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Suchfeldanalyse

Suchfeldanalyse

Bei der Suchfeldanalyse handelt es sich um eine Methode aus dem Bereich der strategischen Marketingplanung. Es werden hierbei auf Grundlage von bestimmten Technologien neue Produkt-Markt-Beziehungen von geplanten Unternehmungen untersucht.

Dabei geht die Suchfeldanalyse aus der Produkt-Markt-Matrix nach H. Igor Ansoff hervor, also alte oder neue Produkte für bisherige oder neue Märkte.

Verbindungen zur Suchfeldanalyse gibt es auch von den Suchrahmen die auf Derek F. Abeil zurück gehen, also welche Funktionserfüllungen mit Hilfe welcher Technologien für welche Nachfragegruppen? Hier geht es vor allem um neue Geschäftsfelder.

Bedeutende Ausgangsinformationen für eine Suchfeldbestimmung gehen aus der Stärken-Schwächen-Analyse hervor.

So kann man nämlich ermitteln in welchen Gebieten die besonderen Stärken der Unternehmung liegen, welche zu Wettbewerbsvorteilen können.

Man kombiniert in der Suchfeldmatrix zukunftsorientierte Problemlösungsbereiche mit ausgeprägten Know-How-Inhalten wie auf dem technischen Gebiet.

Bei der Zeichnung der Suchfelder werden entsprechend interessante Betätigungsfelder nummeriert eingetragen und andere durch gekreuzte, dass sie in weiteren Bewertungsschritten verworfen werden.

So werden konkrete Produktideen für besonders hoch bewertete Suchfelder entwickelt und mit Einschluss von Angaben über die Käuferzielgruppe evaluiert.

Strategische Bankplanung

Strategische Bankplanung

Bei der strategischen Bankplanung handelt es sich um einen permanenten komplexen Prozess der Willensbildung und der Informationsverarbeitung. Als Basis dient die rationale Analyse der geschäftspolitischen Ausgangssituation sowie die Risiken und zukünftige Möglichkeiten der Bank sowie die Formulierung von Strategien, Massnahmen und Zielen.

Durch die strategische Bankplanung wird die Entwicklung der Bank über einen längeren Zeitraum geplant. Man beachtet hierbei eine systemtheoretische Sichtweise auf das System der Bank als auch einen methodisch-rationalen, bewussten sowie zielbezogenen Planungsablauf.

Das System der Bank ist ein Subystem der restlichen Umwelt als System. So müssen Einflussfaktoren der Umwelt ebenfalls mit berücksichtigt werden.

Wechselwirkungen, Fremdeinflüssen etc. müssen hierbei ebenfalls berücksichtigt werden. Die Dynamik erhöht sich aufgrund der Komplexität und der gesamten ökonomischen Einbindung der Bank in der Umwelt.

Man unterscheidet eine operative Bankplanung von einer strategischen Bankplanung. Dabei ist die strategische Bankplanung umfassender und gibt den Rahmen für operative Planungsmöglickeiten vor die in den Geschäftbereichen und ihren Organisationseinheiten vorgenommen werden können.

Es handelt sich bei der strategischen Bankplanung somit um eine systematische Unternehmensplanung.

Da die Bankleistungen abstrakt sind und die Bankleistungen stofflos ergeben sich Schwierigkeiten bei der Leistungserstellung auf Vorrat und eine Lagerhaltung fällt somit aus. Bei Banken spielt der externe Produktionsfaktor Kunde eine maßgebliche Rolle für die Leistungserstellung und den Leistungsabsatz.

So müssen die Kundenwünsche bei der strategischen Planung der Leistungen berücksichtigt werden.

Der Kunde gibt der Bank den Auftrag zur Leistungserstellung. Kapazitätsplanung und Planung von sachlichen sowie finanziellen Ressourcen gestalten sich so schwieriger. So müssen zukünftige Bedarfsstrukturen von möglichen potentiellen Kunden erfasst werden und man auf den Markt reagieren.

Die Bank als Dienstleistungsunternehmen muss anders, als ein Sachleistungsunternehmen stärker auf die Abhängigkeit zum Kunden achten und diese bei der strategischen Bankplanung berücksichtigen.

Solidarität

Solidarität

Mit dem Begriff Solidarität beschreibt man in der Wirtschaftssoziologie das Zusammengehörigkeitsgefühl von Teilen in einem sozialen Ganzen, die zusammen eine Einheit bilden.

Die Solidarität umschreibt die Vorbedingungen und Resultate die sich aus einer gemeinsamen Arbeiterbewegung und gemachten Kampferfahrungen ergeben.

So ergibt sich ein Bewusstsein von gleichen Interessen und Klassenlage sowie die Bereitschaft diese mit gegenseitiger Unterstützung kollektiv politisch durchzusetzen.

Die Solidarität beschreibt die gemeinsamen Interessen der Arbeiter in ihrem gesellschaftlichen Produktionsprozess.

In der anarchistischen Revoltierungsauffassung hat die Solidarität eine wichtige Bedeutung, nur durch den Zusammenschluss mit anderen Menschen kann eine einzelne Aktion gegen den Staat Erfolg bringen. Es geht vielmehr um ein spontanes Mitgefühl als um eine rationale Einsicht.

Sie dient der Entfaltung und Entwicklung der Menschheit in dem bewusst vom Kampf um das Dasein abgehoben wird.

Im Anarchismus Naturgesetz bezeichnet die natürliche Solidarität die Maxime, dass sich ego dem alter gegenüber so verhalten soll, wie ego es erwartet in ähnlichen Situationen vom alter behandelt zu werden.

Sammelbewertung

Sammelbewertung

Die Sammelbewertung beschreibt in der Bilanzierung eine Bewertung von gleichartigen Vorräten.
Dabei müssen die Vorräte mit Durchschnittspreisen nach der Durchschnittsmethode oder nach Verbrauchsfolgefiktionen bewertet werden.

Nur wenn die Verbrauchsfolgefiktionen nicht im Widerspruch zur Realität stehen werden sie angewendet.

Abhängig vom Zeitpunkt des Lagerzugangs der Vorräte wird unterschieden zwischen Verbrauchsfolgefiktionen FIFO (first in – first out) und LIFO (last in – first aus). Also zuletzt eingegangen geht zuerst raus bzw. zuletzt eingegangen geht als erstes raus.

Außerdem wird nach der Höhe des Beschaffungsentgeltes unterschieden zwischen HIFO (highest in – first out) und LOFO (lowest in – first aus). So gehen die höchsten bzw. die geringsten als erstes heraus.

Sozialbilanz

Sozialbilanz

Unter der Sozialbilanz versteht man in der Wirtschaftssoziologie eine Rechnungslegung bei der man die sozialen, nicht-ökonomischen Wirkungen und Ergebnisse der Arbeit des Unternehmens bilanziert.

So werden hier Ergebnisse sowie unbeabsichtigte Ergebnisse Wirkungen auf die Umwelt, Region, Mitarbeiter, Gemeinde, Standort, Bildungsinfrastruktur, kulturelle Infrastruktur dargelegt.

Dadurch soll auch die Verantwortlichkeit von nicht-ökonomischen Zielen und Handlungen nach innen hin und die Beziehungen nach außen zur Gesellschaft dargestellt werden können.

Schuldverschreibung

Schuldverschreibung

Eine Schuldverschreibung, auf Englisch bond, ist eine mittel- bis langfristiger Kredit die man am Kapitalmarkt durch die Emission von Wertpapieren aufnimmt und in handelbare Teilschuldverschreibungen verbrieft.

Es handelt sich um ein Inhaberpapier welches ein Forderungsrecht verbrieft.

So können mittelfristige Obligationen und langfristige Anleihe mit einer laufenden Zinszahlung durch ein jährlich eingelöste Kupons, von Französisch coupon, endfällig getilgt werden.

Zu Inhaberschuldverschreibungen zählen öffentlich-rechtliche Körperschaften wie die des Bundes, der Länder und Gemeinden mit beispielsweise Prämienanleihen, Gewinnanteilscheine an einer AG, Inhaberlagerscheine oder Hypothekenpfandbriefe.

Für die Ausstellung von Schuldverschreibungen ist eine staatliche Genehmigung erforderlich, von dieser sind jedoch Länder und Bund befreit.

Skalenertrag

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Skalenertrag

Bei dem Skalenertrag handelt es sich um ein Niveaugrenprodukt. Man spricht auch im Englischem vom „returns to scale“.

Die Änderung des Outputs, der Produktionsertrag, ensteht dadurch, dass man bei einer gegebenen Produktionstechnik alle Faktoreinsatzmengen in einem gleichen Verhältnis variiert.

Kommt es zu einem Wachstum der Produktionsmenge im proportionalen, überproportionalen oder unterproportionalen Verhältnis zum Faktoreinsatz dann spricht man von konstantem, zunehmendem oder abnehmenden Skalenertrag.

Auf Englisch auch „constant, increasing or decreasing returns of scale“.

Spezialisierung

Spezialisierung

Unter einer Spezialisierung versteht man in der Wirtschaftssoziologie die Darstellung, Erfassung, Beschränkung bzw. Entwicklung von bestimmten Tätigkeiten, Eigenschaften, Merkmalen, Aufgaben usw.

Durch eine fortschreitende Arbeitsteilung versteht man unter der Spezialisierung eine Einschränkung auf die zu verrichtenden einzelnen Teilaufgaben bzw. Teilarbeiten die aus umfassenderen Arbeiten und Aufgabe ausgegliedert sind bei einer gleichzeitigen Steigerung der hierfür erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse.

In Folge der funktionellen und strukturellen Differenzierung von sozialen Systemen erfolgte eine Aufgliederung von Rollen und Positionen in arbeitsteilig differenzierte.

Sicherungsübereignung

Sicherungsübereignung

Die Sicherungsübereignung ist eine Kreditsicherung. So verbleiben Inventar, Waren und andere bewegliche Gegenstände beim Schuldner.

Hierzu vereinbaren beide Parteien den Übergang des Eigentums an den Gläubiger und Sicherungsnehmer, wobei der unmittelbare Besitz beim Schuldner verbleibt also sogenanntes Besitzkonstitut.

So bleibt die Nutzungsmöglichkeit der Sache beim Sicherungsgeber und verhält sich so gegenteilig zum Pfandrecht mit dem Pfand und Faustpfand.

Auch hat der Sicherungsnehmer das Recht den Sicherungsgegenstand für sich zu behalten, zu verwerten oder zu verkaufen, wenn es zum Sicherungsfall kommt. Der Sicherungsnehmer ist also Eigentümer der Sache.

Auf der anderen Seite fällt das Eigentum automatisch an den Schuldner zurück wenn er seine Verpflichtung gegenüber dem Gläubiger erfüllt, abhängig von der Gestaltung der Sicherungsabrede.

Nach § 929 Satz BGB hat der Eigentümer und Sicherungsnehmer die schuldrechtliche Verpflichtung das Eigentum an den Sicherungsgeber zurück zu übertragen.

Durch die Trennung von Eigentum und dem unmittelbaren Besitz an der Sache birgt die Gefahr, der unberechtigten Weiterveräußerung des Gegenstandes durch den Sicherungsgeber der den unmittelbaren Besitz hat und die Sache weiterhin nutzen kann.

Bei einem Verkauf an einen gutgläubigen Dritten verliert der Sicherungsnehmer und Eigentümer sogar sein Eigentumsrecht.

Um dieses zu vermeiden werden in den meisten Rechtsordnungen Europas Vereinbarungen der Sicherungsübereignung als Kreditsicherungsmittel ausgeschlossen.

Unterschied zum Pfandrecht

Die Sicherungsübereignung ist eine wirtschaftlich wichtige Form des eigennützigen Treuhandeigentums. Es handelt sich um eine Eigentumsübertrag mit der Abrede die für die Sicherung übereignete Sache nur im Fall der Nichterfüllung der gesicherten Forderung zu verwerten.

Für die Sicherung der Forderung kommt das Pfandrecht häufig nicht in Frage, da hier eine Übertragung des Besitzes der Pfandsache auf den Gläubiger vorausgesetzt wird.

Für die Sicherungsübereignung ist eine Übergabe der Sache nicht nötig, es erfolgt eine Einigung und Vereinbarung eines konkreten Besitzkonstitutes.

Hier ist das Besitzmittlungsverhältnis durch die Sicherungsübereignung geklärt.

Segmentberichterstattung

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Segmentberichterstattung

Mit der Segmentberichterstattung beschreibt man eine Veröffentlichung von Informationen finanzieller Natur aus Teilbereichen eines Unternehmens.

Mit Hilfe der Segmentberichterstattung können diversifizierte mit einem heterogenen Geschäftsbereich die einem großem Risiko ausgesetzt sind von externen Rechnungslegungadressaten differenziert beurteilt werden.

Im Englischen wird die Segmentberichterstattung als „Segment Reporting“ bezeichnet.

In der Segmentberichterstattung können Informationen über Risikohöhen, Wachstumsraten und Gewinnmargen der einzelnen abgrenzbaren Aktivitäten eines Unternehmens gesammelt werden. Auf diese Weise erhält man eine höhere Transparenz des Unternehmens über Risiken und Chancen eines Unternehmens. Potenzielle Investoren können auf dieser Grundlage eine Beurteilung über die Entwicklung eines Unternehmen treffen.

Man geht bei der Segmentierung nach den Kriterien vor die auch die Unternehmsleitung nutzt, um Teileinheiten des Unternehmens in denen wirtschaftliche Beurteilungen, Analysen und operative Entscheidungen getroffen werden

Regelungen der Segmentberichterstattung

Empfehlungen für eine konkrete Ausgestaltung der Segementierungsberichterstattung findet man in DRS 3. So sind Standards vom  Rechnungslegungs Standards Committee DRSC festgelegt für den deutschen Raum.

International gibt es Rechnungslegungsvorschriften nach dem US-GAAP und International Financial Reporting Standards (IFRS). Die Vorschriften findet man in ASC 280 (FASB: Accounting Standards Codification Topic 280, Segment Reporting) und in IFRS 8 „Operating Segments“.

Nach § 2 V WpHG muss ein Mutterunternehmen, welches selbst oder durch ein Tochterunternehmen am organisierten Markt teilnimmt mit ausgegebenen Wertpapiere nach dem § 2 II 1 WpHG bzw. die Zulassung beantragt den Konzernabschluss um eine Kapitalflussrechnung und einen Eigenkapitalspiegel erweitern. Auch die Segementberichterstattung kann nach § 297 I HGB erweitert werden.

Handelt es sich um kapitalmarkorientierte Unternehmen, welche nicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses verpflichtet sind, können diese den Jahresabschluss um eine Segmentberichterstattung entsprechend § 264 I Satz 2 HGB erweitern.

Für die Segmentberichterstattung richtet man sich nach dem sogenannten Management Approach in Form einer  unternehmensinternen Finanzberichterstattung.

Man greift auf Daten zurück die für interne Ressourcenallokation und Performancemessung genutzt werden, um die Segmentberichte zu erstellen. Auch für die Abgrenzung der Operation Segments werden diese Daten heran gezogen.

Die Vorschriften zur Segementberichterstattung nach US-GAAP und IAS/IFRS ähneln sich. Nach IFRS 8.5 gilt ein Geschäftssegment als Unternehmensbestandteil, sobald er Geschäftstätigkeiten unternimmt die Umsatzerlöse erschaffen, ihre Betriebsergebnisse vom Unternehmen in regelmäßigen Abständen genutzt werden um Entscheidungen über Allokation von Ressourcen in diesem Segment zu treffen und man separierte Finanzinformationen des Geschäftssegementes hat.

Sonderausgaben

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Sonderausgaben

Unter Sonderausgaben versteht man Ausgaben welche nicht als Betriebsausgaben oder Werbungskosten, meist privat veranlasst, abzugsfähtig sind. Sie dürfen trotzdem nach §§ 10 ff EStG von der Bemessungsgrundlage der Einkommensteuer abgezogen werden.

Für die Ermittlung des gesamten steuerlichen Einkommens werden die Sonderausgaben vom gesamten Betrag der Einkünfte abgezogen. Verlustabzug nach § 10d EStG und bestimmte Abschreibungen §§ 10f 10g EStG sind den Sonderausgaben gleichgestellt.

Man unterscheidet bei den Sonderausgaben 2 Arten. Zum einen unbeschränkt abzugsfähige, welche in unbegrenzter Höhe abgezogen werden können und beschränkt abzugsfähige Sonderausgaben die nur innerhalb des Rahmens von bestimmten Höchstbeträgen geltende gemacht werden dürfen.

Unbeschränkt abzugsfähige Sonderausgaben sind beispielsweise die Kirchensteuer und auf besonderen Verpflichtungsgründen beruhende dauernde Lasten und Renten.

Beschränkt abzugsfähig sind folgende Sonderausgaben:

  • Vorsorgeaufwendungen
  • Unterhaltsleistungen an geschieden oder getrennt lebende Ehepartner bis zu 13.805 im Jahr
  • Spenden
  • 2/3 der Aufwendungen für Kinderbetreuung bis 6.000 Euro je Kund als Kinderbetreuungskosten
  • Bestimmte Kosten für die Berufsausbildung als Berufsausbildungskosten
  • Beiträge zur Alterversorge
  • Teile vom Schuldgeld für ein Kind des Steuerpflichtigen

Sonderausgaben werden mit definierten Mindestbeträgen als Pauschalbeträge angesetzt, den Sonderausgaben-Pauschbetrag nach § 10c I EStG sowie zusätzlich eine Vorsorgepauschale zum Arbeitslohn.

Bei Erbringungen von Nachweisen können im Rahmen der Veranlagung zur Einkommensteuer auch höhere Sonderausgaben berücksichtigt werden. Man kann hier dem Arbeitnehmer auch schon im laufenden Jahr ein Freibetrag nach § 39a I Nr 2 EStG auf der Lohnsteuerkarte eintragen.

Schwebende Geschäfte

Schwebende Geschäfte

Schwebende Geschäfte beschreibt einen Leistungsaustausch bei gerichteten Verträgen der verpflichtend zweiseitig ist, die vom Leistungsverpflichteten nicht (voll) erfüllt sind.

In der Bilanzierung werden Verpflichtungen und Ansprüche die durch schwebende Geschäfte gegenseitig bestehen in der Regel nicht bilanziert aufgrund des Realationsprinzips.

So dürfen unrealisierte Gewinne nicht vorweggenommen werden. Es ensteht so kein Bilanzierungsbedarf beim ausgeglichenen Ergebnis.

Es muss jedoch eine Rückstellung gebildet werden wenn ein Verlust droht, wenn der zu erbringende Wert größer ist als der Wert der Gegenleistung. Es muss so in der Handelsbilanz nach dem Imparitätsprinzip eine Rückstellung in Höhe des Verpflichtungsüberschusses gebildet werden.

Nach § 5 IVa EStG besteht ein Ansatzverbot für Drohverlustrückstellungen.

Kommt es zu schwebenden Geschäften in einem großen Umfang, welche für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, so sind sie nach § 285 I Nr. 3 HGB im Jahresabschluss der Kapitalgesellschaft anzugeben.

Scrum in Unternehmen

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Die Einführung von Scrum in Unternehmen

In kleineren Organisationen kann Scrum schneller eingeführt werden, in größeren Schrittweise.

Wichtig hierbei ist der stattfindende Kulturwandel im Unternehmen und insbesondere das Verhalten der Mitarbeiter. Die neuen Organisationstrukturen können dabei auf unterschiedliche Wege verbreitet werden.

Ein Scrum Studio erstellt eine Expertise durch Coaches und bietet auch Räumlichkeiten für agile Teams. Man schließt einen Nutzungsvertrag mit dem Studio ab und legt unter anderem fest welche Rechte und Pflichten ein Product Owner hat etc. Wer für das Studio arbeitet ist solange von den Regelungen des Unternehmens befreit.

Autonome Business Units sind direkte end-to-end mit dem Geschäftsbereich verbunden und verantwortlich. Sie agieren autonom von der restlichen Hierarchie des Unternehmens. Sie entschieden welche zentralen Dienstleistungen vom Rest des Unternehmens in Anspruch genommen werden.

Das Rugby-Spiel Scrum besagt, dass das Rugby-Team sich gemeinsam über das Spielfeld bewegt. Die ballführende Mannschaft darf den Ball immer nur nach hinten spielen, nie nach vorn.

Scrum bedeutet soviel wie „Gedränge“ und verdeutlicht den Teamzusammenhalt und die Selbstorganisation des des Teams.

Inspect & Adapt steht als Methode im Vordergrund. Der Work-in-Progess-Anteil wird für den jeweiligen Sprint auf für das Produkt notwendige Funktionen beschränkt und auf solche die eine große Wertschöpfung für ein in sich nutzbares Inkrement liefern. Wenige Features liefern meist den größten Wert für das Projekt. Außerdem wird die Time-to-Market Zeit verkürzt.

Die Mitarbeiter können so auch an den Aufgaben wachsen, den Zweck ihrer Arbeit besser verstehen, als sinnvoll erachten, sind zufriedener und erledigen ihre Aufgaben weitestgehend selbstbestimmt.

Es erfolgt ein schrittweiser Wandel bei der Kultur im Unternehmen.

Externe Scrum-Master können auch interne unerfahrene Scrum-Master vorteilhaft coachen, welche stark hiervon profitieren. Die gesteigerte Effektivität rechtfertigt die Kosten für diese externen Maßnahmen.

Ein Transitionsteam, welches gebildet wird kann ebenfalls beim Übergang zu Scrum hin helfen.

Für eine globale Optimierung ist Transparenz wichtig. Führungskräfte setzen hier die Rahmenbedingungen fest und stellen Informationen zur Verfügung. Die notwendige Interpretationsarbeit wird in der Regel durch face-to-face-Kontakt erledigt.

Bei größeren Transitionen sollten auch interne Coaches von erfahrenen externen ausgebildet werden. Sie folgen ihnen quasi als Schatten und lernen „on-the-job“ von ihnen.

Man sollte die Einführung zunächst an einem Pilotprojekt erproben an dem man aus Fehlern lernen kann, diese sollte jedoch auch schmerzlich sein, das Projekt also groß und wichtig genug.

Agile Scaling Cycle

Der Agile Scaling Cycle umschreibt die Schritte hin zu einer agilen Unernehmenskultur. Im Zentrum stehen die agilen Werte und Prinzipien und rund herum durchläuft man die 3 Phasen:

  1. Abhängigkeiten reduzieren, die Teams sollen autonom und cross-funktional entwickeln können, die Abhängigkeiten von Teams werden möglichst reduziert
  2. Teams koordinieren, der Product Owner erhöht den den Produktnutzen durch Priorisierung der Features auch dem Product Backlog, durch ein Scrum of Scrums können sich die Teams über Features austauschen
  3. und Unternehmen entwickeln, Hindernisse in der Organisation des Unternehmens müssen ausgeräumt werden

Verteiltes Scrum

  1. Scrum kann eine verteilte Entwicklung unterstützen.
  2. So können die Mitglieder von Entwicklungsteams an veschiedenen Orten sitzen
  3. Der Scrum Master oder Product Owner können an anderen Standorten als die Teammitglieder sitzen
  4. Mehrere abhängige Teams können auf verschiedene Orte verteilt sein

Bei räumlicher Trennung erfolgt die Kommunikations in der Regel über E-Mail und andere elektronische Wege. Dabei besteht gegenüber dem persönlichen Kontakt die Gefahr von Missverständnissen und Fehlentwicklungen.

Für die Leichtgewichtigkeit in Scrum, durch fehlende Dokumentation etc. ist Vertrauen wichtig. Der High-Trust-Ansatz kann aber bei zunehmender räumlicher Trennung leiden. Vertrauen wird in der Regel nämlich durch Interaktionen in der Form von face-to-face aufgebaut.

Daher sollte man zu Beginn einige Sprints am selben Ort ablegen, so kann Vertrauen aufgebaut werden, vor allem wenn Überlegungen zu Kosten zur Aufteilung (Offshoring) geführt haben kann dieses schwer sein, aber durchaus rentabel. Durch aufgebautes Vertrauen greift man eher zum Telefon oder einer Videokonferenz als zur Missverständnis fördernden schriftlichen E-Mail-Kommunikation.

Durch die verbesserte Kommunikation können auftretende (Verständigungs-)Probleme besser ausgeräumt und Kosten sowie Zeit gespart werden.

Alignment und Autonomie

Alignment also klare Linien warum und was man tut können der Autonomie helfen, so ist Autonomie ohne Alignment nicht möglich, wenn man nicht weiß was eigentlich im Firmensinn ist. Jedoch kann Alignement ohne Autonomie keinerlei Agilität bringen. Man orientiert sich so nur an klaren Richtlinien ohne freien Handlungsspielraum zu haben.

Sekundärforschung

Sekundärforschung

Die Sekundärforschung ist eine Form der Marktforschung. Man wertet schon vorhandenes Datenmaterial, welches nicht für den konkreten Untersuchungszweck erhoben wurde aus und bereitet es auf.

Da eine empirische Erhebung entfällt spart man Zeit ein. Jedoch ist die Qualität des Materials mit unter zeitlich überholt, abhängig von der ursprünglichen Zielsetzung.

Sie steht im Gegensatz zur Primärforschung.

System

System

Unter einem System versteht man eine Menge von geordneten Elementen. Diese sind miteinander verknüpft und besitzen gewisse Eigenschaften.

Die Elemente eines Systems sind Bestandteil des Systemes und können in ihrer Gesamtheit nicht weiter zerlegt werden.

Die Struktur und Ordnung der Elemente im System stellen eine Organisation im Sinne der Systemtheorie dar. Man verwendet so die Begriffe Struktur und Organisation synonym.

Man unterscheidet quantitativ die Anzahl der Interaktionen und qualitativ die Ergiebigkeit der Interaktionen. Das System wird von der Umwelt abgegrenzt durch die unterschiedlichen Beziehungen.

Komplexe Systeme sind selbstorganisatorisch und ein Eingriff in sie kann zu unerwünschten Wirkungen führen.

Mögliche Systemarten

Systeme können nach unterschiedlichen Kriterien von einander unterschieden werden nach ihrer Enstehung:

Auf natürliche Weise:

  1. Anorganische Systeme wie Atomsysteme, Planetensysteme etc.
  2. Organische Systeme wie Tiere, biologische Familien, Organismen von Pflanzen.

Vom Menschen gestaltet:

  1. Mechanische Systeme wie Automaten und technische Maschinen
  2. Logische Systeme wie Alphabet, Zahlensysteme, Kontenplan etc.
  3. Soziale Systeme wie Staatsvolk, Familiengemeinschaft, Religionsgemeinschaften etc.
  4. Kombinierte Systeme aus sachlichen und sozialen Elementen wie Mensch-Maschine-Systeme, Unternehmungen etc.

Man kann offene und geschlossene Systeme unterscheiden. Bei einem offenem System gibt es Randelemente die selbst Element eines anderen Systems sein können und es kommt zu Wechselwirkungen zwischen den Systemen. Ein geschlossenes Systeme hat keine Randelemente.

Man kann Teilsysteme und Gesamtsysteme unterscheiden. So sind viele Systeme in der Realität ein Teil-, Sub-, oder Untersystem eines anderen Gesamtsystems.

Betriebliche Organisationen sind Mensch-Maschine-Systeme, also sozio-mechanische Systeme bei denen eine Koordination zwischen Menschen und Sachen erfolgt, um eine Leistung zu erstellen.

Man kann kybernetische und stabile Systeme unterscheiden, ein stabiles System ist ein dynamisches, welches sich bei einer Störung aus dem Gleichgewicht sich selbst wieder stabilisiert. Vor allem kybernetische Systeme kehren zum Gleichgewicht durch Rückkoppelung zurück. Stabile dynamische Systeme streben auf ein bestimmten Sollwert hin.

Streik

Streik

Streik beschreibt eine auf der Arbeitnehmerseite einen Kampfmaßnahme im Arbeitskampf. Beim Streik erfolgt eine planmäßige und gemeinsame Arbeitsniederlegung durch eine größere Anzahl von Arbeitnehmern. Ihr Ziel ist es einen bestimmten Streitzweck zu erreichen. Wurde dieses erreicht oder ein Kompromiss geschlossen wird die Arbeit wieder aufgenommen.

Im Grundgesetz ist der Streik als ein verfassungsrechtliches Arbeitsmittel nach Art. 9 III GG festgelegt. Das Druckmittel Streik hilft den Tarifpartner zur Freiheit beim Abschluss von Tarifverträgen (Tarifautonomie).

Allerdings ist nicht jeder Streit auch rechtsmäßig. Generell wird ein Streik als rechtsmäßig anerkannt wenn:

  • Er von einer Gewerkschaft geführt wird. Diese kann ihn beginnen und fortführen bzw. ausrufen. Streikt eine Gruppe von Arbeitnehmern ohne, dass dieser von der Gewerkschaft durchgeführt ist gilt dieser als rechtswidrig.
  • Der Streik hat die Zielsetzung die kollektive Regelung von Arbeitsbedingungen oder ein tariflich regelbares Ziel zu erreichen. So können Urlaube und Löhne ein Streikziel sein. Wird auf soziale Missstände bei Streiks hingewiesen die während der Arbeitszeit durchgeführt werden, so sind diese unzulässig.
  • Er darf nicht gegen die faire Kampfführung verstoßen, so sind Gewaltandrohungen etc. zu unterlassen. Auch ist ein Notdienst ist einzuhalten für Notstandsarbeiten, Erhaltungsarbeiten etc. So muss ein unverhältnismäßig hoher Schaden für den Arbeitgeber abgewendet werden.
  • Außerdem richtet sich der Streik gegen einen Tarifpartner wie den Arbeitgeber oder Arbeitgeberverband. Haben Streiks das Ziel politische Organe wie den Bundestag zu bestimmten Maßnahmen zu zwingen in Form eines politischen Streiks so ist dieser unzulässig.
  • Weiterhin darf der Streik nicht gegen die Einhaltung der tariflichen Friedenspflicht verstoßen und muss die Grundregeln des kollektiven Arbeitsrechtes achten (Tarifvertrag).
  • Die Gewerkschaft muss die Möglichkeiten der friedlichen Einigung ausschöpfen im Sinne der Friedenspflicht. So ist der Streik die ultima ratio, also das letzte Möglichkeit die gewerkschaftlichen Forderungen durch zu setzen.

 

Die Bundesagentur von Arbeit veröffentlicht vierteljährlich verlorene Arbeitstage, Dauer von Streiks, betroffene Betriebe und beteiligte Arbeitnehmer nach Wirtschaftsgruppen zur statistischen Erfassung.

Wurde ein Streik rechtsmäßig ausgeführt führt er nicht zur Auflösung des Arbeitsverhältnisses der Streikenden. Es werden nur Pflichte und Rechte von beiden Seiten im Arbeitsverhältnis suspendiert.

Eine fristlose Kündigung darf also nicht aus einem rechtmäßig geführtem Streik erfolgen. So müssen die Arbeitnehmer während der Zeit des Streikes nicht arbeiten. Jedoch haben sie in dieser Zeit keinen Anspruch auf den Arbeitslohn, Urlaub oder Arbeitslosengeld.

Der Arbeitgeber hat das Recht der Aussperrung.

Rechtsmäßige und unzulässige Streiks

Zulässig sind Warnstreiks (BAG, 21.6.1988 – 1 AZR 651/86), Sympathiestreiks (BAG, 19.6.2007 – 1 AZR 396/06),, Streiks gegen Unternehmen mit OT-Mitgliedschaft und Streiks zur Erlangung eines Sozialplans sowie Flashmob-Aktionen.

Der Beamtenstreik, also Streiks von Beamten sind der Treuepflicht der Beamten zuwider wenn sie gegen das Beamtenrecht verstoßen und so rechtswidrig.

Nimmt der Arbeitnehmer an einem rechtswidrigen Streik teil so begeht er einen Arbeitsvertragsbruch. In diesem Fall hat der Arbeitgeber einen Grund den Arbeitnehmer fristlos zu kündigen in Form eine außerordentlichen Kündigung, allerdings nur wenn der Arbeitnehmer schuldhaft gehandelt hat, ihm also die Umstände bekannt waren die zur Rechtswidrigkeit des Streikes geführt haben.

Systemische Sichtweise

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Systemische Sichtweise

Die systemische Sichtweise betrachtet Probleme als das Ergebnis von vielen Wechselwirkungen in einem System.

Dabei ist eine Ursache-Wirkung-Kette meist nicht ersichtlich. Es gilt also viele Zusammenhänge auf der Lösungssuche zu beachten.

Man muss hier viele Faktoren berücksichtigen, so ist ein Mitarbeiter beispielsweise nicht grundsätzlich unmotiviert oder faul. Vielleicht fehlen ihm nur gewisse Anreize und Motivationen wie ein eigenes Büro, Anerkennung für geleistete Dienste, besseres Gehalt, ein positives Feedback.

Können einige Dinge in seinem Umfeld geändert werden so kann man durchaus Einfluss auf sein nach außen sichtbares Verhalten nehmen und seine Effizienz steigern.

Auch in Projektteams muss man genau beachten, was einem Teilnehmer eventuell fehlt, um eine bessere Leistung abzurufen. Eventuell weitere technische Hilfsmittel wie ein weiterer Monitor, neues Notebook, Telefon etc.

Durch ein gezieltes Coaching kann man ihn zu einem eigenverantwortlichen Handeln bringen. Positive Lerneffekte, wie eine selbständige Problemlösung motivieren ihn zusätzlich und haben den weiteren positiven Nebeneffekt, dass er in zukünftig ähnlich gelagerten Problemfällen höchst wahrscheinlich selbst in der Lage sein wird Lösungsansätze zu erarbeiten.

Gesprächstechniken

Hier kann eine gute Fragetechnik und Gesprächsführung dabei helfen die Mitarbeiter ausreichend zu motivieren.

So kann man im Gespräch folgende rhetorische Mittel verwenden:

  • Wiederholungen einbauen, die den Gegenüber dazu bringen über das Gesagte nochmal genau nachzudenken
  • Pausen einlegen, damit das Gegenüber die Gesprächsinitative ergreifen kann und über das letzt Gesagte nachzudenken
  • Paraphrasieren fasst das Gesagte mit eigenen Worten zusammen und dient so dem besseren Problemverständnis
  • Das Gespräch abbrechen zeigt, dass man die Situation deeskalieren möchte im ruhigen Ton
  • Die Mimik des anderen ansprechen kann zeigen, dass man den anderen zum Reden bringen möchte was genau er gerade denkt
  • Fragen sollte man mit W beginnen wie Wann, wozu, wie, wer etc. um längere Antworten als nur Ja oder Nein zu erhalten
  • Meta-Kommunikation, man ermuntert den anderen mehr mit einem zu reden, um Probleme besser lösen zu können
  • Fragen helfen allgemein dabei das Problem besser zu verstehen, weitere Informationen zu erhalten und durch ein in Kontakt bleiben stellt man Verbindlichkeiten beim Helfen her
  • Durch Fragen können auch Meinungen anderer eingeholt werden, konkrete Lösungsvorschläge und Probleme erörtert werden, die Selbstreflexion wird erhöht
  • Rhetorische Fragen, die keine Antwort verlangen, steigern die Aufmerksamkeit beim Zuhörer „Sie würden das doch auch nicht für sich wollen?“
  • Hypothetische Fragen können Blockaden beim Denken lösen „angenommen sie wären frei in der Entscheidung, was würden sie machen?“
  • Die richtige Betonung kann konkrete Problemdetails in den Mittelpunkt stellen
  • Durch suggestive Fragen kann man Überzeugen und Grenzen für den Entscheidungsfreiraum setzen „Sie möchten doch auch das es läuft, die Qualitität stimmt?“
  • Durch Alternativfragen kann man Entscheidungsraum schaffen „Sollen wir das Mittwochs oder Donnerstags besprechen?“
  • Zirkuläre Fragen können einen Perspektivenwechsel ermöglichen „Was würden unsere Kunden dazu sagen?“

Wichtig ist, dass man den Mitarbeiter ernst nimmt und ihn beispielsweise durch suggestive Fragen nicht verärgert oder reizt wie „sie wollen heute doch auch pünktlich Feierabend machen?“ und so eine Drohkulisse und negative Atmosphäre aufbaut.

 

Statusverhalten

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Statusverhalten

Das Statusverhalten zeigt sich in Blicken, Worten, der Sprechweise, der Körpersprache etc. So wird dem Kommunikationspartner ein Gefühl der Überlegenheit- oder Unterlegenheit vermittelt.

Diese Verhaltensmuster werden unterbewusst befolgt und können in Projektteams etc. gezielt eingesetzt werden.

Eine Überlegenheit kann man so ausdrücken durch:

  • Einen festen Blickkontakt
  • In dem man das Gesprächsthema bestimmt
  • Den anderen unterbricht
  • Durch eine aufrechte Körperhaltung
  • Durch ausladende Bewegungen
  • Durch eine auslandende Sitzhaltung
  • Durch ungefragte Berührungen des anderen wie Schulterklopfen
  • Das Ergreifen der Gesprächsinitiative

Im der Umkehrung äußert sich eine Unterlegenheit durch:

  • Leises Sprechen
  • Ausweichenden Blick
  • Eine gedrungene Körperhaltung
  • Keine Gesprächsinitative
  • Das Nutzen von Füllworten wie „ähm“
  • Durch verhaltene Bewegungen
  • Ein Ausweichen des anderen
  • Eine gedrungene Sitzhaltung

Kann man flexibel auf den Status des Gesprächspartner eingehen spricht man auch von einer Statusflexibilität.

Im Statusquadrat setzt man 2 Parteien gegenüber mit ihrem Status. So gibt es 4 Sektoren, haben beide eine hohen Status kommt es zum Hahnenkampf und das Projekt leitet darunter. Ist einer von beiden dominat, kommt der andere nicht zu Wort. Sind beide zurückhaltend, über nimmt keiner Verantwortung und das Projekt stagniert ebenfalls. Wichtig ist ein Zusammenspiel auf Augenhöhe.

Der Statusradar umfasst 4 Werte, den Einfluss, den Rang, das Statusverhalten und den Selbstwert der bei verschiedenen Personen unterschiedlich stark ausgeprägt ist und sie so besser oder schlechter mit neuen Aufgaben, Rang, Einfluss umgehen lässt.

Sammelvorgang

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Sammelvorgang

Ein Sammelvorgang fast weitere Teilvorgänge im Projektmanagement zusammen.

In MS-Project können so einzelne Teilvorgängen einem übergeordneten Sammelvorgang zugeordnet werden. Dieser wird automatisch geplant und hat so einen Anfang- und ein Enddatum, welches sich aus der Dauer der untergeordneten Vorgänge ergibt. In MS-Project wird der Sammelvorgang durch eine hellgraue Klammer dargestellt.

Sammelvorgänge können bearbeitet, verschoben und gelöscht werden. Beim Löschen werden und Verschieben werden die Teilvorgänge ebenfalls verschoben bzw. gelöscht.

Ein Sammelvorgang kann in einen regulären Vorgang umgewandelt werden, indem man die enthaltenen Teilvorgänge des Sammelvorgangs eine Hierachieebene höher stuft.

  • Nach der Top-Down-Methode legt man Sammelvorgänge manuell an und bestimmt Dauer, Anfangs- bzw. Endtermin und ordnet dann die Teilvorgänge zu. Terminkonflikte werden mit einer roten Wellenlinie kenntlich gemacht.
  • Bei der Bottom-Up-Methode werden zunächst die Teilvorgänge erstellt (manueller oder automatischer Planungsmodus) und man fasst sie dann in Sammelvorgänge ohne individuelle Terminvorgaben zusammen, diese werden aus den untergeordneten Teilvorgängen und Verknüpfungen automatisch berechnet.

Vorgänge verknüpfen

Für die Verknüpfung in MS-Project unterschiedet man 4 Fälle

  1. EA (Ende-Anfang), der Vorgang beginnt, wenn der Vorgänger beendet ist (Normalfolge)
  2. AA (Anfang-Anfang), der Vorgang beginnt nur, wenn der Vorgänger beginnt (Anfangsfolge)
  3. EE (Ende-Ende), der Vorgang endet, wenn der Vorgänger beendet ist (Endfolge)
  4. AA (Anfang-Ende), der Vorgang endet erst, wenn der Vorgänger beginnt (Springfolge)

Nutzt man Verknüpfungen so werden bei manuell geplanten Vorgängen die Termine der Nachfolger nicht automatisch angepasst.

Platzhaltervorgänge werden berücksichtigt, wenn man die fehlenden Angaben zu Anfangs- bzw. Endtermin und Dauer ergänzt.

Verknüpfungen von Sammelvorgängen werden berücksichtigt, wenn diese automatisch geplant wurden.

Verknüpfungen werden sowohl für automatisch also auch manuell geplante Vorgänge berücksichtigt.

Stadt

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Stadt

Eine Stadt steht für eine verdichtete Siedlung und steht so im Gegensatz zu einem ländlichen Raum oder dem Land.

Die Stadt erfüllt bestimmte Funktionen in der politischen und räumlichen Stellung sowie der gesellschaftlichen Organisation.

Das Wort Stadt leitet sich vom Althochdeutschen stat, also Stelle oder Standort ab. Die Stadt ist ein größere, zentralisierte und abgegrenzte Siedlung im Schnittpunkt von größeren Verkehrswegen mit einer eigenen Verwaltungstruktur und Versorgungsstruktur. So ist jede Stadt auch ein zentraler Ort.

In Deutschland sind städtische Siedlungen Gemeinden mit 2000 und mehr Einwohnern.

So unterscheidet man:

  • Landstädte mit 2.000 bis 5000 Einwohnern
  • Kleinstädte mit 5.000 bis 20.000 Einwohner
  • Mittelstädte mit 20.000 bis 100.000 Einwohnern
  • und Großstädte mit über 100.000 Einwohnern