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Exportkreditgarantien des Bundes

Exportkreditgarantien des Bundes

Exportkreditgarantien des Bundes dienen der Absicherung von Exportgeschäften gegenüber Käuferrisiken wie Schadenstatbeständen oder Länderrisiken wie politische Schadenstatbestände. Sie sind zugunsten von deutschen Exporteuren und Finanzinstituten, Kreditinstituten gestaltet.

So gilt das Subsidiaritätsprinzip, so sollten Ausfuhrdeckungen die auf dem privaten Versicherungsmarkt in derselben Art und Umfang angeboten werden nicht als Exportgarantien des Bundes übernommen werden. Die Exportgarantien vom Bund werden nur übernommen, wenn eine vernüftige Aussicht auf einen schadensfreien Verlauf des Exportgeschäftes besteht. So kommt es in der Praxis zu Deckungsausschlüssen und Deckungsbeschränkungen in Folge dieses Prinzipes.

Organisiert wird dieses durch das Mandatar-Konsortium zu dem die PwC Deutsche Revision AG und Euler Hermes Kreditversicherungs-AG gehören.

Eine Entscheidung über die Übernahme von Exportgarantien fällt der interministerielle Ausschuss für Ausfuhrgarantien und Ausfuhrbürgschaften.

Man unterscheidet Exportkreditgarantien in Form von Bürgschaften und Garantien. Die Bürgschaften decken Exportgeschäfte mit ausländischen Vertragspartner, Staaten etc. und die Garantien gelten für andere ausländische Vertragspartner.

Fabrikationsrisikodeckungen und Ausfuhrdeckungen (Forderungsdeckungen) können Garantien oder Bürgschaften sein.

Entgelte werden gestaffelt erhoben abhängig von 7 Länderrisikogruppen, nach Laufzeit der Deckung, Käuferkategorien, Rahmen des Exportgeschäftes etc.

Der Deckungsumfang geht aus den Merkblättern des Hermes-AGA-Reports bzw. von Hermes hervor. Auch ist der Exporteur in jedem Fall mit einer Selbstbeteiligung beim Ausfall (Selbstbehalt) beteiligt.

SELA

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SELA

Die Abkürzung SELA stetht für Sistema Económico Latinoamericano, Latin American Economic System (LAES), also eine lateinamerikanische Wirtschaftsorganisation mit dem Sitz in Caracas.

Sie wurde 1975 von 25 Ländern aus dem karibischen und lateinamerikanischen Raum gebildet. Im Jahr 2013 umfasste sie 26 Mitglieder.

Ihre Ziele sind die Förderung der regionalen Zusammenarbeit sowie die Koordinierung von verschiedenen Integrationsmaßnahmen in der Region.

Sie ist auch eine Interessenvertretung gegenüber anderen Gruppen wie bspw. der USA. Ein Schwerpunkt liegt bei der Überwindung des Verschuldungsproblemes sowie der Förderung im Dienstleistungssektor.

So ist die SELA ein Forum der lateinamerikanischen Länder.

Fabrikgebäude

Fabrikgebäude

Fabrikgebäude sind Zweckbauten für die industrielle Fertigung. In der Bilanzierung und Kostenrechnung werden bei den Fabrikgebäuden folgenden Bauen unterschieden:

  • Verwaltungsgebäude
  • Wohngebäude
  • Lagergebäude

So ist der Abschreibungsbedarf höher als bei Wohn- und Bürohäusern. Sie werden nämlich durch Erschütterungen und Pressen von Maschinen stärker beansprucht und erleiden so ein vorzeitiges Altern. Außerdem liegt eine mangelnde Anpassungsfähigkeit bei der Änderung des Fabrikationsverfahrens (AfA-Tabellen) vor und es fallen höhere Instandhaltungskosten an.

Fabrikgebäude werden in der Steuerbilanz um die Anschaffungs- oder Herstellungskosten geminder, um Absetzungen für Abnutzung (AfA) bzw. einem niedrigen Teilwert, sofern der Wert zum Bilanzstichtag dauerhaft unter den Absetzungen um Absetzungen verminderten Wert gesunken ist.

Fabrikatsteuer

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Fabrikatsteuer

Die Fabrikatsteuer ist eine Verbrauchsteuer. Sie wird nach dem Abschluss des Herstellungsprozesses erhoben. Wenn das Produkt also die Fabrikationsstätte verlässt wie zum Beispiel bei der Mineralölsteuer oder der Tabaksteuer.

Für die Finanzverwaltung ergibt sich hier der Vorteil, dass man sie durch den betrieblichen Versand leicht kontrollieren kann. Bei Exportmengen sind hier unter Umständen entsprechende Mengen auszunehmen, so entfällt ein Steuerrückvergütungsverfahren.

Erbschaftsteuerreform

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Erbschaftsteuerreform

Bis zum Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 7.11.2006 (1 BvL 10/02; BVerfGE 117, 1) war die Erhebung der Erbschaftsteuer mit einheitlichen Steuersätzen auf den Wert des Erwerbs mit dem Grundgesetz unvereinbar. Eine neue Regelung erfolgte über das Erbschaftsteuerreformgesetz, das am 01.01.2009 in Kraft trat.

Nun erfolgt die Besteuerung von Betriebsvermögen und land- und forstwirtschaftlichem Vermögen bei der Erbschaft- und Schenkungsteuer mit Berücksichtigung der Begünstigung in Form des sogenannten Verschonungsabschlags. So werden 85 % bzw. 100 % des begünstigten Betriebsvermögens von der Steuer befreit, sobald gewisse Voraussetzungen der Einhaltung von Lohnsummen und Behaltensvorschriften erfüllt sind.

Übersteigt der steuerpflichtige Vermögensteil 150.000 Euro nicht, verbleibt er für die Berechnung der Erbschaftsteuer außer Ansatz (Abzugsbetrag). Übersteigt der Wert des Vermögens mehr als 150.000 Euro verringert sich der Abzugsbetrag. Der Wert verringert sich um 50 % des 150.000 Euro übersteigenden Betrages, so folgt, dass der Abzugsbetrag bei 450.000 Euro bei 0 Euro ankommt. Da begünstigte Betriebsvermögen gilt für die EU- und EWR-Länder.

Außerdem sind die persönlichen Freibeträge in den Steuerklassen erhöht.

Grundvermögen erfolgt bei der Bewertung in Form vom gemeinen Wert. Vermietete Wohnimmobilien erhalten einen Wertabschlag von 10%.

Selbst genutztes Wohneigentum ist bei 10 jähriger Selbstnutzung von Todes wegen freigestellt. Für Kinder der gilt die Begünstigung bis zu einer Fläche von 200 qm.

EFT

EFT

EFT steht für das Englische „exchange-traded fund“, also einem börsengehandelten Fonds der als Investmentfonds an der Börse gehandelt wird.

Dabei wird der EFT meist nicht über die emittierende Investmentgesellschaft, sondern über die Börse am Sekundärmarkt erworben und veräußert.

Bei den meisten börsengehandelten Fonds handelt es sich um passiv verwaltete Indexfonds.

Glasfaserkabel

Glasfaserkabel

Ein Glasfaserkabel ist ein Lichtwellenleiter und dient als Medium zur Datenübertragung.

Es werden dabei sehr kurzer Laserlichtimpulse durch die dünnen Glasfasern übertragen und so entsprechend codierte Informationen.

Gegenüber anderen Kabeln zur Datenübertragung wie z.B. Koaxialkabel bietet das Glasfaserkabel verschiedene Vorteile.

Vorteile von Glasfaserkabeln

  • Man kann es fast beliebig krümmen
  • Es hat ein geringes Gewicht
  • Sein Durchmesser ist sehr Gering
  • Es sind große Entfernungen zwischen zwei Verstärkern möglich
  • Es hat eine hohe Abhörsicherheit und bietet eine hohe Datenübertragungsrate

Nachteilig ist der höhere Anschaffungspreis.

Borda-Regel

Borda-Regel

Die Borda-Regel nach J.C. Borda beschreibt eine Rangsummenregel, bei der eine Abstimmung (Abstimmungsverfahren) über n Alternativen durchgeführt wird.

Die Teilnehmer ordnen jeder Alternative so viele Punkte zu wie es Rangziffern in ihrer Präferenzordnung entspricht.

Dabei ist die beste Alternative ein Punkt, die zweitbeste zwei Punkte und die schlechteste n Punkte.

Es wird die Alternative mit den geringsten Summe an Punkten nach der Borda-Regel gewählt.

Headline

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Headline

Mit einer Headline bezeichnet man die Überschrift einer Anzeige.

Die Headline enthält wichtige Informationen. Außerdem soll die Headline der Aktivierung dienen.

Sie dient zu dem der hierarchischen Informationsdarstellung.

Das Gegenteil einer Headline ist die abschließende Baseline einer Anzeige.

Baseline

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Baseline

Mit einer Baseline beschreibt man eine Schlusszeile oder auch Schlussaussage einer Anzeige.

Dabei gibt die Baseline die wesentliche Aussage des Fließtextes zusammengefasst wieder.

Die Baseline kann den Leser auch zum Kaufen, Probieren oder Genießen auffordern.

Das Gegenteil einer Baseline ist die Headline.

Bad Bank

Bad Bank

Mit dem Begriff „Bad Bank“, also auf Englisch „schlechte Bank“ bezeichnet man Finanzinstitute welcher bei Bankenkrisen als reine Abwicklungsbanken gegründet wurden.

So wickeln sie nicht einlösbare Kreditforderungen und schwierige Wertpapiere (toxische Papiere) ab. So wird die Bonität der Bank würde beim Ausfall dieser die Bonität der jeweiligen Bank gefährden. Hat die Bad Bank ihre Entsorgungsfunktion erfüllt wird sie aufgelöst oder in eine Good Bank umgewandelt.

Die Bad Bank ermöglicht es Banken sic von risikobehafteten Papieren zu trennen, welche sonst ihre Liquidität gefährden würden. So werden die Risikopapiere aufgekauft und möglichst gut verkauft oder bei einer Unverkäuflichkeit als Verlust abgeschrieben. Auf diese Weise wird die Bilanz der guten Banken nicht belastet.

Dazu ist es nötig, dass eine Bankengruppe oder im größeren Stil der Staat durch Einlagensicherungsfonds für die Haftung der schlechten Kredite aufkommt.

Die guten Banken bleiben so vertrauenswürdig in ihrer Bonität für andere Investoren und können Geld für Kredite an Wirtschaftsteilnehmer weiter liquide verteilen.

Bei einer Finanzkrise oder Bankenkrise kommt die Kreditvergabe ins Stocken und kann die gesamte Wirtschaft negativ beeinflussen. Springt der Staat für die Bürgschaft ein, zahlt die Kosten letztendlich der Bürger durch die Steuern.

Gutschein

Gutschein

Ein Gutschein ist eine Maßnahme mit der man den Verkauf fördert. Man spricht auch von einem Coupon.

Konsumenten können durch einen Gutschein ein (anderes) Produkt günstiger erwerben.

Gutscheinen können über das Internet, einen Werbebrief, Newsletter, Inserate, den Kauf anderer Produkte und Dienstleistungen etc. an diesen Gutschein gelangen.

Lobby

Lobby

 

Der Begriff „Lobby“ beschreibt die Einflussnahme von Interessenvertretungen auf die Entscheidungen vom Regierung und Parlament und ist aus dem Amerikanischen übernommen worden.

Mit dem Begriff „Lobby“ beschreibt man zu dem im Englischen einen Vorraum, die Empfangshalle eines Hotels, aber auch die Wandelhallen des Parlaments.

Twinning

Twinning

Twinning, abgeleitet vom Englischen „Twin“ also Zwilling, beschreibt eine Verwaltungspartnerschaft welche 1998 durch die Europäische Gemeinschaft (EG) eingeführt wurde. Durch das Twinnig wird ein Beitrittskandiatenstaat auf den Beitritt vorbereitet und rechtlich angenähert.
So muss das geltene EU-Recht eingeführt und angewendet werden.

Man nutzt Twinning auch innerhalb der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) als ein technisches Instrument zur Partnerverwaltung innerhalb von längerfristigen Projekten.

TVA

TVA

TVA steht als Abkürzung für „Tax sur la Valeur Ajoutée. Man bezeichnet damit also die französische Umsatzsteuer.

Turn-Key-Projekte

Turn-Key-Projekte

Mit Turn-Key-Projekte bezeichnet man schlüsselfertige, einsatzbereite Gesamtanlagen. Wie beispielsweise die Errichtung eines Stahlwerks oder eines Flugplatzes.

Dabei Werden häufig eine Anbieterkoalition oder ein Generalunternehmer erstellt.

Qualifikationskonflikt

Qualifikationskonflikt

Der Qualifikationskonflikt bezeichnet im Außensteuerrecht die Doppelbesteuerung sowie doppelte Nichtbesteuerung in zwei Staaten aufgrund von abweichender Qualifikation desselben Rechtsgebildes oder desselben rechtlichen Sachverhalts innerhalb der Steuerrechten der beteiligten Staaten.

Dabei unterscheidet man 2 Arten des Qualifikationskonflikt:

  1. positiver Qualifikationskonflikt, wenn durch die unterschiedliche Auslegung zulasten des Steuerpflichtigen bzw. so zu einer Doppelbesteuerung kommt
  2. negativer wenn durch die unterschiedliche Auslegung die Besteuerung in beiden beteiligten Staaten entfällt

Qualifikationskonflikt im Einkommensteuerrecht

Im Einkommensteuerrecht beschreibt der Qualifikationskonflikt bei einem negativen Qualifiaktionskonflikt den Verhalt, dass man in Deutschland nicht besteuern müsste, man aber in Deutschland besteuert, da der andere Staat davon ausgeht, dass man sie nicht bei ihm besteuern werden dürfen, da sie wohl in Deutschland besteuert werden.

Bein positiven Qualifikationskonflikt können beide Staaten das Recht der Besteuerung beanspruchen, in diesem Fall muss der Steuerpflichtige ein Verständigungsverfahren beantragen zur Lösung des Problemes.

Fonds

Fonds

Fonds bezeichnete im Allgemeinen den Geldmittelbestand für bestimme Zwecke. Wie beispielsweise ein Investmentfonds oder ein Immobilienfonds.

Förderabgabe

Förderabgabe

Unter der bergrechtlichen Förderabgabe bzw. Förderzins ist die Abgabe die an Förderländer fließt für das Recht zum Abbau von Bodensschätzen.

In Deutschland wird sie für die Förderung von Erdgas und Erdöl, abhängig vom Marktpreis erhoben.

Sie muss nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes von 1986 vollständig in die Finanzkraftberechnung (Finanzkraft) des Länderausgleiches einbezogen werden.

Produktdifferenzierung

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Produktdifferenzierung

Man verwendet den Begriff der Produktdifferenzierung im Marketing und der Außenwirtschaft.

So versteht man unter der Produktdifferenzierung das Hinzufügen einer Produktvariante in das Absatzprogramm. Man behält hierbei die bisher vorhandene Ausführung des Produktes bei. Es findet so eine Variation statt in der Programmtiefe oder Programmbreite. Sie dient somit dazu die Wachstumsphase auszuweiten bevor es zu einer Stagnation im Produktlebenszyklus kommt.

Es kann so zu einer anderen Art von Produkthülle oder -kern kommen. Bezüglich der Hülle können Modifikationen der Verpackung, der Karrosserie etc. durch geführt werden. Zur Kerndifferenzierung zählen andere Motorvarianten, Veränderungen in der Konstruktion etc.

So kann die Veränderung zum einen affektiv anmutungshaft sein oder auch sachlich rational.

Durch die Veränderungen können auch die Ansprüche von Teilen der Zielgruppe genauer als bisher befriedigt werden sowie neue Kundengruppen erschlossen werden.

Der Begriff der Produktdifferenzierung wird auch in der Außenwirtschaft, der Außenhandelstheorie in der Programmpolitik verwendet.

Die Produktdifferenzierung beschreibt die Politik eines Unternehmens eine Produktart in verschiedenen Varianten auf dem Markt zu bringen.

Häufig kommt es hierbei zu einem Mehrheitsirrtum, da viele Firmen nach empirischen Untersuchungen ihre Produkte auf den Markt bringen in der oder den Varianten der auch schon Konkurrenzangebote existieren. Begründet ist dieses durch ein Nachahmen oder auch aus Risikoüberlegungen heraus nicht zu abweichend zu erscheinen. Die Frage nach einem optimalen Grad der Produktdifferenzierung benötigt die Berücksichtigung von Kostenaspekten, Kundenaspekten und Konkurrenzaspekten.

Die Produktdifferenzierung beschreibt alle Aktivitäten die dazu dienen aus einem homogenen Produkt ein heterogenes Gut zu machen. Bei der horizontale Produktdifferenzierung verändert man die Qualität, Verpackung, Ausstattung etc, bei der vertikalen Produktdifferenzierung verändert man beispielsweise Packungsgrößen für Käufergruppen Handelsstufen.

Eine zeitliche Produktdifferenzierung kann beispielsweise durch das Design erfolgen.