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Marktwirtschaft

Marktwirtschaft

Die Marktwirtschaft ist ein wirtschaftliches System, das auf dem Prinzip des freien Marktes basiert. In einer Marktwirtschaft spielen Angebot und Nachfrage eine zentrale Rolle bei der Bestimmung von Preisen und der Allokation von Gütern und Dienstleistungen. Im Gegensatz zu einer zentralisierten Planwirtschaft, in der die Regierung die wirtschaftlichen Entscheidungen trifft, ermöglicht die Marktwirtschaft den Akteuren auf dem Markt, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen und frei miteinander zu handeln.

Ein wesentliches Merkmal der Marktwirtschaft ist der private Besitz von Produktionsmitteln. Unternehmen und Einzelpersonen haben das Recht, Eigentum zu besitzen, zu produzieren und zu handeln. Dies schafft Anreize für individuelle Initiative und unternehmerisches Handeln. Unternehmen werden dazu motiviert, Güter und Dienstleistungen zu produzieren, um Gewinne zu erzielen, während Konsumenten ihre individuellen Bedürfnisse und Präferenzen durch den Erwerb von Waren und Dienstleistungen befriedigen können.

In einer Marktwirtschaft gibt es eine Vielzahl von Marktteilnehmern, darunter Unternehmen, Haushalte und Regierungen. Jeder Teilnehmer hat das Recht, seine eigenen Entscheidungen zu treffen und seine Ressourcen nach eigenem Ermessen einzusetzen. Die Preise von Gütern und Dienstleistungen werden durch das Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage auf den Märkten bestimmt. Wenn die Nachfrage nach einem Gut steigt und das Angebot konstant bleibt, steigt in der Regel der Preis. Sinkt die Nachfrage oder steigt das Angebot, sinkt der Preis entsprechend.

Der Wettbewerb spielt eine wichtige Rolle in der Marktwirtschaft. Durch den Wettbewerb zwischen den Unternehmen entsteht ein Anreiz zur Effizienzsteigerung und Innovation. Unternehmen konkurrieren um Kunden, indem sie bessere Produkte, niedrigere Preise oder verbesserten Service anbieten. Der Wettbewerb trägt dazu bei, die Qualität der Produkte und Dienstleistungen zu verbessern und den Verbrauchern eine größere Auswahl zu bieten.

Ein weiteres Merkmal der Marktwirtschaft ist die begrenzte Rolle der Regierung. Während die Regierung in einer Marktwirtschaft eine wichtige Rolle bei der Festlegung von Rahmenbedingungen spielt, wie beispielsweise der Durchsetzung von Eigentumsrechten und der Gewährleistung eines fairen Wettbewerbs, greift sie normalerweise nicht direkt in wirtschaftliche Entscheidungen ein. Die Regierung kann jedoch bei Bedarf eingreifen, um Marktversagen zu korrigieren oder soziale Ziele zu erreichen, beispielsweise durch Regulierungen, Steuern oder soziale Sicherheitsnetze.

Die Marktwirtschaft hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Zu den Vorteilen zählen die Effizienz, Flexibilität und Innovationsfähigkeit, die sie ermöglicht. Durch den Anreiz, Gewinne zu erzielen, werden Ressourcen effizienter eingesetzt, da Unternehmen bestrebt sind, kostengünstig zu produzieren. Die Marktwirtschaft ermöglicht auch eine größere Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen sowie individuelle Freiheit und Wahlfreiheit für die Verbraucher.

Allerdings ist die Marktwirtschaft auch mit Herausforderungen verbunden. Sie kann zu Einkommensungleichheit führen, da nicht alle Marktteilnehmer über die gleichen Ressourcen und Fähigkeiten verfügen. Außerdem können externe Effekte auftreten, bei denen die Kosten oder Nutzen einer wirtschaftlichen Aktivität nicht vollständig von den Marktteilnehmern berücksichtigt werden. In solchen Fällen kann es zu Marktversagen kommen, was eine Rolle für staatliche Interventionen und Regulierungen spielen kann.

Insgesamt gesehen ist die Marktwirtschaft ein flexibles und dynamisches wirtschaftliches System, das auf dem Prinzip des freien Marktes basiert. Sie bietet Chancen zur individuellen Entfaltung, Innovation und Wohlstandsgewinn, erfordert jedoch auch eine ausgewogene Regulierung, um soziale und ökologische Belange zu berücksichtigen.

Preismechanismus

Preismechanismus

Ein wesentliches Merkmal der Marktwirtschaft ist der Preismechanismus, der auf dem Zusammenspiel von Angebot und Nachfrage beruht. Dieser Mechanismus, oft als „unsichtbare Hand“ bezeichnet, spielt eine zentrale Rolle bei der Bestimmung von Preisen und der Allokation von Ressourcen in einer Volkswirtschaft. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf den Preismechanismus, seine Bedeutung und seine Auswirkungen.

Der Preismechanismus basiert auf dem Grundsatz, dass die Preise von Gütern und Dienstleistungen durch das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Wenn die Nachfrage nach einem Gut steigt, während das Angebot konstant bleibt, führt dies zu einem Anstieg des Preises. Umgekehrt führt ein Überangebot bei konstanter Nachfrage zu einem Preisverfall. Der Preismechanismus sorgt somit dafür, dass sich Angebot und Nachfrage auf einem Markt im Gleichgewicht befinden.

Der Preis hat eine wichtige Funktion, da er Informationen über die relativen Knappheiten von Gütern und Dienstleistungen liefert. Wenn der Preis eines Gutes steigt, signalisiert dies den Produzenten, dass die Nachfrage höher ist als das Angebot. Infolgedessen werden die Produzenten dazu angeregt, mehr von diesem Gut zu produzieren, um von den höheren Gewinnen zu profitieren. Gleichzeitig wird die höhere Preisgestaltung die Konsumenten dazu anregen, weniger von diesem Gut nachzufragen. Dies führt letztendlich dazu, dass das Angebot steigt und die Nachfrage abnimmt, bis sich ein neues Gleichgewicht auf einem höheren Preisniveau einstellt.

Auf der anderen Seite signalisiert ein niedriger Preis den Produzenten, dass die Nachfrage geringer ist als das Angebot. Dadurch werden sie dazu motiviert, weniger von diesem Gut zu produzieren oder alternative Verwendungsmöglichkeiten für ihre Ressourcen zu finden. Gleichzeitig wird der niedrige Preis die Konsumenten dazu anregen, mehr von diesem Gut nachzufragen. Dadurch steigt die Nachfrage und das Angebot sinkt, bis sich ein neues Gleichgewicht auf einem niedrigeren Preisniveau einstellt.

Der Preismechanismus hat auch eine Allokationsfunktion. Indem er den relativen Wert verschiedener Güter und Dienstleistungen widerspiegelt, lenkt er Ressourcen dorthin, wo sie am effizientesten eingesetzt werden können. Wenn ein Gut einen hohen Preis hat, werden die Ressourcen auf die Produktion dieses Gutes gelenkt, da dies zu höheren Gewinnen führt. Gleichzeitig werden Ressourcen von Gütern mit niedrigeren Preisen abgezogen, da die Produktion dieser Güter weniger profitabel ist. Dadurch werden die begrenzten Ressourcen einer Volkswirtschaft optimal genutzt.

Es ist wichtig anzumerken, dass der Preismechanismus nicht perfekt ist und von verschiedenen Faktoren beeinflusst werden kann. Externe Einflüsse wie Regulierungen, Steuern, Subventionen oder Monopolstellungen können das Kräfteverhältnis von Angebot und Nachfrage verzerren und zu Verzerrungen auf dem Markt führen. Dennoch bleibt der Preismechanismus ein wichtiger Mechanismus, der in den meisten freien Marktwirtschaften eine zentrale Rolle spielt.

Insgesamt ermöglicht der Preismechanismus eine effiziente Ressourcenallokation und eine koordinierte Interaktion von Produzenten und Konsumenten. Er fördert den Wettbewerb, steigert die Effizienz der Wirtschaft und ermöglicht es den Marktteilnehmern, ihre Präferenzen und Entscheidungen frei auszudrücken. Durch das unsichtbare Kräfteverhältnis von Angebot und Nachfrage formt der Preismechanismus das Fundament einer funktionierenden Marktwirtschaft.

Capital Gains Tax

The Capital Gains Tax: Understanding the Basics and Implications

The capital gains tax is a tax imposed on the profits earned from the sale of capital assets such as stocks, bonds, real estate, and other investments. In this article, we will provide an overview of the capital gains tax, explain how it works, and discuss its implications for taxpayers.

What is the Capital Gains Tax? The capital gains tax is a tax levied on the gains realized when selling a capital asset that has increased in value since its purchase. It is important to note that the tax is only applicable when the asset is sold and the gain is realized. If an asset is held without being sold, the tax is not triggered.

How Does the Capital Gains Tax Work? The capital gains tax is based on the difference between the purchase price (cost basis) and the selling price of the asset. The gain is calculated by subtracting the cost basis from the selling price. The tax is then applied to this gain.

There are two types of capital gains: short-term and long-term. Short-term capital gains apply to assets held for one year or less, while long-term capital gains apply to assets held for more than one year. The tax rates for short-term gains are typically the same as the ordinary income tax rates, while long-term gains are subject to lower tax rates, known as the preferential tax rates.

Implications for Taxpayers:

  1. Taxable Events: Taxpayers are required to report capital gains and losses on their tax returns when they sell a capital asset. It is important to keep accurate records of purchase and sale dates, as well as the cost basis and selling price of each asset.
  2. Tax Rates: The tax rates for capital gains can vary depending on the taxpayer’s income level and the type of asset being sold. Generally, long-term capital gains are taxed at lower rates than short-term gains. It is advisable to consult with a tax professional or refer to the tax laws of your country to determine the specific tax rates that apply to you.
  3. Exemptions and Deductions: Some countries provide exemptions or deductions for certain types of capital gains. For example, in some jurisdictions, the sale of a primary residence may be exempt from capital gains tax up to a certain threshold. It is important to be aware of any applicable exemptions or deductions that can help reduce your tax liability.
  4. Loss Offsetting: Capital losses can be used to offset capital gains. If you have capital losses in a tax year, you can use them to reduce the taxable amount of capital gains. It is important to understand the rules and limitations surrounding loss offsetting in your jurisdiction.

Conclusion: The capital gains tax is an important aspect of the tax system that applies to the profits realized from the sale of capital assets. Understanding how this tax works and its implications for taxpayers is essential for individuals and businesses engaged in investment activities. It is recommended to seek guidance from a tax professional to ensure compliance with tax laws and to optimize tax planning strategies related to capital gains.

Kapitalertragssteuer

Die Kapitalertragssteuer: Grundlagen und Auswirkungen verstehen

Die Kapitalertragssteuer ist eine Steuer, die auf Gewinne aus dem Verkauf von Kapitalanlagen wie Aktien, Anleihen, Immobilien und anderen Investitionen erhoben wird. In diesem Artikel werden wir einen Überblick über die Kapitalertragssteuer geben, erklären, wie sie funktioniert, und ihre Auswirkungen auf Steuerpflichtige diskutieren.

Was ist die Kapitalertragssteuer? Die Kapitalertragssteuer ist eine Steuer, die auf die Gewinne erhoben wird, die beim Verkauf einer Kapitalanlage erzielt werden, die seit dem Kauf an Wert gewonnen hat. Es ist wichtig zu beachten, dass die Steuer nur dann anfällt, wenn die Anlage verkauft und der Gewinn realisiert wird. Wenn eine Anlage gehalten wird, ohne verkauft zu werden, wird die Steuer nicht ausgelöst.

Wie funktioniert die Kapitalertragssteuer? Die Kapitalertragssteuer basiert auf der Differenz zwischen dem Kaufpreis (Anschaffungskosten) und dem Verkaufspreis der Anlage. Der Gewinn wird berechnet, indem die Anschaffungskosten vom Verkaufspreis abgezogen werden. Die Steuer wird dann auf diesen Gewinn angewendet.

Es gibt zwei Arten von Kapitalerträgen: kurzfristige und langfristige. Kurzfristige Kapitalerträge gelten für Anlagen, die ein Jahr oder weniger gehalten werden, während langfristige Kapitalerträge für Anlagen gelten, die länger als ein Jahr gehalten werden. Die Steuersätze für kurzfristige Gewinne sind in der Regel die gleichen wie die Steuersätze für das reguläre Einkommen, während langfristige Gewinne niedrigere Steuersätze haben, die als bevorzugte Steuersätze bezeichnet werden.

Auswirkungen auf Steuerpflichtige:

  1. Steuerbare Ereignisse: Steuerpflichtige sind verpflichtet, Kapitalerträge und -verluste in ihrer Steuererklärung anzugeben, wenn sie eine Kapitalanlage verkaufen. Es ist wichtig, genaue Aufzeichnungen über Kauf- und Verkaufsdaten sowie die Anschaffungskosten und den Verkaufspreis jeder Anlage zu führen.
  2. Steuersätze: Die Steuersätze für Kapitalerträge können je nach Einkommensniveau des Steuerpflichtigen und der Art der verkauften Anlage variieren. Im Allgemeinen unterliegen langfristige Kapitalerträge niedrigeren Steuersätzen als kurzfristige Gewinne. Es empfiehlt sich, einen Steuerexperten zu konsultieren oder die Steuergesetze Ihres Landes zu überprüfen, um die spezifischen Steuersätze zu ermitteln, die auf Sie zutreffen.
  3. Befreiungen und Abzüge: In einigen Ländern gibt es Befreiungen oder Abzüge für bestimmte Arten von Kapitalerträgen. Zum Beispiel kann in einigen Rechtsordnungen der Verkauf eines Hauptwohnsitzes bis zu einem bestimmten Schwellenwert von der Kapitalertragssteuer befreit sein. Es ist wichtig, sich über mögliche Befreiungen oder Abzüge zu informieren, die dazu beitragen können, Ihre Steuerlast zu reduzieren.
  4. Verlustverrechnung: Kapitalverluste können mit Kapitalgewinnen verrechnet werden. Wenn Sie in einem Steuerjahr Kapitalverluste haben, können Sie diese verwenden, um den steuerpflichtigen Betrag der Kapitalgewinne zu reduzieren. Es ist wichtig, die Regeln und Beschränkungen zur Verlustverrechnung in Ihrer Rechtsordnung zu verstehen.

Fazit: Die Kapitalertragssteuer ist ein wichtiger Bestandteil des Steuersystems, der auf Gewinne aus dem Verkauf von Kapitalanlagen erhoben wird. Das Verständnis, wie diese Steuer funktioniert und welche Auswirkungen sie auf Steuerpflichtige hat, ist für Einzelpersonen und Unternehmen, die sich mit Investitionstätigkeiten befassen, von großer Bedeutung. Es wird empfohlen, sich von einem Steuerexperten beraten zu lassen, um die Steuergesetze einzuhalten und steuerliche Planungsstrategien in Bezug auf Kapitalerträge optimal zu nutzen.

Teileinkünfteverfahren

Das Teileinkünfteverfahren: Eine Einführung in eine steuerliche Regelung für Unternehmer

Das Teileinkünfteverfahren ist eine steuerliche Regelung, die in einigen Ländern, darunter Deutschland, angewendet wird. Es betrifft insbesondere Unternehmer und Gesellschafter von Kapitalgesellschaften, die gewerbliche Einkünfte erzielen. In diesem Artikel werden wir einen Überblick über das Teileinkünfteverfahren geben, seine Zwecke erläutern und einige wichtige Aspekte dieser Regelung beleuchten.

Was ist das Teileinkünfteverfahren? Das Teileinkünfteverfahren ist ein Verfahren, das darauf abzielt, die steuerliche Belastung von Unternehmern zu regeln, die sowohl gewerbliche als auch nicht-gewerbliche Einkünfte erzielen. Es kommt insbesondere dann zur Anwendung, wenn Unternehmer oder Gesellschafter von Kapitalgesellschaften Dividenden ausgeschüttet bekommen.

Ziele des Teileinkünfteverfahrens: Das Teileinkünfteverfahren dient dazu, eine Doppelbesteuerung zu vermeiden, die entstehen könnte, wenn sowohl das Unternehmen als auch der Unternehmer oder Gesellschafter besteuert würden. Es soll sicherstellen, dass nur der Teil der Einkünfte besteuert wird, der dem gewerblichen Anteil entspricht.

Funktionsweise des Teileinkünfteverfahrens: Gemäß dem Teileinkünfteverfahren werden die gewerblichen Einkünfte des Unternehmers oder Gesellschafters zunächst vollständig besteuert. Danach wird ein Teil der Steuer auf die Dividendeneinkünfte zurückerstattet. Dieser Teil hängt vom Steuersatz ab und beträgt in der Regel 40 Prozent.

Beispiel: Angenommen, ein Unternehmer erzielt 100.000 Euro gewerbliche Einkünfte und erhält zusätzlich eine Dividende in Höhe von 10.000 Euro. Wenn der persönliche Steuersatz 30 Prozent beträgt, würde der Unternehmer 30.000 Euro Steuern auf die gewerblichen Einkünfte zahlen. Nach dem Teileinkünfteverfahren würde er jedoch nur 24.000 Euro Steuern auf die Dividenden zahlen, da 40 Prozent der Steuer auf die Dividendeneinkünfte zurückerstattet würden.

Wichtige Aspekte des Teileinkünfteverfahrens:

  • Anwendungsbereich: Das Teileinkünfteverfahren gilt für natürliche Personen, die gewerbliche Einkünfte erzielen und Dividenden ausgeschüttet bekommen. Es betrifft auch Gesellschafter von Kapitalgesellschaften, wie beispielsweise GmbHs.
  • Verlustverrechnung: Verluste aus gewerblichen Einkünften können mit anderen gewerblichen Einkünften verrechnet werden, jedoch nicht mit den Dividendeneinkünften.
  • Besondere Regelungen: Es gibt einige spezielle Regelungen im Zusammenhang mit dem Teileinkünfteverfahren, wie zum Beispiel die Berücksichtigung von Zinsen auf Steuernachzahlungen oder Steuererstattungen.
  • Antragspflicht: Unternehmer und Gesellschafter müssen das Teileinkünfteverfahren in der Regel gesondert beantragen. Dies geschieht durch die Abgabe einer gesonderten Steuererklärung.

Fazit: Das Teileinkünfteverfahren ist eine steuerliche Regelung, die darauf abzielt, eine Doppelbesteuerung von gewerblichen Einkünften und Dividenden zu vermeiden. Es ermöglicht eine steuerliche Entlastung für Unternehmer und Gesellschafter von Kapitalgesellschaften. Es ist wichtig, die genauen Voraussetzungen und Regelungen des Teileinkünfteverfahrens zu beachten und gegebenenfalls professionelle steuerliche Beratung in Anspruch zu nehmen, um von den Vorteilen dieser Regelung optimal profitieren zu können.

Window dressing

Window dressing

Window dressing bezeichnet eine Bilanzkosmetik oder auch Silverpuitz der vor dem Bilanzstichtag alle gesetzlich erlaubten Transaktionen möglichst günstig nutzt, um das äußere Bilanzbild positiv zu gestalten. Die Bilanz wird „frisiert“. So finden vor allem Umschichtungen von Beständen statt. Es wird eine günstigere Liquidität erreicht in dem eine Bank Guthaben bei Kreditinstituten in Bundesguthaben überführt, Devisen veräußert, Wertpapiere in Pension gibt oder kurzfristig Geld aufnimmt.

Computer Supported Collaborative Work (CSCW)

Computer Supported Collaborative Work oder auch Computer Supported Cooperative Work beschreibt die Zusammenarbeit in Teams zur Erfüllung einer gemeinsamen Aufgabe, welche Groupware einsetzt.

CSCW unterstützt insbesondere die Kommunikation, die Koordination, das Treffen von Gruppenentscheidungen sowie das gemeinsame Bearbeiten von Informationsobjekten.

Bei der CSCW handelt es sich um ein interdisziplinäres Forschungsgebiet der Wirtschaftsinformatik, Soziologie sowie Psychologie.

Die CSCW geht der Frage nach wie die Kooperation von Menschen bei der Arbeit durch Informations- und Kommunikationstechnologien geeignet unterstützt werden kann, damit die Effizienz und Effektivität der Zusammenarbeit gesteigert wird.

Handelskette

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Handelskette

Die Handelskette beschreibt distributionswirtschaftlich den Weg welchen stofflich unverändert bleibende Produkte (Handelswaren) einnehmen auf dem Weg vom Erzeuger zum Verbraucher zwecks der Konsumwirksamkeit.

Hierzu dienen Betriebe des Handels sowie das Handelskettendiagramm welches am Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln mit Hilfe von graphischen Symbolen (Handelskettensymbole) entwickelt wurde. Hier werden Absatzwege von Konsumgütern und ihre benötigten warenspezifischen Distributionsvorgänge dargestellt mit Einbeziehung der beteiligten Institutionen. Die statisch-deskriptive Erfassung ermöglicht auch eine weitere Analyse.

Es ergibt sich die folgende Gliederung des Handels aus der Handelskette.

Gliederung des Handels aus der Handelskette

1. Erzeuger Erzeugerhandel
2. Detailkollekteur Kollektierende Binnenhandelsglieder Binnengroßhandel Großhandel Zwischenhandel
3. Grossokollekteur Kollektierende Binnenhandelsglieder Binnengroßhandel Großhandel Zwischenhandel
4. Mittelbarer Exporteur Außenhandelsglieder Außenhandel Großhandel Zwischenhandel
5. Transitär Außenhandelsglieder Außenhandel Großhandel Zwischenhandel
6. Mittelbarer Exporteur Außenhandelsglieder Außenhandel Großhandel Zwischenhandel
7. Zentralgrossierer Distribuierende Binnenhandelsglieder Binnengroßhandel Großhandel Zwischenhandel
8. Grossierer Distribuierende Binnenhandelsglieder Binnengroßhandel Großhandel Zwischenhandel
9. Detailleur Distribuierende Binnenhandelsglieder Binnengroßhandel Einzelhandel Zwischenhandel
10. Verwender Verwenderhandel

Umsatzkostenverfahren

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Umsatzkostenverfahren

Das Umsatzkostenverfahren beschreibt die Erstellung der Bank-GuV-Rechnung, hierbei werden zur Bestimmung des Betriebsergebnisses dem Umsatz des Geschäftsjahres nicht die gesamten Aufwendungen des Jahres gegenüber gestellt, sondern nur solche welche für die tatsächlich verkauften Leistungen angefallen sind. Hierdurch entstehen hohe Anforderungen an die Kostenrechnung.

Das Umsatzkostenverfahren ist nach § 275 Abs. 3 HGB eine Alternative zum Gesamtkostenverfahren für die GuV-Rechnung.

Es dient in seiner Zulassung der internationalen Harmonisierung der Rechnungslegungsvorschriften. Man geht hierbei den direkten Weg zur Ermittlung des Betriebsergebnisses dadurch, dass man den Umsätzen nur die von tatsächlich verkauften Produkten bzw. tatsächlich erbrachten Leistungen entstandenen Kosten gegenüberstellt.

Kassensysteme für Franchise-Nehmer

Kassensysteme für Franchise-Nehmer

Kassensysteme sind in der heutigen Wirtschaft nicht mehr wegzudenken. Dies gilt insbesondere für die Bereiche Handel und Gastronomie, wo vor allem Franchises dominieren. Franchise-Nehmer müssen in Rahmen der Geschäftsvereinbarung mit ihrem Franchise-Geber ein Kassensystem einsetzen, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt. Solange dies gegeben ist, hat der Franchise-Nehmer die Entscheidungsfreiheit.

Welche Kassensysteme gibt es?

Es gibt drei grundlegende Arten von Kassensystemen:

  • Elektronische Registrierkassen
  • Point-of-Sale-Systeme
  • PC-Kassen

Elektronische Registrierkassen kommen dabei häufig in Gastronomien und in verschiedenen Läden vor. Sie sind einfach zu bedienen und erlauben das Speichern von Warengruppen. Neben den Ausdrucken von Kassenbons, speichert dieses Kassensystem die täglichen Kassenvorgänge in elektronischer Form. Sie gehören mittlerweile zur Standard-Ausstattung in jedem Geschäft.

  • Vorteil: Sie sind zuverlässig und einfach zu bedienen
  • Nachteil: Sie können nur kassieren und erlauben nur eine rudimentäres Controlling

Point-Of-Sale-Systeme lassen sich vor allem in Supermärkten finden, wo große Warenmengen über das Kassenband gehen. Der Scanner ermöglicht das schnelle Erfassen der Einkaufsartikel. Darüberhinaus sammelt das System Daten über die Warenausgänge und Geldeingänge. Dieses System ist für Einkaufsmärkte optimiert, die täglich viele Kunden bedienen.

  • Vorteil: Einfach zu bedienen und dank der Scanner werden Waren sehr schnell erfasst
  • Nachteil: Hohe Anschaffungskosten

PC-Kassen sind flexible Systeme, wo das Kassensystem über einen Computer läuft. Dieser kann ein stationärer Desktop-PC, ein Notebook, ein Tablet oder ein Smartphone sein. Diese funktionieren auch als Netzwerk, indem zum Beispiel ein Desktop-PC als Hauptkasse dient und Smartphones als tragbare Kassen. Außerdem lassen sich diese frei anpassen, was diesem Kassensystem viel Flexibilität bietet.

  • Vorteil: Viele Anpassungsmöglichkeiten, gutes Controlling und hohe Flexibilität
  • Nachteil: Ohne IT-Kenntnisse sind diese Kassen nur schwer einzurichten

Diese Kassen sind allesamt GOBD-konform, weshalb es von Rechts wegen keine Schwierigkeiten geben sollte. Ready2order.com hätte diese Kassensysteme im Sortiment. Die Hersteller von solche Kassensystemen sind Casio, Olympia und Sharp. Die Produkte von Sharp werden häufig in der Gastronomie genutzt, da sie mit nützlichen Funktionen zum Beispiel Tischreservierungen in der Kasse ermöglichen.

Worauf Franchise-Nehmer bei den Kassensystemen achten müssen

Der wichtigste Faktor bei Kassensystemen bei Franchise-Nehmern ist Transparenz. Die muss sowohl für den Fanchise-Geber als auch für den Franchise-Nehmer bestehen. Idealerweise nutzen alle dasselbe System und manche Franchise-Geber wie McDonalds legen dies vertraglich fest. In der Regel reicht es aus, dass alle relevanten Daten nachvollziehbar vorliegen. Das Kassensystem muss an jedes Warenwirtschaftsystem angebunden werden können – Kompatibilität ist entscheidend. Außerdem muss ein zentraler Einblick in alle Verkaufsdaten möglich sein. Dies sollte in Echtzeit funktionieren – sogar bei mehreren Läden gleichzeitig. Auch Funktionen wie Rabatte und Coupons sind im Bezug auf die Kundenbindung bei den Kassensystemen immer wichtiger geworden. Daher bestehen immer mehr Franchise-Geber auf standardisierte Kassensysteme.

Bei vorgegebenen Kassensystemen gibt es für Franchise-Nehmer oft den Vorteil, dass der Franchise-Geber bei technischen Problemen aushelfen kann. Sollte es zum Beispiel ein Problem mit der Software geben, bieten Franchise-Geber auch technischen Support an. Deren IT-Spezialisten kennen sich mit den Kassensystemen und deren Programmierung aus. So können solcherlei Probleme schnell gelöst werden. Auch die Software-Lizenz wird bei vorgegebenen Kassensystemen vom Franchise-Geber in Rahmen des Vertrags gestellt. Dies macht die Einrichtung und Wartung sehr einfach für den Franchise-Nehmer.

Konjunkturphasen

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Konjunkturphasen

Konjunkturphasen sind Einteilungen des Konjunkturzyklus in markante Phasen entsprechend der Konjunkturtheorie.

Man unterscheidet daher zyklische Schwankungen beim Bruttoinlandproduktes die phasenweise auftreten und als Konjunkturphasen bezeichnet werden.

Es werden dabei 4 Konjunkturphasen definiert:

  1. Die Aufschwungphase nach dem unteren Wendepunkt ist die Erholungsphase oder Expansionsphase, hier nimmt das Volkseinkommen zu sowie der private Konsum mit privaten Investitionen und Beschäftigung.
  2. Auf die Erholung folgt auf der Boom dabei sind die Produktionsfaktoren stärker als im Trend ausgelastet, diese Phase hält an bis die Auslastungsgrenze der Volkswirtschaft erreicht wurde, während des Booms kommt es zu Preissteigerungen sowie zu Störungen an dem Kapital- und Geldmarkt.
  3. Wurde der obere Wendepunkt erreicht folgt ein Abschwung, hier sind Investitionen bei überhöhtem Zinsniveau nicht mehr rentabel, die privaten Investitionen gehen zurück, der private Konsum stagniert und die Arbeitslosigkeit steigt, viele Unternehmen geraten in finanzielle Schwierigkeiten bei fallenden Gewinnen und Beschäftigung.
  4. Die Depression  oder auch Krise ist die Phase vor dem unteren Wendepunkt, hier kommt es zu geringer Investitionstätigkeit, hoher Arbeitslosigkeit und einer hohen Liquidität der Banken.

Gesellschaft

Gesellschaft

Die Soziologie beschreibt die Gesellschaft als Organisationsform die territorial abgrenzt ist und der Befriedigung und Sicherstellung von Lebensvollzügen von größeren Menschengruppen dient.

Es gibt auf allen Entwicklungsstufen der Gesellschaft zu denen Stammes-Gesellschaft, Stände-Gesellschaft und bürgerliche Gesellschaft gehören verschiedene gesellschaftliche Universalien wie eine gemeinsame Sprache, Normen, Regelungen für ein abweichendes Verhalten, Sozialisation, sexuelle Reproduktion etc.

Zu den aktuell vorherrschenden Strukturmerkmalen in den USA und Europa gehören Bürokratisierung, Verwissenschaftlichung des Daseins, Anonymisierung, soziale Differenzierung etc.

Die Gesellschaft besteht aus Subsystemen welche größtenteils autonom sind und sich selbst reproduzieren können als Autopoeisis.

Konditionierung

Konditionierung

Konditionierung beschreibt in der Wirtschaftssoziologie die Erstellung von bedingten (konditionierten) Reaktionen.

Dabei kann die Konditionierung durch Laboratoriumsexperiment als auch durch Erfahrungen erzielt werden die der Organismus in seiner natürlichen Lebenswelt macht.

So kann die Konditionierung als ein Lernmechanismus betrachtet werden welcher Verhaltensänderungen zugrunde liegt.

Anpassungsformen

Anpassungsformen

Unter Anpassungsformen versteht man innerhalb der Kosten- und Produktionstheorie die Beschreibung der zwei wichtigsten Optionen bei der Anpassung an Beschäftigungsschwankungen, nämlich die intensitätsmässige und zeitliche Anpassung.

Man erreicht das das geringst mögliche Kostenwachstum für einen steigenden Output auf dem optimalen, verbrauchsminimalen Leistungsgrad und kann durch alternative Ausbringungsmethoden, soweit möglich durch eine zeitliche Anpassung gegensteuern.

In dem Zeitrahmen werden Leistungsgrad sowie Unter- oder Vollauslastung konstant gehalten.

Beschaffungsplanung

Beschaffungsplanung

Die Beschaffungsplanung beschreibt das Festlegen von Zielen, Ressourcen und Maßnahmen für eine kostenoptimale Bereitstellung von denen in einer Planungsperiode erforderlichen Inputfaktoren aus den Beschaffungsmärkten.

Die Objekte sind dabei alle für den Leistungsprozess erforderlichen Produktionsfaktoren in der Beschaffung.

Häufig beschränkt man sich jedoch auf Sachgüterbeschaffung für die laufenden Betriebsprozesse für die Roh-, Betriebs-, Hilfsstoffe und Dienstleistungen.

Durch die Beschaffungsplanung erreicht man folgende Ziele:

  1. Die Einhaltung von Qualitätsstandards
  2. Die Verbesserung der Steuerung und Kontrolle der Beschaffungsdurchführung
  3. Die Optimierung der Beschaffungskosten
  4. und die Verminderung der kurz- und mittelfristigen Versorgungsrisiken

Teilbereiche sind:

  • Die Beschaffungsmengenplanung mit den Komponenten Mengen, Zeit, Kosten für eine optimale Bestellmenge
  • Die Beschaffungsvollzugsplanung (als Lieferant, Beschaffungsweg und Beschaffungszeit)

Vermögen

Vermögen

Unter Vermögen versteht man den Gesamtbestand an wirtschaftlichen, in Geldeinheiten zu bewertenden Gütern, welches ein Wirtschaftssubjekt – Privatperson, Unternehmung, Bank, an einem definierten Stichtag wie beispielsweise am Jahresende, aufweist und die sich aus einer entsprechenden Bestandsaufnahme ergeben.

Das Vermögen setzt sich zusammen aus Real- oder Sachgütern, deren Eigentümer es ist, sowie aus Bestandteilen des Geldvermögens, vor allem Forderungen jeglicher Art und Geldbestände.

Man unterscheidet: Real- oder Sach- und Geldvermögen sowie Brutto- und Nettovermögen.

Bilanziell wird das Vermögen auf der Aktivseite der Bilanz, als Aktivpositionen in stark gegliederter Form, ausgewiesen.

Ihm steht gegenüber auf der Passivseite das Kapital.

Unlauterer Wettbewerb

Unlauterer Wettbewerb

Der unlautere Wettbewerb beschreibt das Streben von mehreren nach einem nicht für alle erreichbarem Ziel. Das Wirtschaftsrecht versteht unter dem umlauterem Wettbewerb das Bestreben von mehreren Unternehmen mit möglichst vielen Kunden Geschäfte abzuschließen.

Kennzeichnend für den unlauteren Wettbewerb der die Ausbeutung fremder Leistung, die Behinderung von Mitbewerbern, der Rechtsbruch, eine Marktstörung sowie Kundenfang.

Allgemein ist der Wettbewerb ein wesentlicher Bestandteil der Marktwirtschaft und somit erwünscht. Jedoch führt der Erfolg automatisch auch zum Zurückfallen von anderen Mitbewerbern. Hier sind Beeinträchtigungen erlaubt, allerdings wird der unlautere Wettbewerb untersagt nach dem Gesetzt gegen den unlauterem Wettbewerb (UWG) aus 1909.

Hierin beschreibt § 1 UWG das Verbot von allen Handlungen die im geschäftlichen Verkehr vorgenommen werden zum Zweck des Wettbewerbs und gegen die guten Sitten verstoßen.

Ziel

Ziel

Mit Ziel beschreibt man eine Sollgröße welche mit dem Istzustand verglichen wird, welcher solange verändert wird bis er dem Sollzustand angeglichen wurde.

Als wirtschaftliches Ziel setzt man einen unternehmensrelevanten oder wirtschaftspolitischen Sollzustand vor wie zum Beispiel eine Preisniveaustabilität, Vollbeschäftigung oder ein Qualitätsstandard, eine bestimmte Absatzmenge, Senkung von Fehlzeiten oder Personalfluktuation.

Kalkulationszinssatz

Kalkulationszinssatz

Der Kalkulationszinssatz wird genutzt in entscheidungsorientierten Rechensystemen wie Investitionsrechnung, Kostenrechnung, erfolgsbezogene Unternehmensbewertung, um das gebunden Kapital mit kalkulatorischen (nicht pagatorischen) Zinsen zu belasten. Dabei basiert der Ansatz auf der Überlegung, dass eine Bindung des Kapitals in Unternehmen und Investitionen eine alternative Geldverwendung verhindert.

So muss das gebundene Kapital mindestens die Rendite der entgangenen Geldverwendung abwerfen nach dem Opportunitätskostenprinzip.

Elementarfaktoren

Elementarfaktoren

Elementarfaktoren beschreiben Produktionsfaktoren welche nicht zu dem dispositiven Faktor (dieser führt zu einer Kombination der Elementarfaktoren) gehören.

Man unterscheidet 3 Elementarfaktoren:

  1. Die Werkstoffe in Form von Roh- Betriebs- und Hilfsstoffen
  2. Objektbezogene menschliche Arbeitskraft
  3. Die Betriebsmittel in Form von Maschinen, Gebäuden, Werkzeugen, Büroeinrichtung und maschinellen Anlagen