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Bilanz

30. September 20192 Minuten Lesezeit0 KommentareB

Die Bilanz ist im Grundsatz der Abschluss des Rechnungswesens eines Unternehmens für einen bestimmten Zeitpunkt, den Bilanzstichtag in Form einer Gegenüberstellung von Vermögen und Kapital. Das Vermögen (Aktiva) zeigt die konkrete Verwendung von eingesetzten finanziellen Mitteln auf. Das Kapital (Passiva) sind die Ansprüche der Gläubiger (Fremdkapital) und der Unternehmer in Form von Eigenkapital als Saldo zwischen Vermögen und Fremdkapital. Kapital und Vermögen sind dieselbe Wertgesamtheit die in der Bilanzgleichung Aktiva = Passiva zum Ausdruck kommt. Es handelt sich nur um eine rechnerische, keine materielle Zuordnung von Kapitalenanteilen und Vermögen nach der goldenen Bilanzregel. Man achtet beim Erstellen von Bilanzen auf 3 Aufgaben:

  1. Die Bewertung von Fremdkapital und Vermögen
  2. Die inhaltliche Bestimmung von Kapital und Vermögen nach dem Grund (Aktivierung, Passivierung)
  3. Die Gliederung/Ausweis von Vermögen und Kapital in Form von Konten mit Soll als Aktiva und Haben als Passiva in der Bilanzgliederung

Man unterscheidet Bilanzierungsanlässe die regelmäßig auftreten wie Jahresabschluss, Steuerbilanz, den Bilanzierungszeitraum mit Totalbilanz zum Stichtag der Ender der Lebensdauer, Partialbilanzen zum Zeitpunkt während der Lebensdauer wie die Jahresbilanz am letzten Tag des Geschäftsjahres, zeitlich Bilanzdimensionen wie Istbilanzen mit gegenwärtigen oder vergangenem Stichtag sowie Planbilanzen mit zukünftigen Stichtagen. Es kann das gesamte vermögen bilanziert werden oder nur ein Teil ohne Firmenwert. Es gibt Sonderbilanzen die nur einmalig auftreten wie eine Gründungsbilanz, Umwandlungsbilanz, Sanierungsbilanz, Abwicklungsbilanz etc.

Der Empfängerkreis kann bei einer internen Bilanz als Kontroll- und Planungsinstrument verwendet werden oder bei einer externen Bilanz für Außenstehende wie Gläubiger, Aktionäre oder Finanzamt etc.

Im Altertum gab es Handelsbücher und die einfache moderne Buchführung seit dem 14. bis 15. Jahrhundert. Die doppelte Buchführung entstand Ende des 15. Jahrhunderts in Deutschland, ausgehend von Italien. Hier entstanden auch die ersten Abschlüsse, aber ohne regelmäßige Zeitfolge und einheitliche Abschlussregeln.

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