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Nachfrage

27. April 20163 Minuten Lesezeit0 KommentareN

Unter der Nachfrage versteht man die Gesamtheit der in einem bestimmten Markt zu einem gegebenen Zeitpunkt oder über eine Zeitspanne nachgefragten Produkte. Die Nachfrage umschreibt den Bedarf und Bedürfnis einer Verbrauchergruppe nach Produkten oder Markenartikeln mit dem Wunsch die Produkte zu kaufen.

Weiterhin bezeichnet die Nachfrage den innerhalb einer Periode erzielbaren Umsatz mit einem Produkt. Die Nachfrage setzt zusammen aus den Komponenten Bedürfnisse und Kaufkraft. Marktwirsam wird die Nachfrage nach Bedürfnisse nur wenn eine entsprechende Kaufkraft für die Befriedigung der Nachfrage den potentiellen Käufern zur Verfügung steht.

Man bezeichnet Nachfrage und Preis als konstitutive Merkmale eines Marktes, sie stehen in einem direkten Zusammenhang. In der Regel ist davon auszugehen, dass mit einem steigenden Preis die Nachfrage nach einem Produkt oder eine Leistung sinkt. Die Nachfrage ist abhängig vom verfügbaren Einkommen der Nachfragenden.

Die Nachfrage ist eine monetär ausgedrücktes Bedürfnis. Die Nachfrage am Markt wird durch jedes Wirtschaftssubjekt bestimmt, da es die Nachfrage durch seine persönliche Nachfrage nach einer Dienstleistung oder einem Gut die gesamte Nachfrage am Markt mitbestimmt.

Die Nachfrage nach einem bestimmten Gut ist abhängig von verschiedenen Faktoren:

  • dem Preis des Gutes
  • dem Preis aller anderen Güter
  • dem Einkommen des Wirtschaftssubjekts
  • individuellen Bedürfnisse und Zukunftserwartungen
  • Vermögen und Kreditmöglichkeiten

Nachfrage lässt sich abhängig von der Menge und dem Preis eines Gutes in einer Nachfragekurve grafisch darstellen. In der Regel fällt die Nachfragemenge mit steigendem Preis des Gutes. Der Zusammenhang zwischen Preis und der Nachfragemenge wird als Preiselastizität der Nachfrage bezeichnet. Sie gibt an um wie viel Prozent die Nachfrage eines Gutes sich verändert wenn der Preis eines Gute um 1% steigt oder fällt. Bei einem Wert von 1 der Preiselastizität sinkt die nachgefragte Menge stärker als der Preis steigt. Als Kreuzpreiselastizität bezeichnet man den Zusammenhang zwischen nachgefragter Menge des einen Gutes zum Preis eines anderen Gutes. Mit steigenden Einkommensveränderungen steigt im Regelfall auch die Nachfrage nach bestimmten Produkten an, man quantifiziert dieses Verhältnis mit der Einkommenselastizität der Nachfrage. Vermögen sowie Kredite beeinflussen so die Nachfrage. Mit steigenden Einkommen steigt die Nachfrage nach Luxusgütern und Produkten. Diese Nachfrageelastitzität bezüglich des Einkommens interessiert besonders bei Branchenanalysen.

In der Gesundheitswirtschaft ist die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen abhängig vom demographischen Wandel und steigt so stetig an, der eigentlichen Preis kommt hier kaum zu Tragen, da er den Nachfragenden durch das Krankenkassensystem kaum vermittelt wird und so nicht die Nachfrage beeinflussen kann.

Beim Bedarf und bei der Nachfrage spricht man von ökonomischen Größen. Dahingegen ist das Bedürfnis als solches in erster Linie ein psychische Größe. Der Bedarf ist quantitativ Größe als die Nachfrage, da beispielsweise durch fehlende Entschlusskraft oder Kaufkraft der Bedarf nur zum Teil als Nachfrage sich auf dem Markt bemerkbar macht.

Diesen Artikel zitieren

„Nachfrage“. Wirtschaftslexikon.de, 27.04.2016. https://wirtschaftslexikon.de/nachfrage/

BibTeX für LaTeX, RIS für Literaturverwaltungsprogramme. Die Angaben verweisen auf die aktuelle Artikelseite, nicht auf eine archivierte Fassung.

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