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Investitionsprozess

31. Januar 201931.01.20194 Minuten LesezeitLesezeit: 4 Min.0 Kommentare0 KommentareI

Eine Investition wird als betriebswirtschaftliche Entscheidung betrachte die als Prozess in mehrer Phasen unterteilt werden kann.

Wird die Investition als Entscheidungsproblem betrachtet so gibt es 4 Handlungsbereiche:

  1. In der Anregungsphase wird das Problem erkannt und klar gestellt
  2. In der Suchphase legt man Kriterien fest für die Suche nach Alternativen und beschreibt und bewertet Konsequenzen
  3. Bei der Optimierung sucht man nach der günstigsten Alternative
  4. In der Durchsetzungs- und Kontrollphase kommt es zur Verwirklichung und Ausführung

Diese Gliederung ist bei einer linearen Planbarkeit der Investition möglich. Dazu müssen alle Attribute der Investitionstätigkeit bekannt sein, in Bereichen in denen man nicht auf operative Erfahrungen zurück greifen kann werden die 4 Phasen mehrfach durchlaufen.

Nach dem Wasserfallmodell fließt das Ergebnis jeder Phase als Input in die Folgephase bis der Prozess abgeschlossen ist.

Aus der operativen Festlegung des Betriebsgeschehens ergibt sich der endogene Handlungsraum der Investionsplaner. Es werden 3 Planungsbereiche unterschieden:

  1. die erfolgswirtschaftliche Planung
  2. die leistungswirtschaftliche Planung
  3. die finanzwirtschaftliche Planung

Man geht vom leistungswirtschafltichen Bereich aus aus der in einer Sukzessivplanung Absatz-, Lager- und Produktionspläne erstellt werden aus denen sich im erfolgswirtschaftlichen Bereich der Kosten-, Erfolgs-, und Ertragsplan ergeben.

Es ergibt sich ein Regelkreis aus 6 Planungselmenten für die Stellgrößenbestimmung den man solange durchläuft bis das Ergebnisniveau der Ertragsplanung dem Anspruchsniveau Entscheidungsträger entspricht.

Der Produktionsplan ergibt die Beschaffungs-, Personal-, und Investitionsplanungen. Der Investionsplan ist ein Hybrid der dem leistungswirtschaftlichen als auch dem finanzwirtschaftlichen Bereich zugeordnet werden kann. Aus den 3 Plänen ergibt sich der Ausgabenplan, die Absatzplanung bestimmt den Einnahmeplan aus dem sicher Finanzplan ergibt.

Investionsentscheidungen können auf Grundlage der Investitionsrechnung durchgeführt werden.

Für Investitionen die ein Unternehmen in neue Handlungsfehler einführen gilt, dass diese iterative Prozesse sind und nicht linear verlaufen.

Aktivitäten der Informationsgewinnung, Erarbeitung von Alternativen und ihre Bewertung laufen in einer Simultanplanung ab.

Die einzelnen Prozesse werden in iterativen Schleifen durchlaufen und kommen so mehrfach in die Investitionsrechnungen. In der IT, Informationstechnologie ergibt sich hier für Softwareinvestionen ein anderes Ablaufmodell, der Unified Prozess. Hier stehen die spezifischen Handlungsphasen als Kerndisziplinen für eine Dimension, die Prozessphasen als zweite Dimension in einer Matrix. Abhängig vom Investitionsfortschritt werden in den iterativen Schleifen die Kerndisziplinen auf unterschiedlichem Niveau gefordert. man sprich auch von Metaphasen mit Vorbereitung, Ausarbeitung, Konstruktion und Übergang.

Für allgemeine Investitionsprozesse betrachtet man den Zustand der betrieblichen Innovation und die Zeit in der danach die Innovation in die betriebliche Routine übergeht, akzeptiert wird von der Gesellschaft und seine gewünschte Leistung erbringt.

Ein neues System ist so lange eine betriebliche Innovation bis es zum Einsatz in der Produktion kommt. Danach wird sie zur Routine des Betriebes.

Im Rechnungswesen erfolgt bis zum Wandlungspunkt eine Aktivierung der Ausgaben auf einen spezifischen transitorischen Konto und wird dann auf einem nach der Investition benannten Anlagepunkt als Aktivseitentausch umgebucht, hier beginnt die Abschreibungsperiode.

Der Zeitraum der Investionserrichtung kann unterglieder werden durch den „Point of no return“, also den Punkt ohne Wiederkehr bis zu dem die Investition vor einem ein Handlungsentwurf ist, auch wenn viele Aktivitäten schon physisch umgesetzt wurden. Die Phase der Entwurfsumsetzung kann beliebt lang sein.

Im Investionsprozess unterscheidet man 3 Metaphasen:

  1. die Investitionsplanung und -entscheidung, hier erfolgt die Abgrenzung von betrieblichen Handlungsmustern für die eine eigendynamische Umsetzung angestrebt wird
  2. die Investionsumsetzung, hier werden die intendierten Handlungsmuster realisiert um das betriebliche Leistungsangebot zu ändern
  3. und die Investionsevaluation für eine Referenz für zukünftig geplante Veränderungen

In der 2. Phase kann man den Anfang und das Ende zeitlich definieren und die Instrumente des Projektmanagements und des Investionscontrollings anwenden.

Diesen Artikel zitieren

„Investitionsprozess“. Wirtschaftslexikon.de, 31.01.2019. https://wirtschaftslexikon.de/investitionsprozess/

BibTeX für LaTeX, RIS für Literaturverwaltungsprogramme. Die Angaben verweisen auf die aktuelle Artikelseite, nicht auf eine archivierte Fassung.

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