Der Umsatz gehört zu den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Er beschreibt vereinfacht den Wert der Waren und Dienstleistungen, die ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft beziehungsweise erbracht hat.
Der Umsatz zeigt damit, wie viel ein Unternehmen durch seine eigentliche Geschäftstätigkeit erlöst. Er darf jedoch nicht mit dem Gewinn verwechselt werden.
Einfach erklärt: Verkauft ein Unternehmen 1.000 Produkte für jeweils 50 Euro, erzielt es damit einen Umsatz von 50.000 Euro. Wie viel davon als Gewinn übrig bleibt, hängt von den Kosten und weiteren Aufwendungen ab.
Was ist Umsatz?
Der Umsatz entsteht grundsätzlich durch den Verkauf von Waren oder die Erbringung von Dienstleistungen.
Ein Handelsunternehmen erzielt beispielsweise Umsatz durch den Verkauf seiner Waren.
Ein Handwerksbetrieb erzielt Umsatz durch seine ausgeführten Arbeiten.
Ein Softwareunternehmen kann Umsatz beispielsweise durch den Verkauf von Software, Abonnements oder Dienstleistungen erzielen.
Die grundlegende Berechnung lautet:
Umsatz = Absatzmenge × Verkaufspreis
Diese einfache Formel eignet sich insbesondere für ein einzelnes Produkt.
Umsatz berechnen
Ein Unternehmen verkauft innerhalb eines Monats:
2.000 Produkte
zum Preis von jeweils:
30 Euro
Die Berechnung lautet:
2.000 × 30 Euro = 60.000 Euro
Der Umsatz beträgt somit:
60.000 Euro.
Werden verschiedene Produkte zu unterschiedlichen Preisen verkauft, werden die jeweiligen Umsätze addiert.
Beispiel für mehrere Produkte
Ein Unternehmen verkauft drei verschiedene Produkte:
| Produkt | Menge | Preis | Umsatz |
|---|---|---|---|
| Produkt A | 1.000 Stück | 20 Euro | 20.000 Euro |
| Produkt B | 500 Stück | 50 Euro | 25.000 Euro |
| Produkt C | 100 Stück | 100 Euro | 10.000 Euro |
| Gesamt | 55.000 Euro |
Das Unternehmen erzielt damit einen Gesamtumsatz von 55.000 Euro.
Umsatz ist nicht gleich Gewinn
Einer der häufigsten Fehler besteht darin, Umsatz und Gewinn gleichzusetzen.
Vom Umsatz müssen noch die entsprechenden Aufwendungen beziehungsweise Kosten berücksichtigt werden.
Ein stark vereinfachtes Beispiel:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Umsatz | 100.000 Euro |
| – Material, Personal, Miete und weitere Aufwendungen | 80.000 Euro |
| = vereinfachtes Ergebnis | 20.000 Euro |
Das Unternehmen hat also 100.000 Euro Umsatz erzielt, aber in diesem vereinfachten Beispiel nur 20.000 Euro Überschuss.
Umsatz und Gewinn – Unterschied
| Umsatz | Gewinn |
|---|---|
| Erlöse aus der Geschäftstätigkeit | positives Ergebnis nach Gegenüberstellung der relevanten Aufwendungen und Erträge |
| berücksichtigt die Kosten nicht als Abzug | entsteht erst nach Berücksichtigung der Aufwendungen |
| kann sehr hoch sein | kann trotz hohen Umsatzes gering oder negativ sein |
Ein Unternehmen kann daher Millionenumsätze erzielen und trotzdem Verluste machen.
Beispiel: Hoher Umsatz und trotzdem Verlust
Ein Unternehmen erzielt einen Jahresumsatz von:
5 Millionen Euro.
Gleichzeitig entstehen Aufwendungen von:
5,5 Millionen Euro.
Trotz des hohen Umsatzes ergibt sich vereinfacht:
5.000.000 Euro – 5.500.000 Euro = –500.000 Euro
Das Unternehmen macht somit einen Verlust von 500.000 Euro.
Ein hoher Umsatz allein ist deshalb noch kein Beweis für wirtschaftlichen Erfolg.
Umsatz und Erlös
Die Begriffe Umsatz und Erlös werden im allgemeinen Sprachgebrauch häufig ähnlich verwendet.
In der Betriebswirtschaft können Begriffe jedoch je nach Rechnungswesen und Zusammenhang genauer abgegrenzt werden.
Umsatzerlöse bezeichnen insbesondere die Erlöse aus dem Verkauf von Produkten beziehungsweise der Erbringung von Dienstleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Daneben können Unternehmen weitere Erträge erzielen, die nicht aus dem eigentlichen Umsatzgeschäft stammen.
Umsatz und Ertrag – Unterschied
Auch Umsatz und Ertrag sind nicht grundsätzlich identisch.
Der Umsatz entsteht aus den typischen Verkäufen beziehungsweise Leistungen eines Unternehmens.
Erträge können darüber hinaus aus anderen Vorgängen entstehen.
Ein Unternehmen könnte beispielsweise einen Vermögensgegenstand verkaufen und daraus einen Ertrag erzielen. Ein solcher Vorgang ist nicht automatisch mit dem gewöhnlichen Waren- oder Dienstleistungsumsatz gleichzusetzen.
Umsatz und Einnahmen – Unterschied
Auch Umsatz und Einnahmen sollten nicht immer gleichgesetzt werden.
Der Zeitpunkt eines Umsatzes und der Zeitpunkt des tatsächlichen Geldzuflusses können auseinanderfallen.
Ein Beispiel:
Ein Unternehmen liefert einem Geschäftskunden am 1. Oktober Waren im Wert von 10.000 Euro auf Rechnung.
Der Kunde bezahlt die Rechnung erst am 1. November.
Der zugrunde liegende Geschäftsvorgang und der spätere Zahlungseingang liegen damit zeitlich auseinander.
Diese Unterscheidung ist insbesondere für Rechnungswesen und Liquiditätsplanung wichtig.
Netto- und Bruttoumsatz
Im täglichen Geschäftsverkehr muss außerdem darauf geachtet werden, ob Beträge mit oder ohne Umsatzsteuer angegeben werden.
Ein einfaches Beispiel bei einem angenommenen Umsatzsteuersatz von 19 Prozent:
| Position | Betrag |
|---|---|
| Nettobetrag | 100 Euro |
| + 19 % Umsatzsteuer | 19 Euro |
| Bruttobetrag | 119 Euro |
Für betriebswirtschaftliche Vergleiche muss daher klar sein, welche Größe verwendet wird.
Umsatz und Umsatzsteuer
Trotz der ähnlichen Begriffe sind Umsatz und Umsatzsteuer nicht das Gleiche.
Die Umsatzsteuer ist eine Steuer, die auf steuerbare und steuerpflichtige Umsätze erhoben wird.
Bei einem Verkauf von netto 100 Euro und einem Umsatzsteuersatz von 19 Prozent ergibt sich:
100 Euro + 19 Euro Umsatzsteuer = 119 Euro Rechnungsbetrag
Die vereinnahmte Umsatzsteuer stellt für ein umsatzsteuerpflichtiges Unternehmen grundsätzlich keinen eigenen Gewinn dar, sondern wird im Rahmen des Umsatzsteuersystems mit dem Finanzamt abgerechnet.
Was sind Umsatzerlöse?
Unter Umsatzerlösen versteht man im Rechnungswesen insbesondere Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung beziehungsweise Verpachtung von Produkten sowie aus der Erbringung von Dienstleistungen nach den maßgeblichen Rechnungslegungsvorschriften.
Die Umsatzerlöse sind eine wichtige Position der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV).
Sie geben einen wichtigen Hinweis auf den Umfang der Geschäftstätigkeit eines Unternehmens.
Jahresumsatz
Der Jahresumsatz bezeichnet den Umsatz, den ein Unternehmen innerhalb eines Geschäftsjahres erzielt.
Beispiel:
- Januar: 100.000 Euro
- Februar: 110.000 Euro
- März: 120.000 Euro
- weitere Monate: 970.000 Euro
Der Jahresumsatz beträgt:
1.300.000 Euro.
Unternehmen vergleichen ihren Jahresumsatz häufig mit vorherigen Geschäftsjahren.
Monatsumsatz
Der Monatsumsatz zeigt, welchen Umsatz ein Unternehmen innerhalb eines Monats erzielt.
Die Betrachtung einzelner Monate kann beispielsweise dabei helfen:
- saisonale Schwankungen zu erkennen,
- Umsatzrückgänge frühzeitig festzustellen,
- Marketingmaßnahmen auszuwerten,
- Planwerte mit Ist-Werten zu vergleichen.
Bei saisonalen Unternehmen kann ein Vergleich zweier aufeinanderfolgender Monate allerdings wenig aussagekräftig sein. Häufig ist der Vergleich mit dem entsprechenden Vorjahresmonat sinnvoller.
Was ist Umsatzwachstum?
Das Umsatzwachstum zeigt, wie stark sich der Umsatz gegenüber einer früheren Periode verändert hat.
Die Formel lautet:
Umsatzwachstum = (neuer Umsatz – alter Umsatz) ÷ alter Umsatz × 100
Beispiel:
Umsatz im Vorjahr:
1.000.000 Euro
Umsatz im aktuellen Jahr:
1.200.000 Euro
Berechnung:
(1.200.000 – 1.000.000) ÷ 1.000.000 × 100 = 20 %
Das Unternehmen hat seinen Umsatz um 20 Prozent gesteigert.
Umsatzsteigerung durch höhere Preise
Ein steigender Umsatz bedeutet nicht automatisch, dass ein Unternehmen mehr Produkte verkauft hat.
Beispiel:
Ein Unternehmen verkauft in beiden Jahren:
10.000 Produkte.
Im ersten Jahr beträgt der Preis:
100 Euro.
Umsatz:
1.000.000 Euro.
Im zweiten Jahr beträgt der Preis:
110 Euro.
Umsatz:
1.100.000 Euro.
Der Umsatz ist um 10 Prozent gestiegen, obwohl exakt die gleiche Stückzahl verkauft wurde.
Die Umsatzsteigerung resultiert ausschließlich aus dem höheren Verkaufspreis.
Umsatzsteigerung durch höhere Absatzmenge
Der Umsatz kann dagegen auch steigen, weil mehr Produkte verkauft werden.
Beispiel:
- Jahr 1: 10.000 Stück × 100 Euro = 1.000.000 Euro
- Jahr 2: 12.000 Stück × 100 Euro = 1.200.000 Euro
Der Umsatz steigt um 20 Prozent.
In diesem Fall ist die Ursache die höhere Absatzmenge.
In der Praxis können sich Preis und Absatzmenge gleichzeitig verändern.
Nomineller und realer Umsatz
Bei längerfristigen Umsatzvergleichen kann außerdem die Inflation eine Rolle spielen.
Steigen lediglich die Preise, kann der Umsatz nominell wachsen, obwohl das Unternehmen mengenmäßig nicht mehr verkauft.
Deshalb kann es sinnvoll sein, neben der nominellen auch die preisbereinigte beziehungsweise reale Entwicklung zu betrachten.
Ein stark steigender Umsatz während einer Phase hoher Inflation muss also nicht bedeuten, dass das Unternehmen im gleichen Umfang tatsächlich gewachsen ist.
Was ist Umsatzrendite?
Die Umsatzrendite setzt einen Gewinn beziehungsweise eine definierte Ergebnisgröße ins Verhältnis zum Umsatz.
Eine vereinfachte Formel lautet:
Umsatzrendite = Gewinn ÷ Umsatz × 100
Beispiel:
Umsatz:
1.000.000 Euro
Gewinn:
100.000 Euro
Dann beträgt die vereinfachte Umsatzrendite:
100.000 ÷ 1.000.000 × 100 = 10 %
Von 100 Euro Umsatz verbleiben in diesem vereinfachten Beispiel 10 Euro als Gewinn.
Welche konkrete Ergebnisgröße verwendet wird, sollte bei Kennzahlenvergleichen immer beachtet werden.
Hoher Umsatz oder hohe Umsatzrendite?
Zwei Unternehmen können denselben Umsatz erzielen und trotzdem völlig unterschiedlich profitabel sein.
| Unternehmen A | Unternehmen B | |
|---|---|---|
| Umsatz | 1.000.000 Euro | 1.000.000 Euro |
| Gewinn | 50.000 Euro | 200.000 Euro |
| vereinfachte Umsatzrendite | 5 % | 20 % |
Obwohl beide Unternehmen denselben Umsatz erzielen, erwirtschaftet Unternehmen B in diesem Beispiel einen wesentlich höheren Gewinn.
Umsatz pro Mitarbeiter
Eine weitere Kennzahl ist der Umsatz je Mitarbeiter.
Die vereinfachte Formel lautet:
Umsatz je Mitarbeiter = Gesamtumsatz ÷ Anzahl der Mitarbeiter
Beispiel:
Ein Unternehmen erzielt:
10 Millionen Euro Umsatz
mit:
50 Mitarbeitern.
Damit ergeben sich rechnerisch:
200.000 Euro Umsatz je Mitarbeiter.
Die Kennzahl kann beispielsweise für Vergleiche innerhalb einer Branche verwendet werden. Zwischen völlig unterschiedlichen Branchen ist sie dagegen nur eingeschränkt aussagekräftig.
Umsatz pro Kunde
Unternehmen können ebenfalls berechnen, wie viel Umsatz durchschnittlich mit einem Kunden erzielt wird.
Vereinfacht:
Umsatz pro Kunde = Gesamtumsatz ÷ Anzahl der Kunden
Ein Onlinehändler erzielt beispielsweise 500.000 Euro Umsatz mit 10.000 Kunden.
Der durchschnittliche Umsatz pro Kunde beträgt:
50 Euro.
Für eine genauere Analyse können Unternehmen zusätzlich Wiederholungskäufe und unterschiedliche Kundengruppen betrachten.
Umsatz pro Produkt
Die Umsatzanalyse kann ebenfalls zeigen, welche Produkte besonders umsatzstark sind.
Beispiel:
| Produkt | Umsatz | Anteil am Gesamtumsatz |
|---|---|---|
| A | 500.000 Euro | 50 % |
| B | 300.000 Euro | 30 % |
| C | 200.000 Euro | 20 % |
Produkt A ist damit der größte Umsatzbringer.
Das bedeutet allerdings noch nicht automatisch, dass Produkt A auch den höchsten Gewinn erzielt.
Umsatz und Deckungsbeitrag
Für betriebliche Entscheidungen reicht eine reine Umsatzbetrachtung häufig nicht aus.
Eine wichtige zusätzliche Größe ist der Deckungsbeitrag.
Vereinfacht:
Deckungsbeitrag = Umsatz beziehungsweise Erlöse – variable Kosten
Ein Produkt mit hohem Umsatz kann einen niedrigen Deckungsbeitrag besitzen, wenn gleichzeitig hohe variable Kosten entstehen.
Ein anderes Produkt kann weniger Umsatz erzielen, aber wesentlich profitabler sein.
Umsatz und Selbstkosten
Auch die Selbstkosten sind für die Beurteilung des Umsatzes wichtig.
Angenommen, ein Produkt wird für:
100 Euro
verkauft.
Die Selbstkosten betragen:
80 Euro.
Vereinfacht verbleibt eine Differenz von:
20 Euro.
Ein hoher Umsatz ist daher besonders dann wirtschaftlich interessant, wenn zwischen Verkaufserlösen und den relevanten Kosten eine ausreichende positive Differenz besteht.
Umsatz und Absatz – Unterschied
Die Begriffe Umsatz und Absatz werden ebenfalls häufig verwechselt.
Der Absatz bezeichnet die verkaufte Menge.
Der Umsatz bezeichnet dagegen den entsprechenden Geldwert.
Beispiel:
Ein Unternehmen verkauft:
1.000 Fahrräder
für jeweils:
500 Euro.
Dann beträgt der:
Absatz = 1.000 Fahrräder
und der:
Umsatz = 500.000 Euro.
Wie kann ein Unternehmen seinen Umsatz steigern?
Grundsätzlich gibt es verschiedene Möglichkeiten zur Umsatzsteigerung.
Ein Unternehmen kann beispielsweise:
- mehr Produkte verkaufen,
- Preise erhöhen,
- neue Kunden gewinnen,
- bestehende Kunden zu weiteren Käufen bewegen,
- neue Produkte anbieten,
- neue Märkte erschließen,
- zusätzliche Vertriebskanäle nutzen.
Eine Umsatzsteigerung sollte jedoch nicht isoliert betrachtet werden.
Steigen die Kosten stärker als der zusätzliche Umsatz, kann sich das Unternehmen trotz Umsatzwachstum wirtschaftlich verschlechtern.
Mehr Umsatz bedeutet nicht automatisch mehr Gewinn
Das lässt sich an einem einfachen Beispiel zeigen.
Vor einer Werbekampagne:
- Umsatz: 100.000 Euro
- Gewinn: 20.000 Euro
Nach einer sehr teuren Werbekampagne:
- Umsatz: 130.000 Euro
- Gewinn: 15.000 Euro
Der Umsatz ist um 30 Prozent gestiegen.
Trotzdem ist der Gewinn gesunken.
Umsatzwachstum ist deshalb nur eine von mehreren Größen zur Beurteilung des Unternehmenserfolgs.
Umsatzplanung
Unternehmen erstellen häufig einen Umsatzplan für zukünftige Perioden.
Dafür können beispielsweise berücksichtigt werden:
- Umsätze vergangener Jahre
- Auftragsbestand
- Marktentwicklung
- Preisänderungen
- geplante Marketingmaßnahmen
- neue Produkte
- saisonale Schwankungen
Anschließend können Soll- und Ist-Umsätze miteinander verglichen werden.
Umsatz und Break-even-Point
Der Break-even-Point bezeichnet vereinfacht den Punkt, an dem Erlöse und relevante Kosten gleich hoch sind.
Unterhalb dieser Schwelle entsteht ein Verlust.
Oberhalb der Schwelle wird unter den zugrunde gelegten Annahmen ein Gewinn erzielt.
Deshalb ist nicht nur wichtig, möglichst viel Umsatz zu erzielen, sondern einen ausreichenden Umsatz zur Deckung der Kosten zu erreichen.
Warum ist der Umsatz für Unternehmen wichtig?
Der Umsatz ist eine zentrale Kennzahl, weil er einen wichtigen Hinweis auf Umfang und Entwicklung der Geschäftstätigkeit gibt.
Er wird beispielsweise verwendet für:
- Unternehmensplanung
- Controlling
- Jahresvergleiche
- Branchenvergleiche
- Vertriebssteuerung
- Budgetplanung
- Unternehmensanalyse
Für eine vollständige Beurteilung sollte der Umsatz allerdings immer gemeinsam mit weiteren Kennzahlen betrachtet werden.
Wichtige Umsatzkennzahlen
Je nach Unternehmen können unter anderem folgende Kennzahlen interessant sein:
- Gesamtumsatz
- Umsatzwachstum
- Umsatz je Produkt
- Umsatz je Kunde
- Umsatz je Mitarbeiter
- Umsatz je Standort
- Umsatz je Vertriebskanal
- Umsatzrendite
Welche Kennzahl besonders aussagekräftig ist, hängt vom Geschäftsmodell ab.
Umsatz einfach erklärt
Das Grundprinzip lässt sich auf eine einfache Formel reduzieren:
Verkaufte Menge × Verkaufspreis = Umsatz
Werden beispielsweise:
100 Produkte × 50 Euro
verkauft, beträgt der Umsatz:
5.000 Euro.
Von diesen 5.000 Euro müssen jedoch noch die entsprechenden Kosten beziehungsweise Aufwendungen berücksichtigt werden.
Erst dadurch lässt sich beurteilen, ob das Geschäft tatsächlich profitabel war.
Häufige Fragen zum Umsatz
Was ist Umsatz einfach erklärt?
Der Umsatz beschreibt vereinfacht den Wert der Waren oder Dienstleistungen, die ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft beziehungsweise erbracht hat.
Wie berechnet man den Umsatz?
Bei einem einzelnen Produkt kann der Umsatz vereinfacht mit der Formel Absatzmenge × Verkaufspreis berechnet werden.
Ist Umsatz gleich Gewinn?
Nein. Vom Umsatz müssen noch die entsprechenden Aufwendungen berücksichtigt werden. Ein Unternehmen kann daher einen hohen Umsatz erzielen und trotzdem einen Verlust machen.
Was ist der Unterschied zwischen Umsatz und Absatz?
Der Absatz bezeichnet die verkaufte Menge. Der Umsatz bezeichnet den daraus resultierenden Geldwert. Werden 100 Produkte für jeweils 20 Euro verkauft, beträgt der Absatz 100 Stück und der Umsatz 2.000 Euro.
Ist Umsatz gleich Einkommen?
Nein. Besonders bei Selbstständigen und Unternehmen darf Umsatz nicht mit dem persönlichen Einkommen beziehungsweise Gewinn verwechselt werden. Vom Umsatz müssen zunächst betriebliche Aufwendungen berücksichtigt werden.
Was bedeutet Jahresumsatz?
Der Jahresumsatz ist die Summe der innerhalb eines Geschäftsjahres erzielten Umsätze.
Was bedeutet Umsatzwachstum?
Umsatzwachstum bezeichnet die prozentuale oder absolute Steigerung des Umsatzes gegenüber einer Vergleichsperiode.
Was bedeutet Umsatzrendite?
Die Umsatzrendite setzt eine bestimmte Ergebnisgröße beziehungsweise den Gewinn ins Verhältnis zum Umsatz. Sie zeigt damit, welcher Anteil des Umsatzes als entsprechendes Ergebnis verbleibt.
Kann der Umsatz steigen, obwohl weniger verkauft wird?
Ja. Werden die Preise ausreichend erhöht, kann der Umsatz trotz einer geringeren Absatzmenge steigen.
Kann der Umsatz sinken, obwohl mehr verkauft wird?
Auch das ist möglich. Sinkt der Verkaufspreis stärker, als die Absatzmenge steigt, kann der Gesamtumsatz zurückgehen.
Fazit
Der Umsatz ist eine der wichtigsten Kennzahlen eines Unternehmens. Er zeigt, welchen Wert die verkauften Waren beziehungsweise erbrachten Dienstleistungen innerhalb eines bestimmten Zeitraums erreichen.
Besonders wichtig ist die Abgrenzung zum Gewinn. Ein hoher Umsatz bedeutet nicht automatisch, dass ein Unternehmen erfolgreich oder profitabel arbeitet. Entscheidend ist auch, welche Kosten und Aufwendungen zur Erzielung dieses Umsatzes entstehen.
Für die Unternehmensanalyse sollte der Umsatz deshalb gemeinsam mit Kennzahlen wie Gewinn, Umsatzrendite, Deckungsbeitrag, Absatz und Umsatzwachstum betrachtet werden.
Als einfache Merkhilfe gilt:
Umsatz zeigt, wie viel verkauft wurde – Gewinn zeigt vereinfacht, was nach Berücksichtigung der relevanten Aufwendungen übrig bleibt.
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