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Moral Hazard

4. Juli 202004.07.20202 Minuten LesezeitLesezeit: 2 Min.0 Kommentare0 KommentareM

Moral Hazard beschreibt ein moralisches Wagnis. Kommt es zu Interessenskonflikten zwischen Vertragspartnern und Hidden Information (versteckte Information) oder auch einer Hidden Action (versteckten Action) kann Moral Hazard die Folge sein. So werden die Pay-offs (Auszahlungen) des schlechter informierten Partners durch den besser informierten beeinflusst.

Der Begriff ist von der Versicherungswirtschaft stark geprägt und stammt aus dem Zusammenhang mit Feuerversicherungen, dabei ist der Moral Hazard der Anreiz eines feuerversicherten Gebäudeeigentümers weniger Sorgfalt bei der Schadensvermeidung und Schadenbegrenzung zu betreiben als bei einem Hausbesitzer ohne Versicherung. Auch bei Krankenversicherten gibt es ein ähnliches Dilemma. So können medizinische Leistungen exzessiv in Anspruch genommen werden.

Um die Verringerung des Wagnisses zu erreichen können versicherungsvertraglich Bedingungen zur Sorgfaltspflicht fixiert werden sowie eine Kontrolle der Einhaltung von Pflichten im Schadenfall oder eine Selbstbeteiligung des Versicherten an der Schadenssumme. So kann es zu einem Interessensausgleich kommen der Vertragspartner wie auch durch Prämiensysteme, Bonussysteme, Akkordlöhne oder Gewinn- bzw. Kapitalbeteiligungen.

Man erzielt eine erfolgsabhängige Entlohnung des besser informierten Akteurs. Er soll so sein Wissen bzw. seine Informationen so einsetzen um den Gesamterfolg zu maximieren. Man erreicht so, dass ein Handeln gegen die Interessen des Vertragspartners unattraktiv wird.

Diesen Artikel zitieren

„Moral Hazard“. Wirtschaftslexikon.de, 04.07.2020. https://wirtschaftslexikon.de/moral-hazard/

BibTeX für LaTeX, RIS für Literaturverwaltungsprogramme. Die Angaben verweisen auf die aktuelle Artikelseite, nicht auf eine archivierte Fassung.

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