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Nutzwertanalyse

6. August 201906.08.20192 Minuten LesezeitLesezeit: 2 Min.0 Kommentare0 KommentareN

Die Nutzwertanalyse ist ein Verfahren zur Alternativenbewertung bei mehreren Zielgrößen. Man betrachtet hierbei Alternativen welche an Bewertungskriterien gemessen werden welche nicht durch Geldeinheiten ausdrückbar sind.

So können soziale, technische und psychologische Bewertungskriterien herangezogen werden welche sich an qualitatien und quantitativen Merkmalen orientieren in Form einer multiattributiven Nutzenbetrachtung.

Durch die Nutzwertanalyse werden die bewertenden Personen in die Lage versetzt Alternativbewertungen vorzunehmen sowohl unter spezifischen Zielpräferenzen als auch multidimensionalen Zielsystemen. Dazu erstellt man ein Zielprogramm durch Anschaffung eines Informatiosn- und Kommunikationssystems (IuK-System) und zerlegt ein Gesamtziel in einzelne Subziele und gewichtet diese nach der Bedeutung für das Unternehmen. 0 für nicht wichtig und 10 für sehr wichtig. Außerdem werden Projektalternativen erstellt in Form von IuK-Systemen anderer Hersteller oder Eigenentwicklungen.

Man erstellt so eine Matrix die in den Zeilen die Zielkriterien und in den Spalten die Alternativen aufführt. Für die Alternativen werden die Zielerträge (ZE) angegeben und bewertet für die einzelnen Zielkriterien. Man vergibt so die Werte 0 bis 10 abhängig vom Erfüllungsgrad. Kann ein System das Kriterium „strategische Notwendigkeit“ nur zur Hälfte erfüllen, welches mit 10 gewertet ist so wird eine 5 vergeben, der Zielwert ist somit 50. Pro Alternative ergibt sich ein Nutzwert durch Aufsummierung der Nutzwerte, die Alternative mit dem höchsten Nutzwert gilt dann als optimal.

Problematisch gestaltet sich schwierig, da man die Zielkriterien als unabhängig von einander betrachtet und die Teilnutzen einheitlich addiert, auch können subjektive Urteile die Zielgewichtung beeinflussen. Bei Entscheidungen von mehrer Personen kann es so zu Konflikten kommen. Die Ergebnisse sind jedoch jederzeit nachvollziehbar und überprüfar und ermöglichen eine Entscheidung bei komplexen Alternativen. Man kann die Parameter der variieren und so die Lösungen bewerten. Eine Weiterentwicklung der Nutzwertanalyse ist die Kosten-Wirksamkeits-Analyse.

Diesen Artikel zitieren

„Nutzwertanalyse“. Wirtschaftslexikon.de, 06.08.2019. https://wirtschaftslexikon.de/nutzwertanalyse/

BibTeX für LaTeX, RIS für Literaturverwaltungsprogramme. Die Angaben verweisen auf die aktuelle Artikelseite, nicht auf eine archivierte Fassung.

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