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Teilwert

Teilwert

Im deutschen Steuerrecht wird neben den Herstellungskosten und dem Anschaffungskosten auch ein eigener Bewertungsmasstab, der Teilwert verwendet. Dabei ist der Teilwert aus steuerrechtlicher Sicht das Pedant zu dem handelsrechtlichen beigelegtem Wert.

Somit ist der Teilwert der Betrag welchen ein Erwerber des ganzen Betriebes innerhalb des gesamten Kaufpreises für ein einzelnes Wirtschaftsgut ansetzen würde.

Man geht hierbei davon aus, dass der Betrieb nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 S. 3 EStG weiter geführt wird.

Es handelt sich bei dem Teilwert um ein steuerlichen Bewerungsmaßstab.

Daher bildet der Teilwert die untere Wertgrenze in der Steuerbilanz. Man wendet den Teilwert in der Einkommensteuer nur an, wenn dieser niedriger ist als die Herstellungs- oder Anschaffungskosten.

Handelt es sich um abnutzbare Anlagegüter so ist der Teilwert gleich den um die AfA verminderten Herstellungs- oder Anschaffungskosten.

Kommt es zu gesunkenen Wiederbeschaffungskosten so bilden sie die Basis für den Teilwert. So stellen sie die Obergrenze des Teilwertes da, als Untergrenze fungiert bei Gegenständen des Anlagevermögens der Einzelverkaufspreis von dem man die Verkaufskosten abzieht.

Termingeschäfte

Termingeschäfte

Termingeschäfte sind gekennzeichnet dadurch, das die Lieferung bzw. Abnahme von Waren-, Effekten- oder Devisengeschäften die Bezahlung der gehandelten Werte nicht am Tage des Vertragsabschlusses, sondern erst später erfolgt zu einem beim Geschäftsabschluss vereinbarten Zeitpunkt mit einem fixen Kurs bzw. Preis.

Terms of trade

Terms of trade

Im Außenhandel werden die Terms of trade als eine Maßzahl genutzt für die Feststellung des Austauschverhältnisses einer Volkswirtschaft.

Berechnet wird diese Maßzahl aus dem Verhältnis von dem durchschnittlichen Preis der exportierten Güter zu den Preis der Importgüter.

Verändert sich die Ausfuhrmenge nicht so bedeutet ein Anstieg dieser Zahl, das die Erlöse aus dem Export steigen und man mehr importiert als zuvor.

Man kann bei steigenden Preisen für den Export mit weniger exportierten Gütern die selbe Menge an Gütern importieren.

Dieses Messgröße der Volkswirtschafts setzt also den Exportpreisindex in ein Verhältnis zum Importpreisindex.

Der Plm ist das Verhältnis von Exportgüterpreisniveau zu Importgüterpreisniveau die man in der heimischen Währung ermittelt.

T = Px / Plm *100.

Tarifautonomie

Tarifautonomie

Im Arbeitsrecht beschreibt die Tarifautonomie das Recht von Koalitionen die Wirtschaftsbedingungen und Arbeitsbedingungen, unabhängig von staatlichen Einflüssen, zu regeln.

Im Verkehrsrecht spricht man von einer Tarifautonomie, wenn man die Berechtigung meint die ein Verkehrsträger hat seine eigenen Tarife selbst zu gestalten. Im öffentlichen Personenverkehr wird die Tarifautonomie durch Aufsichtsbehörden begrenzt. Im Güterverkehr liegt sie nach der Tarifreform bei den Verkehrsunternehmen.

Nach Art. 9. III GG ist die Tarifautonomie durch die Koalitionsfreiheit in ihrem Kern verfassungsrechtlich geschützt.

Im TVG, dem Tarifvertragsgesetz ist sie gesetzlich konkret festgelegt. Allerdings geht man zum Teil davon aus, dass die Autonomie vom Staat delegiert wird und zum anderen Teil geht man davon aus, dass es sich um eine originäre Rechtssetzungsbefugnis handelt.

Der Tarifautonomie sind auch Grenzen gesetzt, so beschränkt sich die Tarifmacht der Tarifvertragsparteien auf die Verbandsangehörigen und hat nach § 4 I TVG keine Möglichkeit der Rechtsetzung gegenüber Außenseitern.

Differenzierungsklauseln die unzulässig wenn sie qualifizieren und dem Arbeitgeber die Weitergabe von Vergünstigungen an Nicht-Mitglieder der Gewerkschaften verweigern. Einfache Differenzierungsklauseln sind jedoch zulässig.

Die tarifvertragliche Rechtsetzung kann nicht auf die Individualsphäre der Arbeitnehmer eingreifen und so Vorschriften über eine Lohnverwendung machen.

Nach § 138 BGB sollen die Tarifparteien dem Gemeinwohl dienen und so können Tarifabschlüsse das gesamtwirtschaftliche Gleichgewicht grob missachten nichtig sein.

Nach Art. 14 GG ist ein Eingriff auf schon entstanden Lohnansprüche unzulässig.

Für die Tarifvertragsparteien gilt, dass sie beispielsweise nicht zwingende Bestimmungen der Unternehmensverfassung ändern können, AktG, GmbHG, MitbesG und so ihre Regelzuständigkeit auf die „Wahrung und Förderung von Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen“ beschränkt ist.

Total Quality Management (TQM)

Total Quality Management (TQM)

Unter Total Quality Management (TQM) versteht man die Optimierung der Qualität von Dienstleistungen und Produkten. Hierbei sind alle Ebenen und Funktionsbereiche einbezogen unter Mitwirkung aller Mitarbeiter.

Man strebt so eine höhere Kundenzufriedenheit an.

Im Gegensatz dazu ist das reine Qualitätsmanagement bezogen auf die Steuerung, Überwachung und Planung der Qualität eines Prozesses oder dem Ergebnis eines Prozesses.

Hier werden die Bereiche Qualitätssicherung, Qualitätsplanung, Qualitätsverbesserung, Qualitätsprüfung, Qualitätsverbesserung und Qualitätslenkung einbezogen.

Teamrolle

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Teamrolle

Die Teamrolle beschreibt die Position, Aufabenstellung und Funktion die ein Teammitglied inne hat bzw. zugewiesen bekommt. Häufig ergibt sie sich auf Grund der eigenen Eignung und Leistung Im Lauf der Team- und Gruppendynamik.

Nach dem Engländer Meredith Belbin gibt es 9 verschiedene Teamrollen.

Beim Belbin-Test werden zu 7 Themenbereichen Fragen gestellt. In jedem sind 10 Punkte gewichtet zu verteilen.

Aus dem Ergebnis kann man für sich selbst verschiedene Rollen ablesen die man in einem Team repräsentiert. Diese können auch in einem inhaltlichen Interessenskonflikt stehen, da sie sich teilweise von den Eigenschaften her überlappen.

So gibt es 3 kommunikationsorientierte Rollen, wie dem Koordinator (Co-ordinator), dem Teamarbeiter (Teamworker), dem Wegbereicher (Resource Investigator), 3 wissensorientierten Rollen dem Erfinder (plant), dem Beobachter (Monitor Evaluator), dem Spezialist (Specialist) und den 3 handlungsorientieren Rollen, dem Macher (Shaper), dem Umsetzer (Implementer) und dem Perfektionsist (Completer, Finisher).

Die Teamrollen tragen bei komplexen Aufagen und Projekten zu deren Erfolg und Misserfolg mit bei. So können das gemeinsame Wissensspektrum und Fähigkeiten genutzt werden.

Die Teams bestehen aus verschiedenen Fachkräften in kleinen funktionsgegliederten Arbeitsgruppen.

Unter einer sozialen Rolle versteht man die Pflichten und Rechte einer Position in einem gesellschaftlichem Gefüge.

Team-Building

Team-Building

Bei Scrum spricht man von Team-Building wenn man einen zyklischen Prozess meint der aus den folgenden immer wiederkehrenden Vorgängen besteht:

  1. Man beginnt mit dem Forming, es werden geeignete Teamitglieder nach ihren Erfahrungen und Fähigkeiten zusammenstellt
  2. Im Storming kann es zu Streiteren kommen die es aus dem Weg zu räumen gilt, bspw. Unzufriedenheiten wenn ein Teammitglied regelmäßig unpünktlich zum Daily Scrum erscheint
  3. Bein Norming werden die Normen für das Team festgelegt an die es sich im Entwicklungsprozess zu halten hat
  4. In der Phase des Performing leistet das Entwicklerteam die beste Arbeit, aber nur über einen begrenzten Zeitraum bis erneut Probleme auftreten und Unstimmigkeiten, neue Teamzusammenstellungen im Reforming ähnlich der ersten Forming-Phase erfolgen

Terminplanung

Terminplanung

Die Terminplanung im Projektmanagement ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Sie kann leistungsgesteuert erfolgen. So ist die Dauer eines Vorganges davon abhängig, wie viel Ressourcen man ihm zuordnet. So kann ein Vorgang von 3 Mitarbeitern in der Regel schneller abgearbeitet werden als von einem.

Bei der festen Terminplanung verändert man die Dauer des Vorganges nicht, selbst dann nicht, wenn man ihm weitere Ressourcen zu ordnen muss.

Timeboxing

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Timeboxing

Bei dem agilen Projektmanagement ist es von Bedeutung das Terminziel einzuhalten, hierzu wird häufig auch der Umfang reduziert.

Im klassischen Projektmanagement neigt man hingegen dazu die Terminziele nach hinten hin zu verlegen.

So nutzt man genaue Zeitvorgaben für die Daily-Standups, einen Zeitplan für die Iterationen den man vorab mit den Stakeholdern bespricht.

Man versucht den vorgegebenen Zeitrahmen um jeden Preis einzuhalten. Hierzu verwendet man das Timeboxing. So wird die Effizienz erhöht. Ist es nicht möglich die für eine Timeboxing geplanten Inhalte zu realisieren, werden diese gestrichen und in eine neue Timebox verschoben.

Pareto-Prinzip

Es kommt hierbei das Pareto-Prinzip zum Einsatz, benannt nach einem italienischen Mathematiker und Ökonom (1844 – 1923). Dieser stellte fest, dass eine Bank 80 % des Umsatzes mit nur 20 % der Kunden macht. Diese 80/20-Regel besagt für die Projektplanung, dass man mit nur 20 % des Aufwandes 80 % Effekt erzielen kann. Für die anderen 20 % des Effektes benötigt man hingegen 80 % des Aufwandes.

Man kann also die ursprünglich geplante Zeit deutliche effektiver nutzen, als die Zeit mit der man den eigentlichen Termin überzieht. So kann das Timeboxing die Effektivität steigern.

Wurde ein Projekt schon zu 80% fertig gestellt, wurde so nur 20 % der angesetzten Zeit verwendet. Für eine 90 % und 100 % Umsetzung einer Software kann aber noch deutlich mehr Zeit verstreichen. Durch das Timeboxing wird die Zuverlässigkeit und die Effizienz gefördert. Auch in einem Meeting kann man vor Ablauf der Zeit die Agenda kürzen und so den Mitarbeitern das Gefühl geben nicht unnötig teilzunehmen anstelle bereits produktiv tätig zu sein.

Task Boards

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Task Boards

Task Boards dienen der Visualisierung von aktuellen Aufgaben im Team.

An einer Wand oder Tafel werden Zettel aufgehangen die eine Aufgabe im Projekt darstellen. So gibt es Spalten für „insgesamt anstehend“, „für aktuelle Iteration anstehend“, „in Arbeit“ oder „erledigt“ (To-do, in Work, Done).

Mit der Zeit wandern die Zettel von links nach rechts.

Auch kann eine Spalte wie „Wartend“ eingefügt werden für Aufgaben die ruhen, da eine Zuarbeit fehlt etc. In der Spalte „für aktuelle Iteration ausstehend“ kommen aufgesplittet Aufgaben die nur wenige Tage in Anspruch nehmen.

Mit Software-Tools können solche Task Boards ebenfalls realisiert werden.

Daily-Standup-Meetings werden idealerweise vor einem Task Board durchgeführt.

Das Task Board wird vom Projektleiter oder im Idealfall von den zuständigen Mitarbeitern aktualisiert und jeder kann den aktuellen Stand der Dinge schnell einsehen. Farbige Markierungen der Zettel können auch die verantwortlichen Mitarbeiter und Aufgabentypen markieren.

Twinning

Twinning

Twinning, abgeleitet vom Englischen „Twin“ also Zwilling, beschreibt eine Verwaltungspartnerschaft welche 1998 durch die Europäische Gemeinschaft (EG) eingeführt wurde. Durch das Twinnig wird ein Beitrittskandiatenstaat auf den Beitritt vorbereitet und rechtlich angenähert.
So muss das geltene EU-Recht eingeführt und angewendet werden.

Man nutzt Twinning auch innerhalb der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) als ein technisches Instrument zur Partnerverwaltung innerhalb von längerfristigen Projekten.

TVA

TVA

TVA steht als Abkürzung für „Tax sur la Valeur Ajoutée. Man bezeichnet damit also die französische Umsatzsteuer.

Turn-Key-Projekte

Turn-Key-Projekte

Mit Turn-Key-Projekte bezeichnet man schlüsselfertige, einsatzbereite Gesamtanlagen. Wie beispielsweise die Errichtung eines Stahlwerks oder eines Flugplatzes.

Dabei Werden häufig eine Anbieterkoalition oder ein Generalunternehmer erstellt.

Tochtergesellschaft

Tochtergesellschaft

Unter einer Tochtergesellschaft versteht man eine Kapitalgesellschaft die die von einer Muttergesellschaft abhängig ist. Häufig in Form einer AG oder GmbH. Ihr Kapital ist meist zu 100% im Besitz der übergeordneten Gesellschaft, siehe Legaldefinition § 290 I 1 HGB.

 

Tageswert

Tageswert

Der Tageswert oder auch Tagespreis ist der Wert eines Wirtschaftsgutes am jeweiligen Tag. Er bezeichnet den Preis für ein gleichwertiges Wirtschaftsgut der am selben Tag bezahlt wird.

Dabei kommt es auf den Beschaffungsmarkt bzw. Absatzmarkt an. Man benötigt den Tageswert für die Kostenermittlung. Auch steuerrechtlich und handelsrechtlich ist er von Bedeutung.

So beschreibt der Tageswert den Marktwert oder auch Börsenpreis. Man spricht hier auch vom Zeitwert oder gemeinen Wert, heutiger Wert, Gegenwartswert eines Wertpapieres, Derivat, Devise etc. zum bestimmten Zeitpunkt.

Dabei kann es sich um einen Marktpreis oder Börsenpreis handeln. Auch für die Bewertung eines Wiederbeschaffungspreises zum Bilanzstichtag, Abschlußstichtag ist er von Bedeutung.

Bei Passiva wird der Tageswert angesetzt wenn er über dem nominellen Wert liegt, außer bei Rentenverpflichtungen welche zum Barwert angesetzt werden.

Bei der substanzsteuerlichen Vermögensermittlung werden auch höhere Tageswerte für die Bewertung angenommen.

Teilgraph

Teilgraph

Der Teilgraph ist ein Bestandteil eines Graphen der aus eine Teilmenge der Knoten bzw. einer Teilmenge der Pfeile und Kanten besteht.

Tautologie

Tautologie

Unter Tautologie verseht man eine Aussage die stets wahr ist und empirisch nicht belegbar. Sie ist jedoch für eine Erklärung untauglich, da eine empirische Falsifikation nicht möglich ist.

Zu dem besitzt sie einen pleonastisch-explikativen Wert.

So gilt es Aussagen zu prüfen, die wie eine Theorie wirken, jedoch nur eine Tautologie sind. So gilt stets, dass wenn der Hahn auf dem Mist kräht das Wetter sich ändert oder bleibt wie es ist.

Taktzeit

Taktzeit

Mit Taktzeit bezeichnet man bei der Fließfertigung, der Taktfertigung den zeitlichen Rhythmus in dem sich bearbeitet Werkstücke bewegen.

Bei einem einheitlichen Rhythmus spricht man von einer starren Taktzeit.

Eine flexible Taktzeit kommt vor, wenn Arbeitsgänge nicht einem einheitlichen Zeitintervall folgen. So können Pufferlager entstehen.

Möchte man die Fließfertigung optimieren so kombiniert man Fertigungsabschnitte mit starrer Taktzeit und mit flexibler Taktzeit.

Takeover

Takeover

Mit Takeover bezeichnet man eine Unternehmensübernahme (Akquisition) von einem Unternehmen durch ein anderes Unternehmen.

Dabei kann die Übernahme entweder „friendly“ also einvernehmlich, aber auch „unfriendly“, das heißt für das übernommene Unternehmen zunächst unbewusst und unbemerkt erfolgen.

Wurde die Übernahme eines Unternehmens vollzogen, so muss man über die Form des Unternehmenszusammenschlusses entscheiden.

Tageskauf

Tageskauf

Mit Tageskauf bezeichnet man einen Kauf bei dem die Lieferung unmittelbar nach Bestellung erfolgt oder aber am gleichen bzw. folgenden Tag.

Man spricht auch vom Kassageschäft im Börsenhandel.