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Wandelanleihe

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Wandelanleihe

Die Wandelanleihe, auf Englisch „Convertible Bond“ besagt, dass neben den normalen Gläubigerrechten wie Zinszahlung und Rückzahlung dem Anleger ein weiteres Recht auf den Umtausch der Anleihe in Aktien gewährt wird.

Aufgrund dieses Umtauschrechts wird aus dem ursprünglichen Gläubigerverhältnis ein Beteiligungsverhältnis, weil das mit der Wandelanleihe aufgenommene Fremdkapital zu Eigenkaptial gewandelt wird.

Man benötigt für die Emission von Wandelanleihen die Zustimmung der Hauptversammlung, denn für die Wahrung des Umtauschrechtes ist eine bedingte Kapitalerhöhung nötig.

Aktiengesellschaften ist eine Fianzierung über Wandelanleihen vorbehalten. Auch steht bei der Emission von Wandelanleihen den Aktionären der kreditsuchenden Aktiengesellschaft ein Bezugsrecht zu. Dabei können die Aktionäre mit ihrem Bezugsrecht Wandelanleihen beziehen oder ihre Bezugsrechte verkaufen.

Werden Wandelanleihen ausgegeben so sind in den Anleihebedinungen weiterhin Wandlungsverhältnis, Wandlungsfrist und mögliche Zahlungen aufzunehmen.

Warentypologisierung

Warentypologisierung

Die Warentypologisierung ist eine Klassifikation nach Relations- und Eigenmerkmalen. Die Merkmale haften dabei der Ware selbst an und betreffen ihre physische Gestaltung und stoffliche Beschaffenheit als Eigenmerkmale. Auch achtet man auf die Merkmale welche sich aus dem Verhalten der Personen im Umgang mit der Ware ergeben als Relationsmerkmale.

Beispiele hierfür sind flüssige, gasförmige, nicht verderbliche, verderbliche Waren oder anonyme sowie markierte Waren oder frei kalkulierbare oder preisgebundene Waren, moderne sowie alteingeführte Waren, Waren des täglichen oder aperiodischen Bedarfs, Waren als erklärungsbedürftige oder problemlose Produkte.

Für das Handelsmarketing und die Handelsbetriebslehre ist das systematische Aufstellen eines Merkmalkatalogs die Grundvoraussetzung für die Nutzung der Warentypologisierung.

Werbebotschaft

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Werbebotschaft

Unter einer Werbebotschaft versteht man eine Argumentation einer Organisation mit der man Sympathie und Aufmerksamkeit von den Mitgliedern einer Zielgruppe im Rahmen von Werbung gewinnen möchte und sie zu einem bestimmten Verhalten oder Grundhaltung veranlassen will. Man versucht durch die Werbebotschaft zu verdeutlichen was man dem Abnehmer bieten kann. Man richtet sich an den Nutzen und die Bedürfnisse bzw. Problemlösung des potentiellen Kundens bzw. Käufers des Produktes oder der Dienstleistung. Durch eine kreative Idee kann man das eigene Produkt von den anderen am Markt erhältlichen abgrenzen.

Es werden hierbei 3 Formen unterschieden bei der Ansprache der Zielgruppenmitglieder. Zum einen kann an die Moral und das Gewissen appelliert werden, zum andern kann man eine rationale Argumentation nutzen oder auch an die Gefühle appellieren durch die Werbebotschaft. Die Argumente können sich auch gegenseitig ergänzen. Sie hängen auch ab von dem Werbeobjekt und dem Werbeträger den man wählt.

Die Emotionen, Triebe können zusammen mit einer konsumspezifischen Motivation die Grundlage für die Bildung der Werbebotschaft bilden. Es können Düfte, Abbildungen (auch erotischer Form) etc. genutzt werden um bestimmte Reize anzusprechen und so um Kauf zu motivieren. Häufig können auch Grundbedürfnisse im Vordergrund stehen die man zu befriedigen versucht wie mit Nahrung oder der Sicherheit. Die Werbung kann sowohl psychisch als auch physisch ansprechend sein. Wichtig ist es adäquate Werbebotschaften und Werbemittel zu finden mit denen man das gewünschte Werbeziel und Werbereichweite erzielen kann. Auch kann man Humor nutzen, zweiseitige Argumentationen, sowie unterschiedliche Werbewege wie Radio, TV, Internet, Print-Medien, Social-Media etc.

Wertpapierbörse

Wertpapierbörse

Mit dem Begriff Wertpapierbörse beschreibt man einen amtlichen Markt für Wertpapiere auf dem vereidigte Makler (Kursmakler) während den Börsenstunden von Montag bis Freitag von 11.30 bis 13.30 Uhr die Kurse feststellen welche sich aus denen ihnen vorliegenden Kauf- und Verkaufsaufträgen ergeben. In der Bundesrepublik gibt es insgesamt 8 Wertpapierbörsen und zwar:

  1. Berlin
  2. Bremen
  3. Düsseldorf
  4. Frankfurt
  5. Hamburg
  6. Hannover
  7. München
  8. Stuttgart

Wahrscheinlichkeitsrechnung

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Wahrscheinlichkeitsrechnung

Die Wahrscheinlichkeitsrechnung beschreibt ein Gebiet der Mathematik und Statistik, mit der dier Beziehung zwischen den Wahrscheinlichkeiten von Ereignissen und Ereigniskomplexen in einem Ereignisraum untersucht werden. Sie dient der Quantifizierung von möglichem Auftreten von Ereignissen. Das Grundmodell ist der Zufallsvorgang, ein Vorgang bei dem das Ereignis im Voraus nicht feststeht.

Zu jedem von endlich vielen möglichen Ergebnissen wird eine Zahl zwischen 0 und 1, seine Wahrscheinlichkeit zugeordnet. Die Wahrscheinlichkeiten addieren sich dabei zu 1. Man betrachtet abhängige und unabhängige Zufallsvorgänge, Folgen von Zufallsvorgängen sowie numerische Ergebnisse von Zufallsvorgängen (Zufallsvariable). Es werden Wahrscheinlichkeiten abgeleiteter Ereignisse berechnet sowie Wahrscheinlichkeitsverteilungen von Zufallsvariablen bestimmt und durch Parameter gekennzeichnet.

Auf die Zufallsvariable erstrecken sich unendlich viele Ereignisse. Es sind auch approximative Berechnungen von Wahrscheinlichkeiten bei den Grenzwertsätzen erlaubt.

Wahrscheinlichkeiten werden multipliziert (sowohl A als auch B liegen vor) oder addiert (die Ereignisse A und B liegen vor).

Währungsreform

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Währungsreform

Eine Währungsreform beschreibt eine Neuordnung des Geldwesens geleitet durch den Staat. Häufig folgt dies aufgrund von Zerrütung einer Währung durch eine starke Inflation.

Außerdem kommt es zu einer Emission einer neuen Währungseinheit. Sobald die alte Währung mindestens eine ihrer Geldfunktionen nicht mehr erfüllt kann es zu einer Währungsreform kommen wie in Deutschland 1923 als die Mark des deutschen Kaiserreiches fast wertlos geworden war und 1924 durch die Rentenmark stabilisiert und durch die Reichsmark abgelöst wurde.

1948 kam es am Endes des Zweiten Weltkrieges zur Deutschen Mark als die alte Währung durch die Schuldenwirtschaft und Kriegswirtschaft der Nationalsozialisten zerstört wurde.

Werbeplanung

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Werbeplanung

Unter einer Werbeplanung versteht man einen schrittweisen und systematischen Prozess bei dem man eine Werbekampagne erarbeitet. Dazu beginnt man mit einer Analyse (Werbeanalyse) der Ausgangssituation. Hiebei sammelt und analysiert man Daten über das Werbeobjekt, seine Bewerbbarkeit, mögliche Abnehmer, Konkurrenten, Kommunikationsstruktur, gesellschaftliche Rahmenbedingungen, den jeweiligen Produkt-Markt im Allgemeinen sowie die Anbieter der Leistung im Hinblick auf Strategie, Marketingziel und Positionierung im Markt.

Nach Ermittlung dieser Daten können Werbestrategie und Werbeziel bestimmt werden.

In der Werbestrategie sind Aussagen für die anzusprechende Werbezielgruppe enthalten sowie die zu übermittelnde Werbebotschaft, das Werbebudget und die einzuschlagende Anspracherichtung.

In einem Briefing fasst man Ergebnisse aus Werbestrategie und Werbeanalyse zusammen. So hat man eine Informationsgrundlage für die Werbeabteilung der Firma oder eine Werbeagentur. Diese plant die Streuung über ausgewählte Werbeträger und die Art der Gestaltung der Werbebotschaft sowie die zu wählende Ansprache.

Weiterhin legt man das Werbetiming und die Werbedosierung fest, die Unternehmsleitung lehnt oder genehmigt die so größtenteils geplante Werbemaßnahme. Für sind Erreichung des Werbeziels und Höhe des Werbebudgets für die Genehmigung des Werbeplans wichtig Faktoren.

Auch können Werbewirkungskontrollen geplant und festgelegt werden mit denen man abschließend die Werbemaßnahme messbar machen kann bezüglich ihrer Werbewirkung.

 

Wirtschaftlichkeitsprinzip

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Wirtschaftlichkeitsprinzip

Das Wirtschaftlichkeitsprinzip ist ein Grundsatz, ein ökonomisches Prinzip bei dem man einen bestimmten Erfolg mit einem möglichst geringen Mitteleinsatz, dem Minimalprinzip entsprechen oder mit einem bestimmten Mitteleinsatz den größte möglichen Erfolg nach dem Maximalprinzip erreichen möchte.

Werkvertrag

Werkvertrag

Der Werkvertrag beschreibt einen gegenseitigen Vertrag mit dem sich der Unternehmer zur Herstellung eines versprochenen Werkes und der Besteller zur Entrichtung der vereinbarten Vergütung verpflichten nach § 631 BGB.

Wissenschaftstheorie

Wissenschaftstheorie

Unter der Wissenschaftstheorie versteht man in der Wirtschaftssoziologie alle metawissenschaftlichen Erörterungen über Wissenschaft, zu welchen vor allem die logische Analyse der Begriffe der Wissenschaft, der wissenschaftlichen Methoden und der Wissenschaftsvorausstzungen zählen.

Man arbeitet in der modernen Wissenschafttheorie mit sprachanalytischen und formallogischen Mitteln und konnte so die Unzulänglichkeit (aufgrund der Eindimensionalität) der Kriterien für den Begriff der Erklärung und der empirischen Signifikanz nachweisen.

Man erweitert den engeren Bereich der Wissenschaftslehre welcher auch als Methodologie bezeichnet wird (mit wissenschaftlichen Methoden und Grundlagen) um die Erörterung der Ziele der Wissenschaft sowie der Implikation von Forschungsergebnissen für philosophische Probleme. Diesen erweiterten Rahmen beschreibt man auch durch den angelsächsischen Ausdruck „philosophy of science“.

Auch wurde gezeigt, dass eine eine Präzisierung wissenschaftlicher Vorgehensweisen ausschließlich mit syntaktischer und semantischer Kriterien nicht durchführbar ist.

Man nimmt daher immer mehr pragmatische Kriterien in Betracht und es werden Methoden und Regeln nach einem vorausgesetzten Zweck hin auf Adäquatheit hin überprüft, wie etwa dem Erkenntnisfortschritt.

Währungsreserven

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Währungsreserven

Der Begriff Währungsreserven beschreibt die international verwendbaren liquiden (flüssigen) Mittel eines Landes die über die Notenbank zur Verfügung stehen.

Man rechnet zu den Währungsreserven insbesondere Gold, die Bestände an international verwendbaren ausländischen Währungen und Sonderziehungsrechte.

Die Währungsreserven bestimmen die Fähigkeit eines Landes sich  eigener Kraft Defizite der Zahlungsbilanz zu finanzieren.

Working Capital

Working Capital

Unter dem Working Capital versteht man das Nettoumlaufvermögen, also die Differenz zwischen Umlaufvermögen und kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Es beschreibt die (positive) Differenz zwischen (kurzfristig gebundenem) Umlaufvermögen wie Vorräte, Forderungen etc und dem kurzfristig Fremdkapital, also Verbindlichkeiten aus Lieferungen, kurzfristige Kredite etc.

Man spricht von einer positiven Differenz aus Umlaufvermögen wie current assets und kurzfristigen Verbindlichkeiten wie current liabilities welche der Aufrechterhaltung des Leistungsprozesses dienen, weil Umlaufvermögen in Höhe der current assets für die Erfüllung der current liabilities zur jeder Zeit verfügbar sein müssen.

Man bildet einen Quotienten aus Umlaufvermögen zu kurzfristigen Verbindlichkeiten und spricht von einer „Working-Capital-Ratio“, dieses Verhältnis sagt aus in welchem Umfang bei normalen Geschäftsgängen leicht liquidierbare Vermögensteile zur Disposition stehen und nicht zur Tilgung von kurzfristigen Schulden aufgebracht werden müssen.

Liegt ein positives Working Capital vor so wurde die goldene Bilanzregel eingehalten, also liegt das langfristige Kapital höher als das Anlagevermögen.

Bei Fonds zeigt das Working Capital langfristig finanzierte Vermögensteile welche innerhalb eines Jahres in Geld umgewandelt werden können und so die Liquiditätsreserve eines Unternehmens bilden.

Aus Sicht eines Erwerbsstrebens sollte man gebundenes Kapital in Vorräten und Forderungen kritisch sehen, so achtet man durch Rationalisierungsbestrebungen auf die Senkung derartigen Kapitals wie mit einer Verbesserung der Lagerwirtschaft, Factoring etc.

Man kann das Working Capital betrachten zwischen 2 Bilanzstichtagen für einen zeitlichen Vergleich als Relation zur Entwicklung der Bilanzsumme.

So ergibt sich folglich:

Bei der Erhöhung des Working Capital, dass ein größerer Teil des Umlaufvermögens langfristig finanziert wurde und der Anlagedeckungsgrad verbesserbar ist

Bei der Abnahme des Working Capital, dass kurzfristige Verbindlichkeiten in Relation gestiegen sind und Investitionen des Geschäftsjahres nicht fristenkongruent fiananziert worden sind, somit hat sich der Anlagendeckungsgrad verschlechtert.

Möchte man Unternehmen miteinander vergleiche so spielt die Kennziffer Working Capital eine Rolle für das Rating, man betrachtet hier auch den Standort, die Größe des Unternehmens, die Branche etc. als mögliche Einflussgrößen.

Wirtschaftlichkeitsprüfung

Wirtschaftlichkeitsprüfung

Die Wirtschaftlichkeitsprüfung in der Gesundheitswirtschaft wird auch als „efficiency audit“ bezeichnet.

Sie ermöglicht die Überwachung der Wirtschaftlichkeit in der vertragsärtzlichen Versorgung und ist eine gemeinsame Aufgabe der Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen).

Nach § 106 SGB V unterscheidet man zwischen einer Auffälligkeits- und Zufälligkeitsprüfung.

Man nimmt Auffälligkeitsprüfungen vor wenn die ärztlich verordneten Leistungen die gegeben Richtgrößen überschreiten.

Bei den Auffälligkeitsprüfungen sollen nicht mehr als 5 % der Ärzte einer Fachgruppe betroffen sein nach dem GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz (GKV-WSG).

Ist der Arzt verpflichtet Rückzahlungen an eine Krankenkasse zu mache so muss die Festlegung innerhalb von 2 Jahren nach dem Ende des geprüften Verordnungszeitraumes erfolgen.

Das GKV-WSG sieht vor, dass vor allem Ärzte geprüft werden die ärztliche verordnete Leistungen in bestimmten Anwendungsgebieten deutlich von der Fachgruppe abweichen und auf verordnete Leistungen von Ärzten die an der Untersuchung nach § 67 Abs. 6 des Arzneitmittelgestzes beteiligt sind.

Man untersucht bei den Zufälligkeitsprüfungen pro Quartal 2 % der Ärzte mit arzt- und versichertenbezogenen Stichproben.

Für die Zufälligkeitsprüfungen werden neben dem zur Abrechnung vorgelegten Leistungsvolumen auch Überweisungen, Feststellungen zur Arbeitsunfähigkeit (AU) oder Krankenhauseinweisungen überprüft.

Sollte man wiederholt Unwirtschaftlichkeit feststellen so kommt es zu pauschalen Honorarkürzungen.

Werden Richtgrößen um mehr als 25 % überschritten so musst der Vertragsarzt den Mehraufwand erstatten, wenn dieser nicht durch Besonderheiten der Praxis gerechtfertigt werden kann. Der betroffene Arzt hat jedoch auch ein Beschwerderecht.

Man hat die Wirtschaftlichkeits- und Abrechnungsprüfung in vielen Teilen durch das GKV-Modernisierungsgesetz neu geregelt.

Die Spitzenverbände der Krankenkassen und die Kassenärztliche Bundesvereinigung vereinbaren gemeinschaftlich einheitliche Richtlinien für die Durchführung bzw. den Inhalt der Zufälligkeitsprüfungen.

Die Vorstandmitglieder der Krankenkassenverbände und KVen haften wenn die Wirtschaftlichkeitsprüfungen nicht in der gesetzlichen Weise bzw. im vorgesehen Umfang erfolgen.

Das gilt auch wenn die benötigten Daten nicht übermittelt werden können. Überschreitet das Verordnungsverhalten eines Arztes die Richtgrößen im Kalenderjahr um mehr als 15 % so beraten KVen und Krankenkassen in der Vorab-Prüfung.

Durch den GKV-WSG wurde der Beschwerdeausschuss und die Organisation mit Prüfungsausschuss (mit der Entscheidung in der ersten Instanz) geändert.

Ehrenamtliche besetze Prüfungsausschüsse entfallen, die Geschäftsstelle wird zur neuen Prüfungsstelle mit einer eigenen Entscheidungskompetenz.

So soll die Prüfungsstelle künftig auch die Grundsätze des Verfahrens für die Anerkennung von Praxisbesonderheiten beschließen. Mit Hilfe der Änderungen soll die Wirtschaftlichkeitsprüfung effizienter und professionalisierter erfolgen.

Wertschöpfungskette

Wertschöpfungskette

Die Wertschöpfungskette ist eine Managementkonzept nach dem amerikanischen Betriebswirt Porter, sie stellt die zusammenhängenden Unternehmensaktivitäten im betrieblichen Gütererstellungsprozess grafisch dar.

Man spricht im Englischen auch von der „Value Chain“.

So gibt es nach Porter 5 Primäraktivitäten mit denen die den eigentlichen Wertschöpfungsprozess beschreiben:

Die interne Logistik

  1. Produktion
  2. Externe Logistik
  3. Marketing & Verkauf
  4. Service

Weiterhin unterscheidet man 4 Unterstützungsaktivitäten welche den Wertschöpfungsprozess ergänzen.

  1. Unternehmens-Infrastruktur
  2. Human Resource Management
  3. Technologie-Entwicklung
  4. Beschaffung

Dabei stellt jede Unternehmensaktivität einen Ansatz zur Differenzierung dar und kann so einen Beitrag zur relativen Kostenstellung desUnternehmens im Wettbewerb leisten.

Weltbank

Weltbank

Die Weltbank wird offiziell bezeichnet als International Bank for Reconstruction and Development, also eine Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung. Ihr Kürzel lautet IBRD.

Im Ursprung wurde die Weltbank nach dem Bretton-Woods-Abkommen gegründet und hat ihren Sitz in den USA, in Washington D.C.

Dabei war ihre ursprüngliche Aufgabe die Bereitstellung von langfristigen Kapital für den Wiederaufbau von im 2. Weltkrieg zerstörten Gebieten.

Ihre Aufgaben haben sich heute verschoben. So finanziert man heute in erster Linie Entwicklungsländer.

Die Refinanzierung der Weltbank erfolgt durch internationale und nationale Kapitalmärkte. Die Bundesrepublik trat 1952 als Mitglied bei.

Es um 150 Mitgliedsstaaten welche das Kapital der Weltbank gezeichnet haben.

Zur eigentlichen Weltbankgruppe gehören neben der Weltbank selbst noch 2 weitere Schwesterinstitute:

  1. Die International Development Association (IDA), welche sich in erster Linie auf Arbeiten in Entwicklungsländern konzentriert und ihnen günstige Kredite gewährt.
  2. Die International Finance Corporation (IFC), welche in Entwicklungsländern privatwirtschaftliche Initiativen fördert, sie vergibt Darlehen und geht Beteiligungen ein.

In Bretton Woods, in den USA wurde die Gründung der Weltbank 1944 in beschlossen. Sie begann ihre Tätigkeit 1946.

Man setzte bis 1948 die Mittel in erster Linie für den Wiederaufbau von Europa ein, nach dem ERP-Programm begannt die Unterstützung von Entwicklungsländern.

Werbebudgetierung

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Werbebudgetierung

Die Werbebudgetierung legt Planungs- und Kontrollgrößen für Werbeaktivitäten fest. Man unterscheidet dabei 3 Aufgaben, nämlich die Bestimmung des Werbebudget-Umfanges, des Werbebudgets sowie eine sachliche und zeitliche Aufteilung auf verschiedene Werbeträger.

Diese Teilaufgaben beeinflussen sich gegenseitig und erfordern so eine simultane Lösung.

In der Praxis geht man sukzessiv vor in dem man den Umfang des Werbebudgets festlegt und dann die Mittel sachlich und zeitlich verteilt.

Als Werbewirkungsfunktion bezeichnet man den Zusammenhang zwischen den Werbeausgaben und den Werbezielen. In der Praxis verwendet man hierzu heuristische Verfahren wie die Orientierung am Umsatz als Prozentsatz vom Umsatz, der Konkurrenz oder Verkaufseinheiten. Es erfolgen Kosten-Nutzen-Analysen für die zeitliche und sachliche Aufteilung des Werbebudgets.

Ökonomisch betrachtet man die Wirkung der Höhe der Werbeausgaben zu der Wirkung beim Umsatz. Die Konkurrenz-Paritäts-Methode nimmt Konkurrenten als Ausgangspunkt für die Ermittlung des Werbebudgets. Die „All you can afford“ – Methode bestimmt den Werbeetat an der finanziellen Tragbarkeit.

Die Budgethöhe richtet sich an den festgelegten Werbezielen die zu möglichst geringen Kosten erreicht werden sollen, was für Werbeobjekte beworben werden sollen, welche Zielgruppen angesprochen werden, welche Werbemittel verwendet werden in Größe, Farbe etc., welche Werbeträger in Frage kommen, die finanzielle Situation des Unternehmens etc.

Insbesondere in umsatzstarken Zeiten ergibt sich eine hohe Werberesonz, da man viele potentielle Kunden ansprechen kann in der kaufvorbereitenden Phase. Auch Orientierung am branchenüblichen Wert der Vergangenheit oder dem bisher gehaltenem Anteil dem Share of voice (SoV) ist möglich.

Die Werbebudgetierung im Detail

Die Stellung des Produktes am Markt und sein Lebenszyklus müssen für das Werbebudget betrachtet werden.

Die Gewinnmaximierung steht im Vordergrund und langfristige Effekte über die entsprechende Periode hinaus eher im Hintergrund.

Werbemaßnahmen als Investitionen in die Zukunft werden bei investitionstheoretischen Ansätzen betrachtet so können erzeugte Rückflüsse betrachtet werden, Marktforschung betrieben werden etc.

Die Kapitalwertmethode ermittel den Kapitalwert, Gegenwartswert der Werbinvestion durch die Differenz zwischen den erwarteten Werbeerlösen und Werbeausgaben die auf den Planungszeitpunkt abgezinst sind.

Investiert werden kann mit größtem Kapitalwert. Auch dynamische Wirkungen können betrachtet werden so wirkt Werbung über mehrer Perioden hinweg, wird mit der Zeit jedoch schwächer durch das Vergessen. Es kommt zu einem Sättigungsniveau.

Die sachliche Budgetverteilung nutzt sachliche Kriterien für die Verteilung des Werbebudgets auf einzelne Werbeobjekte wie Dienstleistungen, Produkte etc. bestimmte Kundensegmente wie Intensivverwender, geographische Märkte etc. Eine ökonomische Betrachtung erfolgt nach Kosten-Nutzen-Analyse und strategischer Portfolio-Analyse.

Die zeitliche Verteilung als Werbedosierung betrachtet kurzfristige intensive Werbebemühungen auf eine kleine Zeitperiode oder auch kontinuierliche Werbemaßnahmen über eine Planperiode. Der Lernerfolg, die Erinnerung steigt schneller und ist relativ hoch bei mehrfach wöchentlichen Werbeeinsatz, fällt aber auch schneller wieder ab. Bei einer langfristigen Verteilung der Werbebotschaft auf ein Jahr verteilt steigt die Erinnerungsleistung dauerhaft mit weiteren Kontakten. Man spricht so auch von Klotzen oder Kleckern bei der Werbedosierung.

Beim Kleckern kann man so einen guten Imageaufbau erreichen. Durch Pulsationsstrategien kann man beide Formen kombinieren. Mit vielen Impulsen in kurzer Zeit kann man viele Personen erreichen, durch kontinuierliche bzw. pulsierende Werbemaßnahmen hingegen den Markennamen aufbauen.

WTO

WTO

Das Kürzel WTO steht für World Trade Organization, die Welthandelsorganisation. Im Jahr 1995 trat die WTO als multilaterale Institution anstelle des GATT.

Die WTO ist eine Institution die der Öffnung der Märkte und der Steigerung des Welthandels dient. Ihr Sitz ist in Genf.

Das WTO-Abkommen dient der Erleichterung im Bereich der Versicherungen, Banken und Kapitalanlagegesellschaften und regelt unter anderem die zulässigen Höhen für Beteiligungen an ausländischen Unternehmen sowie die Anzahl von möglichen Niederlassungen.

Alle Abkommen der Uruguay-Runde und des GATT-Vertrages werden innerhalb der WTO zusammen gefasst.

So müssen alle GATT-Vertragsparteien die Abkommen der Uruguay-Runde übernehmen im Sinne des single-package-Ansatzes. Es ist eine auf bestimmte Abkommen beschränkte Mitgliedschaft nicht mehr möglich.

Die WTO dient auch der Überwindung der Zersplittung des Welthandelssystems welches seit der Tokio-Runde besteht.

Die WTO bietet zu dem ein einheitliches multlaterales Streitschlichtungsverfahren und Mechanismen zur Überprüfung von multilateralen Handelspolitiken ihrer Mitgliedsstaaten.

Über die WTO hinaus gibt es weiterhin plurialterale Abkommen mit einer nicht universellen Mitgliedschaft, wie das Übereinkommen über den Handel mit Zivilluftfahrzeugen, das Übereinkommen über das öffentliche Beschaffungswesen, das Übereinkommen über Rindfleisch, das Übereinkommen über Milcherzeugnisse etc. Eine Teilnahme an diesen Abkommen ist nicht verbunden mit der Mitgliedschaft an der WTO.

Werbungskosten

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Werbungskosten

Werbungskosten im Englischen „expenses for the production of income“ versteht man Aufwendungen welche für die Erhaltung, Erzielung und Sicherung der Einnahmen dienen.

In § 9 EStG befindet sich eine beispielhafte Aufzählung für bestimmte Arten von Werbungskosten.

So zählen zu den Werbungskosten unter anderem öffentliche Abgaben, Arbeitsmittel, Versicherungen, Finanzierungskosten, Beiträge an Berufsverbände und Pauschbeträge für Fahrten zur Arbeitsstätte etc.

Dabei werden Werbungskosten im Rahmen der Ermittlung der Überschusseinkünfte berücksichtigt. Der Steuerpflichtige kann anstelle der tatsächlichen Werbungskosten bei bestimmten Überschusseinkünften einen Werbungskostenpauschbetrag nach § 9a EStG steuermindernd geltend machen.

Seit dem Veranlagungszeitraum 2006 können Kinderbetreuungskosten gemäß § 9 Abs. 5 EStG wie Werbungskosten abzugsfähig sein.

Allerdings reicht ein bloßer ursächlicher Zusammenhang der Aufwendungen mit einer bestimmten Art der Einkünfte nicht aus, um sie als Werbungskosten geltend zu machen. Im EStG unterscheiden sich daher Werbungskosten von Betriebsausgaben.

Bei der Anwendung des Begriffes der Werbungskosten sind in der höchstrichterlichen Rechtssprechung und in der Praxis Abweichungen möglich.

Für Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit hat sich jedoch ein bloßer kausaler Zusammenhang heraus gebildet, insofern, dass alle Aufwendungen die die Dienstausübung mit sich bringt auch als Werbungskosten gelten.

Wettbewerb

Wettbewerb

Der Wettbewerb beschreibt eine allgemein geregelte Interaktion in der Wirtschaftssoziologie bei der die Teilnehmer ein Gut oder Ziel anstreben welches allen Beteiligten nicht zu gleichen Teilen zu geteilt werden kann, wie einer ausgeschriebenen Berufsposition oder einem sportlichen Wettkampf.

Im Englischen spricht man auch von „competition“. Der Wettbewerb beschreibt auf diese Art eine friedliche Form eines Kampfes.

Der Begriff „Wettbewerb“ wird in der Ökonomie auch synonym für Konkurrenz verwendet. In der Marktwirtschaft ist der Wettbewerb ein Ordnungsprinzip in Form eines Leistungswettbewerbs. Das Gesetzt sichert den Wettbewerb gegen Wettbewerbsbeschränkungen ab. So wird der unlautere Wettbewerb eingeschränkt.

Um dem herrschendem Wettbewerb gerecht zu werden wird die ökonomische Leistung stets verbessert.

Von einander unabhängige Wirtschaftssubjekte agieren untereinander auf einem für sie zugänglichen Markt nach verschiedenen Verhaltensweisen beim Konkurrenzkampf.

Wechselkurs

Wechselkurs

Ein Wechselkurs beschreibt ein Preisverhältnis zu welchem verschiedene Währungen gegeneinander ausgetauscht werden.

Man spricht bei Wechselkursen auch Paritäten.

Innerhalb der Währungspolitik legt jeder Staat Wechselkurs-Regeln für seine Währung fest.

Mit der Bezeichnung flexibler Wechselkurs beschreibt man die Tatsache, wenn man den Wechselkurs den Marktkräften überlässt.

Im Gegensatz dazu spricht man von einem festen Wechselkurs, wenn dieser nach dem Bretton-Woods-Abkommen an feste Paritäten, den Leitkursen zu anderen Währungen fixiert ist. Dieser wird im Notfall auch durch staatliche Interventionen am Devisenmarkt verteidigt.

Es besteht auch die Möglichkeit, dass man die Paritäten von mehreren Währungen dadurch untereinander bestimmt in dem man sie eine Parität zu einer gemeinsamen Rechnungseinheit ermittelt. Diese Bemessungsgrundlage kann eine bedeutsame Währung sein die man auch als Leitwährung bezeichnet oder eine künstlich angelegte Rechnungseinheit wie Sonderziehungsrechte oder European Currency Unit.