Passierschein
Ein Passierschein ist ein Dokument oder eine behördliche Genehmigung, die einer Person erlaubt, einen bestimmten Bereich zu betreten, zu verlassen oder zu passieren.
Je nach Zusammenhang kann das unterschiedliche Bedeutungen haben:
Militär
Ein Passierschein erlaubt Soldaten oder berechtigten Personen, einen militärischen Bereich zu betreten oder zu verlassen.
Grenzkontrollen
Früher wurden Passierscheine häufig benötigt, um Grenzen oder Sperrgebiete zu überqueren. Bekannt sind beispielsweise:
- die innerdeutsche Grenze zwischen DDR und Bundesrepublik,
- Besatzungszonen nach dem Zweiten Weltkrieg,
- Krisen- und Katastrophengebiete.
Unternehmen
Manche Firmen oder Baustellen geben Besuchern einen Passierschein oder Besucherausweis, der den Zutritt erlaubt.
Veranstaltungen
Auch ein VIP-Pass oder Backstage-Pass kann als eine Art Passierschein angesehen werden.
Der berühmte „Passierschein A38“
Viele kennen den Begriff aus dem Zeichentrickfilm „Asterix erobert Rom“.
Darin müssen Asterix und Obelix den fiktiven Passierschein A38 beschaffen. Sie werden jedoch von Büro zu Büro geschickt und geraten in ein absurdes Behördenlabyrinth.
Deshalb wird „Passierschein A38“ heute oft als Redewendung verwendet für:
- übertriebene Bürokratie,
- endlose Formulare,
- komplizierte Verwaltungsabläufe,
- Behörden, die einen ständig weiterschicken.
Beispiel:
„Für diese Genehmigung braucht man wohl erst den Passierschein A38.“
Das meint scherzhaft, dass ein Vorgang unnötig kompliziert und bürokratisch ist.
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