Ein Warenträger ist eine Vorrichtung oder ein Hilfsmittel, auf dem Waren gelagert, transportiert oder präsentiert werden. Der Begriff wird vor allem im Einzelhandel, in der Warenpräsentation sowie in Logistik und Lagerhaltung verwendet.
Je nach Einsatzbereich kann es sich bei einem Warenträger beispielsweise um ein Regal, einen Verkaufstisch, einen Kleiderständer, eine Palette oder ein spezielles Display handeln.
Im Einzelhandel haben Warenträger eine besonders wichtige Funktion: Sie sollen Waren nicht nur aufnehmen, sondern häufig auch dafür sorgen, dass Kunden die angebotenen Produkte gut sehen, erreichen und vergleichen können.
Definition: Was ist ein Warenträger?
Als Warenträger bezeichnet man Einrichtungen und Hilfsmittel, die zur Aufnahme, Bereitstellung, Lagerung, Beförderung oder Präsentation von Waren dienen.
Welche Funktion im Vordergrund steht, hängt vom jeweiligen Einsatzgebiet ab.
Im Verkaufsraum dienen Warenträger hauptsächlich der Warenpräsentation. In Lager und Logistik steht dagegen häufig die sichere und effiziente Aufnahme beziehungsweise Bewegung von Waren im Mittelpunkt.
Einfach erklärt: Ein Warenträger trägt beziehungsweise hält Waren und ermöglicht dadurch deren Präsentation, Lagerung oder Transport.
Beispiele für Warenträger
Typische Warenträger im Einzelhandel sind:
- Verkaufsregale
- Wandregale
- Verkaufstische
- Kleiderständer
- Gondeln
- Verkaufskörbe
- Schütten
- Displays
- Haken und Warenträgerarme
- Vitrinen
In Lager und Logistik können beispielsweise Paletten, Behälter oder andere geeignete Träger zur Aufnahme von Waren eingesetzt werden.
Warenträger im Einzelhandel
Im Einzelhandel sind Warenträger ein wesentlicher Bestandteil der Verkaufsraumgestaltung.
Ein Supermarkt benötigt beispielsweise Regale für Konserven, Getränke und andere Lebensmittel. Ein Bekleidungsgeschäft verwendet dagegen Kleiderständer, Regale, Tische und Wandhalterungen.
Der Warenträger sollte dabei sowohl zum Produkt als auch zum Verkaufskonzept passen.
Ein hochwertiges Schmuckstück wird beispielsweise anders präsentiert als ein Paket Waschmittel.
Welche Aufgaben haben Warenträger?
Warenträger können mehrere Aufgaben gleichzeitig erfüllen.
Dazu gehören:
- Aufnahme der Ware
- übersichtliche Präsentation
- Ordnung des Warenangebotes
- leichte Erreichbarkeit für Kunden
- Unterstützung der Orientierung im Verkaufsraum
- Schutz empfindlicher Produkte
- effiziente Nutzung der Verkaufsfläche
- Unterstützung von Verkaufsaktionen
Ein gut ausgewählter Warenträger kann somit unmittelbar zur Gestaltung des Einkaufserlebnisses beitragen.
Warenträger und Warenpräsentation
Die Warenpräsentation beschäftigt sich damit, wie Produkte gegenüber Kunden dargestellt werden.
Warenträger bilden dafür häufig die technische beziehungsweise räumliche Grundlage.
Ein Regal kann beispielsweise so bestückt werden, dass besonders wichtige Produkte auf Augenhöhe stehen. Ein Verkaufstisch kann neue Produkte hervorheben, während ein Display speziell für eine Verkaufsaktion eingesetzt wird.
Der Warenträger beeinflusst damit unter anderem:
- Sichtbarkeit der Ware
- Erreichbarkeit
- Ordnung
- Wahrnehmung des Sortiments
- verfügbare Präsentationsfläche
Welche Arten von Warenträgern gibt es?
Warenträger lassen sich nach Bauweise und Verwendungszweck unterscheiden.
Regale
Regale gehören zu den am häufigsten verwendeten Warenträgern.
Sie ermöglichen eine übersichtliche Präsentation vieler Produkte auf vergleichsweise kleiner Grundfläche.
Verkaufstische
Verkaufstische werden häufig für Aktionsware, Bekleidung, Sonderangebote oder saisonale Produkte eingesetzt.
Sie können Produkte besonders auffällig im Verkaufsraum platzieren.
Kleiderständer
Im Textilhandel werden Kleidungsstücke häufig auf Kleiderständern präsentiert.
Kunden können verschiedene Größen, Farben und Modelle unmittelbar betrachten und entnehmen.
Schütten und Verkaufskörbe
Schütten eignen sich insbesondere für größere Mengen gleichartiger oder preisgünstiger Produkte.
Sie werden beispielsweise für Aktions- und Sonderangebotsware eingesetzt.
Vitrinen
Vitrinen verbinden Warenpräsentation mit Schutz.
Sie eignen sich beispielsweise für:
- Schmuck
- Uhren
- Elektronik
- Sammlerstücke
- hochpreisige Produkte
Displays
Displays werden häufig gezielt für einzelne Produkte, Marken oder Verkaufsaktionen eingesetzt.
Sie können vom Hersteller bereitgestellt und auffällig im Verkaufsraum positioniert werden.
Mobile und stationäre Warenträger
Warenträger können außerdem danach unterschieden werden, ob sie fest installiert oder beweglich sind.
Stationäre Warenträger verbleiben normalerweise an ihrem vorgesehenen Platz. Dazu können beispielsweise fest montierte Wandregale gehören.
Mobile Warenträger lassen sich dagegen vergleichsweise einfach versetzen.
Beispiele sind:
- Verkaufskörbe
- Rollständer
- mobile Kleiderständer
- bewegliche Displays
Mobile Systeme ermöglichen es einem Händler, die Verkaufsfläche relativ schnell an Aktionen oder saisonale Sortimente anzupassen.
Welche Anforderungen sollte ein Warenträger erfüllen?
Ein geeigneter Warenträger sollte mehrere Anforderungen erfüllen.
Dazu gehören je nach Einsatzbereich:
- ausreichende Stabilität
- passende Tragfähigkeit
- gute Erreichbarkeit der Produkte
- übersichtliche Präsentation
- einfache Reinigung
- leichte Bestückung
- geeignete Abmessungen
- Sicherheit für Kunden und Mitarbeiter
- passende Gestaltung zum Verkaufskonzept
Bei schweren Produkten spielt die Tragfähigkeit eine wesentlich größere Rolle als beispielsweise bei leichter Bekleidung.
Warenträger und Verkaufsförderung
Ein Warenträger kann auch zur Verkaufsförderung eingesetzt werden.
Produkte, die besonders auffällig präsentiert werden, erhalten häufig mehr Aufmerksamkeit als Artikel an weniger gut sichtbaren Stellen.
Dazu können beispielsweise dienen:
- Sonderdisplays
- Aktionskörbe
- Verkaufstische
- Aufsteller
- besondere Zweitplatzierungen
Der Warenträger wird damit Bestandteil des Verkaufs- und Marketingkonzeptes.
Was ist eine Zweitplatzierung?
Bei einer Zweitplatzierung wird ein Produkt zusätzlich zu seinem normalen Regalplatz an einer weiteren Stelle im Geschäft angeboten.
Ein Beispiel sind Süßigkeiten, die regulär im Süßwarenregal und zusätzlich auf einem Aktionsdisplay angeboten werden.
Der zusätzliche Warenträger soll Aufmerksamkeit erzeugen und den Verkauf unterstützen.
Warenträger und Verkaufsfläche
Verkaufsfläche ist für Einzelhändler eine begrenzte Ressource.
Warenträger müssen deshalb so angeordnet werden, dass die vorhandene Fläche möglichst sinnvoll genutzt wird.
Dabei müssen unterschiedliche Ziele miteinander verbunden werden:
- möglichst große Warenpräsentation
- ausreichend breite Laufwege
- gute Orientierung
- leichter Zugang zu den Produkten
- attraktive Gestaltung
Ein Verkaufsraum, der mit Warenträgern überfüllt wird, kann unübersichtlich wirken und die Bewegungsfreiheit der Kunden einschränken.
Warenträger und Platzierung der Produkte
Nicht nur der Warenträger selbst, sondern auch die Position eines Produktes auf dem Warenträger kann wichtig sein.
Bei Regalen wird beispielsweise häufig zwischen verschiedenen Bereichen unterschieden:
- Reckzone
- Sichtzone
- Greifzone
- Bückzone
Produkte in gut sichtbaren und leicht erreichbaren Bereichen können von Kunden stärker wahrgenommen werden.
Die genaue Einteilung und Bezeichnung kann je nach Handelslehre beziehungsweise Verkaufskonzept variieren.
Warenträger in der Logistik
Der Begriff Warenträger kann auch außerhalb des Verkaufsraumes verwendet werden.
In der Logistik müssen Waren:
- gelagert
- kommissioniert
- transportiert
- bereitgestellt
werden.
Hier stehen weniger die optische Präsentation und stärker die effiziente Handhabung, Sicherheit und Raumnutzung im Mittelpunkt.
Warenträger und Ladungsträger – Unterschied
Die Begriffe Warenträger und Ladungsträger können sich je nach Verwendung überschneiden, haben aber unterschiedliche Schwerpunkte.
Ein Ladungsträger dient insbesondere dazu, Güter für Transport, Lagerung und Materialfluss aufzunehmen.
Typische Beispiele sind:
- Europaletten
- Gitterboxen
- Transportbehälter
- Kleinladungsträger
Beim Warenträger kann dagegen insbesondere im Einzelhandel die Präsentation und Bereitstellung der Ware im Vordergrund stehen.
Warenträger und Werbeträger – Unterschied
Die beiden Begriffe klingen ähnlich, bedeuten jedoch etwas anderes.
| Warenträger | Werbeträger |
|---|---|
| nimmt Waren auf | transportiert beziehungsweise verbreitet Werbebotschaften |
| dient Präsentation, Lagerung oder Transport | dient der Werbung |
| Beispiel: Verkaufsregal | Beispiel: Zeitung, Website oder Plakatfläche |
Ein Verkaufsdisplay kann allerdings gleichzeitig Warenträger und Werbemittel sein, wenn es Produkte aufnimmt und zusätzlich mit Marken- oder Werbebotschaften gestaltet ist.
Warenträger im Online-Handel
Im klassischen Sinne benötigt ein Online-Shop im digitalen Verkaufsraum keine physischen Warenträger.
Die Funktion der übersichtlichen Warenpräsentation wird dort teilweise durch:
- Kategorieseiten
- Produktlisten
- Produktbilder
- Suchergebnisse
- Empfehlungsbereiche
übernommen.
Für Lagerung, Kommissionierung und Versand benötigt ein Online-Händler jedoch weiterhin physische Lager- und Ladungsträger.
Beispiel für den Einsatz von Warenträgern
Ein Bekleidungsgeschäft erhält eine neue Sommerkollektion.
Die Ware wird unterschiedlich präsentiert:
- Hemden hängen auf Kleiderständern.
- Gefaltete T-Shirts liegen auf Verkaufstischen.
- Accessoires befinden sich in Wandregalen.
- Hochpreisige Uhren werden in einer Vitrine präsentiert.
- Reduzierte Artikel befinden sich auf einem Aktionsständer.
Alle diese Einrichtungen dienen als Warenträger, obwohl sie sehr unterschiedlich aufgebaut sind.
Vorteile geeigneter Warenträger
Gut ausgewählte Warenträger können verschiedene Vorteile bieten:
- bessere Übersicht
- attraktive Warenpräsentation
- effiziente Flächennutzung
- leichtere Warenentnahme
- einfachere Bestückung
- Unterstützung von Verkaufsaktionen
- Schutz empfindlicher Produkte
Nachteile ungeeigneter Warenträger
Unpassende oder schlecht angeordnete Warenträger können dagegen Probleme verursachen.
Beispiele sind:
- schlecht erreichbare Produkte
- unübersichtliche Präsentation
- blockierte Laufwege
- ungenutzte Verkaufsfläche
- erschwerte Reinigung
- hoher Aufwand bei der Warenbestückung
- unzureichende Stabilität
Die Auswahl sollte deshalb nicht ausschließlich nach dem Aussehen erfolgen.
Häufige Fragen zu Warenträgern
Was ist ein Warenträger einfach erklärt?
Ein Warenträger ist eine Einrichtung oder ein Hilfsmittel, das Waren aufnimmt. Im Einzelhandel dient er insbesondere zur Präsentation und Bereitstellung von Produkten.
Was sind Beispiele für Warenträger?
Typische Beispiele sind Verkaufsregale, Verkaufstische, Kleiderständer, Vitrinen, Verkaufskörbe und Displays.
Ist ein Regal ein Warenträger?
Ja. Ein Verkaufsregal ist ein typischer Warenträger, weil darin beziehungsweise darauf Waren präsentiert und für Kunden bereitgestellt werden.
Ist eine Palette ein Warenträger?
Eine Palette kann im weiteren Sinne als Träger von Waren bezeichnet werden. In der Logistik ist die Bezeichnung Ladungsträger jedoch häufig präziser.
Was ist der Unterschied zwischen Warenträger und Werbeträger?
Ein Warenträger nimmt Produkte auf und dient beispielsweise ihrer Präsentation. Ein Werbeträger dient dagegen der Verbreitung einer Werbebotschaft.
Warum sind Warenträger für den Einzelhandel wichtig?
Sie ermöglichen eine übersichtliche Präsentation des Sortiments, nutzen die Verkaufsfläche und können beeinflussen, wie gut Kunden Produkte sehen, erreichen und wahrnehmen.
Fazit
Ein Warenträger dient der Aufnahme, Präsentation, Bereitstellung, Lagerung oder teilweise dem Transport von Waren. Besonders im Einzelhandel sind Warenträger ein wichtiger Bestandteil der Warenpräsentation und Verkaufsraumgestaltung.
Zu den typischen Warenträgern gehören Regale, Verkaufstische, Kleiderständer, Vitrinen, Körbe und Displays.
Ein geeigneter Warenträger sollte dabei nicht nur möglichst viele Produkte aufnehmen. Er sollte die Ware übersichtlich präsentieren, für Kunden gut zugänglich sein, die vorhandene Fläche sinnvoll nutzen und zum jeweiligen Verkaufskonzept passen.
Damit erfüllt der Warenträger sowohl praktische als auch verkaufsfördernde Funktionen und ist ein wichtiges Element des stationären Handels.
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