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Rabattgesetz

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Rabattgesetz

Bei dem Rabattgesetz handelt es sich um ein deutsches Gesetzt auf dem Gebiet des Wettbewerbs. Das Gesetzt galt vom 1.1.193 bis zum 25.7.2001.

Das Rabatt gesetzt regelte die Umstände unter welchen ein Einzelhändler gegenüber Verbrauchern Preisnachlässe gewähren durfte.

Vor allem durfte der Rabatt bei einer Barzahlung gemäß § 2 3 %des Warenpreises nicht überschreiten. Be einer Abnahme einer größeren Menge oder mehrer Stücke einer Ware wurde jedoch ein handelsüblicher Mengenrabatt gewährt nach § 7.

Das Gesetz diente zum Schutz des Verbrauchers, um ihn vor unseriösen hohen Preisen zu schützen. Eingeführt wurde es von den Nationalsozialisten auch um die Attraktivität der Konsumgenossenschaften zu schmälern, welche ihren Mitglieder Rückvergütungen in Höhe von bis zu 10 % gewährten.

Allerdings wurde es in den letzten Jahren seiner Geltungszeit vermehrt die Abschaffung gefordert, da der Schutz des Menschen vor sich selbst in der deutschen Rechtsordnung nicht fremd ist und nicht ohne weiteres mit den Grundrechten im Grundgesetz vereinbar ist.

Andler-Formel

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Andler-Formel

Bei der Andler-Formel handelt es sich um einen Berechnungsalgorithmus für die optimale Losgröße x0 oder die optimale Bestellmenge m0 nach dem klassischen Bestellmengenmodell.

So wird die optimale Losgröße berechnet zu:
x0 = ((200 * A * Kfp ) / ( kp * p ))^0,5

Dabei ist A der Jahresabsatz, Kfp die losgrößenfixen Kosten, kp die variablen Stückkosten und p der Zins- und Lagerkostensatz.

Die optimale Bestellmenge berechnet sich aus:

m0 = (200 * A * Kfb ) / ( kb * p ))^0,5

Dabei ist A der Jahresabsatz, Kfp die losgrößenfixen Kosten, kp die variablen Stückkosten und p der Zins- und Lagerkostensatz.

(mit A = Jahresabsatz, Kfb = bestellfixen Kosten, kp = variable Bestellkosten, p = Zins- und Lagerkostensatz)

Die Bezeichnung für die Formel geht auf Kurt Andler zurück der diese Zusammenhänge erstmals im deutschen Sprachraum vorstellte.

Optimale Bestellmenge

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Optimale Bestellmenge

Die optimale Bestellmenge wird für die Bestellmengenplanung genutzt. Dabei ermittelt man für einen bekannten Materialbedarf in einem Planungszeitraum seine kostenoptimal Aufteilung auf gleich große Bestellmengen.

Dabei setzt sich die optimale Bestellmenge zusammen aus dem Minimum für die Summe der Lager- und Bestellkosten.

Bei diesem Grundmodell geht man von einem konstanten Einstandspreis aus und von kontinuierlichem Lagerabgang.

Daher wird das Modell vielfach erweitert um realistischen Bedingungen Rechnung zu tragen. So können schwankende Bedarfsmengen und veränderte Einstandspreise berücksichtigt werden wie bei der Nutzung von IT-basierten Dispositionswerkzeugen.

Die optimale Bestellmengen kann nach der Andler-Formel berechnet werden.

Kreditkarte

Kreditkarte

Bei der Kreditkarte handelt es sich um eine Ausweiskarte. Dem Inhaber der Kreditkarte berechtigt die Karte für ein bargeldloses Bezahlen in Geschäften, Restaurants, Hotels etc. die dem Kartensystem als Vertragsunternehmen angeschlossen sind.

In den USA ist die Kreditkarte ein Massenzahlungsmittel.

Weiterhin ist die Kreditkarte ein Bonitätsausweis, der es dem Inhaber ermöglicht Güter und Bargeld zu beziehen bei den Vertragsunternehmen der Kreditkarten-Organisation bis zu einem eingeräumten Höchstbetrag zu einem bestimmten Zahlungsziel.

So erhält der Kunde kurzfristige Kredite. Dabei verpflichtet sich die Kreditkarten-Organisation gegenüber dem Verkäufer zum Ankauf der offenen Rechnungen gegen ein Entgeld.

In der Regel kann jeder gegen eine Jahresgebühr oder Aufnahmegebühr Mitglied werden und eine Kreditkarte erhalten, für die ein persönliches Kreditlimit eingeräumt wird nach dem eine Kreditwürdigkeitsprüfung erfolgt ist.

Es kommt durch die Prüfung zu einer geringen Ausfallquote bei nicht eingelösten Kundenrechnungen. Sie liegt nach Bankenauskunft bei ca. 0,5 %.

Seit der Jahrhundertwende kamen die Kreditkarten in den USA auf.

Abhängig von den beteiligten Banken, den Vertragsunternehmen und der operationalen Infrastruktur wie dem Datenverarbeitungssystem hängt der Erfolg eines Kreditkarten-Systemes ab.

Der Markt zeichnet sich durch verschiedene Kreditkartensysteme mit einem harten Wettbewerb aus.

So hat der Verbund der Eurocard/Mastercard weltweit über 8 Millionen Vertragspartner in 170 Ländern sowie 150 Millionen Inhaber von Kreditkarten.

In Deutschland sind auch verschiedene Kreditkartensysteme eingeführt wie Eurocard seit 1976 ausgegeben vom Banksektor und war 1994 mit 6 Millionen Karten marktführend, American Express mit 1 Millionen, Visa ca. 2,7 Millionen und Diners mit 0,4 Millionen Karteninhaber.

 

Return on Investment

Return on Investment

Der Return on Investment (ROI) für das Englische „Return on Assets“ ist eine gewinnbasierte Rentabilitätszahl. Dabei entspricht der ROI der Rendite auf das investierte Kapital und ist definiert als der Quotient aus Gewinn und Gesamtkapital nach der mathematischen Formel:

ROI = Jahresüberschuss vor Steuern / Gesamtkapital * 100

Traditionell wurde der ROI auf der Geschäftsbereichsebene angesetzt als eine interne Steuerungsgröße und dann zu nehmend durch eine andere wertorientierte Kennzahl ersetzt.

Problematisch beim ROI ist, dass er inkonsistent ist bei der Ermittlung von Gewinn- sowie Kapitalgrößen und er Schwächen aufweist wie alle Rentabilitätskennzahlen.

Man setzt für den ROI nämlich im Nennwert den Buchwert des Gesamtkapitals ein und im Zähler den Gewinn, Jahresüberschuss nach Fremdkapitalzinsen. Daher wirkt sich Fremdkapital durch den Zinsabzug im Gewinn senkend auf den ROI aus.

Der ROI ist eine entwickelte Spitzenkennzahl für die Beurteilung von Geschäftsfeldern und Geschäftsbeteiligungen. An ihn knüpft sich ein Kennzahlensystem, Rechensystem an durch mathematische Operatoren, welches als ROI-Kennzahlensystem bekannt ist, es wurde benannt nach dem Unternehmen, in dem es in der Zeit zwischen 1915 und 1918 entwickelt und das erste Mal eingesetzt wurde, nämlich als „DuPont-Kennzahlensystem“.

Man berechnet den ROI als Quotient aus des Unternehmenserfolges und des zu seiner Erwirtschaftung genutzten Kapitals.

Bei der ersten Ebene des Kennzahlensystems die Umsatzrentabilität und der Kapitalumschlag miteinander multipliziert.

Der ROI ist ein Maß für die Ertragskraft in einem Unternehmen, der angibt wie viel Gewinn das investierte Gesamtkapital gebracht hat und wird bei der Return on Investment-Analyse näher untersucht und aufgeteilt.

Im Ursprung wurden die betrieblichen Erträge vor Finanzierungsaufwendungen in Relation zu dem ursprünglich investieren Kapital gesetzt, also die Vermögenswerte zu den Anschaffungskosten.

Bei der modernen Variante des ROI handelt es sich um wertorientierte Kennzahlen wie dem CFROI und dem EVA® ähnelndes Konzept.

Rente

Rente

Die Rente bezeichnet ein regelmäßiges Einkommen aus einem angelegtem Kapital. Im allgemeinen versteht man darunter meist die Leistung welche welche aus einer gesetzlichen oder privaten Rentenversicherung entstanden ist oder aus einer Unfallversicherung.

Bei der Rente handelt es sich um die Zahlung von Geldbeträgen die sich aus Rechtsansprüchen begründen oder aus bestimmten Konstellationen.

Es wird unterschieden zwischen:

  • Zeit-Rente
  • Leib-Rente
  • ewiger-Rente, die eine regelmäßige Zahlung aus dem Zinsertrag einer festen Kapitalsumme ist

Es wird abhängig von der Marktlage, den Eigenschaften von Menschen oder Produktionsfaktoren unterschieden zwischen:

Differential-Rente, welche nach D.Ricardo ein Vorzugseinkommen welches der Grundbesitzer aus dem Boden besser Qualität gegenüber dem Grundbesitzer bezieht dessen Einkommen gleich den Grenzkosten, Kosten ist, welcher also keine Rente bezieht, weil er auf dem schlechtesten Boden wirtschaftet, einem Boden der gerade noch zur Deckung des Bodenbedartes, Grenzboden genutzt wird. Dieses Prinzip kann auch auf Produktionsmittel angewendet werden.

  • Boden-Rente
  • Konsumenten-Rente
  • Produzenten-Rente
  • Talent-Rente

Niederstwertprinzip

Niederstwertprinzip

Bei dem Niederstwertprinzip handelt es sich um ein Bewertungsprinzip nach dem Handelsrecht nach § 253 HGB, welches sich aus dem Vorsichtsprinzip ableitet und eine Konkretisierungs des Imparitätsprinzipes ist und somit auch Bestandteil der Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung (GoB) sowie der ordnungsgemäßen Bilanzierung.

Man unterscheidet das gemilderte Niederstwertprinzip bei dem außerplanmäßigen Abschreibungen des Vermögensgegenstände des Anlagevermögens vorzunehmen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung. Diese sind mit dem niedrigen Wert anzusetzen der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist. Für Finanzanlagen gilt, dass hier außerplanmäßige Abschreibungen auch bei einer voraussichtlich nicht dauernden Wertminderung vorgenommen werden können.

Das strenge Niederstwertprinzip wird der niedrigste Wert von 3 möglichen Wertansätzen angesetzt, nämlich von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, dem Börsen- oder Marktpreis und dem am Abschlussstichtag beizulegenden Wert. Dieses Aufwandsantizipations-Prinzip gilt analog bei der Bewertung von Verbindlichkeiten wo es zu einem Höchstwertprinzip führt.

Der Zweck des Niederstwertprinzips ist die Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips, des Gläubigerschutzes bei der Bewertung.

Zu dem gilt das Niederstwertprinzip grundsätzlich auch steuerrechtlich insoweit die Ermittlung des Teilwerts nicht zu Abweichungen führt.

Bewertet man nach dem Niederstwertprinzip so folgt hieraus, dass im Gegensatz zu nicht realisierten Gewinnen nicht realisierte Verluste ausgewiesen werden. Es können so stille Rücklagen entstehen, sofern bei einem späteren Wegfall der Abschreibungsgründe keine Zuschreibung vorgenommen wird.

Umlaufvermögen

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen ist eine Sammelbezeichnung für Vermögensgegenstände welche nicht für den dauernden Geschäftsbetrieb bestimmt sind und auch keine Posten in der Rechnungsabgrenzung sind. Das Gegenteil hierzu sind Anlagevermögen.

Zum Umlaufvermögen gehören beispielsweise Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstitute, Bundesbankguthaben, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Sind Wertpapiere zur Veräußerung oder als kurzfristige Liquiditätsreserve bestimmt so können auch diese zum Umlaufvermögen gezählt werden, ist dieses nicht der Fall so gehören sie zum Anlagevermögen.

Bewerte wird der Posten des Umlaufvermögens nach dem Niederstwertprinzip, mit Ausnahme für den Handelsbestand von Banken nach § 340e III HGB.

Umsatzrentabilität

Umsatzrentabilität

Die Umsatzrentabilität, Umsatzrendite ist bedeutend bei der Unternehmensanalyse. Durch sie wird das prozentuale Verhältnis vom Jahresüberschuss zum erzielten Umsatz angegeben.

Durch die Umsatzrentabilität lässt sich folglich ableiten wie viel Cent Gewinn mit einem Euro Umsatz erwirtschaftet worden ist.

In der Literatur wird die Kennzahl unterschiedlich abgegrenzt. In der Grundversion ist sie eine aussagekräftige Kennzahl im zwischenbetrieblichen Vergleich, da sie vom Finanzierungseinflüssen und steuerlichen Einflüssen abstrahiert wird. Man nennt sie auch EBIT-Marge. Es fallen jedoch de facto Zinszahlungen und Steuern an.

Wertschöpfungskette

Wertschöpfungskette

Die Wertschöpfungskette ist eine Managementkonzept nach dem amerikanischen Betriebswirt Porter, sie stellt die zusammenhängenden Unternehmensaktivitäten im betrieblichen Gütererstellungsprozess grafisch dar.

Man spricht im Englischen auch von der „Value Chain“.

So gibt es nach Porter 5 Primäraktivitäten mit denen die den eigentlichen Wertschöpfungsprozess beschreiben:

Die interne Logistik

  1. Produktion
  2. Externe Logistik
  3. Marketing & Verkauf
  4. Service

Weiterhin unterscheidet man 4 Unterstützungsaktivitäten welche den Wertschöpfungsprozess ergänzen.

  1. Unternehmens-Infrastruktur
  2. Human Resource Management
  3. Technologie-Entwicklung
  4. Beschaffung

Dabei stellt jede Unternehmensaktivität einen Ansatz zur Differenzierung dar und kann so einen Beitrag zur relativen Kostenstellung desUnternehmens im Wettbewerb leisten.

Auseinandersetzungsguthaben

Auseinandersetzungsguthaben

Das Auseinandersetzungsguthaben beschreibt ein Guthaben welches ensteht, wenn ein Gesellschafter aus einer Personengesellschaft ausscheidet.

Es ist somit das Ergebnis einer Auseinandersetzungsbilanz.

Man versteht unter dem Auseinandersetzungsguthaben einen Geschäftsanteil auf dem Kapitalkonto, welches häufig vermehrt ist um die Auflösung der stillen Rücklagen mit der Bewertung am Tag des Ausscheidens.

Abhängig vom Gesellschaftsvertrages kann es beim Ausscheiden oder auch langfristig in Raten fällig werden.

Dabei kann vor der Feststellung des Auseinandersetzungsguthabens kein Anspruch auf einzelne Posten nicht geltend gemacht werden, eine Ausnahme besteht, wenn das Ergebnis der Unternehmensbewertung schon vorab feststeht.

Schon mit dem Enstehen der Gesellschaft ergibt sich ein Anspruch auf ein Auseinandersetzungsguthaben, auch wenn noch in unbestimmter Höhe.

Das Auseinandersetzungsguthaben kann man pfänden und übertragen.

Bei einem stillen Gesellschafter ist das Auseinadersetzungsguthaben seine Einlage insoweit er sie zum Zeitpunkt der Auflösung schon geleistet hat, es wird vermehrt oder vermindert durch das Ergebnis des letzten Geschäftsjahres. Bezüglich der Höhe des Auseinandersetzungsguthabens gilt, dass der stille Gesellschafter genau so ein Gläubiger des Inhabers ist wie jeder andere Gläubiger auch.

Verrechnungspreis

Verrechnungspreis

Der Verrechnungspreis, im Englischen auch „transfer price“ im internationalen Steuerrecht genannt, beschreibt den Preis der für Güter und Dienstleistungen innerhalb eines Unternehmen oder eines Unternehmensverbundes angesetzt wird.

Sie werden häufig zur Steuergestaltung angewendet.

Vor allem international tätige Unternehmen nutzen Verrechnungspreise um Gewinne auf der Unternehmensteile in einem niedrigbesteuernden Ausland zu verlagern.

Dieser Gewinnverlagerung versuchen die entsprechenden Staaten entgegen zu wirken, man verwendet daher Methoden die der Überprüfung der Angemessenheit von Verrechnungspreisen dienen.

Insbesondere ist ein Verrechnungspreis angemessen wenn die Preise für den Austausch von Gütern und Dienstleistungen zwischen den einzelnen Unternehmen einem Fremdvergleich, Dealing-at-arm \’s -length – Regel, standhalten können.

Sollten sie nicht dem Vergleich standhalten können so werden die Preise entsprechend korrigiert.

Branche

Branche

Der Begriff Branche beschreibt eine Gruppe von Unternehmen welche Produkte herstellen oder Dienstleistungen anbieten, welche aus der Sicht des Kunden einen ähnlichen Nutzen bieten oder sich auch gegenseitig ersetzen können und auf ähnlichen Rohstoffen basieren.

Innerhalb eines industriellen Sektors werden ebenso Unternehmen zu einer Branche zusammengefasst wenn sie das gleiche Herstellungsverfahren nutzen, wie beispielsweise in der Bauindustrie oder auch die gleichen Rohstoffe einsetzen wie beispielsweise bei der Mineralölverarbeitung.

Beizulegender Wert

Beizulegender Wert

Unter einem beizulegendem Wert versteht man den Wert durch den die Anschaffungs- oder Herstellungskosten bei Vermögensgegenständen innerhalb des Umlaufvermögens verglichen werden können für die Prüfung von außerplanmäßigen Abschreibungsbedarf.

So sind beispielsweise die Wiederbeschaffungskosten für Roh-, Betriebs- und Hilfststoffe beizulegende Werte, sofern es sich bei den Stoffen um einen Normalbestand handelt.

Forfaitierung

Forfaitierung

De Begriff Forfaitierung leitet sich von dem Französischen „vendre à forfait“ ab also „im Paket verkaufen“.

Er umschreibt den Ankauf von Forderungen unter Verzicht auf einen Rückgriff gegen den Verkäufer bei einem Zahlungsausfall des Schuldners als echte Forfaitierung.

Die unechte Forfaitierung ermöglicht hingegen diesen Rückgriff auf den Verkäufer.

Der Verkäufer haftet in beiden Fällen der Forfaitierung für den Rechtsbestand (Verität) der Forderung.

Kurssicherung

Kurssicherung

Unter einer Kurssicherung wird eine Maßnahme verstanden welche Wechselkursrisiken beim Zahlungsverkehr mit dem Ausland absichern soll.

So können Wechselkursrisiken entstehen wenn der Wert in € für Zahlungen welche an das Ausland in Fremdwährungen geleistet oder von dort empfangen werden beeinflusst wird durch schwankende, sich ändernde Wechselkurse.

Mögliche Formen der Kurssicherungen können beispielsweise eine Forfaitierung oder der Abschluss von Devisentermingeschäften sein.

Dispositionskredit

Dispositionskredit

Beim Dispositionskredit handelt es sich um eine besondere Form des Kontokorrentkredites für Privatkunden. Man spricht hier auch von einem Überziehungskredit oder einem Verfügungskredit.

Durch den Dispositionskredit räumt man dem Kunden die Möglichkeit ein auf sein laufendes Konto ohne Rückfragen und formlos bis zu einem festgelegten Betrag überziehen zu können. Der Betrag für die Höhe des Dispositionskredites ist häufig in der Höhe gewählt die ein bis zwei Netto-Monatsgehältern entspricht.

Kennzahlen

Kennzahlen

Der Begriff Kennzahlen beschreibt eine quantitative Zusammenfassung von Zahlen. Sie geben Informationen für den Vergleich (Benchmarking, Betriebsvergleich) innerbetrieblich (betriebsindividuelle Kennzahlen) und zwischenbetrieblich (Branchenkennzahlen).

So drücken Kennzahlen Informationen in Zahlen aus. Sie werden genutzt für Entscheidungen, Kontrolle und Steuerung von Maßnahmen.

Für die operative Frühwarnung sind Kennzahlen im Zeitvergleich als Kennzahlensystem wie Balanced Scorecard, return on investement- oder du-pont-System.

Man unterscheidet Grund und Absolutzahlen für statistische Methoden wie:

  • Einzelzahlen wie Absatz Produkt X
  • Summen wie Gesamtumsatz
  • Mittelwerte wie durchschnittliche Tagesumsätze
  • Differenzen wie Gewinn

außerdem betrachtet man:

  • Gliederungszahlen
  • Beziehungszahlen
  • Indexzahlen

So wird eine Differenzierung ermöglicht des Inhaltes nach Mengen wie Zahl der Filialen, Mitarbeiteranzahl, Absatz, Werten wie Gewinn, Kosten, Umsätze sowie Zeitgrößen wie Fristen und Termine.

Auch kann man Kennzahlen in ihrem zeitlichen Horizont als Zustandskennzahlen wie bei der Berechnung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder nach Bewegungskennzahlen gruppieren die wiederum weiter unterteilt werden können in:

  • Ergebniskennzahlen wie die Berechnung für einen Zeitraum, beispielsweise dem Gewinn in einem Jahr
  • Entwicklungskennzahlen als Berechnung zwischen verschiedenen Zeitpunkten und Zeiträumen wie Veränderungen im Gewinn zwischen 2 Jahren

Beispiele für Kennzahlen sind:

  • Liquiditäts-Kennzahlen
  • Umschlags-Kennzahlen für Anlagen, Lager, Verbindlichkeiten, Forderungen
  • Kosten im Verhältnis zum Umsatz
  • Umsatz je Verkaufskraft, je Auftrag, je Kunde
  • Reingewinn zu Kosten, zu Eigenkapital etc.

Von besonderer Aussagekräftigkeit sind Kennzahlen für Wirtschaftlichkeit, Leistung, Liquidität und Rentabilität, Richtzahlen, Anlagendeckung, Umsatzzahlen oder Anlageintensität.

Kennzahlen im Handel

Im Handel versteht man unter Kennzahlen, Grundzahlen also absolute Zahlen wie Summen, Einzelwerte, Mittelwerte und Differenzen, aber auch Verhältniszahlen also relative Zahlen wie Beziehungszahlen, Indexzahlen oder Gliederungszahlen mit denen die Ergebnisse der Tätigkeiten im Betrieb dokumentiert werden.

Kennzahlen dienen dem Vergleich von Betrieben und auch der Steuerung von Prozessen im Handelsmanagement.

Häufig sind im Handel die Kennzahlen geknüpft an Produktionsfaktoren wie Personen, Waren, Betriebsmittel, besondere Räume etc.

Im Handel kann als eine zusammenfassende Kennzahl der RoI (Return on Investement) gesehen werden.

Die Warenwirtschaft kann durch geeignete Instrumente der Unternehmenspolitik gesteuert werden. So erhält man wenn man den Rohertrag korrigiert um den direkt der Ware zurechnbaren Kosten einen Deckungsbeitrag für die nicht zurechnbaren Kosten der bezogen auf den durchschnittlichen Warenbestand zu Wareneinstandspreisen die Nettorentabilität ergibt.

Im Kostenvergleich und für eine globale Kostenkontrolle nutzt man Kennzahlen welche aus einer Gegenüberstellung von den einzelnen Kostenarten zu den Gesamtkosten besteht wie der Anteil der Lager- oder Personalkosten an den Gesamtkosten.

Der Personaleinsatz kann gesteuert werden durch den Umsatz pro beschäftigter Person also pro Verkaufskraft oder die Anzahl der Kunden pro Verkaufskraft.

Der Betriebsmitteleinsatz kann gesteuert werden aus dem Umsatz pro qm der Verkaufsfläche, dem Umsatz pro laufendem Regalmeter, pro Kasse, dem Deckungsbetrag für jedem laufenden Regalmeter

Die Kennzahlen in der Logistik

Man orientiert sich an der Gesamteffizienz der Logistik bei der Zusammenführung von Einzelkennzahlen zu einem Kennzahlensystem.

Für das operative und das strategische Logistik-Controlling sind Kennzahlen von hoher Bedeutung. So können abhängig von den Zielen der Logistik spezielle Logistik-Kennzahlen über dispositive, physische und administrative Leistungsmengen oder die Logistikkosten sowie die Erreichung von Servicegraden Informationen liefern.

Leistungsstandards werden normiert für einzelne logistische Leistungen um das Leistungsvolumen der Logistik abbilden zu können.

So werden die Ist-Leistungsdaten erfasst und verglichen mit möglichen Leistungen und in ein Verhältnis gesetzt. Mögliche Leistungen, mögliche Ladungen von Transportmitteln etc.

Die Qualität der Logistikleistungen spielt eine große Rolle bei servicegradbezogenen Logistik-Kennzahlen. Innerbetriebliche Durchlaufzeiten können so erfast werden. Beispielsweise kann ein Verhältnis gebildet werden über termingerechte Auslieferungen im Vergleich zur Gesamtzahl als Lieferzuverlässigkeit (Maßgröße).

Die Lieferbetreitschaft kann ausgedrückt werden als Verhältnis von Lager für die geforderten Bedarfe zur gesamten Zahl der geforderten Bedarfe.

Als Lieferflexibilität kann man eine Relation von erfüllten Sonderwünschen als ein Maßstab betrachten.

Es können Transportkosten für jeden Tonnenkilometer oder als Transportkosten pro Sendung ermittelt werden für die Logistikkostenabrechnung und ermöglichen Vergleichbarkeit für Unternehmen oder Bereiche.

 

Meldebestand

Meldebestand

Der Meldebestand ist ein Bestellpunkt, ist der Bestand an diesem Punkt erreicht so wird eine Bestellung ausgelöst.

Er wird festgelegt aus einem definierten Sicherheitsbestand zuzüglich des Verbrauches den man in der Beschaffungszeit erwartet.

Dabei sind Einflussfaktoren für die Höhe des Sicherheitsbestandes auch die Länge der Beschaffungszeit und die angestrebte Lieferbereitschaft.

Bank

Bank

Der Begriff leitet sich vom Italienischen „banco“ für auf Deutsch „Tisch“ ab, an welchem die Geldwechsler im Mittelalter ihre Geschäfte tätigten.

Eine Bank ist eine Oberbegriff für Geldinstitute, vor allem private Banken welche Bankgeschäfte nach § 1 KWG (Kreditwesengesetz) durchführen.

Zu diese Bankgeschäften zählen vor allem:

  • Die Entgegennahme von Termin-, Sicht- und Spareinlagen
  • Die Beteiligung an Wertpapier-Emissionen
  • Die Durchführung von Devisengeschäften (Devisentermingeschäft)
  • Die Gewährung von Krediten
  • Die Abwicklung von Zahlungsverkehr
  • Verkauf, Kauf und Verwaltung von Wertpapieren im Auftrag des Kunden

Private Geschäftsbanken in Deutschland gehören fast alle dem Bundesverband deutscher Banken an.