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Markterschließung

Markterschließung

Die Markterschließung beschreibt die Eröffnung von Absatzmöglichkeiten, beispielsweise die Einführung eines Produktes am Absatzmarkt, durch Überwindung des Marktwiderstandes.

Eine Markterschließung gehört zu den Aufgaben des Marketings, häufig mit Hilfe einer intensiven Einführungswerbung.

Normalverteilung

Normalverteilung

Die Normalverteilung oder auch Gauß-Verteilung, Glockenkurve, aufgrund ihrer Form liegt vielen Verfahren in der Inferenzstatistik zu Grunde.

Dabei verläuft sie symmetrisch, eingipflig, stetig und wird durch 2 Parameter gekennzeichnet.

Sie hat in der Mitte den Median, den Modus oder das arithmetische Mittel und die Standardabweichung <7.

Die von der Normalverteilung umschlossene Fläche ist in der Summe gleich 1 oder 100. Sie ist im Einklang mit den wahrscheinlichkeitstheoretischen Axiomen.

Der Anteil der jeweils umschlossenen Flächen kann in u-Einheiten errechnet werden.

In der Statistik ist in der Theorie und der Praxis ist sie die wichtigste stetige Häufigkeitsverteilung mit einer Verteilungsdichte.

Mit dem Erwartungswert m, s2 als Varianz der normalverteilten Zufallsvariabelen. Man bezeichnet sie mit N (m,s2), die Standardnormalverteilung mit mit N(0,1). In der graphischen Darstellung ergibt sich die Dichte N als eine Glockenkurve die symmetrisch zur Geraden x = m ist. Der Erwartungswert m fällt zusammen it dem Modalwert und dem Median. Die Wendepunkte der Glockenkurve liegen bei m + s und m – s. 

N eignet sich bei gewissen Voraussetzungen für die Approximation von vielen theoretischen Verteilungen wie der Binomial-, Chi-Quadrat- oder Hypergeometrischen Verteilungen.

Akzept

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Akzept

Der Begriff Akzept beschreibt die Annahme eines gezogenen Wechsels durch den Bezogenen.

Der Bezogene wird durch das Akzept zur Zahlung der Wechselsumme bei Fälligkeit verpflichtet.

Das Wort leitet sich aus dem Lateinischen ab und steht für eine Annahme.

Ein Akzept ist:

  • Im Allgemeinen eine Annahme eines Antrages zu einem Vertrag
  • Die Erklärung des Bezogenen auf einen Wechsel durch die Unterschrift die Wechselsumme bei Fälligkeit zu zahlen
  • Der akzeptierte Wechsel selbst

Abweichungsanalyse

Abweichungsanalyse

Die Abweichungsanalyse spaltet als eine betriebswirtschaftliche Analysemethode die Abweichung von Erfolg, Erlös und Kosten nach ihren Ursachen hin auf.

Auf diese Weise werden Fehlerquellen erkannt und man kann die Verantwortlichkeit der Bereichsleiter feststellen mit Hilfe einer Erlös- und Kostenabweichungsanalyse.

Es treten hierbei Abweichungsüberschneidungen auf wenn einige der Einflussgrößen von Erlös und Kosten multiplikativ miteinander verknüpft sind wie beispielsweise Preis p und Menge m.

Die Sekundärabweichung (Ap x Am) kann nicht eindeutig den Primäarabweichungen, der Preis- und Mengenabweichung zugeordnet werden.

Man verwendet unterschiedliche Abweichungsanalysen, zu den häufigen gehört die kumulative Abweichungsanalyse bei welcher die Sekundärabeichung der Preisabweichung zuschlägt wie beispielsweise bei der Kostenabweichungsanalyse.

In der Betriebswirtschaftlehre werden unterschiedliche Analysemethoden angewendet.

Weichen die tatsächlichen Werte wie die Istkosten von den geplanten Werten ab wie den Plankosten in der Plankostenrechnung so kann man durch die Abweichungsanaylse ermitteln worin die Ursachen für diese Abweichungen liegen. So kann man die Abweichungsanaylse im Erfolgscontrolling nutzen.

Verhalten sie Einflussgrößen nicht planmäßig so kommt es zu Abweichungen. Bei der Abweichungsanalyse werden daher den Einflussgrößen Beträge zugeordnet die sie verursacht haben als Teilabweichungen.

Üblicherweise ermittelt man bei den Hauptabweichungen:

  1. Die Beschäftigungsabweichung
  2. Die Preisabweichung
  3. und die Verbrauchsabweichung

Abschreibung

Abschreibung

Die Abschreibung ist der Geldausdruck für den Verschleiß der Grundmittel. Dabei ist die Höhe der Abschreibung ein Ausdruck für den langsam auf den langsam auf das neue Produkt übertragenen Wertteil der Grundmittel.

In der Bilanzkosmetik unterstützen die Abschreibungsregeln ein Unternehmen und eine Wertsteigerung durch Steuermittel kann gefördert werden.

Man kann so abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens in ihrer Wertherabsetzung erfassen.

Man verteilt die Anschaffungs– oder Herstellungskosten periodengerecht auf die Nutzungsjahre der Anlagengegenstände.

Mögliche Ursachen von einer Abnutzung sind Verschleiß, Rost, Fäulnis, technischer Fortschritt, wirtschaftliche Überholung mit Modelländerungen etc. oder auch zeitlich beschränkte Reche wie Patente oder Verträge.

Es wird zwischen planmäßiger und außerplanmäßiger Abschreibung unterschieden. Wenn aufgrund eines niedrigen Stichtagswertes wegen außerordentlichen Verschleiß oder einer falschen Schätzung der Nutzungsdauer ergibt so kann es zu außerplanmäßger Abschreibung kommen.

Für abnutzbares Anlagevermögen kommen sowohl plan- als auch außerplanmäßige Abschreibung in Frage. Für nicht abnutzbares Anlagevermögen hingegen nur außerplanmäßige Abschreibung.

Weiterhin dürfen nur betriebsnotwendige Wirtschaftgüter für die Abschreibung in Betracht gezogen werden. Stillgelegte Anlagen beispielsweise nicht.

Man unterscheidet das finanzielle und das betriebliche Rechnungswesen bei der Bewertung von Abschreibungen. Für das finanzielle Rechnungswesen gelten Handelsrecht und Steuerrecht, beim betrieblichen Rechnungswesen ist für die Bewertung der Kostenbegriff, die betriebswirtschaftlichen Kosten entscheidend.

Nach dem Handels- und Steuerrecht dürfen nur die Anschaffungs- oder Herstellungskosten hergangezogen werden.

Bei allgemeiner Inflation müsste vom Wiederbeschaffungswert abgeschrieben werden wenn die betriebliche Substanz erhalten werden soll, da sie als Aufwand verrechnete Abschreibung auf die Anschaffungs- oder Herstellungskosten keine Wiederbeschaffung des Gegenstandes bei einem gestiegenen Marktpreis ermöglicht. Hat das Unternehmen zu wenig abgeschrieben so weist es einen Scheingewinn aus, daher wird von Unternehmen mit kalkulatorischer Abschreibung gerechnet.

Man verwendet in der Praxis lineare oder degressive Abschreibungen. Bei der linearen hat man konstante Periodenbeträge mit einem linear fallendem Buchwert für die Anlagengegenstände bei der degressiven fallen die ersten Perioden höher aus als spätere.

Bei einer leistungsbedingten Abschreibung verteilt man die Abschreibungsbeträge entsprechend der Inanspruchnahme der Anlagengegenstände.

Im Steuerrecht sind alle 3 Verfahren zulässig. Häufig verwendet man auch Kombinationen. Handelsrechtlich sind sie zulässig, steuerrechtlich teilweise eingeschränkt.

Buchhalterisch werden im betrieblichen Rechnungswesen die Abschreibungen in der Kontenklasse 2 und 4 des Gemeinschaftskontenrahmes der Industrie betrachtet.

Die Abschreibungen sind nicht nur Kosten oder Aufwand, vielmehr auch ein Geldmittelrückfluss für eine vorangegangene Periode und die finanzierten Vermögenswerte, somit sind sie auch ein Finanzierungsinstrument für Investitionen in der Zukunft.

Das Gegenteil der Abschreibung ist die Zuschreibung, also die Wertheraufsetzung des Anlage- sowie Umlaufvermögens und steuerrechtlich verboten. Im Steuerrecht ist die Abschreibung der Oberbegriff für die Absetzung für Abnutzung kurz AfA, Absetzung für Substanzverringerung AfS wie bei Berbbauunterhmen etc. , Sonder-Abschreibungen beispielsweise wie eine erhöhte Absetzung für Einfamilienhäuser nach § 7b EStG und Teilwert-Abschreibung bei der der niedrige Teilwert angesetzt wird.

Opportunitätskosten

Opportunitätskosten

Im Englischen spricht man von den „Opportunitycosts“.

Es handelt sich um Alternativkosten, also Kosten welche die Realisierung der nächstbesten Aktivität (Alternative) hervorruft und der Nutzen, der entgeht, weil eine andere alternative Aktion realisiert wird.

Zahlungsbilanz

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Zahlungsbilanz

Mit der Zahlungsbilanz erfolgt eine Gegenüberstellung von Zahlungen einer Volkswirtschaft innerhalb einer Zeitperiode die an das Ausland geleistet und die Zahlungen die vom Ausland empfangen wurden.

Man unterscheidet die folgenden Teilbilanzen:

  1. Leistungsbilanz die den Import und Export von Waren (Handelsbilanz) und Dienstleistungen (Dienstleistungsbilanz) und die sogenannten unentgeltlichen Übertragungen (Übertragungsbilanz) umfasst
  2. Kapitalbilanz mit einer Gegenüberstellung der Kapitaleinfuhr und Kapitalausfuhr
  3.  Devisenbilanz mit den Veränderungen der Währungsreserven an

Abhängig von dem ökonomischen Charakter unterscheidet man die verschiedenen Teilbilanzen die zur Zahlungsbilanz zusammengefasst werden.

Bei der Handelsbilanz stellt man wertmäßig die Wareneinfuhr und -ausfuhr gegenüber, bei der Dienstleistungsbilanz entsprechend die Dienstleistungen. Die Leistungsbilanz ergibt sich aus der Bilanz der laufenden Kosten, der Handelsbilanz, der Dienstleistungsbilanz und den unentgeltlichen Übertragungen der Übertragungsbilanz.

In der Kapitalbilanz fasst man Änderungen der Auslandsforderungen und -verbindlichkeiten zusammen, also die Bilanz des Kapitalverkehrs.

Gold- und Devisenbestände werden in der Gold- und Devisenbilanz betrachtet.

Es können auch lang- und kurzfristige Kapitalbilanzen unterschieden werden.

Selbst wenn die Zahlungsbilanz in der Theorie ausgeglichen ist so gibt es in der Praxis Restposten in Form von errors and omissions für den buchungstechnischen Ausgleich der Zahlungsbilanz.

Schwankende Restposten können ein Hinweis auf Veränderungen der terms of payment sein.

In der Zahlungsbilanz erscheint jede außenwirtschaftliche Transaktion mit der Debet- und der Credit-Buchung.

Durch den buchungstechnischen Ausgleich der Zahlungsbilanz kann das Ungleichgewicht der Zahlungsbilanz auf das Saldo einer oder mehrer zusammengefasster Teilbilanzen abzielen.

Die Volkseinkommensgleichung Y = C + I + X -Im mit dem Außenbeitrag (X -Im) zeigt das Zusammenspiel von außenwirtschaftlicher und binnewirtschaftlicher Entwicklung. X ist das Saldo der Exporte und Im die Importe. Die Verminderung der heimischen Absorption ergibt sich zu A (=C+I).

 

Innerbetriebliche Leistungen

Innerbetriebliche Leistungen

Unter den innerbetriebliche Leistungen versteht man die in einem Betrieb erbrachten Leistungen welche nicht für den Absatz am Markt bestimmt sind. Vielmehr werden sie im Rahmen des betrieblichen Leistungserstellungsprozesses wieder verbraucht wie beispielsweise eine eigene Energieerzeugung, Werkstätten, Wartung, innerbetriebliche Logistik, Arbeitsvorbereitung, Qualitätssicherung etc.

Aufwertung

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Aufwertung

Die Aufwertung beschreibt eine Heraufsetzung des Außenwertes einer Währung durch eine Änderung des Wechselkurses. man spricht auch von einer Revalvation.

Dabei erfolgt in einem System von festem Wechselkursen die Aufwertung durch den Beschluss der zuständigen Behörde. In Deutschland von der Bundesregierung.

Gibt es freie Wechselkurse so ergibt sich ein Aufwertungseffekt sobald die Währung eines Landes stärker nachgefragt wird als sie angeboten wird.

Die Aufwertung hat zur Folge, dass Einfuhren billiger werden und Ausfuhren teurer.

Bei Systemen von freien Wechselkursen ergibt sich eine Aufwertung durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage auf dem Devisenmarkt.

Man kann daher eine Aufwertung als ein Mittel verwenden um Zahlungsbilanzüberschüsse zu beseitigen. Das Gegenteil der Aufwertung ist die Abwertung.

Die Aufwertung beschreibt somit eine hoheitliche oder marktmässige Heraufsetzung des Wechselkurse, des Außenwertes der inländischen Währung in Relation zu einer oder mehreren ausländischen Währungen.

Durch eine Aufwertung wird eine Verringerung des Exportüberschusses in der aktiven Handelsbilanz oder auch die Minderung des Zuflusses von ausländischen Kapital erreicht, da es durch die Aufwertung zu einer Verbilligung von Auslandswährungen komm bei unveränderten Auslandspreisen und somit zu einer Preissenkung von ausländischen Gütern.

Wird die Marshall-Lerner-Bedingung erfüllt so tritt diese Reaktion der Handelsbilanz ein.

Die Aufwertung kann auch die Dämpfung eines Konjunkturbooms (Außenwirtschaftspolitik, Theorie der Wirtschaftspolitik, Konjunkturtheorie) oder die Inflation in der Geldpolitik bezwecken.

Man unterscheidet nominelle und reale Aufwertung. Die realen Aufwertung ist um die jeweilige Rate der Geldwertentwicklung, also die Inflationsrate der beteiligten Länder und Währungen bereinigt.

Es kommt zu einer Revalvation der Währung, wenn sich der Wechselkurs erhöht oder der Devisenkurs der Währung senkt.

So kam es am 27.10.1969 zu einer Aufwertung des EUR gegenüber dem US-Dollar um 0,2500 $& EUR auf 0,2732 $/EUR.

Lieferantenkredit

Lieferantenkredit

Bei einem Lieferantenkredit handelt es sich um einen Kredit welcher ein Lieferant einer Ware dem Käufer gewährt durch die Einräumung eines Zahlungszeitpunktes der hinaus geschoben wird wie beispielsweise als Zahlungsziel zahlbar in 30 Tagen etc.

Man spricht auch von einem Liefervertragskredit. So wird dem Abnehmer von Produkten oder Leistungen ein Zahlungsziel gewährt welches definiert ist durch die Zeitspanne zwischen der Rechnungslegung beziehungsweise Lieferung und Bezahlung. So räumt man häufig ein Skonto ein für die Nichtnutzung des Lieferantenkredites. Der Lieferantenkredit gibt dem Lieferanten eine Sicherheit ohne weitere Formalitäten. Es ergeben sich Kosten für den Kredit für den Kunden, den Abnehmer durch das nicht in Anspruch nehmen des Skontos welche als Opportunitätskosten bezeichnet werden.

Im internationalen Rahmen sind Lieferantenkredite Bankkredite welche an Exporteure in deren Funktion als Lieferanten gegeben werden.

Der Lieferantenkredit ist weit verbreitet und ein Marketinginstrument. Er ist sowohl Ausstattungs- als auch Lieferungskredit.

Beim Ausstattungskredit gewährt der Lieferant dem Kreditnehmer für die Beschaffung von notwendigen Einrichtungsgegenständen einen langfristigen Barkredit der vertraglich fixiert ist und der hohe Zins- und Tilgungskosten hat. Für die Vergabe des Kredites ergeben sich für den Kreditnehmer Abnahmepflichten für Leistungen des Kreditgebers wie bei Gaststätten, Brauereien etc.

Die Lieferantenkredite sind Zahlungsstundungen von Lieferanten an ihre gewerbliche Kunden in der Form von kurzfristigen Lieferungskrediten die über einen Kaufvertrag geregelt sind. Man spricht bei der Zeitspanne zwischen der Lieferung und dem vertraglich vorgesehenen Zahlungszeitpunkt auch von dem Lieferantenziel. Es fließen keine Finanzmittel wie bei einem klassischen Kredit. So fallen auch keine Kreditkosten oder Zinsen an.

Vielmehr handelt es sich um einen Kredit da man dem Kreditnehmer kurzfristig die Einsparung von Finanzmitteln für die Zahlung von Lieferverbindlichkeiten gewährt.

Zu den Zahlungsbedingungen eines Lieferantenkredites gehören Preisnachlässe für eine frühzeitige Zahlung als Skonto. Diese können als Skontosätze nach Zahlungszielen gestaffelt sein, abhängig von den Zahlungszeitpunkten wird der Skonto dann vom ursprünglichen Rechnungspreis abgezogen.

Da man meist nur wenige Tage den Abzug erhält handelt es sich um einen relativ teuren Kredit, teurer als Kredite die man innerhalb der Zahlungsziele bei einer Bank aufnehmen könnte.

Allerdings ergibt sich eine formlose Abwicklung ohne Bonitätsprüfung sowie eine Flexibilität bezüglich der Laufzeiten und Kredithöhe.

Es ist auch möglich das Banken für ihre Kunden eine Bürgschaft oder Garantie als Avalkredit geben bei größeren Lieferantenkrediten.

So behält der Lieferant bis zur vollständigen Erfüllung seiner Forderungen das Eigentum an der Lieferung, den Eigentumsvorbehalt.

Für den Zielpreis auf der Rechnung gilt, dass die möglichen erwarteten Skontobeträge vom Lieferanten für die Fianzierungskosten schon einkalkuliert wurden und der Abnehmer dazu veranlasst wird möglichst frühzeitig die Rechnung zu begleichen.

Der Lieferantenkredit ist ein nichtbankmässiger Kredit welcher sich als Stundung von Kaufpreiszahlungen im Einverständnis mit dem Verkäufer ergibt.

Der Zinsaufwand ergibt sich dabei durch den in den Zahlungsbedingungen festgelegtem Skontosatz der auf die Skontobezugsspanne (die Lieferanten-Zielfrist in Tagen minus der Skontofrist in Tagen) bezogen wird und der hierdurch ermittelte Zinssatz pro Tag mit 360 multipliziert wird, so ergibt sich der Jahreszinssatz als Effektivzins.

Stammkapital

Stammkapital

Mit Stammkapital, auf Englisch „capital stock“, beschreibt man das gezeichnete Kapital einer GmbH.

Dabei bildet sich das Nominalkapital einer GmbH aus der Summe aller Stammeinlagen der Gesellschafter der GmbH. Das Stammkapital einer GmbH muss mindestens 50.000 € betragen.

Behaviorismus

Behaviorismus

Beim Behaviorismus handelt es sich um einen theoretischen Ansatz bei dem das beobachtete Verhalten der Gegenstand der Psychologie ist. Innere psychische Prozesse werden nicht beachtet.

Man erklärt das Verhalten im Behaviorismus durch Stimuli der Umwelt. Das S-R-Modell liegt dem Behaviorismus zugrunde.

Somit beschreibt der Begriff Behaviorismus als Sammelbegriff psychologische Forschungsrichtungen welche die Entwicklung der moderneen Psychologie und auch die Konsumentenforschung stark geprägt haben.

Bis zum Ende des 19. Jahrhundert galt die Psychologie vielmehr als ein Ableger der Philosophie und nicht als eigenständige Wissenschaft. Dabei waren die Methoden sehr mentalistisch also auf Bewusstseinsprozesse ausgelegt. Man nutzte als wichtigste Erkenntnismethode die Introspektion.

1913 veröffentlichte John B. Watson einen Aufsatz der zu einem Paradigmenwechsel führte so forderte er eine Psychologie die sich auf das Verhalten anstelle des Theoretisierens von inneren Bewusstseinsvorgängen konzentriert. So sollten objektive Beobachtungen eines Verhaltens auf beobachtbare Reiz-Reaktions-Prozesse im Vordergrund stehen. Anstelle der Introspektion setzte man kontrollierte Experimente als Weg zur Erkenntnis.

Der Behaviorismus ist eine Sammelbezeichnung für die in den USA vor dem ersten Weltkrieg entstandene Forschungsrichtung der Psychologie die sich ausschließlich mit den objektiv erfassbaren Vorgängen beschäftigt. Nach dem Reiz-Reaktion-Schema beachtet man die Kausalität eines Reizes. Die Reizwirkung zeigt sich in einer mehr oder weniger gelungenen Anpassung des Subjektes an die Umwelt. In modernen Versionen beachtet man auch intervenierende Variablen, also nicht beobachtbare Prozesse.

In der Wirtschaftswissenschaft ist der Behaviorismus ein Forschungsansatz der nicht direkt erfassbare Größen wie Einstellungen, Intuition, Bewusstsein auf beobachtbare messbare Variablen bezieht. So kann beispielsweise die Werbewirkung in der Konsumentenforschung betrachtet werden.

In der amerikanischen Psychologie wurde der Behaviorismus schnell bedeutend. Allerdings zeigten sich auch Schwächen wie bei Skinner bei einem überzogenem Behaviorismus. Klammert man alles internen Bewusstseinsvorgänge wie bei einer black-box aus so kommt es zur Gefahr eines reinen Faktensammelns ohne Theorie.

Der Neobehaviroismus versucht die Schwächen zu beseitigen und hat Eingang in der Sozialpsychologie gefunden. Man bezieht hier intervenierende Variablen mit ein.

So werden interne unbebobachtbare Zustände und Vorgänge im Organismus beachtet wie Einstellungen, Wissen, Ziele etc. die den Stimulus-Reaktions-Prozess besser erklären können.

Man verfällt nicht zurück in eine Introspektion oder Spekulation, welcher der Behaviorismus vermeiden wollte. Man rechtfertigt die intervenierenden Variablen im Erklärungsmodell nur wenn man sie zuverlässig und hinreichend gültig messen kann.

Im Käuferverhalten spielen die behavioristischen Ansätze eine geringe Rolle sofern sie sich nicht auf psychologische Methoden und Erkenntnisse stützen. Man orientiert sich vor allem am Neobehaviorismus bei der Erforschung von Einstellungen der Käufer und der Informationsverarbeitung.

Automation

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Automation

Die Automation beschreibt in der Wirtschaftssoziologie eine Automatisierung. Dabei werden Produktionsvorgänge durch zusammenhängende sich regulierende Maschinensysteme und Kontrollsysteme ermöglicht bei denen die menschliche Arbeit überflüssig wird, sie reduziert sich vor allem auf die wissenschaftlich-technische Vorbereitung und die Überprüfung der Fertigung.

Dabei kann die Automation als eine Fortsetzung der Mechanisierung gesehen werden oder aber auch als eine neue Stufe der Produktionskräfte.

Die Automation hat die innerbetrieblichen Arbeitsabläufe verändert und ermöglicht seit den 1950er Jahren eine beschleunigte Fertigung. So wird die Produktion industriell rationalisiert und rechnergesteuert und rechnerkontrolliert. Die Tätigkeit von Menschen wird dabei zunehmend ersetzt.

Fertigungsabläufe werden durch verkettete Betriebsmittel miteinander verknüpft. Auch der Fertigungsprozess muss hoch anpassbar sein.

Ziel ist eine höhere Wirtschaftlichkeit. Man verlagert den Einsatz der Mitarbeiter von der direkten Fertigung hin zur Steuerung, Planung, Überprüfung und Instandhaltung.

Man ersetzt nicht nur Muskelkraft, sondern es erfolgt eine Transformation von und Nachvollziehung von geistigen Prozessen.

Problematisch ist jedoch die Sozialverträglichkeit gekoppelt mit einem verbundenem Stellenabbau sowie einer Monotonie der Arbeit bei Kontrolle etc. Zu dem wird der Mensch einer totalen Kontrolle unterworfen.

Depot

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Depot

Unter dem Begriff Depot versteht man die Verwahrung von Wertpapieren bei einer Bank und umfasst dabei auch die Verwaltung mit in dem Begriff, also das Einziehen von Zinsen und Dividenden und die Ausübung von Bezugsrechten.

Das Depotgesetz regelt die Einzelheiten für die Verwahrung und Anschaffung von Wertpapieren.

Weiterhin beschreibt man mit dem Begriff Depot ein Knoten in einem logistischen Netzwerk wie ein Lager, Lagerhaus, warehouse in welchem Güter vorübergehend festgehalten oder auf einen anderen durch das Netzwerk führenden Weg überleitet werden.

Depots können Liefer- und Empfangspunkte sein als auch Auflöse- und Konzentrationspunkte im Warenflussnetzwerk.

Ein Depot übernimmt verschiedene Funktionen wie:

  • eine zeitliche Überbrückung
  • Reduktion von Unsicherheiten
  • Größendegression
  • Spekulation
  • Lieferzeitverkürzung
  • Vereinzelung
  • Flexibilitätssicherung

Innerhalb eines Depots laufen Lager- und Transportprozesse ab welche innerhalb der Vorratspolitik gesteuert werden als Depotplanung.

Lagerarten

Im Wareneingang des Depots werden die Güter vom Lieferanten angenommen und die Güter für die Lagerung vorbereitet, man zählt hierzu das Abladen von ankommender Ware, die Identifikation der ankommenden Ware, die Wareneingangskontrolle und das Lagerfähigmachen der Waren. Man achtet darauf, dass der Aufenthalt der Güter im Wareneingangsbereich kurz ist. Man nutzt das Einheitenlager für eine zeitliche Überbrückung bei der die selbe Einheit gelagert, eingelagert und ausgelagert wird.

Das Einheitenlager bezeichnet man auch als Reservelager, wenn die Einheiten nach der Auslagerung nicht unmittelbar zum Warenausgang gelangen und dafür aber im Kommissionierlager.

Hier lagern die Einheiten relativ lange.

Im Depotbereich Kommissionierlager lagert man Waren in kleinen Einheiten, Mengen und kurzfristig, man sorgt hier für die Auflösung des Güterflusses. Nach dem Kommissionieren verlassen die Waren das Lagerhaus nicht in dem Zustand in dem sie eingelagert wurden.

Das Kommissionieren erfolgt häufig manuell.

In der Packerei wird der kommissionierte Auftrag versandfertig gemacht, als Versand zählt auch ein innbetrieblicher Transport.

Im Warenausgang wird die Ware an den Empfänger abgegeben, man nimmt also Waren aus der Packerei und es kommt zu einem geordneten Zwischenlagern, abhängig von der Versandart und Kunden bis zur Abholung, Disposition des Transportmittels und des Verladens.

Hier stehen wie im Wareneingang die Bewegungsprozesse im Vordergrund.

Im Warenausgang findet nur in Ausnahmefällen eine längere Zeitüberbrückung statt.

In der Lagerverwaltung erfolgt die Steuerung und Koordination der Lagerprozesse und Bewegungsprozesse in den verschiedenen Lagerhausbereichen.

So bildet die Lagerverwaltung eine Schnittstelle des logistischen Subsystems Depot zum logistischen Subsystem Auftragsabwicklung.

Das Depot wird häufig nach funktionalen Gesichtspunkten gegliedert in:

  • Vorratslager
  • Umschlagslager
  • Durchgangslager
  • Verteilungslager

Man unterscheidet verschiedene Lagerbauformen wie:

  • Freilager
  • Flachlager
  • Etagenlager
  • Bunkerlager
  • Silolager
  • Hochregallager
  • Traglufthallenlager

Man unterscheidet bei den Lagerstufen:

  • Werkslager, hier lagern die Produkte nach der Fertigung und dienen einem kurzfristigem Mengenausgleich bei Produktion und Warenverteilung
  • Zentrallager, hier lagert das ganze Sortiment des Unternehmens und Fremdprodukte
  • Regionallager, hier lagert man nach Absatzregionen geordnet als Bindeglied zur Auslieferungslagerstufe
  • und Auslieferungslager, dient einer kundennahmen, schnellen Versorgung mit Waren

Durch mehrstufige Depotstrukturen in mehrstufiger Lagerhaltung können Gebrauchs- und Verbrauchsgüter multinational vermarktet werden..

Finanzierungsschäfte

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Finanzierungsschäfte

Mit Finanzierungsgeschäften beschreibt man Wertpapiere für die der Bund zeitweilig zur teilweisen kurz- oder mittelfristigen Finanzierung des Bundeshaushaltes emittiert.

In der Regel haben sie Laufzeiten von 1 bis 2 Jahren oder mehr.

Man verkauft sie diskontiert als Abzinsungspapier, dass heißt der Käufer zahlt einen niedrigen Betrag ein als er später in Form des Nennwertes zurückbekommt.

Die Titel werden im Regelfall monatlich aufgelegt.

Dabei können sie von jedermann erworben werden nicht jedoch von Banken und Ausländern.

Für den Käufer erfolg der Erwerb und die Einlösung zum Nennwert kostenfrei. Abhängig von der Marktlage variiert der Zinssatz.

Wissenschaftstheorie

Wissenschaftstheorie

Unter der Wissenschaftstheorie versteht man in der Wirtschaftssoziologie alle metawissenschaftlichen Erörterungen über Wissenschaft, zu welchen vor allem die logische Analyse der Begriffe der Wissenschaft, der wissenschaftlichen Methoden und der Wissenschaftsvorausstzungen zählen.

Man arbeitet in der modernen Wissenschafttheorie mit sprachanalytischen und formallogischen Mitteln und konnte so die Unzulänglichkeit (aufgrund der Eindimensionalität) der Kriterien für den Begriff der Erklärung und der empirischen Signifikanz nachweisen.

Man erweitert den engeren Bereich der Wissenschaftslehre welcher auch als Methodologie bezeichnet wird (mit wissenschaftlichen Methoden und Grundlagen) um die Erörterung der Ziele der Wissenschaft sowie der Implikation von Forschungsergebnissen für philosophische Probleme. Diesen erweiterten Rahmen beschreibt man auch durch den angelsächsischen Ausdruck „philosophy of science“.

Auch wurde gezeigt, dass eine eine Präzisierung wissenschaftlicher Vorgehensweisen ausschließlich mit syntaktischer und semantischer Kriterien nicht durchführbar ist.

Man nimmt daher immer mehr pragmatische Kriterien in Betracht und es werden Methoden und Regeln nach einem vorausgesetzten Zweck hin auf Adäquatheit hin überprüft, wie etwa dem Erkenntnisfortschritt.

Kontingenztheorie der Führung

Kontingenztheorie der Führung

Kennzeichnend für die Kontigenztheorie der Führung ist es, dass situativen Einflüssen, den Kontigenzfaktoren, auf den Führungserfolg eine wichtige Rolle haben.

So können verschiedene Führungsstile in unterschiedlichen Situationen effizient sein.

Es handelt sich um eine Führungstheorie nach F.E. Fiedler (1967) bei der man einen aufgaben- sowie mitarbeiterorientieren Führungstil unterscheidet.

Bestimmt wird der Führungserfolg durch die situative Günstigkeit, die Positionsmacht des Vorgesetzten, Merkmale der Aufgabenstruktur und interpersonelle Beziehungen.

So müssen entweder die situativen Bedingungen verändert werden oder andere Führungspersonen eingesetzt werden, wenn der Führungserfolg unzureichend ist.

Das Ändern des Führungsstils ins hingegen weniger sinnvoll, da es mehr ein überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal als ein kurzfristig veränderbares Verhaltensmuster ist.

Pareto-Optimum

Pareto-Optimum

Das Pareto-Optimum beschreibt eine gesellschaftliche Situation in der es nicht möglich ist die Wohlfahrt eines Individuums durch eine Re-Allokation der Ressourcen zu erhöhen ohne dabei die eines anderen Individuums zu senken.

Man spricht also von einer Situation in der A besser gestellt werden kann, aber B nicht gleichzeitig schlechter gestellt werden muss.

Somit ist das Pareto-Optimum das Kriterium für das Wohlfahrtsoptimum in der paretianischen Wohlfahrtsökonomik.

Man geht davon aus, dass die Individuen in ihren Nutzensvorstellungen voneinander unabhängig sind und der Nutzen mit steigendem Faktorenmengenbesitz und steigendem Gütermengenbesitz zunimmt.

Es werden Nachfrageinterdependenzen in Form von Demonstrativkonsum, Mitläufereffekte und ähnliche werden ausgeschlossen

Für die Existenz eines Pareto-Optimums geht man von Bedingungen aus wie:

Den Totalbedingungen, welche ausschließen, dass die Wohlfahrt durch die Berücksichtigung von neuen Produkten nicht erhöht werden kann, die durch überlegene Techniken von neu auf den Markt drängenden Unternehmen produziert werden. So muss der technische Fortschritt schon stattgefunden haben bevor man das Pareto-Optimum ableiten kann.

Die Stabilitätsbedinungen sagen aus dass es eine vollkommen Teilbarkeit der von allen Gesellschaftsmitgliedern verwendeten Faktoren und Gütern, sowie das Vorliegen einer konkaven Transformationskurve als Ertragsgesetz und zum Ursprung hin konvexe Indifferenzkurven. Somit schließt man externe Effekte im Konsum und der Produktion aus.

Die Marginalbedingungen müssen erfüllt sein, nur so kann nach einer technisch möglichen Transformation ökonomischer Variablen ein Pareto-Optimum vorliegen. Man unterscheidet 3 Marginalbedingungen. Das Haushaltsgleichgewicht nach dem zweiten Gossenschen Gesetzt muss für alle Haushalte erfüllt sein, das Produktionsoptimum für alle Unternehmen muss erreicht sein und die äquivalenten Grenzraten technischer und indifferenter Substitution müssen gleich sein.

Man verzichtet auf einen problematischen interpersonllen Nutzenvergleich und die Aufstellung einer gesellschaftlichen Wohlfahrtsfunktion.

Ohne ein weiteres Wohlfahrtskriterium ist das Pareto-Optimum nicht vergleichbar. Man kann also das optimum optimorum nicht herleiten.

Man leitet das Pareto-Optimum auf der Basis von gegebenen Einkommens- und Vermögensverteilungen ab, somit sind ihm als umfassendens Wohlfahrtskriterium Grenzen gesetzt.

Auswahlverfahren

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Auswahlverfahren

In der Wirtschaftssoziologie versteht man unter einem Auswahlverfahren ein Stichprobenverfahren. So wird aus einer Grundeinheit eine Auswahl an Elementen vorgenommen.

Beispielsweise wählt man aus allen Einwohnern eines Landes, allen Mitarbeitern in einem Betrieb etc. eine Gruppe aus die Rückschlüsse auf die Grundeinheit ermöglichen soll in möglichst genauen Maß.

In der Marktforschung können durch Auswahlverfahren Aussagen über die Gesamtheit gemacht werden. Auswahlverfahren beschreiben auch praktische Verfahren mit denen man Elemente für eine Stichprobe bestimmt.

Dabei kann man Zufallsauswahlen treffen in reiner oder uneingeschränkter Form, oder auch mehrstufige Auswahlen, Klumpenstichproben oder geschichtete Auswahlen.

Es können Stichprobenfehler und die Auswahl berechnet werden und angegeben werden mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Stichprobenwert der Grundgesamtheit in welchem Rahmen entspricht, wählt man willkürlich oder bei Quoten-Stichproben ist dieses nicht möglich.

Die Aussagekraft genau je mehr Element der Grundheinheit betrachtet werden.

Man strebt daher eine Vollerhebung im Sinne der statistischen Ergebniskorrektheit an. In der Praxis wird jedoch auf Grund der Kosten und dem finanziellen Aufwand nur eine Teilerhebung vorgenommen.

Dazu muss man geeignete Stichproben finden. Für dern Auswahl man 2 Gruppen von geeigneten Verfahren betrachtet die bewusste Auswahl oder die Zufallsauswahl.

Lineare Abschreibung

Lineare Abschreibung

Man spricht von einer linearen Abschreibung wenn man immer denselben Betrag abschreibt.

Bei der linearen Abschreibung werden die Anschaffungskosten und die Herstellungskosten in gleichen Beträgen auf die einzelnen Jahre der Nutzungsdauer verteilt.

So erhält man den jährlichen Abschreibungsbetrag in dem man den Anschaffungswert und den Herstellungswert durch die gewöhnliche Nutzungsdauer dividiert.

Der Vorteil der linearen Abschreibung liegt in der einfachen Berechnung. So kann die einmal berechnete Abschreibungssumme über die gesamte Nutzungsdauer beibehalten werden.

Man berücksichtigt bei dieser Methode jedoch nicht, dass die Wertminderungen gerade in den ersten Jahren höher ausfällt als später.