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KE

KE

Das Kürzel KE steht für Knowledge Engineering, also einem Forschungsgebiet welches sich mit den Methoden und Prinzipien der künstlichen Intelligenz (KI) befasst. Es werden Konstruktionen und Entwürfe von wissenbasierten Systemen wie dem Expertensystem erstellt.

Dabei wird das Knowledge Engineering vor allem für die Wissenspräsentation und den Wissenserwerb genutzt.

VWL

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VWL

Die Abkürzung VWL steht für Volkswirtschaftslehre. Bei VWL handelt es sich um die Volkswirtschaftstheorie als eine zusammenfassende Bezeichnung von einzelnen Gebieten der Wirtschaftswissenschaften.

Es werden Zusammenhänge und Vorgänge wirtschaftlicher Natur betrachtet.

So gehört die Volkswirtschaftstheorie zusammen mit der Betriebswirtschaftslehre zu den Wirtschaftswissenschaften. Diese sind wiederum ein Teil der Sozialwissenschaften, wie auch die Soziologie, Politikwissenschaft und Sozialpsychologie.

Dabei gibt es viele Ansätze die Volkswirtschaftstheorie genauer zu definieren. Wie beispielsweise mit den W-Wörtern Wann, Wie, Was, Wofür und Wo produziert?

Auch der gewählte Ausschnitt spielt eine Rolle. So unterscheidet man Mikro- und Makroökonomik. Dabei gehören zur Mikroökonomik Fragen einzelwirtschaftlichen Ursprungs bei Unternehmen, Haushalten und im Markt.

Die Makroökonomik betrachtet gesamtwirtschaftliche Zusammenhänge wie in der Außenhandelstheorie oder der Verteilungstheorie.

Ebenso zählt auch die Theorie des Marktes und der Unternehmen und so das Erkenntnisobjekt der Betriebswirtschaftslehre.

Dabei erfolgt die Definition historisch bedingt anders als im Englischen. Im Deutschen wurden so auch Studienabschlüsse wie Diplom-Kaufmann und Diplom-Volkswirt durch Diplom-Ökonom ersetzt.

Mit „economics“ bezeichnet man im Englischen die Wirtschaft.

VZ

VZ

Die Abkürzung VZ steht als Abkürzung im Steuerrecht für Veranlagungszeitraum oder auch für Vorauszahlung.

Betriebsausgaben

Betriebsausgaben

Betriebsausgaben sind Aufwendungen die durch den Betrieb veranlasst sind. Diese dürfen nach § 4 Abs. 5 und 6 EStG den Gewinn nicht mindern.

Man spricht auch nach § 4 Abs. 4 EStG von durch den Betrieb veranlasste Aufwendungen, den Aufwand.

So findet durch Betriebsausgaben Aufwendungen statt die Abflüsse in Geld oder in Geldwert verursachen.

Steuerlich qualifizierte Betriebsausgaben führen zur regelmässigen Abzugsfähigkeit bei den Gewinneinkünften, ausgenommen sind nichtabzugsfähige Betriebsausgaben.

Bei der Gewinnermittlung (Steuerbilanz) mit doppelter Buchführung werden Erträge minus Aufwendungen, in der Gewinn- Verlustrechnung miteinander verrechnet.

Bei einer Überschussrechnung stellt man Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gegenüber.

Bei beiden Rechnungen wird von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gesprochen, jedoch mit unterschiedlicher zeitlicher Wertung der Beträge. Bei Betriebsausgaben für die Überschussrechnung kommt es auf den Zeitpunkt der Zahlung oder Lastschrift an. Bei langlebigen Wirtschaftsgütern wird die Anschaffung über einen längeren Zeitraum, eine jährliche Abschreibung, verrechnet.

Zu den Betriebsausgaben zählen beispielsweise Ausgaben für Betriebsmittel, Löhne, Gehälter, Abschreibungen, Reparaturen, Bestandsverminderungen und auch ausserordentliche Aufwendungen wie die Veräusserungen von Anlagegütern unter dem Buchwert.

Man spricht im Englischen von „business expenses“, den Geschäftsausgaben.

 

Kapitalismus

Kapitalismus

Mit Kapitalismus bezeichnet man wertend die neuzeitlichen kapitalistischen Marktwirtschaften mit vorherrschendem privaten Eigentum an Produktionsmitteln und dezentraler Planung der Wirtschaft.

Entsprechend dem Marxismus herrscht eine kapitalistischen Gesinnung nach dem Erwerbsprinzip, bei der die Nichteigentümer arbeiten, die Arbeitsorganisation rational ist und auf Gewinnerzielung ausgelegt wird. Es gibt Großbetriebe und das Unternehmertum dominiert.

Das gesellschaftliche Verhältnis besteht aus Produktionsmitteln im Privateigentum und der unentgeltlichen Aneignung der Wertschöpfung, die von den arbeitenden Nichteigentümern erbracht wird.

Die Phasen des Kapitalismus

Nach Marx unterscheidet man Früh-, Konkurrenzkapitalismus, Monopolkapitalismus, Imperialismus und Staatsmonopolkapitalismus bzw. Spätkapitalismus.

Nach Sombart wird unterschieden zwischen Früh-, Hoch- und Spät-Kapitalismus.

Die meisten Theorien besagen auch, dass der Kaptialismus eine Übergangsphase ist, die sich durch eine systemimmanente Zwangsläufigkeit selbst zerstört.

Nach Marx hat der Kapitalismus so einen Übergangscharakter, Schumpeter sieht durch die Automatisierung und technischen Fortschritt sowie größer werdende Unternehmen einen Zurückgang von Vertragsfreiheit durch kollektive Absprachen der zu mehr Sozialisierung und Verlust von Funktion bei unternehmerischen Privateigentum führt.

Sombart sieht eine Ersetzung des individuellen Prinzipes hin zum Kollektivprinzip und staatlichen Eingriffen ein Vorherrschen des Sozialismus.

Dabei spielen subjektive Wertungen der Wissenschaftler eine große Rolle. Wissenschaftslogisch kann man keine zwangsläufige Entwicklung voraussagen. Daher sollten wertende Begriffe wie Kapitalismus und Sozialismus durch wertfreiere wie Marktwirtschaft und zentralgeleitete Wirtschaft ersetzt werden. Anstelle von zwangsläufigen Entwicklungsstufen kann man ordnungstheoretische Analysen zur Gestaltbarkeit von Wirtschaftsprozessen setzen.

Hochkonjunktur

Hochkonjunktur

Bei der Hochkonjunktur handelt es sich um die Einteilung von markanten Abschnitten im Konjunkturzyklus, welche in der Konjunkturtheorie vorgenommen werden.

Der Konjunkturzyklus beschreibt Phasen einer zyklischen Schwankung im Bruttoinlandprodukt, die den Auslastungsgrad des Produktionspotenzials umschreiben.

Man unterscheidet neben dem oberen und unteren Wendepunkt 4 Phasen der Konjunktur. So kann man ein Vier-Phasen-Schema erhalten wenn man den Konjunkturzyklus vom unteren Wendepunkt zum nächsten misst.

Die 4 Phasen der Konjunktur

  1. In der Aufschwungsphase nach dem unteren Wendepunkt, der Erholung bzw. Expansionsphase kommt es zu einer verbesserten Kapazitätsauslastung, steigendem Volkseinkommen, höherem privaten Konsum, Investitionen und Beschäftigung.
  2. Es folgt die Hochkonjunktur, Boom, Prosperität nach der Erholung. Die Produktion ist über den Trend ausgelastet bis es zur Auslastungsgrenze in der Volkswirtschaft kommt und das reale Volkseinkommen nicht mehr steigen kann. Es folgen Preissteigerungen sowie Störungen im Kapital- und Geldmarkt
  3. Nun folgt der obere Wendepunkt der in einen Abschwung übergeht. Die Boomphase mit Investitionen zu überhöhten Zinsen erweist sich als unrentable. Der Private Konsum geht zurück, sowie private Investitionen, es folgt erhöhte Arbeitslosigkeit, einer Stagnation des privaten Konsums, Beschäftigung und Gewinne sinken, Unternehmen kommen in Schwierigkeiten.
  4. Die Depression, Krise folgt als Phase vor dem unteren Wendepunkt, sie umfasst hohe Arbeitslosigkeit, wenig Investitionen, eine hohe Bankenliquidtät und geringe Kapazitätsauslastung.

Auslastungsgrad und Bruttoinlandsprodukt (BIP) dienen nach Haberler als Messgrößen.

Unique Value Proposition

Unique Value Proposition

Das Unique Value Proposition (USP) bezeichnet bei der Positionierung einer Leistung ein einzigartiges Verkaufsversprechen

Der Unique Value Proposition stellt einen einzigartigen Nutzen hervor, welches das eigene Angebot von den Angeboten der Konkurrenz abhebt. So soll der Konsument zum Kauf angeregt werden.

Insbesondere bei einer vorhandenen Marktsättigung und eine objektive Austauschbarkeit von Produkten erhält der USP eine starke Bedeutung.

Koalition

Koalition

Der Begriff Koalition beschreibt im Sinne der Organisation einen zeitlich begrenzten Zusammenschluss von 2 oder mehr Personen oder Gruppen. Diese vertreten ihre gemeinsamen Interessen, welche in einem Verhandlungsprozess (Koalitionsgespräch) zum Ausgleich gebracht wurden.

Im Arbeitsrecht sind Koalitionen Vereinigungen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern die ihre Interessen wahren bei der Gestaltung von wirtschaftlichen und Arbeitsbedingungen. Man unterscheidet interne wie die von Arbeitnehmern, Unternehmensleitung, Management und externen wie Marktpartner, Repräsentanten des öffentlichen Interesses etc. Dabei wird nicht auf einen Zusammenschluss von Berufsgruppen geachtet. In Deutschland werden Berufsverbände nach Industriezweigen gruppiert wie Industriegewerkschaften (IG), Industrieverbandsprinzip. Die Koalitionen haben einen verfassungsrechtlichen Schutz (Art. 9 III GG), die Koalitionsfreiheit und sind tariffähig (§ 2 I TVG). Sie dürfen einen rechtmäßigen Arbeitskampf führen.

Gewerkschaften haben ein Streikmonopol. Sie gehen geschichtlich aus dem 19. Jahrhundert vor um sich der Übermacht der Arbeitgeber entgegen zu stellen, welche ihrerseits eigene Verbände gründeten. Koalitionen werden nicht als Ad-hoc-Koalition zum Zweck des Streiks gegründet, sondern dauerhaft. Es werden Grundlagen des Tarifrechts vertreten wie der Tarifvertrag, Tarifautonomie.

Bestehende Koalitionen sind Gewerkschaften und Berufsverbände.

In der Spieltheorie bezeichnet man hiermit die kooperative Spieltheorie.

 

Eine gegnerfreie Vereinigung, also ein Verband, von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist keine Koalition.

Kennzeichnend für die Koalition ist die Unabhängigkeit gegenüber der Gegenseite, dieses wird durch eine überbetriebliche Organisation gewährleistet. Ausnahmen bilden hier aufgrund ihrer Größe Gewerkschaften der Post und Eisenbahn.

Häufig sind Gewerkschaften als nicht rechtsfähige Vereine organisiert.

Nebenbuchung

Nebenbuchung

Mit Nebenbuchung bezeichnet man Eintragungen in Nebenbücher oder Hilfsbücher. Diese Eintragungen dienen in erster Linie der Mengenkontrolle und der Ergänzung von Kollektivkonten und Sammelkonten, also beispielsweise des Kreditorenkontos und des Debitorenkontos.

Objektiver Wert

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Objektiver Wert

Der objektive Wert wird allein durch die Arbeitskosten für die Herstellung eines Gutes bestimmt. So handelt es sich nach Ricardo um einen Maßstab und nach Marx um den Ursprung des Wertes.

In der modernen Mirkoöknomik wertet man auch den subjektiven, am eigenen Nutzen orientierten Wert.

Der objektive Wert ist nach der Betriebswirtschaftslehre und im Sinne der Steuern ein Wert der allgemeingültig ist und somit im Gegensatz zum subjektiven Wert steht

Subjektiver Wert

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Subjektiver Wert

Der subjektive Wert und auch der Preis eines Gutes wird abhängig vom individuellen Nutzen, der subjektiven Wertschätzung des Nachfragers bestimmt. Somit gelten für ihn die Gossenschen Gesetze.

Der subjektive Wert misst einer Sache eine persönlichen Wert zu, wie beispielsweise einem Liebhaberwert. Das Gegenteil des subjektiven Wertes ist der objektive Wert.

Generalvertreter

Generalvertreter

Ein Generalvertreter ist Handelsvertreter (häufig ein Bezirksvertreter), welcher die eigentliche Vermittlungstätigkeit nicht selbst, sondern durch Untervertreter, sogenannte Subagenten, ausführen lässt.

Dabei erfolgt die Anstellung und Bezahlung der Untervertreter durch den Generalvertreter.

Somit besteht die Hauptarbeit des Generalvertreters in der Organisation sowie Verwaltung der Tätigkeit seiner von ihm beauftragen Subagenten und der Schulung und Auswahl dieser.

Cross Selling

Cross Selling

Cross Selling oder auch  „Über Kreuz verkaufen“ beschreibt den Zustand bei dem man schon vorhandene Kundenbeziehungen ausschöpft. Vor allem wird das Adresspotenzial (gegenseitig) genutzt in Form von vertriebsstrategischen Partnerschaften.

Eine hohe Cross-Selling-Quote wird so für eine Vertriebseffizienz angestrebt. Man erhält so eine hohe Vertrags- bzw. Produktzahl je Kunde bei dem entsprechendem Anbieter. Auch üblich sind Rabatte und andere Preisgestaltungen die das Cross Selling fördern.

Up Selling

Up Selling

Up Selling bezeichnet den Sachverhalt wenn höherwertige Produkte als Angebot zu höheren Preisen als die schon vorhanden im Kundenbestand angeboten werden.

Erbfolge

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Erbfolge

Die Erbfolge beschreibt die Gesamtrechtsnachfolge für Erben bezüglich des Vermögens und der Verbindlichkeiten von Verstorbenen. Dabei geht die Erbfolge auch ohne ein Handeln des Erbens und ohne die Kenntnis über den Tod des Erblassers von statten.

Dabei kommt die Erbfolge durch die gesetzliche Erbfolge zur Geltung. Auch kann sie auf dem Willen des Erblassers basieren. Man unterscheidet so 2 Arten der Erbfolge

  1. Die gesetzliche Erbfolge
  2. und die gewillkürte Erbfolge (durch ein Testament)

Dabei tritt die gesetzliche Erbfolge ein, wenn keine wirksame Verfügung des Toten vorliegt oder nichtig ist und auch bei der Ausschlagung oder Erbunwürdigkeit.

Man unterscheidet bei der Erbfolge nach dem BGB bei den Verwandten nach der Stufe der Verwandschaft. Hier werden Verwandte einer näheren Ordnung der entfernteren vorgezogen. Nach dem überlebenden Ehegatten bzw. Lebenspartner kommen Blutverwandte des Verstorbenen für das Erbe in Frage.

Nicht in Betracht gezogen werden Stiefkinder, Stiefeltern, Schwiegertocher, Schwiegersohn, Schwiegereltern oder Schwager.

Ist kein Erbe vorhanden in der Erbfolge so tritt der Fiskus für das Erbe ein.

EPS

EPS

EPS steht als Abkürzung für Earnings per Share (EPS) und beschreibt den Gewinn pro Aktie. Der EPC bildet sich als Quotient aus dem Jahresergebnis aus der Gewinn- und Verlustrechnung eines Konzerns sowie der Anzahl der residualanspruchsberechtigten ausstehenden Aktien des Unternehmens.

Typisch für die EPS ist die Kernkennzahl von externen Finanzanalyse und so der Möglichkeit von einem unmittelbaren Unternehmensvergleich. Man multipliziert hierzu die künftig erwarteten EPS mit einem branchentypischen voraussehbaren durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis und kann so eine Aktienkursprognose geben. Auf Basis dieser werden Verkauf- und Kaufempfehlungen ausgesprochen. Die genaue Ermittlung des EPS wird in der IAS/IFRS-Rechnungslegung in IAS 33 unter „Ergebnis je Aktie“ genau festgelegt.

EPC

EPC

Mit EPC bezeichnet man den European Payments Council. Seit 2002 kam es zur Bildung einer Führungs- und Verwaltungsstruktur im Zahlungsverkehr im europäischen Banksektor. So wurde die SEPA (Single Euro Payments Area) geschaffen. So kann der Massenzahlungsverkehr sowohl national als auch grenzüberschreitend mit Euro-Zahlungen vollzogen werden.

Die EPC dient hier als Koordinierungs- und Entscheidungsgremium. Der EPC gehört auch die Euro Banking Association (EBA) an sowie nationale und europäische Bankvereinigungen.

Die EPC folgt belgischem Recht und ist eine Non-Profit Organisation. Sie hat 70 Delegierte die den Vorstand (EPC Board) wählen. Dieser wird vom Scheme Management Board und Arbeitsgruppen aus den Bereichen Barzahlungen, Recht, Sicherheit und Karten unterstützt, welche das SEPA-Verfahren weiterentwickeln.

Dabei ist das europäische System der Zentralbanken (ESZB) zu den Sitzungen des EPC und der Arbeitsgruppen als Beobachter eingeladen.

EPC als elektronischer Produktcode

Mit EPC beschreibt man auch den elektronischen Produktcode der durch RFID, also die Radiofrequenztechnologie ohne einen Sichtkontakt und Berührung durchgeführt wird. Durch die Verbindung von EPC und RFID kann der herkömmliche Barcode mit Nummernidents wie EAN abgelöst werden. Auch kann der EPC anders als die bisherigen Systeme ein Endprodukt eindeutig zuordnen.

EP

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EP

Das europäische Parlament EP ist das parlamentarische Organ der EU und hat seine Sitz in Straßburg. Fraktionen und Ausschüsse tagen in Brüssel. Die Bürger der Mitgliedsstaaten wählen die Abgeordneten des europäischen Parlamentes direkt für eine Dauer von 5 Jahren.

Innerhalb des europäischen Parlamentes werden politische Fraktionen gebildet auf Unionsebene und keine nationalen Gruppen. Ein Schlüssel bestimmt wie viel Mandate ein Mitgliedsland im Parlament erhält, dieser richtet sich nach der Bevölkerungszahl des Entsendungslandes.

Die erste direkte Wahl erfolgte 1979, das Mitentscheidungsverfahren wurde durch den Vertrag von Lissabon zum Regelverfahren gemacht.

Das Parlament kann finanzielle Spielräume auf verschiedenen politischen Ebenen festlegen. Es kann auch den EU-Haushalt, also den gesamten Haushaltsplan ablehnen. Auch kann es die Höhe von Etats für nicht-obligatorische Ausgaben wie Umweltpolitik, Verkehr, Forschungsprogramme, Strukturfonds etc. festlegen.

Weiterhin kann das EP die Europäische Kommission zur einer Rechtsetzungsinitative auffordern. Es stimmt außerdem der Ernennung von Kommissaren zu und kann diese durch ein Misstrauensvotum zum Rücktritt bewegen nach Art. 247 AEUV. Ebenso wird der Präsident der Kommission vom EP gewählt.

Im europäischen Parlament sind 750 Vertreter der Nationen, dabei kann kein Mitgliedsstaat mehr als 96 Sitze erhalten. Die meisten Sitze hat Deutschland mit 96, gefolgt von Frankreich, Italien, Großbritannien mit je 78 im Jahr 2018. Ab 29.3.2019 ändert sich die Sitzverteilung durch den Brexit, dem Ausscheiden Großbritanniens aus der EU.

Es gibt 20 parlamentarische Ausschüsse die öffentliche Sitzungen 1 bis 2 Mal im Monat abhalten.

Roadmapping

Roadmapping

Roadmapping beschreibt ein kreatives Analyseverfahren. Man analysiert mit Roadmapping Produkte, Technologien und Dienstleistungen und kann so Prognosen erstellen und visualisieren.

Dazu wird Expertenwissen gebündelt und systematisch erfasst. Es können so guppendynamische Prozesse und Entwicklungen in Handlungsfeldern vorausgesagt werden. Hierzu werden divergierende Meinungen und Erwartungen miteinander abgestimmt.

Es ist der Delphi-Technik verwandt, jedoch ist der Prognosehorizont kürzer und man arbeitet mehr anwendungsbezogener.

Dabei unterscheidet man beim Roadmapping zwischen der Roadmap als Mittel zur Visualisierung und dem Prozess bei dem die Roadmap generiert wird.

Generierung der Roadmap

So nutzt man zur Bildung der Roadmap folgende 5 Schritte:

  1. Die Abgrenzung des Handlungsfeldes und Ermittlung von Betrachtungsobjekten
  2. Die Bedarfsanalyse sowie Prognose
  3. Die Potentialanalyse und Prognose
  4. Die Erstellung der eigentlichen Roadmap
  5. Eine Konsistenz- und Vollständigskeitsanalyse

BAFA

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist zuständig für die Ausfuhrkontrolle. Es führt EG-Einfuhrregelungen aus sowie Wirtschaftsföderung und Fördermaßnahmen im Energiesektor.

Das BAFA nimmt wichtige administrative Aufgaben des Bundes bei der Außenwirtschaft, Wirtschaftsförderung und Energie wahr.

Die Hauptaufgabe ist die Exportkontrolle. So ist es die zentrale Genehmigungsbehörde für die Exportpolitik der Bundesregierung. Es werden Ausfuhrgenehmigungen aus der EU erteilt sowie Verbringunsgenehmigungen innerhalb des Binnenmarktes.

Es nimmt zusammen mit der Zollverwaltung am Exportkontrollsystem teil, wie mit dem Hauptzollamt, dem Zollkriminalamt ZKA, Zollamt etc.

Strategisch wichtige Güter wie Waffen, mit doppeltem Verwendungszweck (Dual-Use) werden kontrolliert. So werden die außenpolitischen Interessen und die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gewahrt.

Durch die Globalisierung arbeitet man hier international und auch auf europäischer Ebene mit anderen Ländern zusammen.

Das BAFA entsendet zu diesem Zweck Experten zu Sitzungen von Kontrollgremien und EU-Arbeitsgruppen.

Auch prüft das BAFA, ob für die Ausfuhr eines Gutes aus dem Zollgebiet der Union eine Genehmigung nötig ist (genehmigungspflichtig).

Dazu muss dieses auf der nationalen oder europäischen Güterliste genannt sein. Wie Waffen, Munition, bestimmte Elektronik, Chemikalien etc.

Bei Gütern mit doppelten Verwendungszweck kommt es häufig zu einer politischen Abwägung durch das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

Weitere Aufgaben der BAFA

Auch Embargos werden von der BAFA in die Tat umgesetzt.

Durch das internationale Verifikationsabkommen prüft das BAFA Ausfuhren und Einfuhren sowie Durchfuhren im Rahmen des Chemiewaffenabkommens CWÜ.

Es gibt auch Auskunft zur Güterliste AzG wenn im Zweifelsfall der Nachweis für eine Ausfuhrfähigkeit bei der Ausfuhrzollstelle nach § 14 AWV für ein Gut das nicht in der Güterliste aufgeführt wird erbracht werden muss.

Es werden auch internationale Einfuhrbescheinigung (IEB) und Wareneingangsbestätigung (WEB) ausgestellt.

Bestände von Kriegswaffen werden durch Meldungen und Betriebsprüfungen vor Ort von der überwacht (Kriegswaffenkontrolle).

Darüber hinaus unterstützt die BAFA Ermittlungsbehörden wie das Hauptzollamt, das ZKA, Bundeskriminalamt BKA, das Zollfahndungsamt und Staatsanwaltschaft bei der Arbeit. Auch kann es Stellungnahmen zu Ermittlungs-, Gerichts- und Betriebsprüfungsverfahren bei der Genehmigungspflicht und Genehmigungsfähigkeit von Ausfuhren erteilen.

Auch erhebt das BAFA die Meldungen des Waffenregisters für die Vereinten Nationen und ist nach dem Atomgesetz zuständig für Genehmigungen von Ausfuhren von Kernbrennstoffen unter Aufsicht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU).