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Flüssige Mittel

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Flüssige Mittel

Unter flüssigen Mitteln versteht man den Bestand an Geld- und Vermögenswerten die bei Bedarf in Geld gewandelt werden können, siehe Liquidität.

Zu den flüssigen Mitteln gehören Sichteinlagen, Wechsel (soweit sie diskontfähig sind), Kassenbestände sowie Schecks und (börsengängige) Wertpapiere.

Firma

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Firma

Die Firma beschreibt ist nach deutschem Recht der Name unter welchem ein Kaufmann seine Geschäfte betreibt nach § 17 HGB. Dabei ist die Firma der in das Firmenbuch eingetragene Name eines Unternehmers unter welchem er seine Geschäfte betreibt und die Unterschrift nach § 17 öUGB abgibt. Man unterscheidet abhängig davon ob die Firma den Namens eines oder mehrer Gesellschafter enthält oder sich auf den Geschäftsgegenstand bezieht zwischen Personen- und Sachfirmen. Man kann auch die Geschäftsbezeichnung nutzen oder einen Fantasienamen führen sofern diese sich zur Kennzeichnung von Unternehmen eignen und nicht irreführend sind. Die Rechts- oder Gesellschaftsform des Unternehmens is zwingend in die Firma aufzunehmen nach § 19 öUGB.

Die Firma beschreibt im Handelsrecht den Handelsnamen des Vollkaumannes unter dem er sein Geschäft betreibt und unter dem er klagen und verklagt werden kann. Umgangssprachlich nutzt man den Begriff Firma häufig fälschlicherweise gleichbedeutend mit dem Unternehmen oder Betrieb, dabei darf nur ein Vollkaufmann nach § 4 Abs. 1 HGB eine Firma führen, Handelsgesellschaften hingegen dürfen nur eine Firmenbezeichnung führen nach dem Grundsatz der Firmeneinheit. Zweigniederlassungen können durch besondere Zusätze als solche bezeichnet werden.

Nach § 29 HGB muss die Firma im Handelsregister eingetragen und bekannt gemacht werden nach dem Grundsatz der Firmenöffentlichkeit.

Änderungen oder das Löschen der Firma sind ebenfalls eintragungspflichtig.Es muss erkenntlich sein wer der Inhaber des Unternehmens ist nach dem Grundsatz der Firmenwahrheit.

Daher ist bei einer Einzelfirma, abgesehen von Ausnahmen, der Familienname und ein Vorname des Inhabers zu führen. Bei der OHG und KG mindestens der Name eines persönlich haftenden Gesellschafters und ein Zusatz der das Vorhandensein einer Gesellschaft andeutet.

Bei  der Firma einer Kapital­gesellschaft muss der Gegenstand des Unternehmens oder die Person eines Gesellschafters ersichtlich sein.

Zusätze dür­fen hier zu keiner Täuschung führen.

Nach § 30 HGB müssen verschiede­ne Firmen am gleichen Ort müssen deutlich voneinander unterscheidbar sein dem Grundsatz der Firmenausschließlich­keit entsprechend.

Generell wird die zuerst eingetragene Firma wird ge­gen eine spätere geschützt.

Kommt es zu einem Wechsel des Inhabers, Namensänderung des Inhabers und Veräußerung des Geschäftes darf unter bestimmten Voraussetzungen die frühere Firma fortgeführt werden nach §§ 21-24 HGB und dem Grundsatz der Firmenbeständigkeit.

Dieses steht in gewissem Widerspruch zum Grund­satz der Firmenwahrheit und erkennt an, dass die Firma für den Ruf und die Geschäftsbeziehungen des Unternehmens von großer wirtschaftlicher Bedeutung sein kann.

Führungsstil

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Führungsstil

Mit dem Begriff Führungsstil beschreibt man die typische Art und Weise des Verhaltens von Vorgesetzten gegenüber einzelnen Untergebenen und Gruppen.

Die Führungsstile sind dabei zeitlich überdauernde und wiederkehrende Muster von Führungsverhalten die situativ in sich konsistent sind. Man unterscheidet als verhaltenstheoretische Führungskonzepte verschiedene Kategorien bzw. Ausprägungen abhängig vom erzielten Führungserfolg. Das Ziel ist Aussagen über die Effizienz von Führungsstilen zu treffen. So können diese objektiv betrachtet werden bereits seit Ende der 1930 er Jahren.

Kritisch gesehen wurde an den frühen Führungsstilmethoden, dass diese schablonenartig mit normativen Verhaltensmustern transportiert wurden und wichtige Aspekte außer Acht ließen. So waren sie schlicht und idealtypisch und konnten den komplexen Führungsalltag nicht adäquat nachbilden.

Abhängig von der Persönlichkeit des Vorgesetzten und die Stärke seiner Positionsmacht kommt es zu Mischungen und Modifikationen. Aber auch die Erfahrungen, Motivationen und Kompetenzen der Mitarbeiter und ihre Arten der sozialen Beziehungen in der Gruppe spielen eine Rolle. Ebenso ist das Engagement der Mitarbeiter entscheidend für die Anwendung der Führungsstile. So findet man die genannten Aspekte in neueren verhaltensorientierten Führungsforschungen wieder, ebenso wie in situativen, transaktions- und transformationsorientierten Führungsmodellen.

Fordismus

Fordismus

Unter dem Fordismus versteht man ein von H. Ford einführtes Herstellungsprinzip und die darauf beruhende Produktionsweise. Typische Merkmale hiervon sind die Fließproduktion, Massenproduktion und ein hohes Maß an Standardisierung. Es kommt zu dem zu vertikaler Integration, großer Fertigungstiefe und Produktion für den Massenkonsum.

Dabei wird der Produktionsprozess in viele Arbeitsschritte zerlegt welche durch eher gering qualifiziertes Personal ausgeführt werden können.

Forderungsabtretung

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Forderungsabtretung

Bei der Forderungsabtretung handelt es sich um eine eine Abtretung bzw. Übertragung einer Forderung vom dem bisherigen Gläubiger (Zedent) per Vertrag auf auf den neuen Gläubiger (Zessionar). Man spricht nach § 398, S1. BGB von einer Legaldefinition, also eine vom Gesetzgeber selbst angebotene bzw. angeordnete Definition.

Sind Forderungen genügend bestimmbar so können sie abgetreten werden. Nicht abgetreten werden können Forderungen wenn die Forderungsabtretung durch eine Vereinbarung mit dem Schuldner ausgeschlossen wurde, die Abtretung gesetzlich verboten ist oder die Forderung nach § 400 BGG unfändbar ist.

So kann A eine Zahlungsforderung gegen B haben mit geschlossenen Kaufvertrag nach § 433 II BGB. A kann mit C vereinbaren, dass die Forderung gegenüber B nun C zu stehen soll durch die Abtretung (dinglich wirkendes Rechtsgeschäft). A ist der Zedent und C hier der Zessionar.

Lohnansprüche sind abtretbar wenn der Anspruch des Arbeitnehmers gegen den Arbeitgeber nach § 400 BGB einer Lohnpfändung unterliegt. Versicherungsverträge sind ohne ausdrückliche Genehmigung des Versicherten nicht abtretbar. Bei Lebensversicherungen jedoch erhält der Zessionar alle Rechte des Versicherungsnehmers, bei unwiderruflich vorliegenden Bezugsberechtigungen/Begünstigung muss eine Forderungsabtretung mit Zustimmung vorliegen.

Fragebogen

Fragebogen

Unter einem Fragebogen versteht man in der Wirtschaftssoziologie eine Zusammenstellung bei der man mündlich oder schriftlich Fragen und Fragegruppen abfragt. Die Anordnung der Fragen im Fragebogen oder questionnaire auf Englisch, haben eine große Wirkung, da die Reihenfolge der Themen die Antworten verzerren kann wie beipsielsweise durch Ausstrahlungseffekte.

Preisfigureneffekt

Preisfigureneffekt

Der Preisfigureneffekt beschreibt Einflüsse auf bestimmte Preis-Endziffer bei der Preiswahrnehmung und Preisbeurteilung. So werden ungerade Preise als knapper kalkuliert und so günstiger empfunden als runde Preise. Auch wirken so gerade Endziffern positiver als ungerade. Weiterhin aufsteigende oder absteigende Ziffernfolgen gelten demnach als Einflussfaktor auf die Preiswahrnehmung. Allerdings sind diese Faktoren wissenschaftlich nicht bestätigt. Als empirisch bestätigt gelten hingegen Preisschwellen-Effekte bei gebrochenen Preisen.

Finanzierungsschäfte

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Finanzierungsschäfte

Mit Finanzierungsgeschäften beschreibt man Wertpapiere für die der Bund zeitweilig zur teilweisen kurz- oder mittelfristigen Finanzierung des Bundeshaushaltes emittiert.

In der Regel haben sie Laufzeiten von 1 bis 2 Jahren oder mehr.

Man verkauft sie diskontiert als Abzinsungspapier, dass heißt der Käufer zahlt einen niedrigen Betrag ein als er später in Form des Nennwertes zurückbekommt.

Die Titel werden im Regelfall monatlich aufgelegt.

Dabei können sie von jedermann erworben werden nicht jedoch von Banken und Ausländern.

Für den Käufer erfolg der Erwerb und die Einlösung zum Nennwert kostenfrei. Abhängig von der Marktlage variiert der Zinssatz.

Factoring

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Factoring

Der Begriff Factoring beschreibt den Verkauf von Forderungen, um direkt Zahlungseingänge auch bei erst späterer Forderungsfälligkeit zu realisieren und so das Ausfallrisiko samt dessen Überwachung abzuwälzen.

Factoring ist der laufende Verkauf von kurzfristigen Forderungen an eine Factoringgesellschaft, dem sogenannten Factor aus der Sicht des Forderungsverkäufers dem sogenannten Anschlusskunden.

Beim Factoring werden Forderungen aus Leistungen und Lieferungen an gewerbliche Kunden den sogenannten Debitoren, Abnehmern betrachtet, die Forderungen an Verbraucher betrachtet man in der Regel nicht.

Es wird ein Factoringvertrag zwischen dem Factor und dem Forderungsverkäufer geschlossen der mindestens über 2 Jahre läuft und entweder nur Forderungen an eine bestimmte Abnehmergruppe oder auch alle Forderungen umfasst.

Der Facotringvertrag sieht häufig den Verkauf von Auslandsforderungen und Inlandsforderungen vor.

Hierbei muss der Forderungsverkäufer einige Dinge erfüllen, so muss die Laufzeit der zu verkaufenden Forderungen 120 bei Inlandsforderungen und 180 Tage bei Auslandsfoderungen nicht überschreiten, der Abnehmerkreis der Forderungen sollte keinen zu großen Wechsel erfahren, die Forderungen sollten frei von Rechten Dritter sein und ihre Höhe bei der Entstehung eindeutig feststehen außerdem muss die Bonität und Seriosität der Anschlusskunden sicher gestellt werden, schließlich soll der Factor darauf verlassen können, dass die angekauften Forderungen auch tatsächlich entstanden sind.

Funktionen des Factorings

Das Factoring hat eine Finanzierungsfunktion, da die Forderungen unmittelbar nach der Entstehung zur Verfügung stehen für den Anschlusskunden im Forderungsgegenwert.

Auch kann man es dazu nutzen die Eigenkapital- und Fremdkapitalrelation zu verbessern wenn der Anschlusskunde die Erlöse des Factorings zur Tilgung von Schulden nutzt.

Weiterhin kommt es zu einer Delkrederefunktion, da die Factoringgesellschaft das Delkrederisiko übernimmt und der Anschlusskunde vor Zahlungsausfällen geschützt ist die aus der Zahlungsunfähigkeit des Abnehmers entstehen. 10 bis 20 % des Gegenwertes der Forderung nehmen die Factoringgesellschaften zur Deckung des Delkredereisikos vorläufig. Dieses dient der Verrechnung von möglichen Mängelabzügen, nachträglich eingeräumten Rabatten des Anschlusskunden, Skontoabzügen etc. Der übrig gebliebene Sicherungseinbehalt wird auch im Fall der Nichtzahlung der Kunden an den Forderungsverkäufer ausgezahlt.

Der Factor unterzieht die Abnehmer des Anschlusskunden einer gründlichen Prüfung der Kreditsicherheit, so ergibt sich ein Limit für den Abnehmer bis zu welchem das Delkredererisiko von der Factoringgesellschaft getragen wird.

Man übernimmt bei Exportforderungen im Regelfall kein politisches Risiko ebenso nicht für das Wechselkursrisiko bei Fremdwährungen.

Die Sicherung erfolgt durch Banken des Exporteurs.

Das Factoring dient auch der Prüfung der Kreditwürdigkeit der Abnehmer und somit einer ständigen Kreditüberwachung.

Auch kommt es zu einer Übernahme von Inkassowesen und Mahnwesen des Factor. Für den Anschlusskunden entfällt somit ein aufwändiges Debitorenmanagement.

Die Factoringgebühr nimmt der Factor für die von ihm erbrachten Dienstleistungen in Anspruch. Also die Prüfung der Debitoren, Übernahme des Inkassowesens, des Mahnwesens, Übernahme des Delkredererisikos, die Verwaltung des Debitorenbestandes etc.

Im Kreditwesengesetz KWG wird Factoring als erlaubnispflichtige und aufsichtspflichtige Finanzdienstleistung näher geregelt und definiert nach § 1a S.2 Nr. 9 KWG.

Die Factoringunternehmen unterliegen so der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin der Deutschen Bundesbank.

Es gibt verschiedene Formen des Factorings wie: unechtes Factoring, echtes Facotring, Standardfactoring, Inhouse Factoring, offenes Factoring, stilles Factoring, Fälligkeitsfactoring

Forfaitierung

Forfaitierung

De Begriff Forfaitierung leitet sich von dem Französischen „vendre à forfait“ ab also „im Paket verkaufen“.

Er umschreibt den Ankauf von Forderungen unter Verzicht auf einen Rückgriff gegen den Verkäufer bei einem Zahlungsausfall des Schuldners als echte Forfaitierung.

Die unechte Forfaitierung ermöglicht hingegen diesen Rückgriff auf den Verkäufer.

Der Verkäufer haftet in beiden Fällen der Forfaitierung für den Rechtsbestand (Verität) der Forderung.

Familienzyklus

Familienzyklus

Der Familienzyklus, auf Englisch „family cycle“, beschreibt in der Wirtschaftssoziologie zeitliche Abfolgen von Beziehungsstrukturen innerhalb der Familie. So geht sie über Liebespaar, zu Ehepaar ohne Kinder, Ehepaar mit Kindern, Ehepaar nach Selbständigkeit der Kinder.

Der Familienzyklus ist somit wichtig für Untersuchungen im Konsumverhalten, finanziellen Entscheidungen der Familie oder auch bevölkerungswissenschaftlichen Studeien.

So beschreibt der Familienzyklus den Zeitrum in welchem eine moderne Kleifamilie mit Eltern und Kind besteht, also die Zeit zwischen der Geburt des ersten und der Selbständigkeit des letzten Kindes.

Finanzplan

Finanzplan

Der Finanzplan beschreibt den Niederschlag der Finanzplanung eines Unternehmens als systematische Zusammenstellung von Zahlungsströmen in einem bestimmten Zeitraum den man erwartet bzw. plant.

Finanzpläne werden von Banken erwartet im Rahmen von Kreditwürdigkeitsprüfungen von Unternehmen. Sie bieten einen Bild der finanzwirtschaftlichen Abläufe und Kreditverwendungen.

Man unterscheidet kurze, mittlere und lange Fristen bei Finanzplänen.

Bei kurzfristigen Finanzplänen ist der Detaillierungsgrad höher.

Der Finanzplan ist, unabhängig vom Detaillierungsgrad, wie folgt: der Anfangsbestand an Zahlungsmittel + den in der Planungsperiode erwarteten Einnahmen – den in der Planungsperiode erwarteten Ausgaben = dem Endbestand der Zahlungsmittel.

Man richtet auf den sich ergebenden Endstand, Saldo die entsprechenden Deckungs- bzw. Anlagemassnahmen aus.

Unternehmen stellen mit dem Finanzplan zeitlich präzise und lückenlos zukünftige Einnahmen und Ausgaben gegenüber.

Der Deckungsplan zeigt den Mittelbedarf und seine Deckung auf. So zeigt er drohende Unter- und Illiquidität als Liquidität auf sowie Liquiditätsüberschüsse und ermöglicht die Steuerung der Zahlungsströme nach Kriterien der Liquidität und Rentabilität.

Der Finanzplan wird vom Finanzminister aufgestellt und von der Regierung beschlossen als Finanzplanung. Er steht gegenüber dem jährlich aufgestellten Haushaltsplan nach § 9 des StabG für einen Zeitraum von 5 Jahren mit aufgestellten Schätzungen zu mutmaßlichen Einnahmen und Ausgaben sowie den Deckungsmöglichkeiten für den Bund.

Fixkosten

Fixkosten

Die Fixkosten beschreiben Kosten welche für die Bereitstellung einer betrieblichen Infrastruktur benötigt werden. Sie Fallen pro Periode in konstanter Höhe an, unabhängig von der Auslastung oder Ausbringung.

So sind beispielsweise Fixkosten Zinsen, kalkulatorische Abschreibungen etc.

Die Kosten sind fix und bedingt durch faktische oder vertragliche Bindung nicht abbaubar in einem bestimmten definierten Zeitrahmen. Beispiele sind hier Lieferverträge, Kreditverträge oder Arbeitsverträge.

Es ergibt sich somit eine Flexibilität gegenüber von Nachfrageschwankungen, den „operating leverage“ abhängig davon wie groß der Anteil der Fixkosten an den gesamten Kosten in einem Betrieb ist.

Fristigkeit

Fristigkeit

In der Unternehmensplanung versteht man unter der Fristigkeit einen Zeitraum für welchen ein Plan erstellt wurde.

Die Fristigkeit beschreibt die Zeitdauer der Bindung oder Überlassung von finanziellen Mitteln.

Abhängig von der Länge der Fristigkeit werden 3 Arten der Fristigkeit unterschieden.

Die kurzfristige Planung ist eine in erster Linie quantitative Planung. Durch sie sollen die Unternehmensziele durch den optimalen Einsatz der Produktionsfaktoren erreicht werden. Im Regelfall ist die Fristigkeit für kurzfristige Planungen bis zu einem Jahr.

Die mittelfristige Planung verbindet die kurzfristige Disposition mit einer Langfristplanung. Als Fristigkeit gelten in der Regel 1 bis 5 Jahre. Für eine mittelfristige Planung werden mittelfristige Zieldefinitionen für das gesamte Unternehmen und seine Bereiche definiert sowie Maßnahmen ergriffen zur Verwirklichung und Budgetierung von Teilperioden des kurzfristigen Planungszieles.

Bei der langfristigen Planung geht man in der Regel von einer Fristigkeit aus die länger als 5 Jahre ist. Die Unternehmensziele und Strategien sind langfristig ausgelegt zur Zielerreichung.

Finanzkapital

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Finanzkapital

Mit dem Begriff Finanzkapital wird das von Kreditunternehmen sowie anderen Kapitalsammelstellen wie Bausparkassen, Versicherungen und Investmentgesellschaften gehaltene Kapital bezeichnet.

Mit Begriffen wie Finanzkapitalimus oder Fiananzmarkt-Kaptialismus beschreibt man die Dominanz von Institutionen des Finanzmarktes gegenüber der Realwirtschaft.

Geprägt wurde der Begriff durch den Austromarxisten Rudolf Hilferding in seinem Buch „Das Finanzkapital“ von 1910, mit der Beschreibung einer Entwicklungsstufe des Kaptialismus. Die Konzentration im Bankwesen ist so ein wichtiger Motor für das Erreichen des höchsten Stadiums der kaptialistischen Konzentration in Form von Kartellen und Trusts. Es ensteht so eine Abhängigkeit der Industrie von den Banken.

So wird ein immer größerer Teil des benötigten Investionskaptials von Banken gestellt, welche über das gesamte Geldkapital verfügen. Diese Form der Zentralbank kann so Kontrolle auf die gesamte gesellschaftliche Produktion ausüben. Nach Hilferding kann es so zu einer Milderung von Krisen druch eine finanzkapitalisitsche Mega-Vergesellschaftung des Industrie- sowie Banken-Aggolomerationen kommen.

In der sozialdemokratischen Theorie vom organisierten Kapitalismus sowie der leninistischen Theorie des Imperalismus als höchstes Stadium des Kaptialismus hat der Begriff Finanzkapital eine wichtig Rolle. Die Verwendung des Begriffes im Marxismus ist jedoch umstritten. So kommt es nach der marxistischen Auffassung im Staatsmonopolistischen Kapitalismus zu einer Übernahme des Staates durch das Finanzkapital und der Herausbildung einer Finanzoligarchie.

Der Begriff Finanzkapital kann auch eine antisemtische Verwendung haben, so wird zwischen einem schaffendem Industriekapital und einem raffendem Finanzkapital unterschieden. Einem Kapital geschaffen aus schaffender Arbeit und einem aus Spekulation.

Das Finanzkapital wird als Begriff für den Einfluss von Eigentümern an Unternehmen und Banken auf die Wirtschaft verwendet. Insbesondere kennzeichnen für den Spätkapitalismus.

Finanzbuchhaltung

Finanzbuchhaltung

Bei der Finanzbuchhaltung spricht man auch von der kaufmännischen oder Geschäfts-Buchhaltung.

Anders als die Betriebsbuchhaltung ist sie Teil des (Bank-) Rechnungswesens bei dem alle Wertbewegungen, Geschäfte zwischen einer Bank und ihrer Umwelt erfasst und verrechnet werden.

Die Finanzbuchhaltung wird größtenteils elektronisch durchgeführt.

Die gegensätzliche Betriebsbuchhaltung befasst sich hingegen ist erster Linie nur mit betriebsinternen Abläufen wie Kosten und Leistung in der Betriebsabrechnung.

Fremdkapital

Fremdkapital

Lieferantenverbindlichkeiten, Rückstellungen, passive Rechnungsabgrenzungsposten, Bankschulden werden zum Fremdkapital gezählt.

Der englische Begriff für Fremdkapital lautet „borrowed capital“ oder auch „dept“.

Unter dem Fremdkapital versteht man die Gesamtsumme der Geldmittel welche man über Fremdfinanzierung aufnimmt. Diese Geldmittel werden von Lieferanten, Dritten und Banken zur Verfügung gestellt.

Man unterscheidet zwischen kurz, mittel und langfristigem Fremdkapital, abhängig von der Fristigkeit des Fremdkapitals.

Das Grundkapital kann durch die Ausgabe neuer Aktien durch den Vorstand erhöht werden, in der Höhe des genehmigten Kapitals, mit der Zustimmung des Aufsichtsrates.

Es handelt sich bei dem Grundkapital um Mittel welche nicht von dem Unternehmen, den Aktionären oder den Unternehmensinhabern aufgebracht werden, vielmehr werden sie von anderer Seite bereit gestellt wie beispielsweise durch Kredite, Anleihen oder Schuldscheindarlehen.

Der Gegensatz vom Fremdkapital wird durch das Eigenkapital gebildet.

Anders als beim Eigenkapital besteht beim Fremdkapital kein Haftungsverhältnis. Beim Fremdkapital besteht nur das Anrecht auf den Erhalt des vertraglich vereinbarten Nutzungsentgelts für seine Überlassung/Zinsen und nominale Rückzahlung , daher spricht man auch vom Gläubigerkapital.

Das durch Schuldenaufnahme finanzierte Kapital eines Unternehmens wird auch als Gläubigerkapital bezeichnet.

Führungssysteme

Führungssysteme

Ein Führungssystem beschreiben kulturelle Institutionen die für den gesamten Aufbau einer Kultur zentral sind. Sie haben eine so große Bedeutung, dass sie sich auch auf Bereiche ausweiten für die ursprünglich nicht gedacht waren.

So werden ihre Regeln auf andere Bereiche angewendet.

Beispiele für Führungssysteme die politische Demokratie die sich andere Bereiche ausweitet für die sie ursprünglich nicht gedacht war wie Wirtschaft, Familie oder Schule.

In einfachen Gesellschaften können Heiratsregeln oder Verwandtdschaftsregeln die gesamte Kultur durchdringen und mit bestimmen.

Finanzwirtschaft

Finanzwirtschaft

Die Finanzwirtschaft beschreibt die gesamten Vorgänge in der finanziellen Spähre innerhalb eines Unternehmens.

Die Unternehmenswirtschaft umfasst Bereiche der Finanzierung und Investition.

Sie steht so im Gegensatz zu wirtschaftlichen Bereichen wie Produktion, Absatz und Beschaffung.

Frei Haus

Frei Haus

Die Bezeichnung „Frei Haus“ beschreibt eine Handelsklausel. Nach der Definition bedeutet Frei Haus, dass der Verkäufer sich verpflichtet alle Kosten bis zur Ablieferung der Ware am letzten Bestimmungsort zu tragen.

So muss der Verkäufer auch gegebenenfalls auch für Gefahren beim Transport aufkommen.

Die Klausel Frei Haus sollte durch das Hinzufügen des englischen Kürzels nach der entsprechenden Incomtermsklausel genauer definiert werden.