Die Wertschöpfung beschreibt, welcher zusätzliche wirtschaftliche Wert innerhalb eines Unternehmens, einer Branche oder einer Volkswirtschaft geschaffen wird. Vereinfacht gesagt zeigt sie, wie viel Wert durch die eigene Leistung entsteht, nachdem zuvor bezogene Vorleistungen berücksichtigt wurden.
Ein Unternehmen kauft beispielsweise Rohstoffe, verarbeitet sie weiter und verkauft anschließend ein fertiges Produkt. Der Unterschied zwischen dem Wert der eingekauften Vorleistungen und dem Wert der erzeugten Leistung stellt einen wesentlichen Teil der Wertschöpfung dar.
Die grundlegende Formel lautet:
Wertschöpfung = Gesamtleistung – Vorleistungen
Die Wertschöpfung ist damit eine wichtige Kennzahl in Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre und Rechnungswesen.
Was bedeutet Wertschöpfung?
Der Begriff Wertschöpfung beschreibt den durch eigene wirtschaftliche Tätigkeit geschaffenen Mehrwert.
Unternehmen kombinieren beispielsweise:
- Arbeitskraft,
- Kapital,
- Maschinen,
- Rohstoffe,
- Know-how,
- Technologie und
- Organisation.
Aus diesen Faktoren entstehen Produkte oder Dienstleistungen, die einen höheren wirtschaftlichen Wert besitzen können als die zuvor eingekauften Güter und Leistungen.
Dieser neu geschaffene Wert ist die Wertschöpfung.
Wertschöpfung einfach erklärt
Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das Prinzip.
Eine Bäckerei kauft Zutaten wie Mehl, Hefe, Salz und Energie im Wert von insgesamt 1.000 Euro ein.
Aus diesen Vorleistungen produziert sie Brot und andere Backwaren, die sie für insgesamt 3.000 Euro verkauft.
Vereinfacht ergibt sich:
3.000 € Gesamtleistung – 1.000 € Vorleistungen = 2.000 € Wertschöpfung
Die Bäckerei hat somit einen zusätzlichen wirtschaftlichen Wert von 2.000 Euro geschaffen.
Was sind Vorleistungen?
Als Vorleistungen bezeichnet man Güter und Dienstleistungen, die ein Unternehmen von anderen Unternehmen bezieht und im eigenen Produktionsprozess verwendet.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Rohstoffe,
- Hilfsstoffe,
- Halbfertigprodukte,
- Energie,
- Transportleistungen,
- externe Dienstleistungen oder
- bestimmte Beratungsleistungen.
Diese Leistungen wurden bereits an anderer Stelle wirtschaftlich erzeugt. Deshalb werden sie bei der Berechnung der eigenen Wertschöpfung abgezogen.
Was ist die Bruttowertschöpfung?
Ein besonders wichtiger Begriff ist die Bruttowertschöpfung.
Sie ergibt sich vereinfacht aus:
Bruttowertschöpfung = Produktionswert – Vorleistungen
Die Bruttowertschöpfung enthält dabei noch den Werteverzehr des Anlagevermögens, also beispielsweise Abschreibungen auf Maschinen und Gebäude.
Sie wird sowohl bei der Analyse einzelner Unternehmen als auch auf volkswirtschaftlicher Ebene verwendet.
Was ist die Nettowertschöpfung?
Von der Bruttowertschöpfung kann der Werteverzehr des Anlagevermögens abgezogen werden.
Vereinfacht:
Nettowertschöpfung = Bruttowertschöpfung – Abschreibungen
Die Nettowertschöpfung zeigt damit den wirtschaftlichen Mehrwert nach Berücksichtigung des Verschleißes beziehungsweise Werteverzehrs langfristiger Vermögensgegenstände.
Beispiel für Brutto- und Nettowertschöpfung
Ein Unternehmen erzielt eine Gesamtleistung von:
1.000.000 Euro
Die eingekauften Vorleistungen betragen:
600.000 Euro
Damit ergibt sich:
1.000.000 € – 600.000 € = 400.000 € Bruttowertschöpfung
Die jährlichen Abschreibungen betragen 50.000 Euro.
Dann ergibt sich:
400.000 € – 50.000 € = 350.000 € Nettowertschöpfung
Warum ist Wertschöpfung nicht gleich Umsatz?
Umsatz und Wertschöpfung sind nicht dasselbe.
Ein Unternehmen kann einen hohen Umsatz erzielen und trotzdem nur einen relativ kleinen Teil des wirtschaftlichen Wertes selbst schaffen.
Ein Handelsunternehmen kann beispielsweise Waren für 900.000 Euro einkaufen und anschließend für 1 Million Euro verkaufen.
Der Umsatz beträgt:
1.000.000 Euro
Die Wertschöpfung aus diesem vereinfachten Beispiel beträgt jedoch lediglich:
1.000.000 € – 900.000 € = 100.000 €
Ein anderes Unternehmen kann bei wesentlich geringerem Umsatz eine höhere Wertschöpfung erzielen, wenn ein großer Anteil der Leistung selbst erbracht wird.
Wertschöpfung und Gewinn: Was ist der Unterschied?
Auch Wertschöpfung und Gewinn dürfen nicht verwechselt werden.
Die Wertschöpfung zeigt, welcher zusätzliche wirtschaftliche Wert durch die Tätigkeit des Unternehmens geschaffen wurde.
Dieser Wert steht anschließend unterschiedlichen Beteiligten beziehungsweise Zwecken zur Verfügung.
Dazu gehören beispielsweise:
- Arbeitnehmer in Form von Löhnen und Gehältern,
- der Staat über Steuern und Abgaben,
- Kapitalgeber über Zinsen,
- Unternehmenseigentümer über Gewinne und
- das Unternehmen selbst für Investitionen oder Rücklagen.
Der Gewinn ist damit nur ein möglicher Teil der Verteilung der geschaffenen Wertschöpfung.
Wie verteilt sich die Wertschöpfung eines Unternehmens?
Eine sogenannte Wertschöpfungsrechnung kann zeigen, wie der geschaffene Wert verteilt wird.
Ein vereinfachtes Beispiel:
| Empfänger | Anteil |
|---|---|
| Mitarbeiter | Löhne und Gehälter |
| Staat | Steuern und Abgaben |
| Kreditgeber | Zinsen |
| Eigentümer | Gewinnausschüttungen |
| Unternehmen | Einbehaltene Gewinne und Investitionen |
Damit zeigt die Wertschöpfung nicht nur, wie erfolgreich ein Unternehmen arbeitet, sondern auch, welchen wirtschaftlichen Beitrag es für verschiedene Gruppen leistet.
Was ist eine Wertschöpfungskette?
Eng mit der Wertschöpfung verbunden ist die Wertschöpfungskette.
Sie beschreibt die verschiedenen Stufen, die ein Produkt oder eine Dienstleistung durchläuft, bis sie beim Endkunden ankommt.
Ein vereinfachtes Beispiel für ein Auto:
Rohstoffgewinnung → Zulieferer → Fahrzeughersteller → Transport → Händler → Kunde
Auf jeder Stufe kann zusätzliche Wertschöpfung entstehen.
Der Rohstofflieferant verarbeitet Material, der Zulieferer stellt Komponenten her, der Hersteller baut das Fahrzeug zusammen und der Händler übernimmt Vertrieb und Beratung.
Wertschöpfungskette am Beispiel eines Smartphones
Auch bei einem Smartphone verteilt sich die Wertschöpfung auf zahlreiche Unternehmen und Länder.
Dazu können gehören:
- Rohstoffgewinnung,
- Herstellung von Halbleitern,
- Produktion von Displays,
- Softwareentwicklung,
- Montage,
- Logistik,
- Marketing und
- Einzelhandel.
Der Verkaufspreis eines Smartphones besteht deshalb nicht ausschließlich aus Materialkosten. Einen erheblichen Anteil können Entwicklung, Software, Marke, Vertrieb und Dienstleistungen ausmachen.
Was bedeutet hohe Wertschöpfung?
Von einer hohen Wertschöpfung spricht man, wenn ein Unternehmen einen vergleichsweise großen Teil des wirtschaftlichen Wertes selbst erzeugt.
Das kann beispielsweise bei Unternehmen der Fall sein, die:
- eigene Technologien entwickeln,
- komplexe Produkte herstellen,
- spezialisiertes Fachwissen einsetzen,
- starke Marken besitzen oder
- hochwertige Dienstleistungen anbieten.
Eine hohe Wertschöpfung kann ein Hinweis auf eine starke Marktposition sein, bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Unternehmen hohe Gewinne erzielt.
Auch hohe Personal-, Forschungs- oder Finanzierungskosten können das Ergebnis belasten.
Was bedeutet geringe Wertschöpfung?
Eine vergleichsweise geringe Wertschöpfung kann entstehen, wenn ein Unternehmen einen großen Teil seiner Leistungen von anderen Unternehmen einkauft.
Typisch kann dies beispielsweise im Handel sein.
Ein Händler kauft ein fertiges Produkt und verkauft es mit einem Aufschlag weiter. Sein eigener Anteil an der gesamten Wertschöpfungskette kann dadurch geringer sein als bei einem Hersteller, der das Produkt selbst entwickelt und produziert.
Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass ein Geschäftsmodell mit niedriger Wertschöpfung schlecht ist. Entscheidend sind unter anderem Marge, Absatzmenge, Kostenstruktur und Kapitalbedarf.
Was ist die Wertschöpfungsquote?
Mit der Wertschöpfungsquote lässt sich ausdrücken, welcher Anteil der Unternehmensleistung selbst geschaffen wurde.
Eine mögliche vereinfachte Berechnung lautet:
Wertschöpfungsquote = Wertschöpfung / Gesamtleistung × 100
Beispiel:
Ein Unternehmen erzielt eine Gesamtleistung von 1 Million Euro und eine Wertschöpfung von 400.000 Euro.
400.000 / 1.000.000 × 100 = 40 %
Die Wertschöpfungsquote beträgt damit 40 Prozent.
Warum ist die Wertschöpfung für Unternehmen wichtig?
Die Analyse der Wertschöpfung kann Unternehmen helfen zu beurteilen, welcher Anteil ihrer Leistung tatsächlich innerhalb des eigenen Unternehmens entsteht.
Sie kann beispielsweise Hinweise liefern auf:
- Abhängigkeit von Lieferanten,
- Produktivität,
- Fertigungstiefe,
- Kostenstruktur,
- Wettbewerbsposition und
- strategische Entwicklungsmöglichkeiten.
Ein Unternehmen kann beispielsweise prüfen, ob bestimmte Produktionsschritte selbst durchgeführt oder an externe Anbieter vergeben werden sollen.
Was bedeutet Fertigungstiefe?
Die Fertigungstiefe beschreibt, welcher Anteil eines Produktes beziehungsweise Produktionsprozesses innerhalb des eigenen Unternehmens hergestellt wird.
Ein Autohersteller kann beispielsweise Motoren, Karosserie und Elektronik teilweise selbst herstellen oder große Teile davon bei Zulieferern einkaufen.
Eine hohe Fertigungstiefe bedeutet grundsätzlich, dass mehr Produktionsschritte im eigenen Unternehmen stattfinden.
Eine niedrige Fertigungstiefe bedeutet, dass stärker auf externe Lieferanten zurückgegriffen wird.
Make or Buy und Wertschöpfung
Unternehmen stehen häufig vor der Frage:
Selbst herstellen oder einkaufen?
Diese Entscheidung wird auch als Make-or-Buy-Entscheidung bezeichnet.
Dabei spielen zahlreiche Faktoren eine Rolle:
- Kosten,
- Qualität,
- Know-how,
- Lieferfähigkeit,
- Abhängigkeit von Lieferanten,
- Kapazitäten und
- strategische Bedeutung.
Mehr Eigenfertigung kann die eigene Wertschöpfung erhöhen, muss aber nicht automatisch wirtschaftlicher sein.
Was bedeutet regionale Wertschöpfung?
Von regionaler Wertschöpfung spricht man, wenn ein möglichst großer Teil des geschaffenen wirtschaftlichen Wertes innerhalb einer bestimmten Region verbleibt.
Ein Beispiel:
Eine Gemeinde beauftragt ein örtliches Handwerksunternehmen. Dieses beschäftigt Mitarbeiter aus der Region und kauft einen Teil seiner Materialien bei regionalen Lieferanten.
Dadurch können Einkommen, Steuern und weitere wirtschaftliche Effekte in der Region entstehen.
Regionale Wertschöpfung spielt deshalb unter anderem bei:
- kommunaler Wirtschaftsförderung,
- Tourismus,
- Landwirtschaft,
- Energieprojekten und
- regionalen Lieferketten
eine wichtige Rolle.
Wertschöpfung bei erneuerbaren Energien
Der Begriff wird häufig auch im Zusammenhang mit Windkraft, Photovoltaik und anderen erneuerbaren Energien verwendet.
Eine Kommune kann beispielsweise von einem Solarpark profitieren durch:
- lokale Arbeitsplätze,
- Aufträge für regionale Unternehmen,
- Steuereinnahmen,
- Pachteinnahmen und
- Beteiligungsmodelle.
Je mehr wirtschaftliche Aktivitäten rund um ein Projekt innerhalb der Region stattfinden, desto höher kann die regionale Wertschöpfung ausfallen.
Was ist volkswirtschaftliche Wertschöpfung?
Auch auf Ebene einer gesamten Volkswirtschaft spielt die Wertschöpfung eine zentrale Rolle.
Dabei wird betrachtet, welcher zusätzliche wirtschaftliche Wert in verschiedenen Wirtschaftsbereichen entsteht.
Typische Bereiche sind:
- Landwirtschaft,
- Industrie,
- Baugewerbe,
- Handel und
- Dienstleistungen.
Die Wertschöpfung dieser Bereiche bildet eine wichtige Grundlage für die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts (BIP).
Wie hängen Bruttowertschöpfung und BIP zusammen?
Das Bruttoinlandsprodukt misst vereinfacht den Wert der innerhalb eines Landes produzierten Waren und Dienstleistungen.
Eine Berechnungsmöglichkeit geht von der Bruttowertschöpfung der Wirtschaftsbereiche aus.
Vereinfacht gilt:
Bruttoinlandsprodukt = Summe der Bruttowertschöpfung + Gütersteuern – Gütersubventionen
Dadurch wird deutlich, weshalb die Wertschöpfung eine zentrale volkswirtschaftliche Größe ist.
Wertschöpfung pro Mitarbeiter
Unternehmen können ihre Wertschöpfung auch in Beziehung zur Zahl der Beschäftigten setzen.
Eine mögliche Kennzahl lautet:
Wertschöpfung je Mitarbeiter = Wertschöpfung / Anzahl der Mitarbeiter
Beispiel:
Ein Unternehmen erzielt eine Wertschöpfung von 5 Millionen Euro und beschäftigt 100 Mitarbeiter.
5.000.000 € / 100 = 50.000 € Wertschöpfung je Mitarbeiter
Solche Kennzahlen können bei Vergleichen hilfreich sein.
Allerdings unterscheiden sich Branchen erheblich. Ein hochautomatisierter Industriebetrieb kann völlig andere Werte erreichen als ein personalintensiver Pflegedienst.
Wertschöpfung und Produktivität
Wertschöpfung und Produktivität hängen eng zusammen.
Produktivität betrachtet vereinfacht das Verhältnis zwischen eingesetztem Aufwand und erzeugter Leistung.
Steigt die Wertschöpfung bei gleichbleibendem Einsatz von Personal und Kapital, kann dies auf eine höhere Produktivität hindeuten.
Unternehmen versuchen deshalb häufig, ihre Wertschöpfung zu verbessern durch:
- Automatisierung,
- Digitalisierung,
- bessere Prozesse,
- höherwertige Produkte,
- Innovation und
- effizienteren Materialeinsatz.
Kann Digitalisierung die Wertschöpfung erhöhen?
Ja. Digitalisierung kann Prozesse effizienter gestalten und neue Geschäftsmodelle ermöglichen.
Beispiele sind:
- automatisierte Produktion,
- digitale Vertriebskanäle,
- Softwareprodukte,
- Datenanalysen,
- digitale Dienstleistungen und
- künstliche Intelligenz.
Dabei entsteht Wertschöpfung zunehmend auch durch immaterielle Faktoren wie Software, Daten, Know-how und geistiges Eigentum.
Warum sind Lieferketten für die Wertschöpfung wichtig?
Globale Wertschöpfungsketten können Unternehmen ermöglichen, einzelne Produktionsschritte dort durchführen zu lassen, wo sie besonders effizient oder günstig sind.
Gleichzeitig entstehen dadurch Abhängigkeiten.
Störungen bei:
- Rohstoffen,
- Transportwegen,
- Zulieferern,
- Energieversorgung oder
- politischen Rahmenbedingungen
können die gesamte Produktion beeinflussen.
Viele Unternehmen betrachten daher nicht mehr ausschließlich die niedrigsten Einkaufskosten, sondern zunehmend auch Versorgungssicherheit und Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten.
Wertschöpfung einfach berechnen
Ein weiteres Beispiel:
Ein Möbelhersteller verkauft innerhalb eines Jahres Möbel im Wert von:
2.000.000 Euro
Für Holz, Beschläge, Energie und externe Dienstleistungen gibt er 1.200.000 Euro aus.
Dann beträgt die vereinfachte Bruttowertschöpfung:
2.000.000 € – 1.200.000 € = 800.000 €
Diese 800.000 Euro wurden durch die eigene wirtschaftliche Tätigkeit zusätzlich geschaffen.
Davon müssen unter anderem Personal, Kapitalgeber, Staat und weitere Unternehmensaufwendungen finanziert werden.
Wertschöpfung ist nicht gleich Wertsteigerung
Die Begriffe Wertschöpfung und Wertsteigerung sollten ebenfalls unterschieden werden.
Eine Immobilie kann beispielsweise allein aufgrund steigender Grundstückspreise mehr wert werden.
Dabei wurde nicht zwangsläufig durch eine betriebliche Tätigkeit neue Wertschöpfung erzeugt.
Wertschöpfung entsteht dagegen grundsätzlich durch einen wirtschaftlichen Leistungsprozess, bei dem aus eingesetzten Gütern und Dienstleistungen ein zusätzlicher Wert geschaffen wird.
Warum ist Wertschöpfung für die Gesellschaft wichtig?
Wertschöpfung bildet die Grundlage für zahlreiche wirtschaftliche Prozesse.
Aus der erzeugten Wertschöpfung können unter anderem finanziert werden:
- Löhne und Gehälter,
- Investitionen,
- Steuern,
- Zinsen,
- Unternehmensgewinne sowie
- soziale Sicherungssysteme.
Eine hohe und nachhaltige Wertschöpfung kann damit zu Beschäftigung, Wohlstand und öffentlichen Einnahmen beitragen.
Fazit: Wertschöpfung zeigt den tatsächlich geschaffenen wirtschaftlichen Mehrwert
Die Wertschöpfung beschreibt den zusätzlichen wirtschaftlichen Wert, der durch die Tätigkeit eines Unternehmens, einer Branche oder einer Volkswirtschaft geschaffen wird.
Die grundlegende Berechnung lautet:
Wertschöpfung = Gesamtleistung – Vorleistungen
Sie unterscheidet sich damit deutlich von Umsatz und Gewinn. Der Umsatz zeigt die Erlöse aus Verkäufen, während die Wertschöpfung berücksichtigt, welche Leistungen zuvor von anderen Unternehmen eingekauft wurden.
Die erzeugte Wertschöpfung wird anschließend unter anderem auf Mitarbeiter, Staat, Kapitalgeber, Unternehmenseigentümer und das Unternehmen selbst verteilt.
Für Unternehmen ist die Kennzahl besonders interessant, weil sie zeigt, wie viel wirtschaftlicher Wert tatsächlich durch die eigene Tätigkeit entsteht. Auf volkswirtschaftlicher Ebene wiederum bildet die Bruttowertschöpfung eine wesentliche Grundlage für die Berechnung des Bruttoinlandsprodukts.
Je effizienter ein Unternehmen vorhandene Ressourcen, Wissen, Arbeit und Kapital in hochwertige Produkte oder Dienstleistungen umwandelt, desto größer kann seine Wertschöpfung sein.
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