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Bedingte Kapitalerhöhung

Bedingte Kapitalerhöhung

Unter einer bedingten Kapitalerhöhung versteht man eine Erhöhung des Grundkapitals von einer Aktiengesellschaft (Kapitalerhöhung), die jedoch nur in dem Maße ausgeführt wird wie von einem Bezugs- oder Umtauschrecht Gebrauch gemacht wird, welches die Gesellschaft auf die neuen Aktien/Bezugsaktien nach § 192 AktG einräumt.

Dabei wird das eigentliche Grundkapital erst mit der Ausgabe der Bezugsaktie erhöht.

Man führt die bedingte Kapitalerhöhung vor allem durch um Umtausch- und Bezugsrechte an Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen zu gewähren.

Hierbei darf der Nennbetrag des bedingten Kapitals die Hälfte des Grundkapitals nicht überschreiten.

Bottom-up-Prinzip

Bottom-up-Prinzip

Mit dem Bottom-up-Prinzip beschreibt man eine Vorgehensweise um ein Problem zu lösen. Die Grundidee basiert darauf, dass man zunächst detaillierte Teilprobleme abgrenzt und die darüber liegenden größeren als nächstes mit ihrer Hilfe löst. Die Teillösungen werden von unten nach oben zusammengesetzt. Man löst das gesamte Problem so von unten nach oben, also auf Englisch bottom-up.

Angewendet wird das Bottom-up-Prinzip unter anderem beim Entwurf von Softwaresystemen. Man entwirft zunächst elementare Funktionen die man zur Verwaltung der Daten benötigt und geht dann auf höhere Abstraktionsebenen für komplexere Probleme und abstrakte Datenstrukturen. Auch kann man es mit der umgekehrten Methode, dem Top-Down-Prinzip kombinieren.

Auch beim Testen, dem Integrationstest kann das Bottom-up-Prinzip angewendet werden oder bei der Unternehmensplanung.

Binnenmarkt

Binnenmarkt

Der Binnenmarkt beschreibt einen internen Markt mit einem freien Dienstleistungs- und Warenverkehr.

Es kommt zu einem freien Kapitalverkehr und der Niederlassungsfreiheit von Selbständigen sowie einer Freizügigkeit der Arbeitnehmer.

In der Außenwirtschaft beschreibt der Binnenmarkt in der EU den gemeinsamem Markt innerhalb der EU.

Bestellrhythmusverfahren

Bestellrhythmusverfahren

Das Bestellrhythmusverfahren beschreibt innerhalb der Bestellmengenplanung wie Bestellungen in einem festgelegten Bestellrhythmus erfolgen.

Hierbei kann eine fixe Menge in fest definierten Zeitabständen bestellt werden. Dieses führt zu einem ungleichmäßigen Lagerabgang und starken Schwankungen der Lagebestände.

Alternativ können in festgelegten Zeitabständen Mengen bestellt werden die den Lagerbestand wieder auf festgelegte Sollbestände auffüllen.

Beanspruchung und Belastung

Beanspruchung und Belastung

Belastung beschreibt eine objektive von außen auf Menschen wirkende Faktoren wie Zeitdruck, Lärm, widersprüchliche Erwartungen an Mitarbeiter etc.

Die Beanspruchung hingegen sind die subjektiven Folgen von den Belastungen. Diese können sich physisch auswirken auf das Herz-Kreislaufsystem, die Muskulatur etc. oder psychische auf die Konzentration, Gedächtnis, Aufmerksamkeit usw. In der DIN 33405 sind die Begriffe der psychischen Beanspruchung und der Belastung genauer definiert.

Es kann zu negativen Folgen wie Stress, Monotonie oder positiven Folgen wie eine erhöhte Aufmerksamkeit kommen durch den Unterschied in der Beanspruchung einer Person und ihrer Fähigkeit diese zu bewältigen.

Bucket Estimation

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Bucket Estimation

Bucket Estimation dient dazu bei Scrum die Product Backlog Items zu schätzen.

Man notiert die Einträge schriftlich auf Papier gedruckt oder per Hand. Zur Visualisierung dient ein Tisch, eine Pinnwand oder der Fußboden, aber auch Eimer (englisch Buckets).

  1. Die Product Backlog Items werden vom Product Owner dem Team vorgestellt und man kann fachliche Verständnisfragen stellen.
  2. Nun legt der Product Owner die Karten mit den Items des Product Backlog auf den Tisch.
  3. Die Entwickler nehmen die Karten nacheinander, jeder jeweils eine und schätzt wie viele Story Points er vergeben würde. Alle legen gleichzeitig die Karten neben die Eimer. Nun wird mit den weiteren Karten vorgefahren bis keiner mehr übrig sind.
  4. Sind sich Entwickler mit ihrer Schätzung nicht einig werden die Karten dorthin geschoben wo man meint sie gehören hier hin und markiert sie mit einem Punkt.
  5. Die Karten mit Punkt kommt auf einen Parkplatz, wenn ein Entwickler nicht mit der Schätzung einverstanden ist, diese Karte wird dann vom Team besprochen.
  6. Man nutzt die Karten vom Parkplatz für ein Planning Poker.

Schritt 3 und 4 erfolgen schweigend und werden somit auch Silent Estimation, also schweigende Schätzung genannt.

Man kann so schnell abstimmen und schwierige Fragen für eine weitere Abstimmung schnell ermitteln.

 

 

Backlog Refinement

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Backlog Refinement

Das Backlog Refinement ist ein dynamisches Artefakt im Scrum. Man pflegt es kontinuierlich. So kann man Product-Backlog-Einträge neu schätzen, obsolete Product-Backlog-Einträge entfernen, hoch priorisierte Product-Backlog-Einträge aufteilen und priorisieren, neue Einträge in das Product Backlog integrieren etc.

Das Entwicklungsteam sollte nicht mehr als 10% mit dem Backlog Refinement in seiner Kapazität belastet werden.

Dabei kann das Backlog Refinement zu verschiedenen Zeitpunkten stattfinden:

  • Im Sprint-Review
  • Im Sprint-Planning
  • Zwischen Review und Planning
  • Ad-hoc-Refinement
  • Regelmäßige Refinements

Führt man es im Sprint-Review durch kann man im Sinne des empirischen Managements die Punkte Transparenz, Inspektion und Adaption umfassen. Weiterhin ist das Feedback der Stakeholder noch frisch bzw. diese anwesend.

Ein Refinement im Sprint-Planning sind vor allem geladene Gäste anwesend. Es sind also nicht möglich Rückfragen an alle Stakeholder zu stellen.

Zwischen Review und Planning kann das Refinement ist es nicht mehr ganz Scrum-konform. Der Sprint endet nämlich mit dem Sprint-Review und der Retrospektive. Es ensteht jedoch kein Zeitdruck und alle Stakeholder können eingeladen werden.

Beim Ad-hoc-Refinement-Meeting kann man bei Bedarf reagieren. Es wird vom Product Owner mit dem Entwicklungsteam einberufen. Jedoch enstehen durch die Koordination der Termine hohe Kosten. Die Beteiligten werden aus ihren Arbeitsprozessen gerissen oder Termin liegt in zu ferner Zukunft. Selten ausgeführt können sie jedoch sinnvoll sein.

Regelmäßige Refinement-Meetings sind weniger kostenintensiv als Ad-hoc-Refinement-Meetings. Man kann so wöchentlich ein Refinement für den kommenden Sprint planen. Zwischen letzten Refinement-Meeting und nächsten Sprint-Planning sollte ein Arbeitstag liegen. Es kann jedoch zu Verzögerungen im Sprint kommen durch die zusätzliche Zeit für die Meetings und die angesprochenen Änderungen können häufig erst im nächsten Sprint berücksichtigt werden und nicht direkt. Vor allem bei nicht besonders innovativen Entwicklungen sind sie hilfreich.

 

Burn-Down-Charts

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Burn-Down-Charts

Burn-Down-Charts bieten eine Basis für die kontinuierliche Fortschrittskontrolle. In dem Burn-Down-Chart wird der Arbeitsfortschritt visualisiert.

Man trägt auf der X-Achse den Projektverlauf in Tagen an und auf der Y-Achse den Aufwand in Personen Tagen. Man beginnt also bei 0 Tagen mit einer festen Anzahl an Personentagen (PT), die sich im Laufe der Zeit abbauen.

Gleichzeitig trägt man fortlaufend die erledigten Arbeitspakete (Termin, Kosten, Leistung (beteiligte Personen) ein.

Für jedes erledigte Arbeitspaket wird der geplante Aufwand von dem Gesamtaufwand im Chart abgezogen. So kommt es zu einem Herunterbrennen (Burn-Down auf Englisch) des Aufwandberges.

Man kann auch den idealen Burn-Down als Gerade einzeichnen und mit dem tatsächlichen vergleichen. Die Differenz gibt so an ob man im Vorsprung oder im Verzug zum eigentlichen Plan ist.

Entsprechende Sofware-Werkzeuge können aus einem Task Board und den Karten, in work, done etc. Burn-Down-Diagramme tagesgenau erstellen.

Das Burn-Down-Diagramm bietet so eine Umfangstrendanalyse als Pedant zur klassischen Meilensteintrendanalyse. Man kann so den terminlichen Verzug des Projektes genaustens verfolgen.

Für genaue zeitliche Abschätzungen ist eine genaue Definition von Done (DoD) wichtig, damit sich später nicht herausstellt, das eine als Done gemeldete Aufgabe doch noch nicht vollständig abgearbeitet wurde.

Wird dieses nicht genau definiert kann es dazu kommen, dass am Ende einer Iteration kein sauberes Inkrement vorliegt. So kann man Unit Test die fehlerfrei durchlaufen werden beispielsweise als Definition heranziehen und das fehlerfreie Kompilieren des gesamten Programmes.

Earned-Value-Diagramm

Als Kontrolle eignet sich auch das Earned-Value-Diagramm, welches ein Mittel der klassischen Projektplanung ist.

Man trägt neben den erledigten Aufgaben auch die laufenden Kosten ein. Beide werden auf dieselbe Einheit wie Euro gebracht.

Das Diagramm beginnt bei Tag 0 mit 0 Euro und steigt an, abhängig von den erledigten Aufgaben des Projektes.

So trägt das Diagramm die Entwicklerkosten auch den Earned-Value des Produktes ein.

Cumulative-Flow-Diagramme

Cumulative-Flow-Diagramme enthalten Aufträge in zeitlicher Abhängigkeit und werden häufig mit Kanban genutzt. Kanban ist eine Methode der Prozesssteuerung und der Prozessoptimierung.

Kanban ist ein japanischer Begriff und bedeutet „Signalkarte“. Gerade in der Automobilindustrie beim Lean-Management geht es um die Optimierung von Lieferketten und Produktionsfluss mit Hilfe von Karten. Diese zeigen wann in einer Produktionsstufe die Aufträge drohen auszugehen.

Mit Kanban wird so der Arbeitsfluss optimiert. In der Softwareentwicklung nutzt man Kanban häufig zur Behebung von Fehlern.

Berufsständische Versorgung

Berufsständische Versorgung

Bei der berufsständischen Versorgung handelt es sich um eine Altersversorgung aus 3 Bestandteilen. Wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung ist sie der ersten Säule zuzuordnen mit einer gesetzlichen Pflichtmitgliedschaft für frei Berufe wie Notare, Ärzte, Tierärzte, Zahnärzte, Apotheker, Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Architekte etc.

Die Versorgungseinrichtungen sind hier häufig selbständige Anstalten des öffentlichen Rechts, mit unter auch mit Sondervermögen aus der entsprechenden Berufskammer. Die Mitglieder erhalten eine Altersversorgung, Berufsunfähigkeitsversorgung und Hinterbliebenenversorung.

Dabei wird das Versorgungsbedürfnis gezielt auf den entsprechenden Berufsstand angepasst. Realisiert wird die Versorgung durch ein Kapitaldeckungsverfahren und nicht durch ein Umlageverfahren wie bei der gesetzlichen Rentenversicherung.

Von staatlicher Seite erhält die berufsständische Versorgung keinerlei Zuschüsse und wird nur durch die Mitgliedsbeiträge finanziert.

Die jeweilige Satzung der Versorgungseinrichtung bestimmt die Höhe und den Umfang der Leistungen. Es werden im Normalfall Renten bedingt durch Alter, Erwerbsminderung und Tod gewährt.

Die Leistungen werden seit 2005 alle mit einem Besteuerungsanteil von mindestens 50 %  der nachgelagerten Besteuerung belegt.

Borda-Regel

Borda-Regel

Die Borda-Regel nach J.C. Borda beschreibt eine Rangsummenregel, bei der eine Abstimmung (Abstimmungsverfahren) über n Alternativen durchgeführt wird.

Die Teilnehmer ordnen jeder Alternative so viele Punkte zu wie es Rangziffern in ihrer Präferenzordnung entspricht.

Dabei ist die beste Alternative ein Punkt, die zweitbeste zwei Punkte und die schlechteste n Punkte.

Es wird die Alternative mit den geringsten Summe an Punkten nach der Borda-Regel gewählt.

Baseline

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Baseline

Mit einer Baseline beschreibt man eine Schlusszeile oder auch Schlussaussage einer Anzeige.

Dabei gibt die Baseline die wesentliche Aussage des Fließtextes zusammengefasst wieder.

Die Baseline kann den Leser auch zum Kaufen, Probieren oder Genießen auffordern.

Das Gegenteil einer Baseline ist die Headline.

Bad Bank

Bad Bank

Mit dem Begriff „Bad Bank“, also auf Englisch „schlechte Bank“ bezeichnet man Finanzinstitute welcher bei Bankenkrisen als reine Abwicklungsbanken gegründet wurden.

So wickeln sie nicht einlösbare Kreditforderungen und schwierige Wertpapiere (toxische Papiere) ab. So wird die Bonität der Bank würde beim Ausfall dieser die Bonität der jeweiligen Bank gefährden. Hat die Bad Bank ihre Entsorgungsfunktion erfüllt wird sie aufgelöst oder in eine Good Bank umgewandelt.

Die Bad Bank ermöglicht es Banken sic von risikobehafteten Papieren zu trennen, welche sonst ihre Liquidität gefährden würden. So werden die Risikopapiere aufgekauft und möglichst gut verkauft oder bei einer Unverkäuflichkeit als Verlust abgeschrieben. Auf diese Weise wird die Bilanz der guten Banken nicht belastet.

Dazu ist es nötig, dass eine Bankengruppe oder im größeren Stil der Staat durch Einlagensicherungsfonds für die Haftung der schlechten Kredite aufkommt.

Die guten Banken bleiben so vertrauenswürdig in ihrer Bonität für andere Investoren und können Geld für Kredite an Wirtschaftsteilnehmer weiter liquide verteilen.

Bei einer Finanzkrise oder Bankenkrise kommt die Kreditvergabe ins Stocken und kann die gesamte Wirtschaft negativ beeinflussen. Springt der Staat für die Bürgschaft ein, zahlt die Kosten letztendlich der Bürger durch die Steuern.

Betriebsausgaben

Betriebsausgaben

Betriebsausgaben sind Aufwendungen die durch den Betrieb veranlasst sind. Diese dürfen nach § 4 Abs. 5 und 6 EStG den Gewinn nicht mindern.

Man spricht auch nach § 4 Abs. 4 EStG von durch den Betrieb veranlasste Aufwendungen, den Aufwand.

So findet durch Betriebsausgaben Aufwendungen statt die Abflüsse in Geld oder in Geldwert verursachen.

Steuerlich qualifizierte Betriebsausgaben führen zur regelmässigen Abzugsfähigkeit bei den Gewinneinkünften, ausgenommen sind nichtabzugsfähige Betriebsausgaben.

Bei der Gewinnermittlung (Steuerbilanz) mit doppelter Buchführung werden Erträge minus Aufwendungen, in der Gewinn- Verlustrechnung miteinander verrechnet.

Bei einer Überschussrechnung stellt man Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gegenüber.

Bei beiden Rechnungen wird von Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben gesprochen, jedoch mit unterschiedlicher zeitlicher Wertung der Beträge. Bei Betriebsausgaben für die Überschussrechnung kommt es auf den Zeitpunkt der Zahlung oder Lastschrift an. Bei langlebigen Wirtschaftsgütern wird die Anschaffung über einen längeren Zeitraum, eine jährliche Abschreibung, verrechnet.

Zu den Betriebsausgaben zählen beispielsweise Ausgaben für Betriebsmittel, Löhne, Gehälter, Abschreibungen, Reparaturen, Bestandsverminderungen und auch ausserordentliche Aufwendungen wie die Veräusserungen von Anlagegütern unter dem Buchwert.

Man spricht im Englischen von „business expenses“, den Geschäftsausgaben.

 

BAFA

Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist zuständig für die Ausfuhrkontrolle. Es führt EG-Einfuhrregelungen aus sowie Wirtschaftsföderung und Fördermaßnahmen im Energiesektor.

Das BAFA nimmt wichtige administrative Aufgaben des Bundes bei der Außenwirtschaft, Wirtschaftsförderung und Energie wahr.

Die Hauptaufgabe ist die Exportkontrolle. So ist es die zentrale Genehmigungsbehörde für die Exportpolitik der Bundesregierung. Es werden Ausfuhrgenehmigungen aus der EU erteilt sowie Verbringunsgenehmigungen innerhalb des Binnenmarktes.

Es nimmt zusammen mit der Zollverwaltung am Exportkontrollsystem teil, wie mit dem Hauptzollamt, dem Zollkriminalamt ZKA, Zollamt etc.

Strategisch wichtige Güter wie Waffen, mit doppeltem Verwendungszweck (Dual-Use) werden kontrolliert. So werden die außenpolitischen Interessen und die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland gewahrt.

Durch die Globalisierung arbeitet man hier international und auch auf europäischer Ebene mit anderen Ländern zusammen.

Das BAFA entsendet zu diesem Zweck Experten zu Sitzungen von Kontrollgremien und EU-Arbeitsgruppen.

Auch prüft das BAFA, ob für die Ausfuhr eines Gutes aus dem Zollgebiet der Union eine Genehmigung nötig ist (genehmigungspflichtig).

Dazu muss dieses auf der nationalen oder europäischen Güterliste genannt sein. Wie Waffen, Munition, bestimmte Elektronik, Chemikalien etc.

Bei Gütern mit doppelten Verwendungszweck kommt es häufig zu einer politischen Abwägung durch das Auswärtige Amt und das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit.

Weitere Aufgaben der BAFA

Auch Embargos werden von der BAFA in die Tat umgesetzt.

Durch das internationale Verifikationsabkommen prüft das BAFA Ausfuhren und Einfuhren sowie Durchfuhren im Rahmen des Chemiewaffenabkommens CWÜ.

Es gibt auch Auskunft zur Güterliste AzG wenn im Zweifelsfall der Nachweis für eine Ausfuhrfähigkeit bei der Ausfuhrzollstelle nach § 14 AWV für ein Gut das nicht in der Güterliste aufgeführt wird erbracht werden muss.

Es werden auch internationale Einfuhrbescheinigung (IEB) und Wareneingangsbestätigung (WEB) ausgestellt.

Bestände von Kriegswaffen werden durch Meldungen und Betriebsprüfungen vor Ort von der überwacht (Kriegswaffenkontrolle).

Darüber hinaus unterstützt die BAFA Ermittlungsbehörden wie das Hauptzollamt, das ZKA, Bundeskriminalamt BKA, das Zollfahndungsamt und Staatsanwaltschaft bei der Arbeit. Auch kann es Stellungnahmen zu Ermittlungs-, Gerichts- und Betriebsprüfungsverfahren bei der Genehmigungspflicht und Genehmigungsfähigkeit von Ausfuhren erteilen.

Auch erhebt das BAFA die Meldungen des Waffenregisters für die Vereinten Nationen und ist nach dem Atomgesetz zuständig für Genehmigungen von Ausfuhren von Kernbrennstoffen unter Aufsicht des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMU).

 

BAFF

Bundesanstalt für Fleischforschung (BAFF)

Die Bundesanstalt für Fleischforschung (BAFF) oder früher auch BMELV genannt (Bundesbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) hat ihren Sitz in Kulmbach.

Seit dem 1.1.2000 ist sie in das Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel (Max Rubner-Institut) eingegliedert.

Sie erforscht und entwickelt und berät zu gleich Bundesministerien und andere Behörden sowie die Verbraucher bei Versorungsfragen bezüglich Fleisch und Fleischerzeugnissen. Dabei dient sie der Förderung der Erzeugnisqualität.

Back-up Facility

Back-up Facility

Mit Back-up Facility wird eine Stand-by Linie, Kreditlinie bzw. Back-up Line bezeichnet die einem Kunden von der Bank eingeräumt wird bei der Emission von Geldmarktpapieren. Durch sie wird eine Liquiditätssicherung eingeräumt.

Buchhalternase

Buchhalternase

Unter einer Buchhalternase oder Buchhalterknie, Vakatstrich versteht man eine Sperrlinie die der Unbrauchbarmachung von leeren Zwischenräumen in Büchern und Kontoblättern der Buchführung dient gemäß § 239 III HGB.

Es handelt sich um schräge Linien die durch den nicht mehr benötigten Zwischenraum gehen. So wird der nicht beschriftete Platz einer Kontoseite unbrauchbar gemacht. Nachträgliche Änderungen werden so vermieden. Bei der elektronischen Buchführung oder Konten in Tabellenform werden nicht benötigte Zeilen mit 0en aufgefüllt.

Bundesausgleichsamt

Bundesausgleichsamt

Das Bundesausgleichsamt (BAA) ist ein Geschäftsbereich des Bundesministeriums des Inneren (BMI). Es hat seinen Sitz in Bad Homburg.

Dabei für das Bundesausgleichsamt einen Lastenausgleich durch inklusive der Sachaufsicht über die Ausgleichsverwaltung (Ausgleichsämter). Es bildet so eine Verwaltungsgemeinschaft zusammen mit dem Bundesamt für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen.

Benchmarking

Benchmarking

Benchmarking bezeichnet ein Instrument der Wettbewerbsanalyse. Mit dem Benchmarking werden Dienstleistungen, Produkte, Prozesse sowie Methoden in (mehreren) Unternehmen verglichen. Auf diese Weise werden Leistungslücken in Unternehmen systematisch geschlossen.

Dabei werden Unterschiede ermittelt sowie deren Ursachen um Verbesserungsmöglichkeiten auszuarbeiten.

Man unterscheidet beim Benchmarking die folgenden Schritte:

Schritte im Benchmarking

  1. Zunächst wird ein Objekt, also ein Prozess, Produkt, Methode etc. ausgewählt, welches analysiert und verglichen werden soll.
  2. Nun wird das Vergleichsunternehmen ausgewählt, welches möglichst ähnlich ist um verglichen zu werden.
  3. Man gewinnt Daten in Form von Primärinformationen und Analyse von Sekundärinformationen (Betriebsbesichtigungen)
  4. Es werden nun die Leistungslücken ermittelt und ihre Ursachen erörtert
  5. Im Abschluss werden mögliche Verbesserungsschritte festgelegt und durchgeführt

Bevölkerungswissenschaft

Bevölkerungswissenschaft

Mit Bevölkerungswissenschaft bezeichnet man die Lehre der Verlaufsformen der Bevölkerungsbewegung mit ihren Ursachen und Folgen.

Es kommt zu einer Zusammenwirkung der Bevölkerungsvorgänge Mortalität (Sterbefälle), Migration (Wanderung) und Fertilität (Geburten). Man nutzt verschiedene Methoden, Theorien und Instrumente zur Analyse.

Man nutzt den Begriff Demografie häufig synonym für die Bevölkerungswissenschaft. Die mathematischen Verfahren werden als formale Demografie bezeichnet.

Eine Anzahl von Menschen auf einem begrenzten Raum zu einer bestimmten Zeit nennt man Bevölkerung oder Bevölkerungsstand.

Man unterscheidet administrative, kulturelle, räumliche und demografische Merkmale.

Die Methoden und Instrumente der Bevölkerungswissenschaft

Man unterscheidet die Tafelmethode mit einer fiktiven Population die jährlich Abgänge anteilig ab trägt und ermittelt die Überlebenswahrscheinlichkeit von bestimmten Altersklassen. Die Tafelmethode wird auch zur Evalution von Familienplanungsprogrammen genutzt, hierbei werden in bestimmten Zeitabständen die Anzahl von von Anwenderinnen und Abbrecherinnen eruiert die die Wirksamketi des Programmes ermitteln. Bei einer Heiratstafel werden die Übergänge von Junggesellenstand in den Stand der Ehe als Heiratswahrscheinlichkeit eines Gerburtjahrganges ermittelt. Ebenso werden die Methoden für die empirische Sozialforschung genutzt zur Ermittlung von demografisch relevanten Verhalten, Meinungen, Einstellungen, familienpolitischen Maßnahmen.

In der Bevölkerungstheorie beschreibt die Bevölkerungswissenschaft die Erforschung in der Gesellschaft, Politik und Geschichte. Man erforscht das Verhältnis der Bevölkerung zu ihren Existenzgrundlagen mit einer starken Abhängigkeit zur Zeit. Man unterscheidet makrosoziale Theorien die sich auf die Bewegung der gesamten Bevölkerung beziehen und mikrosoziale Theorie die Familien und Haushalte betreffen mit ihrer Entscheidung zur Fertilität (generatives Verhalten) sowie Migration. Man untersucht auch Theorien des Alterungsprozesses und Fertilität (Geburtenrückgang).

Weiterhin wird mit der Bevölkerungstheorie auch ein Bereich der Bevölkerungspolitik umschrieben.