Omega‑3 und Omega‑6

Omega‑3 und Omega‑6

Omega‑3 und Omega‑6 sind essenzielle Fettsäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann, aber für zahlreiche Funktionen benötigt. Sie gehören zu den mehrfach ungesättigten Fettsäuren und spielen eine zentrale Rolle für Herz, Gehirn und Entzündungsprozesse.


Unterschied zwischen Omega‑3 und Omega‑6

Merkmal Omega‑3 Omega‑6
Quellen Fisch (Lachs, Makrele, Hering), Leinsamen, Chiasamen, Walnüsse Pflanzenöle (Sonnenblumen-, Mais-, Sojaöl), Nüsse, Samen
Hauptfunktion Entzündungshemmend, unterstützt Herz-Kreislauf-System, Gehirnfunktion, Augen Unterstützt Wachstum, Haut- und Haarstruktur, kann Entzündungen fördern
Typische Vertreter EPA, DHA, ALA Linolsäure, Arachidonsäure
Wirkung auf Entzündungen Reduziert Entzündungsreaktionen Kann Entzündungen fördern, wenn im Überschuss

Ideales Verhältnis

Viele Ernährungsexperten empfehlen ein Verhältnis von Omega‑6 zu Omega‑3 von etwa 4:1 bis 5:1. In westlichen Ernährungsgewohnheiten liegt dieses Verhältnis oft bei 10:1 bis 20:1, was Entzündungen und Herz-Kreislauf-Probleme begünstigen kann.


Tipps zur Optimierung

  1. Mehr Omega‑3 einbauen: Fettreicher Fisch, Lein- oder Chiasamen, Walnüsse.

  2. Omega‑6 reduzieren: Weniger Pflanzenöle, Fertigprodukte und stark verarbeitete Lebensmittel.

  3. Supplemente gezielt nutzen: Fischöl oder Algenöl für Omega‑3 können sinnvoll sein, besonders bei geringer Fischaufnahme.

  4. Verhältnis beobachten: Eine ausgewogene Zufuhr verbessert die Herzgesundheit und wirkt Entzündungen entgegen.

Lebensmittelübersicht Omega‑3 und Omega‑6

Lebensmittel Omega‑3-Gehalt (pro 100 g) Omega‑6-Gehalt (pro 100 g) Tipp zur Nutzung
Lachs 2–2,5 g 0,5 g 2–3 Mal pro Woche als Hauptgericht
Makrele 2–2,7 g 0,4 g Gegrillt oder gedünstet, enthält viel EPA/DHA
Hering 1,5–2 g 0,3 g Ideal für Salate oder Sandwiches
Leinsamen 18 g 5–6 g Gemahlen über Müsli oder Joghurt streuen
Chiasamen 17 g 5 g In Smoothies, Pudding oder Overnight Oats
Walnüsse 9 g 38 g Als Snack, aber wegen hohem Omega‑6 in Maßen
Sojaöl 0,9 g 50 g Sparsam verwenden, besser auf Öle mit geringerem Omega‑6 setzen
Sonnenblumenöl 0,1 g 65 g Stark Omega‑6-lastig, vermeiden bei hoher Zufuhr
Kürbiskerne 0,1 g 37 g Gelegentlich als Snack oder Topping

Praktische Tipps für ein gutes Verhältnis

  1. Fettreichen Fisch bevorzugen statt Fertiggerichte mit Pflanzenölen.

  2. Leinsamen, Chia oder Walnüsse regelmäßig in Mahlzeiten einbauen.

  3. Pflanzenöle bewusst wählen: Rapsöl hat ein besseres Omega‑6 zu Omega‑3 Verhältnis (~2:1) als Sonnenblumen- oder Maisöl.

  4. Verarbeitete Lebensmittel reduzieren, da diese oft viel Omega‑6 enthalten.

  5. Supplemente prüfen, z. B. Algenöl für Veganer oder Fischölkapseln, um den Omega‑3-Spiegel gezielt zu erhöhen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert