Zum Inhalt springen

Modell

  • von

Modell

Ein Modell beschreibt die Repräsentation eines Objektsystems, eines Originales zum Zweck eines Subjektes. Das Modell ist das Ergebnis der Konstruktion eines Subjektes, des Modellierers, das für eine bestimmte Adressatengruppe, die Modellnutzer, eine Repräsentation eines Originales zu einer Zeit mit der Hilfe eine relevanten Sprache definiert wird. Zu einem Modell gehören somit die Konstruktion des Modellierers, der Modellnutzer, das Original sowie Zeit und Sprache.

Mit einem Modell wird eine vereinfachte Abbildung der Wirklichkeit beschrieben. Die Wirtschaftswissenschaft unterscheidet zwischen einem Total-Modell und einem Ausschnitt, dem Partial-Modell. Weiterhin wird in beiden Fällen zwischen statischen und dynamischen Modellen unterschieden.

Ein Modell besitzt Modellparameter und Variablen welche funktional miteinander verknüpft sind. Bestimmt das Modell eine der Größen so spricht man von einer endogenen Variable, wird sie hingegen von außen vorgegeben so handelt es sich um eine exogene Variable.

Durch das Modell wird eine Finalfunktion oder Finalgleichung gebildet. Weiterhin muss das logische Geflecht, das sich aus den Beziehungen, Restriktionen und Verhaltensgleichungen ergibt logisch konsistent sein. Zu der Überprüfung können hier Konsistenztest durchgeführt werden. Man kann ein Erklärungs-Modell in ein Entscheidungs-Modell oder auch in ein wirtschaftspolitisches Modell umwandeln, wenn die exogenen Variablen mit Instrumentvariablen und die endogenen Variablen mit Zielvariablen identifiziert werden können. Auch kann man Modell bezüglich stochastischen und deterministischen Prozessen/Modellen hin unterscheiden.

Bruttoinvestitionen

Bruttoinvestitionen

Unter Bruttoinvestitionen die Summe der Bruttoanlageinvestitionen wie Bauten, Ausrüstungen und sonstige Anlagen sowie Vorratsveränderungen inklusive von Nettozugang an Wertsachen. Dabei gelten die Anlageinvestitionen als brutto sofern die Abschreibungen noch nicht abgezogen wurden.

Nettoinvestitionen

Nettoinvestitionen

Mit dem Begriff Nettoinvestitionen beschreibt man die Differenz zwischen den Bruttoinvestionen und Abschreibungen. Kommt es zu einer positiven Differenz so steht sie für einer Vergrößerung des Realkapitalbestandes. Eine negative Differenz hingegen steht für einer Minderung des Realkapitalbestandes.

Sparkassen

Sparkassen

Sparkassen sind öffentlich-rechtliche Kreditinstitute die um Ursprung nur Einlagegeschäfte und das ihm entsprechende langfristige Darlehensgeschäft betrieben haben, heute führen sie fast alle anderen Bankgeschäfte aus. Im Regelfall sind es von Gemeinden, Gemeindeverbänden oder Zweckverbänden errichtete rechtsfähige Anstalten des öffentlichen Rechts, ihnen obligt die Förderung des Spargeschäfts. Sie unterliegen als Kreditinstitute der Bankenaufischt nach dem GKW.

Das landesrechtlich geregelte Koummunalrecht greift auf die Verwaltung und Organisation. Dabei sind Sparkassen regional in Sparkassen und Giroverbänden zusammengeschlossen, die wiederum zum Deutschen Sparkassen- und Giroverband zusammengefasst sind. Sie nutzen als Verrechnungsstellen regionale Girozentralen mit dem Spitzeninstitut Deutsche Girozentrale.

Verein

  • von

Verein

Im BGB ist ein Verein definiert durch eine auf gewisse Dauer berechnete Personenvereinigung mit körperschaftlicher Verfassung, die als ein einheitliches Ganzes gedacht wird unter einem Gesamtnamen geführt, der unabhängig von wechselnden Mitglieder ist. Von den Mitgliedern die den Verein tragen geht alle Macht aus.

So bestimmen sie in Versammlungen über Grundsatzfragen und Satzungen und können nachgeordnete Organe wählen und ihre Aufgabenerfüllung kontrollieren.

Bei der Bildung des Vereins unterliegt er keinen Beschränkungen sofern er keinen verbotenen Zweck verfolgt. Die Rechtsfähigkeit kann der Verein erlangen durch einen auf den Zweck ausgerichteten wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb durch staatliche Verleihung nach §22 BGB (wirtschaftlicher Verein), durch eine Eintragung im Vereinsregister nach § 21 BGB als eingetragener Verein (e.V.)

Nach § 54 BGB findet ein Verein ohne Rechtsfähigkeit findet das Recht der Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) statt. Vereine unterliegen, unabhängig von der Rechtsform der Körperschaftssteuer. Wirtschaftliche Vereine auch der Gewerbesteuer. In dem unternehmerischen Bereich unterliegen sie der Umsatzsteuer, hier unterliegen auch die Mitgliederbeiträge der Umsatzsteuer, sofern man sie für ein Leistungsangebot zahlt das der Verein seinen Mitglieder zur Verfügung stellt, wie beispielsweise bei einem Sportverein. Auch kann es zu Steuerbefreiungen kommen. Generell kann der Erwerb von Gegenständen aus anderen Mitgliedstaaten der EU für den Verein Umsatzsteuer auslösen.

Onboarding

  • von

Onboarding

Onboarding im Personalwesen bezeichnet den Vorgang, mit dem neue Mitarbeiter alle benötigten Informationen erhalten, um möglichst schnell produktiv im Unternehmen mitwirken zu können. Im Vordergrund steht dabei die Integration in das Unternehmen und seine Kultur. Das Onboarding wird meist von der Personalabteilung durchgeführt und geht über die sogenannte Orientierung, wie sie in vielen Unternehmen angeboten wird, hinaus. Onboarding-Programme werden speziell nach den Anforderungen eines bestimmten Unternehmens entwickelt und können sich von Unternehmen zu Unternehmen stark unterscheiden. Einfache Programme vermitteln grundlegende Informationen über Arbeitsplatzanforderungen, das Arbeitsumfeld, die Unternehmenskultur und eventuell die Wettbewerbsposition des Unternehmens auf dem Markt.

Erfolgreiches Onboarding – ein vielschichtiger Ansatz

Erfolgreiches Onboarding beginnt bereits während des Einstellungsprozesses. In dieser Phase sollen möglichst die zukünftigen Mitarbeiter angesprochen werden, die am besten für die Gesamtziele des Unternehmens geeignet sind. Dies geschieht beispielsweise dadurch, dass relevante Informationen über das Unternehmen und die Unternehmenskultur auf dem Karriereportal der Homepage zur Verfügung gestellt werden. Wurde ein neuer Mitarbeiter eingestellt, kann es sinnvoll sein, ihm ein Mitarbeiterhandbuch bereits vor dem tatsächlichen Arbeitsbeginn zu senden. Das Onboarding endet auch nicht nach dem ersten Arbeitstag, sondern kann bis zu einem Jahr dauern. Regelmäßige Meetings mit der Personalabteilung ermöglichen es neuen Mitarbeitern über Herausforderungen, denen sie im Unternehmen gegenüberstehen, zu sprechen und Fragen zu stellen.

Entscheidungsbaum

  • von

Entscheidungsbaum

Ein Entscheidungsbaum beschreibt in der Entscheidungstheorie Graphiken mit der Entscheidungsprozesse dargestellt werden. Sie beginnen mit einem Entscheidungsknoten und weisen dann auf weitere Situations-, Zielknoten oder Entscheidungsknoten, abhängig von der gewählten Variante hin. Auch werden Entscheidungsbäume bei der Marketingplanung genutzt.

Sie ermöglichen eine dynamische Planberechnung und können bei komplexen Planungsproblemen und mehrperiodischen Vorgängen helfen. So kann das Baumdiagramm mit den Ästen Handlungsalterantiven repräsentieren bzw. Umweltkonstellationen die Verzweigungsknoten stehen hier für die Handlungsereignisse.

Man achtet für Entwicklung von Entscheidungsbäumen auf den Wechsel zwischen den Entscheidungsknoten, den Kästchen und den Erwartungsknoten, den Kreisen. So können Erwartungsknoten den alternativen Umweltsituationen zugeordnet werden mit den entsprechenden Eintrittswahrscheinlichkeiten. Die einzelnen Aktionen werden den Realisationsknoten zugeordnet. Das Ende des Baumes, die rechte Seite zeigt die gesamten Erträge des Pfades die man erwartet. Durch eine Rückwärtsrechnung, die Roll-Back-Analyse kann man auch eine optimale Alternative ermitteln. Dazu wählt man bei den Erwartungsknoten den mit dem höchsten Erwartungswert und bei den Entscheidungsknoten das jeweilig Maximum.

Kaufvertrag

Kaufvertrag

Ein Kaufvertrag beschreibt eine vertragsbasierte Form des Güterumsatzes. Dabei wird durch den Verkäufer dem Käufer eine Rechtsinhaberschaft an einer Sache eingeräumt oder an einem Recht. Der Käufer schuldet dem Verkäufer im Gegenzug den Kaufpreis.

Es handelt sich um einen gegenseitigen Vertrag, bei dem der Käufer zur Zahlung des Kaufpreise verpflichtet ist (andernfalls Tausch), der Verkäufer muss im Gegenzug die Sache übereignen (Forderungskauf).

Der Kaufgegenstand kann konkret als Stückauf oder für die Gattung als Gattungskauf erfolgen. In der Regel ist der Kaufvertrag formfrei, kann aber auch öffentlich bekundet werden wie bei einem Grundstückskauf nach § 311B I BGB. Der Verkäufer ist verpflichtet das Eigentum an den Käufer zu übertragen inklusive möglichen Zubehör nach § 311c BGB. Die Übergabe der Sache muss frei von Rechten Dritter sein. Der Verkäufer eines Grundstücks muss auch nicht bestehende, aber im Grundbuch eingetragene Rechte auf seine Kosten löschen lassen.

Auch hat der Verkäufer die gesetzliche Pflicht zur Nacherfüllung bei Sach- und Rechtsmängeln. Es gibt Sonderregelungen für Verbrauchsgüterkauf, den Verkauf mit Eigentumsvorbehalt und Abzahlungsgüterkauf. Die Kosten bei der Übergabe des Verkauf eines Rechtes, die Kosten der Begründung und Übertragung gegen zu Lasten des Verkäufers. Die Kosten für die Abnahme und Versendung trägt der Käufer. Bei einem Verkauf von Grundstücken trägt der Käufer die Kosten für Beurkundung und Eintragung im Grundbuch nach § 448 BGB.

Devisen

Devisen

Devisen sind Guthaben sowie Forderungen in fremder Währung. Sie gehen auf ausländische Währungseinheiten und sind Gegenstand des Devisenhandels mit Fremdwährungsguthaben auf Bankkonten. Bei Bare ausländischen Zahlungsmitteln spricht man auch von Sorten.

Devisenforderungen sind Forderungen unterschiedlicher Art aus Kreditbeziehungen zwischen Wirtschaftssubjekten in unterschiedlichen Volkswirtschaften. Als Devisen gelten auch ausländische Münzen und Banknoten in den Händen von Inländern (Sorten).

Es werden so auch Sichtguthaben der Inländer bei ausländischen Banken unabhängig von der Währung bezeichnet. Statistisch zählt man auch Sichteinlagen von Ausländern bei inländischen Banken als Devisenverbindlichkeiten und bei Bedarf in kurzer Zeit in Geld umwandelbare Forderungen wie Geldmarktpapiere, Wechsel, Terminguthaben und Kredite mit jährlicher Laufzeit dazu.

Erwartungswert-Varianz-Prinzip

Erwartungswert-Varianz-Prinzip

Das Erwartungswert-Varianz-Prinzip beschreibt das Entscheidungsprinzip bei Risiko. Kurz auch (μ,σ)-Prinzip genannt. Es ist die Präferenzfunktion über den Erwartungswert μ und die Varianz (σ²) bzw. Standardabweichung σ des Ergebnisses. So muss der Entscheider muss spezifizieren, wie μ und σ in die Präferenzfunktion eingehen.

Gesundheitsfonds

  • von

Gesundheitsfonds

Der Gesundheitsfonds oder auf Englisch auch „health care stock“ sieht vor, dass seit 1.1.2009 zur Förderung des GKV-Wettbewerbsgesetztes die Finanzierung der GKV (gesetzlichen Krankenkassen) neu organisiert werden. So gilt für alle Beitragszahler einer einheitlicher Beitragssatz der bei den Versicherten einen Sonderbeitrag von 0,9 % einbezieht. Auch fließt der Bundeszuschuss für die Übernahme versicherungsfremder Leistungen durch die GKV mit ein. Jedes Jahr bis zu einer Obergrenze von 14 Milliarden Euro. Der einheitliche Beitragssatz wird für alle Krankenkassen durch Rechtsverordnung festgesetzt und nicht mehr durch Verwaltungsräte der Krankenkassen. So kommen die Beiträge der Versicherten und der Arbeitgeber in einen gemeinsamen Topf. Aus diesem werden pauschale Zuweisungen für jeden Versicherten und Auf- sowie Zuschläge abhängig von Alter, Geschlecht und Krankheit des Versicherten (Morbiditätsorientierung) gezahlt. Auch werden die Zuweisungen den Krankenkassen zur Deckung von Satzungs- und Mehrleistungen zugewiesen.

Abhängig von standardisierten und nicht von tatsächlich entstanden Ausgaben werden die Zuweisung in ihrer Höhe bestimmt um so überproportionale Steigerungen zu vermeiden.

Outsourcing

  • von

Outsourcing

Outsourcing beschreibt die organisatorische und rechtliche Auslagerung von Funktionen auf spezialisierte externe Leistungsanbieter, sogenannte Insourcer. Diese können auch Tochtergesellschaften oder Beteiligungsunternehmen sein. Im Bereich der Banken können dieses auch andere Banken sein. Outsourcing findet auch bei der Frage nach Fremdbezug oder Eigenfertigung Beachtung. So stellen sich Industriebetrieb die Frage nach Made-or-Buy. So können Prozesse teilweise oder vollständig ausgelagert werden. Das Unternehmen nutzt so Ressourcen außerhalb des Unternehmens.

Man unterscheidet zwischen internen umd externem Outsourcing. Das interne Outsourcing beschreibt eine Verlagerung von Tätigkeiten von einem Bereich auf einem anderen innerhalb des Unternehmens oder an eine Tochtergesellschaft. Das externe Outsourcing beschreibt eine Auslagerung an kapital- und rechtlich unabhängige Unternehmen. Durch Outsourcing lassen sich durch die Senkung von Kosten Vorteile im Wettbewerb schaffen. Man kann im eigenen Unternehmen Fixkosten senken. Liegt die Leistung eng am Kerngeschäft so wird ein Outsourcing schwieriger. Bereiche die typisch für Outsourcing sind sind Facility-Management wie Hausmeister, Instandhaltung, Sicherheit, Empfang, Boten, Logistik, Datenverarbeitung etc. Man kann durch das Outsourcing eine Konzentration auf das eigentliche Kerngeschäft erreichen. Mit eigenen Kapazitäten kann man auch ein Insourcing in Betracht ziehen. Es droht jedoch durch Outsourcing der dauerhaft Abfluss von Know-How.

Auch gilt es Führungspersonal zu finden, das bereit ist in das Ausland oder andere Standorte zu gehen. Ebenso kann der Umgang mit fremden Mentalitäten zu Problemen führen, neben sprachlichen Barrieren. Am Standort kann durch die zunehmende Arbeit auch mehr Wohlstand und Kaufkraft auftreten, was wiederum den Kostenvorteil zu Nichte macht.

Kurszusätze

  • von

Kurszusätze

Mit Kurszusätzen beschreibt man Zusätze zu Börsenkursen welche das Verhältnis von Angebot und Nachfrage bei der Bildung des Kurses genauer erläutern. Auf diese Weise kann man Rückschlüsse auf die Kursentwicklung ziehen.

So steht B für Brief, es wurden zu dem aufgeführten Kurs Papiere angeboten, es lag jedoch keine Nachfrage zu dem Kurs vor, man nutzt anstelle des B auch ein P für Papier.

G steht für Geld, es lagen Kauffwünsche zu dem aufgeführtem Kurs vor, aber es war kein Angebot zu dem Kurs vorhanden

steht für keine Geschäftsvorfälle, das Papier wurde weder angeboten noch nachgefragt.

– B steht für einen gestrichenen Brief, der Kurs konnte nicht festgestellt werden, da nur Angebote ohne Kurslimit vorlagen.

– G für gestrichen Geld steht dafür, dass der Kurs nicht festgestellt werden konnte, da nur Nachfragen ohne Kurslimit vorlagen.

Mit Bez., Bz. oder b bezeichnet man bezahlt, also alle zu diesem Kurs vorliegenden Aufträge wurden auch ausgeführt.

Bz. u. B. oder auch bB. steht für bezahlt und Brief, ein Teil der Aufträge wurde ausgegeführt, aber es verbleibt an Angebotsüberschuß

BZ. u.G. oder bG steht für bezahlt und Geld, es wurde ein Teil der Aufträge ausgeführt, aber es verlieb ein Nachfrageangebot

T steht für Taxe oder TAxkurs also wurde der Kurs nur durch Schätzung festgesetzt, da keine Geschäftsvorfälle zugrunde gelegt werden konnten.

X, rep. oder r steht für repartierter Kurs, man hat den Kurs als angemessen von der Börsenaufsicht festgesetzt, also vom Börsenvorstand wurde Angebot und Nachfrage zugeteilt (repartiert)

rbG für reapartiert bezahlt Geld, also ein repartierter Kurs bei dem die Nachfrage überwog

rbB für reapartiert bezahlt Brief, also ein repartierter Kurs bei dem das Angebot überwog

exD für ex Dividende, der Kurszusatz am Tage des Dividendenabschlages, also die Aktie wird in Zukunft ohne Dividendenanspruch für das abgelaufene Jahr gehandelt.

exB oder exBR für ex Bezugsrecht, also von diesem Tag an werden die Aktien mit Bezugsrechtabschlag gehandelt.

Shareholder Value

  • von

Shareholder Value

Mit Shareholder Value beschreibt man den Ertragswert des Eigenkapitals. Sie dient als Marktgröße in der Unternehmensbewertung als eine Alternative zum Substanzwert (Reproduktionswert). Dabei steigert der Vorstand von börsennotierten Aktiengesellschaften den Unternehmenswert im Sinne des Marktwertes des Eigenkapitals. Man stellt hierbei den Geinn als Maßgröße vom Unternehmenserfolg in Frage.

Vielmehr ist das Aktionärsvermögen die bestimmende Zielgröße. Man veräußert daher Geschäftseinheiten deren Renditen unter den durchschnittlichen Kapitalkosten des Unternehmens liegen und zahlt Erlöse an die Aktionäre aus, um eine Kapitalvernichtung zu vermeiden. Der Vorrang liegt nicht auf einem buchhalterischen Gewinn als Diskontierungsgröße, sondern man achtet auf einen Unternehmenswert der sich durch Diskontierung des künftigen Cashflows (Operating Cashflow) stützt. Der Kalkulationszinsfuß nutzt die durchschnittlichen Kapitalkosten welche aus den Eigenkapitalkosten und Fremdkapitalkosten zusammen gesetzt sind.

Die Fremdkapitalkosten umfassen den Zins quasi-sicherer Anlagen wie Bundesanleihen und dem Aufschlag für das Risiko, die Eigenkapitalkosten geben die erzielbaren erwarteten Renditen für Investionsalternativen mit demselben Risikonivau wider, sie sind somit die Renditeforderungen der Aktionäre.

Zielsystem

  • von

Zielsystem

Man spricht von Zielsystemen bei denen bestimmte Daseinszustände bzw. Ereignisse gewünscht werden. Es wird unterschieden zwischen kollektiven und individuellen Zielsystemen.

Innerhalb von individuellen Zielsystemen erhalten die Ziele eines Individuums eine Ordnung, durch welche die zeitlichen und sachlichen Zusammenhänge zwischen den Zielen wieder gegeben werden. Meist sind diese hierarchisch angeordnet. Weiterhin überführt ein Entscheider sein Zielsystem in eine Zeitfunktion, auf diese Weise können Handlungsalternativen ausgewählt werden die in einer Dominanzbeziehung zueinander stehen. Man beachtet hierzu implizite und explizite Ziele und ändert diese in Restriktionen um bzw. vernachlässigt einige Ziele. So kann beispielsweise ein Autokäufer bei der Wahl zwischen mehreren Fahrzeugen den Preis explizit berücksichtigen und die verschiedenen Ausstattungen implizit durch Aufpreise. Das Ziel umweltschonende zu Fahren kann in eine Restriktion umgewandelt werden.

Ein kollektives Zielsystem lässt mehreren Personen miteinander kooperieren. So treffen neben dem eignen Zielsystem auch die Zielsysteme der Kooperationspartner aufeinander. Aus individuellen Zielsystem wird so ein kollektives Zielsystem gebildet. Machtstrukturen, rechtliche Rahmenbedingungen, kulturelle und gesellschaftliche Normen bestimmen hierbei wie sich die Ordnung und die Ziele in diesem Kollektiv herausbilden.

Kostenstelle

  • von

Kostenstelle

Mit dem Begriff Kostenstelle beschreibt man betriebliche Teilbereiche welche in der Kostenrechnung selbständig abgerechnet werden. Man achtet bei ihrer Bildung auf folgende Grundsätze:

  • Die Kostenstelleneinteilung muss die ganze Beriebsorganisation abdecken und daher vollständig sein. Man gliedert sie nach den betrieblichen Funktionen wie Logistik, Beschaffung, Verwaltung, Vertrieb und Fertigung
  • Man teilt die Kostenstellen aufgrund der Praktikabilität in räumliche Einheiten auf wie Filialen, Werke, Hallen und Gebäude
  • Man nutzt Bezugsgrössen für die Kostenstellen als einheitliche Massgrößen für die Kostenverursachung wie räumliche Größen, Stundensätze etc. welche man den Kosten verursachungsgerecht zuordnet
  • Man muss die Kosten bei der Einteilung zweifelsfrei zuordnen können
  • Es wird darauf geachtet, dass die gebildeten Kostenstellen selbständige Verantwortungsbereiche sind, so soll der Kostenstelleleiter veranwortlich sein für die Höhe des Kostenaufkommens sowie die sachgerechte und zielgerechte Zielvereinbarung bei der Kostenplanung und Kostenkontrolle ermöglichen

Schachtelprivileg

  • von

Schachtelprivileg

Im nationalen Steuerrecht versteht man unter dem Schachtelprivileg eine mindestens 10 % Beteiligung einer Kapitalgesellschaft an einer anderen sofern die Beteiligung mindestens 12 Monate lang ohne Unterbrechung Bestand hatte. Eine Ausnutzung des Schachtelprivilegts führt zu Entlastungen gewerbsteuerlicher und vermögenssteuerlicher Art bei der Ober(Beteiligungs)gesellschaft. Seit dem Körperschaftssteuerrefromgesetz von 1977 hat der nationale Schachtelprivileg an Bedeutung verloren.

Er vermeidet doppelte und mehrfache Erfassungen von steuepflichtigen verschachtelten Gesellschaften. Als ein interantaionales Schachtelprivileg gilt das Doppelbesteuerungsabkommen im Außensteuergesetz. Bei einer Schachtelbeteiligung von mehr als 25 % und mehr sind die Erträge aus den Beteiligungen und die Beteiligung selbst von der deutschen Steuer befreit. Jedoch gibt es im Bereich der Gewerbebesteuerung und der Vermögensbesteuerung und im Bewertungsrecht nachwievor ein nationales Schachtelprivileg.

Preis

Preis

Unter einem Preis versteht man einen Aktionsparamter in der Preispolitik Dieser gibt in der Regel eine monetäre Gegenleistung in Form eines Entgeltes eines Käufers für eine bestimme Menge an Wirtschaftsgütern einer definierten Qualität wieder. Man sprich hier von einem Leistungsumfang. Man unterscheidet bei einem Preis den Preisnenner in Form des Leistungsumfangs als auch den Preiszähler also Entgelt. Man kann durch den Preis absatzorientiert auch besser alle verbundenen Kosten repräsentieren für ein Gut als durch die mit der Nutzung, Beschaffung etc. verbunden Kosten. Man kann den Preis auch an Service-Ansprüche der Abnehmer anpassen. Bei der Preiskalkulation fließen unterschiedliche Kosten mit in den Preis ein wie Beschaffungspreise, an Lieferanten gezahlte Entgelte, Entsorgungskosten, Boni, Preisnachlässe, Rabatte etc. Anbieter können Preise in Form von Angebotspreisen fordern und Nachfragern werden Preise als Nachfragepreise angeboten. Der Markt akzeptiert hingegen bestimmte Marktpreise.

Auch kann man abhängig vom Gut verschiedene Preisbegriffe unterscheiden wie Gebühren bei Dienstleistungen, für Rechte zum Beispiel Miete, Pacht oder Lizenz, bei öffentliche Güter sind es Tarife oder bei der Arbeit das Arbeitsentgelt. Sollte das Entgelt bei einer Transaktion nicht aus einer monetären, sondern einer sachlichen Gegenleistung bestehen so spricht man von einem Kompensations- oder Bartergeschäft.

Betriebsstatistik

  • von

Betriebsstatistik

Die Betriebsstatistik wird in der Sekundärforschung angewendet, neben der amtlichen Statistik, um die Lieferung von Daten über bestimmte Tatbestände zu erfassen.

Man spricht auch von der betriebswirtschaftlichen Statistik. Sie kann zu den wichtigen Elemente des Rechnungswesens gezählt werden, neben der Kosten-, Leistungs- und Investionsrechnung.

Man bewertet in der Betriebsstatistik Prozesse in Form der Preisstatistik und Umsatzstatistik als auch physikalische Sachlagen wie Personal, Lagermenge und Verkaufsfläche. Es kann dabei bei Aufträgen, Umsätzen etc. unterteilt werden in Produktgruppen, Produkten, den Verkaufsgebieten, Kunden, Kundengruppen, Absatzwegen etc. Die erfassten Daten dienen der Analyse von Abläufen und Strukturen in Unternehmen.

So können Marktanteile analysiert werden, Kostenstrukturanalysen für den Vertrieb etc. erstellt werden. Neben der Erfolgsanalyse und Problemerkennung kann man sich auch als Kontrolle nutzen.

Weiterhin nutzt man sie auch als Grundlage für Entscheidungen im operativen Bereich sowie der strategischen Planung als Marketing-Controlling. Man legt zunächst fest welche Daten detailliert erfasst werden sollen und wählt geeignete Datenquellen wie Scanning, Bestellwesen usw. Auch sind geeignete einfache Verfahren wie Verhältniskennzahlen, Absolutwerte, Indizes, Kreuztabellierungen zu wählen. Ebenso wie komplexere Marketingkennzahlen wie Umsatz/Verkaufsfläche, Kennzahlensysteme und Deckungsbetrag/Umsatz zu wählen.

Termineinlage

Termineinlage

Eine Termineinlage beschreibt Geld, das einer Bank für einen vorher bestimmten Zeitraum zur Verfügung gestellt wird. Man unterscheidet dabei Festergelder und Kündigunsgelder. Die Termineinlagen werden abhängig von der festgelegten Dauer bzw. Kündigunsfrist höher verzinst als Sichteinlagen.