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Gini-Koeffizient

29. Januar 202429.01.20241 Minute LesezeitLesezeit: 1 Min.0 Kommentare0 KommentareG

Der Gini-Koeffizient ist ein statistisches Maß, das die Ungleichheit der Einkommens- oder Vermögensverteilung in einer Population misst. Er variiert zwischen 0, was auf eine vollständige Gleichverteilung hindeutet, und 1, was auf eine maximale Ungleichverteilung hinweist, bei der eine Person alles besitzt und alle anderen nichts haben. Ein niedriger Gini-Koeffizient deutet auf eine relativ gleichmäßige Verteilung hin, während ein hoher Gini-Koeffizient auf eine starke Konzentration von Einkommen oder Vermögen bei wenigen Personen hinweist.

Die Berechnung des Gini-Koeffizienten erfolgt oft anhand von Lorenz-Kurven. Diese Kurven zeigen die kumulative Verteilung von Einkommen oder Vermögen gegenüber der kumulativen Anzahl der Bevölkerung. Der Gini-Koeffizient wird dann als Verhältnis der Fläche zwischen der Lorenz-Kurve und der Diagonalen (die die perfekte Gleichverteilung darstellt) zur Gesamtfläche unter der Diagonalen berechnet.

Die Verwendung des Gini-Koeffizienten ermöglicht es Regierungen, Organisationen und Forschern, die Einkommens- oder Vermögensungleichheit innerhalb einer Bevölkerung zu analysieren und politische Maßnahmen zur Verringerung dieser Ungleichheit zu entwickeln.

Diesen Artikel zitieren

„Gini-Koeffizient“. Wirtschaftslexikon.de, 29.01.2024. https://wirtschaftslexikon.de/gini-koeffizient-2/

BibTeX für LaTeX, RIS für Literaturverwaltungsprogramme. Die Angaben verweisen auf die aktuelle Artikelseite, nicht auf eine archivierte Fassung.

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