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Soziale Medien

Soziale Medien

Unter den sozialen Medien oder auf Englisch „social media“ versteht man eine meist profilbasierte Vernetzung von Benutzern mit einer Kommunikation über das Internet, man spricht auch vom Web 2.0 als Mitmachweb. Mit sozialen Medien können sich private Personen oder Mitarbeiter untereinander austauschen.

Als Antisocial Media versteht man Vorgehen wie Cyber-Stalking, Cyber-Mobbing, also das Gegenteil einer menschlichen Gemeinschaft oder eines gerechten und selbstlosen Umgangs miteinander.

Man kommuniziert mit Hilfe von Text, Video und Ton. Auch kann eine Vernetzung erfolgen mit Freunden, Kunden, Unternehmen. Für den Kundensupport und das Marketing sowie Marktforschung spielen social media eine wichtige Rolle.

Es werden unterschiedliche Arten von social media betrachtet wie Wikis, Plattformen zum Austausch von Fotos, Videos, Webblogs, Foren, Chats, Apps etc.

Im E-Learning haben soziale Medien mit Blended Learning, Wissensmanagement, Brainstorming und Lerntagebüchern einen Platz.

Es gibt Richtlinien nach denen man sich verhalten soll, mit einem respektvollem Umgang wie der Netiquette und auch gängigen Gesetzen, Vorschriften und Datenschutz.

Negativ zu betrachten sind fehlende Privatsphäre sowie Fake News, also die Verbreitung von Falschmeldungen als scheinbar echte Nachrichtenmeldungen.

Auch können sie von Unternehmen missbraucht werden zur Überflutung mit Daten, Werbung und Datensammlung.

Securitisation

Securitisation

Unter Securitisation versteht man die Verbriefung, Zertifizierung, wertpapiermässige Unterlegung sowie Absicherung von Forderungen für die Handelbarkeit.

Der Begriff leitet sich aus dem englischen Begriff für „Effekten“ ab.

Stille Reserven

Stille Reserven

Stille Reserven, im Englischen hidden reserves, oder auch stille Rücklagen werden im Jahresabschluss nicht sichtbar.

Durch eine Unterbewertung von Aktiva oder eine Überbewertung von Passiva können sie entstehen.

So werden handelsrechtliche und steuerrechtliche Bewertungsspielräume ausgenutzt um nicht ausgewiesene und einbehaltene Gewinne eines Unternehmen in stille Reserven zu wandeln.

Stückverzeichnis

Stückverzeichnis

Innerhalb eines Effektengeschäfts einer Bank, welche einen Auftrag zum Kauf von Wertpapieren hat und als Kommissionär tätig wird, erfolgt durch ein Stückverzeichnis die Übersendung eines Verzeichnisses mit den gekauften Stücken in Form eine Stückverzeichnisses an den Kommittenten innerhalb einer Woche.

In dem Stückverzeichnis werden Nennbeträge, Gattung, Nummern und andere Bezeichnungsmerkmale aufgeführt.

Durch die Übersendung des Stückverzeichnisses gehen die darin aufgeführten Wertpapiere an den Kommittenten über soweit der Kommissionär über sie verfügen darf.

Wurde der Kommissionär nicht befriedigt bezüglich der Forderungen die im Zusammenhang mit der Ausführung des Auftrages stehen so kann er die Übersetzung des Verzeichnisses aussetzen.

Auch kann sie unterbleiben wenn die Wertpapiere innerhalb der Frist dem Kommittenten ausgeliefert wurden oder ein Antrag Seitens des Kommittenten zur Wiederveräußerung vorliegt.

Selbstbeteiligung

Selbstbeteiligung

Man spricht von einer Selbstbeteiligung innerhalb der Versicherungswirtschaft, sobald sich der Versicherungsnehmer am Schaden beteiligt entsprechend den festgelegtem Regeln im Versicherungsvertrag.

Es werden hierbei verschiedene Formen bei der Realisierung unterschieden:

  1. Eine prozentualer Selbstbehalt, hier trägt der Versicherungsnehmer einen festen Prozentsatz am Schaden selbst, meist mit einer Obergrenze in der Praxis vereinbart.
  2. Die Abzugsfranchise sieht vor dass der Versicherungsnehmer einen festgelegten Betrag (Franchise) am Schaden selbst trägt und der Versicherer die übrige Summe die darüber liegt.
  3. Bei einer Integralfranchise zahlt der Versicherte alle Schäden bis zu einer vereinbarten Höhe selbst, übersteigt der Schaden den Betrag so muss der Versicherer die gesamte Summe übernehmen.

System

System

Unter einem System versteht man in der Wirtschaftssoziologie eine Menge von verschiedenen untereinander abhängigen Elementen und Beziehungen.

Man beschreibt mit einem System verschiedene Gegenstände, so gibt es soziale Systeme, Gedankensysteme, psychische Systeme etc.

Es werden theoretische Konstrukte beschrieben, in einem System beschreibt man Gegenstände mit bestimmten Begriffen und betrachtet sich unter einem bestimmten Gesichtspunkt wie den Beziehungen oder Interaktionen untereinander und wie sie mit ihrer Umwelt verbunden sind.

In einem System sind die einzelnen Teile voneinander abhängig. Kommt es zu Veränderungen von einzelnen Elementen des Systems so wirken diese unmittelbar oder mittelbar auf die anderen ein und man verändert den gesamten Zustand des Systemes.

Für die Struktur des Systemes gilt, dass es eine Systemerhaltung oder ein Systemgleichgewicht gibt an dem sich der Zustand des Systemes orientiert. So wird das System möglichst konstant gehalten werden gegenüber Einflüssen von außen.

Schuldscheindarlehen

Schuldscheindarlehen

Ein Schuldscheindarlehen beschreibt die Aufnahme eines Darlehens gegen einen Schuldschein. In ihm sind die Rückzahlung und die Verzinsung geregelt.

Dabei ist der Schuldschein eine Beweisurkunde und kein Wertpapier.

Es handelt sich bei Schuldscheindarlehen um langfristige Grosskredite, ähnlich einer Anleihe welche von Kapitalsammelstellen vergeben werden gegen die Ausstellung eines Schuldscheines. Sie werden nicht von Kreditinstituten vergeben.

Der Schuldschein selbst ist jedoch kein konstitutives Merkmal eines Schuldscheindarlehens und wird daher in der Praxis häufig nicht ausgestellt. Vielmehr wird anstelle von ihm ein individueller Kreditvertrag geschlossen als schuldscheinloses Schuldscheindarlehen.

Für bei Kapitalsammelstellen aufgenommene langfristige Grosskredite wird der Begriff Schuldscheindarlehen verwendet, auch wenn es sich im engen Sinne nicht um einen solchen handelt.

Unabhängig von der Rechtsform können Unternehmen Schuldscheindarlehen aufnehmen. Es können sowohl emissionsfähige als auch nicht emissionsfähige Unterhmen sein, wobei letztere besondere Anforderungen an das Eigenkapital und Sicherheiten erfüllen müssen.

Die kreditgebenden Kapitalsammelstellen sind jedoch häufig Versicherungsunternehmen wie Lebensversicherungsunternehmen, Pensionskassen, Sozialversicherungsträger, Bundesanstalt für Arbeit und Arbeitslosenversicherung sowie Kreditinstitute welche über die Schuldscheinfähigkeit eines Unternehmens entscheiden.

Für die Eignung für ein Schuldscheindarlehen ist vor allem der Deckungsstock der Versicherungsunternehmen ausschlaggebend.

Häufig werden daher Schuldscheindarlehen durch erstrangige Grundschulden abgesichert, auch ist der Kreis der Unternehmen denen das Schuldscheindarlehen gewährt wird auf erste Adressen beschränkt wie bedeutende Industrieunternehmen oder öffentliche Institutionen.

Stammkapital

Stammkapital

Mit Stammkapital, auf Englisch „capital stock“, beschreibt man das gezeichnete Kapital einer GmbH.

Dabei bildet sich das Nominalkapital einer GmbH aus der Summe aller Stammeinlagen der Gesellschafter der GmbH. Das Stammkapital einer GmbH muss mindestens 50.000 € betragen.

Stakeholder-Ansatz

Stakeholder-Ansatz

Der Stakeholder-Ansatz ist ein Ansatz bei welchem neben den Interessen der Anteilseigner und der Manager auch die Ansprüche von anderen Gruppen betrachtet werden, unter anderem vor allem die der Kunden, Arbeitnehmer, Gläubiger etc. Sie dienen als legitime Orientierungspunkte bei der Ausrichtung der Unternehmensführung.

Das deutsche Wirtschaftswesen gilt klassisch als Stakeholder-orientiert und ist tendenziell konsensbetonend aufgrund der Konfliktvermeidungswirkung.

Struktureller Wandel

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Struktureller Wandel

Der strukturelle Wandel beschreibt Veränderungen in der Wirtschaftsstruktur. Es kommt so zu relativen Gewichten in den einzelnen Sektoren bei einem Entwicklungsprozess.

So kommt es dazu, dass beim Entwicklungsprozess die Bedeutung des primären Sektors mit der Zeit abnimmt und die des sekundären und tertiären Sektors (des Dienstleistungssektors) zu nehmen.

Nach der Drei-Sektoren-Hypothese überflügelt hierbei der tertiäre Sektor schlussendlich den industriellen Bereich.

Standortfaktoren

Standortfaktoren

Standortfaktoren bestimmten die Auswahl des Standortes einer Bank oder ihrer Zweigstelle als Bestimmungsfaktoren bzw. durch Gegebenheiten.

Man beschreibt mit Standortfaktoren Eigenschaften eines Standortes welche einen Einfluss auf die Zielerreichung eines Unternehmens haben.

Inbesondere geht es um Faktoren die die Höhe der Kosten und Erlöse beeinflussen und um die finanzielle Situation des Unternehmens.

Abhängig vom Betrieb sind verschiedene Auswirkungen von Bedeutung, so sind für einen Industriebetrieb vor allem die kostenwirtschaftlichen Auswirkungen von Bedeutung und für einen Handeslbetrieb Aspekte der Absatzwirtschaft.

Der Standortfaktor wird unterscheidet abhängig von der Gewichtung verschiedene Orientierungen wie Absatz, Energie, Verkehr, Abgaben, Arbeit, Material und Subvention.

In der Literatur findet man Kataloge von Standortfaktoren.

Man unterscheidet dabei

Kaufkraft

  • Demographische Faktoren
  • Bevölkerungsbestand und die Verteilung der Bevölkerungsstruktur
  • Erwerbs- und Sozialstruktur
  • Verkehr
  • Absatz
  • Bedarf
  • Betriebsraum
  • Marktpotential
  • Einkommensverteilung
  • Eigenkommensverhältnisse
  • Waren
  • Arbeit
  • Konkurrenzbestand
  • Konkurrenzverhältnisse
  • Räumliche und sachliche Präferenzen
  • Obejektbewertung
  • Bewertung des Lokals
  • Bewertung des Platzes
  • Kosten für Gebäude, Vertrieb, Unterhalt und Verkauf

Man beachtet auch Störfaktoren wie gesetzliche Bestimmungen zu Immissionen und gibt den einzelnen Faktoren Messgrößen.

So können Faktoren mit einer Rankingskala bewertet werden mit Werten von -3 bis 3 oder ähnlichem.

Durch die Gewichtung kann der Standort bewertet werden.

Es ergibt sich so ein Güteindex für den Standort nach einem Scoring-Modell.

Man beachtet bei den Check-Listen und der Güte der Standortfaktoren die Vollständigkeit und Überschneidungsfreiheit so können Doppelbeurteilungen vermieden werden.

Abhängig von der Zielerreichung ergeben sich die Gewichtungsfaktoren für das Unternehmen und seinen Standort. Ebenso gilt es zukünftige Entwicklungen zu berücksichtigen.

Steuerbilanz

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Steuerbilanz

Bei der Steuerbilanz handelt es sich um einen Jahresabschluss welcher nach steuerlichen Vorschriften erstellt wurde.

Im Englischen spricht man vom „tax balance sheet“.

In erster Linie dient die Steuerbilanz der Vermögensermittlung und der Ergebnisermittlung.

Weiterhin nutzt man sie für Zwecke der Dokumentation und Beweissicherung besonders gegenüber der Finanzverwaltung.

Als Basisbilanz nimmt die Einkommensteuerbilanz für weitere Steuerbilanzen eine wichtige Rolle ein. Schwerpunktfragen der Steuerbilanz liegen im Bereich von Bewertung und Bilanzierung.

Die Steuerbilanz ist eine Bilanz für die Besteuerung von Unternehmen. Dabei werden die einzelnen Posten nach den Bestimmungen der Steuergesetze bewertet.

Somit kann sie von einer Handelsbilanz abweichen.

Im Gesetz ist die Steuerbilanz nicht definiert, es handelt sich im herkömmlichen und engeren Sinne um eine Einkommensteuerbilanz die nach dem Maßgeblichkeitsprinzip aus der Handelsbilanz abgeleitet wird.

Im neueren und weiteren Sinne versteht man unter der Steuerbilanz jede Art einer Gegenüberstellung von Schuldposten sowie Vermögensposten die zur Ermittlung der steuerlichen Bemessungsgrundlagen dienen.

Skonto

Skonto

Skonto beschreibt einen Prozentsatz welcher vom Rechnungsbetrag abgezogen wird, wenn eine sofortige Zahlung oder Zahlung innerhalb eines vereinbarten Zeitraumes erfolgt.

Es handelt sich beim Skonto somit um einen Preisnachlass der bei einer frühzeitigen Zahlung der Rechnung gewährt wird.

In der Regel wird ein Skonto für die ersten 2 Wochen ab dem Datum der Rechnung beziehungsweise Lieferung gewährt.

Dabei beträgt der Skontosatz zwischen 2 und 3  % des Rechnungsbetrages, des Endpreises.

Üblich ist der Preisnachlass bei der Barzahlung oder bei einer Zahlung innerhalb von 8 Tagen nach dem Erhalt der Rechnung.

Schwellenländer

Schwellenländer

Man spricht von Schwellenländern in der Wirtschaftssoziologie als newly industrializing countries (NIC) die anders als die große Masse der Entwicklungsländer konkurrenzfähigere, stärkere und diversifiziert Industrien besitzen.

Zu dieser Gruppe von kapitalistischen Staaten der Dritten Welt gehören unter anderem Südkorea, Singapur, Hongkong, Brasilien, Argentinien oder Taiwan.

In diesen Ländern beträgt der Anteil von industriellen Fertigwaren am Gesamtexport 40 % und darüber hinaus. Dabei ist der Begriff der „Schwelle“ gewählt worden, da sie vermutlich an der Schwelle dazu stehen ein sich selbst tragendes kapitalistischen Wachstum überschreiten zu können.

Standort

Standort

Unter dem Begriff Standort versteht man in der Wirtschaftssoziologie den Ort des Handelns und Erlebens, das Hier und Jetzt des Menschen.

Dabei ist der Mensch in seinem Leben sozial determiniert an seinen Standort oder auch Nullpunkt. Er ist gebunden an ihn mit seinem und durch seinen Körper.

Man unterscheidet den Standort nach sozialer, historischer und erkenntnistheoretischer Ansicht, wie beispielsweise als Klassenlage. Er bildet den Grund für den Perspektivismus der sozialen Wahrnehmung.

Sozialismus

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Sozialismus

Der Sozialismus steht für verschiedene Gesellschaftsentwürfe und Lehren seit dem Ende des 18. Jahrhunderts die eine Gesellschaftsordnung zum Ziel haben welche auf Solidarität, Gleichheit und Gerechtigkeit zwischen allen Menschen steht.

Sie ist ein Gegenentwurf zur kritisierten individualistisch-liberalistischen Marktwirtschaft. Abhängig von der sozialistischen Schule unterscheiden sich jedoch die Wege zur Realisierung des Sozialismus erheblich von einander.

Häufig werden die Begriffe Sozialismus und Kommunismus synonym verwendet.

Der Sozialismus beschreibt Gesellschaftsordnungen welche zwischen dem Kapitalismus und Kommunismus befinden.

Nach Marx und Engels gibt es frühsozialistische Konzepte oder auch den utopischen Sozialismus bei der alle Produktionsmittel vergesellschaftet werden. So gibt es eine zentrale, straffe Organisation aller Lebensbereiche, aber auch die Beibehaltung von Privateigentum ist möglich mit gewisser sozialer Differenzierung (Fourier, Saint-Simon). Grundlegend für viele Ansätze ist das Errichten von Wohngenossenschaften sowie Arbeitsgenossenschaften.

Wissenschaftlich gesehen gibt es nach dem Marxismus vorbestimmte Abläufe, so dass Klassenkämpfe (Babeuf) oder auch die vorbestimmte Entwicklung zu einer harmonischen und optimalen Gesellschaftsordnung führen. Durch bewusste Handlungsweisen kann jedoch der Weg dahin beschleunigt werden.

Weiterhin gibt es neomarxistische Strömungen als Neue Linke, den Neomarxismus sowie den Bolschewismus, Marxismus-Leninismus.

Nach Lassalle ist die klassenlose und staatslose Gemeinschaft der Entpunkt der gesellschaftlichen Entwicklung, die Arbeiter sollen auf parlamentarische Weise die Macht im Staat erlangen und es müssen Produktionsgenossenschaften gegründet werden.

Auch Rodbertus-Jagedzow geht von einer geschichtlichen Zwangsläufigkeit aus bei der der Kapitalismus nur eine Vorstufe zum Staatssozialismus ist. So soll es zu einer Wirtschaft kommen die staatlich gelenkt wird und ohne privates Kapitaleigentum und Grundeigentum auskommt. Die Arbeiter werden hier nicht mehr ausgebeutet und die Zins- sowie Grundrenteneinkünfte als unverdientes Einkommen werden ihnen nicht vorenthalten.

Beim Revisionismus kehrt man sich von marxistischen Grundpositionen ab wie der Theorie der Klassenkämpfe und man geht davon aus dass die Arbeiter ihre Interessen auf einem parlamentarisch-demokratischen Wege zur Geltung bringen können, beim freiheitlich-demokratischen Sozialismus.

Der Begriff des Sozialismus ist sehr vielfältig und daher für konkrete Ordnungen von Gesellschaften und Wirtschaften zu vage.

Auch geht man von sehr idealisierten Konzepten aus die nur schwer mit realen marktwirtschaftlichen Ordnungen verglichen werden können.

Durch die nötigen Kontrollsysteme um die Solidarität, Gerechtigkeit und Gleicheit zu er zielen besteht auch eine Gefahr der Entmündigung der Individuen. Ein Kollektivismus, das Gemeinwohl fördernde Handlungen werden so nicht garantiert wie man es an sozialistischen Systemen in Osteuropa sehen konnte. Auch sie konnten die gesetzten Ziele nicht besser lösen als Gesellschaftsformen die den Individualismus und die Selbstverantwortung in den Vordergrund stellen.

Sozialkosten

Sozialkosten

Unter dem Begriff Sozialkosten versteht man in der Wirtschaftssoziologie volkswirtschaftlich entstandene Verluste und Schäden welche nicht in der Wirtschaftsrechnung der disponierenden Wirtschaftssubjekte enthalten sind und auf dritte Personen oder die Gesamtheit abgewälzt werden.

So können Sozialkosten enstehen durch Arbeitslosigkeit, Betriebsunfälle, Umweltverschmutzung, der unvollständigen Nutzung von vorhandenen Produktivkräften oder den Raubbau von Bodenschätzen.

Die Sozialkosten bleiben bisher in der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung unberücksichtigt. Sie wirken sich jedoch faktisch auf die Kosten- und Preisbildung aus sowie das Volkseinkommen und die Einkommensverteilung. Daher ist eine optimale Nutzung von knappen Ressourcen in der Wirtschaft nur möglich wenn die Sozialkosten mit in die Gesamtrechnung eingehen.

Simulation

Simulation

In der Wirtschaftssoziologie versteht man unter einer Simulation ein dynamisches Modell von einem Gegenstandsbereich. Vor allem werden zeitabhängige Verhalten von Systemen dargestellt.

Hierbei werden reale Vorgänge in einer analogen Abbildung nachgeahmt. Hierzu verwendet man Gleichungssystemen in einem Rechnerprogramm, mitunter auch mit Einbeziehung von Versuchspersonen.

Es muss überprüft werden in wie weit die Ergebnisse der Simulation auf die Realität übertragen werden können, da das Modell nur einen Teilbereich von realen Eigenschaften abbilden kann.

So können Simulationen für Vorgänge angewendet werden die man erforschen möchte, aber nicht beobachtbar sind, da sie in der Zukunft liegen und die Simulation so eine Prognose liefert oder auch wenn die Vorgänge in geringer Zahl auftreten und so statistisch nicht zugänglich sind oder auch wenn man für die Lösung des Problems keinen Algorithmus hat und man durch wiederholte Simulationen den Bereich ermitteln will in dem die Ergebnisse liegen können.

Simulationen können für Forschungszwecke verwendet werden für Prognosen, heuristische Untersuchungen oder auch für eine Vorbereitung zur Entscheidungstreffung, so können Alternativen durchgespielt werden und Prognosen gemacht werden.

Durch zunehmende Digitalisierung und mediale Durchdringung gesellschaftlicher Prozesse und Organisation mit elektronischen Medien verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Simulation.

Umwandlung von Musik in Echtzeit oder elektronisch gesteuerte Kriegsführung sind hierfür Beispiele.

Die Simulation ist so eine digitale Reproduktion der Realität.

Selbstkosten

Selbstkosten

Die Selbstkosten bezeichnen die totalen Stückkosten. Sie umfassen so die variablen Stückkosten pro Stück plus den Fixkostenanteil.

Man rechnet bei der Kalkulation für den Angebotspreis in einer kostenorientieren Preisbestimmung auf die Selbstkosten einen Gewinnzuschlag drauf.

In der Divisionskalkulation werden für die Ermittlung der Selbstkosten die Gesamtkosten einer Periode auf die in Kostenträger der Periode aufgeteilt.

Stammdaten

Stammdaten

Die Stammdaten beschreiben die Grunddaten eines Betriebes in einer betrieblichen Datenverarbeitung. So gibt es beispielsweise Kunden-Stammdaten, Artikel-Stammdaten, Lieferanten-Stammdaten oder Erzeugnisstrukturen wie Stücklisten. Die Stammdaten bleiben über einen gewissen Zeitraum unverändert. Verändert werden sie nicht permanent, sondern periodisch, es kommt so zu einer periodischen Aktualisierung in Form einer Dateifortschreibung.