirtschaftlichen Rechnung durch Vermögen/Kapital, Kosten/Leistungen, Aufwand/Ertrag, Auszahlungen/Einzahlungen sowie Betriebsvergleich und Statistik oder einer Aufteilung nach Nominalrechnungen wie Liquiditätsrechnungen, realgüterlichen Rechnungen mit Substanzerhaltungsrechnungen, Lagerbuchführung.

Sonderausgaben

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Sonderausgaben

Unter Sonderausgaben versteht man Ausgaben welche nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten, meist privat veranlasst, abzugsfähtig sind. Sie dürfen trotzdem nach §§ 10 ff EStG von der Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer abgezogen werden.

Für die Ermittlung des gesamten steuerlichen Einkommens werden die Sonderausgaben vom gesamten Betrag der Einkünfte abgezogen. Verlustabzug nach § 10d EStG und bestimmte Abschreibungen §§ 10f 10g EStG sind den Sonderausgaben gleichgestellt.

Man unterscheidet bei den Sonderausgaben 2 Arten. Zum einen unbeschränkt abzugsfähige, welche in unbegrenzter Höhe abgezogen werden können und beschränkt abzugsfähige Sonderausgaben die nur innerhalb des Rahmens von bestimmten Höchstbeträgen geltende gemacht werden dürfen.

Unbeschränkt abzugsfähige Sonderausgaben sind beispielsweise die Kirchensteuer und auf besonderen Verpflichtungsgründen beruhende dauernde Lasten und Renten.

Beschränkt abzugsfähig sind folgende Sonderausgaben:

  • Vorsorgeaufwendungen
  • Unterhaltsleistungen an geschieden oder getrennt lebende Ehepartner bis zu 13.805 im Jahr
  • Spenden
  • 2/3 der Aufwendungen für Kinderbetreuung bis 6.000 Euro je Kund als Kinderbetreuungskosten
  • Bestimmte Kosten für die Berufsausbildung als Berufsausbildungskosten
  • Beiträge zur Alterversorge
  • Teile vom Schuldgeld für ein Kind des Steuerpflichtigen

Sonderausgaben werden mit definierten Mindestbeträgen als Pauschalbeträge angesetzt, den Sonderausgaben-Pauschbetrag nach § 10c I EStG sowie zusätzlich eine Vorsorgepauschale zum Arbeitslohn.

Bei Erbringungen von Nachweisen können im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer auch höhere Sonderausgaben berücksichtigt werden. Man kann hier dem Arbeitnehmer auch schon im laufenden Jahr ein Freibetrag nach § 39a I Nr 2 EStG auf der Lohnsteuerkarte eintragen.

Arglistige Täuschung

Arglistige Täuschung

Unter einer arglistigen Täuschung versteht man das vorsätzliche Hervorrufen, Bestärken und auch Bestehenlassen von falschen Vorstellungen bei jemand anderen. Man ist sich hierbei bewusst, dass durch diesen Irrtum die Willenserklärung des anderen bestimmt wird.

Dabei kann der Getäuschte seine Willenserklärung bei einer arglistigen Täuschung anfechten. Diese Anfechtung ist auch dann möglich wenn die arglistige Täuschung nicht von dem Vertragspartner bzw. Erklärungsgegner, sondern auch von Dritten ausgeübt wurde und der Gegner dieser Täuschung nach § 123 BGB kannte oder aus Fahrlässigkeit nicht kannte.

Es besteht eine First von der Anfechtung von einem Jahr. Diese gilt nach § 124 BGB von dem Zeitpunkt an ab dem der Getäuschte die Täuschung entdeckte.

Handelsbilanz

Handelsbilanz

Die Handelsbilanz ist durch § 242 HGB vorgeschriebene als Bilanz welche ein Kaufmann zu Beginn seines Handelsgewerbes als Eröffnungsbilanz und für den jeweiligen Abschluss des Geschäftsjahres als Jahresbilanz zu erstellen hat.

In der Außenwirtschaft versteht man sie als Zahlungsbilanz und Teil der Leistungsbilanz in welcher als Zahlungseingang die Warenausfuhr und als Zahlungsausgang die Wareneinfuhr festgehalten werden.

Die Leistungsbilanz hingegen erfasst als Dienstleistungsbilanz die laufenden Übertragungen und die Einkommensbilanz.

Schwebende Geschäfte

Schwebende Geschäfte

Schwebende Geschäfte beschreibt einen Leistungsaustausch bei gerichteten Verträgen der verpflichtend zweiseitig ist, die vom Leistungsverpflichteten nicht (voll) erfüllt sind.

In der Bilanzierung werden Verpflichtungen und Ansprüche die durch schwebende Geschäfte gegenseitig bestehen in der Regel nicht bilanziert aufgrund des Realationsprinzips.

So dürfen unrealisierte Gewinne nicht vorweggenommen werden. Es ensteht so kein Bilanzierungsbedarf beim ausgeglichenen Ergebnis.

Es muss jedoch eine Rückstellung gebildet werden wenn ein Verlust droht, wenn der zu erbringende Wert größer ist als der Wert der Gegenleistung. Es muss so in der Handelsbilanz nach dem Imparitätsprinzip eine Rückstellung in Höhe des Verpflichtungsüberschusses gebildet werden.

Nach § 5 IVa EStG besteht ein Ansatzverbot für Drohverlustrückstellungen.

Kommt es zu schwebenden Geschäften in einem großen Umfang, welche für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, so sind sie nach § 285 I Nr. 3 HGB im Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft anzugeben.

Event

Event

Mit dem Begriff Event werden Veranstaltungen unterschiedlichster Art bezeichnet. Auch bezieht sich die Bezeichnung im eigentlichen Sinne auf eine einzigartige, besondere Veranstatlung.

Es kommt zu einer Interaktion zwischen Teilnehmer, Veranstalter und Dienstleister mit einer erlebnisorientierten Kommunikationsbotschaft die multisensorisch vermittelt wird. Das Event ist zeitlich begrenzt und eine Gruppe nimmt vor Ort oder über Medien an ihr teil.

Umgangssprachlich werden mit Events auch Veranstaltungen willkürlich als Event bezeichnet wie private Feiern, öffentliche Konzerte oder wissenschaftliche Tagungen.

Events werden inszeniert, also künstlich geschaffen, sie sind interaktiv zwischen den Teilnehmern und Veranstaltern kommt es so zu persönlichen Begegnungen und sie sind multisensorisch und sprechen die Teilnehmer über verschiedene Sinne an mit Musik, Sprache, Geräuschen, Schmecken/Riechen durch Essen/Catering und Location, Tasten bei der Präsentation von Produkten sowie visuelle Reize mit Videos, Bildern und Lichtquellen.

Durch Events werden Kommunikationsbotschaften, Marken, Produkte und Unternehmen erlebar gemacht.

Man unterscheidet kommerzielle und nicht kommerzielle Events wie private Feiern, Wohltätigkeitsveranstaltungen, Gottesdienste etc. Das Event kann ein verkäufliches Produkt mit Eintrittspreis sein bzw. Teilnahmegebühr wie bei Kulturveranstaltungen, Messen etc.

Bildungs-Events, also Educational Events sind Konferenzen, Meetings, Symposien, Workshops etc. die der Ausbildung und Weiterbildung dienen. Es kommt zur Wissensvermittlung und nicht nur der Weitergabe von Informationen. Häufig werden sie unentgeltlich angeboten, können aber auch entgeltpflichtig sein. Marketing-Events wollen eigene Kommunikationsziele durchsetzen.

Abhängig vom Zweck kann man Sponsoring-Events unterscheiden mit Autogrammstunde etc., Messe-Events mit eigener Veranstaltung im Gegensatz zu Verkaufsförderungs-Events, Motivations-Events als Kick-off-Meetings, Teambuilding-Events, Incentives für Mitarbeiter und Handelspartner, Informations-Events wie Pressekonferenzen oder Shareholder-Veranstaltungen (Hauptversammlungen etc.) sowie Verkaufsförderungs-Events (promotional events) bei der Produkte präsentiert werden, Road Shows gemacht werden und verkaufsfördernde Aktionen am Point of Sale sowie Haus- und Händlermessen gemacht werden.

Bei Events handelt es sich um Werksverträge (es kommt jedoch nicht zu einer bestimmten Aufführung oder das Auftreten von bestimmten Personen bei der Veranstaltung) die eine professionelle Organisation, Verkauf von Eintrittskarten, mögliche Überlastung der Plätze, ausgefallene Leistungen etc. umfassen mit Schadensersatz, Rücktritt, Minderung etc. Die Eintrittskarten können häufig an andere  weitergegeben werden und ermöglichen Besuchern den Eintritt und fordern den Veranstalter zur Erbringung der Leistung.

Es kommt zur allgemeinen und öffentlichen Verkehrssicherungspflichten bei der Veranstaltung von Events.

Auch kann man Consumer Events, öffentliche Events, Charity/Social/Cultural Events, B2C und B2B Messen und Events, Mitarbeiter Events, Exhibitions Events als Austellungs-Events unterscheiden.

Hygienefaktoren

Hygienefaktoren

Hygienefaktoren sind ein Bestandteil der Zweifaktorentheorie der Arbeitszufriedenheit.

Die Hygienefaktoren dienen der Verhinderung der Entstehung einer Unzufriedenheit. Es kommt durch sie zu einer positiven Ausprägung die jedoch keine Zufriedenheit herbei führen kann.

So sind typische Beispiele von Hgienefaktoren:

  • Der Status
  • Der Führungsstil
  • Die Arbeitssicherheit und Gehalt
  • Die Beziehungen von Gleichgestellten, Vorgesetzten und Unterstellten
  • Die Arbeitsbedingungen im Allgemeinen
  • Die Unternehmensverwaltung und die Unternehmenspolitik

Urbanisierung

Urbanisierung

Die Urbanisierung beschreibt die Ausbreitung und die Diffusion von Verhaltens- und Lebensweisen, also Wertvorstellungen, Konsummuster, berufliche Differenzierung der Bewohner der Stadt und sich daraus ergebenden Strukturen des Raumes.

Dabei unterscheidet sich der Begriff der Urbanisierung von dem Begriff der Verstädterung insofern, dass man hier siedlungsstrukturelle Aspekte abzieolt und nicht demografische.

Auch sind hier sozioökonomische und sozialpsychologische Gesichtspunkte von Bedeutung. Es kommt zu Bildung von Verdichtungsräumen durch die Zuwanderung von Einwohnern und einer Wanderung von Land zu Stadt sowie durch das natürliche Wachstum der Bevölkerung und die Eingemeindung.

Die Urbanisierung betrachtet auch Veränderungen der baulichen Infrastruktur. Der Landschaftsverbrauch erhöht sich in überbauten Gegenden und hat auch Folgen für die Umwelt und kann diese belasten und gefährden.

CRM

CRM

CRM wird zur Durchführung, Planung und Steuerung von interaktiven Prozessen von interaktiven Prozessen mit Kunden verwendet.

Die Abkürzung steht für Customer Relation Management und basiert auf Realtionship Marketing bei dem die Beziehungen von Kunden betrachtet. Es handelt sich um einen strategischen Ansatz. Als Steuerungsinstrument wird eine CRM-Software verwendet für das Database Marketing, den Kundenlebenszyklus und im gesamten Unternehmen.

Die CRM dient der einer optimalen Kundenorientierung. Es stehen Stabilität, Intensität und Kontinuität im Mittelpunkt der Beziehungen zwischen Kunden, Hersteller und Handel, dabei soll die Zufriedenheit des Kunden, die Kosten für die Akquisition und die Entstehung neuer Beziehung und Pflege alter Beziehungen gepflegt werden.

Für die Beziehungen im Marketing nutzt man unter anderem One-to-One-Marketing und Dialog-Marketing. So wird der Dialog zwischen den bestehenden und potenziellen Kunden gefördert.

In der ersten Stufe kommt es beim Kundenbindungsmanagement zur Kontaktaufnahme bereits vor dem Kauf inklusive Pre- und After-Sales-Marketing und orientiert sich an den verschiedenen Bedürfnissen der Lebensphasen des Menschen.

Eine vertragliche Bindung des Kunden ist beim CRM nicht notwendig, wichtiger ist ein Vertrauen und die Zufriedenheit des Kunden. So können der Gewinn und auch der Marktanteil gesteigert werden.

Man setzt auf Cross- und Up-Selling, Weiterempfehlungen, Folge- und Wiederholungskäufe, Loyalität gegenüber dem Unternehmen sowie Imagegewinn. Es wird sich hierbei auf Kunden konzentriert die langfristig profitabel sind im Sinne des Customer Lifetime Values.

Kundenbindung

Die Kundenbindung kann auf unterschiedliche Arten erfolgen.

Das ECRM Electronic Customer Relationship Management wird automatischer Digitalkommunikation auf die Kundenbedürfnisse eingegangen.

Mit SCRM Social Customer Relationship Management nutzt man soziale Meiden und Dialogmarketing ein. Man nutzt so den direkten Kontakt zum Kunden. Es wird auch Mundpropaganda Word to Mouth initiiert und man sammelt Wissen über den Kunden über verschieden Kanäle.

Das CEM Customer Experience Management fokusiert sich auf die Kundenerfahrung. Man reflektiert hier über die Kundenerlebnisse im Einzelnen. Es stehen Interaktion und systematische Analyse im Mittelpunkt.

Programmatic CRM ermöglicht die Nutzung von zielgruppenrelevanten und automatisierten Inhalten. Nach Kundenprofilen können digitale Werbefläche gewählt. Der Wert der Anzeige kann so über Gebote ermittelt werden.

Eine differenzierte Kundenbearbeitung erfolgt durch die ganzheitliche Abbildung des Kundes mittels spezieller CRM-Software.

Die Effizienz und Effektivität werden werden im Alltag durch vereinfachte administrative Arbeiten der Prozessoptimierung erreicht. So nutzt man eine automatische Verteilung von Informationen, optimiertes internes Back-Office, Workflow, Front-Office etc.

Es wird bei den Instrumenten des CRM unterschieden

Die operativen CRM-Instrumente beinhalten den direkten Kundenkontakt und das Front-Office und fördern den Dialog zwischen Kunden und Unternehmen. Service, Vertrieb und Marketing werden hier optimiert Mit Kundenkampagnen, Sales-Automationen etc. Computer Aided Selling CAS, Interactive Selling System ISS, Service-Automation, multimedialer Produktpräsentation, Marketing Enzyklopädien etc.

Insellösungen werden vermieden indem man das operative CRM über leistungsfähige Schnittstellen an das schon bestehende Back-Office anschließt mit Computer Integrated Manufacturing CIM, Supply Chain Management SCM, ERP Enterprise Ressource Planning Systeme etc.

Kollaborative CRM-Instrumente ermöglichen eine effektive und effiziente Kundenbearbeitung und Steuerung sowie Synchronisation der Kommunikationskanäle wie Telefonie, Internet, Mailing etc.

Man spricht auch von einem Multi-Channel-Management.

Die multimediale Kommunikationsschnittstelle wird durch das Customer Interaction Center CIC genutzt.

Die Kundendaten werden beim CRM erfasst, ausgewertet und aufbereitet. Man verbessert die Qualität der Kundenbeziehungen und erhöht die Kundenzufriedenheit, -bindung und letztendlich werden die Umsätze gesteigert.

Kundenbezogene Informationen aus unterschiedlichen Geschäftsprozessen werden im Customer Data Warehouse zusammengeführt und aufgezeichnet. Diese Datenbasis wird für die Funktionen des CRM genutzt. Hier können zur Umsetzung Methoden genutzt werden wie OLAP, Data Mining, Data Knowledge Managment, Business Intelligence etc.

Diskont

Diskont

Der Diskont beschreibt einen Zinsabschlag beim Ankauf von noch nicht fälligen Forderungen sowie dem Ankauf von Wechseln. Dabei wird der Diskont für den Zeitraum vom Ankaufstag zum Fälligkeitstag berechnet. Dem Verkäufer wird des Wechsels wird dann die Wechselsumme ausgezahlt, gekürzt um den Diskont. So kann er schon vor der Fälligkeit über den Wechselbetrag verfügen.

Der Diskont kann bei einem Kreditinstitut eingereicht werden, hierbei werden dem Einreichendem noch Wechselspesen neben dem Diskont berechnet. Gemäß § 4 Nr. 8a UStG sind Kreditgeschäfte umsatzsteuerbefreit und somit auch der Ankauf von Wechseln durch Kreditinstitute.

Wird der Ankauf allerdings von einem anderen Unternehmen getätigt so fällt die Umsatzsteuer an. Der Diskont kann jedoch vom Unternehmen innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung geltend gemacht werden, wenn dem Wechsel ein Dienstleistungs- oder Warengeschäft zu Grunde liegt.

Anleihe

Anleihe

Unter Anleihen versteht man Forderungspapiere welche durch einen Kredit am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Anleihen werden öffentlich von juristischen Personen vergeben anders als bei privaten Krediten.

Sie haben verschieden Laufzeiten, Verzinsungen und Emissionswährungen. Der Kurs wird in Prozent des Nominalwertes angegeben. Die Verzinsung als Kondition kann variabel (Floating Rate Note), fest oder auch strukturiert, abhängig von Ereignissen ausfallen.

Die Anleihe ist eine Schuldverschreibung, die Gläubigerrechte wie das Recht auf Verzinsung und Tilgung verbriefen. Diese Wertpapiere (Effekten) erfolgt in der Regeln zur einer langfristigen Fremdkaptialaufnahme auf inländischen und ausländischen Kapitalmärkten. Es kann auch über eine den Marktzins verzinste Anleihe in eine niedriger verzinsliche umgewandelt werden (Konvertierung).

Die Stückelung liegt in der kleinsten Form bei 0,01 Euro. Häufig werden Sammelurkunden und keine effektive Stücke ausgegeben.

Anleihen werden zu pari 100 %, mit Aufschlag Agio oder mit Abschlag Disagio emittiert. Die Rückzahlung erfolgt dabei in der Regel zum Nennwert, seltener zu pari.

Für die Emission von Anleihen nutzt man in der Regel eines von drei gängigen Verfahren:

  1. Das Festpreisverfahren, bei der ein Festpreis für das Wertpapier vorgegeben wird
  2. Das Bookbuildingverfahren bei dem eine Preisspanne für eine Zeitfrist gegeben wird, zu welchen Investoren bereit sind zu kaufen
  3. Sowie ein Auktionsverfahren, hierbei bestimmt sich der Preis durch Gebote der Investoren.

Bundesanleihen werden von der Deutschen Bundesbank im Auftag der Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH ausgegeben.

Die Laufzeit von Anleihen beträgt in der Regel 5 bis 30 Jahre. Den Schuldnern wird ein Recht zur Kündigung, in der Regel nach dem Ablauf einer Sperrfrist, zu gesichert.

Für Tilgungsanleihen erfolgt eine Rückzahlung am Ende der Laufzeit als gesamter Betrag oder in Teilabschnitten für einzelne Anleihenserien nach Auslosung oder einem fixen Plan.

Auch der Emittent kann durch einen freihändigen Rückkauf eine Tilgung erreichen.

Anleihen gibt es in 4 Arten:

  1. Aus der öffentlichen Hand von Ländern, Bund, Kommunen und Sondervermögen des Bundes zur Haushaltsfinanzierung.
  2. Als internationale Anleihen am internationalen Kaptialmarkt mit Zerobond, Null-Coupon-Anleihe, Eurobond, Junk Bond, Auslandsanleihe, Doppelwährungsanleihe, Floating Rate Note FRN.
  3. Als Schuldverschreibungen der Kreditinstitute wie öffentliche Pfandbriefe bzw. Pfandbriefe und Schuldverschreibungen von Kreditinstituten mit Sonderaufgaben wie Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW etc.
  4. Als Anleihen der gewerblichen Wirtschaft mit Industrieobligationen, Unternehmensanleihen, Wandelschuldverschreibungen, Optionsanleihen, Schuldscheindarlehen und Gewinnschuldverschreibungen.