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Arbeiter

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Arbeiter

Unter einem Arbeiter versteht man einen Arbeitnehmer bei dem nicht Merkmale des im im Begriff Angestellter definierten Merkmale erfüllt sind.

Im Ursprung wurde danach unterschieden, dass ein Arbeiter eine manuelle Tätigkeit verrichtet und ein Angestellter eine geistige.

Jedoch wird heute nicht mehr danach unterschieden, da auch eine Facharbeitertätigkeit hohe geistige Anforderungen verlangt.

Vielmehr geht man heute nach der Verkehrsanschauung. So gehören Büroarbeit, Verkaufstätigkeit im Warenhaus oder kaufmännische Tätigkeit (auch in einfacher Form) zu einem Angestelltenverhältnis. Während Kellner, Straßenarbeiter etc. als Arbeiter gewertet werden.

Handelt es sich um gemischte Tätigkeiten so entscheiden die welche prägend sind für die ausgeführten Tätigkeiten.

Gelernte, angelernte und ungelernte Arbeiter

Für die Auszubildenden unterscheidet man nach der jeweiligen Gruppierung des Ausbildungsberufes.

Vor allem die Tätigkeit ist maßgebend für die Einteilung.

Man unterscheidet beim Begriff Arbeiter in:

hiernach richtet sich auch die Entlohnung.

Die Unterscheidung nach Arbeitern und Angestellten verliert zunehmend an Bedeutung, auch in den Tarifverträgen und der Rentenversicherung.

Angelernter Arbeiter

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Angelernter Arbeiter

Anders als ein Facharbeiter erhält ein angelernter Arbeiter in einer kurzen Ausbildungszeit von mindestens 3 Monaten bis unter 2 Jahren eingeschränkte Spezialkenntnisse und Spezialfertigkeiten.

Somit hat der angelernte Arbeiter keine abgeschlossene Ausbildung in einem Ausbildungsberuf. Es besteht jedoch die Möglichkeit die erworbene Qualifikation auf einen Ausbildungsberuf anrechnen zu lassen.

Im Tarifrecht führen die angelernten Arbeiter, anders als die ungelernten Arbeiter, eine anerkannte und eingruppierte Tätigkeit aus die nach eine Sonderausbildung erfordert.

Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik

Angebotsorientierte Wirtschaftspolitik

Man versteht unter der angebotsorientierten Wirtschaftspolitik die sich an der Angebotsseite Volkswirtschaft orientiert. Sie stellt eine Alternative zur keynesianischen makroökonomischen Nachfragesteuerung dar, der Globalsteuerung/Angebotsökonomik.

Das Ziel ist es primär das Wachstum zu steigern. Hierzu geht eine Zunahme der Produktivität voraus. Verteilungsziele werden nur sekundär verfolgt.

Sie lässt sich damit begründen, dass sie aus der monetaristischen Sicht gravierende Mängel der keynesianischen Fiskalpolitik vermeidet.

Hierzu gehören:

Das ungeeignete Mittel zur Bekämpfung einer stagflationären Situation, also einem gleichzeitigen Auftreten von stagnierende und Wirtschaft und Inflation (Stagflation).

Sowie die weitgehende Innovations- und Anpassungsschwäche durch zunehmende Inflexibilität der Preise welche sich durch staatliche Eingriffe im privaten Sektor als Wachstumsbremse ergeben.

Und die Verdrängung von privater Güternachfrage aufgrund von direkten Crowding-out-Effekt oder Zinssteigerung.

So kann eine angebotsorientierte politische Maßnahme die Senkung der gesetzlichen Lohnnebenkosten sein, wie durch die Streichung von gesetzlichen Feiertagen.

Das Preisniveau geht zurück und das gesamtwirtschaftliche Einkommen steigt innerhalb eines makroöknomischen keynesianischen Totalmodell, die gesamtwirtschaftliche Angebotsfunktion wird nach rechts verschoben.

Arglistige Täuschung

Arglistige Täuschung

Unter einer arglistigen Täuschung versteht man das vorsätzliche Hervorrufen, Bestärken und auch Bestehenlassen von falschen Vorstellungen bei jemand anderen. Man ist sich hierbei bewusst, dass durch diesen Irrtum die Willenserklärung des anderen bestimmt wird.

Dabei kann der Getäuschte seine Willenserklärung bei einer arglistigen Täuschung anfechten. Diese Anfechtung ist auch dann möglich wenn die arglistige Täuschung nicht von dem Vertragspartner bzw. Erklärungsgegner, sondern auch von Dritten ausgeübt wurde und der Gegner dieser Täuschung nach § 123 BGB kannte oder aus Fahrlässigkeit nicht kannte.

Es besteht eine First von der Anfechtung von einem Jahr. Diese gilt nach § 124 BGB von dem Zeitpunkt an ab dem der Getäuschte die Täuschung entdeckte.

Anleihe

Anleihe

Unter Anleihen versteht man Forderungspapiere welche durch einen Kredit am Kapitalmarkt aufgenommen werden. Anleihen werden öffentlich von juristischen Personen vergeben anders als bei privaten Krediten.

Sie haben verschieden Laufzeiten, Verzinsungen und Emissionswährungen. Der Kurs wird in Prozent des Nominalwertes angegeben. Die Verzinsung als Kondition kann variabel (Floating Rate Note), fest oder auch strukturiert, abhängig von Ereignissen ausfallen.

Die Anleihe ist eine Schuldverschreibung, die Gläubigerrechte wie das Recht auf Verzinsung und Tilgung verbriefen. Diese Wertpapiere (Effekten) erfolgt in der Regeln zur einer langfristigen Fremdkaptialaufnahme auf inländischen und ausländischen Kapitalmärkten. Es kann auch über eine den Marktzins verzinste Anleihe in eine niedriger verzinsliche umgewandelt werden (Konvertierung).

Die Stückelung liegt in der kleinsten Form bei 0,01 Euro. Häufig werden Sammelurkunden und keine effektive Stücke ausgegeben.

Anleihen werden zu pari 100 %, mit Aufschlag Agio oder mit Abschlag Disagio emittiert. Die Rückzahlung erfolgt dabei in der Regel zum Nennwert, seltener zu pari.

Für die Emission von Anleihen nutzt man in der Regel eines von drei gängigen Verfahren:

  1. Das Festpreisverfahren, bei der ein Festpreis für das Wertpapier vorgegeben wird
  2. Das Bookbuildingverfahren bei dem eine Preisspanne für eine Zeitfrist gegeben wird, zu welchen Investoren bereit sind zu kaufen
  3. Sowie ein Auktionsverfahren, hierbei bestimmt sich der Preis durch Gebote der Investoren.

Bundesanleihen werden von der Deutschen Bundesbank im Auftag der Bundesrepublik Deutschland – Finanzagentur GmbH ausgegeben.

Die Laufzeit von Anleihen beträgt in der Regel 5 bis 30 Jahre. Den Schuldnern wird ein Recht zur Kündigung, in der Regel nach dem Ablauf einer Sperrfrist, zu gesichert.

Für Tilgungsanleihen erfolgt eine Rückzahlung am Ende der Laufzeit als gesamter Betrag oder in Teilabschnitten für einzelne Anleihenserien nach Auslosung oder einem fixen Plan.

Auch der Emittent kann durch einen freihändigen Rückkauf eine Tilgung erreichen.

Anleihen gibt es in 4 Arten:

  1. Aus der öffentlichen Hand von Ländern, Bund, Kommunen und Sondervermögen des Bundes zur Haushaltsfinanzierung.
  2. Als internationale Anleihen am internationalen Kaptialmarkt mit Zerobond, Null-Coupon-Anleihe, Eurobond, Junk Bond, Auslandsanleihe, Doppelwährungsanleihe, Floating Rate Note FRN.
  3. Als Schuldverschreibungen der Kreditinstitute wie öffentliche Pfandbriefe bzw. Pfandbriefe und Schuldverschreibungen von Kreditinstituten mit Sonderaufgaben wie Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW etc.
  4. Als Anleihen der gewerblichen Wirtschaft mit Industrieobligationen, Unternehmensanleihen, Wandelschuldverschreibungen, Optionsanleihen, Schuldscheindarlehen und Gewinnschuldverschreibungen.

Agile Werte

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Agile Werte

Agile Werte werden bei der agilen Produktentwicklung genutzt. Dabei werden 4 agile Werten denen des klassischen Projektmanagements gegenüber gestellt.

Die agilen Werte werden hierbei vorrangig behandelt.

So zieht man die Zusammenarbeit mit dem Kunden zum Beispiel den möglichen Vertragsverhandlungen vor.

Die 4 agilen Werte sind:

  1. Individuen und Interaktionen stehen höher als Werkzeuge und Prozesse.
  2. Funktionierende Software geht vor einer umfassenden Dokumentation.
  3. Die Zusammenarbeit mit dem Kunden geht vor Vertragsverhandlungen.
  4. Das Reagieren auf Veränderungen ist wichtiger als das Befolgen eines starren Planes.

Agile Prinzipien

Agile Prinzipien

Agile Prinzipien beschreiben in der agilen Produktentwicklung Vorgehensweisen wie die Selbstorganisation des Entwicklungsteams oder Iterationen in der Entwicklung.

Agiles Manifest

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Agiles Manifest

Agiles Manifest beschreibt ein kurzes Dokument in welchem festgelegt wird nach welchen agilen Prinzipien und mit welchen agilen Werten eine Software entwickelt wird.

Es wurde von erfahrenen Software-Entwicklern als Reaktion auf viele gescheiterte Softwareprojekte verfasst.

Die vier agilen Werte sind:

  1. Individuen und Interaktionen stehen höher als Werkzeuge und Prozesse.
  2. Funktionierende Software geht vor einer umfassenden Dokumentation.
  3. Die Zusammenarbeit mit dem Kunden geht vor Vertragsverhandlungen.
  4. Das Reagieren auf Veränderungen ist wichtiger als das Befolgen eines starren Planes.

Aktives Zuhören

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Aktives Zuhören

Aktives Zuhören ist eine Gesprächstechnik mit der man Konfliktsituationen deeskalieren kann oder auch bei der Anforderungsanlyse wichtig Informationen gewinnen kann.

Man kann sie auch bei der Askese anwenden und unterscheidet 3 Formen der des aktiven Zuhörens.

  1. Mit der Aufmerksamkeit sorgt man dafür, dass man die Gedanken bei sich behält und dem Gesprächspartner genau und aufmerksam zu hört. Durch das aufmerksame Zuhören wird der Gesprächspartner auch motiviert weiter zu reden.
  2. Die Zurückhaltung sorgt dafür, dass man selbst keine Informationen zum Gespräch beiträgt und so nicht verfälscht, was der Gesprächspartner gesagt hat. Selbst wenn man sich gut auf dem Themengebiet gut auskennt gilt es hier sich in Zurückhaltung zu üben.
  3. Die Zusammenfassung dient dazu Missverständnisse auszuräumen. Man wiederholt hierbei das Gesagte in eigenen Worten ab und an wieder zusammen gefasst. Auch hat der anderen so die Möglichkeit sie zu korrigieren, falls sie etwa von dem Gesagten falsch verstanden haben.

Arbitrage

Arbitrage

Das Wort Arbitrage leitet sich aus dem Lateinischen arbitratus für „freie, Wahl, freies Ermessen nach Gutdünken“ ab. Man nutzt Preis-, Kurs-, Zinsunterschiede an verschiedenen Orten zum selben Zeitpunkt ohne Risiko aus. Im Gegensatz dazu steht die Spekulation, die mit Risiken behaftet ist und Unterschiede in einem bestimmen Zeitraum ausnutzt.

Arbitrage sind Börsengeschäfte, die Zins-, Preis-, oder Kursunterschiede zwischen verschiedenen Märkten im Mittelpunkt der Gewinnerzielung haben.

Es kommt so volkswirtschaftlich gesehen zu einem Ausgleich von bestehenden Differenzen bei Kursen, Zinsen und Preisen der verschiedenen Teilmärkte und so zu einer einheitlichen Feststellung von Zinsen und Preisen.

Durch die Verbreitung des Computerhandels verringern sich die Möglichkeiten der Arbitragegeschäfte.

Arbitrage-Formen

Man unterscheidet verschiedene Arten der Arbitragegeschäfte, abhängig von den Wirtschaftsgütern.

  • So gibt es Effektenarbitrage also Wertpapierarbitrage bei dem Kursunteschiede von Wertpapieren an verschiedenen Börsenplätzen in Form von Kursdifferenzen Gewinnbringende ausgenutzt werden. Man kauft die Wertpapiere billig und verkauft sie teuer.
  • Devisenarbitrage nutzt Unterschiede der Wechselkurse gewinnbringend an verschiedenen Devisenplätzen aus. Man unterschiedet Kassa- und Termingeschäfte. Man kauft Devisen am Platz der billigsten Kassakurse und Verkauft sie am Platz der teuersten Terminkurse in Form eines Devisen-Differenzarbitrage.
  • Zinsarbitrage nutzt Zinsdifferenzen an verschiedenen Geldhandelsplätzen aus um einen Zinsgewinn zu erzielen. Neben der Liquiditätsversorgung bei Geschäften am Geldmarkt steht so die Ausnutzung von Zinsdifferenz der Geldhandelsplätze im Vordergrund.
  • Im Kaufvertrag beim Außenhandel und Binnenhandel ist die Arbitrage-Klausel die Inanspruchnahme eines Schiedsgericht oder Schiedsspruch eine Arbitration.

Askese

Askese

Askese leitet sich aus dem Altgriechischen ab und bezeichnet eine Übungspraxis innerhalb der Selbstschulung aus einer philosophischen und religiösen Motivation heraus. Es werden so Tugenden, Fähigkeiten, Selbstkontrolle und die Festigung des Charakters angestrebt.

Askese im Projektmanagement

Die Askese Projektmanagement beschreibt das Coaching des Projektleiters. Dabei soll der Mitarbeiter selbst auf die Lösung seine Problemes kommen.

Beim klassischen Beraten vertraut man auf die Expertise der Beraters. Häufig kennt der Mitarbeiter jedoch genauer den Umfang des bestehenden Problemes, so dass es sinnvoller ist, dass man dem Mitarbeiter keine konkreten Lösungen zu ähnlich gelagerten Problemen oder konkrete Lösungsansätze unterbreitet.

Die Möglichkeit der eigenen, selbständigen Lösungssuche, sofern der Mitarbeiter vom Wissen her dazu allein in der Lage ist, ist deutlich motivierender für ihn und bringt ihn zum selbständigen Lösen von Problemen.

Durch die Askese, also Zurückhaltung können so oftmals befriedigendere Ergebnisse für alle Beteiligten erzielt werden.

Agiles Projektmanagement

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Agiles Projektmanagement

Agiles Projektmanagement umfasst:

  • Agile Methoden geben den agilen Techniken eine Gesamtstruktur hin zum Projektmanagement
  • Agile Techniken sind konkrete Verfahren für die praktische Umsetzung der Prinzipien und Werte
  • Agile Prinzipien, die auf agilen Werten basieren und Handlungsgrundsätze bilden
  • Agile Werte bilden das Fundament

Im agilen Projektmanagement steht die Einhalt des Termines an erster Stelle. So können einzelne Aufgaben im Umfang gekürzt werden oder gar gestrichen, um das Terminziel nicht zu verfehlen.

Im klassischen Projektmanagement nach dem Wasserfall-Modell tendiert man hingegen eher dazu das Terminziel nach hinten hin zu verlegen, als den Umfang zu kürzen. Gegenfalls werden weitere Ressourcen wie Personal und Geld zur Erreichung dieses Zieles eingesetzt.

Methoden, wie Scrum, Unified Process, Extreme Programming sind in erster Linie für die Softwareentwicklung entwickelt worden. Das Rahmenwerk von Scrum sieht keine konkreten Techniken wie Task Boards, Planning Poker vor, vielmehr werden Prozessablauf und Projektrollen in den Mittelpunkt gestellt.

Man unterscheidet bei Scrum 3 Rollen, 5 Ereignisse und 3 Artefakte. Scrum ist so ein Rahmenwerk, dass Strukturen vorgibt.

Der Projektablauf bei Scrum

Bei Scrum kommt es in der Regel zu folgendem Ablauf eines Projektes:

  • Der Sammlung aller Anforderungen aus Kundensicht
  • Der Iterationsplanung des Projektes wird mit dem Kunden durchgeführt
  • Man legt Teilmengen der Anforderungen für Iteration fest
  • Es wird ein Teilprodukt in der Iteration entwickelt
  • Man holt das Feedback des Kunden ein
  • Durch das Feedback passt man die weiter Planung an

Das Scrum ist so ein „Rahmenwerk“ für agile Prozesse und gibt Strukturen vor sowie Projektrollen.

So werden bei Scrum folgende Begrifflichkeiten verwendet:

  • Sprint als Iteration
  • Scrum Master ist verantwortlich für das Einhalten und Einführung des Scrum-Prozesses, er ist ein Servant Leader (also dienender Führer), coacht das Entwicklungsteam in der Selbstorganisation und im crossfunktionalen Arbeiten, er beseitigt Hindernisse (Impediments), er ist flexibel und die Brücke zwischen Scrum-Team und Organisation
  • Product Owner ist ein Fachexperte der für die Anforderungen verantwortlich ist
  • Das Daily Scrum ist ein Daily-Standup-Meeting
  • Die Retrospective ist ein Meeting mit der Rückschau auf den Prozess, um sich kontinuierlich zu verbessern
  • Die Review ist ein Meeting, welches Feedback zum aktuellen Inkrement gibt
  • Definition of Done (DoD) gibt Kriterien vor wann genau eine Aufgabe als erledigt gilt
  • Product Backlog beschreibt alle Anforderungen und umzusetzenden Aufgaben, es wird ständig nach den Wünschen der Stakeholder angepasst und vom Product Owner gepflegt. Geplante Verbesserungen die sich aus dem Sprint Review ergeben werden mit aufgenommen. Die nummerierte Reihenfolge gibt die Wichtigkeit der Einträge vor. Die einzelnen Einträge werden als Product Backlog Items bezeichnet. Hochpriorisierte Einträge sind klein und detailliert, niedriger priorisierte Einträge sind grobgranularer, dieses ermöglicht eine Just-In-Time-Spezifikation, die Time-To-Market wird kleiner, man kann früher mit der Entwicklung dankt der Detaillierung beginnen, man vermeidet Verschwendung, da nur wichtiges frühzeitig detailliert wird, unwichtiges wird evtl. hinterher gänzlich gestrichen. Der Product Backlog sollte DEEP sein, also Detailed Appropriately (angemessen detailliert), Emergent (dynamisch), Estimated (geschätzt) und Prioritized (priorisiert)
  • Das Sprint Backlog gibt die für den nächsten Sprint (Iteration) umzusetzenden Aufgaben und Anforderungen vor. Im Sprint Planning werden geeignete Anforderungen aus dem Product Backlog in das Sprint Backlog übertragen. Auch hier werden Schätzungen zu Aufwand angegeben und ständig der aktuelle Stand eingepflegt.

Dabei werden die 3 Artefakte (Daten für Zwischenergebnisse) gebildet von dem Inkrement (einsatzfähiges Teilprodukt der Entwicklung aus dem Sprint), dem Product Backlog (es enthält die umzusetzenden Anforderungen mit zeitlichen Schätzungen in Personentagen PT, sind Anforderungen detailliert genug definiert um sie umzusetzen so werden sie als „ready“ bezeichnet) und dem Sprint Backlog.

Die 3 Rollen werden gebildet von:

  • Dem Scrum Master er sorgt für die strikte Einhaltung der Prozesses, er beseitigt Hindernisse welches das Entwicklungsteam aufhalten und coacht es zur Selbstorganisation, er sorgt für ein hocheffektives Scrum-Team, er sorgt dafür, dass Teammeinungen und Teamentscheidungen enstehen und in gemeinsamen Besprechungen Diskussionen aufkommen und unterstützt den Product Owner außerdem sorgt er für gute Rahmenbedinungen, es kann mehrere Scrum Master in einem Projekt geben
  • Dem Product Owner er sorgt für die Umsetzung möglichst vieler Kundenwünsche, er steht den Entwicklern kurzfristig bei Fragen zur Produktanforderung zur Verfügung, er ordnet die Einträge im Product-Backlog zur einer optimalen Erreichbarkeit, es gibt nur einen Product Owner pro Projekt, er darf als einziger Einträge im Product Backlog auf done setzen, er vertritt die Interessen des Kunden (stakeholder (Interessensvertreter)), er bildet die Brücke zwischen Kunde und Entwicklungsorganisation, er ist für das Produkt verantwortlich und muss es verstanden haben.
  • und dem Development Team setzt die Anforderungen in Iterationen um, sie bestimmen mit welche Aufgabe als nächstes abgearbeitet wird. Es arbeitet ausschließlich nach den fachlichen Angaben des Product Owners, organisiert sich selbst und hat keine weiteren Aufgaben außerhalb des Scrum-Prozesses, innerhalb des Entwicklungsteams, werden keine weiteren Unterteilungen durchgeführt unabhängig von der fachlichen Spezialisierung, es umfasst maximal 10 Entwickler

Scrum kennt die Rolle eines Projektleiters nicht, es ist eine Methode zum Prozessmanagement und keine Methode zum Projektmanagement. Vielmehr kann es eingebettet sein in ein Projektmanagement in dem es einen Projektleiter gibt.

Die 5 Eeignisse sind:

  • Sprints, die die Iterationen sind und so ein lauffähiges Teilprodukt erstellen, ein Sprint dauert maximal 1 Monat an, die genauen Anforderungen liegen zu Sprintbeginn fest und werden nicht geändert während des Sprints. Häufig findet auch ein Backlog Grooming statt bei dem die Einträge im Product Backlog für das Sprint Backlog verfeinert werden
  • Das Sprint Planning beschreibt in einem Meeting welche Anforderungen im aktuellen Sprint umgesetzt werden sollen. Das gesamte Scrum-Team bestimmt mit welche Anforderungen aus dem Product Backlog in den aktuellen Sprint Backlog mit übernommen werden und arbeitet somit motivierter an der Umsetzung. Für technische Fragen zu den Anforderungen steht der Product Owner zur Seite. Der Scrum Master sorgt für die strikte Einhaltung der Zeit (Timeboxing) bis zu 8 Stunden für ein einmonatigen Sprint
  • Das Daily Scrum ist ein Daily-Standup-Meeting bei dem 3 Fragen geklärt werden von jedem Mitglied, was wurde seit gestern umgesetzt, was wird heute bearbeitet und gibt es Probleme mit die mich bei der Umsetzung abhalten? Es dauert maximal 15 Minuten und wird vom Scrum Master entsprechend betreut und findet jeden Tag zur selben Zeit am selben Ort statt
  • Das Sprint Review am Ende eines Sprints stellt den Stakeholdern das Inkrement vor und kann durch das Feedback zur Änderungen am Product Backlog führen. Hier ist der Scrum Master für die richtige Durchführung verantwortlich, es dauert bei 4 Wochen Sprint 4 Stunden
  • Die Sprint Retrospective ist ein Meeting des Scrum Teams welches die Zusammenarbeit im Team, Prozesse, Werkzeuge reflektiert. Die oberste Zielsetzung sind hier mögliche Verbesserungen für den anstehenden Sprint. Es sollte bei einem 1 monatigen Sprint maximal 3 Stunden lang dauern. Der Scrum Master ist verantwortlich für die Durchführung

Werden Rollen, Artefakte, Ereignisse und Regeln von Scrum abgeändert oder ausgelassen ensteht ein Prozess den man „Scrum But“ nennt, also Scrum, aber. Beispielsweise ist der Product Owner kein Teammitglied oder es gibt mehrer Product Owner, der Product Owner verfügt nicht über genügend Produktwissen, die Sprints folgen nicht unmittelbar aufeinander, es werden Anforderungen während des Sprints hinzugefügt, es gibt einen klassischen Projektleiter über dem Scrum Team etc.

Scrum erfolgt durch eine empirische Prozesssteuerung (Transparenz, Überprüfbarkeit, Anpassung) bei der die Artefakte (product backlog, springt backlog, Produktinkrement) aktuell, detailliert und richtig gehalten werden.

Absorption

Absorption

Die Absorption beschreibt den Vorgang der Auflösung oder Aufnahme von gasförmigen Stoffen in andere Stoffe oder auch die Schwächung von Strahlung bei der Eindringung in Materie.

Abandon

Abandon

Mit Abandon beschreibt man die Abgabe eines Rechtes an einer Sache. Dabei wird man von Verpflichtungen, wie einer Zahlung, entbunden.

So kann man sich der Versicherer bei einer Transportversicherung durch die Zahlung einer Versicherungssumme von weiteren Verpflichtungen wie zum Beispiel Bergungskosten entbinden.

Bei einer Seeversicherung kann der Versicherungsnehmer das Recht zum Abandonnieren nutzen. Dabei gilt bei der Verschollenheit eines Schiffes durch Seeraub, Verfügungen von hoher Hand, dass die Rechte auf den versicherten Gegenstand auf den Versicherer übergehen, sofern dieser nicht ablehnt, wird dem Versicherten die Versicherungssumme ausgezahlt.

Anticipatory Credit

Anticipatory Credit

Der Anticipatory Credit ist ein Akkreditiv im Sinne eines Packing Credit. Dabei wird eine Bank durch die akkreditiveröffnende Bank mit Hilfe einer Klausel ermächtig den Akkreditivbegünstigten einen Vorschuss aus dem Akkreditiv zu zahlen. Die Zeitbank ermöglicht so den Akkreditiv bei dem die akkreditiveröffnende Bank die Haftung übernimmt.

Der Begünstigte verpflichtet sich die geforderten Dokumente später, noch vor Verfall des Akkreditives, einzureichen.

Auch ist die Bevorschussung an Bedingungen geknüpft wie entsprechende Sicherheiten, Eigenschaften der zu liefernden Ware etc.

Packing Credits können von einer anderen Bank bestätigt oder unbestätigt sein.

Red-Clause-Akkreditive werden mitunter auch in der Literatur als Packing Credits bezeichnet, da man früher rote Tinte für die Zeichnung der Akkreditive nutze bei der Ermächtigung an die Zweitbank für die Leistung eines Vorschusses.

Ebenso spricht man von Green-Clause-Akkreditiven bei denen entsprechend grüne Tinte für die Zeichnung genutzt wurde. Durch die unterschiedlichen Farben werden nicht allgemein bestimmte Sicherheiten gekennzeichnet.

Affekt

Affekt

Der Affekt beschreibt eine spontane und intensive Gefühlsäußerung. Anders als bei Emotionen ist der Affekt eine Handlung der Ablehnung oder Akzeptanz die sehr kurzfristig und kognitiv kaum kontrolliert wird.

Ein Affekt ist somit intuitiv jedoch handlungsorientiert.

So können Handlungen im Affekt geschehen wie zum Beispiel Impulskäufe.

Ausgewogenes Wachstum

Ausgewogenes Wachstum

Ausgewogenes Wachstum, auf Englisch „Balanced Growth“, beschreibt eine Strategie mit der die Entwicklung in der Dritten Welt gefördert wird.

Dabei geht man davon aus, dass durch fehlendes Kapital der Entwicklungsrückstand verursacht wird. Es kommt auch zu einer Investitionsbereitschaft seitens von Unternehmen, da es zu einer unzureichenden Güternachfrage, einer Marktenge kommt.

Diese Marktenge soll durch eine Förderung der Nachfrage auf allen Sektoren behoben werden.

Die Politik für ausgewogenes Wachstum fordert eine zentrale Planung der gesamten Industrie, ähnlich der Planwirtschaft. So werden für die Festlegung der horizontalen Produktionsstruktur die Wachstumsraten aller Sektoren über die mit den Einkommenselastizitäten gewichtete volkswirtschaftliche Wachstumsrate ermittelt. Die vertikale Produktionsstruktur erfasst hierbei vertikale externe Effekte, bei denen auch Einkommenselastizitäten Substitutionseffekte berücksichtigt werden.

Die wirtschaftliche Zielsetzung des ausgewogenen Wachstums besteht in der Maximierung der sozialen Grenzproduktivität.

Absentismuszeit

Absentismuszeit

Mit Absentismuszeit beschreibt man alle von der tatsächlichen (tariflich oder einzelvertraglich vereinbarten) abweichenden Arbeitszeit für Urlaub inkl. Krankheit, Mutterschaft, Qualifizierungszeiten, Bildungsurlaub etc.

Auslandungsplätze

Auslandungsplätze

Mit Auslandungsplätze bezeichnet man beim internationalen Seefrachtverkehr den Zielhafen an dem die Ladung gelöscht wird. Also der Zielhafen der Fracht, der Hafen des Importeurs.

Im Gegensatz dazu beschreiben Abladeplätze die Versandhäfen, die Abladehäfen andenen die Ladung zur Verladung abgeladen bzw. angeliefert wird, im Hafen des Exporteurs.

Absatzkartell

Absatzkartell

Mit einem Absatzkartell umschreibt man das Erscheinen eines Absatzsyndikats und 22 Absatzorientierungen des Gebietskartells.
Es handelt sich hierbei um eine spezielle Ausprägung von Kartellformen die man auch als Kartell einer höheren Ordnung bezeichnet.

Typische Kennzeichen von Kartellorganisationen sind, dass sie als Institution mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit zwischen den Absatzmärkten und Kartellmitgliedern erscheinen.

So werden Kartellverpflichtungen durch die Kartellmitglieder umgangen. Das Gebietskartell beschreibt hier Kartellvereinbarungen bezüglich räumlicher Abgrenzungen bei den Absatzgebieten der Kartellmitglieder. Sie teilen so den Markt unter sich auf.
So kann es zu Monopolen der Kartellmitglieder kommen, wenn es keine bedeutende Konkurrenz von Außenseitern des Kartells gibt.