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Ertragswert

Ertragswert

Unter dem Ertragswert versteht man den Wert einer Kapitalanlage die ermittelt wird auf Basis von zukünftigen Erträgen. So erfolgt eine Berechnung für Unternehmen, Häuser etc. zukunftsorientiert beim Ertragswert.

Der Ertragswert steht im Gegenteil zum Anschaffungswert als ein zukunftsorientierter Ansatz für die Bewertung eines Unternehmens oder Kapitalgutes.

Man versteht unter dem Ertragswert den Barwert von zukünftig erwarteten Nettobeträgen des Bewertungsobjektes.

Simulation

Simulation

In der Wirtschaftssoziologie versteht man unter einer Simulation ein dynamisches Modell von einem Gegenstandsbereich. Vor allem werden zeitabhängige Verhalten von Systemen dargestellt.

Hierbei werden reale Vorgänge in einer analogen Abbildung nachgeahmt. Hierzu verwendet man Gleichungssystemen in einem Rechnerprogramm, mitunter auch mit Einbeziehung von Versuchspersonen.

Es muss überprüft werden in wie weit die Ergebnisse der Simulation auf die Realität übertragen werden können, da das Modell nur einen Teilbereich von realen Eigenschaften abbilden kann.

So können Simulationen für Vorgänge angewendet werden die man erforschen möchte, aber nicht beobachtbar sind, da sie in der Zukunft liegen und die Simulation so eine Prognose liefert oder auch wenn die Vorgänge in geringer Zahl auftreten und so statistisch nicht zugänglich sind oder auch wenn man für die Lösung des Problems keinen Algorithmus hat und man durch wiederholte Simulationen den Bereich ermitteln will in dem die Ergebnisse liegen können.

Simulationen können für Forschungszwecke verwendet werden für Prognosen, heuristische Untersuchungen oder auch für eine Vorbereitung zur Entscheidungstreffung, so können Alternativen durchgespielt werden und Prognosen gemacht werden.

Durch zunehmende Digitalisierung und mediale Durchdringung gesellschaftlicher Prozesse und Organisation mit elektronischen Medien verschwimmt die Grenze zwischen Realität und Simulation.

Umwandlung von Musik in Echtzeit oder elektronisch gesteuerte Kriegsführung sind hierfür Beispiele.

Die Simulation ist so eine digitale Reproduktion der Realität.

Genußschein

Genußschein

Der Genußschein ist eine Urkunde welche die Vermögensrechte an einer Gesellschaft verbrieft, jedoch nicht mit Stimmrechten verbunden ist, also in der Regel Ansprüche auf Gewinnanteile und/oder Liquidationserlös.

Somit handelt es sich bei dem Genußschein um ein aktienähnliches Wertpapier, das einen Recht, das Genußrecht am Reingewinn oder Liquidationserlös, Liquidation einer AG verbrieft.

Dabei werden Genußscheine bei Sachgründungen mit schwierigen Bewertungsfragen, Umfinanzierungen, Sanierungen, als Vergütung für Lizenzbenutzung, Patentnutzung emittiert, Emission.

Anders als bei einer Aktie verbrieft das Genußrecht keine Mitgliedschaft.

Das Aktienrecht AktG sieht für die Emission von Genußscheinen vor, dass mit einer 3/4 Mehrheit des vertretenden Aktienkapitals auf der Hauptversammlung über sie beschlossen werden soll bei einer Aktiengesellschaft.

Gesamtkostenverfahren

Gesamtkostenverfahren

Bei dem Gesamtkostenverfahren handelt es sich um ein Verfahren zu Erstellung der Bank-GuV-Rechnung.

Dabei werden alle im Geschäftsjahr angefallen Erträge den Aufwendungen gegenüber gestellt, zu unterscheiden vom Umsatzkostenverfahren.

Es handelt sich um ein Verfahren zur Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung das nach dem Bilanzrichtliniengesetz zugelassen ist.

Man stellt den Aufwendungen die gleiche Leistungsmenge bezogene Erträge gegenüber für die Periode. Dabei handelt es sich um produzierte Leistungen und nicht nur um die abgesetzten. Auch Erhöhungen im Bestand an unfertigen und fertigen Erzeugnissen fließen mit ein. Bei einer Minderung zieht man sie entsprechend ab.

Der § 275 (2) HGB sieht vor das nach dem Bilanzrichtliniengesetz die Gewinn- und Verlustrechnung in das Ergebnis gewöhnlicher Geschäftstätigkeit und in das außerordentliche Ergebnis zu gliedern ist bei gesondertem Ausweis des Steueraufwandes. Es gelten auch wichtige Änderungen bei der Zusammenfassung der Aufwendungen und Erträge zu Gliederungsposten gegenüber dem AktG in Alter Fassung wie Wegfall wichtiger Einzelposten, Nettoausweis der Umsatzerlöse, andere Definition des nur noch wahlweise auszuweisenden Rohergebnisses.

Brainstorming

Brainstorming

Das Brainstorming ist eine spezielle Form der Gruppensitzung, es erfolgt eine ungehemmte Diskussion die gekennzeichnet ist von phantasievollen Einfällen und kreativer Leistung.

Man arbeitet nach dem Prinzip der freien Assoziation. So werden die Teilnehmer ermutigt eine große Auswahl an Ideen zu produzieren mit Schlagwörtern.

Gerade bei weniger komplexen Sachverhalten bietet sich diese Technik an, bei Themen die klar definiert sind.

Alle Teilnehmer dürfen ihrer Phantasie freien Lauf lassen, jeder Anregung ist willkommen, dabei sollen die Ideen neuartig und originell sein „Freewheeling is welcomed“.

Es geht die Ideenmenge vor der Ideengüte. Es kommt also auf die Quantität an nicht die Qualität „Quantitiy is wanted“.

Auch gibt es keine Urheberrechte, Ideen anderer Teilnehmer dürfen aufgegriffen und weiter entwickelt werden. Es soll zu Assoziationsketten kommen „Combinations and improvements are sought“

Während des Brainstormings ist Kritik verboten. Auch abstruse Ideen sin willkommen „Criticism ruled out“. Man nutzt das Wissen mehrer Personen zur Lösungsfindung.

Blockaden beim Denken sollen gezielt ausgeschaltet werden.

Durch das gedankliche Aufheben von Grenzen wird die Lösungsvielfalt erweitert.

Man meidet unnötige Diskussionen. Idealerweise bildet man Gruppen von 5 bis 8 Personen für das Brainstorming. Eine Sitzung dauert 20 bis 40 Minuten, nicht länger. Mündliche Ergänzungen können bei Bedarf eingeholt werden. Man protokolliert durch einen Protokollant oder Tonband. Die Auftrageber und Auswerter arbeiten nicht in der Gruppe mit.

Brainstorming dient im Rahmen des Risikocontrollings als Vorstufe für die Erfassung von Risiken.

Man arbeitet von methodischen Zwängen gelöst ebenenübergreifend in Gruppen, auch eine Zusammenarbeit mit externen Experten ist möglich und zeigt durch den kreativen Prozess neue Risiken für ein Unternehmen auf.

Man bricht aus bekannten Denkmuster aus. Es handelt sich um eine intuitiv-ganzheitliche Kreativtechnik bei der man nach Problemlösungen sucht. Entwickelt wurde das Brainstorming vom Amerikaner Osborn für die Ideengewinnung und Problemlösung durch viele unorthodoxe Ideen, bei der man auf Kritik und Bewertung verzichtet, man sammelt viel mehr, entwickelt Ideen weiter und selektiert sowie verwertet diese.

Disagio

Disagio

Ist der Ausgabebetrag eines Darlehens geringer als der Rückzahlungsbetragt so spricht man von einem Disagio oder auf Englisch „debt discount“.

So ist der Unterschied zwischen dem Nennwert eines festverzinslichen Wertpapiers und seinem darunterliegenden Ausgabekurs, Ausgabe unter pari, handelt es sich um ein Disagio.

Das Disagio ist bei langfristigen Krediten ein prozentualer Abzug von der vereinbarten Darlehenssumme, das Damnum bei Hypothekarkrediten.

Das Disagio ist das Gegenteil zum Agio.

Die Differenz zwischen dem Nennbetrag und einem niedrigen Kurs ist das Disagio.

Das Differenz bei Krediten zwischen Nennbetrag und einem niedrigen Zahlungsbetrag wird Disagio genannt. Dabei wird das Disagio in Prozent des Nennbetrages angegeben. Wurde zum Beispiel ein Disagio von 10 % bei einer Kreditvereinbarung festgelegt so erhält der Kreditnehmer bei einer Kreditsumme von 100.000 €, dem Nennbetrag nur 90.000 € ausbezahlt. Allerdings ist der volle Nennbetrag von 100.000 € zurück zu zahlen.

Der Schuldner zahlt aufgrund des Disagio mehr zurück als er erhalten hat. Ein Disagio ist bei der Emission von Aktien nach dem Aktienrecht AktG unzulässig, es ist als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite auszuweisen und durch Abschreibung zu tilgen.

Der Damnum Abschlag, als Differenz zwischen einem Rückzahlungs- und niedrigem Auszahlungsbetrag bei Verbindlichkeiten sowie Rückzahlungs- und Auszahlungskurs von Wertpapieren.

Lebensstil

Lebensstil

Der Begriff Lebensstil in der Wirtschaftssoziologie ist eine Kategorie der kultursoziologischen Zeitdiagnose und Mittel einer kulturellen Bindung sowie Form der Selbstpräsentation eines Individuums.

Durch den Lebensstil wird die Zugehörigkeit zu einem bestimmten sozialen Milieu offen demonstriert.

Nach der Theorie von P. Bourdieus von der sozialen Ungleichheit ensteht ein Lebensstil aus eine spezifischen Soziallage, insbesondere von Klassenlage als Habitus. Dieser zeigt sich in bestimmten kulturellen Praktiken. So zeigt sich dieses in der Lektüre, Wohnungseinrichtung, Essensgewohnheiten etc.

Man spricht von distinktiven Lebensstil als Mittel von sozialen Ab- und Ausgrenzungen.

Inventar

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Inventar

Von Inventar, im englischen auch „stock, inventory“ spricht man als ein Bestandsverzeichnis von Vermögen und auch Schulden zu einem jeweiligen Stichtag.

Der Begriff Inventar leitet sich vom lateinischen „Inventarium“ ab als Gesamtheit des Gefundenen. Im Rechnungswesen gibt es ein Bestandsverzeichnis wieder über alle Vermögensgegenstände und Schulen eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag.

So ist ein Inventar eine detailliertes Verzeichnis mit allen Vermögensgegenständen und Schulden, welches bei der Eröffnung eines Geschäftsbetriebes und beim Ende des Geschäftsjahres mit Hilfe einer Inventur ermittelt wird.

Der Begriff Inventar beschreibt auch alle beweglichen Gegenstände eines Grundstückes.

Weiterhin beschreibt man mit dem Begriff Inventar auch im Erbfall ein Verzeichnis mit allen Nachlaßgegenständen sowie -verbindlichkeiten.

Krise

Krise

Von einer Krisis, Entscheidung, Wendepunkt spricht man in der Wirtschaftssoziologie als eine allgemeine Bezeichnung für eine plötzliche Zuspitzung oder ein plötzliches Auftreten einer Problemsituation, welche nicht mit den herkömmlichen Problemlösungstechniken bewältigt werden kann.

Beispiele hierfür sind Regierungskrise oder Legitimitätskrise.

Die Wirtschaftskrise ist eine Phase im Konjunkturverlauf, Konjunkturbewegung die eine Folge von Absatzstockungen ist und einen plötzlichen Abbruch der Hochkonjunkturphase folgt. Sie äußert sich in Häufung von Konkursen, Preisverfällen, wachsender Arbeitslosigkeit etc.

Bilanzänderungen

Bilanzänderungen

Im Englischen spricht man auch von „changes in balance sheet“, dabei wird ein richtiger Bilanzansatz durch einen anderen ersetzt.

So kann eine Bilanzänderung vorgenommen werden, wenn steuerrechtlich oder handelsrechtlich ein Bewertungs- oder Bilanzierungswahlrecht besteht.

Die Bilanzänderungen wirken sich wie Bilanzberichtigungen auf die folgenden Geschäftsjahre aus. So sind die auf den Bestandskonten vorgetragenen Anfangsbestände im Rahmen von der vorbereitenden Abschlussbuchung entsprechend zu korrigieren.

Nachkauf-Marketing

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Nachkauf-Marketing

Bei Nachkauf-Marketing betrachtet das Marketing die Wünsche, Bedürfnisse und Probleme von potentiellen Kunden.

Die Nachkaufphase ist ein wichtiges Differenzierungskriterium. Insbesondere bei einer starken Homogenität der Leistung, Qualität, Preis, Lebensdauer, Design von Produkten.

So sind umfassende und zuverlässige Serviceleistung, eine erhöhter Verbrauchsnutzen, die Berücksichtigung der Kundenwünsche im Vordergrund um sich einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen.

Die Schaffung eine adäquaten Informationsbasis ist eine zentrale Aufgabe des Nachkauf-Marketing durch die Marketinginstrumente erfolgreich eingesetzt werden können.

Dafür wird das Nachkaufverhalten genau analysiert und eine Bewertung des Kundenstammes benötigt. Ebenso eine nachkauforientierte Marktsegmentierung wie deomgraphisch nach Alter, Einkommen, geographisch nach Städte, psychographisch nach Erwartungen, Nutzungsverhalten der Konsumenten ist erforderlich für die genaue Analyse und eine zielgruppenspezfische Marktbearbeitung.

Verbraucher- und Beschwerdeabteilungen können hier ebenfalls hilfreich sein.

Beschwerden sind die Spitze des Eisberges so keine systematische Sammlung und Auswertung von Kundenproblemen kann man Kundenbindung schaffen durch Beschwerdezufriedenheit der Kunden und auch Frühwarnsignale erhalten.

Durch eine gute aufgebaute Nachkaufphase kann der Wettbewerbsdruck bei einem stark eingeschränkten preispolitischen Spielraum den Marktwert erhöhen.

Instrumente des Nachkauf-Marketings

Zur unternehmerischen Kundendienstpolitik gehört der Nachkaufservice, der abhängig vom Servicebedarf der Kundensegmente und dem Ertragspotential zu richten ist.

So gibt es Muss-Leistungen wie Garantieleistungen, Soll-Leistungen wie Reparaturen, Kann-Leistungen wie Wartungsverträge von denen insbesondere die Kann-Leistungen Zusatznutzen und Profilierungsmöglichkeiten bieten gegenüber von Wettbewerbern.

Besondere Konditionen, Treue-Rabatte, Probekäufe, Finanzierungsmöglichkeiten, freiwillige Garantien können im Nachkauf-Marketing ebenfalls eine wichtige Rolle einnehmen.

Gerade in engen Märkten stehen die Kundenansprüche im Mittelpunkt und haben eine hohe Bedeutung. Das Ertragspotential ergibt sich vor allen durch eine langfristige Kundenbindung. So gilt es bestehende Kunden zu halten und ihr Ertragspotential für das Unternehmen zu steigern. Häufig sind die Kosten für die Neukundenakquise 5 Mal höher als die für die Pflege der Altkunden, die für die Nachkaufphase wichtig sind.

So gibt die Konsumentenzufriedenheit wieder in wie weit die subjektiven Erwartungen mit der tatsächlichen Motivbefriedigung durch die Produkte übereinstimmt.

Sie ist die Grundlage für eine Kundenbindung und Kundentreue zur Marke und dem Unternehmen.

Sind Konsumenten unzufrieden so können sie still abwandern als „Unvoiced Complaints“ und/oder Widerspruch über eine nicht erlebte Bedürfnisbefriedigung hervorbringen in Form von Beschwerden.

Eine hohe Beschwerdezufriedenheit und Nachkaufzufriedenheit verbunden mit Kundenloyalität, positiver Mund-zu-Mund-Kommunikation erhöhen die Wiederkauf- und Folgekaufraten.

Das Nachkauf-Marketing gehört zu den Konzepten des Relationship Marketings, Beziehungsmanagements sowie des Retention Marketing.

Anzahlungen auf Anlagen

Anzahlungen auf Anlagen

Die Anzahlungen auf Anlagen, auf Englisch „advance payment on fixed assets“ bezeichnen geleistete Anzahlungen auf Anlagen als vertragsmäßige Vorauszahlungen.

Vorschusszahlungen dieser Art sind:

  • Bauvorhaben durch die lange Ausführungszeit
  • Anlagegüter welche eine Sonder- oder Spezialanfertigung benötigen
  • Anlagegüter aus dem Ausland

Man spricht von geleisteten Anzahlungen sobald der Auszahlungsbetrag nicht mehr im Vermögen des Abnehmers ist wie beispielsweise bei einem Wechsel, Scheck, Überweisung, Belastung des Bankkontos etc.

In der Bilanz werden Anzahlungen auf Anlagen wie „Anlagen im Bau“ gesondert geführt und im Sachvermögen ausgewiesen als „Geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen“.

Über das Schlussbilanzkonto wird das Konto „Anzahlungen auf Anlagen“ abgeschlossen sobald das Anlagegut am Bilanzstichtag sich noch nicht im Unternehmen befindet.

Dabei sind geleistete Anzahlung wie Forderungen zu bewerten, der gezahlte Betrage gilt solange mit einer planmäßigen Abwicklung des erteilten Auftrages zu rechnen ist.

Dividende

Dividende

Eine Dividende ist ein Teil des Gewinns einer Aktiengesellschaft welche an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Man bezeichnet den Betrag der auf eine einzelne Aktie entfällt als Dividende.

Aktien mit einem Nennwert von 50 € haben häufig die Angabe in € pro Aktie, gibt man die Dividende als Prozentsatz an so bezieht sich dieser auf den Nennwert der Aktie und nicht auf den aktuellen Kurswert.

Auch gibt es Ländern in denen auf den Aktien kein Nennwert aufgedruckt ist, als nennwertlose Aktien wie in den USA, hier erfolgt die Angabe der Dividende in Währungseinheiten wie Dollar/Aktie.

Die Dividende ist der auf die Aktie entfallende Anteil am Bilanzgewinn für die Aktionäre einer Aktiengesellschaft über deren Höhe die Hauptversammlung beschließt.

Bürgschaft

Bürgschaft

Mit einer Bürgschaft, einem Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines für die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Dritten mit seinem gesamten Vermögen aufzukommen nach § 765 BGB.

So dient die Bürgschaft als persönliche Kreditsicherheit als ein Kreditsicherungsmittel.

Dabei muss sich der Gläubiger für den Zweck der Bezahlung einer Forderung zunächst an den Schuldner wenden. Auch kann der Bürge nach § 771 BGB seine Inanspruchnahme vor der des Schuldners verhindern.

Allerdings gibt es nach § 349 HGB diese Möglichkeit nicht wenn sein ein Kaufmann verbürgt hat und dabei die Bürgschaft in sein Geschäftsfeld fällt oder die Parteien eine Einrede Vorausklage ausschließen nach § 773 ABs. 1 Nr. 1 BGB.

Es kommt zu einer vertraglichen Vereinbarung zwischen den Bürgen und dem Gläubiger der zu sichernden Forderung. Dabei muss nur die Erklärung des Bürgen schriftlich erfolgen nach § 766 BGB. Ist der Bürge ein Geschäftsmann und fällt die Forderung in sein Geschäftsfeld so ist diese Bügerschaftserklärung nach § 350 HGB nicht nötig.

Dabei ist die Bürgschaft wie eine Hypothek akzessorisch, so ist die Höhe und der Bestand abhängig von der Höhe und dem Bestand der zu sichernden Forderung.

Man kann jedoch zwischen Bürge und Gläubiger vereinbaren, dass die die Bürgschaft nur bis zu einem bestimmten Betrag durch eine Höchstbetragsbürgschaft gesichert ist.

Auch kann der Bürge eine Inanspruchnahme ausschließen wenn er sich auf Gegenrechte wie Aufrechnung, Anfechtung, Mängelgewährleitung beruft die der Schuldner gegenüber dem Gläubiger geltend machen könnte nach §§ 768, 770 BGB.

Wird vom Bürge gezahlt, so geht die Forderung für welche er sich verbürgt hat auf ihn über nach § 774 BGB.

Obwohl der Garantievertrag einen wirtschaftlich ähnlichen Zweck erfüllt ist sie keine Bürgschaft.

Konzernbilanzpolitik

Konzernbilanzpolitik

Unter einer Konzernbilanzpolitik versteht man eine bewusste sowie im Hinblick auf die Konzernziele zweckroientiere Beeinflussung des Konzernabschlusses im Rahmen von rechtlich zulässigen Maßnahmen.

Es ergeben sich viele Möglichkeiten einer eigenständigen Konzernbilanzpolitik aufgrund von vielen Wahlrechten und Spielräumen. Man spricht auch von einer Konzernabschlusspolitik.

Selbstkosten

Selbstkosten

Die Selbstkosten bezeichnen die totalen Stückkosten. Sie umfassen so die variablen Stückkosten pro Stück plus den Fixkostenanteil.

Man rechnet bei der Kalkulation für den Angebotspreis in einer kostenorientieren Preisbestimmung auf die Selbstkosten einen Gewinnzuschlag drauf.

In der Divisionskalkulation werden für die Ermittlung der Selbstkosten die Gesamtkosten einer Periode auf die in Kostenträger der Periode aufgeteilt.

Investitionsprozess

Investitionsprozess

Eine Investition wird als betriebswirtschaftliche Entscheidung betrachte die als Prozess in mehrer Phasen unterteilt werden kann.

Wird die Investition als Entscheidungsproblem betrachtet so gibt es 4 Handlungsbereiche:

  1. In der Anregungsphase wird das Problem erkannt und klar gestellt
  2. In der Suchphase legt man Kriterien fest für die Suche nach Alternativen und beschreibt und bewertet Konsequenzen
  3. Bei der Optimierung sucht man nach der günstigsten Alternative
  4. In der Durchsetzungs- und Kontrollphase kommt es zur Verwirklichung und Ausführung

Diese Gliederung ist bei einer linearen Planbarkeit der Investition möglich. Dazu müssen alle Attribute der Investitionstätigkeit bekannt sein, in Bereichen in denen man nicht auf operative Erfahrungen zurück greifen kann werden die 4 Phasen mehrfach durchlaufen.

Nach dem Wasserfallmodell fließt das Ergebnis jeder Phase als Input in die Folgephase bis der Prozess abgeschlossen ist.

Aus der operativen Festlegung des Betriebsgeschehens ergibt sich der endogene Handlungsraum der Investionsplaner. Es werden 3 Planungsbereiche unterschieden:

  1. die erfolgswirtschaftliche Planung
  2. die leistungswirtschaftliche Planung
  3. die finanzwirtschaftliche Planung

Man geht vom leistungswirtschafltichen Bereich aus aus der in einer Sukzessivplanung Absatz-, Lager- und Produktionspläne erstellt werden aus denen sich im erfolgswirtschaftlichen Bereich der Kosten-, Erfolgs-, und Ertragsplan ergeben.

Es ergibt sich ein Regelkreis aus 6 Planungselmenten für die Stellgrößenbestimmung den man solange durchläuft bis das Ergebnisniveau der Ertragsplanung dem Anspruchsniveau Entscheidungsträger entspricht.

Der Produktionsplan ergibt die Beschaffungs-, Personal-, und Investitionsplanungen. Der Investionsplan ist ein Hybrid der dem leistungswirtschaftlichen als auch dem finanzwirtschaftlichen Bereich zugeordnet werden kann. Aus den 3 Plänen ergibt sich der Ausgabenplan, die Absatzplanung bestimmt den Einnahmeplan aus dem sicher Finanzplan ergibt.

Investionsentscheidungen können auf Grundlage der Investitionsrechnung durchgeführt werden.

Für Investitionen die ein Unternehmen in neue Handlungsfehler einführen gilt, dass diese iterative Prozesse sind und nicht linear verlaufen.

Aktivitäten der Informationsgewinnung, Erarbeitung von Alternativen und ihre Bewertung laufen in einer Simultanplanung ab.

Die einzelnen Prozesse werden in iterativen Schleifen durchlaufen und kommen so mehrfach in die Investitionsrechnungen. In der IT, Informationstechnologie ergibt sich hier für Softwareinvestionen ein anderes Ablaufmodell, der Unified Prozess. Hier stehen die spezifischen Handlungsphasen als Kerndisziplinen für eine Dimension, die Prozessphasen als zweite Dimension in einer Matrix. Abhängig vom Investitionsfortschritt werden in den iterativen Schleifen die Kerndisziplinen auf unterschiedlichem Niveau gefordert. man sprich auch von Metaphasen mit Vorbereitung, Ausarbeitung, Konstruktion und Übergang.

Für allgemeine Investitionsprozesse betrachtet man den Zustand der betrieblichen Innovation und die Zeit in der danach die Innovation in die betriebliche Routine übergeht, akzeptiert wird von der Gesellschaft und seine gewünschte Leistung erbringt.

Ein neues System ist so lange eine betriebliche Innovation bis es zum Einsatz in der Produktion kommt. Danach wird sie zur Routine des Betriebes.

Im Rechnungswesen erfolgt bis zum Wandlungspunkt eine Aktivierung der Ausgaben auf einen spezifischen transitorischen Konto und wird dann auf einem nach der Investition benannten Anlagepunkt als Aktivseitentausch umgebucht, hier beginnt die Abschreibungsperiode.

Der Zeitraum der Investionserrichtung kann unterglieder werden durch den „Point of no return“, also den Punkt ohne Wiederkehr bis zu dem die Investition vor einem ein Handlungsentwurf ist, auch wenn viele Aktivitäten schon physisch umgesetzt wurden. Die Phase der Entwurfsumsetzung kann beliebt lang sein.

Im Investionsprozess unterscheidet man 3 Metaphasen:

  1. die Investitionsplanung und -entscheidung, hier erfolgt die Abgrenzung von betrieblichen Handlungsmustern für die eine eigendynamische Umsetzung angestrebt wird
  2. die Investionsumsetzung, hier werden die intendierten Handlungsmuster realisiert um das betriebliche Leistungsangebot zu ändern
  3. und die Investionsevaluation für eine Referenz für zukünftig geplante Veränderungen

In der 2. Phase kann man den Anfang und das Ende zeitlich definieren und die Instrumente des Projektmanagements und des Investionscontrollings anwenden.

Prävention

Prävention

Die Prävention in der Wirtschaftssoziologie beschreibt einen Bereich des Strafrechts und der Strafverfolgung. Man beschreibt damit Maßnahmen des Staates wie die von Polizei, Kriminalpolitik und Justiz zur Verhinderung von Kriminalität.

Es wird unterschieden zwischen Gernalprävention und Spezialprävention. Bei der ersten kommt es zu einer abschreckenden Wirkung durch angedrohte oder vollzogene Strafen auf die Allgemeinheit und potentielle Täter. Bei der zweiten erfolgt der Vollzug der Strafe zur Abschreckung, Sicherung und Besserung von einzelnen Straftätern, um zukünftige Straftaten vorzubeugen.

Die Prävention wird häufig als Gegenteil zur Repression gesehen. Im strafrechtlichen Sinne ist sie jedoch häufig erst durch Repression möglich.

Häufig erreichen negative Sanktionen und Strafen das gewünschte Ziel nicht, so dass man den Begriff Prävention insbesondere in Zusammenhang bringt mit Maßnahmen zur Beratung, Aufklärung, Behandlung und Hilfe.

Kaufkraft

Kaufkraft

Die Kaufkraft des Geldes beschreibt die Gütermenge die man mit einer Geldeinheit kaufen kann.

Wird die Gütermenge die man mit einer Geldeinheit kaufen kann kleiner, durch Preissteigerungen so spricht man von sinkender Kaufkraft (Inflation) und umgekehrt.

Die Kaufkraft bit bei der erwerbbare Gütermenge einer bestimmten Geldmenge an. Man bezeichnet sich auch als inneren Geldwert.

Für die Bestimmung der Kaufkraft des Geldes, wie der des Verbrauchers wird in der Regel der Preisindex für die Lebenshaltung verwendet.

Interessiert die Kaufkraft-Entwicklung für Nachfrage bestimmter Branchen oder sozialer Schichten so muss man einen entsprechend geeigneten Preisindex nutzen.

Finanzplan

Finanzplan

Der Finanzplan beschreibt den Niederschlag der Finanzplanung eines Unternehmens als systematische Zusammenstellung von Zahlungsströmen in einem bestimmten Zeitraum den man erwartet bzw. plant.

Finanzpläne werden von Banken erwartet im Rahmen von Kreditwürdigkeitsprüfungen von Unternehmen. Sie bieten einen Bild der finanzwirtschaftlichen Abläufe und Kreditverwendungen.

Man unterscheidet kurze, mittlere und lange Fristen bei Finanzplänen.

Bei kurzfristigen Finanzplänen ist der Detaillierungsgrad höher.

Der Finanzplan ist, unabhängig vom Detaillierungsgrad, wie folgt: der Anfangsbestand an Zahlungsmittel + den in der Planungsperiode erwarteten Einnahmen – den in der Planungsperiode erwarteten Ausgaben = dem Endbestand der Zahlungsmittel.

Man richtet auf den sich ergebenden Endstand, Saldo die entsprechenden Deckungs- bzw. Anlagemassnahmen aus.

Unternehmen stellen mit dem Finanzplan zeitlich präzise und lückenlos zukünftige Einnahmen und Ausgaben gegenüber.

Der Deckungsplan zeigt den Mittelbedarf und seine Deckung auf. So zeigt er drohende Unter- und Illiquidität als Liquidität auf sowie Liquiditätsüberschüsse und ermöglicht die Steuerung der Zahlungsströme nach Kriterien der Liquidität und Rentabilität.

Der Finanzplan wird vom Finanzminister aufgestellt und von der Regierung beschlossen als Finanzplanung. Er steht gegenüber dem jährlich aufgestellten Haushaltsplan nach § 9 des StabG für einen Zeitraum von 5 Jahren mit aufgestellten Schätzungen zu mutmaßlichen Einnahmen und Ausgaben sowie den Deckungsmöglichkeiten für den Bund.