Der Begriff Royalties begegnet einem vor allem in der Musikbranche, bei Büchern, Filmen, Marken, Patenten und anderen Lizenzmodellen. Auch im digitalen Geschäft spielen Royalties eine wichtige Rolle. Doch was genau verbirgt sich dahinter, wer bekommt das Geld und wie werden solche Vergütungen eigentlich berechnet?
Vereinfacht ausgedrückt sind Royalties Vergütungen für die Nutzung bestimmter Rechte oder geschützter Inhalte. Wer beispielsweise ein Musikstück, eine Marke, ein Patent oder ein anderes geschütztes Werk nutzen darf, kann dafür eine einmalige Zahlung oder fortlaufende Lizenzgebühren leisten.
Was bedeutet Royalties auf Deutsch?
„Royalties“ wird im Deutschen häufig mit Lizenzgebühren, Lizenzvergütungen oder – abhängig vom jeweiligen Bereich – Tantiemen übersetzt.
Die Begriffe sind allerdings nicht in jedem Zusammenhang vollständig austauschbar.
Grundsätzlich geht es darum, dass eine Person oder ein Unternehmen bestimmte Rechte besitzt und einer anderen Partei erlaubt, diese unter vereinbarten Bedingungen zu nutzen.
Dafür erhält der Rechteinhaber eine Vergütung.
Wie funktionieren Royalties?
Das Grundprinzip lässt sich anhand eines einfachen Beispiels erklären.
Ein Unternehmen besitzt die Rechte an einer Marke. Ein anderes Unternehmen möchte diese Marke auf seinen Produkten verwenden.
Beide Parteien schließen einen Lizenzvertrag. Darin kann beispielsweise vereinbart werden, dass der Lizenznehmer einen bestimmten Prozentsatz seines relevanten Umsatzes an den Rechteinhaber zahlt.
Diese regelmäßige Zahlung kann als Royalty bezeichnet werden.
Das Prinzip lautet vereinfacht:
Recht + Nutzungserlaubnis + Vergütung = Lizenzmodell
Wie hoch die Vergütung tatsächlich ausfällt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab.
Wer bezahlt Royalties?
Typischerweise gibt es mindestens zwei Beteiligte:
| Beteiligter | Funktion |
|---|---|
| Lizenzgeber | Besitzt beziehungsweise kontrolliert bestimmte Rechte |
| Lizenznehmer | Erhält das Recht zur vereinbarten Nutzung |
| Royalty | Vergütung für diese Nutzung |
Der Lizenznehmer zahlt also normalerweise an den Lizenzgeber.
In der Praxis können allerdings weitere Parteien beteiligt sein, beispielsweise Verlage, Verwertungsgesellschaften, Plattformen, Agenturen oder Vertriebspartner.
Wo kommen Royalties vor?
Lizenzgebühren sind keineswegs auf die Musikindustrie beschränkt.
Typische Bereiche sind:
- Musik
- Bücher und Verlagswesen
- Filme und Fernsehen
- Fotografie und Bildrechte
- Marken
- Patente
- technische Erfindungen
- Software
- Spiele
- Franchising
- Merchandising
- Rohstoffe und Bodenschätze
Die konkrete Bedeutung von „Royalty“ kann sich deshalb je nach Branche unterscheiden.
Royalties in der Musik
Besonders häufig taucht der Begriff im Zusammenhang mit Musik auf.
Wird Musik kommerziell genutzt, können unterschiedliche Rechte betroffen sein. Einnahmen können beispielsweise entstehen, wenn Musik gestreamt, verkauft, öffentlich aufgeführt oder für bestimmte Produktionen lizenziert wird.
Dabei ist allerdings wichtig:
Ein Stream besitzt nicht automatisch einen festen, allgemein gültigen Royalty-Wert.
Die tatsächliche Vergütung kann unter anderem von Plattform, Vertrag, Rechteverteilung, Land, Abrechnungsmodell und weiteren Faktoren abhängen.
Außerdem können an einem Musikstück verschiedene Rechte bestehen.
Wer verdient an einem Musikstück?
Je nach Vertrags- und Rechtekonstellation können unterschiedliche Beteiligte Einnahmen erhalten.
Dazu gehören beispielsweise:
- Komponisten
- Textautoren
- Interpreten
- Produzenten
- Musikverlage
- Labels
- weitere Rechteinhaber
Nicht jede beteiligte Person erhält automatisch denselben Anteil.
Deshalb können Aussagen wie „Ein Song hat 10.000 Euro verdient“ wenig darüber aussagen, wie viel davon tatsächlich bei einem einzelnen Künstler ankommt.
Royalties bei Büchern
Auch Autoren können über Lizenz- beziehungsweise Beteiligungsmodelle vergütet werden.
Ein Verlag kann beispielsweise das Recht erhalten, ein Buch zu veröffentlichen und zu vertreiben. Der Autor erhält dafür eine vertraglich festgelegte Vergütung.
Diese kann sich beispielsweise auf folgende Größen beziehen:
- Verkaufspreis
- Nettoerlös
- Anzahl verkaufter Exemplare
- bestimmte Ausgabeformen
- bestimmte Verwertungsrechte
E-Books, Hörbücher und gedruckte Bücher können dabei unterschiedlichen Vergütungsregeln unterliegen.
Entscheidend ist auch hier der konkrete Vertrag.
Royalties bei Filmen und Serien
Bei Film- und Fernsehproduktionen können ebenfalls Lizenz- und Beteiligungsmodelle eine Rolle spielen.
Rechte können beispielsweise für folgende Nutzungsarten vergeben werden:
- Kino
- Fernsehen
- Streaming
- internationale Verwertung
- Merchandising
- Musiknutzung
- Weiterverwertung
Bei großen Produktionen entsteht dadurch häufig ein komplexes Geflecht unterschiedlicher Rechte.
Ein einzelner Film kann beispielsweise unterschiedliche Rechteinhaber für Musik, Drehbuch, Figuren, Marken oder internationale Verwertung besitzen.
Royalties bei Marken
Unternehmen können anderen Unternehmen erlauben, eine geschützte Marke unter bestimmten Bedingungen zu verwenden.
Ein typisches Beispiel ist Merchandising.
Darf ein Hersteller eine bekannte Marke oder Figur auf Kleidung, Spielzeug oder anderen Produkten verwenden, kann dafür eine Lizenzgebühr vereinbart werden.
Diese könnte beispielsweise pro verkauftem Produkt oder als Prozentsatz des Umsatzes berechnet werden.
Beispiel für Marken-Royalties
Angenommen, ein Unternehmen erzielt mit lizenzierten Produkten einen für die Lizenzberechnung relevanten Umsatz von 100.000 Euro.
Die vereinbarte Royalty-Rate beträgt 6 Prozent.
Die vereinfachte Berechnung lautet:
100.000 Euro × 6 % = 6.000 Euro
Der Lizenznehmer müsste nach diesem stark vereinfachten Beispiel 6.000 Euro Lizenzgebühren zahlen.
In realen Verträgen muss allerdings genau definiert sein, auf welche Bemessungsgrundlage sich die 6 Prozent beziehen.
Royalties bei Patenten
Patente können wirtschaftlich besonders interessant sein.
Ein Patentinhaber kann einem anderen Unternehmen unter bestimmten Voraussetzungen erlauben, eine geschützte Erfindung zu nutzen.
Anstatt das Patent vollständig zu verkaufen, kann der Rechteinhaber beispielsweise eine Lizenz vergeben.
Als Gegenleistung können Royalties vereinbart werden.
Das ermöglicht dem Rechteinhaber potenziell wiederkehrende Einnahmen, während der Lizenznehmer die Technologie nutzen kann, ohne das Patent vollständig erwerben zu müssen.
Wie werden Royalties berechnet?
Es existiert keine allgemeine Royalty-Rate, die für sämtliche Branchen und Verträge gilt.
Verschiedene Modelle sind möglich.
| Modell | Funktionsweise |
| Umsatzbeteiligung | Prozentsatz einer vertraglich definierten Umsatzgröße |
| Stücklizenz | Fester Betrag je verkauftem Stück |
| Pauschale | Festgelegter Betrag für bestimmte Nutzungsrechte |
| Mindestlizenz | Vereinbarte Mindestzahlung |
| Staffelmodell | Prozentsatz verändert sich bei bestimmten Schwellen |
| Kombination | Mehrere Vergütungsmodelle werden miteinander verbunden |
Welches Modell sinnvoll ist, hängt stark vom jeweiligen Geschäft ab.
Beispiel: Prozentuale Royalty
Ein Lizenzvertrag sieht eine Royalty-Rate von 5 Prozent auf einen genau definierten relevanten Umsatz vor.
Beträgt dieser 200.000 Euro:
200.000 × 0,05 = 10.000 Euro
Die Royalty beträgt in diesem vereinfachten Beispiel 10.000 Euro.
Beispiel: Royalty pro verkauftem Produkt
Alternativ könnten 0,50 Euro je verkauftem Produkt vereinbart werden.
Bei 50.000 verkauften Einheiten:
50.000 × 0,50 Euro = 25.000 Euro
Die Lizenzgebühr beträgt somit 25.000 Euro.
Was ist eine Royalty-Rate?
Die Royalty-Rate bezeichnet den vereinbarten Vergütungssatz.
Bei einer prozentualen Vergütung könnte dieser beispielsweise 3, 5 oder 10 Prozent betragen.
Eine Aussage wie „5 Prozent Royalties“ ist allein jedoch noch nicht ausreichend.
Mindestens ebenso wichtig ist die Frage:
5 Prozent wovon?
Der Vertrag muss deshalb die Berechnungsgrundlage möglichst eindeutig bestimmen.
Brutto- oder Nettoumsatz: Ein wichtiger Unterschied
Eine der wichtigsten Fragen bei prozentualen Royalties betrifft die Bemessungsgrundlage.
Nehmen wir ein stark vereinfachtes Beispiel:
Ein Produkt wird für 100 Euro verkauft und die Royalty beträgt 10 Prozent.
Wenn die 100 Euro vollständig als Berechnungsgrundlage gelten, ergeben sich:
100 Euro × 10 % = 10 Euro
Dürfen vertraglich jedoch bestimmte Kosten, Rabatte oder andere Positionen vorher abgezogen werden, kann die relevante Berechnungsgrundlage beispielsweise nur 70 Euro betragen.
Dann wären es:
70 Euro × 10 % = 7 Euro
Ob 10 oder 7 Euro geschuldet werden, hängt somit nicht allein vom Prozentsatz ab.
Genau deshalb ist die Definition der Berechnungsgrundlage in Lizenzverträgen so wichtig.
Was sind Minimum Royalties?
Bei manchen Lizenzverträgen wird eine Mindestlizenzgebühr vereinbart.
Der Lizenznehmer verpflichtet sich dabei, innerhalb eines bestimmten Zeitraums mindestens einen bestimmten Betrag zu zahlen.
Beispiel:
Die tatsächlichen umsatzabhängigen Royalties ergeben 20.000 Euro. Vertraglich wurden jedoch mindestens 30.000 Euro vereinbart.
Abhängig von der konkreten Vertragsgestaltung könnten deshalb trotzdem 30.000 Euro fällig werden.
Für den Lizenzgeber kann eine Mindestvergütung das wirtschaftliche Risiko reduzieren.
Für den Lizenznehmer erhöht sie dagegen das Risiko, wenn sich das lizenzierte Produkt schlechter als erwartet verkauft.
Was ist ein Royalty Advance?
Ein weiterer Begriff ist der Advance, also eine Vorauszahlung.
Dabei erhält der Rechteinhaber bereits vor den späteren Einnahmen einen bestimmten Betrag.
Ob und wie diese Vorauszahlung mit späteren Royalties verrechnet wird, richtet sich nach dem Vertrag.
In verschiedenen Branchen findet man Modelle, bei denen zunächst die Vorauszahlung durch erwirtschaftete Lizenzvergütungen ausgeglichen werden muss, bevor zusätzliche Zahlungen entstehen.
Royalty und Lizenzgebühr – gibt es einen Unterschied?
Im alltäglichen Sprachgebrauch werden beide Begriffe häufig ähnlich verwendet.
„Royalty“ bezeichnet jedoch besonders häufig eine nutzungs-, umsatz- oder erfolgsabhängige Vergütung.
„Lizenzgebühr“ ist als deutscher Oberbegriff breiter verständlich und kann beispielsweise auch eine einmalige feste Zahlung umfassen.
Die genaue Bedeutung sollte deshalb immer aus dem jeweiligen Vertrag beziehungsweise Zusammenhang hervorgehen.
Royalties und Tantiemen – ist das dasselbe?
Auch „Tantiemen“ und „Royalties“ werden gelegentlich synonym verwendet.
Es gibt jedoch Unterschiede im üblichen Sprachgebrauch.
Tantiemen werden im Deutschen häufig mit erfolgsabhängigen Vergütungen für Autoren, Künstler und andere Rechteinhaber verbunden. Der Begriff kann außerdem in weiteren Vergütungszusammenhängen verwendet werden.
Royalty ist dagegen international besonders im Lizenzgeschäft verbreitet.
Welche Bezeichnung verwendet wird, hängt daher stark von Branche und Kontext ab.
Vorteile von Royalties für Rechteinhaber
Ein Lizenzmodell kann mehrere Vorteile besitzen.
Ein Rechteinhaber muss sein Recht nicht zwingend vollständig verkaufen. Stattdessen kann er anderen die Nutzung erlauben und dafür Einnahmen erhalten.
Mögliche Vorteile sind:
- wiederkehrende Einnahmen
- Rechte können beim ursprünglichen Inhaber verbleiben
- Beteiligung am wirtschaftlichen Erfolg
- Nutzung durch mehrere Lizenznehmer kann möglich sein
- internationale Lizenzmodelle sind möglich
- bestehendes geistiges Eigentum kann wirtschaftlich verwertet werden
Dem stehen allerdings auch Risiken gegenüber.
Nachteile und Risiken von Royalties
Royalty-Modelle sind nicht automatisch profitabel.
Zu den möglichen Nachteilen gehören:
- schwankende Einnahmen
- Abhängigkeit vom wirtschaftlichen Erfolg des Lizenznehmers
- komplizierte Vertragsbedingungen
- schwierige Abrechnungen
- unterschiedliche Definitionen der Berechnungsgrundlage
- Verwaltungs- und Kontrollaufwand
- mögliche Streitigkeiten über Verkaufszahlen oder Abzüge
Ein hoher Prozentsatz bedeutet deshalb nicht automatisch einen besonders attraktiven Vertrag.
Worauf sollte man bei einem Royalty-Vertrag achten?
Lizenzverträge können komplex sein und sollten bei wirtschaftlich bedeutenden Vereinbarungen professionell geprüft werden.
Zu den wichtigen Punkten können gehören:
| Vertragsbereich | Wichtige Frage |
| Lizenzgegenstand | Welche Rechte werden überhaupt eingeräumt? |
| Gebiet | In welchen Ländern gilt die Lizenz? |
| Laufzeit | Wie lange dürfen die Rechte genutzt werden? |
| Exklusivität | Darf auch jemand anderes eine Lizenz erhalten? |
| Royalty-Rate | Wie hoch ist die Vergütung? |
| Berechnungsbasis | Worauf wird der Prozentsatz angewendet? |
| Abzüge | Welche Positionen dürfen abgezogen werden? |
| Mindestzahlungen | Gibt es garantierte Mindestbeträge? |
| Abrechnung | Wann und wie wird abgerechnet? |
| Kontrolle | Welche Prüf- oder Einsichtsrechte bestehen? |
| Vertragsende | Was geschieht nach Ablauf oder Kündigung? |
Gerade die Kombination aus Royalty-Rate und Berechnungsgrundlage verdient besondere Aufmerksamkeit.
Exklusive und nicht exklusive Lizenzen
Eine Lizenz kann exklusiv oder nicht exklusiv ausgestaltet werden.
Bei einer exklusiven Lizenz erhält ein Lizenznehmer besonders weitreichende beziehungsweise ausschließliche Nutzungsrechte innerhalb des vereinbarten Umfangs.
Bei einer nicht exklusiven Lizenz können entsprechende Rechte gegebenenfalls mehreren Lizenznehmern eingeräumt werden.
Welche Variante wirtschaftlich interessanter ist, hängt vom Einzelfall ab.
Exklusivität kann beispielsweise einen höheren wirtschaftlichen Wert besitzen, schränkt gleichzeitig aber die Möglichkeiten des Rechteinhabers ein, weitere Lizenzen zu vergeben.
Sind Royalties passives Einkommen?
Royalties werden häufig als Beispiel für passives Einkommen genannt.
Das ist allerdings nur teilweise zutreffend.
Ein erfolgreicher Song, ein Buch, ein Patent oder eine Marke kann tatsächlich über längere Zeit Einnahmen erzeugen. Zuvor können jedoch erhebliche Arbeit, Investitionen und Risiken erforderlich gewesen sein.
Zusätzlich müssen Rechte teilweise verwaltet, Verträge ausgehandelt und Abrechnungen kontrolliert werden.
Royalties sind deshalb nicht automatisch „Geld ohne Arbeit“.
Können Royalties verkauft werden?
Unter bestimmten Voraussetzungen können wirtschaftliche Ansprüche oder Rechte übertragen beziehungsweise verkauft werden.
Beispielsweise können Rechteinhaber zukünftige Einnahmeströme gegen eine einmalige Zahlung abgeben.
Das kann kurzfristig Kapital verfügbar machen, bedeutet allerdings gleichzeitig, dass zukünftige Einnahmen teilweise oder vollständig verloren gehen können.
Ob eine solche Übertragung überhaupt zulässig ist, hängt von den zugrunde liegenden Rechten und Verträgen ab.
Wie lange werden Royalties gezahlt?
Darauf gibt es keine allgemeingültige Antwort.
Die Dauer kann sich beispielsweise nach folgenden Faktoren richten:
- Vertragslaufzeit
- Dauer der eingeräumten Nutzungsrechte
- gesetzlichen Schutzfristen
- Verkaufsdauer eines Produkts
- territorialen Vereinbarungen
- Kündigungsregelungen
Ein Royalty-Anspruch besteht deshalb nicht zwangsläufig unbegrenzt.
Häufige Fragen zu Royalties
Was bedeutet Royalty?
Eine Royalty ist vereinfacht eine Vergütung für die Nutzung bestimmter Rechte. Im Deutschen wird häufig von Lizenzgebühren oder Lizenzvergütungen gesprochen.
Wie hoch sind normale Royalties?
Es gibt keinen allgemein gültigen Prozentsatz. Die Höhe hängt unter anderem von Branche, Art des Rechts, Verhandlungsmacht, Exklusivität, Marktpotenzial und Berechnungsgrundlage ab.
Wer erhält Royalties?
Royalties können beispielsweise Künstler, Autoren, Erfinder, Unternehmen, Verlage, Markeninhaber oder andere Rechteinhaber erhalten.
Werden Royalties einmalig bezahlt?
Nicht zwingend. Sie können regelmäßig, pro Nutzung, pro verkauftem Stück, prozentual oder auch als Pauschale vereinbart werden.
Sind Tantiemen und Royalties dasselbe?
Die Begriffe überschneiden sich, werden jedoch abhängig von Branche und Zusammenhang unterschiedlich verwendet. Im Deutschen wird „Tantiemen“ besonders häufig im Zusammenhang mit kreativen Leistungen verwendet.
Was bedeutet 5 Prozent Royalty?
Das bedeutet zunächst nur, dass ein Vergütungssatz von fünf Prozent vereinbart wurde. Entscheidend ist zusätzlich, auf welche vertraglich definierte Berechnungsgrundlage diese fünf Prozent angewendet werden.
Was sind Royalty-Einnahmen?
Damit sind Einnahmen gemeint, die ein Rechteinhaber aufgrund der vereinbarten Nutzung seiner Rechte erhält.
Royalties auf einen Blick
| Begriff | Bedeutung |
| Royalty | Vergütung für die Nutzung bestimmter Rechte |
| Royalty-Rate | Höhe des vereinbarten Vergütungssatzes |
| Lizenzgeber | Partei, die Nutzungsrechte einräumt |
| Lizenznehmer | Partei, die Nutzungsrechte erhält |
| Minimum Royalty | vereinbarte Mindestvergütung |
| Advance | Vorauszahlung auf beziehungsweise im Zusammenhang mit späteren Vergütungen |
| Stücklizenz | fester Betrag je Einheit |
| Umsatzlizenz | Vergütung auf Basis einer definierten Umsatzgröße |
| Exklusive Lizenz | besonders weitreichende ausschließliche Lizenz |
| Nicht exklusive Lizenz | Lizenz, die grundsätzlich neben weiteren Lizenzen bestehen kann |
Fazit: Royalties machen Rechte wirtschaftlich nutzbar
Royalties sind ein wichtiges Instrument zur wirtschaftlichen Nutzung geistigen Eigentums und anderer Rechte. Statt ein Recht vollständig zu verkaufen, kann der Inhaber einem anderen die Nutzung erlauben und dafür eine Vergütung erhalten.
Bekannt sind solche Modelle vor allem aus Musik, Film und Verlagswesen. Sie spielen jedoch ebenso bei Marken, Patenten, Software, Franchising und Merchandising eine wichtige Rolle.
Dabei sollte man sich nicht von einem einzelnen Prozentsatz täuschen lassen. Eine Royalty von beispielsweise fünf Prozent sagt wenig über den tatsächlichen wirtschaftlichen Wert eines Vertrags aus, solange nicht bekannt ist, worauf diese fünf Prozent berechnet werden, welche Abzüge zulässig sind und welche weiteren Bedingungen gelten.
Genau darin liegt der Kern eines Royalty-Modells: Nicht nur die Höhe der Lizenzgebühr zählt, sondern das gesamte Zusammenspiel aus Nutzungsrechten, Berechnungsgrundlage, Laufzeit, Exklusivität und Abrechnung.
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