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Garantiekosten

Garantiekosten

Die Garantiekosten sind Kosten die zu den Einzelwagnissen und kalkulatorischen Kosten zählen.

Sie setzen sich zusammen aus Nachbesserungen, Preisnachlässen, Ersatzlieferungen und Vertragsstrafen. Es werden so unentgeltlich Ersatzteile geliefert, Instandsetzungen durchgeführt etc.

In der Kalkulation werden die Garantiekosten derart bemessen, dass sie sich mit den tatsächlich erbrachten Garantieverpflichtungen ausgleichen.

Man erfasst sie als Sonderkosten in monatlichen Beträgen.

Garantiekosten beschreiben ebenfalls die Inanspruchnahme bankmäßiger oder staatlicher Garantien, man erfasst diese als normale Finanzierungskosten und verrechnet sie entsprechend.

Tautologie

Tautologie

Unter Tautologie verseht man eine Aussage die stets wahr ist und empirisch nicht belegbar. Sie ist jedoch für eine Erklärung untauglich, da eine empirische Falsifikation nicht möglich ist.

Zu dem besitzt sie einen pleonastisch-explikativen Wert.

So gilt es Aussagen zu prüfen, die wie eine Theorie wirken, jedoch nur eine Tautologie sind. So gilt stets, dass wenn der Hahn auf dem Mist kräht das Wetter sich ändert oder bleibt wie es ist.

Banknoten

Banknoten

Banknoten haben als schriftliches Zahlungsversprechen einer im Ursprung nicht den Charakter von Geld im heutigen Sinne. So sind sie einlösbare Forderungen an die ausgebenden Notenbank (Zettelbank). Sie haben sich weiterentwickelt zum gesetzlichen Zahlungsmittel. Sie stellen eine Forderung an die emittierende Zentralbank auf eine Einlösung in ein anderes Medium nicht mehr dar.

Man spricht bei Banknoten kurz von Noten. Neben Geldmünzen stellen Banknoten den Bargeldumlauf in einer Volkswirtschaft dar.

Banknoten werden auf EUR lautend in der Bundesrepublik von der Deutschen Bundesbank mit ihrem Banknotenmonopol über Geschäftsbanken in den Verkehr gegeben.

Sie gelten juristisch als einziges unbeschränkt obligatorisches und definitives Geld. Sie werden der Passiva der Bundesbankbilanz zu gerechnet.

Eine Repudiation bei Banknoten ist nicht zulässig und führt zu einer Hinterlegung der zu zahlenden Summe bei Gericht.

Sie sind alleiniges unbeschränkt gesetzliches Zahlungsmittel (Legaltender). Somit müssen sie von jedem in Höhe des aufgedruckten Nennwertes zur Zahlung, Tilgung von Schuldverhältnissen angenommen werden im Sinne des Annahmezwangs.

Bei der Ausgabe von Banknoten in früheren Zeiten von Privatbanken bestand hingegen kein gesetzlicher Annahmezwang.

Zu Zeiten der Goldumlaufwährung wurden Banknoten als unverzinsliche Anweisungen in der Notenbank in Gold eingelöst.

Partiekalkulation

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Partiekalkulation

Bei der Partiekalkulation erfolgt eine Sortierung der Rohstoffe, so dass nur ein Prozentteil der erhaltenen und bezahlten Menge für die Produktion tatsächlich genutzt werden kann.

Die Restmenge muss bei der Kalkulation mit den Kosten der Schwundmenge zurechnet werden.

So kommt es beim Einkauf von 100 kg Rohstoff zu 10 € das kg und 60% Schwundmenge nur zu einer nutzbaren Menge von 40 kg. Dadurch wird der Einstandpreis zu 25 € pro kg des Rohstoffes.

Man rechnet von hier an mit einer Divisions-, Zuschlags- oder Aquivalenzziffernkalkulation weiter.

Die Partiekalkulation die zur Partie gehörenden Mengeneinheit durch eine Divisionskalkulation.

So ergeben sich die Gesamtkosten der Ausbringungseinheit als Ergebnis der gesamten Kosten für die Partie geteilt durch die Stückzahl der Ausbringungseinheiten der Partie.

Die variablen Kosten der Ausbringungseinheit ergeben sich aus der Division der variablen Kosten der Partie durch die Stückzahl der Ausbringungseinheiten der Partie.

Partiefertigung

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Partiefertigung

Die Partiefertigung ist eine spezielle Form der Sortenfertigung. Es wird nur eine bestimmte Menge eines Einsatzstoffes bearbeitet die einer gewissen qualitativen Güte entspricht.

Man grenzt die Partiefertigung von der Chargenfertigung ab. Bei der Chargenfertigung wird die einheitliche Erzeugnismenge durch das Fassungsvermögen eines Betriebsmittels begrenzt. Anders ist es bei der Partiefertigung, hier wird die Menge durch die zur Verfügung stehende Einsatzmenge eines Rohstoffes begrenzt.

Bei der Partiefertigung und bei der Chargenfertigung kommt es zu einer Begrenzung in der Menge und zu gleichartigen Endprodukten.

Die Qualität der Eingangsstoffe ist häufig nicht konstant wie bei Bodenschätzen (Diamanten) oder Naturprodukten (Tee, Felle mit bestimmter Maserung etc.).

Es kommt zu einer Produktdifferenzierung die prozessbedingt ist und nicht gewollt..

So handelt es sich bei der Partiefertigung um einen inputorientierten Produktionstyp, bei dem der Fakroteinsatz, die Partei nie in der gleichen Qualität wieder beschafft werden kann. Die Endproduktqualität kann aufgrund der Nichtwiederholbarkeit bei der Produktion nicht garantiert werden.

Partiekosten

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Partiekosten

Mit Partiekosten bezeichnet man die Kosten einer Partie bei der Partiefertigung. Die Partiekosten sind von Bedeutung für die Kalkulation der Partiefertigung.

Nachtragshaushalt

Nachtragshaushalt

Der Nachtragshaushalt bei überplanmäßigen oder außerplanmäßigen Ausgaben, also Ausgaben die über die Ansätze im Haushaltsplan hinausgehen bzw. nicht für den Haushaltsplan vorgesehen waren erfordert der Gesetzgeber nach Art. 110 II GG einen Nachtragshaushaltplan bzw. Ergänzungshaushaltsplan in Form eines formellen Gesetzes, wie dem Nachtragshaushaltsgesetz von 1982.

Ausgaben dürfen für derartige Ausgaben sonst nur im Fall eines unabweisbaren und unvorhersehbaren Bedürfnisses unter strenger Einhaltung der Grundsätze vom Bundesfinanzminister genehmigt werden.

Internationale Rechnungslegung

Internationale Rechnungslegung

Internationale Rechnungslegung dient der internationalen Harmonisierung der Rechnungslegung. So soll eine Vergleichbarkeit und Interpretierbarkeit der Jahresabschlüsse von international agierenden Unternehmen gewährleistet werden. Da diese sonst nach länderspezifischen unterschiedlichen Rechtsnormen erstellt werden.

So wird diese Harmonisierung seit 2001 durch das privatrechtliche Internationale Accounting Board IASB durchgeführt.

Es werden die International Financial Reporting Standards IFRS angewendet.

So müssen kapitalmarktorientierte Unternehmen diese für den Konzernabschluss anwenden, nicht kapitalmarktorientiere Unternehmen haben durch den Gesetzgeber eine Wahlrecht für die internationale Rechnungslegungsstandards für den Konzernabschluss eingeräumt bekommen.

Habenszinsen

Habenszinsen

Habenszinsen werden den Kunden von Banken für das eingelegte Guthaben gewährt. Sie richten sich nach der Höhe der Einlage und sind abhängig von der Marktsituation.

Auch richten sie sich nach der Dauer der Festlegung (Fristigkeit) und der Art der Einlage (Spareinlage, Sichteinlage, Termineinlage, Festgelder etc.).

Die Banken zahlen ihren Kunden Zinsen, bei einer ständigen Verfügbarkeit, also einer Sichteinlage fallen diese niedriger aus als bei einem befristeten Guthaben wie einer Spareinlage oder Termineinlage.

Das Gegenteil sind Sollzinsen.

Die Zinsen sind abhängig vom gesamtwirtschaftlichen Zinsniveau. Habenszinsen sind generell geringer als Sollzinsen. Die Differenz ergibt die Zinsspanne der Bank.

Man bezeichnet sie auch als Passivzinsen, da sie bei der Entgegennahme als Einlage zum Passivgeschäft der Bank zählen.

Durchlaufterminierung

Durchlaufterminierung

Die Durchlaufterminierung dient der Berechnung der Zeiten von einzelnen Arbeitsvorgängen bei einem Fertiungsauftrages innerhalb des Fertigungsdurchlauf.

So sind mehrere Fertigungsstufen derart miteinander verbunden das jeweils im untergeordneten Fertigungsauftrag der Endtermin eines Fertigungsauftrages der Starttermin des folgenden übergeordneten ist. Auf diese Weise enstehen in jeder Fertigungsstufe neue Fertigungsaufräge mit eigenen Arbeitsplänen.

Mit einem Netzplan können frühstmögliche und spätzulässigste Termine für den Start- und Endzeitpunkt bei Produktionsaufträgen ermittelt werden.

Hierbei nutzt man Informationen der Erzeugnisstruktur in den Arbeitsplänen und erstellt ein Auftragsnetz in dem die einzelnen Knoten die zu erledigenden Aufräge der einzelnen Arbeitsgänge darstellen. Ein sogenanntes Vorgangsknotennetzwerk. Pfeile werden hier genutzt um Vorgänger- Nachfolger-Beziehungen darzustellen.

Man erfasst hierbei alle zeitverbrauchenden Vorgänge, also auch Transportzeiten.

Vorwärtsrechnung und Rückwärtsrechnung

So ergeben sich bei der Vorwärtsrechnung einzelne frühstmögliche Startzeitpunkte und Endzeitpunkte. Die Mindestabstände ergeben sich aus den frühstmöglichen Startzeitpunkt eines Vorgangs und Endzeitpunkt des entsprechenden Vorgängervorganges.

Gibt es eine offene Produktweitergabe, bei der ein nachfolgender Arbeitsgang schon beginnen kann sofern einige Stücke des Vorgängerarbeitsganges erledigt sind, ohne das man auf die Fertigstellung eines ganzen Loses warten muss, können zwei hintereinander liegende Arbeitsvorgänge sich auch zeitlich überlappen.

Man spricht dann von negativen Mindestabständen.

Für das Endprodukt gilt es vereinbarte Liefertermine einzuhalten.

Bei der Rückwärtsrechnung berechnet man die spätestzulässigen Startzeitpunkte und Endezeitpunkte. So ergibt sich die Differenz zwischen den spätestzulässigen und frühstmöglichen Terminen als Pufferzeit eines Vorganges. Man erhält so einen zeitlichen Einplanungsspielraum. Kommt es zu Vorgängen ohne Pufferzeitraum spricht man von einem kritischen Pfad.

Bei einer Verzögerung eines Planes durch eine Störung etc. kommt es so automatisch zu einer Verspätung des spätzulässigen Termins der nachgelagerten Vorgänge.

Man kann so resultierende Terminpläne als Gantt-Charts darstellen. Die Durchlaufnummerierung nutzt hierbei die Ressourcenkapazitäten und Ressourcenüberlastungen für einen Kapazitätsbelastungsausgleich, insbesondere bei zeitlichen Verschiebungen von Aufträgen.

Ecktermin

Ecktermin

Ein Ecktermin bezeichnet bei Fertigungsaufträgen den Starttermin und Endtermin innerhalb der Durchlaufterminierung.

Nennwert

Nennwert

Der Nennwert wist der auf Aktien oder Anleihen aufgedruckter Wert. Dieser ist nicht gleichbedeutend mit Kurswert des Wertpapiers, der sich durch Angebot und Nachfrage am Markt ergibt.

Durch den Nennwert der Aktie gibt man an mit welchem Anteil der Aktionär am Grundkapital der Aktiengesellschaft beteiligt ist. So ist der geringst mögliche Nennwert 1 Euro.

Auch gibt er an welche Basis bei der Verzinsung und Höhe von Forderungen des Inhabers gegenüber dem Emittenten bei einer Tilgung besteht.

Auf Aktien beträgt der Nennwert häufig 5 Euro oder ein Vielfaches davon wie 50, 100 Euro etc. Die Dividende die die Gesellschaft an den Aktionäre zahlt wird prozentual vom Nennwert angegeben.

Der Nennwert bzw. Nennbetrag oder Nominalwert ist der auf Banknoten, Münzen, Aktien, festverzinslichen Wertpapieren und GmbH-Anteilen aufgedruckte Geldbetrag.

Anleihen tragen den Nennwert von 100, 500, 1000, 5000 oder 10.000 Euro. Sie dienen als Basis für die Berechnung des Zins und der Tilgung. So wird der Nominalzinssatz stets in Prozent zum Nennwert angegeben.

Pfandbrief

Pfandbrief

Unter einem Pfandbrief versteht man eine langfristige Schuldverschreibung welche von Realkreditinstituten zur Refinanzierung von Hypothekarkrediten genutzt wird.

So ist ein Pfandbrief ein Wertpapier über eine Forderung zu einem festen Zinssatz.

Die festverzinslichen Schuldverschreibungen werden von öffentlich-rechtlichen Kreditanstalten und privaten Hypothekenbanken zur Finanzierung von Grundschuldkrediten und Hypotekarkrediten emittiert. An diese Pfandbriefe werden hohe Anforderungen bezüglich des Adressenausfallrisikos gestellt.

So muss der Gesamtbetrag der umlaufenden Pfandbriefe in der Höhe seines Nennwertes durch Hypotheken oder Grundschulden mindestens in gleicher Höhe und Zinsertrag gedeckt sein. Außerdem muss ein Treuhänder darauf achten, dass die Deckungswerte in ein Hypothekenregister eingetragen sind und die Deckung zu jeder Zeit vorhanden ist.

Im Englischen werden sie als „mortgage bond“ bezeichnet die in Folge des Hypothekenbankgesetzes von 1927 oder dem Gesetz über Schiffspfandbriefbanken von 1933 zur Refinanzierung als festverzinsliche Wertpapiere emittiert werden.

Durch sie beschaffen Realkreditinstitute langfristige Mittel durch die Emission der Pfandbriefe am Kapitalmarkt.

Ein Hypotehkenpfandbrief ist eine unkündbare festverzinsliche Schuldverschreibung, also Anleihe, eines Kreditinstitutes, also einer Pfandbriefanstalt, die der Finanzierung von Hypothekarkrediten dient.

Typische Laufzeiten sind von 15 bis 25 Jahren, früher betrugen sie 30 bis 50 Jahre.

Das Hypotehkenbankgesetz HypBankG regelt die Vorschriften für die Deckung und Emission für öffentlich-rechtliche Kreditanstalten im öffentlichen Pfandbriefgesetz sowie für Schiffshypothekenbanken im Schiffsbankgesetz.

Der Gesamtbetrag der umlaufenden Pfandbriefe muss so in der Höhe des Nennwertes zu jedem Zeitpunkt durch Hypotheken gleicher Höhe und gleichen Zinsertrages gedeckt sein laut § 6(1) HypBankG. Der Pfandbrief gilt als in Umlauf gebracht wenn der Treuhänder nach § 30 Abs. 3 HypBankG ihn ausgefertigt und der Bank übergeben hat.

Realsteuer

Realsteuer

Die Realsteuer ist eine Ertragssteuer deren Umfang und Entstehung bezüglich des Steueranspruches auf der Zuordnung von Gegenständen zum Steuerpflichtigen besteht. Wie beispielsweise die Gewerbesteuer oder Grundsteuer.

Im Gegensatz hier zu steht die Personalsteuer. Dabei steht die Realsteuer den Gemeinden zu in Form von Gemeindesteuer.

Order-Depot

Order-Depot

Unter einem Order-Depot versteht man ein Depot welches mehreren Personen gehört, die auch getrennt darüber verfügen können.

Paneleffekt

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Paneleffekt

Mit dem Paneleffekt bezeichnet man den Effekt, den die Teilnahme am Panel auf die Teilnehmer hat und so ihr Verhalten beeinflusst. So werden die Ergebnisse des Panelverfahrens verändert. Man beschreibt mit dem Paneleffekt alle bewußten und unbewußten Veränderungen des Verhaltens der Panelteilnehmer.

Diese Veränderungen enstehen durch die fortlaufende Wiederholung der Erhebungen.

An bestimmten Erhebungsstichtagen werden Mengen und Werte ermittelt aus denen man Rückschlüsse auf Umsätze, Absätze, Einkäufe, Bestände, Distribution, Bezugswege, Endverbraucherpreise, Umschlagsgeschwindigkeit, Bevorratungszeit etc. ziehen kann.

Beim Einzelhandelspanel wird nur ein Teil der Absatzwege betrachtet. Mit einem wiederholten Rhythmus von 2 Monaten sind die Daten nur bedingt für kurzfristige Martveränderungen aussagekräftig. Auch werden die Daten unabhängig vom Verbraucher und Käufer erhoben so, dass sie das Konsumentenverhalten nur bedingt beschreiben.

Bei einem Haushaltspanel bzw. Verbraucherpanel werden hingegen die Befragten für Stichproben repräsentativ ausgewählt.

Der Paneleffekt ist somit ein methodisches Problem ähnlich wie Panelsterblichkeit und Panelrotation. Die Teilnehmer des Panels verändern auf Dauer ihr Verhalten, da sie sich bewusst sind Teil eines Panels zu sein. So kann es durch Mehrkäufe etc. zu Verzerrungen der Paneleergebnisse kommen.

Die Teilnehmer werden sich ihres Kaufverhaltens bewusster und steuern es entsprechend. Teilweise kaufen sie sogar, nur um ihrer Pflicht als Panelteilnehmer nach zu kommen und verfälschen so die Ergebnisse der Studie.

Aufgrund des Berichtsbogens werden so beispielsweise speziell Probekäufe gemacht, da man sich der Teilnahme am Panel bewusst wird.

Um den Paneleffekt zu minimieren empfiehlt es sich daher neue Panelteilnehmer erst nach einer gewissen Vorlauf zeit mit in die Ergebnisse einzubeziehen und eine Panelrotation sowie kurze Berichtszeiträume festzulegen.

 

Saldo

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Saldo

Mit Saldo beschreibt man eine Größe die Differenz beim Abschluss eines Kontos in der Buchführung bildet zwischen den beiden Seiten des Kontos. Man addiert hier auf den höheren Wert.

Man bezeichnet mit dem Saldo also die Differenz der Summen von Haben- und Sollseite für einen bestimmten Zeitpunkt.

Bei einem aktiven Bestandskonto, den Aktiva (bspw. Kasse) wird der Saldo beim Kontenabschluss auf die rechte Seite eingetragen, bei einem passiven Bestandskonto, den Passiva, entsprechen wird der Saldo links eingetragen (bspw. Verbindlichkeiten). Es ensteht so ein Endbestand der nicht mit dem tatsächlichen übereinstimmen muss. Es kommt so zu Abstimmungsbuchungen innerhalb der doppelten Buchführung.

Kommt es zu einem Soll-Saldo so übersteigen die Verbindlichkeiten das Guthaben.

Bei einem Haben-Saldo ist das Guthaben höher als die Verbindlichkeiten.

Dabei stammt das Wort aus der italienischen Kaufmannssprache des 17. Jahrhunderts wo es für den Rechnungsabschluss stand.

Saldo geht auf das Lateinischen „solidus“, also dicht und fest zurück und bezeichnet so das fest machen einer Rechnung.

Man beschreibt so das Soll- (Debet-) bzw. Haben- (Kredit-) Saldo.

Das Saldo beschreibt im Kontokorrentverkehr den sich ergebenden Abschlussbetrag zu Gunsten oder zu Lasten der Kontokorrentpartner.

Saldo in der Buchführung

In der Buchführung bezeichnet Saldo den Unterschiedsbetrag, welcher sich durch die Aufrechnung der Sollseite und Habenseite eines Kontos ergibt.

Das Saldo wird als Auslgeichsposten der kleineren Kontoseite eingesetzt, Gegenkonto ist bei den Abschlussbuchungen der doppelten Buchführung in der Regel das Gewinn- und Verlustkonto oder das Bilanzkonto.

Man bezeichnet entsprechend der größeren Seite des Kontos das Habensaldo wie beispielsweise bei Verbindlichkeiten oder auch das Sollsaldo bei ausstehenden Forderungen.

Soll

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Soll

Soll beschreibt in der Buchführung die linke Seite des Kontos und steht so im Gegensatz zum Haben. So sind Buchungen auf der Soll-Seite so genannte Sollbuchungen, unabhängig von ihren materiellen Folgen. Bei einem Bankkonto führt eine Sollbuchung zu einer Erhöhung des Geldbestandes und zur Verminderung von (Bank-)Schulden.

Bei Aktivkonten, also Konten für die laufende Buchführung von Aktiva, bucht man Vermögenszunahmen als Soll. Bei Passivkonten, Konten die man man für die laufende Buchführung von Passiva nutzt, bilden Sollbuchungen sogenannte Schuldenabahmen.

Man bezeichnet im Englischen als „debit“.

Der Soll beschreibt das Saldo eines Kontos bei dem die Verbindlichkeiten/Schulden das Guthaben überschreitet. Man spricht hier auch von einem Debet.

Ein überzogenes Bankkonto ist im Soll und man zahlt Sollzinsen für diese Bankschuld.

Mit Soll beschreibt man auch Vorgabegrößen wie Sollzeit, Sollwert, Sollmenge bzw. im Rechnungswesen Sollumsatz, Sollkosten etc.

Der Vergleich beim tatsächlichen Handlungsergebnis beschreibt den Soll ist Ist Unterschied.

Haben

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Haben

Mit Haben bezeichnet man das Gegenteil von Soll in der Buchführung also die rechte Seite des Kontos. Der Habenszins wird auf Guthaben eines Kontos gezahlt.

Die Englische Bezeichnung für Haben sind „credits“. Man bezeichnet Buchung auf der rechten Seite des Kontos als Habenbuchung, auch wenn sie keine materielle Folgen haben. Bei einem aktiven Bestandskonto wie einer Kasse führt eine Habenbuchung zur Abnahme eines buchmäßigen Bestandes.

Auf dem Schuldenkonto führt eine Habenbuchung zur Erhöhung der verzeichneten Schulden.

Dabei gehen die Bezeichnungen von Soll und Haben bei den Kontoseiten auf das Forderungskonto zurück. Bei der einfachen Buchführung war dieses der Interessensmittelpunkt, also was die Kunden zahlen sollen steht links als „Soll“ und was sie bereits gezahlt haben als „Haben“ auf der rechten Seite.

Die Bezeichner wurden für die Seiten des Forderungskontos wurden so auch für Konten der Buchführung beibehalten. Man unterscheidet bei Konten Soll und haben und Aktiva und Passiva in der Bilanz. Als Abschluss bei Buchführungsarbeiten wird das Schlussbilanzkontos mit „Soll“ und „Haben“ überschrieben.

Bei der Inventur nutzt man Aktiv- und Passivseite für die (Schluss-)Bilanz.

Quellensteuer

Quellensteuer

Quellensteuer beschreibt eine Steuer die nach dem Quellenprinzip erhoben wird. Die Steuer wird so direkt an ihrer Quelle einbehalten. Man nutzt dieses Prinzip bei der Lohnsteuer oder Kapitalertragsteuer an.

Bei unbeschränkt Steuerpflichtigen wie natürliche Personen mit Wohnsitz bzw. gewöhnlichem Aufenthalt im erfolgt die Anrechnung im Rahmen der Jahresveranlagung auf die Einkommens- bzw. Körperschaftssteuerschuld.

Die Englische Bezeichnung ist „tax deducted at source“, also die Verknüpfung der Versteuerung eines Staates nicht nur an persönliche, sondern auch an sachliche Kriterien. Nach dem völkerrechtlichen Territorialprinzip macht der Staat von seinem Hocheitsrecht gebrauch und man spricht von einer Quellenbesteuerung oder Quellenstaatsbesteuerung.

Die Steuer wird so als Abzugssteuer erhoben und vor der Auszahlung der Bemessungsgrundlage einbehalten, man bezeichnet diese dann als Quellensteuer (Lohnsteuer, Zinsabschlagsteuer, Kapitalertragssteuer).

Die Steuer wird so unmittelbar am Ort der Einkommensentstehung, der Steuerquelle erhoben. Für die Finanzbehörde bedeutet dieses eine größere Zeitnähe der Besteuerung. Die Lohnsteuer wirkt so unmittelbar auf das Steuereinkommen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und bietet eine hohe built-in-flexibility und bietet automatische Stabilisatoren.

Am Ende des Jahres erfolgt ein Veranlagungsverfahren bei dem bereits gezahlte Steuerbeträge nach dem Quellenabzugsverfahren von der Steuerschuld abgezogen werden. So kann es zu Erstattungen oder Nachzahlungen kommen.