Zum Inhalt springen

Wirtschaftslexikon.de

Verständlich Praxisnah Schnell suchbar
  • A
    • Beitrag fehlt
    • Beitrag erstellen
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
    • W
    • X
    • Y
    • Z
    • Impressum

Abschreibung

27. November 201727.11.20173 Minuten LesezeitLesezeit: 3 Min.0 Kommentare0 KommentareA

Eine Abschreibung beschreibt im betrieblichen Rechnungswesen planmäßige sowie außerplanmäßige Wertminderungen von Vermögensgegenständen.

Man ermittelt den Betrag der bei Gegenständen des Anlagevermögens mit der Nutzungsdauer durch Nutzung im Wert gemindert wurde. Dieser wird als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung, in der GuV veranlagt.

Abschreibungsfähig waren so im Ursprung nur Gegenstände die sich mit der Zeit abnutzen und zum Anlagevermögen gehören. Hierzu gehören materielle und auch immaterielle Anlagen wie Patente, Konzessionen und Lizenzen.

Man erfasst so jedes Jahr in der Rechnungsperiode den aufgetreten Wertverzehr.

Heute umfassen Abschreibungen auch Anlage- und Umlagevermögen. In der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung, der VGR wird die Wertminderung des Anlagevermögens in einer Periode durch den Verschleiß und Veraltern erfasst.

So können Ursachen für die Abschreibung sein:

  • Technischer Verschleiß
  • Wirtschaftliche Ursachen wie Fehlinvestitionen, Nachfrageverschiebungen
  • Rechtliche Ursachen wie Entwertung durch gesetzgeberische Maßnahmen, zeitlich ablaufende Verträge etc.

Bei der bilanziellen Abschreibung unterscheidet man

  1. Planmäßige Abschreibungen aufgrund der voraussichtliche Nutzungsdauer
  2. Außerplanmäßige Abschreibung

Im Steuerrecht unterschiedet man 6 Arten der Abntutzung:

  1. Absetzung für Abnutzung (AfA) und Absetzung für außergewöhnliche technische oder wirtschaftliche Abnutzung (AfaA)
  2. Absetzung für Substanzverringerung (AfS), erhöhte Absetzungen
  3. Sofortabschreibung für geringwertige Wirtschaftsgüter
  4. Sonderabschreibungen
  5. Teilwertabschreibungen
  6. Kalkulatorische Abschreibungen

Kalkulatorische Abschreibungsmethoden

Bei der Kostenrechnung gibt es verschiedene Abschreibungmethoden:

  • Lineare Abschreibung, bei die lineare Abschreibung verteilt wird auf die Anschaffungs- und Herstellungskosten (AHK) sowie abzüglich Resterlös (RE) gleichmäßig auf die voraussichtlichen Nutzungsjahre (n).
  • Degressive Abschreibung, hierbei wird die Abschreibung verteilt auf fallende Raten.
  • Arithmetisch degressive Abschreibung, hier bildet man die Differenz der Abschreibungsraten zum Vorjahr, ist sie gleich spircht man von digitalen Abschreibungen.
  • Geometrisch degressive AfA, hier wird die Rate mit konstanten Prozentsätzen vom aktuellen Restwert ermitteln, also der Buchwertabschreibung.
  • Progressive Abschreibung, hier geht man von einer umgekehrten Ratenfolge aus als bei der degressiven Variante.
  • Bei der Leistungsabschreibung zählt das Leistungsvolumen LV aus der Summe der Leistungseinheiten LE und wird geschätzt
  • Bei der Abschreibung nach Substanzwert geht man nach Abbaugebieten (Erz, Kohle, etc.) vor. Hier wird ein Volumen V geschätzt und Mengeneinheiten ME der abbaubaren Substanz.

Bei der Buchung werden Einzelbewertungen vorgenommen und in einzelnen Fällen auch Pauschalabschreibungen als Sammelabschreibungen.

Auch unterschiedet man nach direkter und indirekter Abschreibung. Bei der direkten Variante wird direkt bei den Vermögenskonten angesetzt, bei der indirekten auf einem Passivkonto mit gesammelten Wertberechtigungen.

Diesen Artikel zitieren

„Abschreibung“. Wirtschaftslexikon.de, 27.11.2017. https://wirtschaftslexikon.de/abschreibung/

BibTeX für LaTeX, RIS für Literaturverwaltungsprogramme. Die Angaben verweisen auf die aktuelle Artikelseite, nicht auf eine archivierte Fassung.

0 Kommentare

Hast du eine Frage oder ein Praxisbeispiel? Teile es mit uns.

Antwort abbrechen

Dranbleiben

Weitere hilfreiche Einstiege

Nächster Beitrag Tageskauf
Anhang im Jahresabschluss: Bedeutung, Inhalt und Pflichtangaben Der Anhang ergänzt und erläutert die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens. Er erklärt... Was ist ein Altersvorsorgedepot? Das Altersvorsorgedepot ist eine staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge. Innerhalb eines dafür vorgesehenen Vertrags wird... Angebot und Nachfrage – Preisbildung einfach erklärt Angebot und Nachfrage beschreiben das Zusammenspiel von Verkäufern und Käufern auf einem Markt. Das Angebot zeigt,...

Beitragsnavigation

← Vorheriger BeitragErtragssteuer
Nächster Beitrag →Tageskauf

Neueste Beiträge

  • Bruttoinlandsprodukt: Definition, Berechnung und Aussagekraft des BIP
  • Preispolitik: Definition, Ziele, Strategien und Beispiele
  • Anhang im Jahresabschluss: Bedeutung, Inhalt und Pflichtangaben
  • Konflikt: Definition, Ursachen, Beispiele und Lösungen
  • Demonstration, Versammlung und Kundgebung: Was ist erlaubt und wie meldet man sie an?
  1. sirtir zu Merkantilismus11. Oktober 2026

    Hallo ElkeF, der wichtigste Unterschied liegt darin, wie stark der Staat in die Wirtschaft eingreift. Beim Merkantilismus (vor allem im…

  2. ElkeF zu Merkantilismus11. Oktober 2026

    Was ist der Unterschied von Merkantilismus und Freier Marktwirtschaft?

  3. alexanders zu Semantik und Syntax28. September 2026

    hallo

  4. Bruder Johannes XY zu Lithium, Silber und Gold26. Januar 2026

    Preis-Vergleich Gold und Lithium - Jänner 2026 Der aktuelle Lithiumpreis pro kg liegt bei etwa 17.100 USD pro kg. (171.000…

  5. Rico zu Drei-Schichten-Modell9. Januar 2026

    Wo finde ich die wissenschaftliche Fachquelle zu dieser Aussage?

Kategorien

  • A
  • Allgemein
  • B
  • C
  • D
  • E
  • F
  • G
  • H
  • I
  • J
  • K
  • L
  • M
  • N
  • O
  • P
  • Q
  • R
  • S
  • T
  • U
  • V
  • W
  • X
  • Y
  • Z

Seiten

  • Beitrag erstellen
  • Beitrag fehlt
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Ohne Anmeldung einen Beitrag erstellen
  • Wirtschaftslexikon
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Datenschutz & Nutzungsbedingungen

Wirtschaftslexikon.de

Wirtschaftsbegriffe, Kennzahlen und Praxiswissen verständlich erklärt.

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Datenschutz & Nutzungsbedingungen