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Gewinnvergleichsrechnung

Gewinnvergleichsrechnung

Auf der Basis von den jährlich erwarteten Gewinnen, also den Erträgen minus die Kosten, werden durch die Gewinnvergleichsrechnung 2 oder mehrere Investionsalternativen verglichen.

Es handelt sich bei dem Begriff „Gewnninvergleichsrechnung“ um einen Begriff aus der Investitionswirtschaft.

So wird bei Rationalisierungsinvestionen an Stelle des Gewinnes die Kostenersparnis durch die Investition eingesetzt. Ist es möglich für die Investitionen verschiedene Leistungsmengen abzugeben so werden die jährlichen Kostenersparnisse/Gewinne bezogen auf eine Leistungseinheit ermittelt.

Für die Gewinnvergleichsrechnung wendet man die Entscheidungsregel in der Praxis häufig an. Allerdings gibt es Grenzen des Verfahren so muss es möglich sein den Investionsvorhaben Erträge zu zurechnen, welches gerade bei Investitionen die mit anderen verbunden sind erschwert ist. Ebenso problematisch ist es wenn sie der Nutzen der Investition nur schwer quantifizieren lässt, nicht erfassen etc. hier kann eine Kostenvergleichsrechnung der Gewinnvergleichsrechnung vorgezogen werden.

Auch wenn man für jedes Jahr gleich hohe Gewinne über die Investitionsdauer annimmt. So können Veränderungen bei den Kosten, Preisen und verkauften Mengen nicht erfasst werden. Hier wählt man typisch repräsentative Werte für ein Nutzungsjahr für den Gewinn oder Durchschnittswerte über die Dauer der Zeit. Die Wirkungen der Investition sind im ersten Jahr meist nicht repräsentativ.  Ebenso kann eine Kapitalbindung über den Lauf der Zeit nicht erfasst werden durch Auszahlungen, man leitet den Kapitaldienst als Summe von Kosten der Abschreibung und der Zinsen ab.

In der Praxis bietet es sich an kleine Rationalisierungs- und Erweiterungsinvestionen anzuwenden für die Gewinnvergleichsmethode bei denen man nur geringe Kenntnis der Gewinnwirkung benötigt.

Auch kann man dynamische Methoden der Investitionsrechnung anwenden. So unterscheidet man zwischen dynamischer und statischer Unsicherheit in der Investionswirtschaft.

Goldene Bankregel

Goldene Bankregel

Die goldene Bankregel besagt, als Liquiditätspolitik für Banken, dass die Fristigkeit der Anlagen einer Bank der Fristigkeit ihrer Mittel zur Refinanzierung entsprechen sollte.

Nach der goldenen Finanzierungsregel soll kurzfristig aufgenommenes Geldkapital nur kurzfristig ausgeliehen werden und langfristige Einlagen können langfristig ausgeliehen werden.

Geld

Geld

Geld ist ein allgemein anerkanntes Zahlungs- und Tauschmittel auf welches sich eine Gesellschaft verständigt. Dabei ist Geld ein gesetzlich Zahlungsmittel wenn man durch die Rechtsordnung verpflichtet ist es anzunehmen um eine Schuld mit rechtlicher Wirkung zu tilgen. Geld und Zahlungsmittel sind so Aktiva.

Der Euro ist im Euro-Währungsraum das gesetzliche Zahlungsmittel.

Das Eurosystem sieht vor, dass nur die Zentralbanken Euro-Bargeld schaffen und in Umlauf bringen dürfen.

Durch Geld kommt es zu einer Einigung auf einen Zwischentauschgut. Anders als durch den Tausch von zwei Leistungen können so Kauf und Verkauf getrennt werden. Es spielte beim Übergang von der Naturaltauschwirtschaft zur Geldwirtschaft eine zentrale Rolle. Geld ist so ein Medium, welches anfänglich durch aufbewahrfähige Güter realisiert wurde als Warengeld in Form von Schmuck, Fellen, Ölen etc.

Erst durch die Entwicklung des Handelsverkehrs und durch die Arbeitsteilung ersetzte man das Warengeld durch Finanzaktiva wie Münzen, staatliche und private Banknoten, Giralgeld mit täglich fälliger Sichteinlage bei Geschäftsbanken etc.

In heutigen modernen Geldverfassung erfolgt die Geldschöpfung durch die Zentralbank als Zentralbankgeld oder durch das Banksystem als Giralgeld. Der Schuldner erhält durch das Nutzen von gesetzlichen Zahlungsmitteln die Möglichkeit nicht in Verzug zu geraten.

Die Funktionen von Geld

Dem Geld fallen verschiedene Funktionalität zu.

Zu den Grundfunktionen gehört die Rechenmittelfunktion. Es erfolgt eine Gleichsetzung einer Geldeinheit mit einem Nominalwert von eins, dadurch kann die Anzahl der möglichen Naturaltauschraten, welche bei n Güterarten beinahe die Hälfte des Quadrats von n entspricht auf n Geldpreise verringert werden. Es ist allerdings auch möglich das die Funktion als Rechenmittel im Tauschverkehr durch ein abstraktes Maß vorgenommen wird. Daher ist dies Funktion nicht konstitutiv für das Wesen des Geldes.

Dem Geld kommt auch die Tauschmittelfunktion zu. Für das Geld ist die Eigenschaft und Funktion als transaktionsdominierendes Tauschmittel konstitutiv für sein Wesen. Hier durch erhält das Geld den höchsten Liquditätsgrad von eins. Das bedeutet, dass Geld ohne Abschlag zum Nominalwert abgenommen wird. Marktteilnehmer können so Transaktionskosten und Informationskosten über die Möglichkeiten des Marktes. Geld erweitert somit als Tauschmittel durch die Kostenersparnis bei gegebener Faktorausstattung den Bereich von realen Produktionsmöglichkeiten in einer Volkswirtschaft.

Weiterhin kommt dem Geld eine Wertbewahrungsfunktion zu. Durch diese kann die Kaufkraft intertemporal und interregional transportiert werden. Man kann diese Funktion auch durch andere Aktiva erfüllen. Häufig sogar besser, da bei einem sinkendem Wert des Geldes nur der Nominalwert, aber nicht der Realwert erhalten bleibt, welcher entscheidend für die Qualität der Wertaufbewahrung maßgeblich ist.

Grundschuld

Grundschuld

Eine Grundschuld ist eine dingliche Belastung eines Grundstückes. Dabei muss an den Gläubiger/Berechtigen eine bestimmter Betrag an Geld aus dem Grundstück gezahlt werden.

Anders als bei der Hypothek ist bei der Grundschuld eine Forderung nicht die Voraussetzung damit sie entsteht.

Die Grundschuld ist, wie die Hypothek, ein Grundpfandrecht und somit ein dingliches Kreditsicherungsmittel. Dabei ist der Grundschuldbesteller verpflichtet, sofern es zum Fall der Nichtzahlung einer ausstehenden Forderung kommt, die Zwangsvollstreckung an seinem Grundstück zu dulden nach § 1147, 1191 BGB.

Die Regeln der Hypothek sind daher auch auf die Grundschuld anwendbar nach § 1192 BGB.

Bei der Grundschuld besteht, anders als bei der Hypothek, keine Abhängigkeit vom Sicherungsgegenstand, der Grundschuld und der Forderung, der Akzessorietät.

Da die Akzessorietät der Grundschuld fehlt können die Parteien Forderungen für schon bestehende Grundschuld austauschen und wechseln.

Unterschiede zwischen Grundschuld und Hypothek

Bei der Grundschuld muss auch nicht, wie bei der Hypothek, kostenintensiv eine neu zu sichernde Forderung, neu bestellt werden. Durch die Trennung von Forderung und Sicherungsmittel bei der Grundschuld enstehen aber auch Gefahren wirtschaftlicher Art.

So können beide, die Forderung und das Sicherungsrecht, die Akzessorietät, parallel existieren und unterschiedlichen Rechtsträgern zu fallen. Daraus resultiert eine mögliche doppelte Inanspruchnahme der Gläubiger für die gesicherte Forderung und für den Inhaber der Grundschuld die den Schuldner und Grundstückseigentümer zweimal beanspruchen können. Andere europäische Sachenrechtsordnungen vermeiden diese Gefahr, hier gibt es das Kreditsicherungsmittel in Form der Grundschuld nicht. In Deutschland gibt es sie jedoch.

In Deutschland gilt bei der Rechtssprechung zur Vermeidung von doppelten Rechtsansprüchen, dass man durch eine vertragliche Maßnahme die Forderung und Grundschuld miteinander verknüpft. So ensteht eine Vereinbarung einer Sicherungsgrundschuld. Durch die Sicherungsabrede der Sicherungsgrundschuld dürfen die Parteien eine getrennte Abtretung der Forderung nach § 399 BGB nicht durchführen.

Eine derartige Absicherung verhindert jedoch nicht die dingliche Wirksamkeit (sachrechtlich) der isolierten Forderungsabtretung im Wirtschafts- und Rechtsverkehr nicht verhindern. Durch die Übertretung der Sicherungsabrede werden nur Schadensersatzansprüche der Parteien in ihrem Verhältnis ausgelöst.

Die Grundschuld kann in Form einer Buch-Grundschuld oder Brief-Grundschuld und anders als die Hypothek, auch für den Grundstückseigentümer als Eigentümer-Grundschuld bestellt werden. Der Grundschuld-Brief wird auf den Inhaber als Inhaber-Grundschuld ausgestellt. Man wendet die Vorschriften zur Inhaberverschuldverschreibungen auf diesen Brief an.ndet.

Geldmarktfonds

Geldmarktfonds

Bei Geldmarktfonds handelt es sich um eine Form von Investmentfonds. In ihnen werden Gelder von Anlegern gesammelt und in den Gegenwert am US-Geldmarkt oder Euro-Geldmarkt angelegt (Investmentgesellschaften).

Diese Fonds unterliegen nicht einer Mindestreserve. Auf diese Weise können sie für die Anleger höhere Erträge als Einlagen bieten.

Geldmarktfonds haben einen hohen Grad an Liquidität bei einem überschaubaren Kursrisiko. Es besteht ein jederzeitiges Rückgaberecht der Geldmarktzertifikate.

Geldmarktfonds findet man in Ländern wie den USA, Großbritannien oder Luxemburg. Der englische Begriff hierfür ist „money market funds“.

In Deutschland sind Geldmarktfonds seit 1994 zugelassen. In den USA und Ländern der EG wie Frankreich, Luxemburg oder Großbritannien haben Geldmarktfonds das Investmentgeschäft spürbar belebt.

Gesellschaft

Gesellschaft

Der Begriff Gesellschaft beschreibt in der Soziologie eine Organisationsform die sich territorial abgrenzt und aus einer größeren Menschengruppe besteht die dem Zweck der Sicherstellung und Befriedigung von Lebensvollzügen dient.

Bei der Gesellschaft werden unter verschiedene Entwicklungsstufen unterschieden mit ihren zu Grunde liegenden Strukturen.

Die Gesellschaft wird durch Universalien gekennzeichnet wie gemeinsamen Normen, Sprache, Verwandschaftsverhältnisse, Sozialisation von folgenden Generationen. Aber auch Regelungen für ein abweichendes Verhalten wird durch sie bestimmt.

Im Laufe der Geschichte gab es so Stammes-Gesellschaften, Stände-Gesellschaften, bürgerliche Gesellschaften etc.

Durch eine soziale Differenzierung erfolgt weitestgehend auch  eine Differenzierung der Verhalten der Individuen.

Für heutige industrielle und bürokratisch geprägte Gesellschaften Europas und Nordamerikas gelten spezielle Merkmale der Struktur.

So kommt es zu einer verstärkten Verstädterung, Verwissenschaftlichung, Verrechtlichung, Bürokratisierung und Anonymisierung der Lebensbereiche der Gesellschaft.

Die Gesellschaft selbst besteht aus größtenteils autonomen Subystemen, welche sich nicht selbst reproduzieren (Autopoeisis)

Gegenüber der Umwelt ist die Gesellschaft ein abgegrenztes System nach der Systemtheorie von Luhmann.

 

Geschäftsprozess

Geschäftsprozess

Unter dem Begriff Geschäftsprozess wird eine Folge von Wertschöpfungen verstanden die durch ihren Input zu einem Output führt der den Kundennutzen steigert.

Hierbei können verschiedene Aggreationsebenen untersucht werden. So können einzelne funktionale Bereiche, Sparten oder auch die gesamte Unternehmung betrachtet werden.

Im Business Process Reengineering spielt der Geschäftsprozess eine zentrale Rolle bei der Analyse. ineering.

Gebäudekosten

Gebäudekosten

Als Gebäudekosten bezeichnet man die Summe welche sich aus kalkulatorischen Gebäudeabschreibungen, Kosten für Reparaturen, den Gebäudereparaturen, Zinsen wie Pacht- und Mietzinsen und sonstigen Lasten die auf dem Gebäude liegen wie beispielsweise Müllabfuhr, Kanalreinigung etc. sowie weiteren Kosten für Heizung, Reinigung, Beleuchtung von Rämlichkeiten ergeben.

Dabei sammelt man die Gebäudekosten die für Wohngebäude, Verwaltungsgebäude, Farbrikgebäude und Lagergebäude anfallen ein einer besonderen Hilfskostenstelle namens „Gebäude“. Weitere Kostenstellen verteilt man, entsprechend der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung, nach den Maßgaben der benutzten Räume.

Gewinn

Gewinn beschreibt im Handelsrecht den Unternehmensgewinn, den Jahresüberschuss als Differenz zwischen den Aufwendungen und Erträgen eines Geschäftsjahres.

Der Gewinn wird mit einer Gewinnermittlung, Erfolgsrechnung ermittelt. Bei Kapitalgesellschaften nutzt man die Gewinnverwendung, Gewinnausschüttung. Bei Personengesellschaften kommt die Gewinn- und Verlustbeteiligung zum Einsatz.

In der Kostenrechnung ermittelt sich der Betriebsgewinn aus der Differenz zwischen den Kosten und den Erlösen einer Periode als Betriebsergebnis bzw. Deckungsbeitrag.

Das neutrale Ergebnis, der neutrale Gewinn ist Unternehmensgewinn – Betriebsgewinn.

Im Steuerrecht kann die Ermittlung des Gewinnes auf verschiedene Arten erfolgen bei der Einkünfteermittlung. Dabei unterliegt der steuerliche Gewinn der Einkommens- oder Körperschaftssteuer und bildet den Ausgangswert für die Errechnung des Gewerbeertrages nach § GewStG.

In der Preis- und Markttheorie berechnet sich die Differenz zwischen dem Erlös U(x) und Kosten K(x) der Gewinn zu G(x) = U(x) – K(x).

Bildet man die erste Ableitung so spricht man vom Grenzgewinn nach der Formel G‘ (x)=U‘ (x) – K‘ (x).

Daher ist der Grenzgewinn eine Gewinnveränderung der sich ergibt wenn man eine Einheit zusätzlich produziert und verkauft. Nach der notwendigen Bedingung muss für die Bestimmung des Maximums der Grenzgewinn gleich Null werden.

G'(x) = 0 <=> U'(x) = K'(x)

Für die hinreichende Bedingung ist die zweite Ableitung <0.  G“ (x) < 0.

Und somit U“(x) < K“(x).

Gruppe

Gruppe

In der Soziologie beschreibt die Gruppe eine soziales Gebilde von 3 bis ca. 25 Mitgliedern, also insbesondere Kleingruppen. Ein Gebilde aus 2 Elementen wird auch als Dyade bezeichnet.

Es gibt charakteristische Merkmale einer Gruppe, wie die Verfolgung eines gemeinsamen Zieles über einen längeren Zeitraum hinweg, ein Wir-Gefühl in Form von einem Kommunikations- und Interaktionszusammenhang und gruppenspezifische Rollen, Werte und Normen die innerhalb der Gruppe gebildet werden.

Man unterscheidet primäre und sekundäre Gruppen, wobei bei der Primärgruppe wie Nachbarn, Familie, Freunden das Vertrauen sehr ausgeprägt ist, bei Sekundärgruppen handelt es sich um anonyme Beziehungen eher unpersönliche Gruppen.

Gruppen werden auch geprägt durch ihre Struktur und ihre Organisationsform, so können in einem Betrieb Gruppen, Hauptabteilungen, Abteilungen unterschieden werden.

Informellen Gruppen sind nicht auf den Betriebszweck ausgerichtet spielen jedoch eine Rolle innerhalb des Betriebs, wie politische, weltanschauliche Gruppen, Mitglieder von Sportvereinen etc.

Die Gruppenmitglieder nehmen Einfluss auf die Ziele der Gruppe. So kann es einen Führung in Form eines Meinungsführers geben, welcher die Gruppe dominiert. Auch unterstützen die einzelnen Mitglieder bewusst und unbewusst das Verhalten der Gruppe und entwickeln Verhaltensregeln und Eigenschaften.

In der Wirtschaftsinformatik versteht man unter einer Gruppe eine Ansammlung von Daten welche zum gleichen Ordnungsbegriff gehören. So können bei einem mehrstufigen Ordnungsbegriff die Haupt-Gruppe unterscheiden mit den Daten einer gemeinsamen Ordnungsbegriffkomponenten der höchsten Stufe. In einer Unter-Gruppe innerhalb der Haupt-Gruppe umfasst Daten mit einer gemeinsamen Ordnungsbegriffkomponente der nächsttieferen Stufe.

Gini-Koeffizient

Gini-Koeffizient

Der Gini-Koeffizient wird in der Statistik als Maßgröße genutzt zur Kennzeichnung der relativen Konzentration.

So wird der Gini-Koeffizient als relatives Struungsmaß interpretiert. Man kann ihn auch mit Hilfe der Lorenzkurve bestimmen.

Mit dem Gini-Koeffizient wird die relative Konzentration einer Einkommensverteilung quantifiziert. Der Gini-Koeffizient nimmt den Wert Null an im Fall der maximalen Gleichverteilung des Einkommen, also wenn jede Person exakt das Durchschnittseinkommen bezieht.

Bei einem Extremfall der maximalen ungleichen Einkommensverteilung, also eine Person bezieht das komplette Einkommen, der Wert Eins annimmt.

Man kann den Gini-Koeffizient mit der Lorenzkurve veranschaulichen und bestimmen.

Er entspricht der Fläche zwischen der Winkelhalbierenden, also der Gerade perfekten Gleichverteilung und dem zugehörig ermittelten Lorenzkurve in Relation zur Gesamtfläche unterhalb der Winkelhalbierenden, der Dreiecksfläche zwischen Winkelhalbierenden und der Geraden der perfekten Ungleichverteilung.

Geschäftswert

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Geschäftswert

Der Geschäftswert einer Anforderung an ein neues Produkt durch die Stakeholder bestimmt den Zeitpunkt wann diese umgesetzt wird.

So kann eine Anforderung mit verhältnismäßig wenig Aufwand einen hohen Geschäftswert haben oder auch eine Anforderung einen relativ hohen Aufwand nur einen geringen Geschäftswert haben.

Je höher der Geschäftswert ist, umso früher wird er in Iterationen aufgenommen. So kann der Kundennutzen für das Inkrement (auslieferbare Version des Produktes im agilen Projektmanagement) gesteigert werden.

Auch kann auf diese Weise das Vertrauen der Stakeholder (der im Projekt involvierten Institutionen) erhöhen.

Nach den agilen Prinzipien wird, wenn eine Iteration nicht wie geplant vorankommt, der Aufwand reduziert. Man speckt die Interation dann um Anforderungen mit eher geringem Geschäftswert als einem hohen ab, um den angestrebten Endtermin aufrecht zu erhalten.

Die MMF (Minimally Marketable Features) beschreiben die Frage welche Produkteigenschaften für sich allein genommen oder mit einander kombiniert bereits ein vermarktbares Produkt ergeben. So können bei einem Computerspiel bestimmte Inhalte (Contents) erst nachträglich als Zusatz zum eigentlichen Spiel auf den Markt gebracht und vermarktet werden.

Gantt-Diagramm

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Gantt-Diagramm

Das Gantt-Diagramm bildet die Dauer jeder Tätigkeit in Form eines horizontalen Balkens ab. Es ist benannt nach Lawrence Gantt der es 1900 als ein System zur Kontrolle von Arbeitsleistung entwickelte.

Dieses klassische Balkendiagramm ist in computergestützter Form der vernetzte Balkenplan. In diesem werden die Abhängigkeitsstrukturen der einzelnen Tätigkeiten in das Gantt-Diagrammes mit einbezogen.

Die Netzplantechniken stammen aus den 1950er Jahren, um die Projektplanungsverfahren in auftragsgebundenen Einzelfertigungen zu verbessern. Man nutzt sie bei der Einführung neuer Produkte, bei der Einführung elektronischer Datenverarbeitung und der Umstellung auf andere Produktionsmethoden.

Garantie

Garantie

Die Garantie beschreibt eine vom Verkäufer übernommene freiwillige Verpflichtung in der er innerhalb der Garantiefrist auftretenden Mängel teilweise oder ganz beseitigt.

Innerhalb des Rahmens der Garantie verpflichtet sich eine Partei/Garant einen entstandenen Schaden zu übernehmen bzw. für einen bestimmten Erfolg einzustehen die sich aus einer unternehmerischen Handlung ergibt. Die Garantieverpflichtung ist von einem zugrunde liegenden Schuldverhältnis losgelöst, anders als eine Bürgschaft.

Die Kulanz ist eine entgegenkommende, großzügige Abwicklung von Garantieleistungen. So können Garantieleistungen schnell abgewickelt werden und haben positive akquisitorische Effekte für das Unternehmen. Kommt es zu Problemen bei der Garantiezusage so kann diese negativ auf das Unternehmen wirken.

 

Beim Kauf von Waren verpflichtet sich der Verkäufer oder Hersteller im Rahmen einer Garantie für auftretende Mängel auf zu kommen.

Bei Auslandsgeschäften gibt es Sicherheitsleistungen und Gewährleistungen des Bundes die über die Hermes-Kreditversicherungs-AG und die Deutsche Revisions- und Treuhand-AG abgewickelt werden.

Die Garantie ist nicht über das BGB geregelt, sondern ergibt sich durch Vereinbarungen innerhalb der Vertragsfreiheit.

Die Zusage einer Garantie bezieht sich auf die Funktionsfähigkeit und Haltbarkeit eines Produktes, vor allem bei hochwertigen und technisch komplizierten Gütern. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist kann ausgedehnt werden, da der Unternehmer die Frist und den Umgang mit der Garantie festlegen kann. Wird das Gut über den Handel abgesetzt so kann sowohl der Händler als auch der Hersteller für die Garantieleistung aufkommen.

Bankgarantien

Banken bieten Bankgarantien in Form von Leistungsgarantien, Lieferungsgarantien, Anzahlungsgarantien, Dokumentengarntie an.

Eine Anzahlungsgarantie bedeutet, dass die Bank dem Käufer die Rückerstattung seiner Anzahlung garantiert, wenn der Verkäufer die Leistung nicht erbringt. Eine Bietungsgarantie besagt, dass bei einer (öffentlichen) Ausschreibung die Bank garantiert, dass ihr Kunde die Bedingungen der Ausschreibung erfüllen kann und steht für Vertragsstrafen bei der Nichtannahme nach einem erteilten Zuschlag ein. Die Leistungsgarantie sagt, dass die Bank dem Käufer eine nach Menge, Qualität und Form vertragsmäßige Leistung oder Lieferung zusagt. Bei der Dokumentengarantie verpflichtet sich die Bank gegenüber der Reederei für Folgen einzustehen die aus der Übergabe von Waren durch den Importeur ohne die Vorlage von originalen Dokumenten entstehen.

 

Geschäftsfähigkeit

Geschäftsfähigkeit

Die Geschäftsfähigkeit beschreibt die Fähigkeit eine rechtsgültige Willenserklärung abzugeben oder entgegen zunehmen.

Man unterscheidet bei der Geschäftsfähigkeit unterscheidet man weiterhin wie folgt:

  • Die unbeschränkte Geschäftsfähigkeit die im Regelfall mit der Volljährigkeit erreicht wird.
  • Die Geschäftsunfähigkeit nach § 104 BGB für Kinder unter 7 Jahren und Personen mit dauernder krankhafter Störung der Geistestätigkeit. Rechtsgeschäfte mit ihnen sind nichtig § 105 BGB.
  • Beschränkt geschäftsfähig sind nach § 106 bis 113 BGB Personen zwischen 7 und 18 Jahren. Dabei kann ein beschränkt Geschäftsfähiger ohne die Zustimmung oder Genehmigung des gesetzlichen Vertreters nur Rechtsgeschäfte vornehmen nach §§ 110 bis 113 BGB, welche ihm einen rechtlichen Vorteil bringen, er mit seinem Taschengeld abwickeln kann, die im Rahmen eines Erwerbsgeschäftes eingehen, sofern er dazu ermächtigt ist und die vom gesetzlichen Vertreter generell erlaubten Arbeitsverhältnisse betreffen.
  • Ein Kaufmann kann auch eine geschäftsunfähige und in der Geschäftsfähigkeit beschränkte Person sein. Das Gewerbe wird dann über einen gesetzlichen Vertreter betrieben.
  • Generell sind die Vorschriften des bürgerlichen Rechtes für die Geschäftsfähigkeit in Steuersachen nach § 79 AO maßgebend.

Glasfaserkabel

Glasfaserkabel

Ein Glasfaserkabel ist ein Lichtwellenleiter und dient als Medium zur Datenübertragung.

Es werden dabei sehr kurzer Laserlichtimpulse durch die dünnen Glasfasern übertragen und so entsprechend codierte Informationen.

Gegenüber anderen Kabeln zur Datenübertragung wie z.B. Koaxialkabel bietet das Glasfaserkabel verschiedene Vorteile.

Vorteile von Glasfaserkabeln

  • Man kann es fast beliebig krümmen
  • Es hat ein geringes Gewicht
  • Sein Durchmesser ist sehr Gering
  • Es sind große Entfernungen zwischen zwei Verstärkern möglich
  • Es hat eine hohe Abhörsicherheit und bietet eine hohe Datenübertragungsrate

Nachteilig ist der höhere Anschaffungspreis.

Gutschein

Gutschein

Ein Gutschein ist eine Maßnahme mit der man den Verkauf fördert. Man spricht auch von einem Coupon.

Konsumenten können durch einen Gutschein ein (anderes) Produkt günstiger erwerben.

Gutscheinen können über das Internet, einen Werbebrief, Newsletter, Inserate, den Kauf anderer Produkte und Dienstleistungen etc. an diesen Gutschein gelangen.

Generalvertreter

Generalvertreter

Ein Generalvertreter ist Handelsvertreter (häufig ein Bezirksvertreter), welcher die eigentliche Vermittlungstätigkeit nicht selbst, sondern durch Untervertreter, sogenannte Subagenten, ausführen lässt.

Dabei erfolgt die Anstellung und Bezahlung der Untervertreter durch den Generalvertreter.

Somit besteht die Hauptarbeit des Generalvertreters in der Organisation sowie Verwaltung der Tätigkeit seiner von ihm beauftragen Subagenten und der Schulung und Auswahl dieser.

Gebietsleiter

Gebietsleiter

Unter einem Gebietsleiter versteht man einen Verkäufer der mittleren Managementebene der Verkäufer in einem geografischen Gebiet leitet.

Garantiekosten

Garantiekosten

Die Garantiekosten sind Kosten die zu den Einzelwagnissen und kalkulatorischen Kosten zählen.

Sie setzen sich zusammen aus Nachbesserungen, Preisnachlässen, Ersatzlieferungen und Vertragsstrafen. Es werden so unentgeltlich Ersatzteile geliefert, Instandsetzungen durchgeführt etc.

In der Kalkulation werden die Garantiekosten derart bemessen, dass sie sich mit den tatsächlich erbrachten Garantieverpflichtungen ausgleichen.

Man erfasst sie als Sonderkosten in monatlichen Beträgen.

Garantiekosten beschreiben ebenfalls die Inanspruchnahme bankmäßiger oder staatlicher Garantien, man erfasst diese als normale Finanzierungskosten und verrechnet sie entsprechend.