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Preisdifferenzierung

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Preisdifferenzierung

Preisdifferenzierung beschreibt den Verkauf von sachlich gleichen Produkten (Sach- und Dienstleistungen) durch einen Anbieter an verschiedene Kunden bzw. Kundengruppen (Marktsegmentierung) zu verschiedenen Preisen. Sie dient als Instrument der differenzierten Marktbearbeitung und ermöglicht totale oder teilweise Abschöpfung von Gewinnpotentialen (Preismanagement).

Die Preisdifferenzierung kann über die Preispolitik direkt oder indirekt über Konditionenpolitik.

Man unterscheidet bei den Formen die räumliche Preisdifferenzierung mit der Veräußerung der Waren auf regional abgegrenzten Märkten zu verschieden hohen Preisen wie bei der Preisdifferenzierung in In- und Ausland sowie der zeitlichen Preisdifferenzierung bei der man verschieden hohe Preise für gleichartige Waren fordert abhängig von der zeitlichen Nachfragen wie bei einem Peak, Off-Peak-Pricing als Abschöpfung von Konsumentenrenten.

Aber auch zielgruppenorientiert kann die Preisdifferenzierung erfolgen, abhängig von der marketingpolitischen Bedeutung wie A- oder C- Kunden oder auch mit Absatzfunktionen wie z.B. der Zielgruppe mit einem Studententarif.

Weiterhin gibt es auch eine sachliche Preisdifferenzierung bei der die Preishöhe abhängig vom Verwendungszweck der Produkte ist wie beispielsweise bei verschiedenartigen Abnehmern von Branntwein, verschiedenen Strom- oder Gastarifen für den Haushaltsgebrauch oder Industrieverbrauch.

Projektmanagement (PM)

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Projektmanagement (PM)

Projektmanagement (PM) ist eine Managementaufgabe welche sich aufgliedert in Projektdefinition, Projektdurchführung und Projektabschluss.

Das Ziel ist es ein Projekt richtig zu planen und steuern, um so Risiken zu senken und Chancen zu erhöhen. Auch sollen die Projekte termingerecht, qualitativ und innerhalb des Kostenrahmes durchgeführt werden können.

Man kann Projektmanagement als Management eines Großvorhabens mit mehreren Projekten und Teilprojekten mit gemeinsamer Zielsetzung, mehrjähriger Laufzeit und großem Budget abgrenzen von Multiprojektmanagement und Einzelprojektmanagement. Das Multiprojektmanagement umfasst die Planung, Steuerung sowie Überwachung von Projekten in einem Projektportfolio eines Unternehmens oder auch als Ausrichtung einer Einheit an Unternehmenszielen.

Mit der PM-Methodik beschreibt man die logische Abfolge der PM-Aufgaben im PM-Prozess. So gibt es internationale Standardverbände wie PMI, sowie IPMA (GPM) und Office Governmen Commerces, GB mit Prince2. Durch das PM soll die Projektabwicklung erreicht werden in geforderter Qualität, geplanter Zeit und mit einem optimalen Einsatz der Ressourcen Kapital und Personal.

Produktpolitik

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Produktpolitik

Die Produktpolitik umfasst alle Entscheidungen welche sich auf die Gestaltung eines Angebotes in einem Unternehmen beziehen. Also auf alle Produkte und Dienstleistungen und sie dient als marketingpolitisches Instrument im Marketing-Mix.

Dabei wird der Kern gebildet von dem Produkt selbst welches entwickelt, am Markt eingeführt und gepflegt wird bzw. bei Bedarf modifiziert oder gar elemeniert wird.

Auch Markenbildung, Verpackungsgestaltung etc. spielen hier eine Rolle in begleitender Form.

Man teilt die Aufgaben der Produktpolitik auf in 3 Bereiche:

  1. Die Produktentwicklung und Einführung bei der das Produkt entwickelt und am Markt eingeführt wird
  2. Die Produktpflege
  3. Sowie die Produktelemination

Man unterscheidet verschiedene Bereiche des produktpolitischen Instrumentariums:

  • Die Produktausstattung die Verpackung, Design und ästhetische Gestaltung umfasst
  • Die Produktqualität umfasst die Konzeption und Entscheidung zu funktionalen Produkteigenschaften
  • Die Markierung umfasst die Kennzeichnung und Namensgebung des Produktes
  • Der Service und die Dienstleistungen welche mit dem Produkt verbunden sind
  • Entscheidungen zum Programm und Sortiment die die Ausgestaltung der Produktlinien bestimmen

Pfadanalyse

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Pfadanalyse

Unter einer Pfadanalyse versteht man eine klassische Methode zum Testen von Pfad- und Kausalmodellen. Dabei bilden Konzepte der Pfadanalyse die Notation für Kausalmodelle. So geht der klassische Ansatz nach Wright von rekursiven Modellen mit manifesten Variablen aus. In der Anwendung ist man auf metrische Variablen beschränkt. Es werden Kausalhypothesen abgebildet in von gerichteten Graphen als Pfaddiagramm welche in lineare Sturkturgleichungen überführt werden. Die Varaiblem im Pfadmodell können so exogene, endogene oder residuale Einflüsse abbilden.

Man drückt durch den Pfadkoeffizienten pjj die Stärke kausaler Beziehungen zwischen den Variablen des Pfadmodelles aus. Dabei steht i für die determinierte Wirkung und j für die determinierende Variable, Ursache. Mit empirischen Daten wird das Modell überprüft und man legt die multiple Regressionsanalyse zu Grunde mit standardisierten Variablen. So können die Pfadkoeffizienten aus der Korrealtion der Modellvariablen ermittelt werden. Bei kleinen Modellen erfolgt nach dem Basistheorem die Berechnung der Pfadkoeffizienten mit standardisierten Variablen mit der Multiplikationsmethode nach Opp/Schmidt. Dabei wird jede unabhängige Variable durchmultipliziert und durch die Anzahl der Beobachtungen dividiert.

Programmiersprachen

Programmiersprachen

Unter Programmiersprachen versteht man formalisierte Sprachen aus Symbolen, Befehlen und Regeln die zur Programmierung von Digitalrechnern genutzt werden. Dabei werden in den Maschinensprachen die Anweisungen an den Rechner in unmittelbarer, detaillierter lesbarer Form weitergegeben. Bei problemorientierten Programmiersprachen hingegen die Struktur der mathematischen Formelsprache sowie der Umgangssprache angenäht und verkürzen so den zeitlichen Aufwand für die Programmierung.

Objektorientierte Programmiersprachen bilden Objekte der realen Welt als Objekte da die miteinander interagieren können.

Sie lassen sich auf fast allen Computertypen nutzen, benötigen jedoch einen Compiler, Übersetzer der die die Makroanweisungen wieder in Einzelschritte auflöst und in Maschinensprache umwandelt. Zu den wichtigsten problemorientierten Programmiersprachen zählen Fortran, Pascal, Cobol und PL/1. Zu den objektorientierten Java, C++, PHP etc.

Portfolioanalyse

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Portfolioanalyse

Die Portfolioanalyse beschreibt im Marketing ein Instrument mit dem man eine strategische Situationsanalyse betreiben kann und die gegenwärtige Marktposition von strategischen Geschäftseinheiten (SGEs), Kunden Produkten, Wettbewerbern etc. und mögliche Entwicklungsoptionen untersucht und visualisiert.

Durch diese Analyseform kann man Schlussfolgerungen für strategische Neuorientierung ziehen. Das Mangement wird durch diese Ergebnisse in der Entscheidungsfindung unterstützt. Bekannt bei der Portfolioanalyse sind das Marktwachstumgs-Marktanteils-Portfolio der Boston Consulting Group (BCG-Portfoli, BCG-Matrix oder auch 4-Felder-Matrix) und das Wettbewerbsvorteils-Marktattraktivitäts-Portfolio (McKinsey/GE-Portfolio) der ünternehmensberatung McKinsey & Co.

Privatisierung

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Privatisierung

Die Privatisierung beschreibt den Vorgang bei dem im Staatsbesitz befindliche Unternehmen teilweise oder ganz in privates Eigentum überführt werden. Neben einem Verkauf an institutionelle Investoren dem Private Placement ist auch ein Going Public von größeren Unternehmen durchgeführt. Häufig kommt es weltweit auch zu Privatization Inital Public Offerings, kurz PIPO. Hier gibt es verschiedene Gründe für die Privatisierung:

  • Erhöhung der operativen Effizienz des Unternehmen
  • Eine Kapitalaufbringung für das Budget
  • Die Reduktion der staatlichen Einflussnahme
  • Die Steigerung des Wettbewerbs
  • Die Erhöhung des Aktienbesitzes in der Bevölkerung

Häufig ist die Privatisierung von Staatsbetrieben mit einer Verbesserung der operativen Performance verbunden sowohl in den westlichen Industriestaaten als auch in den Emerging Markets.

Begründet sind sie in den fehlenden oder nicht adäquaten marktwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Kommt es zu Going Public so gibt es 2 große Vertreter:

  1. Die Case-by-Case Privatisierung (die häufigste Form in westlichen Industriestaaten) bei dieser wird jeder Staatsbetrieb einzeln und nach einander an die Börse gebracht
  2. Ein Massenprivatisierungsprogramm bei dem viele Unternehmen gleichzeitig privatisiert und an der Börse notiert werden

Personalarbeit

Personalarbeit

Personalarbeit beschreibt den funktionalen Aspekt der Tätigkeit im Personalbereich und ist daher eine Bezeichnung für alle Personalfragen. Man nutzt häufig auch Begriffe wie Personalarbeit, Human Resource Management oder Personalmanagement synonym.

Preisführerschaft

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Preisführerschaft

Mit dem Begriff Preisführerschaft beschreibt man innerhalb eines Oligopol häufig angewendete Form der Anpassungsstrategie in der Preispolitiik. Diese kann man bei der Automobil-, Zigaretten-, oder auch Mineralindustrie beobachten. Typisch für sie ist, dass sich bei ihr die Anbieter bei der Preisstellung an dem Preisniveau des Preisführers orientieren. Abhängig von dem Produkt, der Qualität und Leistung können die Preise auch nach unten hin abweichen. Man nutzt den Preis des Preisführers als einen Orientierungspreis. Die Konkurrenten unterbieten ihn um einen bestimmten Betrag oder Prozentsatz, auch ein Überbieten ist möglich.

Durch Vertrauen in den Preisführer in dem Preissegment wird seine Preisführerschaft anerkannt. Man setzt voraus, dass dieser seine Preisführerschaft nicht ausnutzt, um den Preisfolgern zu schaden. Es kann hier auch der Preisführer wechseln wie beim Benzinmarkt. Es kommt nicht zur Unterwerfung einer Marktmacht des Preisführers. Die Preispolitik wird stillschweigenden koordiniert und der Wettbewerbsmechanismus in großen Teilen ausgeschaltet. Man sollte Qualitätsunterschiede, Nutzenunterschiede und Kostenunterschiede im Augen haben. Neue Marken deren relative Qualität unter dem relativen Preis liegt können sich nur schwer durchsetzen.

Plankostenrechnung

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Plankostenrechnung

Die Plankostenrechnung gehört zum internen Rechnungswesen einer Bank. Sie dient dazu die Kosten von Bankleistungsarten und -abteilungen als Standardkosten oder Plankosten genau zu berechnen und so Selbstkosten und Wirtschaftlichkeit zu ermitteln. Man setzt sie als Sollkosten an und man ermittelt später Abweichungen der Istkosten von den Sollkosten bei der Abweichungsanalyse, um mögliche korrigierende Maßnahmen einzuleiten.

Bei der Berechnung werden die Kostenstellen möglichst weit aufgegliedert, damit man die Leistungserbringungen genau auf die Bezugsgrößen der Kostenstellen zuordnen kann, was bei Banken schwierig sein kann. Auch eine Kostenbudgetierung ist möglich. Bei Banken sind die Fix- und Gemeinkosten relativ hoch.

Man unterscheidet genauer zwischen flexibler und starrer Plankostenrechnung. Die Flexible Plankostenrechnung wird wiederum unterschieden auf Vollkostenbasis oder Teilkostenbasis. Durch die flexiblen Formen kann die Kosten besser an die Beschäftigunsänderungen anpassen.

Prozesskostenrechnung

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Prozesskostenrechnung

Die Prozesskostenrechnung wird in Deutschland auch als Vorgangskalkulation und in den USA als Activity Based Costing oder Cost Driver Accounting. Es handelt sich dabei um eine Kostenrechnungssystem welches vergleichbar ist mit alt hergebrachten wie Plankostenrechnung, Vollkostenrechnung oder Deckungsbeitragsrechnung.

Die Prozesskostenrechnung setzt an Praxismängeln der traditionellen Kostenrechnugssystem an, nämlich an der Behandlung von Gemeinkosten.

Auf Grund der fortschreitenden Produktionsautomatisierung CIM ist die Lohnzuchlagkalkulation der Vollkostenrechnung nur noch ein schlechter Indikator für die produkbezogene Kostenverursachung bei der Fertigstellung, in den USA betrachtet man hier auch häufig die direct labor bei der Kalkulation. Aber auch die Fertigung von vor- und nachgelagerten Dienstleistungsbereichen wie Bestelldisposition, Fertigungsvorbereitung, Fertigungssteuerung, Lagerung und Transport werden in der Vollkostenrechnung sonst nur pauschal und grob betrachtet als Umlagenanlastung. Ebenso betrachtet die Plankostenrechnung sie nicht genau genug und verzichtet auf analytische Kostenplanung. Bei der Prozesskostenrechnung werden die Gemeinkosten hingegen besser und genauer kalkuliert.

Dazu werden bei den Gemeinkosten je Kostenstelle wie der Fertigungssteuerung die Dienstleistungen betrachtet die für den Bereich in Betracht kommen und mit Zero-Base-Budgeting oder Gemeinkostenwertanalyse betrachtet. Man ordnet den Prozessen die Kosten genau zu. Auch bestimmt man Kostentreiber, die cost driver wie in der Fertigung von Sonderauträgen die von Standartaufrrägen abweichen.

Man bestimmt die Mengenausprägungen für die Kostentreiber aufs Jahr gesehen und achtet bei der Kalkulation von Prozesskosten die Umwandlung von Vorkostenstellen in Endkostenstellen. So rechnet man beispielsweise die Fertigungssteuerungskosten direkt dem Produkt hinzu und nicht den Kosten der Fertigungsstelle.

Die Prozesskostenrechnung ist aufgrund ihrer Genauheit jedoch sehr aufwändig, kann jedoch die Gemeinkosten besser dem Produkt zu ordnen.

Preisfixierer

Preisfixierer

Nachfrager oder Anbieter deren Aktionsparameter der Preis ist. Über die Menge die bei dem gesetzen preis angeboten oder nachgefragt wird entscheidet die andere Marktseite. Dabei ist die Menge für den Preisfixierer der Erwartungsparameter. So komtm Preisfixiierung in der Regel bei Angebotsmonopol vor.

Prospekt

Prospekt

Unter dem Begriff Prospekt versteht man im engeren Sinne eine gesetzlich vorgeschriebene Zusammenstellung von Angaben über eine Gesellschaft welche Anleihen oder Aktien zum amtlichen Handel, als amtliche Notierung, an der Börse anbieten will.

Dabei müssen die Prospekte im Bundesanzeiger und mindestens in einer der Wirtschafts- oder Tageszeitungen veröffentlicht werden, welche als Börsenpflichtblatt für den entsprechenden Börsenplatz gelten.

Weiterhin haften die mit unterzeichnenden Banken für die Richtigkeit der Angaben innerhalb von gesetzlichen Regelungen.

Produktionsfunktion

Produktionsfunktion

Die Produktionsfunktion beschreibt einen funktionalen Zusammenhang von den eingesetzten Produktionsfaktoren und den durch sie realisierbaren maximalen Produktionsmengen in Abhängigkeit von der gegebenen Technologie.

Man unterscheidet substituionale und limitationale Produktionsfunktionen.

Die mikroökonomische Produktionsfunktion beschreibt vor allem die mengenmäßige Umwandlung von Produktionsmitteln bei einem gegebene technischen Wissen, jedoch nicht den Ablauf, die Art und Organisation der Produktion an sich.

Es wird unterschieden zwischen

  • Produktionsfunktion vom Typ A: Funktionsverlauf nach dem Ertragsgesetz
  • Produktionsfunktion vom Typ B: Gutenberg-Produktionsfunktion.
  • Produktionsfunktion vom Typ C: Von E. Heinen (1919-1996) die betriebliche Teilprozesse der Leistungserstellung momentan betrachtet mit einer abschließenden Zusammenfassung
  • Produktionsfunktion vom Typ D: Von J. Kloock entwickelt als eine Weiterentwicklung von Typ B und C
  • Produktionsfunktion von Typ E: Nach H-U-. Küpper als Weiterentwicklung von Typ D, man berücksichtigt zusätzlich Umrüstungs-, Belegungs- Kapazitätsbedingungen
  • Produktionsfunktion von Typ F: Nach W. Matthes mit berücksichtigten Entscheidunszielen
  • Produktionsfunktion von Typ G: Nach W. Matthes die Entscheidungsnetze nutzt für die Beschreibung von Produktionsbeziehungen.
  • sowie neuere Funktionen

Für die makroökonomische Produktionsfunktion gilt, dass man Produktionsfunktionen aufstellt für einzelne Industrien, Branchen und die gesamte Volkswirtschaft. Der Output erscheint hierbei als ein homogenes Produkt., die Wertschöpfung von allen Industrien oder auch als Produkt von einzelnen Industrien und Industriezweigen wie landwirtschaftliche Produkte, Konsumgüter oder Investitionsgüter. Als Input dienen Realkapital, Arbeit und der technische Fortschritt in der dynamischen Betrachtungsweise.

Mathematisch ergibt sich die Funktion: Y = f(K, A, F), wobei Y der Output ist, K der Kaptialeinsatz, A der Arbeitseinsatz und F der Wirkungsgrad des technologischen Fortschrittes.

Die Substitutionalität und Limitationalität unterscheidet sich bei der betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Produktionstheorie. In der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung müssen ständig neue Investitionsentscheidungen getroffen werden welche die Produktionstechnik ständig ändern.

Die substitutionalen Produktionsfunktionen untersuchen die Technologien der gesamten Volkswirtschaft wie mit der CES-Funktion oder der Cobb-Douglas-Funktion als einem Spezialfall der CES-Funktion. Es kommt zu abnehmenden Ertragszuwächsen in den partiellen Ertragskurven dieser Funktionen sowie fallenden Verläufen der partiellen Grenzertragsfunktionen. Durch den technischen Fortschritt kommt es zu Veränderungen, so kann es zu einer Änderung der funktionalen Einkommensverteilung kommen, wenn die Entlohnung nach den Produktionsfaktoren der Grenzproduktivität statt findet.

Die limitationalen Produktionsfunktionen in der Input-Output-Analyse und der postkeynesianischen Wachstumstheorie Anwendung. Man spricht auch von Leontief-Produktionsfunktionen bei der Input-Ouput-Analyse welche Spezialfälle der CES-Funktion sind mit einer Substitutionselastizität von Null. Für neue Wachstumstheorien gilt, dass man makroökonomische Produktionsfunktionen mit einem endogenen technischen Fortschritt und Humankapital als Produktionsfaktor betrachtet.

Profitcenter

Profitcenter

Das Profitcenter ist ein organisatorischer Teilbereich welchen ein eigener Periodenerfolg bestimmt zur gewinnorientierten Beurteilung und Steuerung von Teilbereichsaktivitäten.

Der Bereichsleiter tritt hierbei quasi als selbständiger Unternehmer auf.

Durch das Profitcenter erhalten die Bereichsleiter eine positive Motivation aufgrund der Gewinnorientierung der Teilbereiche.

Damit man den Erfolg ausweisen kann und er aussagekräftig ist für die Beurteilung der Steuerung müssen die Erlösgrößen und Kostengrößen dem Teilbereich zurechnbar sein und auch von diesem beeinflussbar.

Liegt eine Spartenorganisation vor so sind gute Voraussetzungen gegeben, da die einzelnen Sparten eingebettet sind in den Absatzmarkt und den Beschaffungsmarkt und es geringe Interdependenzen gibt durch innerbetriebliche Leistungsverflechtungen der Sparten.

Aber auch andere Organisationsstrukturen sind möglich mit weniger günstigen Voraussetzungen. Durch fiktive Verrechnungspreise kann man marktferne Bereiche wie die Produktion mit fehlenden Erfolgen ergänzen. Durch die ausgeprägten Interdependenzen der Profitcenter ist jedoch die Unabhängigkeit der Teilbereiche bei einer Funktionalsorgansation stark eingeschränkt.

Die Motivationswirkung erfolgt hier nicht auf einer Gewinnverantwortung, sondern aufgrund der Notwendigkeit bei der Festlegung der Verrechnungspreise für das entsprechende Periodenergebnis.

Pareto-Optimum

Pareto-Optimum

Das Pareto-Optimum beschreibt eine gesellschaftliche Situation in der es nicht möglich ist die Wohlfahrt eines Individuums durch eine Re-Allokation der Ressourcen zu erhöhen ohne dabei die eines anderen Individuums zu senken.

Man spricht also von einer Situation in der A besser gestellt werden kann, aber B nicht gleichzeitig schlechter gestellt werden muss.

Somit ist das Pareto-Optimum das Kriterium für das Wohlfahrtsoptimum in der paretianischen Wohlfahrtsökonomik.

Man geht davon aus, dass die Individuen in ihren Nutzensvorstellungen voneinander unabhängig sind und der Nutzen mit steigendem Faktorenmengenbesitz und steigendem Gütermengenbesitz zunimmt.

Es werden Nachfrageinterdependenzen in Form von Demonstrativkonsum, Mitläufereffekte und ähnliche werden ausgeschlossen

Für die Existenz eines Pareto-Optimums geht man von Bedingungen aus wie:

Den Totalbedingungen, welche ausschließen, dass die Wohlfahrt durch die Berücksichtigung von neuen Produkten nicht erhöht werden kann, die durch überlegene Techniken von neu auf den Markt drängenden Unternehmen produziert werden. So muss der technische Fortschritt schon stattgefunden haben bevor man das Pareto-Optimum ableiten kann.

Die Stabilitätsbedinungen sagen aus dass es eine vollkommen Teilbarkeit der von allen Gesellschaftsmitgliedern verwendeten Faktoren und Gütern, sowie das Vorliegen einer konkaven Transformationskurve als Ertragsgesetz und zum Ursprung hin konvexe Indifferenzkurven. Somit schließt man externe Effekte im Konsum und der Produktion aus.

Die Marginalbedingungen müssen erfüllt sein, nur so kann nach einer technisch möglichen Transformation ökonomischer Variablen ein Pareto-Optimum vorliegen. Man unterscheidet 3 Marginalbedingungen. Das Haushaltsgleichgewicht nach dem zweiten Gossenschen Gesetzt muss für alle Haushalte erfüllt sein, das Produktionsoptimum für alle Unternehmen muss erreicht sein und die äquivalenten Grenzraten technischer und indifferenter Substitution müssen gleich sein.

Man verzichtet auf einen problematischen interpersonllen Nutzenvergleich und die Aufstellung einer gesellschaftlichen Wohlfahrtsfunktion.

Ohne ein weiteres Wohlfahrtskriterium ist das Pareto-Optimum nicht vergleichbar. Man kann also das optimum optimorum nicht herleiten.

Man leitet das Pareto-Optimum auf der Basis von gegebenen Einkommens- und Vermögensverteilungen ab, somit sind ihm als umfassendens Wohlfahrtskriterium Grenzen gesetzt.

Prävention

Prävention

Die Prävention in der Wirtschaftssoziologie beschreibt einen Bereich des Strafrechts und der Strafverfolgung. Man beschreibt damit Maßnahmen des Staates wie die von Polizei, Kriminalpolitik und Justiz zur Verhinderung von Kriminalität.

Es wird unterschieden zwischen Gernalprävention und Spezialprävention. Bei der ersten kommt es zu einer abschreckenden Wirkung durch angedrohte oder vollzogene Strafen auf die Allgemeinheit und potentielle Täter. Bei der zweiten erfolgt der Vollzug der Strafe zur Abschreckung, Sicherung und Besserung von einzelnen Straftätern, um zukünftige Straftaten vorzubeugen.

Die Prävention wird häufig als Gegenteil zur Repression gesehen. Im strafrechtlichen Sinne ist sie jedoch häufig erst durch Repression möglich.

Häufig erreichen negative Sanktionen und Strafen das gewünschte Ziel nicht, so dass man den Begriff Prävention insbesondere in Zusammenhang bringt mit Maßnahmen zur Beratung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe.

Prognose

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Prognose

Die Prognose, auf Englisch „technological forecasting“ ermöglicht die Beschreibung von zukünftigen Umwelt- und Unternehmenszuständen.

Man baut für die Prognose auf vorhandenem Erfahrungsmaterial auf und projiziert dieses in die Zukunft mit Hilfe eine zeitunabhängigen Kalküls.

Es muss daher ein allgemeines Wissen in Form von bestätigten Gesetzesaussagen vorliegen für den Fall von realtheoretisch fundierten Prognosen.

Anders dazu ist die Planung bei der man durch ein zukunftbezogenes, systematisches Denken und Festlegen von Zielen, Maßnahmen und Ressourceninput ein bestimmtes Ziel erreichen möchte. Im Planungsprozess gibt es eine Unsicherheit, da die vorhandenen Informationen keine eindeutigen Erwartungen zulassen.

Absatzprognosen im Marketing sind das Marktpotential, das Marktvolumen, Absatzpotential, das Absatzvolumen und der Marktanteil. Man unterscheidet hier zwischen einer Entwicklungs- und Wirkungsprognose.

Für Entwicklungsprognosen werden Wirkungen von eingesetzten oder einsetzbaren Insturmentalvariablen, der Marketinginstrumente des eigenen Unternehmens oder des Wettbewerbs nicht mit einbezogen. Bei Wirkungsprognosen hingegen wird auch die Wirkung von Aktivitäten berücksichtigt, also Marktreaktionen auf absatzpolitische Maßnahmen.

Fristigkeit von Prognosen

Auch die Fristigkeit spielt bei Prognosen eine wichtige Rolle man unterscheidet bei der Fristigkeit zwischen:

  • kurzfristigen Prognosen von bis zu einem Jahr
  • mittelfristigen Prognosen von bis zu 5 Jahren
  • langfristigen Prognosen von bis zu 10 Jahren
  • futurologische Prognosen von über 10 Jahren

Durch die Prognose werden numerische Werte für bestimmte Objekte vorhergesagt. Verwendet man nicht numerische Werte also Ausprägungen eines metrischen Merkmales, sondern vordefinierte Klassen, so sagt man die Ausprägung von nominalen Merkmalen vorher und spricht hierbei von Klassifikation im „business intelligence“.

Auch unterscheidet man quantitative und qualitative Prognosemethoden.

Zu den quantitativen Prognosemethoden gehört die Extrapolation die die prognostizierte Größe nur in Abhängigkeit von dem Faktor Zeit sieht. So ist die Extrapolation eine der bekanntesten quantitativen Prognosemethoden. Sie kann nach der Methode kleinsten Quadrate wie bei der Zeitregression erfolgen durch die Bildung von gleitenden Durchschnitten oder auch durch eine exponentielle Glättung. Für komplexe Zusammenhänge bieten sich Simulationsmodelle an für die Erfassung und Prognose.

Die qualitativen Prognosemethoden umfassen Methoden auf subjektiven Vorstellungen wie der Intuition etc. Eine objektive Nachprüfbarkeit ist häufig nicht gegeben. Allerdings können sie aufgrund der Erfahrung von Experten sehr exakt sein. Ein bekanntes qualitatives Prognoseverfahren ist die Delphi-Methode, die auf das Expertenwissen mit einer möglichst breiten Basis baut und sie möglichst verlässlich verwendet.

Personengesellschaft

Personengesellschaft

Für eine Personengesellschaft kennzeichnend ist, dass die Gesellschafter selbst geschäftsführend tätig sind. Es gibt das Prinzip der Selbstorganschaft.

Oberbegriffe für Personengesellschaften sind OHG, KG, GmbH & Co.KG, GbR, stille Gesellschaft oder die österreichische EWIV.

Für die Einteilung von Gesellschaftsformen ist die Differenzierung in Personen- und Kapitalgesellschaften ist die am häufigsten gewählte Form. Man beachtet hierbei inwiefern die Gesellschafter in das Gesellschaftsgeschehen eingebunden sind.

So gestalten bei Personengesellschaften die Gesellschafter in der Gemeinschaft die Tätigkeit dieser aktiv mit.

Es wird also auch Arbeitsleistung mit in die Gesellschaft eingebracht und nicht nur Kapital. Sie haben zu dem auch die Geschäftsführung und die Vertretung als Selbstorganschaft in der Hand.

Die Gesellschafter müssen für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft einstehen. Somit haften sie für diese unbeschränkt, also auch mit ihrem Privatvermögen.

Wichtige Merkmale der Personengesellschaft sind persönliche Mitarbeit, persönliche Haftung der Gesellschafter für die Schulden und fehlende Rechtsfähigkeit

Personengesellschaften sind vor allem die Gesellschaft des bürgerlichen Rechts, die Kommanditgesellschaft, die offene Handelsgesellschaft, die stille Gesellschaft oder die Reederei. Steuerlich sind sie Mitunternehmerschaften.

Man nutzt hier das Prinzip der geschlossenen Mitgliedschaft. So ist die Gesellschaftserstellung eng geknüpft an die Person der Gründer und im Grundsatz nicht vererblich oder übertragbar.

Da das Recht der Personengesellschaften größtenteils dispositiv und man kann daher im Gesell­schaftsvertrag was anderes vereinbaren.

So kann bei den meisten Personengesellschaften ein Gesellschafterwechsel erfolgen. Personengesellschaften sind die OG, KG, stG, GesbR sowie EWIV.

Das Gegenteil zur Personengesellschaft ist die Kapitalgesellschaft.

Pflegeversicherung

Pflegeversicherung

Die Pflegeversicherung, im Englischen „nursing insurance“ ist ein Begriff der Gesundheitswirtschaft.

1995 wurde die Pflegeversicherung als 5. Säule der Sozialversicherung in Deutschland eingeführt.

Durch die Pflegeversicherung soll das finanzielle Risiko der Pflegebedürftigkeit abgesichert werden. So soll Pflegebedürftigen ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben ermöglicht werden.

Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung.

Die Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherung sind auch in die soziale Pflegeversicherung eingebunden.

Versicherte von privaten Krankenkassen müssen eine private Pflegeversicherung abschließen.

Die Pflegekassen der Krankenkassen sind die Träger der Pflegeversicherung.

2007 lagen die Beiträge der Pflegeversicherung bei einem einheitlichen Beitragssatz von 1,7 %. Für Arbeitnehmer wird er zur Hälfte vom Arbeitgeber gezahlt.

Am 1.1.2015 wurde eine Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt lag er bei 0,25 Beitragssatzpunkten für kinderlose Mitglieder über 23 Jahren.

Wer vor dem 1.1.1940 geboren war, war ausgenommen. Der Beitrag wird vom Mitglied allein getragen.

Die Pflegeversicherung ermöglicht den Anspruch auf Sachleistungen, Dienstleistungen, Geldleistungen zur häuslichen Pflege. Wie Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen sowie Pflegehilsmittel und technischen Hilfen. Auch vollstationäre oder Tagespflege sowie Nachtpflege oder Kurzzeitpflege sind möglich.

Abhängig von der Schwere der Pflegebedürftigkeit fällt der Umfang der Leistungen aus. Durch Gutachten des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung wird dieser festgestellt.

Das Wirtschaftlichkeitsgebot gilt für alle Leistungen, so müssen die Leistungen wirksam sein und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten.

Pflegepersonen, meist die pflegenden Angehörigen, sind durch die Pflegeversicherung sozial abgesichert. So sind sie ab bestimmten zeitlichen Pflegeumfang rentenversichert. Die Beiträge hierfür zahlen die Pflegekassen.

Auch besteht ein Unfallversicherungsschutz während der Zeit der pflegerischen Tätigkeit.

Durch den demografischen Wandel kommt die Finanzierung der Pflegeversicherung ins Wanken und macht eine Reform der Pflegeversicherung nötig. So wurden einige Forderungen 2005 im Koalitionsvertrag erfüllt.

Ein Anspruch auf die Versorgung mit Hilfsmitteln zum Behinderungsausgleich bei der stationären Pflege hängt nicht vom Grad der Rehabilitationsfähigkeit ab.

Pflegeeinrichtungen können seit 2007 Vertragspartner innerhalb der integrierten Versorgung sein.

Häusliche Krankenpflege zur Sicherung des ärztlichen Behandlungsziels oder mobile geriatrische Rehabilitation werden auch in der stationären Pflegeeinrichtung erbracht.