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Patent

Patent

Ein Patent muss die Kriterien, Neuheit, erfinderische Tätigkeit und gewerbliche Anwendbarkeit erfüllen. Es muss sich um eine technische Erfindung handelt die ausführbar offenbart wird.

Es handelt sich um ein hoheitlich erteiltes Schutzrecht für eine Erfindung. Der Inhaber des Patentes ist bereichtig die Nutzung der Erfindung zu untersagen. Man gewährt das Schutzrecht auf Zeit. In Deutschland nach § 16 Patengesetz (PatG) für bis zu 20 Jahre. Es ist abgeleitet vom Französischen „patente“ also Gewerbeschein bzw. Bestallungsbrief. So war es ursprünglich eine Urkunde über bestimmte Rechte. Im Jahr werden rund 2 Millionen Patente beantragt.

Bei der Patentanmeldung kommt es zu 3 Kostenarten. Den Amtsgebühren für den Anmeldeprozess, Honorare für Patenanwälte und sonstige Dienstleister wie Patentrechercheur oder Übersetzer und den jährlichen Amtsgebühren für die Verlängerung des Patentschutzes. So muss man mindestens mit 5000 Euro kosten rechnen bis zu über 100.000 Euro wenn man mehrer nationale Marken schützt. Es können auch Kosten zur Durchsetzung und Verteidigung des Patentschutzes entstehen. In Deutschland kann man Patente beim Deutschen Patent- und Markenamt anmelden (DPMA).

Pflichtenheft

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Pflichtenheft

Im Pflichtenheft wird festgehalten wie der Auftragnehmer die Anforderungen des Auftraggebers lösen will.

Also wie und womit.

Man spricht auch von der fachlichen Spezifikation, Sollkonzept, Fachspezifikation etc.

Man wendet häufig das Ein- und Ausschlussprinzip an, also welche Fälle explizit ein- oder ausgeschlossen werden.

Das Pflichtenheft beschreibt wie der Auftragnehmer die Anforderungen im Lastenheft des Auftraggebers zu lösen gedenkt.

In der Softwareentwicklung wird das Pflichtenheft unter anderem im V-Modell 97 definiert.

Die letzte Version eines Pflichtenheftes wird von Auftragnehmer und Arbeitgeber akzeptiert und unterschrieben. Jede Seite enthält die aktuelle Versionsnummer.

Das Pflichtenheft dient als Leitlinie für den weiteren Projektverlauf.

Projekt

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Projekt

Unter einem Projekt versteht man eine Aufgabe die zeitlich befristet ist, risikobehaftet, einmalig, hat genaue Zielvorgaben, zeitlich, personell und finanziell begrenzte Ressourcen sind für die Erreichung des Zieles vorhanden, komplex, innovativ und zur ihrer Bewältigung ein Projektmanagement (PM) erfordert.

Entsprechende Begrifflichkeiten sind in DIN 69900 und 69901 geregelt.

Man unterscheidet interne und externe Auftraggeber. So werden interne Projekte von unternehmensinternen Auftraggebern initiiert und durch unternehmenseigene Ressourcen, dem Personal- und Sachpotential durchgeführt. Externe Projekte werden von einem externen Auftraggeber arbeitsmäßig aufgeteilt. Er bestimmt den Gegenstand des Projektes auf der Basis eines abgeschlossenen Vertrages. Durchgeführt werden die Projekte von einem das Projekt durchführenden Unternehmen.

So können Software-, Bau-, Produkt-, Sanierungsprojekte gemanagt werden.

Abhängig von den verwendeten neuen Technologien bestimmt sich der Innovationsgrad. Auch die Komplexität ist abhängig von im Projekt mit einander verknüpften Komponenten sowohl technisch als auch organisatorisch.

Zur Realisierung des Projektes wirken organisatorische Einheiten regelmäßig zusammen.

Klassisches Projektmanagement vs. agiles Projektmanagement

Man unterschiedet das klassische Projektmanagement und ein agiles, was zu jedem Zeitpunkt Änderungen an den Anforderungen und dem gewünschten Produkt ermöglicht ohne das magische Dreieck, aus Kostenziel, Zeitziel und Sachziel aus dem Gleichgewicht zu bringen. Hierzu werden beispielsweise einzelne Produktanforderungen verworfen oder weitere (finanzielle) Ressourcen eingesetzt nach einer Rücksprache mit dem Auftragsgeber. Dieser wird auch während des agilen Projektmanagement ständig in den Entwicklungsprozess mit eingebunden. So können die Kosten möglichst konstant gehalten werden. Zudem haben die Stakeholder (Personen mit Interesse am Projekt) ständig Einfluss auf das Projekt. Beim klassischen Projektmanagement verliert er im Laufe der Projektdauer den Einfluss auf das Projekt und die Kosten steigen mit der Zeit an.

Die Änderung an einer Steuergröße im magischen Dreieck (Leistung, Termine, Kosten) verändert automatisch eine oder beide anderen. Diese 3 Größen stehen in Zielkonkurrenz zueinander.

Problemanalyse und Ursachenanalyse

Die Problemanalyse und die Ursachenanalyse hängen häufig eng zusammen.

Man ermittelt in der Problemanalyse wie die Ausgangssituation aussieht, wer der Auftraggeber ist, wie es zu den Problemen kam, welche Ressourcen zu Verfügung stehen, seit wann das Problem besteht, bis wann das Projekt beendet sein muss, wie genau IST- und SOLL-Zustand zueinander verlaufen.

Die Ursachenanalyse ermittelt wie es zu der Abweichung von IST und Soll gekommen ist, welche Veränderungen im Umfeld des Problems aufgetreten sind, welche Personen involviert sind und welche Sachmittel, technische Verfahren etc. zum Einsatz als Ursache in Frage kommen.

Provision

Provision

Der Begriff Provision beschreibt eine Vergütung die prozentual von einem Wert wie dem Umsatz berechnet wird für geleistet Dienste. So kann sie auch als zusätzliche Leistung dem Arbeitnehmer neben seinem Arbeitsentgelt gezahlt werden.

Im Handelsrecht darf jeder Kaufmann Provision verlangen nach üblichen Sätzen des Ortes, wenn er sein Handelsgewerbe ausübt und dabei für jemand anderen Dienste erledigt oder Geschäfte vermittelt, auch wenn diese vorher nicht vereinbart war.

Handelsvertreter erhalten die Vergütung in der Regel in Form einer Provision nach §§ 87 ff. HGB. Ist ein Vertragsverhältnis aufgrund seiner Tätigkeit zustande gekommen, wie das Werben eines Kunden so steht ihm die Provision zu. Wird das Geschäft erst beim Ende des Vertragsverhältnisses ausgeführt so steht ihm die Provision bei der Vermittlung zu. Die Provision steht dem Handelsvertreter nach der Ausführung des vermittelten Geschäftes zu. Wurde die Höhe der Provision nicht vereinbart so wendet man den üblichen Satz nach § 87b I HGB an. Wird die Provision abgerechnet, monatlich bzw. nach einer Vereinbarung maximal vierteljährlich so kann der Handelsvertreter auch einen Buchauszug nach § 87 c HGB fordern. Dem Handlungsgehilfen kann auch eine Provision am einzelnen Geschäft neben seinem festen Gehalt eingeräumt werden § 65 HGB.

Im Bankwesen beschreibt die Provision ein Entgelt welches die Bank vom Kunden verlangt für Leistungen technischer und organisatorischer Natur. So gibt es beispielsweise Umsatzprovision, Überziehungsprovision oder Kreditprovision. Spesen werden als besondere Leistungen nicht als Provision abgerechnet.

Im Arbeitsrecht beschreibt die Provision ein leistungsbezogenes Entgelt welches normalerweise nicht zu Prämienlohn oder Akkordlohn gehört. Sind sie tariflich nicht geregelt kann der Betriebsrat bei deren Festsetzung ein Mitbestimmungsrecht geltend machen nach § 87 I Nr. 11 BetrVG.

Bei der Kostenrechnung zählen die Provisionen zu Aufwendungen für Verkaufserfolge und so zu den Vertriebskosten. Man rechnet sich nach der jeweiligen Periodenabgrenzung ab und können direkt den einzelnen Erzeugnissen belastet werden. Auch können sie Entgelte für die Vermittlung von Rechtsgeschäften wie Baugeld, Nachweis von Bauplätzen etc. sein und werden bei deren Abschluss als ein Teil der Versicherungskosten, Finanzierungskosten und Beschaffungskosten mit verrechnet.

Partiefertigung

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Partiefertigung

Die Partiefertigung ist eine spezielle Form der Sortenfertigung. Es wird nur eine bestimmte Menge eines Einsatzstoffes bearbeitet die einer gewissen qualitativen Güte entspricht.

Man grenzt die Partiefertigung von der Chargenfertigung ab. Bei der Chargenfertigung wird die einheitliche Erzeugnismenge durch das Fassungsvermögen eines Betriebsmittels begrenzt. Anders ist es bei der Partiefertigung, hier wird die Menge durch die zur Verfügung stehende Einsatzmenge eines Rohstoffes begrenzt.

Bei der Partiefertigung und bei der Chargenfertigung kommt es zu einer Begrenzung in der Menge und zu gleichartigen Endprodukten.

Die Qualität der Eingangsstoffe ist häufig nicht konstant wie bei Bodenschätzen (Diamanten) oder Naturprodukten (Tee, Felle mit bestimmter Maserung etc.).

Es kommt zu einer Produktdifferenzierung die prozessbedingt ist und nicht gewollt..

So handelt es sich bei der Partiefertigung um einen inputorientierten Produktionstyp, bei dem der Fakroteinsatz, die Partei nie in der gleichen Qualität wieder beschafft werden kann. Die Endproduktqualität kann aufgrund der Nichtwiederholbarkeit bei der Produktion nicht garantiert werden.

Partiekosten

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Partiekosten

Mit Partiekosten bezeichnet man die Kosten einer Partie bei der Partiefertigung. Die Partiekosten sind von Bedeutung für die Kalkulation der Partiefertigung.

Pfandbrief

Pfandbrief

Unter einem Pfandbrief versteht man eine langfristige Schuldverschreibung welche von Realkreditinstituten zur Refinanzierung von Hypothekarkrediten genutzt wird.

So ist ein Pfandbrief ein Wertpapier über eine Forderung zu einem festen Zinssatz.

Die festverzinslichen Schuldverschreibungen werden von öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten und privaten Hypothekenbanken zur Finanzierung von Grundschuldkrediten und Hypotekarkrediten emittiert. An diese Pfandbriefe werden hohe Anforderungen bezüglich des Adressenausfallrisikos gestellt.

So muss der Gesamtbetrag der umlaufenden Pfandbriefe in der Höhe seines Nennwertes durch Hypotheken oder Grundschulden mindestens in gleicher Höhe und Zinsertrag gedeckt sein. Außerdem muss ein Treuhänder darauf achten, dass die Deckungswerte in ein Hypothekenregister eingetragen sind und die Deckung zu jeder Zeit vorhanden ist.

Im Englischen werden sie als „mortgage bond“ bezeichnet die in Folge des Hypothekenbankgesetzes von 1927 oder dem Gesetz über Schiffspfandbriefbanken von 1933 zur Refinanzierung als festverzinsliche Wertpapiere emittiert werden.

Durch sie beschaffen Realkreditinstitute langfristige Mittel durch die Emission der Pfandbriefe am Kapitalmarkt.

Ein Hypotehkenpfandbrief ist eine unkündbare festverzinsliche Schuldverschreibung, also Anleihe, eines Kreditinstitutes, also einer Pfandbriefanstalt, die der Finanzierung von Hypothekarkrediten dient.

Typische Laufzeiten sind von 15 bis 25 Jahren, früher betrugen sie 30 bis 50 Jahre.

Das Hypotehkenbankgesetz HypBankG regelt die Vorschriften für die Deckung und Emission für öffentlich-rechtliche Kreditanstalten im öffentlichen Pfandbriefgesetz sowie für Schiffshypothekenbanken im Schiffsbankgesetz.

Der Gesamtbetrag der umlaufenden Pfandbriefe muss so in der Höhe des Nennwertes zu jedem Zeitpunkt durch Hypotheken gleicher Höhe und gleichen Zinsertrages gedeckt sein laut § 6(1) HypBankG. Der Pfandbrief gilt als in Umlauf gebracht wenn der Treuhänder nach § 30 Abs. 3 HypBankG ihn ausgefertigt und der Bank übergeben hat.

Paneleffekt

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Paneleffekt

Mit dem Paneleffekt bezeichnet man den Effekt, den die Teilnahme am Panel auf die Teilnehmer hat und so ihr Verhalten beeinflusst. So werden die Ergebnisse des Panelverfahrens verändert. Man beschreibt mit dem Paneleffekt alle bewußten und unbewußten Veränderungen des Verhaltens der Panelteilnehmer.

Diese Veränderungen enstehen durch die fortlaufende Wiederholung der Erhebungen.

An bestimmten Erhebungsstichtagen werden Mengen und Werte ermittelt aus denen man Rückschlüsse auf Umsätze, Absätze, Einkäufe, Bestände, Distribution, Bezugswege, Endverbraucherpreise, Umschlagsgeschwindigkeit, Bevorratungszeit etc. ziehen kann.

Beim Einzelhandelspanel wird nur ein Teil der Absatzwege betrachtet. Mit einem wiederholten Rhythmus von 2 Monaten sind die Daten nur bedingt für kurzfristige Martveränderungen aussagekräftig. Auch werden die Daten unabhängig vom Verbraucher und Käufer erhoben so, dass sie das Konsumentenverhalten nur bedingt beschreiben.

Bei einem Haushaltspanel bzw. Verbraucherpanel werden hingegen die Befragten für Stichproben repräsentativ ausgewählt.

Der Paneleffekt ist somit ein methodisches Problem ähnlich wie Panelsterblichkeit und Panelrotation. Die Teilnehmer des Panels verändern auf Dauer ihr Verhalten, da sie sich bewusst sind Teil eines Panels zu sein. So kann es durch Mehrkäufe etc. zu Verzerrungen der Paneleergebnisse kommen.

Die Teilnehmer werden sich ihres Kaufverhaltens bewusster und steuern es entsprechend. Teilweise kaufen sie sogar, nur um ihrer Pflicht als Panelteilnehmer nach zu kommen und verfälschen so die Ergebnisse der Studie.

Aufgrund des Berichtsbogens werden so beispielsweise speziell Probekäufe gemacht, da man sich der Teilnahme am Panel bewusst wird.

Um den Paneleffekt zu minimieren empfiehlt es sich daher neue Panelteilnehmer erst nach einer gewissen Vorlauf zeit mit in die Ergebnisse einzubeziehen und eine Panelrotation sowie kurze Berichtszeiträume festzulegen.

 

Pacht

Pacht

Unter Pacht versteht man eine Regelung zwischen Pächter und Verpächter die dem Pächter nach § 581 BGB während der Pachtzeit den Gebrauch von Gegenständen erlaubt, wie das nutzen von Räumen,  den Genuss der Früchte von ordnungsgemäßer Wirtschaft hervorgebracht. Dabei ist der Pächter verpflichtet dem vereinbarten Pachtzins zu entrichten.

Anders als bei der Miete hat der Pächter auch das Recht den Ertrag aus der bestimmungsgemäßen Verwertung der Pachtsache zu genießen. Man kann auch Rechte verpachten, jedoch nicht vermieten.

Die mietrechlichen Gesetzesvorschriften gelten ansonsten auch für die Pacht in Form von Fischereipacht, Kleingartenpacht, Landpacht, Jagedpacht etc.

Bei der Pacht handelt es sich um eine Dauerschuldverhältnis durch einen gegenseitigen Vertrag, den Pachtvertrag. Der Vertrag erlaubt dem Pächter den Gebrauch einer Sache oder einer Sachgesamtheit wie einem Ladengeschäft oder überlässt ihm die Ausübung des Rechtes wie Patentrecht oder Urheberrecht. Auf die Pacht findet auch das Mietrecht § 581 II BGB Anwendung, insbesondere auch das Pfandrecht.

Panel

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Panel

Mit Panel bezeichnet man eine Gruppe von Personen oder Unternehmen die bei der Datengewinnung für Panel-Untersuchungen Aufzeichnungen über bestimmte Vorgänge oder Sachverhalte dokumentieren oder in bestimmten Abständen Panel-Umfragen teilnehmen.

So ist das Haushalts-Panel der Gesellschaft für Konsumforschung besonders bekannt. Man kann unterscheiden zwischen Hersteller-, Großhandels-, und Einzelhandelspanels.

Dabei bezeichnet man den Panel-Effekt, mit der Situation wenn sich Panel-Mitglieder an ihre Testfunktion gewöhnen und ihr Verhalten ändern, so unterlassen sie beispielsweise spontane Käufe.

 

Passiva

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Passiva
Die Passiva ist ein Bestandteil der Bilanz eines Wirtschaftssubjektes und steht im Gegensatz zu den Aktiva.
Sie werden auch Passivseite oder Passiven genannt.
Die Passiva bezeichnen die Mittelherkunft eines Unternehmens und geben Auskunft inwiefern das Vermögen eines Unternehmens durch Fremdkapital finanziert ist.
Die Passiva unterteilen sich in die Posten Eigenkapital, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Sonderposten und passive Rechnungsabgrenzung.
Die Passiven werden auf der rechten Seite der Bilanz geführt.
Sie zeigen die Mittelherkunft an.