Marge – Definition, Berechnung und Bedeutung für Unternehmen
Die Marge zeigt, welcher Teil des Umsatzes nach Abzug bestimmter Kosten übrig bleibt. Sie gehört zu den wichtigsten Kennzahlen in Handel, Produktion, Gastronomie, Dienstleistung und Finanzwirtschaft. Unternehmen nutzen Margen, um Preise zu kalkulieren, Produkte zu vergleichen und ihre Wirtschaftlichkeit zu beurteilen.
Eine hohe Marge bedeutet allerdings nicht automatisch einen hohen Gewinn. Entscheidend ist, welche Kosten bei der Berechnung berücksichtigt werden und wie häufig ein Produkt verkauft wird.
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Marge beschreibt den Unterschied zwischen Erlös und bestimmten Kosten.
- Sie kann als Geldbetrag oder Prozentwert angegeben werden.
- Je nach Berechnung unterscheidet man unter anderem Bruttomarge, Nettomarge und Handelsspanne.
- Marge, Gewinn, Aufschlag und Deckungsbeitrag sind nicht identisch.
- Für aussagekräftige Vergleiche muss immer dieselbe Berechnungsmethode verwendet werden.
Was ist eine Marge?
Der Begriff Marge stammt vom französischen Wort „marge“ für Rand oder Spielraum. In der Betriebswirtschaft bezeichnet er den Betrag, der zwischen einem Verkaufserlös und den dafür angesetzten Kosten liegt.
Ein Händler kauft beispielsweise eine Ware für 60 Euro netto ein und verkauft sie für 100 Euro netto. Die Differenz von 40 Euro ist zunächst die Handelsspanne in Euro. Von diesen 40 Euro müssen jedoch noch weitere Kosten wie Personal, Miete, Lagerung, Versand, Marketing und Verwaltung bezahlt werden.
Die Marge kann sich daher auf unterschiedliche Stufen der Erfolgsrechnung beziehen. Ohne eine genaue Bezeichnung ist die Aussage „Das Produkt hat eine Marge von 40 Prozent“ nicht immer eindeutig.
Marge einfach erklärt
Vereinfacht beantwortet die Marge folgende Frage:
Wie viel bleibt von einem Verkauf übrig, nachdem bestimmte Kosten abgezogen wurden?
Welche Kosten gemeint sind, hängt von der verwendeten Margenart ab. Bei der Bruttomarge werden hauptsächlich die unmittelbar zurechenbaren Herstellungs- oder Einkaufskosten abgezogen. Bei der Nettomarge werden dagegen sämtliche Aufwendungen und das endgültige Unternehmensergebnis betrachtet.
Marge als Betrag berechnen
Die einfachste Berechnung ermittelt die absolute Marge in Euro:
Marge = Verkaufspreis − Kosten
Beispiel:
Ein Unternehmen verkauft ein Produkt für 150 Euro netto. Die unmittelbar zurechenbaren Kosten betragen 90 Euro.
150 Euro − 90 Euro = 60 Euro Marge
Pro verkauftem Produkt verbleiben auf dieser Berechnungsstufe 60 Euro. Daraus müssen gegebenenfalls noch weitere Kosten gedeckt werden.
Marge in Prozent berechnen
Für Vergleiche wird die Marge häufig in Prozent des Verkaufspreises beziehungsweise Umsatzes angegeben:
Marge in Prozent = (Verkaufspreis − Kosten) ÷ Verkaufspreis × 100
Für das vorherige Beispiel ergibt sich:
(150 Euro − 90 Euro) ÷ 150 Euro × 100 = 40 Prozent
Die prozentuale Marge beträgt somit 40 Prozent.
Berechnungsbeispiel zur Marge
| Position | Betrag |
|---|---|
| Nettoverkaufspreis | 150 Euro |
| Unmittelbare Kosten | 90 Euro |
| Absolute Marge | 60 Euro |
| Prozentuale Marge | 40 Prozent |
Die Berechnung zeigt, dass 40 Prozent des Nettoverkaufspreises nach Abzug der berücksichtigten Kosten verbleiben. Dabei handelt es sich noch nicht zwingend um den endgültigen Gewinn.
Welche Arten von Margen gibt es?
Der Begriff Marge wird für verschiedene Kennzahlen verwendet. Zu den wichtigsten gehören:
- Handelsspanne,
- Bruttomarge,
- operative Marge,
- Nettomarge,
- Produktmarge,
- Deckungsbeitragsmarge,
- Zinsmarge.
Die Margenarten unterscheiden sich vor allem darin, welche Kosten vom Umsatz abgezogen werden.
Handelsspanne
Die Handelsspanne beschreibt die Differenz zwischen dem Nettoverkaufspreis und dem Nettoeinkaufspreis einer Ware. Sie ist besonders im Einzelhandel und Großhandel von Bedeutung.
Handelsspanne in Euro = Nettoverkaufspreis − Nettoeinkaufspreis
Handelsspanne in Prozent = Handelsspanne ÷ Nettoverkaufspreis × 100
Beispiel:
Ein Händler kauft eine Ware für 70 Euro netto ein und verkauft sie für 100 Euro netto.
100 Euro − 70 Euro = 30 Euro Handelsspanne
30 Euro ÷ 100 Euro × 100 = 30 Prozent Handelsspanne
Aus den 30 Euro müssen unter anderem Verkaufs-, Lager-, Personal- und Verwaltungskosten bezahlt werden.
Bruttomarge
Die Bruttomarge zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der direkt zurechenbaren Herstellungs- oder Beschaffungskosten verbleibt. Sie wird im Englischen als „Gross Margin“ bezeichnet.
Bruttomarge = (Umsatz − direkte Kosten) ÷ Umsatz × 100
Bei einem Handelsunternehmen entsprechen die direkten Kosten häufig dem Wareneinsatz. Bei einem Produktionsunternehmen können Material- und unmittelbar zurechenbare Fertigungskosten einbezogen werden.
Eine steigende Bruttomarge kann auf höhere Verkaufspreise, günstigere Einkaufskonditionen oder eine veränderte Produktzusammensetzung hindeuten.
Operative Marge
Die operative Marge setzt das operative Ergebnis ins Verhältnis zum Umsatz. Sie zeigt, wie profitabel das eigentliche Kerngeschäft arbeitet, bevor bestimmte Finanzierungs- und Steuerwirkungen berücksichtigt werden.
Operative Marge = operatives Ergebnis ÷ Umsatz × 100
Welche Ergebnisgröße verwendet wird, muss eindeutig angegeben werden. Häufig wird das EBIT, also das Ergebnis vor Zinsen und Steuern, herangezogen.
Die operative Marge eignet sich vor allem, um Unternehmen mit ähnlichen Geschäftsmodellen zu vergleichen. Unterschiedliche Bilanzierungs- und Berechnungsmethoden können die Vergleichbarkeit jedoch einschränken.
Nettomarge
Die Nettomarge wird auch als Umsatzrendite bezeichnet. Sie zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug sämtlicher berücksichtigter Aufwendungen als Jahresüberschuss verbleibt.
Nettomarge = Jahresüberschuss ÷ Umsatz × 100
Beispiel:
Ein Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von 2.000.000 Euro und einen Jahresüberschuss von 120.000 Euro.
120.000 Euro ÷ 2.000.000 Euro × 100 = 6 Prozent Nettomarge
Von jedem Euro Umsatz bleiben rechnerisch sechs Cent als Nettogewinn übrig.
Deckungsbeitragsmarge
Die Deckungsbeitragsmarge zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der variablen Kosten zur Deckung der Fixkosten und anschließend zur Gewinnerzielung zur Verfügung steht.
Deckungsbeitrag = Umsatz − variable Kosten
Deckungsbeitragsmarge = Deckungsbeitrag ÷ Umsatz × 100
Ein hoher Deckungsbeitrag bedeutet nicht automatisch, dass ein Unternehmen profitabel ist. Sind die Fixkosten höher als die Summe aller Deckungsbeiträge, entsteht trotz positiver Produktmargen ein Verlust.
Zinsmarge
Im Bankwesen bezeichnet die Zinsmarge vereinfacht den Unterschied zwischen erhaltenen und gezahlten Zinsen. Banken erzielen beispielsweise Zinserträge aus Krediten und zahlen gleichzeitig Zinsen auf Einlagen oder andere Finanzierungsquellen.
Die Zinsmarge gehört zu den zentralen Ertragsquellen vieler Kreditinstitute. Ihre genaue Berechnung kann je nach Bezugsgröße und Geschäftsmodell unterschiedlich ausfallen.
Was ist der Unterschied zwischen Marge und Gewinn?
Marge und Gewinn werden im Alltag häufig gleichgesetzt, sind aber nicht automatisch identisch.
Die Marge zeigt den Abstand zwischen Erlös und ausgewählten Kosten. Der Gewinn ergibt sich erst, wenn alle für die jeweilige Gewinnstufe relevanten Aufwendungen berücksichtigt wurden.
Beispiel:
Ein Händler verkauft eine Ware für 100 Euro und hat sie für 60 Euro eingekauft. Die Handelsspanne beträgt 40 Euro. Zusätzlich entstehen folgende Kosten:
- 10 Euro Personalkosten,
- 8 Euro Miete und Energie,
- 5 Euro Marketing,
- 4 Euro Versand und Verpackung,
- 3 Euro sonstige Kosten.
Nach diesen zusätzlichen Kosten bleiben nur noch 10 Euro übrig. Die ursprüngliche Marge von 40 Euro war somit nicht der endgültige Gewinn.
Unterschied zwischen Marge und Aufschlag
Marge und Aufschlag werden unterschiedlich berechnet:
- Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis.
- Der Aufschlag bezieht sich auf den Einstandspreis beziehungsweise die Kosten.
Ein Produkt kostet im Einkauf 60 Euro und wird für 100 Euro verkauft.
Marge: (100 − 60) ÷ 100 × 100 = 40 Prozent
Aufschlag: (100 − 60) ÷ 60 × 100 = 66,67 Prozent
Obwohl beiden Berechnungen dieselbe Differenz von 40 Euro zugrunde liegt, ergeben sich unterschiedliche Prozentwerte.
| Kennzahl | Bezugsgröße | Ergebnis im Beispiel |
|---|---|---|
| Marge | Verkaufspreis von 100 Euro | 40 Prozent |
| Aufschlag | Einstandspreis von 60 Euro | 66,67 Prozent |
Diese Verwechslung kann zu erheblichen Fehlern bei der Preiskalkulation führen.
Vom gewünschten Margensatz zum Verkaufspreis
Soll ausgehend von den Kosten ein Verkaufspreis mit einer bestimmten Marge berechnet werden, reicht es nicht, den gewünschten Prozentsatz einfach auf die Kosten aufzuschlagen.
Die richtige Formel lautet:
Verkaufspreis = Kosten ÷ (1 − gewünschte Marge als Dezimalzahl)
Beispiel:
Die Kosten betragen 60 Euro und die gewünschte Marge 40 Prozent.
60 Euro ÷ (1 − 0,40) = 100 Euro
Der erforderliche Verkaufspreis beträgt 100 Euro.
Würde man lediglich 40 Prozent auf 60 Euro aufschlagen, ergäbe sich ein Preis von 84 Euro. Die tatsächliche Marge läge dann nur bei rund 28,57 Prozent.
Marge mit und ohne Mehrwertsteuer
Für betriebswirtschaftliche Berechnungen sollten grundsätzlich Nettowerte verwendet werden. Die vom Kunden bezahlte Umsatzsteuer ist für ein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen normalerweise kein eigener Erlös, sondern wird an das Finanzamt abgeführt.
Beispiel:
Ein Produkt wird für 119 Euro brutto verkauft. Bei einem Umsatzsteuersatz von 19 Prozent beträgt der Nettoverkaufspreis 100 Euro. Der Nettoeinkaufspreis liegt bei 60 Euro.
Die Marge wird auf Grundlage der Nettowerte berechnet:
(100 Euro − 60 Euro) ÷ 100 Euro × 100 = 40 Prozent
Eine Mischung aus Bruttoverkaufspreis und Nettoeinkaufspreis würde das Ergebnis verfälschen.
Warum ist die Marge wichtig?
Die Marge hilft Unternehmen bei zahlreichen Entscheidungen:
- Festlegung wirtschaftlicher Verkaufspreise,
- Vergleich verschiedener Produkte und Dienstleistungen,
- Beurteilung von Rabatten und Sonderangeboten,
- Verhandlung mit Lieferanten,
- Auswahl profitabler Vertriebskanäle,
- Kontrolle der Kostenentwicklung,
- Planung von Umsatz und Gewinn,
- Bewertung der Wettbewerbsfähigkeit.
Margen sollten nicht nur für das gesamte Unternehmen, sondern nach Möglichkeit auch für einzelne Produkte, Kundengruppen und Vertriebskanäle ausgewertet werden.
Was ist eine gute Marge?
Eine allgemein gültige gute Marge gibt es nicht. Die Höhe hängt stark von Branche, Geschäftsmodell, Wettbewerb und Kostenstruktur ab.
Ein Lebensmittelhändler arbeitet häufig mit relativ niedrigen Margen, erzielt aber einen hohen Warenumschlag. Ein Softwareunternehmen kann hohe Bruttomargen erreichen, muss jedoch erhebliche Entwicklungs-, Vertriebs- und Personalkosten finanzieren. Bei Luxusgütern sind hohe Produktmargen möglich, während die Absatzmenge vergleichsweise gering bleibt.
Für eine sinnvolle Beurteilung sollte die Marge verglichen werden mit:
- früheren Geschäftsjahren,
- dem eigenen Planwert,
- ähnlichen Produkten,
- vergleichbaren Wettbewerbern,
- dem Branchendurchschnitt.
Hohe Marge oder hoher Absatz?
Eine hohe Marge pro Stück ist nicht immer die wirtschaftlich beste Lösung. Entscheidend ist auch, wie viele Einheiten verkauft werden.
| Produkt | Marge pro Stück | Verkaufsmenge | Gesamte Marge |
|---|---|---|---|
| Produkt A | 50 Euro | 100 Stück | 5.000 Euro |
| Produkt B | 20 Euro | 400 Stück | 8.000 Euro |
Produkt B besitzt die niedrigere Stückmarge, erwirtschaftet aufgrund des höheren Absatzes aber insgesamt den größeren Betrag. Unternehmen müssen deshalb Marge, Absatzmenge und benötigte Kapazitäten gemeinsam betrachten.
Wie wirken sich Rabatte auf die Marge aus?
Rabatte verringern die Marge häufig stärker, als es auf den ersten Blick erscheint.
Beispiel:
Ein Produkt wird regulär für 100 Euro verkauft und verursacht Kosten von 60 Euro. Die Marge beträgt 40 Euro beziehungsweise 40 Prozent.
Bei einem Rabatt von 20 Prozent sinkt der Verkaufspreis auf 80 Euro. Die Kosten bleiben bei 60 Euro.
80 Euro − 60 Euro = 20 Euro Marge
Ein Preisnachlass von 20 Prozent hat die absolute Marge in diesem Beispiel halbiert. Um denselben Gesamtbeitrag zu erwirtschaften, müsste das Unternehmen doppelt so viele Einheiten verkaufen.
Wie lässt sich die Marge verbessern?
Unternehmen können ihre Marge auf verschiedenen Wegen erhöhen:
- Verkaufspreise sorgfältig anpassen,
- bessere Einkaufskonditionen verhandeln,
- Material- und Produktionskosten senken,
- Prozesse automatisieren,
- Ausschuss und Retouren reduzieren,
- Versand- und Verpackungskosten optimieren,
- Produkte mit höherer Marge stärker verkaufen,
- unwirtschaftliche Rabatte begrenzen,
- Zusatzleistungen oder Produktpakete anbieten,
- Preise nach Kundengruppe und Vertriebsweg differenzieren.
Kostensenkungen dürfen die Qualität und Kundenzufriedenheit nicht unverhältnismäßig beeinträchtigen. Eine kurzfristig höhere Marge kann langfristig zu sinkendem Absatz führen, wenn Kunden einen geringeren Gegenwert wahrnehmen.
Warum kann eine Marge sinken?
Eine rückläufige Marge kann verschiedene Ursachen haben:
- steigende Einkaufs- oder Rohstoffpreise,
- höhere Energie- und Transportkosten,
- Preisnachlässe und Rabattaktionen,
- zunehmender Wettbewerb,
- mehr Retouren oder Ausschuss,
- ungünstige Wechselkurse,
- Verlagerung des Absatzes zu Produkten mit niedriger Marge,
- zu spät angepasste Verkaufspreise.
Eine Margenanalyse sollte deshalb nicht nur feststellen, dass sich die Kennzahl verändert hat. Sie sollte auch zeigen, welche Preise, Mengen und Kosten die Veränderung verursacht haben.
Typische Fehler bei der Margenberechnung
Zu den häufigsten Fehlern gehören:
- Verwechslung von Marge und Aufschlag,
- Mischung von Brutto- und Nettobeträgen,
- Nichtberücksichtigung von Rabatten und Retouren,
- Übersehen von Versand-, Verpackungs- oder Vertriebskosten,
- Verwendung unterschiedlicher Kostenbegriffe,
- Gleichsetzung von Marge und endgültigem Gewinn,
- Vergleich unterschiedlicher Branchen ohne Einordnung,
- Betrachtung der prozentualen Marge ohne Absatzmenge.
Vor jeder Berechnung sollte festgelegt werden, welche Erlöse, Kosten und Bezugsgrößen einbezogen werden.
Häufige Fragen zur Marge
Was bedeutet Marge einfach erklärt?
Die Marge zeigt, welcher Betrag oder welcher Anteil des Verkaufspreises nach Abzug bestimmter Kosten übrig bleibt.
Wie berechnet man die Marge?
Die absolute Marge ergibt sich aus Verkaufspreis minus Kosten. Für die prozentuale Marge wird diese Differenz durch den Verkaufspreis geteilt und mit 100 multipliziert.
Ist die Marge der Gewinn?
Nicht unbedingt. Von einer Produkt- oder Handelsspanne müssen häufig noch Personal-, Miet-, Marketing-, Verwaltungs- und andere Kosten bezahlt werden.
Was ist der Unterschied zwischen Marge und Aufschlag?
Die Marge bezieht sich auf den Verkaufspreis. Der Aufschlag bezieht sich auf den Einstands- oder Einkaufspreis. Deshalb ergeben sich unterschiedliche Prozentwerte.
Kann eine Marge negativ sein?
Ja. Eine negative Marge entsteht, wenn die berücksichtigten Kosten höher als der erzielte Erlös sind. Das Produkt wird dann auf dieser Berechnungsstufe mit Verlust verkauft.
Ist eine hohe Marge immer gut?
Eine hohe Marge ist grundsätzlich vorteilhaft, muss aber gemeinsam mit Absatzmenge, Fixkosten, Kapitalbedarf und Wettbewerb betrachtet werden. Eine hohe Marge bei sehr geringem Absatz kann weniger einbringen als eine niedrigere Marge bei großen Verkaufsmengen.
Was bedeutet eine Marge von 30 Prozent?
Eine Marge von 30 Prozent bedeutet, dass nach Abzug der in der Berechnung enthaltenen Kosten 30 Prozent des Verkaufspreises beziehungsweise Umsatzes verbleiben.
Fazit
Die Marge ist eine zentrale Kennzahl zur Beurteilung von Preisen, Produkten und Unternehmen. Sie zeigt, welcher Teil des Umsatzes nach Abzug bestimmter Kosten übrig bleibt. Ihre Aussagekraft hängt jedoch davon ab, welche Kosten berücksichtigt werden.
Besonders wichtig ist die Unterscheidung zwischen Marge, Aufschlag, Deckungsbeitrag und Gewinn. Werden einheitliche Nettowerte und klar definierte Kosten verwendet, liefert die Margenberechnung eine wertvolle Grundlage für Preisentscheidungen, Kostenkontrolle und Unternehmensplanung.
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