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Absentismuszeit

Absentismuszeit

Mit Absentismuszeit beschreibt man alle von der tatsächlichen (tariflich oder einzelvertraglich vereinbarten) abweichenden Arbeitszeit für Urlaub inkl. Krankheit, Mutterschaft, Qualifizierungszeiten, Bildungsurlaub etc.

Auslandungsplätze

Auslandungsplätze

Mit Auslandungsplätze bezeichnet man beim internationalen Seefrachtverkehr den Zielhafen an dem die Ladung gelöscht wird. Also der Zielhafen der Fracht, der Hafen des Importeurs.

Im Gegensatz dazu beschreiben Abladeplätze die Versandhäfen, die Abladehäfen andenen die Ladung zur Verladung abgeladen bzw. angeliefert wird, im Hafen des Exporteurs.

Konsolidierung

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Konsolidierung

Mit Konsolidierung beschreibt man Einzelabschlüsse von rechtlich selbständigen Unternehmen, die ihre wirtschaftliche Selbständigkeit verloren haben. Sie werden im Konzernabschluss zusammengefasst. Doppelzählungen von Verbindlichkeiten und Forderungen sind hierbei zu vermeiden.

Man beschreibt auch die Umwandlung von kurzfristige in langfristige Schulden als Konsolidierung wie der Ausgabe einer Anleihe zur Ablösung von Bankkrediten.

Sie beschreibt auch die Zusammenfassung mehrer Anleihen zu einer mit günstigeren Bedingungen.

Eine Konsolidierung bezeichnet einen Zusammenfassung von Bilanzpositionen von verschiedenen Unternehmen die einem Konzern angehören.

Auch die Stabilisierung der Kursentwicklung an der Börse nach großen Schwankungen wird als Konsolidierung bezeichnet.

Im gesamtwirtschaftlichen Rechnungswesen beschreibt man damit auch die Zusammenfassung von Konten mit gleichartigen Bestands- oder Stromgrößen.

Durch die Konsolidierung kann man die Umwandlung von privaten oder öffentlichen kurzfristigen Schulden in langfristige beschreiben.

Einzelbilanzen werden zur Konzernbilanz zusammen gefasst durch Kapital-Konsolidierung, Schulden-Konsolidierung sowie Erfolgs-Konsolidierung bei einer einheitlichen Rechnungsperiode, Kontenplänen, Bewertung und Recheneinheit.

Nasse Stücke

Nasse Stücke

Nasse Stücke bezeichnet Pfandbriefe einer Emission welche noch nicht im Umlauf sind.

Sie befinden sich noch in der Verwahrung eines Treuhänders und konnten bisher noch nicht untergebracht werden. Da sie noch nicht emittiert wurden besteht auch ein Bilanzierungsverbot.

Absatzkartell

Absatzkartell

Mit einem Absatzkartell umschreibt man das Erscheinen eines Absatzsyndikats und 22 Absatzorientierungen des Gebietskartells.
Es handelt sich hierbei um eine spezielle Ausprägung von Kartellformen die man auch als Kartell einer höheren Ordnung bezeichnet.

Typische Kennzeichen von Kartellorganisationen sind, dass sie als Institution mit einer eigenen Rechtspersönlichkeit zwischen den Absatzmärkten und Kartellmitgliedern erscheinen.

So werden Kartellverpflichtungen durch die Kartellmitglieder umgangen. Das Gebietskartell beschreibt hier Kartellvereinbarungen bezüglich räumlicher Abgrenzungen bei den Absatzgebieten der Kartellmitglieder. Sie teilen so den Markt unter sich auf.
So kann es zu Monopolen der Kartellmitglieder kommen, wenn es keine bedeutende Konkurrenz von Außenseitern des Kartells gibt.

Absatzkette

Absatzkette

Die Absatzkette beschreibt aufeinander folgende Absatzorgange.Für ein Erzeugnis beschreibt die Absatzkette die regelämßige bzw. mit einer gewissen Regelmäßigkeit folgenden Schritte vom Hersteller bis zum Endverbraucher.

Man unterscheidet hierbei mehrstufige Absatzketten in der Praxis wie zum Beispiel Hersteller Grossist -> Sortimenter -> Verbraucher

 

Carry-Over

Carry-Over

Mit Carry-Over bezeichnet man die Nachwirkrate einer Werbemaßnahme. Je nach Zielgruppe und Werbeart kann die Nachwirkung unterschiedlich ausfallen.

Man muss hierbei noch die Trägheitsrate beachten, also den Zeitraum bis eine Werbemaßnahme ihr volle Wirkung zeigt. Es kann ein zyklischer Zusammenhang zwischen Werbeaufwand und Werbewirkung nachgewiesen werden. Wichtig hierbei ist die Größe der zeitlichen Verzögerung zwischen der Werbung und der Auslösung des Kaufwunsches bei der Zielgruppe.

Die zeitliche Verzögerung ist auch bei Saisonartikel besonders von Bedeutung. So kann es in der Bekleidungsindustrie sinnvoll sein Werbeaufwendungen parallel zu Absatzkurve verlaufen zu lassen. So verblasst die Wirkung der Werbung für Sommermode bei kalten Temperaturen. Auch Saisonartikel wie der Weihnachtsgeschäftemarkt beachtet zeitliche Versätze. So fängt man schon im Oktober und November mit der Werbung an, sobald  die ersten Weihnachtseinkäufe getätigt werden. Mit Beginn des Adventes ist schon ein großer Teil des Marktumsatzes getätigt worden.

Auch bei Erfrischungsgetränken und Speiseeis gelten ähnliche Regeln. Man beginnt hier schon vor dem heißen Wetter in Form einer Vorsaison. Die Absätze steigen schon im Frühling und sind über den Sommer hin konstant.

Man kann die Nachwirkrate auch in Zahlen fassen. Eine Nachwirkrate von 0.70 pro Monat sagt aus, dass die Werbewirkung im Folgemonat um 30% nachgelassen hat im Vergleich zum aktuellen Monat, sie verblasst also allmählich.

Handelsüberwachungsstelle

Handelsüberwachungsstelle

Die Handelsüberwachungsstelle ist ein Börsenorgan welches von der Wertpapierbörse unter Beachtung der Maßnahmen der Börsenaufsichtsbehörde eingerichtet wird.

Sie überwacht den täglichen Börsenhandel. Dazu werden relevante Daten des Börsenhandels und der Börsengeschäftsabwicklung erfasst und systematisch und lückenlos ausgewertet.

Die Handelsüberwachungsstelle führt auch notwendige Ermittlungen bei Unregelmäßigkeiten im Börsenhandel durch.

Weiterhin ist sie verpflichtet die Börsenaufsichtsbehörde und die Börsengeschäftführung bei Unregelmäßigkeiten zu informieren. Die Einzelheiten und genauen Kompetenzen werden in § 1bBörsG geregelt.

Objektfaktor

Objektfaktor

Unter einem Objektfaktor versteht man Produktionsfaktoren die für die Produktion nötig sind. Ohne sie kann die Produktion nicht statt finden, sie können auch die Produktion verändern.

Sie können auch selbst das Objekt der Leistungserstellung sein wie die Fracht im Verkehrsbetrieb. Für Dienstleistungsbetriebe ist eine Produktion ohne Objektfaktor nicht möglich.

Die Objektfaktoren bleiben bei Dienstleistungs- und Sachleistungsbetrieben im Eigentum von Dritten.

Darlehen

Darlehen

Unter einem Darlehen versteht man ein Rechtsgeschäft bei dem der Gläubiger dem Darlehensschulder eine Geldsumme oder vereinbarte Sache zur Verfügung stellt.

Der Darlehensnehmer muss hierbei die empfangenen Sachen von gleicher Güte, menge und Art zu einem bestimmten Termin zurückerstatten.

Dabei wird das Entgelt für das Darlehen durch Zinsen oder Disagio bei der Darlensauszahlung geleistet.

Umgangsprachlich wird auch der Geldbetrag des Darlehens selbst als Darlehen betrachtet.

Haben Leistung und Gegenleistung Geldform spricht man von einem Kredit.

Kalkulatorische Kosten

Kalkulatorische Kosten

Unter kalkulatorischen Kosten versteht man Kosten bei denen kein Aufwand in der selben Höhe gegenübersteht. Bei der Finanzbuchhaltung achtet man auf Rechnungslegung und Dokumentation, bei der Kostenrechnung steht die Substanzerhaltung im Mittelpunkt.

Darum erfolgen Abschreibungen bei der Kostenrechnung auf der Basis von Wiederbeschaffungswerten und nicht auf der Basis von historischen Anschaffungskosten und Herstellungskosten.

So haben die Kosten eine andere Höhe als ihre entsprechende Aufwandsposition. Zusatzkosten treten auf wenn die Kosten zusätzlich zu den Aufwandpositionen bestimmt werden wie zum Beispiel der kalkulatorische Unternehmerlohn (in der Kostenabrechnung anzusetzendes Entgelt für die Tätigkeit des die Unternehmung leitenden Eigentümers bei einer Einzelunternehmung oder Personengesellschaft) oder die Eigenkapitalzinsen. Bei der kalkulatorischen Abschreibung geht der Kostenfaktor in die Kostenrechnung ein, anders als bei bilanziellen Abschreibungen bei denen der Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtig wird.

Sachanlagevermögen

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Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen beschreibt die materielle Komponente eines Anlagevermögens, also die Aktivseite der Bilanz. Sie umfasst bewegliche, wie den Fuhrpark als auch unbewegliche Vermögenswerte wie Grundstücke, Maschinen und Gebäude.

So ergibt sich das Sachanlagevermögen nach dem Abzug vom Anlagevermögen (§ 266 HGB) aller immaterieller Vermögen wie Patente, Rechte, Lizenzen, Konzessionen, dem Abzug von Finanzanlagen wie Beteiligungen, langfristigen Dahrlensforderungen, Kapitalanlagen in Wertpapieren (ohne Beteiliungsabsicht erworben).

Das Sachanlagevermögen beschreibt alle Vermögensgegenstände mit einer physischen Substanz.

Nach den Ausweisvorschirften des HGB wird nicht zwischen betriebsnotwendigen und nicht betriebsnotwendigen Sachanlagen unterschieden.

Die Jahresabschlüsse nach internationalen Grundsätzen vermitteln daher einen bessern Überblick über die Vermögenslage.

Nach IAS/IFRS werden Immobilien, investment property als Finanzanlage ausgewiesen. Nach dem US-GAAP werden nur betriebsnotwendige Sachanlagen gewertet.

Immobilien die als Finanzanlage gehalten werden gelten hier als other investments, sonstige betriebliche nicht (mehr) oder noch nicht genutzte Analgen werden als other assets ausgewiesen.

Anspruchsgruppen

Anspruchsgruppen

Unter Anspruchsgruppen, den Stakeholders (Eigentümer), versteht man sowohl externe als auch interne Personengruppen die von unternehmerischen Tätigkeiten in der Gegenwart oder Zukunft direkt als auch indirekt betroffen sind.

Die Eigentümer haben zu dem das Recht ihre Interessen gegenüber der Unternehmung geltend zu machen. So muss die Unternehmsführung bei ihren Entscheidungen die Interessen der Anspruchsgruppen berücksichtigen (Social Responsiveness).

Die internen und externen Anspruchsgruppen haben hierbei unterschiedliche Erwartungen und Ansprüche an das Unternehmen.

 

Kalibrierung

Kalibrierung

Mit Kalibrierung bezeichnet man die Ermittlung einer systematischen Messabweichung einer Messeinrichtung ohne die Veränderung der Messeinrichtung nur anhand der Feststellung zwischen der Verbindung von Ausgangsgröße, der Anzeige und der entsprechenden Eingangsgröße, der Maßverkörperung.

Bei der Kalibrierung erfolgt eine Zuordnung von festen Maßeinheiten zu einer Skala. So besitzt beispielsweise ein Thermometer einen exakt kalibrierten Nullpunkt und Siedepunkt.

A2A

A2A

Mit Administration-to-Administration (A2A) beschreibt man im E-Commerce Transaktionsbereiche und Marktbereiche bei denen alle Transaktionen zwischen öffentlichen Institutionen beschrieben werden.

c2b

C2B

Mit Consumer-to-Business (C2B) bezeichnet man im E-Commerce Transaktionsbereiche und Marktbereiche bei denen der Endverbraucher als Anbieter einer Leistung auftritt.

Das Unternehmen fungiert hier als Nachfrager dieser Leistung.

Ubiquität

Ubiquität

Mit einer Ubiquität bezeichnet man die räumlich unbegrenzte Verfügbarkeit von Gütern sowie Produktionsfaktoren. So sind ubiquitäre Faktoren nicht an einen Standort gebunden und überall verfügbar.

Bei der Markenpolitik bezeichnet die Ubiquität das Ziel von möglichst umfassender Distributionsdichte. So soll das Produkt quasi überall verfügbar sein.

So kann die Stamm-Marke von den Verbrauchern überall nachgekauft werden. Dazu muss sich ein Produkt jedoch zu einem Markenartikel entwickeln. Vor allem für ein Konsumartikel der unteren Preisklasse ist eine flächendeckender Vertrieb wichtig für den Absatzerfolg.

Eine Limonade wie Cola kann so ubiquär erhältlich sein, wohingegen hochpreisige exklusive Produkte selten überall verfügbar sind. Auch gibt es regionale Spezialitäten wie Biere, Spirituosen etc.

Auch das Internet weist eine Ubiquität auf, da es überall Informationen und Produkte verfügbar macht.

Bei einer 100% igen Distributionquote spricht man von einer Überallerhältlichkeit, einer Ubiquität. Das Gegenteil ist ein exklusiver Selektivvertrieb.

Umbuchung

Umbuchung

Die Umbuchung ist ein Teil der Betriebsübersicht. Man nimmt vorbereitende Abschlussbuchungen vor wie z.B. Abschreibungen auf Anlagevermögen und Umlaufvermögen sowie Bestandsveränderungen bei unfertigen und fertigen Erzeugnissen.

Aber auch zeitliche Abgrenzungen, Bildung von Rückstellungen, Angleichung von Bestandsdifferenzen gegenüber einer Inventur, Abschluss von Unterkonten des entsprechenden Hauptkontos und Bewertungskorrekturen.

Marketing

Marketing

Marketing umschreibt die Ausrichtung eines Unternehmens auf die Bedürfnisse des Marktes. Gerade bei wettbewerbsintensiven Märkten müssen die Bedürfnisse des Nachfragers im Zentrum der Unternehmensstrategie stehen.

Mit Marketing wird also die Denkhaltung des Unternehmens umschrieben, man muss Marktveränderungen erkennen ebenso wie Bedürfnisverschiebungen und sich dann rechtzeitig Wettbewerbsvoteile sichern.

Das Marketingmangagement muss den Nutzen für den Kunden nachhaltig verbessern.

Gerade die Kundenorientierung steht im Vordergrund noch vor den Mitarbeitern, Staat, Anteilseigenern etc. Als operative Marketing-Instrumente stehen die 4 P zur Verfügung

Marketing-Instrumente

  1. Produkt-/Leistungs- (Product)
  2. Preis- (Price)
  3. Kommunikations- (Promotion)
  4. und Vertriebspolitik (Place)

Die Produktpolitik umfasst Entscheidungen die das Leistungsprogramm des Unternehmens umschreiben, wie Analyse, Planung und Umsetzung von Produktveränderungen, Serviceleistungen etc.

Die Preispolitik legt Konditionen fest mit denen man Leistungen und Produkte anbietet wie Rabatte, Boni, Grundpreis, Skonti etc.

Die Kommunikationspolitik umfasst die Mittel der Kommunikation zwischen Kunden und Unternehmen wie Mediawerbung, Direct Marketing, Sponsoring, Verkaufsföderung, PR (Public Relations), Events und Messen.

 

Die Vertriebspolitik erstellt das Absatzkanalsystem mit der man die zeitliche und räumliche Distanz zwischen Kunde und Unternehmen überwindet.

Interne Abteilungen wie Marktforschung, Werbung etc werden miteinander abgestimmt. Externe Stellen können als Absatzvermittler und Werbeagenturen fungieren.

Auch die Kundenbindung gewinnt an Bedeutung.

Negativzins

Negativzins

Mit dem Negativzins bezeichnet man den Zustand wenn die nominalen Zinsen für die Einlagen bei einer Bank kleiner als Null sind. Der Einleger also selbst Zinsen zahlen muss und keine ausgezahlt bekommt für seine Einlage.

Wenn die Regierung eines Landes zur Abwehr von Einfuhr nicht gewünschter Kapitaleinfuhren Auslandsgelder mit Strafzinsen belegt kann es zu einem Negativzins kommen.

Man unterscheidet vom Negativzins den negativen Realzins der auch bei einem positiven Nominalzins durch eine höhere Inflationsrate ensteht.

Durch den Negativzins werden unerwünschte Geldzuflüsse aus dem Ausland unterbunden, der (gebietsfremde) Bankkunde zahlt den (Straf-)zins auf sein Kontoguthaben.aus dem Ausland.