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Wirtschaftlichkeit

14. August 202613 Minuten Lesezeit0 KommentareW

Die Wirtschaftlichkeit beschreibt das Verhältnis zwischen dem erzielten Ergebnis und den dafür eingesetzten Mitteln. Sie ist eine wichtige betriebswirtschaftliche Kennzahl und hilft Unternehmen, öffentliche Verwaltungen und andere Organisationen dabei zu beurteilen, ob Ressourcen effizient eingesetzt werden.

Vereinfacht geht es um die Frage:

Steht das erzielte Ergebnis in einem angemessenen Verhältnis zum dafür erforderlichen Aufwand?

Eine häufig verwendete Grundformel lautet:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Liegt der Wert über 1, sind die Erträge höher als die Aufwendungen. Bei einem Wert von 1 entsprechen sich Ertrag und Aufwand. Liegt die Wirtschaftlichkeit unter 1, übersteigen die Aufwendungen die Erträge.

Was bedeutet Wirtschaftlichkeit?

Wirtschaftliches Handeln bedeutet grundsätzlich, mit vorhandenen Ressourcen möglichst sinnvoll umzugehen.

Dabei können beispielsweise folgende Ressourcen eine Rolle spielen:

  • Geld,
  • Arbeitszeit,
  • Personal,
  • Material,
  • Maschinen,
  • Energie,
  • Gebäude und
  • Rohstoffe.

Ein Unternehmen arbeitet nicht allein deshalb wirtschaftlich, weil es hohe Umsätze erzielt. Entscheidend ist auch, welcher Aufwand erforderlich ist, um diese Erträge zu erwirtschaften.

Wie berechnet man die Wirtschaftlichkeit?

Für eine einfache Wirtschaftlichkeitsberechnung werden Ertrag und Aufwand gegenübergestellt:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Ein Unternehmen erzielt beispielsweise Erträge von 120.000 Euro. Dafür entstehen Aufwendungen von 100.000 Euro.

Die Berechnung lautet:

120.000 € / 100.000 € = 1,2

Die Wirtschaftlichkeit beträgt 1,2 beziehungsweise 120 Prozent.

Die Erträge liegen damit über den Aufwendungen.

Wie interpretiert man die Wirtschaftlichkeit?

Bei der klassischen Berechnung aus Ertrag und Aufwand lässt sich das Ergebnis folgendermaßen interpretieren:

Wirtschaftlichkeit Bedeutung
größer als 1 Ertrag ist höher als Aufwand
gleich 1 Ertrag und Aufwand sind gleich hoch
kleiner als 1 Aufwand ist höher als Ertrag

Ein höherer Wert kann grundsätzlich auf ein günstigeres Verhältnis zwischen Ertrag und Aufwand hindeuten.

Allerdings sollte eine Wirtschaftlichkeitskennzahl niemals ohne ihren konkreten Zusammenhang beurteilt werden.

Beispiel für die Berechnung der Wirtschaftlichkeit

Ein Unternehmen produziert ein bestimmtes Produkt und erzielt damit innerhalb eines Jahres Erträge von 500.000 Euro.

Die damit verbundenen Aufwendungen betragen 400.000 Euro.

500.000 € / 400.000 € = 1,25

Die Wirtschaftlichkeit beträgt somit 1,25 beziehungsweise 125 Prozent.

Gleichzeitig ergibt sich vereinfacht ein Überschuss von:

500.000 € – 400.000 € = 100.000 €

Steigen die Aufwendungen im folgenden Jahr auf 450.000 Euro, während die Erträge unverändert bleiben, sinkt die Wirtschaftlichkeit:

500.000 € / 450.000 € = 1,11

Obwohl weiterhin ein positives Ergebnis erzielt wird, hat sich das Verhältnis von Ertrag und Aufwand verschlechtert.

Was ist das Wirtschaftlichkeitsprinzip?

Eng mit der Wirtschaftlichkeit verbunden ist das ökonomische Prinzip beziehungsweise Wirtschaftlichkeitsprinzip.

Da Ressourcen begrenzt sind, sollen sie möglichst sinnvoll eingesetzt werden.

Traditionell werden dabei insbesondere Minimalprinzip und Maximalprinzip unterschieden.

Was ist das Minimalprinzip?

Beim Minimalprinzip ist ein bestimmtes Ziel vorgegeben. Dieses soll mit möglichst geringem Mitteleinsatz erreicht werden.

Ein Beispiel:

Ein Unternehmen muss 10.000 Produkte herstellen. Dafür sollen möglichst wenig Material, Energie und Arbeitszeit eingesetzt werden.

Das Ziel – 10.000 Produkte – ist festgelegt. Der notwendige Einsatz soll minimiert werden.

Ein weiteres Beispiel ist eine geplante Geschäftsreise. Das Ziel und die erforderlichen Leistungen stehen fest, anschließend wird nach einer möglichst kostengünstigen Möglichkeit gesucht, diese Anforderungen zu erfüllen.

Was ist das Maximalprinzip?

Beim Maximalprinzip ist dagegen der verfügbare Mitteleinsatz vorgegeben. Mit diesen Ressourcen soll das bestmögliche Ergebnis erzielt werden.

Ein Unternehmen verfügt beispielsweise über ein Werbebudget von 50.000 Euro.

Mit diesem festgelegten Budget soll ein möglichst hoher zusätzlicher Absatz beziehungsweise Ertrag erreicht werden.

Der Mitteleinsatz ist somit begrenzt, während das Ergebnis maximiert werden soll.

Minimalprinzip und Maximalprinzip im Vergleich

Minimalprinzip Maximalprinzip
Ergebnis ist vorgegeben Mitteleinsatz ist vorgegeben
Aufwand soll minimiert werden Ergebnis soll maximiert werden
Beispiel: 1.000 Stück möglichst günstig produzieren Beispiel: Mit 10.000 € möglichst viel erreichen

Beide Prinzipien verfolgen das gleiche grundlegende Ziel: knappe Ressourcen möglichst wirtschaftlich einzusetzen.

Was ist der Unterschied zwischen Wirtschaftlichkeit und Rentabilität?

Wirtschaftlichkeit und Rentabilität werden häufig miteinander verwechselt, beschreiben aber unterschiedliche Zusammenhänge.

Die Wirtschaftlichkeit setzt grundsätzlich Ergebnis und Mitteleinsatz beziehungsweise in einer klassischen Ausprägung Ertrag und Aufwand ins Verhältnis.

Die Rentabilität betrachtet dagegen den Erfolg im Verhältnis zum eingesetzten Kapital.

Eine vereinfachte Formel für die Gesamtkapitalrentabilität kann beispielsweise lauten:

Gesamtkapitalrentabilität = (Gewinn + Fremdkapitalzinsen) / Gesamtkapital × 100

Eine Eigenkapitalrentabilität wird dagegen beispielsweise berechnet als:

Eigenkapitalrentabilität = Gewinn / Eigenkapital × 100

Die Rentabilität beantwortet damit stärker die Frage, wie gut sich das eingesetzte Kapital verzinst.

Wirtschaftlichkeit und Produktivität: Was ist der Unterschied?

Auch Produktivität und Wirtschaftlichkeit sind nicht identisch.

Produktivität betrachtet mengenmäßige Größen.

Eine einfache Formel lautet:

Produktivität = Output / Input

Ein Mitarbeiter produziert beispielsweise innerhalb von acht Stunden 80 Bauteile.

Die Produktivität beträgt:

80 / 8 = 10 Bauteile pro Arbeitsstunde

Die Wirtschaftlichkeit betrachtet dagegen wertmäßige Größen.

Eine höhere Produktivität kann die Wirtschaftlichkeit verbessern, muss dies aber nicht zwangsläufig tun.

Werden beispielsweise durch eine neue Maschine mehr Produkte hergestellt, verursacht die Maschine aber gleichzeitig extrem hohe Kosten, kann die Produktivität steigen, ohne dass sich die Wirtschaftlichkeit entsprechend verbessert.

Wirtschaftlichkeit und Gewinn

Auch Gewinn und Wirtschaftlichkeit sind unterschiedliche Größen.

Der Gewinn ergibt sich vereinfacht aus:

Gewinn = Erträge – Aufwendungen

Die Wirtschaftlichkeit setzt beide Größen dagegen ins Verhältnis:

Wirtschaftlichkeit = Erträge / Aufwendungen

Beispiel:

Unternehmen A:

Erträge: 1.000.000 €
Aufwendungen: 900.000 €
Gewinn: 100.000 €
Wirtschaftlichkeit: 1,11

Unternehmen B:

Erträge: 500.000 €
Aufwendungen: 400.000 €
Gewinn: 100.000 €
Wirtschaftlichkeit: 1,25

Beide Unternehmen erzielen einen Gewinn von 100.000 Euro. Unternehmen B erreicht diesen Gewinn jedoch mit einem günstigeren Verhältnis zwischen Erträgen und Aufwendungen.

Wirtschaftlichkeit und Effizienz

Im Alltag werden Wirtschaftlichkeit und Effizienz häufig ähnlich verwendet.

Effizienz beschreibt grundsätzlich das Verhältnis zwischen einem erreichten Ergebnis und den eingesetzten Ressourcen.

Wirtschaftlichkeit betrachtet diese Beziehung insbesondere unter wirtschaftlichen beziehungsweise wertmäßigen Gesichtspunkten.

Eine Maßnahme kann technisch effizient sein, aber aufgrund hoher Kosten trotzdem wirtschaftlich wenig attraktiv.

Was ist der Unterschied zwischen Effizienz und Effektivität?

Für die Beurteilung wirtschaftlicher Prozesse ist außerdem die Unterscheidung zwischen Effizienz und Effektivität hilfreich.

Effektivität fragt:

Wird das richtige Ziel erreicht?

Effizienz fragt:

Wird das Ziel mit einem möglichst günstigen Einsatz von Ressourcen erreicht?

Ein Unternehmen kann beispielsweise eine Werbekampagne äußerst kostengünstig produzieren. Erreicht sie jedoch überhaupt nicht die gewünschte Zielgruppe, war die Umsetzung möglicherweise effizient, aber nicht effektiv.

Wirtschaftliches Handeln setzt deshalb nicht nur niedrige Kosten voraus. Die eingesetzten Mittel müssen auch zur Erreichung des gewünschten Ziels beitragen.

Wie lässt sich die Wirtschaftlichkeit verbessern?

Grundsätzlich gibt es zwei zentrale Möglichkeiten:

Erträge erhöhen oder Aufwendungen reduzieren.

In der Praxis können Unternehmen beispielsweise:

  • Produktionsprozesse optimieren,
  • Energieverbrauch reduzieren,
  • Einkaufskonditionen verbessern,
  • Arbeitsabläufe automatisieren,
  • Ausschuss und Materialverluste reduzieren,
  • Kapazitäten besser auslasten,
  • Verkaufspreise optimieren,
  • profitablere Produkte anbieten oder
  • unnötige Verwaltungsprozesse reduzieren.

Kostensenkungen sind allerdings nur dann sinnvoll, wenn dadurch nicht an anderer Stelle größere Nachteile entstehen.

Warum bedeutet Kosten sparen nicht automatisch mehr Wirtschaftlichkeit?

Die billigste Lösung ist nicht zwangsläufig die wirtschaftlichste.

Ein Unternehmen könnte beispielsweise ein günstigeres Material verwenden und dadurch seine Einkaufskosten reduzieren.

Führt dieses Material jedoch zu:

  • mehr Reklamationen,
  • kürzerer Produktlebensdauer,
  • höheren Reparaturkosten oder
  • unzufriedenen Kunden,

kann die vermeintliche Einsparung langfristig höhere Kosten verursachen.

Bei einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sollten deshalb möglichst alle relevanten Auswirkungen einer Entscheidung berücksichtigt werden.

Was ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung?

Mit einer Wirtschaftlichkeitsberechnung wird untersucht, ob sich eine Investition oder Maßnahme aus wirtschaftlicher Sicht lohnt.

Ein Unternehmen überlegt beispielsweise, eine neue Maschine für 200.000 Euro zu kaufen.

Die Maschine könnte jährlich Kosten von 50.000 Euro einsparen.

Bei einer stark vereinfachten Betrachtung würde sich ergeben:

200.000 € / 50.000 € = 4 Jahre

Nach vier Jahren hätten die Einsparungen rechnerisch die ursprünglichen Anschaffungskosten erreicht.

In einer professionellen Investitionsrechnung müssen allerdings weitere Faktoren berücksichtigt werden.

Welche Kosten gehören in eine Wirtschaftlichkeitsberechnung?

Bei einer Investition sollte nicht nur der Kaufpreis betrachtet werden.

Abhängig vom Projekt können beispielsweise relevant sein:

  • Anschaffungskosten,
  • Installation,
  • Finanzierungskosten,
  • Wartung,
  • Reparaturen,
  • Energiekosten,
  • Personalaufwand,
  • Versicherungen,
  • Schulungen,
  • Restwert und
  • Entsorgungskosten.

Erst die Betrachtung der relevanten Kosten und Nutzen über den gesamten betrachteten Zeitraum ermöglicht eine fundiertere Entscheidung.

Statische und dynamische Wirtschaftlichkeitsrechnung

Bei der Investitionsrechnung können unterschiedliche Verfahren eingesetzt werden.

Zu den statischen Verfahren gehören beispielsweise:

  • Kostenvergleichsrechnung,
  • Gewinnvergleichsrechnung,
  • Rentabilitätsrechnung und
  • statische Amortisationsrechnung.

Sie arbeiten mit vergleichsweise einfachen Durchschnitts- oder Periodenwerten.

Dynamische Verfahren berücksichtigen dagegen den Zeitwert des Geldes.

Dazu gehören beispielsweise:

  • Kapitalwertmethode,
  • interne Zinsfußmethode und
  • Annuitätenmethode.

Gerade bei langfristigen und größeren Investitionen können dynamische Verfahren eine aussagekräftigere Beurteilung ermöglichen.

Was ist die Amortisationszeit?

Die Amortisationszeit gibt vereinfacht an, wie lange es dauert, bis eine Investition durch die daraus resultierenden Rückflüsse beziehungsweise Einsparungen wieder erwirtschaftet wurde.

Beispiel:

Eine Anlage kostet 100.000 Euro und führt zu jährlichen Rückflüssen von 25.000 Euro.

Vereinfacht:

100.000 € / 25.000 € = 4 Jahre

Die Investition amortisiert sich bei dieser vereinfachten Betrachtung nach vier Jahren.

Die Amortisationsrechnung berücksichtigt allerdings nicht automatisch sämtliche Aspekte der Wirtschaftlichkeit.

Wirtschaftlichkeit im öffentlichen Bereich

Wirtschaftlichkeit spielt nicht nur in Unternehmen eine Rolle. Auch Kommunen und öffentliche Verwaltungen müssen mit begrenzten finanziellen Mitteln umgehen.

Dabei besteht allerdings ein wichtiger Unterschied zur Privatwirtschaft:

Öffentliche Einrichtungen verfolgen nicht primär das Ziel, Gewinne zu erzielen.

Eine Schule, Feuerwehr oder öffentliche Straße kann gesellschaftlich notwendig sein, obwohl damit keine direkten Erträge erzielt werden.

Bei öffentlichen Entscheidungen muss Wirtschaftlichkeit deshalb häufig unter Berücksichtigung der zu erfüllenden Aufgabe beurteilt werden.

Wirtschaftlichkeit einer Kommune

Eine Kommune kann beispielsweise entscheiden müssen, ob ein Gebäude:

  • saniert,
  • neu gebaut,
  • gemietet oder
  • durch eine andere Lösung ersetzt

werden soll.

Dabei reicht es nicht, lediglich die jeweiligen Anschaffungskosten miteinander zu vergleichen.

Auch zukünftige:

  • Energiekosten,
  • Instandhaltungskosten,
  • Personalkosten,
  • Finanzierungskosten und
  • Nutzungsdauern

können berücksichtigt werden.

Eine zunächst teurere Investition kann über ihre gesamte Nutzungsdauer wirtschaftlicher sein.

Beispiel: Wirtschaftlichkeit einer energetischen Sanierung

Eine Kommune möchte ein Verwaltungsgebäude energetisch sanieren.

Die Sanierung kostet:

600.000 Euro

Dadurch können die jährlichen Energiekosten voraussichtlich um 50.000 Euro reduziert werden.

Bei einer sehr vereinfachten Berechnung ergibt sich:

600.000 € / 50.000 € = 12 Jahre

Die Investition hätte damit eine einfache rechnerische Amortisationsdauer von zwölf Jahren.

Für eine fundierte Wirtschaftlichkeitsuntersuchung müssten jedoch weitere Faktoren berücksichtigt werden, beispielsweise:

  • zukünftige Energiepreise,
  • Wartungskosten,
  • Fördermittel,
  • Nutzungsdauer,
  • Finanzierung und
  • gegebenenfalls ein Restwert.

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit

Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit müssen keine Gegensätze sein.

Energieeffiziente Maschinen, langlebige Produkte oder eine bessere Nutzung von Rohstoffen können sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Vorteile besitzen.

Eine Investition in eine effizientere Maschine kann beispielsweise:

  • Strom sparen,
  • Materialverluste reduzieren,
  • Produktionskosten senken und
  • Emissionen reduzieren.

Allerdings sollte auch hier geprüft werden, ob die erwarteten Einsparungen in einem angemessenen Verhältnis zu den Investitionskosten stehen.

Wirtschaftlichkeit über mehrere Jahre betrachten

Ein häufiger Fehler bei wirtschaftlichen Entscheidungen besteht darin, nur die kurzfristigen Kosten zu betrachten.

Ein Produkt kostet beispielsweise in der Anschaffung:

Variante A: 20.000 Euro
Variante B: 30.000 Euro

Auf den ersten Blick erscheint Variante A wirtschaftlicher.

Betragen die jährlichen Betriebskosten jedoch:

Variante A: 8.000 Euro
Variante B: 3.000 Euro

kann sich das Bild über mehrere Jahre deutlich verändern.

Nach fünf Jahren ergeben sich ohne weitere Faktoren:

Variante A: 20.000 € + 5 × 8.000 € = 60.000 €

Variante B: 30.000 € + 5 × 3.000 € = 45.000 €

Die teurere Anschaffung wäre in diesem vereinfachten Beispiel langfristig günstiger.

Was bedeutet Unwirtschaftlichkeit?

Von Unwirtschaftlichkeit kann gesprochen werden, wenn der eingesetzte Aufwand in keinem angemessenen Verhältnis zum erzielten Ergebnis steht.

Bei der einfachen Kennzahl:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

weist ein Wert unter 1 darauf hin, dass die Aufwendungen die Erträge übersteigen.

Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass eine Tätigkeit eingestellt werden sollte.

Insbesondere öffentliche oder strategisch wichtige Leistungen können notwendig sein, obwohl sie isoliert betrachtet keine Erträge erwirtschaften.

Auch Unternehmen können zeitweise bewusst Verluste in Kauf nehmen, beispielsweise bei der Entwicklung neuer Produkte oder beim Eintritt in einen neuen Markt.

Warum sollte Wirtschaftlichkeit nicht isoliert betrachtet werden?

Eine hohe Wirtschaftlichkeit ist grundsätzlich positiv, aber nicht das einzige Ziel einer Organisation.

Unternehmen müssen beispielsweise auch:

  • Qualität gewährleisten,
  • Kundenanforderungen erfüllen,
  • gesetzliche Vorgaben beachten,
  • Risiken kontrollieren,
  • zahlungsfähig bleiben und
  • langfristig wettbewerbsfähig sein.

Im öffentlichen Bereich kommen weitere Ziele wie Versorgungssicherheit, soziale Aufgaben und öffentliche Daseinsvorsorge hinzu.

Eine wirtschaftliche Entscheidung ist deshalb häufig das Ergebnis einer Abwägung zwischen Kosten, Nutzen, Qualität, Risiken und langfristigen Auswirkungen.

Wirtschaftlichkeit einfach erklärt: Das Wichtigste zusammengefasst

Die Wirtschaftlichkeit zeigt, wie günstig das Verhältnis zwischen einem erzielten Ergebnis und den dafür eingesetzten Mitteln ist.

Eine klassische Formel lautet:

Wirtschaftlichkeit = Ertrag / Aufwand

Dabei gilt:

Wirtschaftlichkeit > 1: Erträge übersteigen die Aufwendungen.

Wirtschaftlichkeit = 1: Erträge und Aufwendungen sind gleich hoch.

Wirtschaftlichkeit < 1: Aufwendungen übersteigen die Erträge.

Daneben hilft das Wirtschaftlichkeitsprinzip bei der Verwendung knapper Ressourcen. Beim Minimalprinzip soll ein festgelegtes Ziel mit möglichst geringem Mitteleinsatz erreicht werden. Beim Maximalprinzip soll mit vorgegebenen Mitteln ein möglichst großes Ergebnis erzielt werden.

Fazit: Wirtschaftlichkeit bedeutet mehr als nur Kosten sparen

Wirtschaftlichkeit ist eine zentrale Größe für betriebliche und öffentliche Entscheidungen. Sie hilft zu beurteilen, ob der Einsatz von Geld, Personal, Material und anderen Ressourcen in einem angemessenen Verhältnis zum erzielten Ergebnis steht.

Dabei sollte Wirtschaftlichkeit nicht mit Gewinn, Produktivität oder Rentabilität gleichgesetzt werden. Die Kennzahlen betrachten unterschiedliche Aspekte wirtschaftlichen Handelns.

Vor allem bei größeren Investitionen reicht es zudem nicht aus, ausschließlich den Anschaffungspreis zu vergleichen. Betriebs-, Wartungs-, Energie- und Finanzierungskosten sowie Nutzungsdauer und mögliche Einsparungen können die tatsächliche Wirtschaftlichkeit erheblich beeinflussen.

Eine wirtschaftliche Entscheidung ist deshalb nicht zwangsläufig die billigste Lösung. Entscheidend ist vielmehr, welche Alternative das angestrebte Ziel unter Berücksichtigung aller relevanten Kosten und Nutzen am günstigsten erreicht.

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