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Bank

Bank

Der Begriff leitet sich vom Italienischen „banco“ für auf Deutsch „Tisch“ ab, an welchem die Geldwechsler im Mittelalter ihre Geschäfte tätigten.

Eine Bank ist eine Oberbegriff für Geldinstitute, vor allem private Banken welche Bankgeschäfte nach § 1 KWG (Kreditwesengesetz) durchführen.

Zu diese Bankgeschäften zählen vor allem:

  • Die Entgegennahme von Termin-, Sicht- und Spareinlagen
  • Die Beteiligung an Wertpapier-Emissionen
  • Die Durchführung von Devisengeschäften (Devisentermingeschäft)
  • Die Gewährung von Krediten
  • Die Abwicklung von Zahlungsverkehr
  • Verkauf, Kauf und Verwaltung von Wertpapieren im Auftrag des Kunden

Private Geschäftsbanken in Deutschland gehören fast alle dem Bundesverband deutscher Banken an.

Brainstorming

Brainstorming

Das Brainstorming ist eine spezielle Form der Gruppensitzung, es erfolgt eine ungehemmte Diskussion die gekennzeichnet ist von phantasievollen Einfällen und kreativer Leistung.

Man arbeitet nach dem Prinzip der freien Assoziation. So werden die Teilnehmer ermutigt eine große Auswahl an Ideen zu produzieren mit Schlagwörtern.

Gerade bei weniger komplexen Sachverhalten bietet sich diese Technik an, bei Themen die klar definiert sind.

Alle Teilnehmer dürfen ihrer Phantasie freien Lauf lassen, jeder Anregung ist willkommen, dabei sollen die Ideen neuartig und originell sein „Freewheeling is welcomed“.

Es geht die Ideenmenge vor der Ideengüte. Es kommt also auf die Quantität an nicht die Qualität „Quantitiy is wanted“.

Auch gibt es keine Urheberrechte, Ideen anderer Teilnehmer dürfen aufgegriffen und weiter entwickelt werden. Es soll zu Assoziationsketten kommen „Combinations and improvements are sought“

Während des Brainstormings ist Kritik verboten. Auch abstruse Ideen sin willkommen „Criticism ruled out“. Man nutzt das Wissen mehrer Personen zur Lösungsfindung.

Blockaden beim Denken sollen gezielt ausgeschaltet werden.

Durch das gedankliche Aufheben von Grenzen wird die Lösungsvielfalt erweitert.

Man meidet unnötige Diskussionen. Idealerweise bildet man Gruppen von 5 bis 8 Personen für das Brainstorming. Eine Sitzung dauert 20 bis 40 Minuten, nicht länger. Mündliche Ergänzungen können bei Bedarf eingeholt werden. Man protokolliert durch einen Protokollant oder Tonband. Die Auftrageber und Auswerter arbeiten nicht in der Gruppe mit.

Brainstorming dient im Rahmen des Risikocontrollings als Vorstufe für die Erfassung von Risiken.

Man arbeitet von methodischen Zwängen gelöst ebenenübergreifend in Gruppen, auch eine Zusammenarbeit mit externen Experten ist möglich und zeigt durch den kreativen Prozess neue Risiken für ein Unternehmen auf.

Man bricht aus bekannten Denkmuster aus. Es handelt sich um eine intuitiv-ganzheitliche Kreativtechnik bei der man nach Problemlösungen sucht. Entwickelt wurde das Brainstorming vom Amerikaner Osborn für die Ideengewinnung und Problemlösung durch viele unorthodoxe Ideen, bei der man auf Kritik und Bewertung verzichtet, man sammelt viel mehr, entwickelt Ideen weiter und selektiert sowie verwertet diese.

Bilanzänderungen

Bilanzänderungen

Im Englischen spricht man auch von „changes in balance sheet“, dabei wird ein richtiger Bilanzansatz durch einen anderen ersetzt.

So kann eine Bilanzänderung vorgenommen werden, wenn steuerrechtlich oder handelsrechtlich ein Bewertungs- oder Bilanzierungswahlrecht besteht.

Die Bilanzänderungen wirken sich wie Bilanzberichtigungen auf die folgenden Geschäftsjahre aus. So sind die auf den Bestandskonten vorgetragenen Anfangsbestände im Rahmen von der vorbereitenden Abschlussbuchung entsprechend zu korrigieren.

Bürgschaft

Bürgschaft

Mit einer Bürgschaft, einem Bürgschaftsvertrag verpflichtet sich der Bürge gegenüber dem Gläubiger eines für die Erfüllung von Verbindlichkeiten des Dritten mit seinem gesamten Vermögen aufzukommen nach § 765 BGB.

So dient die Bürgschaft als persönliche Kreditsicherheit als ein Kreditsicherungsmittel.

Dabei muss sich der Gläubiger für den Zweck der Bezahlung einer Forderung zunächst an den Schuldner wenden. Auch kann der Bürge nach § 771 BGB seine Inanspruchnahme vor der des Schuldners verhindern.

Allerdings gibt es nach § 349 HGB diese Möglichkeit nicht wenn sein ein Kaufmann verbürgt hat und dabei die Bürgschaft in sein Geschäftsfeld fällt oder die Parteien eine Einrede Vorausklage ausschließen nach § 773 ABs. 1 Nr. 1 BGB.

Es kommt zu einer vertraglichen Vereinbarung zwischen den Bürgen und dem Gläubiger der zu sichernden Forderung. Dabei muss nur die Erklärung des Bürgen schriftlich erfolgen nach § 766 BGB. Ist der Bürge ein Geschäftsmann und fällt die Forderung in sein Geschäftsfeld so ist diese Bügerschaftserklärung nach § 350 HGB nicht nötig.

Dabei ist die Bürgschaft wie eine Hypothek akzessorisch, so ist die Höhe und der Bestand abhängig von der Höhe und dem Bestand der zu sichernden Forderung.

Man kann jedoch zwischen Bürge und Gläubiger vereinbaren, dass die die Bürgschaft nur bis zu einem bestimmten Betrag durch eine Höchstbetragsbürgschaft gesichert ist.

Auch kann der Bürge eine Inanspruchnahme ausschließen wenn er sich auf Gegenrechte wie Aufrechnung, Anfechtung, Mängelgewährleitung beruft die der Schuldner gegenüber dem Gläubiger geltend machen könnte nach §§ 768, 770 BGB.

Wird vom Bürge gezahlt, so geht die Forderung für welche er sich verbürgt hat auf ihn über nach § 774 BGB.

Obwohl der Garantievertrag einen wirtschaftlich ähnlichen Zweck erfüllt ist sie keine Bürgschaft.

Bilanzkennzahlen

Bilanzkennzahlen

Bilanzkennzahlen dienen der Aufbereitung und der Auswertung von Bilanzen. Im Englischen spricht man von „balance sheet ratios“.

Hierbei werden die die unterschiedlichen Positionen der Bilanz zu Hauptpositionen zusammengefasst.

So werden Vorräte, Sachanlagen, flüssige Mittel und Forderungen auf der Aktivseite und Eigenkapital sowie kurzfristiges und langfristiges Fremdkapital auf der Passivseite erfasst.

Nach der Zusammenfassung zu den Hauptpositionen werden diese dann in Prozent der Bilanzsumme dargestellt.

Sind Eigenkapitalquote und Verschuldungsgrad des Unternehmens bekannt so lässt sich der Kapitalaufbau und die Vermögensstruktur ablesen. Für die Beurteilung einer Finanzierung ist hierbei die Kennzahl der Anlagendeckung von Bedeutung.

Flüssige Mittel und andere Positionen des Umlaufvermögens werden mit Liquiditätsgraden in eine Beziehung gesetzt zu kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Vertikale und horizontale Bilanzkennzahlen

Bei den Bilanzkennzahlen handelt es sich um Summen die aus einer Gegenüberstellung von Bilanzpositionen ermittelt werden in der Bilanz. Man unterscheidet horizontale und vertikale Bilanzkennzahlen.

Die vertikalen Bilanzkennzahlen werden aus Relationen von Posten der Passiva-Seite der Bilanz gebildet. Man kann aus ihnen die Zusammensetzung des Kapitals ablesen, aber nicht die Kapitalverwendung. Aus den vertikalen Bilanzkennzahlen lässt sich als Quotient aus Fremd- und Eigenkapital der Verschuldungskoeffizient ablesen, im Idealfall 1:1 (In der Realität wächst aber die Eigenkapitalrentabilität mit zunehmender Fremdkapitalfinanzierung wie durch Investitionen sofern die Gesamtkapitalrentabilität, die Kapitalrentabilität größer ist als der Fremdkapitalzins entsprechend dem Leverage-Effekt.) und auch der Verschuldungsgrad aus dem Verhältnis von Fremd- zu Gesamtkapital sowie das Eigenkapital als Verhältnis von Eigen- zu Gesamtkapital.

Die horizontalen Bilanzkennzahlen sind Verhältnisse aus den Positionen der Aktiva in der Bilanz zu den Passiva, hier gilt als goldene Bilanzregel oder goldene Finanzierungsregel der Quotient aus langfristigem Kapital zum Anlagevermögen.

Bilanzgewinn

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn, auf Englisch „retained earnings“ ergibt sich rechnerisch aus:  Jahresüberschuss + Gewinnvortrag + Entnahme aus den Rücklagen – Verlustvortrag – Einstellung in die Rücklagen = Bilanzgewinn.

Der Bilanzgewinn ergibt sich so aus dem Jahresüberschuß nach teilweiser Verwendungsentscheidung durch die Unternehmensleitung nicht aus dem erwirtschafteten Periodengewinn. So kann es zur Zuführung zur Gewinnrücklage durch den Vorstand und Aufsichtsrat einer Aktiengesellschaft entsprechend gesetzlicher Bedingungen nach AktG § 150 oder § 158 kommen.

Bei einer Aktiengesellschaft entscheidet die Hauptversammlung über die weitere Verwendung des ermittelten Bilanzgewinnes.

Man versteht unter dem Bilanzgewinn den in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen verteilungsfähigen Reingewinn eines Unternehmens, auf den beispielsweise Unternehmenseigner wie Aktionäre Anspruch haben.

Belegschaftsaktien

Belegschaftsaktien

Belegschaftsaktien sind Aktien eines Unternehmens welche an seine Belegschaft ausgegeben werden.

So werden die Arbeitnehmer unmittelbar am Produktivvermögen beteiligt.

Den Mitarbeitern werden die Belegschaftsaktien miest zum Vorzugskurs angeboten und sind innerhalb des Rahmens des 936 € – Gesetzes als Sparzulage begünstigt. Auch ist der Kursvorteil bedingt einkommensteuer- und lohnsteuerfrei.

Im privaten Bankgewerbe sind von den ca. 173.000 Beschäftigten rund die Hälfte mit Belegschaftsaktien an dem Ertrag der Unternehmen beteiligt.

Innerhalb der gesamten Wirtschafts gibt es rund 900.000 Belegschaftsaktionäre.

Beteiligungsfinanzierung

Beteiligungsfinanzierung

Bei der Beteiligungsfinanzierung handelt es sich um eine Form der Außenfinanzierung. Sie erfolgt in der Form einer Eigenfinanzierung, Eigenkapitalfinanzierung.

Hierbei übernimmt die Bank ein neues Eigenkapital von außen durch Beteiligungstitel wie die Ausgabe von Geschäftsanteilen oder Genossenschaftsanteilen, der Emission von Aktien, einer Erhöhung der Einlagen, Aufnahme neuer Gesellschafter, Aufnahme von Dotationskapital, die Ausübung von Bezugsrechten oder Wandlungsrechten aus Wandelschuldverschreibungen oder Optionsanleihen etc.

Bei der Zuführung von Eigenkapital über die Außenfinanzierung ist auch die Aufnahme von (stillen) Gesellschaftern als stille Gesellschaft oder eine Ausgabe von Aktien möglich.

Die Beteiligungsfinanzierung beschreibt weiterhin unterschiedliche Formen einer Zuführung von Eigenkapital in ein Unternehmen von außen, also durch Banken oder Gesellschafter. So ermöglicht die Beteiligungsfinanzierung dem Unternehmen eine meist langfristig zur Verfügung stehende und häufig unkündbare Kaptialbereitstellung. Für diese besteht kein Zwang für konstante Verzinsung, allerdings erfolgt eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens.

Der Beteiligungsgeber erhält in der Regel auch Mitentscheidungsrechte, einen Anteil am Liquidationserlös, eine Gewinnbeteiligung, ein Mitspracherechte sowie eine Informationsrecht.

Außerdem erfolgt häufig eine Haftung welche in der Höher der Beteilung beschränkt ist, jedoch auch unbeschränkt ausfallen kann.

Die Formen der Beteiligungsfinanzierung kann bei einer AG durch eine Erhöhung des Grundkapitals erfolgen, bei einer GmbH durch die Erhöhung des Stammkapitals, bei einer Personengesellschaft durch die Erhöhung der Einlagen der Gesellschafter oder auch durch die neue Aufnahme von Gesellschaftern. etc.

Auch eine Venture-Capital-Beteiligungsvertrag ist möglich.

Bedarf

Bedarf

Im Englischen auch „social demand approach“ beschreibt Bedarf die am Markt auftretende Güternachfrage von Unternehmen, privaten und öffentlichen Haushalten die mit einer Kaufkraft ausgestattet ist.

Besitz

Besitz

Der Begriff „Besitz“ beschreibt in der Wirtschaftssoziologie eine Verfügungsgewalt über eine bestimmte appropriierte Chance. Beispielsweise die Nutzung, Kontrolle, Gebrauch von Sachen, Ämtern, Personen, Erfindungen etc. unabhängig von deren rechtlichen Bestimmungen, dem Eigentum.

Es handelt sich somit um ein faktische Verfügungsgewalt die eine tatsächliche, erwartbare bzw. regelmäßige Ausübung der Nutzung oder Kontrolle dieser Dinge beschreibt.

Zu einem Besitz kann es durch Aneignung, Appropriation durch Gewalt, rechtliche Sanktionen, durch Gewohnheit in Form von Gruppenzugehörigkeit oder Herkunft, sozialer Billigung wie Privilegien oder einer organisierten Monopolisierung kommen.

Bargeldloser Zahlungsverkehr

Bargeldloser Zahlungsverkehr

Der bargeldlose Zahlungsverkehr bezeichnet die Abwicklung von Zahlung ohne die Verwendung von Bargeld. Also Konto zu Konto, Lastschrift, Überweisung, Buchgeldzahlung durch Verrrechnungsschecks, Das Konto wird mit dem Betrag des Zahlungspflichtigen belastet und dem Konto des Zahlungsempfängers gutgeschrieben.

Ein Verzicht auf eine Barzahlung ist, wenn einer der Beteiligten kein Konto besitzt nicht möglich.

Bargeldlose Zahlung ist ebenso eine Kartenzahlung, bei der die Transaktionsbelege vom Kartenakzeptanten zur Gutschrift des Rechnungsbetrages bei der Kartenorganisation eingereicht werden. Diese Form der Zahlung nimmt stetig zu.

Durch den elektronischen Zahlungsverkehr wird zwischen den Kreditinstituten beim bargeldlosen Zahlungsverkehr vorwiegend beleglos abgewickelt.

Ebenso können Bankkunden, wie beim Homebanking, die Zahlungsaufträge beleglos einreichen.

Budget

Budget

Ein Budget beschreibt eine Obergrenze in der Gesundheitswirtschaft für die von Leistungerbringern wie Krankenhäusern oder Vertragsärzten veranlassten Ausgaben.

Im Erfolgscontrolling beschreibt ein Budget einen Vorgaberahmen für ein Erfolgsziel. Dieser wird der Organisationseinheit für einen bestimmten Zeitraum mit gewissen Verbindlichkeiten vorgegeben. Die Vorgaben dienen der Steuerung des Unternehmens durch organisatorischen Einheiten, Verantwortungsbereichen.

Traditionell werden Budgets für den Zeitraum von einem Jahr fest gelegt für die operative Planung und Kontrolle. Aber auch Koordination der gesamten Aktivitäten ist im Unternehmen durch eine Budgetierung möglich. So können benötigte Ressourcen wie Personal und Finanzen und die Motivation der beteiligten Mitarbeiter.

Das Budget stellt einen auf eine künftige Periode bezogenen, globalen oder nach Kostenarten differenzierten (Plan-)Kostenwert dar. Die betriebliche Entscheidungseinheit gibt diesen mit einem bestimmten Grad an Verbindlichkeit vor.

So unterscheidet man bei einem Budet:

  • Die Geltungsdauer als Jahres-, Quartals, oder Monatsbudget
  • Die Entscheidungseinheit wie Untenehmenshierachie, Produkte, Funktionen, Regionen
  • Die Wertdimension mit Kosten-, Umsatz- und Ausgabenbudget.

Die Budgetierung ist ein organisatorischer Prozess für die Aufstellung, Verabschiedung, Kontrolle sowie der Abweichungsanalyse von Budgets.

Mit Budgetberichten werden Abweichungen von Budget-Werten und Ist-Werten in einer Ursachenanalyse ermittelt.

Die Unternehmensführung gibt den Unternehmensbereichen durch Budgets einen Richtschnur für ihr handeln vor, indem sie sie durch vereinbarte Mangen und Wertgrößen budgetiert.

Im Haushaltsplan einer Gebietskörperschaft für einen Zeitabschnitt, wie einem Jahr, wird das Budget für den Haushalt durch geschätzte Einnahmen und geplante Ausgaben bestimmt. Diese hat Gesetzescharakter.

Der Budgetkreislauf umfasst 4 Phasen:

  1. Die Erarbeitung des Entwufes
  2. Die parlamentarische Behandlung
  3. Den Vollzug
  4. und die Kontrolle

Buchführung

  • von

Buchführung

Buchführung im Englischen auch „bookkeeping“ und „accouting“ beschreibt die planmäßige Erfassung von Geschäftvorfällen in ihrer zeitlichen Reihenfolge zum Zweck der Dokumentation, Kontrolle und Informationsgewinnung.

Sie liefert so die Daten für Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.

Synonym wird für den Begriff Buchführung auch Buchhaltung verwendet. Die Buchführung ist Teil des betrieblichen Rechnungswesens und transformiert die realen güterwirtschaftlichen Umwandlungsprozesse in einem Betrieb in Werteinheiten und bietet so die Informationsgrundlage für wirtschaftliche Erkenntnisse und Entscheidungsprozesse.

Geschichtlich erschien im Jahr 1494 die erste systematische Darstellung der Buchführung als kaufmännisches Aufzeichnungssystem von dem italienischen Mathematiker Luca Pacioli.

Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich weiter unter nationalen Abhängigkeiten und technischen Hilfsmitteln wie der EDV.

Als rechtliche Grundlage nach dem Handeslrecht § 238 HGB und Steuerrecht § 140 AO ist jeder Kaufmann zur Buchführung verpflichtet.

Daher muss der Kaufmann die Bücher nach den Grundsätzen der ordnungsmässigen Buchführung derart gestalten, dass die wirtschaftliche Lage des Unternehmens für sachverständige Dritte ersichtlich ist.

Jährlich muss eine Bestandsaufnahme in Form einer Inventur erfolgen bei der das Bestandsverzeichnis, Inventar und ein Jahresabschluss aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erstellt wird.

In einfachen Buchführungssystemen werden Veränderungen der Vermögen und Schulden dokumentiert. Das Eigenkapital kann aus der Differenz von Vermögen minus Schulden ermittelt werden.

Der Erfolg des Geschäftsjahres ergibt sich durch die Gegenüberstellung von Eigenkapitalbestand am Anfang und Ende des Geschäftsjahres.

Aufbau der Buchführung

Bei der doppelten Buchführung wird für jeden Geschäftsvorfall seine zweifache Wirkung in einem geschlossenen System von Konten erfasst. So ergibt sich eine Informationsgrundlage für betriebliche Entscheidungen und ein Kontrollinstrument. Zu jedem Vorgang wird eine Soll (linke Seite) und eine Haben (rechte Seite) unterschiedlicher Konten gebucht.

Man unterscheidet von der kaufmännischen Buchführung die kameralistische Buchführung welche in der Vergangenheit von öffentlichen Verwaltungen für die Rechnungslegung öffentlicher Haushalte verwendet wurde und zwecks einer größeren Aussagekraft immer mehr von der kaufmännischen Buchführung ersetzt wird.

Als Grundlage für die Buchführung sind schriftliche Belege die alle relevanten Informationen für den Geschäftsvorfall umfassen. So können in den Büchern chronologische die belegten Vorgänge erfasst werden. Im Grundbuch dem Journal findet man die belegten Vorgänge chronologisch. Im Hauptbuch sind sie nach sachlichen Kriterien geordnet und in Kontoform, Konto dargestellt.

In Nebenbüchern können differenzierende Informationen oder weitergehende Informationen erfasst werden (Anlagenbuch, Kontokorrentbuch).

Für jeden ausgewiesenen Bilanzposten wird in der Buchführung ein eigenes Bestandskonto geführt, ausgehend vom Aufbau der Bilanz, Jahresabschluss in dem die Vermögenswerte, Aktiva auf der linken Seite und das im Unternehmen eingesetzte Kapital, Passiva aufgeteilt in Eigenkapital und Fremdkapital auf der rechten Kontoform, Konto gegenüber geführt werden.

Die Bestandskonten erfassen, ausgehend vom Anfangsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres die Bestandsveränderungen in der Form, dass auf der Seite der Anfangsbestand und die Minderung auf der gegenüber liegenden Seite gebucht werden.

Bringt man so beide Seiten des Kontos betragsmäßig in Ausgleich entspricht der Ergänzungsbetrag auf der kleineren Seite, der sogenannte Saldo, dem logischen Endbestand.

Der Endbestand ergibt sich also aus Anfangsbestand + Zugänge – Abgänge.

Man kann so jederzeit durch Saldierung des Bestandskontos ohne körperliche Bestandsaufnahme, einer Inventur, den aktuellen Bestand ermitteln.

Die doppelte Buchführung

Entsprechend zu den Posten der Aktiv- und Passivseite in der Bilanz werden in der Buchführung Aktivkonten und Passivkonten gleicher Bezeichnung als Bestandskonten eingerichtet.

Für die Buchung gilt, dass man die Salden der Bestandskonten, Endbestände im Schlussbilanzkonto SBK auf der gegenüberliegenden Seite gegenbucht. Durch die spiegelbildliche Buchungssystematik, also Sollbuchung = Habenbuchung) ergibt sich so zwangsläufig, dass bei einer korrekten Buchung die Summen beider Seiten des SBK übereinstimmen müssen.

Man unterscheidet bei den Geschäftsvorfällen die immer zu einer Veränderung der Bilanzposten des Vermögens und oder des Kapitals führen 4 Arten der Änderung.

  1. Der Tausch zwischen 2 Aktivposten, den Aktivtausch. Ein Kunde begleicht eine fällige Rechnung in bar. Die Mehrung ist der Aktivposten „Kasse“, Buchung im Soll, Minderung ist der Aktivposten „Forderungen“ durch Buchung im Haben.
  2. Der Tausch zwischen 2 Passivposten als Passivtauch. Bei der Überweisung von fälligen Lieferrechnungen wird von einem überzogenen Bankkonto ausgegangen. Die Minderung des Passivpostens „Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen“ ist Buchung im Soll, die Mehrung des Passivpostens „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ ist Buchung im Haben.
  3. Die Mehrung eines Aktiv- und eines Passivpostens, einer Aktiv-/Passivmehrung. Beim Kauf von Rohstoffen gegen Rechnung. Die Mehrung ist der Aktivposten „Rohstoffe“ mit Buchung im Soll. Mehrung des Passivpostens „Verbindlichkeiten aus Lieferungen“ ist Buchung im Haben.
  4. Die Minderung eines Aktiv- und eines Passivposten als Aktiv-/Passivminderung. Eine Lieferrechnung wird bar beglichen. Es erfolgt eine Minderung des Passivpostens „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ mit einer Buchung im Soll. Die Minderung des Aktivpostens „Kasse“ erfolg durch Buchung im Haben.

Durch die spiegelbildliche Darstellung der Aktiv- und Passivkonten ergibt sich ein stringentes System bei der in jedem Geschäftsvorfall zwingend 2 gleich große Buchungen in Soll und Haben bei verschiedenen Konten durchgeführt werden.

Erfolgswirksame Vorgänge Verändern das Eigenkapital, man bucht diese Vorgänge nicht direkt im Eigenkapitalkonto, damit die Quellen des wirtschaftlichen Erfolges ermittelt werden können. Sie werden in Erfolgskonten mit Aufwands- und Ertragskonten geführt, als Unterkonten des Eigenkapitalkontos.

So werden die Salden der einzelnen Aufwandskonten im Gewinn- und Verlustkonto GuV geführt. Sein Saldo (Gewinn oder Verlust) wird im Eigenkaptialkonto gegengebucht.

Umsatzerlöse aus Verkauf von produzierten Erzeugnissen sind wichtige Ertragsquellen für Industriebetriebe.

Es müssen Aufwendungen für den Einsatz von Material, Personal, Waren, Betriebsmitteln geleistet werden, um Umsatzerlöse aus Absatzleistungen erreichen zu können. Dabei wird der Erwerb von Betriebsmitteln wie Gebäude, Maschinen, Fuhrpark, Geschäftsausstattung in der Höhe der Anschaffungskosten als Vermögenszugang dem jeweiligen Aktivkonto hinzu gebucht. Zunehmender Alterungsgrad, nutzungsbedingter Verschleiß, technischer Fortschritt etc. können bei diesen Anlagen als Wertminderung eintreten die man als gewinnmindernden Aufwand in der Form von Abschreibungen verrechnen kann.

Bei der Buchführung ergibt sich das Problem der Ermittlung des erwirtschafteten Periodenerfolges im Geschäftjahr. Der Erfolg wird in der kaufmännischen Buchführung nicht auf der Grundlage von Zahlungseingängen und Zahlungsausgängen ermittelt, sondern durch die Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen die nicht immer von Zahlungsvorgängen begleitet werden. Erfolgsvorgänge werden dem Geschäftsjahr zugeordnet in dem sie verursacht wurden. Problematisch ist hier die Erfassung der nicht zahlungswirksamen Erfolgsvorgänge wie Bildung von Rückstellungen oder Abschreibungen.

Die Standardisierung der Buchführung sieht vor die Konten in einem numerischen System, dem Kontenrahmen, zu gliedern. Diese ist abhängig von Branche, Rechtsform, Unternehmensgröße etc. Man verwendet daher verschiedene Kontenrahmen wie:

  • Industriekontenrahmen
  • EDV-Kontenrahmen
  • Kontenrahmen für Groß- und Außenhandel

Auch muss unterschiedliches internationales Recht beachtet werden wie Abschlusserstellung nach US-GAAP, Internationale Rechnungslegung nach IFRS, Jahresabschluss nach deutschem Recht, nach schweizerischem Recht, Swiss GAAP FER etc.

Bankgarantie

Bankgarantie

Die Bankgarantien werden von Garanten, den Banken im Auftrag des Kunden, dem Garantieauftraggeber übernommen und umfassen in aller Regeln unwiderrufliche Verpflichtungen des Garanten einen Geldbetrag an einen Dritten, Garantiebegünstigten/Garantienehmer zu zahlen, wenn die in der Garantie genannten Voraussetzungen für den Eintritt des Garantiefalles definiert sind erfüllt sind.

Die Bankgarantie ist eine selbstständige Verpflichtung seitens der garantierenden Bank, sie ist also losgelöst, abstrakt, von (Waren-) Grundgeschäft zwischen dem Garantiebegünstigten, dem Käufer und dem Garantieauftraggeber, wie dem Verkäufer

Durch die Garantie ist die Bank verpflichtet auf das erste Verlangen des Garantiebegünstigten zu zahlen. Die Bank, die die Garantie gibt behält sich regelmäßig das Rückgriffsrecht auf den Garantieauftraggeber vor für den Fall, dass der Garantiebegünstigte die Garantie tatsächlich in Anspruch nimmt.

Verschiedene Arten von Bankgarantien

Man unterscheidet verschiedene Formen von Bankgarantien. Am häufigsten treten sie in Außenhandelsgeschäften auf.

Es werden unterschieden:

  • Liefergarantie
  • Gewährleistungsgarantie
  • Bietungsgarantie
  • Vertragserfüllugnsgarantie
  • Anzahlungsgarantie
  • Kreditsicherungsgarantie
  • und Zahlungsgarantie

Sonderformen sind:

  • Zollgarantie
  • Prozessgarantie
  • Konnossenementsgarantie
  • sowie andere Garantien die auf die Absicherungserfordernisse von einzelnen Geschäften zugeschnitten sind.

Die Banken stellen eine Avalprovision und im Einzelfall ein Entgelt für die Ausfertigung der Garantie in Rechnung.

Avale werden, neben Banken, auch von Kreditversicherungsgesellschaften im Rahmen von sogenannten Kautionsversicherungen als Garantien, Bonds oder Bürgschaften übernommen.

Betriebsmittel

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Betriebsmittel

Die Betriebsmittel in der Kostentheorie und in der Produktionstheorie unterscheiden Faktoren die einem einzigen Produktionsvorgang verzehrt werden als Betriebsstoffe und Faktoren die im Laufe der Zeit für viele Produktionsvorgänge genutzt werden.

Man spricht bei diesen Unterschieden von Verbrauchsfaktoren und Repetierfaktoren auf einer Seite und auf der anderen Seite von Potentialfaktoren und Gebrauchsfaktoren.

Den Betriebsmitteln werden Sachgüter/Güter zugeordnet die im Produktionsprozess eingesetzt werden. Dabei gehen diese meist nicht mit ihrer Substanz in eine Produktionseinheit ein, stattdessen sind sie nur langfristig anteilig beteiligt.

Beispiele für Produktionskosten dieser Art sind Maschinen, Gebäude, Grundstücke, Werkzeuge etc.

Sind Betriebsmittel aufgebraucht so werden sie durch Ersatzinvestion/Investition wieder neu beschafft.

Bilanzmanipulationen

Bilanzmanipulationen

Bilanzmanipulationen, im Englischen „creative accounting“, bezeichnet Maßnahmen die den Spielraum die den bilanzpolitischen Spielraum überschreiten und Bilanzen manipulieren.

In einem geringen Umfang sind in der Steuerbilanz und in der Handelsbilanz Bewertungsspielräume und Bilanzierungswahlrechte in der Steuerbilanz vom Gesetzesgeber vorgesehen. Werden diese Grenzen überschritten spricht man von Bilanzmanipulationen.

Werden Vermögensanlagen und Finanzverhältnisse durch eine kaufmännische Bilanz falsch dargestellt so können Kunden, Banken, Anteilseigner und Lieferanten zu Fehlentscheidungen verleitet werden.

Kommt es durch unvollständige oder gefälschte Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Vermögensübersichten zur Erlangung von Krediten so ist der Tatbestand und Straftatbestand des Kreditbetruges erfüllt.

Wird die Buchführung vom Unternehmer vernichtet so spricht man von einer Urkundenunterdrückung, da die Buchführung als eine Urkunde eine Beweisfunktion besitzt.

Kommt es durch die Manipulation der Eingabe von Daten oder in der Verarbeitungsphase der Daten durch ein spezielles Programm zur Erlangung vermögensrechtlichen Vorteilen ist der Tatbestand des Computerbetruges gegeben.

Ein Computerbetrug kann durch Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bestraft werden.

Bilanzielle Abschreibungen

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Bilanzielle Abschreibungen

Bei bilanziellen Abschreibungen handelt es sich um Abschreibungen welche entsprechend den Rechnungslegungsgrundsätzen im Jahresabschluss vorgenommen werden in Form von planmäßigen und außerplanmässigen Abschreibungen.

Als Basis dienen historische Herstellungs- und Anschaffungskosten.

Die bilanziellen Abschreibungen werden von den kalkulatorischen Abschreibungen abgrenzt.

Die kalkulatorischen Abschreibungen können auch auf der Basis von Wiederbeschaffungskosten und durch andere Abschreibungsmethoden bestimmt werden.

Bankgeschäfte

Bankgeschäfte

Bankgeschäfte sind Geschäfte welche den von Banken festgelegten Unternehmenszielsetzungen entsprechen.

Es sind Beziehungen des KWG (Kreditwesengesetz) nach § 1 für solche Geschäfte welche ein Unternehmen, dass eines oder mehrere dieser Art betreibt zum Kreditinstitut macht. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass ein auf kaufmännische Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb vorliegt. Weiterhin wird eine Beaufsichtigung entsprechend dem KWG unterstellt.

Bezugsrecht

Bezugsrecht

Das Bezugsrecht ist das Recht eines Aktionäres bei der Erhöhung des Grundkapitals der Aktiengesellschaft gemäß seinem bisherigen Anteil berücksichtigt zu werden.

Beispielsweise erhält der Aktionär gegen die Zahlung des Bezugspreises eine Aktie im Verhältnis von 3:1, also zu den 3 alten eine neue Aktie, wenn das Grundkapital zum Bezugsrecht um 1/3 erhöht wird.

Bei einer ordentlichen Kapitalerhöhung hat der Aktionär das Recht zum Bezug von jungen Aktien, so wirkt man einer Verwässerung des Mitgliedschaftsrecht entgegen, da es sonst zu einem Verlust durch die bisherige prozentuale Beteiligung kommen würde.

Im § 186 AkTG Recht ist das Bezugsrecht für junge Aktien für den Aktionär bei einer Kapitalerhöhung gemäß seinem bisherigem Grundkapital geregelt. Das Bezugsrecht dient so dem Schutz der Altaktionäre bezüglich Stimmrechte und Vermögensverschiebungen.

Bei einer AG kann das Bezugsrecht im Kaptialerhöhungbeschluß ganz oder zum Teil ausgeschlossen werden. Hierzu wird eine 3/4 Mehrheit für die Beschlußfassung von vertretenem Grundkapital benötigt.

Dabei ist der Wert des Bezugsrechtes abhängig vom Börsenkurs der Altaktien, dem Bezugsverhältnis als Relation von altem Grundkapital zur Kapitalerhöhung, dem Bezugskurs, also dem Kurs für den Bezug der jungen Aktien und der Dividendenberechtigung, den Dividenden von jungen Aktien, im Normalfall weicht der rechnerische von dem tatsächlichen Wert, weil das Bezugsrecht an der Börse gehandelt wird.

Betriebsstoffe

Betriebsstoffe

Unter Betriebsstoffen versteht man Stoffe die für den Fertigungsprozess benötigt werden, die jedoch selbst nicht in das fertige Produkt mit einfließen.

Beispieles sind hier Büromaterial, Schmiermittel, Mittel für Reparaturen etc.

In der Kostenrechnung werden die Betriebsstoffe zu den Gemeinkosten gezählt und als Kostenträgergemeinkosten erfasst. Sie werden in den Kostenstellen ausgewiesen in denen sie auch verbraucht werden. Bei der Betriebsabrechnung erfolgt eine Weiterverrechnung über die Produkte.

Für die Buchhaltung sind Betriebsstoffe Bestände die zur Kontenklasse 2 Industrie-Kontenrahmen (IKR) gezählt. Dabei kann der Verbrauch bei einer abschließenden Inventur in der Kostenklasse 6 oder auch laufend erfasst werden.

Zum Jahresabschluss wird die Bestandserfassung als Position im Umlaufvermögen verbucht. Für die Bewertung nutzt man die Anschaffungskosten oder auch den Markt- bzw. Börsenpreis zu einem niedrigen Niveau bzw. Teilwert.