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CSR

CSR

CSR steht für  „Corporate Social Responsibility“ und ist die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Sinne eines nachhaltigen Wirtschaftens.

So ist CSR die Verantwortung von Unternehmen für ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft.

CSR umfasst ökologischen, soziale und ökonomische Aspekte.

Diese sind in international anerkannten Referenzdokumenten zur Unternehmensverantwortung ausgeführt wie der ILO-Grundsatzerklärung über Unternehmen und Sozialpolitik, den OECD-Leitsätzen für multinationale Unternehmen, den UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, im UN Global Compact oder in der ISO 26000.

So geht es konkret um faire Geschäftspraktiken, mitarbeiterorientierte Personalpolitik, den sparsamen Einsatz von natürlichen Ressourcen, Schutz von Umwelt und Klima,  Verantwortung in der Lieferkette und einem ernst gemeintes Engagement vor Ort.

Reputation

Reputation

Unter Reputation von lateinisch „reputatio“ für Betrachtung, Erwägung von reputo, betrachten, berechnen, erwägen versteht man heute das Ansehen einer Person, Organisation oder Gruppe. So wird die Reputation als Indiz für ein zukünftiges Verhalten betrachtet und kann so eine zu treffende Entscheidung erleichtern.

Die Reputation basiert auf der Glaubwürdigkeit und Vertrauen oder auch auf Glaube. Das Ansehen durch die Reputation stützt sich auf Erfahrungswerten.

Man kann Reputation heute als Äquivalent zu traditionellen Begriffen wie Tugend oder Ehre betrachten.

In der Terminologie Pierre Bordieus, einem einflussreichen Soziologen des 20. Jahrhunderts, kann sie als symbolisches Kapital verstanden werden, als eine Ressource die auf einer kollektiven Anerkennung des ökonomischen, sozialen und kulturellen Kapitals des Reputationsträgers basiert und so diesen mit einem gesellschaftlichen Ansehen und diskursiver Definitionsmacht ausstattet.

In Unternehmen wird die Reputation zum immateriellen Vermögen gerechnet und ist so ein Bestandteil des Firmenwertes wie zum Beispiel Markenrechte oder Patente.

Dieses immaterielle Vermögen hat Einfluss auf die individuelle Kooperationsfähigkeit, so ist das Management von Reputation häufig das Ziel und Bestandteil von CSR-Strategien.

Handel

Handel

Durch den Handel erfolgt in der Wirtschaft ein Ausgleich von Spannungen und Unterschieden zwischen der Konsumtion und der Produktion auf einer zeitlichen, räumlichen, quantitativen und qualitativen Ebene.

So versteht man beim Handel den Austausch von Dienstleistungen, Gütern sowie die Distribution unterschiedlicher Betriebe.

Der Handel kann institutionell und funktionell gesehen werden.

Man spricht von einem funktionellen Handel wenn Güter nicht selbst vom Marktteilnehmer verarbeitet oder bearbeitet werden. Auch ein Mischen, Verpacken, Sortieren wird hier nicht als Verarbeitung oder Bearbeitung gewertet. So werden die Handelswaren lediglich von anderen Marktteilnehmern beschafft und an Dritte wieder abgesetzt beim funktionellen Handel (Katalog E). Hierzu werden auch Betriebe des Handwerks, der Landwirtschaft und Produktion gezählt welche zum Erreichen des Absatzprogramms zu gekauft.

Von einem institutionellen Handel spricht man wenn der Betrieb sich in erster Linie mit dem funktionellen Handel befasst.

Werden amtliche Statistiken erstellt so wird der Betrieb oder das Unternehmen zugeordnet wenn aus seiner Handelstätigkeit eine größere Wertschöpfung ensteht als aus weiteren oder eine zweiten sonstigen Tätigkeit.

Bedingte Kapitalerhöhung

Bedingte Kapitalerhöhung

Unter einer bedingten Kapitalerhöhung versteht man eine Erhöhung des Grundkapitals von einer Aktiengesellschaft (Kapitalerhöhung), die jedoch nur in dem Maße ausgeführt wird wie von einem Bezugs- oder Umtauschrecht Gebrauch gemacht wird, welches die Gesellschaft auf die neuen Aktien/Bezugsaktien nach § 192 AktG einräumt.

Dabei wird das eigentliche Grundkapital erst mit der Ausgabe der Bezugsaktie erhöht.

Man führt die bedingte Kapitalerhöhung vor allem durch um Umtausch- und Bezugsrechte an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen zu gewähren.

Hierbei darf der Nennbetrag des bedingten Kapitals die Hälfte des Grundkapitals nicht überschreiten.

Cloud Computing

Cloud Computing

Mit Cloud Computing beschreibt man Technologien und Geschäftsmodelle mit denen man IT-Ressourcen verfügbar und dabei ihre Nutzung auch flexibel abrechnen kann. So versteht man hierunter auch ein neuartiges Geschäftsmodell.

Ressourcen der IT können so industrialisiert genutzt, gekauft, gemietet werden, vergleichbar mit der Nutzung von Elektrizität.

Für das Cloud Computing nutzt man Server etc. die nicht im eigenen Rechenzentrum des Unternehmens bereitgestellt werden, sondern über das Internet bzw. Intranet.

Durch das Cloud Computing werden die Kosten/Investitionen zur Nutzung von Informationstechnologien langfristig verringert (CAPEX).

Vor allem fallen hier operationale Kosten (OPEX) für die Nutzung der IT-Ressourcen an.

Verrechnungspreis

Verrechnungspreis

Unter dem Verrechnungspreis wird innerhalb der Wirtschaftstheorie der Preis verstanden, der in einem Optimierungsansatz berechnet wird und nicht der Preis der durch den Gütertausch auf den Märkten ensteht. Eine weitere Bezeichnung des Verrechnungspreises ist auch der „Schattenpreis“.

Innerhalb des Steuerrechtes versteht man unter dem Verrechnungspreis den vereinbarten Preis für Leistungen und Lieferungen jeder Art welche zwischen rechtlich selbständigen, jedoch in Beteiligungsbeziehungen stehenden Unternehmen (direkt indirekt verbunden).

Innerhalb einer rechtlichen Einheit spricht man daher nicht von Verrechnungspreisen, beispielsweise zwischen Betriebsstätte und Stammhaus.

Die Verechnungspreise sind mit den Marktpreisen identisch innerhalb des Marktgleichgewichtes.

Bei der Abrechnung geht man so vor wie man es auch fremden Dritten gegenüber tun würde nach dem Fremdvergleichs- oder Drittvergleichsgrundsatz. Man wendet den Grundsatz international als auch grenzüberschreitend an. So können eine verdeckt Gewinnausschüttung oder eine verdeckte Einlage folgen, wenn es zu einer Verletzung durch unangemessen vereinbarte Verrechnungspreise kommt. International können Vertragsstaaten unangemessene Verrechnungspreise berechtigen, wenn diese auf unangemessenen Konditionen beruhen.

Eine rechtliche Grundlage ist der Art. 9 OECD-Musterabkommen oder §§ 90, 162 AO.

Als steuerliche Folge kommt es durch die Finanzverwaltung zu einer korrigierten Gewinnermittlung des Unternehmens. Dabei wird der Gewinn so ermittel, als wenn der Verrechnungspreis in einer angemessenen Höhe bestimmt worden wäre.

So werden als Einlage die Teile der Zahlungen an die Gesellschafter angesehen die über der angemessenen Höhe liegen. Es kann behelfsweise nach § 1 AStG der Gewinn so ausgegeben werden wie es bei einer Beziehung mit fremden Dritten der Fall sonst gewesen wäre.

Nach § 90 III Abgabeverordnung, den Mitwirkungspflichten bei Auslandssachverhalten sind Dokumentationspflichten definiert.

Dabei werden für eine einheitliche Rechtsanwendung Umfang und Gestaltung durch die „Verordnung zu Art, Inhalt und Umfang von Aufzeichnungen i.S.d. § 90 III der Abgabeverordnung festgelegt (Gewinnabgrenzungsaufzeichnungsverordnung).

Personalwirtschaft

Personalwirtschaft

In einem Unternehmen oder einer Wirtschaftsorganisation beschreibt man mit der Personalwirtschaft den Umgang mit der lebendigen Arbeit.

Auch gebräuchlich sind Begriffe wie Personalmanagement, Personalwesen, Human Ressource Management oder Personalpolitik.

Dabei wird der Einsatz von Personal nach Kriterien der Effizienz betrachtet. So wird durch eine richtige Personalwirtschaft auch dafür gesorgt, dass für zukünftige Aufgaben ausreichen qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen im Sinne einer Personalplanung.

So werden Arbeitszeitmanagement und die Planung des Einsatzes von Personal nach Faktoren wie Qualifikation, Fähigkeiten und Bedürfnissen sowie zeitlichen Ressourcen bearbeitet.

Für das Unternehmen ist das Arbeitsentgelt einer der höchsten Kostenfaktoren die berücksichtigt werden müssen. Wichtig ist daher auch die rechtzeitige Abschätzung von rechtlichen Konsequenzen, Folgekosten bezüglich des Personals.

Die Planung für die Zukunft ist ebenfalls wichtig, da Personal auch durch Faktoren wie Kündigung, Ruhestand, Tod, Krankheit oder Tod unterbrochen oder beendet werden kann im Beschäftigungsverhältnis.

Direktinvestition

Direktinvestition

Bei der Direktinvestition handelt es sich um eine Auslandsinvestition. Hierbei kommt es zu einem Kapitalexport von Wirtschaftssubjekten eines Landes in ein anderes. Hierbei ist die Zielsetzung Tochterunternehmen zu gründen, Immobilien zu erwerben, neue Betriebsstätten zu gründen, Unternehmen im Ausland zu übernehmen oder sich anteilig an ihnen zu beteiligen etc.

Bei einer Portfolio-Investition handelt es sich um eine gegenteilige Option, bei der man vor allem um eine Geldanlage bedacht ist.

Vorteile einer Direkinvestition

Es ergeben sich so verschiedene Vorteile wie steuerliche, eine mögliche Umgehung von Beschränkungen im Handel, es können neue Absatzmärkte erschlossen werden bzw. erhalten und so eine Kapitalflucht vermieden werden, man kann abweichen von wettbewerbsrechtlichen Vorschriften, es kann eine Lieferung von Vorprodukten und Rohstoffen umgegangen werden oder auch bestimmte Umweltvorschriften umgangen werden etc.

Auch kommt es hier durch zu daraus abgeleiteten Folgen und Wirkungen. So kann zu positiven Effekten für Entwicklungsländer bzw. Empfängerländer im Allgemeinen kommen.

Es ergeben sich auch positive Wirkungen auf die Beschäftigung, man kann Technologien übertragen. Weiterhin kann die Zahlungsbilanz entlastet werden und auch das Wachstum beschleunigt werden durch eine Erhöhung der Investitionen in der gesamten Wirtschaft in Form einer externen Investionsfinanzierung.

Weiterhin können Aktivitäten der Produktion und Investition in nachgelagerte und vor gelagerte Produktionsstufen eingebunden werden.

Neben den positiven Wirkungen können auch negative Folgen möglich sein.

Durch staatliche Vergünstigungen kann es zu Wohlfahrtsverlusten und auch zu einem Transfer von Einkommen zum Vorteil der Investoren kommen.

So kann ein Markt durch Importzölle sowie verbilligte Kredite oder subventionierte Inputs abgeschirmt werden im Sinne einer Schutzrente.

Auch kann es dazu kommen, dass einheimische Investoren verdrängt werden.

Die deutsche Bundesbank führt eine Statistik über deutsche Direktinvestitionen. Es gibt eine Meldepflicht für Kapitalausfuhren nach den Vorschriften der Außenwirtschaftsverordnung AWV §§ 64-66 AWV außerhalb des deutschen Wirtschaftsgebietes. Werden die Meldepflichten nicht eingehalten, so handelt es sich um Ordnungswidrigkeiten nach § 81 AWV.

Berücksichtigt werden Bestandsmeldungen von inländischen Unternehmen und Personen. Deutsche Direktinvestionen im Ausland werden auch als Vermögen Gebietsfremder im Wirtschaftsgebiet bezeichnet.

Handlungsreisender

Handlungsreisender

Unter einem Handlungsreisenden versteht man eine Handlungshilfe die damit beauftragt ist außerhalb des Unternehmens Geschäfte im Namen des Unternehmens abzuschließen.

Anders als bei einem Handelsvertreter kann der Handlungsreisende keine Möglichkeit seine Tätigkeit und Arbeitszeit frei zu bestimmen.

Nach § 55 HGB berechtigt eine Handlungsvollmacht dazu einen Abschluss von Geschäften zu tätigen, jedoch keine abgeschlossenen Verträge zu ändern, ohne besondere Vollmacht Zahlungen entgegen zu nehmen nach § 55 II, III HGB oder Zahlungsfristen zu gewähren.

Der Handelsvertreter darf die Rechte des Unternehmers auf Beweissicherung geltend machen nach § 55 IV HGB und man kann ihm Mängelanzeigen gegenüber angegeben.

Der Handlungsreisende hat hier ähnliches Rechte. Es kommt jedoch nach § 75 g HGB zu einer Einschränkung dieser Rechte gegenüber Dritten, sofern ihnen die Beschränkungen bekannt waren bzw. aus Fahrlässigkeit nicht bekannt geworden sind.

Integrierte Kommunikation

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Integrierte Kommunikation

Die integrierte Kommunikation beschreibt eine Abstimmung von allen Kommunikationsmaßnahmen in einem Unternehmen sowohl formal als auch inhaltlich.

Abhängig von der Definition bezieht sie sich auf interne und externe Kommunikation und  kann personale und organisatorische Teile umfassen.

So sollen die erzeugten Eindrücke der Kommunikation durch die integrierte Kommunikation vereinheitlicht und verstärkt werden.

Man unterscheidet 2 Dimensionen. Zum einen die Integration der Kommunikationsmittel und zum anderen die zeitliche Integration aller Maßnahmen kommunikativer Art der Marke.

Inhaltliche und formale Integration

Weiterhin wird bei der integrierten Kommunikation unterschieden zwischen einer inhaltlichen und einer formalen Integration.

Die inhaltliche Integration umfasst wiederkehrende verbale Aussagen wie Slogans und Programmformeln in geschriebener, gesprochener oder gesungener Form. Die Aussagen können identischen Wortlaut haben oder sind sinngemäß gleich. Auch nutzt man Bilder die man als Schlüsselbilder nutzt oder auch mit verschiedenen Motiven aber dem gleichen bildlichen Inhalt. So kann die inhaltliche Kommunikation das Angebot widerspiegeln und positionieren.

Die formale Integration verwendet Farben, Marken in Bild-Form oder Wort-Bildmarke um das Corporate-Design umzusetzen. Es werden hier keine speziellen Positionierungsinhalte vermittelt, sondern vor allem wird das Angebot im Gedanken des Konsumenten verankert und kann so gut aktualisiert werden.

Man beschreibt mit der integrierten Kommunikation ein Lernkonzept bei dem sowohl erstmalig Informationen vermittelt werden die zum Angebot gespeichert werden als auch eine Aktualisierung von Informationen die im Zusammenhang mit dem Angebot gespeichert wurden. Hier nutzt man insbesondere die Wiederholung als Stilmittel zum Zweck. Je weniger der Konsument involviert ist umso mehr muss wiederholt werden damit sich Gedächtnisstrukturen angebotsspezifisch bilden. Bei wenig Involvement sollte man bildliche den sprachlichen Integrationsmitteln vorziehen.

Können langfristige Gedächtnisstrukturen beim Konsumenten gebildet werden so bildet sich ein klares Image für das Angebot aus. Dieser Markenwert muss neben dem Aufbau auch erhalten werden und als eigenständig wahrgenommen werden.

IWF

IWF

Die Abkürzung IWF steht für internatinaler Währungsfonds bzw. International Monetray Fund IMF. Es handelt sich hierbei um eine internationale Organisation zur Schaffung von geordneten Währungsbeziehungen zwischen den Mitgliedsländern. Sie hat ihren Sitz in Washington, D.C.

Er wurde am 27.12.1945 zusammen mit der Weltbank IBRD gegründet auf der Grundlage des am 22.7.1944 vereinbarten Bretton-Woods-Abkommens und ist seit 1947 eine Sonderorganisation der UNO. Aufgrund der veränderten Weltwährungsbedingungen gab es Änderungen in den Jahren 1969 und 1978.

Im Jahr 2009 hatte der IWF 186 Mitglieder.

Die Ziele des IWF sind ein ausgeglichenes Wachstum im Welthandel. Hierzu wird die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Währungspolitik gefördert. Es werden Devisenverkehrsbeschränkungen beseitigt, eine Konvertibilität der Währung errichtet und ein multilaterales Zahlungssystem eingeführt.

Auch wird ein finanzieller Beistand für Länder gegeben zur Behebung von Zahlungsbilanzungleichgewichten. Die vom IWF gewährte finanzielle Hilfe bei Zahlungsbilanzproblemen richtet sich im Umfang nach der Quote des betreffenden Landes. Im Rahmen der Reservetrnachehat ein Land ein automatisches Ziehungsrecht. Weiterhin werden weitere Kreditansprüche im Rahmen von Bereitschaftskrediten (Stand-by Arrangement) mit wirtschaftspolitischen Auflagen (Konditionalität) vergeben. Je mehr in Anspruch genommen wird umso strenger werden diese. Die zentrale Kreditfazilität des IWF wird durch die Bereitschaftskredite dargestellt und es gibt weitere Sonderfazilitäten.

So ist der maximale Kreditrahmen bei 400 bis 500 % der Quote. Seit 1988 gehört die erweiterte Strukturanpassungsfazilität für Entwicklungsländer mit einem niedrigen Pro-Kopf-Einkommen PKF  zu den Sonderfazilitäten. Seit 1986 fördert der IWF verstärkt Entwicklungsländer mit Sonderfazilitäten (Strukturanpassungsfazilität SAF) und Strukturanpassungsfazilitäten ESAF) bei einer besonderen Konditionalität. Die ESAF wird seit 1999 unter dem Begriff Poverty Reduction and Growth Facility PRGF weitergeführt mit dem Ziel der Verringerung von Armut entsprechend dem veränderten Zielkatalog der Weltbank Für Staaten die in einem Systemübergang stehen wurde seit 1993 ein System-Transformationsfazilität STF eingeführt. Hiermit sollen Maßnahmen zur Anpassung beschleunigt werden.

Dabei wird jedem IWF-Mitglied eine Quote zugewiesen, abhängig vom Volkseinkommen, Umfang des Außenhandels und der Währungsreserve. Diese dient der Kapitalbildung des IWF und gibt auch Stimmrechte in den IWF-Organen sowie Subskriptionsverpflichtung und Zuteilung von neu geschaffenen Sonderziehungsrechten SZR.

Im Ursprung musste 1/4 der Subskription in Gold gezahlt werden und der Rest in Landeswährung. Seit der zweiten Änderung des IWF-Abkommens wird anstelle des Goldes das SZR genutzt. Im Jahr 2009 betrug SZR 217,4 Milliarden und die Quote für US 17,1 %,  Japan, 6,1 % und Deutschland 6 %.

Die Organe des IWF

Die Organe des IWF werden in 4 Positionen unterschieden:

  1. Dem Gouverneursrat Board of Governors als oberste Behörde in das jedes Mitglied Vertreter entsendet und welches sind jährlich trifft und grundlegende Fragen klärt.
  2. Das Direktorium als Board of Executive Directors mit 24 Exekutivdirektoren mit fünf von den Mitgliedern mit den größten Quoten wie USA, BRD, Japan, Frankreich und GB ernannt werden und die anderen aus Mitgliedergruppen gewählt werden. Russland, China und Saudi-Arabien sind als eigenständige Gruppe vertreten.
  3. Der geschäftsführende Direktor, der Präsident des IWF und Vorsitzender des Gouverneursrats.
  4. Die beratenden Gremien, International Monetary and Finance Committee IMFC sowie der zusammen von IBRD und IWF eingesetzte Entwicklungsauschuss Develompment Assistance Committee DAC.

Im Ursprung wendete man fixe Wechselkurse nach Goldparität oder Dollarparität an. Erst bei grundlegenden Ungleichgewichten bei der Zahlungsbilanz wurden die Paritäten verändert. Die Bandbreite der Parität lag bei 1 % seit 1971 bei maximal 2,25 %. Nach der 2. Änderung des IWF-Abkommens vom April 1978 können die Mitglieder das Wechselkurssystem frei wählen.

Man fordert eine binnenwirtschaftliche Finanz- und Wirtschaftspolitik die auf Stabilität ausgerichtet ist und Wechselkursschwankungen dämpfen soll. Manipulationen von Wechselkursen sind verboten.

So kann die IWF zur Abschwächung von Währungskrisen beitragen. Auch kann sie zusammen mit der Weltbank das Problem der Auslandsverschuldung der Entwicklungsländer beheben. Im Ursprung war sie eingerichtet worden für die Hilfe bei einer kurzfristigen Zahlungsbilanzschwierigkeit, nimmt heute aber Aufgaben von langfristigen Finanzierungen wahr.

Bei der Finanzkrise 2008 stand die IWF wieder vermehrt im Fokus der Aufmerksamkeit.

IWF-Survey Publikationen erfolgen mit 23 Ausgaben im Jahr in Spanisch, Englisch und Französisch sowie vierteljährlich zusammen mit der Weltbank als Finance and Development in Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch und Arabisch sowie als IWF-Staff-Papers vierteljährlich als wisschenschaftliche Publikation auf Englisch und halbjährlich als World-Economic-Outlook.

Gebäudekosten

Gebäudekosten

Als Gebäudekosten bezeichnet man die Summe welche sich aus kalkulatorischen Gebäudeabschreibungen, Kosten für Reparaturen, den Gebäudereparaturen, Zinsen wie Pacht- und Mietzinsen und sonstigen Lasten die auf dem Gebäude liegen wie beispielsweise Müllabfuhr, Kanalreinigung etc. sowie weiteren Kosten für Heizung, Reinigung, Beleuchtung von Rämlichkeiten ergeben.

Dabei sammelt man die Gebäudekosten die für Wohngebäude, Verwaltungsgebäude, Farbrikgebäude und Lagergebäude anfallen ein einer besonderen Hilfskostenstelle namens „Gebäude“. Weitere Kostenstellen verteilt man, entsprechend der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung, nach den Maßgaben der benutzten Räume.

Fabrikationsteuer

Fabrikationsteuer

Bei der Farbikationsteuer handelt es sich um besondere Erhebungsweise einer Verbrauchsteuer, einer Produktionssteuer.

Man spricht auch von einer inneren Verbrauchsbesteuerung.

Die Fabrikationsteuer wird innerhalb des Produktionsprozesses erhoben. Daher ist sie an bestimmte Merkmale geknüpft wie ein Halbfabrikat wie bei der Bierwürze, den Rohstoffen wie Zuckerrüben, Hopfen oder Gerste sowie Herstelllungsaparaturen wie einem Maisbottich-Volumen.

Durch eine Verbesserung des Ausbeuteverhältnisses kann es steuerliche Vorteile bei der Rohstoffsteuer geben. So wurde beispielsweise die Zuckerausbeute bei Rübenschnitzeln von einem Verhältnis von 1 zu 11 auf 11 zu 6 verbessert werden.

Durch eine rationelle Betriebsführung können so Steuern gespart werden. Daher wurde die Zuckrerrübensteuer durch die Fabrikatsteuer ersetzt.

Erschöpfliche Ressource

Erschöpfliche Ressource

Bei einer erschöpflichen Ressource handelt es sich um eine natürliche Ressource deren Gesamtbestand in der Erde jedoch für menschlich relevante Planungszeiträume konstant vorhanden ist.

Wegen ihrer vorhandenen Gesamtmenge wird durch den Abbau in der Gegenwart einer Einheit in der Zukunft der Bestand der erschöpflichen Ressource um eins verringert.

Es kommt so zu einer rivalisierenden Ressourcennutzung zwischen Vergangenheit und Zukunft, welche jedoch durch Maßnahmen wie Recycling abgemildert werden kann, beispielsweise für Metalle etc.

So steht die erschöpfliche Ressource im Gegensatz zur erneuerbaren Ressource.

Typische Beispiele sind die traditionellen Energieträger wie Erdgas, Kohle, Öl und auch mineralische Stoffe.

Kapitalrücklage

Kapitalrücklage

Mit einer Kaptialrücklage beschreibt man die zu bildende Rücklage bei Kapitalgesellschaften. Diese sind nach § 272 II HGB auszuweisen.

Man betrachtet den Betrag welcher bei der Ausgabe der Anteile einschließlich den Bezugsanteilen über dem Nennbetrag erzielt wurde. Ist kein Nennbetrag vorhanden dann wird gilt der Betrag der über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurde.

Die Kaptialrücklage beschreibt den Betrag von Zuzahlungen den Gesellschafter gegen die Gewährung eines Vorzuges für ihre Anteile leisten.

Durch die Kaptialrücklage wird der Betrag beschrieben der bei der Ausgabe von Schuldverschreibungen für Wandlungsrechte und Optionsrechte zum Erwerb von Anteilen erreicht wird.

Er beschreibt den Betrag von anderen Zuzahlungen die Gesellschafter in das Eigenkapital leisten.

 

Magisches Vieleck

Magisches Vieleck

Mit dem magischen Vieleck beschreibt man den Versuch gesamtwirtschaftliche Ziele soweit möglich gleichzeitig zu erfüllen, auch wenn sie im Konflikt zu einander stehen.

Es werden Ziele wie Preisniveaustabilität, hoher Beschäftigungsgrad/Vollbeschäftigung sowie Zahlungsbilanzgleichgewicht angestrebt.

Weiterhin umfasst man als Ziel auch ein angemessenes Wachstumg (§ 1 StWG).

Die meisten westlichen Länder haben diese Ziele in ihrer Wirtschaftspolitik. Aufgrund der wechselseitigen Abhängigkeiten von gesamtwirtschaftlichen Variablen können die unterschiedlichen Ziele nicht im vollem Umfang und gleichzeitig erfüllt werden.

Daher bezeichnet man das Vieleck auch als magisch, es werden nämlich Zielkonflikte bei der Bündelung der Ziele einbezogen die durch die wirtschaftliche Interdependenz bedingt sind.

Gewinn

Gewinn beschreibt im Handelsrecht den Unternehmensgewinn, den Jahresüberschuss als Differenz zwischen den Aufwendungen und Erträgen eines Geschäftsjahres.

Der Gewinn wird mit einer Gewinnermittlung, Erfolgsrechnung ermittelt. Bei Kapitalgesellschaften nutzt man die Gewinnverwendung, Gewinnausschüttung. Bei Personengesellschaften kommt die Gewinn- und Verlustbeteiligung zum Einsatz.

In der Kostenrechnung ermittelt sich der Betriebsgewinn aus der Differenz zwischen den Kosten und den Erlösen einer Periode als Betriebsergebnis bzw. Deckungsbeitrag.

Das neutrale Ergebnis, der neutrale Gewinn ist Unternehmensgewinn – Betriebsgewinn.

Im Steuerrecht kann die Ermittlung des Gewinnes auf verschiedene Arten erfolgen bei der Einkünfteermittlung. Dabei unterliegt der steuerliche Gewinn der Einkommens- oder Körperschaftssteuer und bildet den Ausgangswert für die Errechnung des Gewerbeertrages nach § GewStG.

In der Preis- und Markttheorie berechnet sich die Differenz zwischen dem Erlös U(x) und Kosten K(x) der Gewinn zu G(x) = U(x) – K(x).

Bildet man die erste Ableitung so spricht man vom Grenzgewinn nach der Formel G‘ (x)=U‘ (x) – K‘ (x).

Daher ist der Grenzgewinn eine Gewinnveränderung der sich ergibt wenn man eine Einheit zusätzlich produziert und verkauft. Nach der notwendigen Bedingung muss für die Bestimmung des Maximums der Grenzgewinn gleich Null werden.

G'(x) = 0 <=> U'(x) = K'(x)

Für die hinreichende Bedingung ist die zweite Ableitung <0.  G“ (x) < 0.

Und somit U“(x) < K“(x).

Moral

Moral beschreibt normative Regeln welche das Handeln von Menschen faktisch bestimmen (sollten). Menschen reagieren beim Verstoß auf diese Regeln mit Schuldgefühlen.

Im Gegensatz dazu steht die Ethik, sie ist die Theorie der Moral.

Unter Moral versteht man auch die Sitte, die mores welche ein traditionelles Spektrum von Konvektionen abdecken inklusive von sanktionsbewerten Rechtsregeln.

Nach Kant erfolgt eine Vertiefung und Verengung des Moralbegriffes auf die Autonomie des Gewissen von jedem einzelnen. Aufgrund des Anspruchs auf Allgemeingültigkeit seiner Maximen konzeptionell an die Gesellschaft, also an die Menschheit gebunden.

Man unterscheidet seit Hegel zwischen Moral, der Moralität im Sinne einer individuellen Überzeugung und der Sittlichkeit die im Sinn durch Verfassung und Recht geschützt ist sowie historisch und kulturell durch das Insitutionensystem einer Gesellschaft geprägt ist.

Kosten-Nutzen-Analyse

Kosten-Nutzen-Analyse

Kosten-Nutzen-Analyse beschreibt eine Verfahren welches für eine vergleichende Bewertung von Handlungsalternativen und Objekten genutzt wird.

Man spricht auch von einer Benefit-Cost-Analyse, Nutzen-Kosten-Analyse oder Cost-Benefit-Analyse.

Die Kosten-Nutzen-Analyse findet häufig Anwendung in der öffentlichen Haushaltswirtschaften unter anderem bei öffentlichen Infrastruktur-Investionsvorhaben. Man stellt den Nutzen (Erträge) und Kosten für ein Projekt gegenüber. So werden abdiskontierte private, gesellschaftliche pekuniären und nicht-pekuniären Nutzen und Kosten für die Zukunft vom aktuellen Zeitpunkt ermittelt.

Man entscheidet sich dann in der Regel für die Alternative die die größte Differenz wischen Kosten und Nutzen aufweist.

In der Ressourcenökonomie und Umweltökonomie findet dieses Bewertungsverfahren ebenfalls Anwendung.

Die Wohlfahrtstheorie begründet diese Art der Entscheidungsfindung. Man betrachtet hiernach die Kosten für das Investitionsobjekt als Minderung und die Erträge als Zuwachs für die gesellschaftliche Wohlfahrt.

Problematisch bei der Nutzen-Kosten-Analyse ist, dass externe Einflüsse, die Wahl des Zeitraumes, Ermittlung des Diskontfaktors und verbundener Nebenwirkungen nicht wirklich objektiv ermittelt werden können.