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Ausschreibung

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Ausschreibung

Die Ausschreibung beschreibt eine Aufforderung an Anbieter die Angebote für eine nachgefragte Leistung einreichen sollen. Dabei müssen die Anbiete das vorgeschriebene Verfahren beachten.

Es handelt sich bei dem Verfahren um das der organisierten Konkurrenz. Ihr liegen bestimmte Spielregeln zu Grunde als Submission.

So müssen die Angebote bis zum Ende der Angebotsfrist geheim gehalten werden und Nachverhandlungen sind ausgeschlossen.

Allgemein sind öffentliche Ausschreibungen zu veranstalten, bei denen eine begrenzte Anzahl an Anbietern aufgefordert wird ein Angebot für die nachgefragte Leistung abzugeben.

Für die Ausnahmefälle der beschränkten Ausschreibung ist nur eine bestimmte Anzahl an Anbietern aufgefordert für eine ein direktes Angebot.

So können Bauarbeiten oder Beschaffungen ausgeschrieben werden. Für viele öffentliche Aufträge ist die Ausschreibung zwingend vorgeschrieben, dadurch soll ein günstiges Angebot gesichert werden und auch der Wettbewerb der Anbieter gefördert werden.

Produktionsfunktion

Produktionsfunktion

Die Produktionsfunktion beschreibt einen funktionalen Zusammenhang von den eingesetzten Produktionsfaktoren und den durch sie realisierbaren maximalen Produktionsmengen in Abhängigkeit von der gegebenen Technologie.

Man unterscheidet substituionale und limitationale Produktionsfunktionen.

Die mikroökonomische Produktionsfunktion beschreibt vor allem die mengenmäßige Umwandlung von Produktionsmitteln bei einem gegebene technischen Wissen, jedoch nicht den Ablauf, die Art und Organisation der Produktion an sich.

Es wird unterschieden zwischen

  • Produktionsfunktion vom Typ A: Funktionsverlauf nach dem Ertragsgesetz
  • Produktionsfunktion vom Typ B: Gutenberg-Produktionsfunktion.
  • Produktionsfunktion vom Typ C: Von E. Heinen (1919-1996) die betriebliche Teilprozesse der Leistungserstellung momentan betrachtet mit einer abschließenden Zusammenfassung
  • Produktionsfunktion vom Typ D: Von J. Kloock entwickelt als eine Weiterentwicklung von Typ B und C
  • Produktionsfunktion von Typ E: Nach H-U-. Küpper als Weiterentwicklung von Typ D, man berücksichtigt zusätzlich Umrüstungs-, Belegungs- Kapazitätsbedingungen
  • Produktionsfunktion von Typ F: Nach W. Matthes mit berücksichtigten Entscheidunszielen
  • Produktionsfunktion von Typ G: Nach W. Matthes die Entscheidungsnetze nutzt für die Beschreibung von Produktionsbeziehungen.
  • sowie neuere Funktionen

Für die makroökonomische Produktionsfunktion gilt, dass man Produktionsfunktionen aufstellt für einzelne Industrien, Branchen und die gesamte Volkswirtschaft. Der Output erscheint hierbei als ein homogenes Produkt., die Wertschöpfung von allen Industrien oder auch als Produkt von einzelnen Industrien und Industriezweigen wie landwirtschaftliche Produkte, Konsumgüter oder Investitionsgüter. Als Input dienen Realkapital, Arbeit und der technische Fortschritt in der dynamischen Betrachtungsweise.

Mathematisch ergibt sich die Funktion: Y = f(K, A, F), wobei Y der Output ist, K der Kaptialeinsatz, A der Arbeitseinsatz und F der Wirkungsgrad des technologischen Fortschrittes.

Die Substitutionalität und Limitationalität unterscheidet sich bei der betriebswirtschaftlichen und volkswirtschaftlichen Produktionstheorie. In der gesamtwirtschaftlichen Betrachtung müssen ständig neue Investitionsentscheidungen getroffen werden welche die Produktionstechnik ständig ändern.

Die substitutionalen Produktionsfunktionen untersuchen die Technologien der gesamten Volkswirtschaft wie mit der CES-Funktion oder der Cobb-Douglas-Funktion als einem Spezialfall der CES-Funktion. Es kommt zu abnehmenden Ertragszuwächsen in den partiellen Ertragskurven dieser Funktionen sowie fallenden Verläufen der partiellen Grenzertragsfunktionen. Durch den technischen Fortschritt kommt es zu Veränderungen, so kann es zu einer Änderung der funktionalen Einkommensverteilung kommen, wenn die Entlohnung nach den Produktionsfaktoren der Grenzproduktivität statt findet.

Die limitationalen Produktionsfunktionen in der Input-Output-Analyse und der postkeynesianischen Wachstumstheorie Anwendung. Man spricht auch von Leontief-Produktionsfunktionen bei der Input-Ouput-Analyse welche Spezialfälle der CES-Funktion sind mit einer Substitutionselastizität von Null. Für neue Wachstumstheorien gilt, dass man makroökonomische Produktionsfunktionen mit einem endogenen technischen Fortschritt und Humankapital als Produktionsfaktor betrachtet.

Offener Immobilienfonds

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Offener Immobilienfonds

Kennzeichnend für offene Immobilienfonds ist, dass der Kreis der Zertifikatsinhaber nicht begrenzt ist und die Anteilscheine zu jeder Zeit zu den in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen angegebenen Rücknahmepreisen zurückgegeben werden können.

Anders als die geschlossenen Immobilienfonds unterliegen sie dem Gesetz für Kapitalanlagegesellschaften, welches die Vorschriften der Anlagepolitik, die Überwachung und Prüfung von offenen Immobilienfonds regelt.

Geschäftswert

Geschäftswert

Der Geschäftswert stellt den Wert der Organisation des Unternehmens, den Kundenstamm etc. dar, es handelt sich hierbei um ein immaterielles Wirtschaftsgut, im Englischen „goodwill“ oder auch „Faconwert“.

Es ist nur der erworbene Geschäftswert bilanzierungsfähig.

Der Firmenwert ist der Mehrwert zwischen dem Ertragswert und dem Gesamtwert eines Unternehmens sowie die der Summe der Zeitwerte, Teilwerte des Vermögens abzüglich der Schulden im handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Sinne.

Beim Geschäftswert kommen besondere Gewinnchancen als Übergewinn zum Ausdruck, welche auf dem Kundenstamm, dem Ruf des Unternehmens, seinem Image, der Mitarbeiter, dem Know How, der Unternehmensleitung, dem Standort, der Marktstellung, der Absatzorganisation, den langfristigen Geschäftsbeziehungen etc. basieren.

Man unterscheidet den durch eigene Aufwendungen geschaffenen originären Geschäftswert von derivativen Geschäftswert, welcher entgeltlich erworben wurde wie durch den Unternehmenskauf.

In der Handelsbilanz darf man nur den derivativen Geschäftswert aktivieren. Für den originären Geschäftswert gibt es nach §§ 248 Abs. 2, 255 Abs. 4 HGB ein Bilanzierungsverbot.

Wird von dem Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht, so muss man ihn in den 4 folgenden Jahren mit mindestens 25 % abschreiben oder auf die voraussichtliche Nutzungsdauer verteilen nach nach § 255 Abs. 4 HGB.

Ein Wertmaßstab für die Erstaktivierung ist der Unterschiedsbetrag zwischen der Übernahmegegenleistung und dem Zeitwert des übertragenen Reinvermögens.

Weiterhin besteht in der Steuerbilanz ein Aktivierungsverbot für den originären Geschäftwert, allerdings muss ein entgeltlich erworbener, derivativer Geschäftswert aktiviert werden nach § 5 Abs. 2 EStG und zwar mit 15 Jahren steuerlicher Abschreibung.

Als Wertmaßstab für die Erstaktivierung sind Anschaffungskosten anzusetzen, welche dem Mehrbetrag aus der Differenz von der Übernahmegegenleistung und den Teilwerten des zu bewertenden Reinvermögens entsprechen.

Sollte sich die Zahlung als eine Fehlentscheidung erweisen so ist eine Teilabschreibung möglich, der niedrige Wert ist nach einer anerkannten Berechnungsmethode wie direktem oder indirektem Verfahren zu schätzen.

Man muss den derivativen Geschäftswert nach § 101 Nr. 4 BewG auch in der bewertungsrechtlichen Vermögensaustellung nutzen und ihn wie in der Steuerbilanz bewerten nach § 109 Abs. 4 BewG.

Kanban-System

Kanban-System

Kanban stammt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich soviel wie „Karte“, man beschreibt damit eine Identifizierungskarte welche isch bei jedem Endprodukt, Einzelteil, Baugruppe in einem Betrieb befindet.

Die Kanban wird als Bestellkarte verwendet sobald das Teil in der jeweiligen Produktionsstufe verbraucht wurde, so veranlasst man die vorgelagerte Produktionsstufe mit der erneuten Herstellung des Teiles.

Das nun neu erstellte Teil wird für den Kanban zur neuen Identifikationskarte. Durch das Kanban-System verbindet man 2 benachbarte Produktionsstufen zu einem Regelkreis.

Diese in Japan entwickelte System ist eine dezentrale, flexible Produktionsprozessssteuerung.

Es handelt sich um eine Hol-System, Hol-Prinzip, erst bei der Nachfrage einer Produktionsstufe wird auf der vorgelagerten Stufe erneut produziert.

Due Diligence

Due Diligence

Unter einer Due Diligence versteht man die sorgfältige  Analyse und Prüfung eine Unternehmens, vor allem bezüglich seiner rechtlichen, wirtschaftlichen, finanziellen und steuerlichen Verhältnisse, sie wird durch den Käufer eines Unternehmens unternommen.

Durch die Due Diligence sollen Risiken beim Kauf eines Unternehmens minimiert werden und sich die Voraussetzungen für das Kaufangebot geprüft werden.

Für die Durchführung der Due Diligence nutzt man Fachleute von der Käuferseite sowie externe Berater.

Man verwendet für die Bewertung Unternehmensunterlagen und Unternehmensdaten sowie Gespräche mit dem Management des zu kaufenden Unternehmens.

Die Due Diligence prüft einzelne Teilbereiche, so gibt es:

  • Eine Financial Due Diligence die die finanzielle Lage prüft
  • Eine Commercial Due Diligence die das Geschäftsmodell analysiert sowie den Markt
  • Eine Legal Due Diligence die rechtliche Aspekte prüft
  • Eine Tax Due Diligence die die steuerliche Seite beleuchtet

Aber auch Aspekte bezüglich der Mitarbeiter, der Umwelt, der Technik und Kultur werden untersucht.

E-Commerce

E-Commerce

E-Commerce ist die Abkürzung für „Electronic Commerce“ und wird in der Praxis und Wissenschaft uneinheitlich als Begriff verwendet.

Häufig wird als impliziter oder expliziter Bestandteil die Verwendung von elektronischen Netzen gesehen für Transaktionen und Geschäftsbeziehungen.

Dieses können Handelsaktivitäten in Form von Online-Shopping sein oder auch eine komplexe Vernetzung von Unternehmen und ihren Partnern.

Im engeren Sinne ist E-Commerce die realisierte Abwicklung, Anbahnung, Vereinbarung von ökonomischen Transaktionen zwischen Wirtschaftssubjekten über Telekommunikations- und Computernetze. Aber auch elektronisch realisierte Aktivitäten und Kommunikationsprozesse sowie Informationsprozesse zählen zum E-Commerce im engeren Sinne.

Man kann absatzseitigen E-Commerce mit elektronisch realisiertem Verkauf (Electronic Marketing) und beschaffungsseitigem E-Commerce betrachten mit dem realisiertem Einkauf von Leistungen auf dem Beschaffungsmarkt (Electronic Procurement).

Im weitern Sinne ist E-Commerce beschreibt alle Formen von elektronischer Geschäftsabwicklung über private und öffentliche Computer- und Telekommunikationssysteme. Auch unternehmensinterne und -übergreifende Wertschöpfungsprozesse zählen hierzu.

Die wesentliche Basistechnologie des E-Commerce ist das Internet das auf dem Übertragunsprotokoll TCP/Ip basiert und eine plattformunabhängige Kommunikation ermöglicht.

Es bietet auch kleineren Unternehmen neue Absatzwege und ermöglicht eine höhere Markttransparenz sowie gesunkene Informations- und Transportkosten.

Über geographische Grenzen hinaus können neue Absatzmärkte erschlossen werden.

Nachfrager können die angebotenen Dienstleistungen und Güter der Anbieter in Anspruch nehmen.

Man unterscheidet B2B als Business-toBussiness, C2A als Consumer-to-Administration, B2A als Business-to-Adminstration, B2G als Business-to-Government, C2C als Consumer-to-Consumer, B2C als Business-to-Consumer als unterschiedliche Aktionsbereiche.

Im B2C spielt Online-Shopping eine wichtige Rolle, bei C2C treten Konsumenten als Anfrager und Anbieter auf wie bei elektronischen Kleinanzeigen.

Goldwährung

Goldwährung

Man spricht auch vom Goldstandard, einem Währungssystem in welchem die Währungseinheit an einen bestimmten Goldbetrag gebunden ist.

Es werden verschiedene Variationen unterschieden:

  • Die Goldumlaufwährung nutzt Goldmünzen als gesetzliches Zahlungsmittel im Umlauf, Banknoten müssen zu einem bestimmten Anteil durch Gold gedeckt sein und auf Verlangen in Gold umgetauscht werden können
  • Die Goldkernwährung nutzt keine Goldmünzen im Umlauf, allerdings sind Banknoten zu einem bestimmten Teil durch Gold gedeckt
  • Bei der Golddevisenwährung nutzt man zur Deckung von umlaufenden Banknoten neben Gold auch Devisen nach dem Bretton-Woods-Abkommen

Avalkredit

Avalkredit

Der Avalkredit ist ein Oberbegriff für Garantieerklärungen und Bürgschaftserklärungen welche von Kreditinstituten zugunsten von Kunden gegeben werden.

So übernehmen die Kreditinstitute, die Avalkreditgeber eine Haftung für und im Auftrag des Kunden, des Avalkreditnehmers gegenüber Dritten im Inland und Ausland, den Begünstigten.

Es werden keine liquiden Mittel von der Bank bereit gestellt, sondern nur die Kreditwürdigkeit als Kreditleihe. Im Normalfall bei keinem Leistungsausfall des Kreditnehmers ist kein Liquiditätseinsatz des Avalkreditgebers nötig, somit sind Avalkredite vor allem Eventualverbindlichkeiten welche nach dem HGB in der Bilanzierung unter dem Strich in der Position Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen ausgewiesen werden.

Die Kreditinstitute stellen dem Avalkreidtnehmer die Avalprovision als einen Prozensatz der Garantiesumme bzw. Bürgschaftssumme in Rechnung. Sie hängt auch von der Laufzeit ab, der Bonität des Kreditnehmers und die Höhe der Risiken sowie den gestellten Sicherheiten. Sie variiert meist zwischen 0,5 und 10 % p.a.

Es sind Rückstellungen zu bilden, falls das Kreditinstitut befürchtet, dass der Avalkredit in Anspruch genommen wird.

Zwischen dem Avalkreditgeber und dem Avalkreditnehmer liegt nach § 675 BGB eine Geschäftsbesorgung vor.

Zwischen dem Avalkreditgeber und dem Begünstigten bestimmt die Aval-Art die Rechtsbeziehung wie beispielsweise eine Bürgschaft nach §§ 765 ff. BGB oder Kreditauftrag nach § 778 BGB oder wie häufig in der Praxis eine Garantie für Auslandsgeschäfte.

Der Verwendungszweck und die dadurch festgelegte Haftung bestimmen die Form des Avalkredites.

Die Laufzeit von Avalkrediten kann kurz-, mittel-, oder langfristig sein.

Ein unbefristeter Avalkredit ist im Auslandsgeschäft üblich, er erlischt erst wenn der Begünstigte keinerlei Ansprüche mehr geltend machen kann, es kommt zur Rückgabe der Avalurkunde oder auch zum Verzicht auf Pflichte und Rechte des Avals.

Wichtige Formen des Avalkredites sind:

  • Kreditbürgschaft
  • Frachtstundungsbürgschaft
  • Anzahlungsgarantie
  • Mietkautionsavale im Privatekundengeschäft
  • Prozessbürgschaft
  • Bietungsgarantie
  • Lieferungs- und Leistungsgarantie einschließlich Gewährleistungsgarantie
  • Konnossementsgarantie im Auslandsgeschäft

Lagerarten

Lagerarten

Man unterscheidet verschiedene Lagerarten die durch ihre primär zu erfüllende Funktion geprägt sind.

Das Beschaffungslager hat als Hauptfunktion die Bereitstellung von ausreichenden Lagerkapazitäten für die Aufnahme von Gütern die in der Produktion verwendet werden. Das Lager ist eng an die Produktion angebunden und in der Regel auch geografisch dem Produktionsstandort zugeordnet.

Das Umschlaglager dient der kurzfristigen Aufnahme von Gütern beim Umschlag von einem Transportmittel auf ein anderes. In erster Linie ist eine hohe Umschlagleistung wichtig. Die Standorte von Umschlaglagern sind transportorientiert und sie befinden sich am Umschlagsort von gleichen oder unterschiedlichen Verkehrsträgern für den kombinierten Verkehr.

Das Distributionslager sorgt für die Veränderung des Lagergutes bei seiner mengenmäßigen Zusammensetzung, sie brechen den Güterfluss zum Abnehmer. So sind sie vor allem ein Sammel- und Auflösungspunkt an welche die Güter nach Kundenwünschen zusammen gestellt, kommmissioniert werden. Der Standort ist abhängig den Lagerabläufen und Lagerzuläufen und den Beständen zugeordneten Kosten sowie dem gewünschten Lieferservice.

Profitcenter

Profitcenter

Das Profitcenter ist ein organisatorischer Teilbereich welchen ein eigener Periodenerfolg bestimmt zur gewinnorientierten Beurteilung und Steuerung von Teilbereichsaktivitäten.

Der Bereichsleiter tritt hierbei quasi als selbständiger Unternehmer auf.

Durch das Profitcenter erhalten die Bereichsleiter eine positive Motivation aufgrund der Gewinnorientierung der Teilbereiche.

Damit man den Erfolg ausweisen kann und er aussagekräftig ist für die Beurteilung der Steuerung müssen die Erlösgrößen und Kostengrößen dem Teilbereich zurechnbar sein und auch von diesem beeinflussbar.

Liegt eine Spartenorganisation vor so sind gute Voraussetzungen gegeben, da die einzelnen Sparten eingebettet sind in den Absatzmarkt und den Beschaffungsmarkt und es geringe Interdependenzen gibt durch innerbetriebliche Leistungsverflechtungen der Sparten.

Aber auch andere Organisationsstrukturen sind möglich mit weniger günstigen Voraussetzungen. Durch fiktive Verrechnungspreise kann man marktferne Bereiche wie die Produktion mit fehlenden Erfolgen ergänzen. Durch die ausgeprägten Interdependenzen der Profitcenter ist jedoch die Unabhängigkeit der Teilbereiche bei einer Funktionalsorgansation stark eingeschränkt.

Die Motivationswirkung erfolgt hier nicht auf einer Gewinnverantwortung, sondern aufgrund der Notwendigkeit bei der Festlegung der Verrechnungspreise für das entsprechende Periodenergebnis.

System

System

Unter einem System versteht man in der Wirtschaftssoziologie eine Menge von verschiedenen untereinander abhängigen Elementen und Beziehungen.

Man beschreibt mit einem System verschiedene Gegenstände, so gibt es soziale Systeme, Gedankensysteme, psychische Systeme etc.

Es werden theoretische Konstrukte beschrieben, in einem System beschreibt man Gegenstände mit bestimmten Begriffen und betrachtet sich unter einem bestimmten Gesichtspunkt wie den Beziehungen oder Interaktionen untereinander und wie sie mit ihrer Umwelt verbunden sind.

In einem System sind die einzelnen Teile voneinander abhängig. Kommt es zu Veränderungen von einzelnen Elementen des Systems so wirken diese unmittelbar oder mittelbar auf die anderen ein und man verändert den gesamten Zustand des Systemes.

Für die Struktur des Systemes gilt, dass es eine Systemerhaltung oder ein Systemgleichgewicht gibt an dem sich der Zustand des Systemes orientiert. So wird das System möglichst konstant gehalten werden gegenüber Einflüssen von außen.

Schuldscheindarlehen

Schuldscheindarlehen

Ein Schuldscheindarlehen beschreibt die Aufnahme eines Darlehens gegen einen Schuldschein. In ihm sind die Rückzahlung und die Verzinsung geregelt.

Dabei ist der Schuldschein eine Beweisurkunde und kein Wertpapier.

Es handelt sich bei Schuldscheindarlehen um langfristige Grosskredite, ähnlich einer Anleihe welche von Kapitalsammelstellen vergeben werden gegen die Ausstellung eines Schuldscheines. Sie werden nicht von Kreditinstituten vergeben.

Der Schuldschein selbst ist jedoch kein konstitutives Merkmal eines Schuldscheindarlehens und wird daher in der Praxis häufig nicht ausgestellt. Vielmehr wird anstelle von ihm ein individueller Kreditvertrag geschlossen als schuldscheinloses Schuldscheindarlehen.

Für bei Kapitalsammelstellen aufgenommene langfristige Grosskredite wird der Begriff Schuldscheindarlehen verwendet, auch wenn es sich im engen Sinne nicht um einen solchen handelt.

Unabhängig von der Rechtsform können Unternehmen Schuldscheindarlehen aufnehmen. Es können sowohl emissionsfähige als auch nicht emissionsfähige Unterhmen sein, wobei letztere besondere Anforderungen an das Eigenkapital und Sicherheiten erfüllen müssen.

Die kreditgebenden Kapitalsammelstellen sind jedoch häufig Versicherungsunternehmen wie Lebensversicherungsunternehmen, Pensionskassen, Sozialversicherungsträger, Bundesanstalt für Arbeit und Arbeitslosenversicherung sowie Kreditinstitute welche über die Schuldscheinfähigkeit eines Unternehmens entscheiden.

Für die Eignung für ein Schuldscheindarlehen ist vor allem der Deckungsstock der Versicherungsunternehmen ausschlaggebend.

Häufig werden daher Schuldscheindarlehen durch erstrangige Grundschulden abgesichert, auch ist der Kreis der Unternehmen denen das Schuldscheindarlehen gewährt wird auf erste Adressen beschränkt wie bedeutende Industrieunternehmen oder öffentliche Institutionen.

Rationalisierung

Rationalisierung

Die Rationalisierung beschreibt häufig Prozesse der Vereinfachung und Effektivierung sowie einer klareren Strukturierung.

So versteht man unter der Rationalisierung:

  • In der Industriesoziologie und Betriebswirtschaftslehre (BWL) eine (organisations-) wissenschaftliche Überprüfung und Veränderung von betrieblichen Prozessen, wie der Verwaltung, Arbeitsplatzstruktur, Arbeitszeitregelungen, Arbeitsorganisation etc. die aus den gegeben Faktoren der Produktion einen höheren Ertrag erbringen.
  • Man versteht die Rationalisierung auch als Teilprozess oder einen Moment der Herausbildung der kapitalistischen Gesellschaft oder der industriellen Gesellschaft. Die Rationalisierung ist die Durchsetzung von rationaler Rechnungsführung und Betriebsführung, eine Einrichtung der Lebensführung für geplante Zweck-Mittel-Beziehungen, die Verbreitung der rationalen Verwaltung und ein Aufkommen rationalistischer ökonomischer Gesinnung.
  • Innerhalb der Psychoanalyse beschreibt die Rationalisierung einen Abwehrmechanismus bei dem man einem Verhalten, Gefühl oder Gedanken eine prima ista rationale Erklärung als schlüssige Motivation zuordnet.

Qualitätssicherung

Qualitätssicherung

In der Umweltwirtschaft versteht man unter der Qualitätssicherung die Maßnahmen zur Überwachung der Produktionsverfahren in einer Unternehmensorganisation oder einem Betrieb für eine kontinuierliche Sicherstellung von zugesicherten Produkteigenschaften.
Manifestiert werden kann dieser in einer (freiwilligen) Zertifizierung nach ISO 9000.

Man unterscheidet zwischen einer internen und externen Qualitätssicherung. Bei der externen Qualitätssicherung wird ein Benchmark-Verfahren genutzt, hier werden standardisiert qualitätsrelevante Daten statistisch ausgewertet. Durch einen Vergleich der Daten mit Qualitätsindikartoren können Verbesserungen durch geführt werden innerhalb der internen Qualitätssicherung.

Die Qualitätssicherung umfasst bei der Qualitskontrolle und der Produktgestaltung Bereiche wie die Realisation, Definition und Fortentwicklung von bestimmten Qualitäten eines Produktes oder auch Dienstes.

Qualitätssicherung ist aus wettbewerbsstrategischer Sicht von Bedeutung und hat für den Unternehmenserfolg im Rahmen des TQM (Total Quality Management) eine wichtige Rolle.

Die Qualitätsprüfung erfolgt nicht nur am Endprodukt, sondern auch schon im betrieblichen Leistungsprozesse in den einzelnen Phasen und umfasst auch alle Funktionsbereiche eines Unternehmens.

Mögliche Störquellen müssen früh aufgedeckt werde, um kostengünstig die Qualität zu sichern.

Man achtet unter anderem auf:

  • Eine konsequente Kundenorientierung, Kundennähe bei der Definition der Qualitätsansprüche
  • Den Service und nicht nur das eigentliche Produkt
  • Man achtet auf eine Prävention von Fehlern
  • Die Erkennung und Steuerung von Teilqualitäten
  • Ein prozessorientiertes Handeln und Denken
  • Die Mitarbeiter werden dazu angehalten die Qualität marktgerecht zu beeinflussen in Abhängigkeit von Kosten und Zeit, hierzu nutzt man Qualitätswettbewerbe und Qualitätszirkel
  • Den Marktauftritt und das Erscheinungsbild des Anbieters
  • Man achtet auf eine prozessintegrierte Qualitätssicherung
  • Man bemüht sich aktiv um ständige Qualitätsinnovationen in allem Marktbereichen durch Motivationsanreize, Qualitätsverantwortung sowie Indentifikationspotentiale

Werkvertrag

Werkvertrag

Der Werkvertrag beschreibt einen gegenseitigen Vertrag mit dem sich der Unternehmer zur Herstellung eines versprochenen Werkes und der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichten nach § 631 BGB.

Avalkredit

Avalkredit

Der Avalkredit oder kurz auch Aval beschreibt die Übernahme einer Bürgschaft oder die Garantie, als Garantiegeschäft einer Bank für die Verbindlichkeiten eines Kunden.

Es handelt sich um eine Sonderform im Kreditgeschäft.

Bei dieser Form der Kreditanleihe übernimmt die Bank für den Kreditnehmer, den Kunden eine Bürgschaft dafür, dass dieser seinen Verpflichtungen gegenüber Dritten nachkommt.

Es fallen für den Avalkredit Provisionen an, jedoch keine Zinsen.

Akzeptkredit

Akzeptkredit

Für einen Akzeptkredit, ein Akzept gilt, dass sich eine Bank zu einem Wechsel, welchen der Kunde als Aussteller auf sie zieht zu akzeptieren, er muss bei Fälligkeit eingelöst werden. Der Kunden hingegen verpflichtet sich den Wechselbetrag 1 bis 2 Tag vor der Fälligkeit der Bank zu Verfügung zu stellen.

Bei einem Akzeptkredit gewährt die Bank eine Kreditwürdigkeit in dem sie eine vom Kunden ausgestellten Wechsel, den Bankakzept akzeptiert, die Bank ist verpflichtet dem Wechselinhaber bei Fälligkeit den Betrag des Wechsel aus zu zahlen.

Es kommt zu einem Kreditvertrag zwischen der Bank die den Akzeptkredit gewährt und dem Kunden der sich verpflichtet spätestens einen Werktag vor der Fälligkeit des Bankakzepts den Betrag für die Deckung zu beschaffen.

Gegenüber einem Dritten geht das akzeptleistende Kreditinstitut eine wechselrechtliche Verpflichtung ein und muss dem der den Wechsel vorliegt die Zahlung leisten, auch in dem Fall, dass der Bankkunde seiner Deckungspflicht nicht nachkommen sollte.

Die Bank sagt zu bis zu einer vereinbarten Höhe, der Akzeptlinie den gezogenen Wechsel zu akzeptieren und den Gegenwert des Wechsels bei Fälligkeit bereit zu stellen.

Wird ein Akzept eingeräumt so kommt dieses der Gewährung einer Kreditwürdigkeit gleich und keinem Kredit. Der Wechsel wird durch diese Einräumung fungibel. Durch die Fungibilität kann der Kunde das Bankakzept zur Befriedigung seiner Gläubiger weiter reichen.

Man nutzt ihn häufig für Außenhandelsgeschäfte oder auch um sich bei der akzeptierenden Bank oder einer anderen flüssige Mittel zu beschaffen als Selbsdiskontierung bei der Diskontierung, dem Diskont.

Erst durch die Diskontierung kommt es zu einer Kreditleistung.

Der Bankakzept ist für den Kunden günstig, er wird bei zweifelsfreier Bonität gewährt und man zahlt nur die Akzeptprovision sowie die Wechselsteuer, aber keinerlei Kreditzinsen.

Die Bankakzepte werden von Banken ausgetauscht als Akzepttausch, so wird die Begutachtung eigener Akzepte verhindert und zum Privatdiskontsatz welcher unter dem normalen Diskontsatz liegt diskontiert auf dem Privatdiskontmarkt. Für die Wechsel die auf diesem Markt gehandelt werden gilt, dass sie auf speziellen Wechseln basieren für das Außenhandelsgeschäft und auf Bankakzepten erstrangiger (privatdiskontfähiger) Banken.

Negatives Kapitalkonto

Negatives Kapitalkonto

Man weißt das negative Kapitalkonto auf der Aktivseite der Bilanz aus. Es ensteht durch Veränderungen welche mit Einzelfirmen, Einzelkaufmann und Personengesellschaften des Kapitals zusammenhängen.

So können durch Verluste und Entnahmen bei Unternehmen Verbindlichkeiten enstehen die höher sind als die positiven Vermögenswerte. Es ergibt sich so ein Kapitalkonto auf der Aktivseite der Bilanz als Unterbilanz.

Innerhalb von Personengesellschaften wird der Kapitalanteil der einzelnen Gesellschafter getrennt von einander aus gewiesen, auf diese Weise ergeben sich positive und negative Kapitalkonten nebeneinander in einer Bilanz.

Durch ein negatives Kapitalkonto ergeben sich gesellschaftsrechtliche und handelsrechtliche sowie steuerrechtliche Wirkungen. Die handelsrechtlichen sind vor allem bei Personengesellschaften bedeutend für den Geschäftsführer.

Für unbeschränkt haftende Gesellschafter einer Personengesellschaft kommt es durch negative Kapitalkonten zu gesetzlichen Konsequenzen wie:

  • Eine jährliche Vorausverzinsung des eingezahlten Kapitals entfällt nach § 121 I HGB
  • Scheidet der Gesellschafter mit einem negativen Kapitalkonto aus so sind die übrigen Gesellschafter für den Ausgleich des Kapitalkontos verpflichtet
  • Weiterhin entfällt das gewinnunabhängige Entnahmerecht in Verlustjahren

Für den beschränkt haftenden Gesellschafter, dem Kommanditisten kommt es zu den folgenden Konsequenzen bei einem negativen Kapitalkonto:

  • Der Kommanditist ist verpflichtet erwirtschaftete ihm anteilig zugewiesene Gewinne für die Auffüllung des Kapitalkontos bis zu vereinbarten Einlage zu nutzen
  • Beim Ausscheiden des Kommanditisten bei einem negativen Kapitalkonto muss er das Kapitalkonto nach § 167 III HGB nicht ausgleichen, die verbleibenden Gesellschafter übernehmen das negative Kapitalkonto
  • Der Kommanditist haftet beim Ausscheiden nur in der Höhe seine Kapitalanteiles für die Verluste der Gesellschaft, eine Bildung eines negativen Kapitalkontos durch Verlustzuweisungen ist möglich

Im Steuerrecht muss bei der Bewertung des Betriebsvermögens von Einzelfirmen sowie Personengesellschaften muss das negative Kapitalkonto des Unternehmens oder des Gesellschafters nicht mit seinem Anteil am Betriebsvermögen gleich sein, es kann niedriger, gleich oder höher liegen.

Im Einkommensteuer recht kann die Bildung und Auflösung von negativen Kapitalkonten von Bedeutung sein welche aus der Bilanz (Steuerbilanz) hervorgehen welche nach steuerrechtlichen Vorschriften erstellt wurde.gefallen sind.

Betriebsnotwendiges Vermögen

Betriebsnotwendiges Vermögen

Bei dem betriebsnotwendigen Vermögen handelt es sich um eine Hilfsgröße die genutzt wird zur Berechnung des betriebsnotwendigen Kapitals.

Das betriebsnotwendige Vermögen setzt sich zusammen aus den Vermögensanteilen des Umlaufs- und Anlagevermögens welche für die Leistungserstellung genutzt werden.

Man eliminiert die Vermögensteile welche nicht ausschließlich dem Betriebszweck dienen, wie beispielsweise landwirtschaftlich genutzte Grundstücke bei einem nicht landwirtschaftlichen Betriebszweck, langfristig stillgelegte Anlagen, Wertpapiere des Umlaufvermögens, Wohngebäude, langfristige Bankguthaben oder auch überhöhte Liquiditätsreserven.

Es werden die Teile des Anlagevermögens bewertet mit den kalkulatorischen Restwerten, siehe Abschreibung. Es handelt sich um das Umlaufvermögen mit dem kalkulatorischen Mittelwert, dem Buchwert.