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Rückwärtsintegration

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Rückwärtsintegration

Die Rückwärtsintegration versteht die Übernahme von einer oder mehreren Fertigungstufen welche bisher von einen Zulieferer ausgeführt wurden.

Sie steht im Gegensatz zur Vorwärtsintegration.

Nutzwertanalyse

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Nutzwertanalyse

Die Nutzwertanalyse ist ein Verfahren zur Alternativenbewertung bei mehreren Zielgrößen. Man betrachtet hierbei Alternativen welche an Bewertungskriterien gemessen werden welche nicht durch Geldeinheiten ausdrückbar sind.

So können soziale, technische und psychologische Bewertungskriterien herangezogen werden welche sich an qualitatien und quantitativen Merkmalen orientieren in Form einer multiattributiven Nutzenbetrachtung.

Durch die Nutzwertanalyse werden die bewertenden Personen in die Lage versetzt Alternativbewertungen vorzunehmen sowohl unter spezifischen Zielpräferenzen als auch multidimensionalen Zielsystemen. Dazu erstellt man ein Zielprogramm durch Anschaffung eines Informatiosn- und Kommunikationssystems (IuK-System) und zerlegt ein Gesamtziel in einzelne Subziele und gewichtet diese nach der Bedeutung für das Unternehmen. 0 für nicht wichtig und 10 für sehr wichtig. Außerdem werden Projektalternativen erstellt in Form von IuK-Systemen anderer Hersteller oder Eigenentwicklungen.

Man erstellt so eine Matrix die in den Zeilen die Zielkriterien und in den Spalten die Alternativen aufführt. Für die Alternativen werden die Zielerträge (ZE) angegeben und bewertet für die einzelnen Zielkriterien. Man vergibt so die Werte 0 bis 10 abhängig vom Erfüllungsgrad. Kann ein System das Kriterium „strategische Notwendigkeit“ nur zur Hälfte erfüllen, welches mit 10 gewertet ist so wird eine 5 vergeben, der Zielwert ist somit 50. Pro Alternative ergibt sich ein Nutzwert durch Aufsummierung der Nutzwerte, die Alternative mit dem höchsten Nutzwert gilt dann als optimal.

Problematisch gestaltet sich schwierig, da man die Zielkriterien als unabhängig von einander betrachtet und die Teilnutzen einheitlich addiert, auch können subjektive Urteile die Zielgewichtung beeinflussen. Bei Entscheidungen von mehrer Personen kann es so zu Konflikten kommen. Die Ergebnisse sind jedoch jederzeit nachvollziehbar und überprüfar und ermöglichen eine Entscheidung bei komplexen Alternativen. Man kann die Parameter der variieren und so die Lösungen bewerten. Eine Weiterentwicklung der Nutzwertanalyse ist die Kosten-Wirksamkeits-Analyse.

Sicherungsübereignung

Sicherungsübereignung

Unter einer Sicherungsübereignung versteht man die Kreditsicherung durch Übereignung von Waren, Inventar oder sonstigen beweglichen Gegenständen welche beim Schuldner verbleiben. Es kommt zum Eigentumsvorbehalt. Die Parteien vereinbaren den Übergang des Eigentums auf den Gläubiger und Sicherungsnehmer, während der unmittelbare Besitz beim Schuldner verbleibt als Besitztkonstitut. Anders als beim Pfandrecht hat der Sicherungsgeber also noch eine Nutzungsmöglichkeit der Sache.

Dahingegen hat der Sicherungsnehmer, als Eigentümer der Sache auch das Recht den Sicherungsgegenstand im Sicherungsfall für sich zu behalten, ihn zu verwerten oder zu verkaufen. Kann der Schuldner seine Verpflichtungen gegenüber dem Gläubiger erfüllen so fällt das Eigentum, abhängig von der Ausgestaltung der Sicherungsabrede, als Eigentum an ihn automatisch zurück oder der Eigentümer und Sicherungsnehmer hat die schuldrechtliche Verpflichtung es an den Sicherungsgeber zurück zu übertragen.

Man trennt Eigentum von unmittelbarem Besitzt und kann so die Gefahr von unberechtigter Weiterveräußerung der Gegenstände durch den Sicherungsgeber verhindern. Der Sicherungsnehmer verliert durch den gutgläubigen Erwerb Dritter sein Eigentumsrecht an der Sache.

Bei der Sicherungsübereignung handelt es sich um eine wichtige Form des eigennützigen Treuhandeigentums. Die Eigentumsübertragung erfolgt mit der Abrede die zur Sicherung übereignete Sache nur bei Nichterfüllung der gesicherten Forderung zu verwerten.

 

Lombardkredit

Lombardkredit

Ein Lombardkredit ist ein Kredit welcher auf Beleihungen, vor allem von Wertpapieren basiert. Die Bundesband gewährt Lombardkredite auf eine Dauer von höchstens 3 Monaten. Finanziert werden Lombardpapiere durch Kredite der Bundesbank an Banken in Form von Beleihungen von lombardfähigen Wertpapieren.

Stimmrecht

Stimmrecht

Das Stimmrecht ist das Recht des Aktionärs an der Beschlussfassung in der Hauptversammlung einer Aktiengesellschaft mitzuwirken. Dabei hat man in der Regel je Aktie eine Stimme. Außerdem kann der Aktionär das Kreditinstitut bei dem man die Aktien verwahren lässt bevollmächtigen das Stimmrecht auszuüben.

Man kann die Vollmacht jederzeit widerrufen, die Vollmacht für ein bestimmtes Kreditinstitut nur maximal 15 Monate lang erteilt werden. Vor der Hauptversammlung muss das Kreditinstitut dem Aktionär rechtzeitig Vorschläge der Verwaltung und möglicher Gegenanträge mitteilen und das Votum benennen welche es abgeben möchte. Das Kreditinsitut ist in der Hauptversammlung an seine Vorschläge gebunden, sofern der Aktionär keine eigene Weisung erteilt. Es handelt sich um ein Auftragsstimmrecht.

Das Stimmrecht ist das Recht an einer Bildung eines kollektiven Willens mitzuwirken. Das Stimmrecht gehört bei den Verwaltungsrechten des Gesellschafters bei der Gesellschaft des bürgerlichen Rechts bei Beschlüssen und auch bei Offenen Handelsgesellschaften, bei Gesellschaften mit beschränkter Haftung durch die Gesellschafter, bei Kommanditgesellschaften durch den Kommanditisten und bei Aktiengesellschaften durch den Aktionär bei der Hauptversammlung. Die Kleinaktionäre ermächtigen dabei häufig ihre Depotbank mit ihren Aktien zu stimmen mit Vollmachts-Stimmrecht, Depot-Stimmrecht doer Auftrags-Stimmrecht.

Eigenleistungen

Eigenleistungen

Eigenleistungen auf Englisch „self-constructed plants“ sind innerbetriebliche Leistungen eines Unternehmens die nicht zum Verkauf bestimmt sind. Es liegen aktivierungspflichtige innerbetriebliche Eigenleistungen vor, sobald die Herstellkosten über 410 € netto liegen und ein selbstständiges Wirtschaftsgut mit einer Nutzungsdauer von über einem Jahr vorliegt.

Weiterhin sind ebenfalls werterhöhende Instandhaltungsarbeiten zu aktivieren. Zu den nicht aktivierungspflichtigen innerbetrieblichen Eigenleistungen gehören Reparaturen der eigenen Handwerker an Gebäuden und Maschinen.

Bruttoinlandsprodukt

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Bruttoinlandsprodukt

Das Bruttoinlandsprodukt oder kurz auch BIP beschreibt die gemessene Produktion von Waren und Dienstleistungen im Inland nach dem Abzug aller Vorleistungen. Es dient vor allem als ein Produktionsmaß. So wird das Bruttoinlandsprodukt errechnet aus der Summe der Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche zuzüglich des Saldos von Gütersteuern und Gütersubventionen.

Das BIP ist ein Maß für die gesamte wirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft in einer Periode. Man nutzt es als Indikator und Produktionsmaß für die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Man unterscheidet für die Herleitung und Darstellung zwischen Enstehungsrechnung, Verwendungsrechnung und Verteilungsrechnung.

Die Entstehungsrechnung ist die Summe der Produktionswerte – Vorleistungen = Bruttowertschöpfung + Gütersteuern – Gütersubventionen = Bruttoinlandsprodukt

Bei der BIP und den Teilgrößen der Entstehungsrechnung können aktuelle Preise des Berichtsjahres, also nominal oder aus Gründen der intertemporalen Vergleichbarkeit auch zu Preisen eines Basisjahres also real abgebildet werden..

Bei der Entstehungsrechnung bildet man die Summe der Bruttowertschöpfungen der einzelnen Wirtschaftsbereiche ausgehend von den Produktionswerten nach Abzug der Vorleistungen.

Bei der Verwendungsrechnung gilt private Konsumausgaben + Konsumausgaben des Staates + Bauinvestionen + Ausrüstungsinvestionen + sonstige Anlagen + Vorratsveränderungen und Nettozugang an Wertsachen + Exporte von Dienstleistungen und Waren – Importe von Dienstleistungen und Waren = Bruttonationaleinkommen – Abschreibungen = Nettonationaleinkommen

Bei der Verwendungsrechnung unterscheidet man die Konsumausgaben der privaten Haushalte, der privaten Organisationen ohne Erwerbszweck und des Staates, Bruttoanlageinvestitionen, Vorratsveränderungen und der Nettozugang an Wertsachen sowie der Außenbeitrag.

Für die Verteilungsrechnung gilt Nettonationaleinkommen (Primäreinkommen) – Produktions- und Importabgaben an den Staat + Subventionen vom Staat = Volkseinkommen – Arbeitnehmerentgelt = Unternehmens- und Vermögenseinkommen

Die Verteilungsrechnung wird nach der Ermittlung von BIP über Entstehungsrechnung und Verwendungsrechnung bestimmt. Ausgehend vom BIP gelangt man zum Bruttonationaleinkommen (BNE) in dem man das Saldo der Primäreinkommen gegenüber dem Ausland abzieht. Die in brutto ausgewiesenen Größen unterscheiden sich von den Nettogrößen unter Berücksichtung der Abschreibungen.

Darlehen

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Darlehen

Ein Darlehen ist ein schuldrechtlicher Vertrag. Durch ihn wird einem Darlehensnehmer Geld (Gelddarlehen §§ 488-505e BGB) oder eine vertretbare Sache (Sachdarlehen §§ 607-609 BGB) auf Zeit zum Gebrauch überlassen.

Häufig nutzt man den Begriff Darlehen und Kredit synonym. Dabei beschreibt im Kreditgewerbe ein Darlehen mittel- und langfristige Kredite die in einer Summe ausgezahlt und in regelmäßiger Tilgung abgezahlt werden. Rechtlich ist der Begriff Darlehen somit weiter gefasst als die bankgeschäftliche Bezeichnung. Auch der Kredit ist weit gefasst nach § 19 KWG gibt es neben vielen Arten von Krediten, die auch Darlehen sind weitere Formen wie Bürgschaften, Garantien welche wiederum keine Darlehen sind.

Beim Gelddarlehen verpflichtet sich der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer per Darlehensvertrag einen Betrag in vereinbarter Höhe zur Verfügung zu stellen und zur Nutzung zu überlassen nach § 488 I S.1 BGB. Der Darlehensnehmer hingegen muss den geschuldeten Zins entrichten und bei Fälligkeit den Betrag zurück zahlen, auch müssen, wenn vereinbart, Sicherheiten gestellt werden. Es werden 2 übereinstimmende Willenserklärungen benötigt. Die Schriftform ist für Verbraucherdarlehen mit Ausnahme von Überziehungskrediten vorgeschrieben. Ein Darlehen kann auch zinslos gewährt werden. In der Bankwelt werden auch Entgelte berechnet.

Das Sachdarlehen sieht vor, dass der Darlehensgeber dem Darlehensnehmer eine Sache zur Nutzung überlässt, hier muss ein Entgelt gezahlt werden und die Sache in gleicher Menge, Güte und Art zurückerstattet werden bei Fälligkeit oder nach Kündigung. Für private Darlehensgeber sind Einnahmen aus der Vergabe von Darlehen zu den Einkünften aus Kapitalvermögen zu rechnen in Form von Bearbeitungsgebühren, Zinsen, Disago, Bei Betrieben gehören sie zu den Betriebseinnahmen. Darlehen unterliegen Köperschaftssteuer sowie Einkommenssteuer.

Das Darlehen endet zur Laufzeit oder durch Kündigung. Verbraucherdarlehen werden in erster Linie zum Zweck des Konsums zwischen Verbrauchern und Unternehmen geschlossen, bis zu 75.000 € Darlehen für selbständige berufliche Tätigkeit oder gewerbliche. Nach der Tilgungsart unterscheidet man Festdarlehen mit endfälliger Tilgung, Annuitätendarlehen mit gleichbleibender jährlicher Kapitalleistung, der Zinsanteil fällt und die Tilgungsrate steigt während der Laufzeit sowie Schuldscheindarlehen, Forward-Darlehen bei dem man für einen Zeitraum in der Zukunft fest vereinbart oder andere Mischformen mit Eigenkapital und Fremdkaptialanteilen.

Standortfaktoren

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Standortfaktoren

Standortfaktoren sind Faktoren welche ein Unternehmen bei der Wahl seines Standortes berücksichtigt. Es treten hier verschiedene positive sowie negative Einflüsse, Bedingungen und Kräfte in variabler Form auf. So werden wirtschaftliche Vorteile und Nachteile abgewogen bei der Wahl der Niederlassungen.

Zu den Dimensionen gehören Standortbedürfnis, also die Anforderungen die ein Unternehmen an einen potentiellen Standort hat, die Standortqualität beschreibt das räumliche Auftreten der Standortfaktoren in unterschiedlich starker Ausprägung.

Standortfaktoren lassen sich systematisieren nach unterschiedlichen Kriterien die sich auch überschneiden können. So unterscheidet man:

  • Die Zugehörigkeit zur Leistungserstellung sind Standortfaktoren die bezogen sind auf Produktion, Beschaffung und Absatz.
  • Die Maßstabsebene betrachtet die Standortwahl international, man wählt zunächst ein Land aus auf der Makroebene, anschließend in der Mesoebene wählt man gezielt eine Region des Landes aus und dann auf der Mikroebene eine Gemeinde.
  • Der Grad der Spezifität gibt Standortfaktoren an die branchenübergreifend von Bedeutung sind, spezielle Standortfaktoren sind hingegen nur für bestimmte Branchen von Bedeutung.
  • Der Grad der monetären Quantifizierbarkeit, hier gibt es harte Standortfaktoren die sich in den Kosten wiederspiegeln und weiche Standortfaktoren die man nicht direkt in Kosten und Nutzen ablesen kann, sie geben vielmehr das Raumempfinden von Menschen in der Lebens- und Arbeitswelt individuell wieder.

Verwandtschaft

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Verwandtschaft

Nach dem BGB ist die Verwandtschaft eine auf gemeinsamer Abstammung beruhende Blutsverwandtschaft (§ 1589 BGB).

In gerader Linie verwandt sind demnach die Personen die voneinander abstammen wie Vater-Sohn, Großmutter-Enkel, in der Seitenlinie sind es diejenigen welche von einem gemeinsamen Dritten abstammen wie Geschwister oder Tante und Nichte.

Der Grad der Verwandschaft wird nach § 1589 I 3 BGB durch die Zahl der sie vermittelnden Geburten bestimmt.

Also bei Vater und Sohn ist es der erste Grad. Bei Großmutter und Enkel der 2. Grad in der Verwandschaft. Bei der Seitenlinie gibt es keine Verwandschaft des ersten Grades, Geschwister sind deshalb zweiten und Tante mit Nichte im 3. Grade miteinander in der Seitenlinie verwandt.

Die Verwandschaft hat Bedeutung im Erbrecht, der Unterhaltspflicht etc.

Die Verwandten von Ehegatten sind mit dem anderen Ehegatten nicht verwand, sondern verschwägert nach § 1590 BGB, dassgleiche gilt für die Lebenspartnerschaft nach § 11 II LPartG.

Einzelhandel

Einzelhandel

Unter dem Einzelhandel versteht man dem Handel mit dem Konsumenten. Man unterscheidet eine institutionellen und funktionale Interpretation.

  • Die institutionelle Interpretation beschreibt den Absatz von Waren an den Letztverbraucher durch Einzelhandelsunternehmen.
  • Die funktionale Interpretation beschreibt den Absatz von Waren und sonstigen Leistungen an den Letztverbraucher wie zum Beispiel den direkten Vertrieb landwirtschaftlicher Erzeuger, industrieller Hersteller, Groß- oder Einzelhändler an den Konsumenten.

 

Vorzugsaktie

Vorzugsaktie

Eine Vorzugsaktie räumt nach dem deutschen Recht dem Aktionär ein Vorrecht ein, vor allem einen Vorzug auf den Bilanzgewinn (wie erhöhte Dividende). Gesetzlich ist es verboten einen Vorzug beim Aktienstimmrecht zu gewähren. Aktien ohne Stimmrecht gibt es nur als Vorzugsaktien.

Im österreichischen Recht vermitteln Vorzugsaktien neben den gewöhnlichen Mitgliedschaftsrechten an der AG besondere Rechte in Bezug auf die Gewinnverteilung wie eine vorranige Befriedigung mit bestimmten Prozentsätzen und/oder Beteiligung am Liquiditätenerlös. Dabei sind sie praktisch bedeutsam als stimmrechtlose Vorzugsaktien nach §§ 115 ff öAktG, welche keine Stimmreche in der der Hauptversammlung verbriefen und so die Durchführung einer Kapitalerhöhung ohne Beeinträchtigung des Einflusses bisheriger Aktionäre ermöglichen.

Aktienanalyse

Aktienanalyse

Unter einer Aktienanalyse versteht man die Prognose und Untersuchung von Kursentwicklung und Renditenentwicklung von Aktien.

Dazu nutzt man verschieden Verfahren wie die Fundamentalanalyse bei der man die Bilanzdaten und Ertragskraft des Unternehmens prüft und so Rückschlüsse auf die Kurschancen und Dividendenchancen der Aktie zieht.

Bei der technischen oder Chart-Analyse erstellt man grafische Darstellungen (Charts) aus Aufzeichnungen des bisherigen Kruses und der Umsatzentwicklung die das Börsenverhalten der Anleger in der Vergangenheit zeigen und aus diesen können Kursprognosen abgeleitet werden.

Monetarismus

Monetarismus

Der Monetarismus beschreibt eine Konzeption der Wirtschaftstheorie und Wirtschaftspolitik, nach der die Kontrolle des Geldvolumens durch die Notenbank von einer zentralen Bedeutung ist für die Stabilität und das Wachstum der Wirtschaft.

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Kurs-Gewinn-Verhältnis

Das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Englischen „Price-Earning-Ratio“ ist ein Begriff der Aktienanalyse, man dividiert hierbei den Kurs einer Aktie druch den auf sie entfallenen Gewinn. Man erhält so den Wert der angibt mit dem Wievielfachen des Jahresgewinns eine Aktie zur Zeit an der Börse notiert ist.

Reaktanz

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Reaktanz

Bei der Personalauswahl und der Testanwendung beschreibt man mit der Reaktanz den (möglichen) Widerstand der Testperson gegenüber dem Verfahren. Eine Verweigerung der Kooperation kann die Ergebnisse verfälschen.

Innerhalb der Werbepsychologie ist die Reaktanz die Gegenreaktion des Umworbenen auf einer versuchte Beeinflussung. So lautet die Grundhypothese, dass eine Person die eine Einschränkung oder Bedrohung wahrnimmt in ihrer Verhaltensfreiheit dazu führt, dass sie sich der Einengung widersetzt und ihre Freiheit zurück erhalten möchte.

Der Kommunikationsempfänger muss dazu den Druck zur subjektiv wahrnehmen und die bedrohte Freiheit als persönlich wichtig erachten. Die Reaktanz führt dazu, dass der Empfänger der Kommunikation die Absichten des Kommunikators entgegenwirkt bzw. sich in seinem Verhalten versteift.

 

Zentralisation

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Zentralisation

Unter einer Zentralisation versteht man in der Wirtschaftssoziologie, dass die Teile in einem differenzierten System nur für das Ganze existieren. In der klassischen Evolutionstheorie ist die Zentralisation ein Maßstab für den Entwicklungsstand von Gesellschaften mit dem Ziel die Interessen des Ganzen und der Teile ohne Zwang zu decken.

In einer Organisation ist die Zentralisation oder auch Zentralisierung die Zusammenfassung von gleichartigen Teilaufgaben auf eine Organisationseinheit nach bestimmten Kriterien. Man unterscheidet die Verrichtungszentralisation als Zusammenfassung von gleichartigen Verrichtungen und die Objektzentralisation als Zusammenfassung von gleichartigen Objekten.

Bei einer Dezentralisation werden hingegen gleichartige Teilaufgaben übertragen auf verschiedene Organisationseinheiten. Man nutzt die Begriffe zur Kennzeichnung der Verteilung der Entscheidungsbefugnisse. Dabei ist die Zentralisation ein Ausdruck für eine Konzentration von Entscheidungsbefugnissen an der Spitze einer Unternehmenshierachie.

Preisfixierer

Preisfixierer

Nachfrager oder Anbieter deren Aktionsparameter der Preis ist. Über die Menge die bei dem gesetzen preis angeboten oder nachgefragt wird entscheidet die andere Marktseite. Dabei ist die Menge für den Preisfixierer der Erwartungsparameter. So komtm Preisfixiierung in der Regel bei Angebotsmonopol vor.

Preisfigureneffekt

Preisfigureneffekt

Der Preisfigureneffekt beschreibt Einflüsse auf bestimmte Preis-Endziffer bei der Preiswahrnehmung und Preisbeurteilung. So werden ungerade Preise als knapper kalkuliert und so günstiger empfunden als runde Preise. Auch wirken so gerade Endziffern positiver als ungerade. Weiterhin aufsteigende oder absteigende Ziffernfolgen gelten demnach als Einflussfaktor auf die Preiswahrnehmung. Allerdings sind diese Faktoren wissenschaftlich nicht bestätigt. Als empirisch bestätigt gelten hingegen Preisschwellen-Effekte bei gebrochenen Preisen.