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Konkurs

Konkurs

Bei einem Konkurs handelt es sich um ein gerichtliches Verfahren mit dem man das Vermögen von überschuldeten oder zahlungsunfähigen Schuldner zur Befriedigung der Gläubiger verwaltet.

Dabei werden die Forderungen aller Gläubiger gleichmäßig und anteilig befriedigt mit Hilfe der Vollstreckung des gesamten Vermögens des Schuldners.

Kommt es zur Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit so wird ein Antrag für die Eröffnung des Konkurs-Verfahrens gestellt durch das Konkurs-Gericht.

Durch einen Vergleich kann man einen Konkurs abwenden.

Kreditwürdigkeit

Kreditwürdigkeit

Die Kreditwürdigkeit oder auch Bonität ist ein Beurteilungsmaßstab über die Fähigkeit von potenziellen privaten oder institutionellen Kreditnehmern, ob diese nach einem vereinbartem Vertrag in der Lage sind die Zinsen und Tilgung des Kredites leisten zu können.

Daher ist die Kreditfähigkeit stark abhängig von den persönlichen Verhältnissen und den gegenwärtigen sowie den zu erwartenden Vermögens- und Einkommensverhältnissen des Kreditnehmers.

Man überprüft bei der Kreditwürdigkeitsprüfung die finanzielle Lage des Kreditnehmers vor der eigentlichen Kreditvergabe.

Kommunale Unternehmen

Kommunale Unternehmen

Zu den kommunalen Unternehmen zählen öffentliche Unternehmen in den Kommunen, Gemeinden und Kreisebenen. Sie haben ihren Schwerpunkt auf Wohnugnswirtschaft, Verkehrswirtschaft und Versorgungswirtschaft und Sparkassen.

Bei den kommunalen Unternehmen kommt es, anders als bei öffentlichen Unternehmen des Bundes oder der Länder, zu einem alleinigen Träger oder mehrheitlichem Träger durch die Gebietskörperschaft.

Sie hat auch Direktionsgewalt. Außerdem müssen sie einen Beteiligungsbericht vorlegen um Bürger und Gemeinderat über den Bestand an kommunalen Unternehmen zu unterrichten.

Häufig werden die Grundsätze guter Unternehmensführung mit den Beteiligungen durchgeführt.

Die kommunalen Unternehmen nutzt man häufig bei freiwilligen und pflichtigen Selbstverwaltungsaufgaben. Zur freiwilligen Selbstverwaltung gehören Unterhaltung von öffentlichen Einrichtungen zur Daseinsvorsoge, Verkehrsbetriebe, Unterhaltung von Schwimmbädern, Sportplätzen, Museen, Theater, Bibliotheken und Museen.

Pflichtige Selbstverwaltungsaufgaben sind beispielsweise die Wohnungsbauförderung, Abwasser- und Abfallbeseitigung, Straßenbau, Städtebau und Städtesanierung.

Auch wirtschaftliche Betätigungen sind möglich.

Ist die Gewinnerzielungsabsicht der einzige Zwecke einer wirtschaftlichen Beteiligung so entfällt der öffentliche Zweck

Kommunale Unternehmen können als öffentlich-rechtliche oder privatrechtliche Betriebe geführt werden.

Für öffentlich-rechtliche Organisationsformen kommen in Frage.

  • Regiebetrieb (als Teil der unmittelbaren Kommunalverwaltung),
  • Eigenbetrieb
  • Anstalt des öffentlichen Rechts (Anstalt)
  • Stiftungen des öffentlichen Rechts (Stiftung)
  • Zweckverbände (Zweckverband)

Für privatrechtlichen Organisationsformen sind möglich:

  • GmbH (Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH))
  • Aktiengesellschaft (AG)
  • GmbH & Co. KG (Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH))
  • Genossenschaft
  • Stiftung des privaten Rechts (Stiftung)
  • Rechtsfähiger Verein (Verein)

KMU

KMU

KMU steht als Abkürzung für kleine und mittlere Unternehmen. So unterscheidet man Kleinstunernehmen, kleine und mittlere Unternehmen.

Für die Unterscheidung werden 4 Kriterien heran gezogen:

  1. Die Anzahl der unselbständig Beschäftigten
  2. Der Umsatz
  3. Die Bilanzsumme
  4. Die Unabhängigkeit

Für KMUs gilt das sie weniger als 250 Personen beschäftigen und der Jahresumsatz höchstens 50 Millionen € beträgt oder die Jahresbilanzsumme maximal bei 43 Millionen € beträgt.

Außerdem darf kein anderes Unternehmen mehr als 25 % der Kapitales halten.

In der Kategorie KMU definiert man ein kleines Unternehmen als solches, dass weniger als 50 Personen beschäftigt und dessen Jahresumsatz oder Jahresbilanz unter 10 Millionen € liegt.

Das Kleinstunternehmen hingegen hat weniger als 10 Personen beschäftigt und ein Jahresumsatz bzw. Jahresbilanz unter 2 Millionen €.

Kalkulation

Kalkulation

Die Kalkulation beschreibt ein Verfahren mit dem man Kosten zurechnet auf die kostenverursachenden Objekte. Bei den Objekten handelt es sich meist um marktfähige Produkte, Dienstleistungen oder auch Herstellungsprozesse, betriebliche Organisationsbereiche sowie technische Verfahren.

Man spricht auch von Kostenträgerstückrechnung bei der Kalkulation von Produkten und Dienstleistungen.

So ist Kalkulation eine Methode der Kostenrechnung oder auch eine Kostentstückrechnung im Sinne einer Selbstkostenrechnung.

Durch die Kalkulation kann man Unterlagen erstellen für die Absatz- und Preispolitik, sie dient so der Ermittlung von Selbstkosten sowie Preisuntergrenzen.

Man kann den Betriebserfolg ermitteln durch eine Zurechnung der Kosten auf die Kostenträger.

Auch können die Bestände und Bestandsveränderungen bei den Fertig- und Halbfertigprodukten zu Herstellungskosten untersucht werden.

Mit Hilfe der Äquivalenzziffemkalkulation bei der man die festen Verhältnisse von Kostenverursachen ermittelt eignet sich gut für Betriebe mit einer Serienfertigung oder Sortenfertigung zur Planung von Absatz und Produktion. Bei einer Massenfertigung kann eine Divisionskalkulation genutzt werden für die Planung von Produktion und Absatz. Ist die Produktpalette hingegen heterogen so kann eine Zuschlagskalkulation aus der Betriebsabrechnung geeignet sein für die Absatz- und Produktionsplanung.

Kartell

Kartell

Unter einem Kartell wird in der Wirtschaftssoziologie eine vertragliche geschlossene Vereinbarung verstanden, die von mehreren selbständigen Firmen geschlossen wird, um die Konkurrenz auf einem bestimmten Markt zu senken. Dadurch können die Preise und Absätze gemeinschaftlich kontrolliert werden.

Man spricht von einer horizontalen Wettbewerbsbeschränkung, so verzichten die Partner auf den selbständigen Gebrauch von der Änderung von Rabatten, Preisen, Konditionen, diese werden durch einen Kartellvertrag geregelt.

Die einzelnen Mitglieder bleiben dennoch rechtlich und organisatorisch selbständig, sie geben nur wirtschaftliche Handlungsfreiheiten freiwillig auf.

Durch Kartelle wird der Wettbewerb eingeschränkt und verhindert.

Begünstigt wird die Kartellbildung wenn es wenige Anbieter gibt, homogene Produkte angeboten werden und die Kosten ähnlich gelagert sind.

Auch bei einer hohen Markteintrittsbarriere steigt das Risiko für die Bildung von Kartellen, elastische Angebote die durch ein Zurückgreifen auf ungenutzte Kapazitäten entstehen sind hier ebenfalls fördernd.

Durch hohe Kartellpreise werden jedoch auch Konkurrenten angelockt die sich gegenseitig unterbieten und so das Kartell zerstören können.

Davor schützen sich die Kartelle durch bestimmte Verträge so können die Zulieferer beispielsweise vertraglich gezwungen werden nur die Kartellmitglieder zu beliefern.

So können Rohstoffe und vorgelagerte Produkte sowie nachgelagerte Produkte gezielt gesteuert und eingeschränkt werden für den Zugang durch Nicht-Kartellmitglieder.

Es werden Exklusivverträge durchgesetzt, man gewährt Vergünstigungen und Rabatte damit die Abnehmer und Lieferanten beim Kartell bleiben bzw. ihren Verpflichtungen gegenüber diesem nachkommen.

Außenstehende Anbieter werden gezielt boykottiert, nicht beliefert etc. Man spricht auch von innerem Kartellzwang der durch Kartellverträge realisiert wird.

Auch können die Verträge rechtlich durchgesetzt werden soweit sie nach EWG-Kartellrecht etc. gültig sind.

Abtrünnige aus dem Kartell werden gezielt vom Markt verdrängt. Durch das GWB (Gesetz gegen Wettbewerbsbeschränkungen) hat das typische Kartell mehr und mehr an Bedeutung verloren, da es im deutschen Wettbewerbsrecht zu einem Ausspruch von einem Kartellverbot kommt.

Ebenso führen eine vermehrte Internationalisierung der Märkte, verstärke Produktdifferenzierung kurze Produktionszyklen zur Erschwerung der Bildung von Kartellen.

Kosten

Kosten

Mit dem Begriff Kosten beschreibt man in der sozialistischen Wirtschaftslehre den Verbrauch oder Gebrauch von Gütern oder Lohn und sonstige Geldausgaben die für die Produktion der für den Absatz von Waren und Dienstleistungen anfallen.

Kosten sind ein in Geld bewerteter Verzehr von Inputeinheiten immaterieller und materieller Art welche für die Erstellung und Marktverwertung anfallen.

Bei der Bewertung des Inputes kann man den Anschaffungswert her nehmen der über den Markt gebildet wird oder opportunity costs welche für die Herstellung eines Gutes angesetzt werden gemessen am Verzicht eines alternativ erzeugbaren anderen Gutes.

Kosten in Unternehmen sind private Kosten wohingegen die volkswirtschaftlichen Kosten der gesamten Wirtschaft zu zuordnen sind.

Die Kosten der gesamten Gesellschaft umfassen auch Ausgaben für die Beseitigung von Umweltschäden die durch Produktion entstanden sind.

Entstehen Kosten in einem Unternehmen und sind von diesem zu tragen so spricht man auch von internen Kosten, den produktionsbedingten Kosten.

Transaktionskosten umfassen Transport von Gütern, Vertragsdurchsetzungen, Vertragsabschlüsse, Wartezeiten zur Verfügbarkeit etc.

Als Sekundäre-Kosten bezeichnet man den Verbrauch von innerbetrieblich gefertigten Gütern, Primär-Güter sind von außen bezogene Güter.

  • Sehr langfristige Kosten, very long run Kosten ergeben sich aus Änderungen bei technischem Fortschritt, varrierenden Einflussgrößen.
  • Langfristige Kosten, long run Kosten ergeben sich aus Änderungen am laufenden Input und Kapazität bei konstantem technischen Fortschritt.
  • Kurzfristige Kosten, short run Kosten entstehen durch Änderung von laufenden Faktorinputs bei einer konstanten Kapazität und technischem Fortschritt.

Kontokorrentkredit

Kontokorrentkredit

Unter einem Kontokorrentkredit versteht man eine klassische Kreditform die von fast allen Unternehmen in Anspruch genommen wird, sie leitet sich vom Italienischen „conto corrente“ ab also einem Konto in laufender Rechnung.

Man gewährt bei einem Kontokorrentkredit dem Kreditnehmer einen Buchkredit bis zu einer festgelegten Kreditlinie.

Der Dispositionskredit ist eine Sonderform des Kontokorrentkredites. Für den Kontokorrentkredit gilt eine kurze Laufzeit von bis zu einem Jahr, allerdings ist eine ständige Prolongation möglich, wenn es keinen Grund für die Beendigung des Vertragsverhältnisses gibt. So stehen viele Kontokorrentkredite auch langfristig zur Verfügung. Es fallen hohe Kosten an gegenüber anderen Kreditformen, aber man nutzt ihn häufig für die kurzfristige Überbrückung bei Liquiditätsengpässen und hat eine hohe Flexibilität.

Dem Kreditnehmer wird das Recht eingeräumt sein Kontokorrentkonto bis zu einer festgelegten Kreditlinie ohne weitere Formalitäten in Anspruch zu nehmen und auch darüber hinaus mit einem Überziehungskredit.

Unternehmen nutzen Konkokorrentkredite vor allem über ein Kontokorrentkonto, Girokonto für die Abwicklung. Man kann den Kredit durch Abhebungen und Überweisungen bis zur Kreditlinie in Anspruch nehmen.

Nach §§ 355 bis 357 HGB und §§ 607 bis 610 BGB ist der Kontokorrentkredit geregelt.

Nach § 355 HGB gilt:

  • Das der Saldo maßgeblich ist für die Abrechnung des Kontokorrentkontos
  • Das mindestens ein Ver­tragspartner  ein Kaufmann sein muss, dieses trifft bei Banken immer zu
  • Es erfolgt eine gegenseitige Verrechnung von wechselseitigen Ansprüchen sowie Leistungen der Vertragspartner
  • In regelmäßigen Abständen ist der sich ergebene Überschuss, das Saldo festzulegen

Sollte die Kreditlinie überschritten werden die festgelegt wurde so wird eine Überziehungsprovision berechnet, dadurch kommt es regelmäßig zu einer erheblichen Versteuerung des genutzten Kredites.

Die Kosten für den Kontokorrentkredit bestehen aus:

  • Der Kreditprovision, den Bereitstellungskosten
  • Den Sollzinsen bei der Inanspruchnahme vom Kreditbetrag
  • Barauslagen wie Spesen oder Porto
  • Kontoführungsgebühren und Umsatzprovision
  • Der Überziehungsprovision

Konto

Konto

Im Englischen wird ein Konto als „account“ bezeichnet, Man zeichnet Geschäftsvorfällen in der Buchhaltung auf Konten systematisch und chronologisch auf.

Dabei hat jedes Konto 2 Seiten, nämlich Soll und Haben.

Das Konto ist eine zweiseitige Darstellungsform von buchungsrelevanten Vorgängen. Man unterscheidet hier die positive und negative Wirkung der gegenüberliegenden Seiten.

Linkst steht die Sollseite, rechts die Habenseite. Durch die Bezeichnung Soll und Haben, die ihren Ursprung in alter kaufmännischer Übung haben bringt man ihrer Gegensätzlichkeit zum Ausdruck, sie spiegeln nicht den etymologischen Sinngehalt der deutschen Hilfsverben „sollen“ und „haben“ wider und können daher nicht aus der Wortbedeutung ihren inhaltliche Zuordnung erklären.

Es wird Unterschieden im weitesten Sinne zwischen Bestandskonten und Erfolgskonten.

Innerhalb der Bankbuchhaltung beschreibt ein Konto versteht man unter einem Konto eine Rechnung für die Aufnahme von wertmäßigen Erfassungen von Geschäftsvorgängen und ihren Ergebnissen.

Man unterscheidet hier bei einem Konto die Seiten Soll, Aktiv oder Debit sowie Haben, Passiv und Kredit.

Hierbei sind:

  • Aktivkonten solche Konten der Aktivseite der Bankbilanz  und der Aufwandseite einer Bank-GuV-Rechnung bei der der Anfangsbestand und die Zugänge im Soll stehen, die Abgänge und Endbestand im Haben.
  • Passivkonten sind Konten auf der Passivseite der Bankbilanz und der Ertragsseite der Bank-GuV-REchnung bei denen der Anfangsbestand und die Zugänge im Haben, die Abgänge und Endbestand im Soll stehen.
  • Als Bestandskonten versteht man über die Bilanz abschließende Konten für einzelne Vermögens- sowie Schuldbestände ohne einen Ausweis von Gewinn oder Verlust.
  • Erfolgskonten sind Komten für Aufwendungen von Erträgen welche über die Gewinn- und Verlustkonten abschließen
  • Gemischte Bestands- und Erfolgskonten.

Kontrahierungspolitik

Kontrahierungspolitik

Unter der Kontrahierungspolitik versteht man ein marketingpolitisches Instrument in Form von Maßnahmenentscheidungen und Zielentscheidungen für die vertragliche Absicherung von Transaktionsbedingungen bei einem Verkauf.

Innerhalb der Kontrahierungspolitik richtet sich aus auf einen Kontrahierungsmix aus den Entscheidungsbereichen Konditionenpolitik, Absatzfinanzierungspolitik sowie Preispolitik.

Kanban-System

Kanban-System

Kanban stammt aus dem Japanischen und bedeutet wörtlich soviel wie „Karte“, man beschreibt damit eine Identifizierungskarte welche isch bei jedem Endprodukt, Einzelteil, Baugruppe in einem Betrieb befindet.

Die Kanban wird als Bestellkarte verwendet sobald das Teil in der jeweiligen Produktionsstufe verbraucht wurde, so veranlasst man die vorgelagerte Produktionsstufe mit der erneuten Herstellung des Teiles.

Das nun neu erstellte Teil wird für den Kanban zur neuen Identifikationskarte. Durch das Kanban-System verbindet man 2 benachbarte Produktionsstufen zu einem Regelkreis.

Diese in Japan entwickelte System ist eine dezentrale, flexible Produktionsprozessssteuerung.

Es handelt sich um eine Hol-System, Hol-Prinzip, erst bei der Nachfrage einer Produktionsstufe wird auf der vorgelagerten Stufe erneut produziert.

Kontingenztheorie der Führung

Kontingenztheorie der Führung

Kennzeichnend für die Kontigenztheorie der Führung ist es, dass situativen Einflüssen, den Kontigenzfaktoren, auf den Führungserfolg eine wichtige Rolle haben.

So können verschiedene Führungsstile in unterschiedlichen Situationen effizient sein.

Es handelt sich um eine Führungstheorie nach F.E. Fiedler (1967) bei der man einen aufgaben- sowie mitarbeiterorientieren Führungstil unterscheidet.

Bestimmt wird der Führungserfolg durch die situative Günstigkeit, die Positionsmacht des Vorgesetzten, Merkmale der Aufgabenstruktur und interpersonelle Beziehungen.

So müssen entweder die situativen Bedingungen verändert werden oder andere Führungspersonen eingesetzt werden, wenn der Führungserfolg unzureichend ist.

Das Ändern des Führungsstils ins hingegen weniger sinnvoll, da es mehr ein überdauerndes Persönlichkeitsmerkmal als ein kurzfristig veränderbares Verhaltensmuster ist.

Kreditbanken

Kreditbanken

In Deutschland können alle Kreditinstitute auch Kreditgeschäfte betreiben. Unter Kreditbanken versteht man jedoch nach der Bankenstatistik der Deutschen Bundesbank nur universell tätige private Banken (Universalbanken).

Zu den Kreditbanken gehören Regionalbanken, sonstige Kreditbanken, Zweigstellen von ausländischen Banken, Privatbankiers sowie die 3 Großbanken mit ihren Berliner Tochterinstituten.

Kapitalertragsteuer

Kapitalertragsteuer

Unter der Kapitalertragsteuer versteht man eine Vorauszahlung auf die (deutsche) Einkommensteuer bei einer Dividendenzahlung von Aktien innerhalb des Quellenabzugsverfahrens nach § 43 Abs. 1 Satz 1 Nr. Ia EStG.

Im Englischen spricht man auch von der „withholding tax on capital yields“.

So liegt die Kapitalertragsteuger bei 20 v.H. der ausgeschütteten Dividende.

Die Kapitalertragsteuer, kurz KapESt, wird auf die Einkommensteuer angerechnet nach § 36 Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 EStG.

Die Steuer wird als spezielle Erhebungsform der Einkommensteuer durch den Abzug vom Kapitalertrag erhoben bei Zinseinkommen, Einkünften als stille Gesellschafter, Dividenden, Gewinnerträgen etc. ohne subjektive Merkmale des Steuerschuldners.

Sie wird einbehalten von der auszuzahlenden Stelle oder vom Schuldner des Kapitalertrages und abgeführt an das Finanzamt.

Die Steuer wird auf die Einkommensteuer des Gläubiger des Kaptialertrages und beträgt 25 % bzw. 30 % bei Zinsen aus verzinslichen Wertpapieren.

Man erhobt sie 1989 in der Bundesrepublik nur für das erste Halbjahr mit 10 % auf bestimmte Zinsen und Erträgen aus Geldanlagen dort wo sie entstand, an der Quelle, den Banken und und wird von diesen an die Finanzverwaltung als Quellsteuer abgeführt und voll angerechnet auf die Einkommensteuer.

Kapitalherabsetzung

Kapitalherabsetzung

Man versteht unter einer Kaptialherabsetzung im weitesten Sinne jede Form der Verminderung des eines Unternehmens zur Verfügung stehenden Kapitals.

Im eigentlichen Sinne ist die Verringerung des Nominalkapitals bei Kapitalgesellschaften gemeint. Bei AG die vereinfachte, ordentliche, Kapitalherabsetzung durch die Einziehung von Aktien zum Teil mit Gläubigerschutzbestimmungen im Gegensatz zur Kapitalerhöhung.

Man verwendet den Begriff der Kapitalherabsetzung insbesondere bei Aktiengesellschaften. So erfolgt eine nominell vereinfachte Kapitalherabsetzung insbesondere im Rahmen von Unternehmenssanierungen für den Zweck, das man das Grundkapital an eingetretende Verluste anpasst.

Hierbei gewonnen Beträge dürfen nur für die Deckung von Verlusten oder auch zur Einbringung in gesetzliche oder die Kapitalrücklage genutzt werden.

Man unterscheidet die ordentliche Kapitalherabsetzung bei der die Nennbeträge von Aktien gesenkt werden oder die Aktien zusammen gelegt werden und man die liquidisierten Beträge an die Aktionäre zahlt von der vereinfachten Kapitalherabsetzung welche wie die ordentliche Kapitalherabsetzung durchgeführt wird, aber ohne eine Rückzahlung an die Aktionäre.

Sie wird zum Ausgleich von Verlusten, Einstellung in die gesetzliche Rücklage oder Wertminderungen vorgenommen, sie kann durch einen Aktieneinzug erfolgen und muss in der Satzung vorgesehen sein.

Man benötigt für die Kapitalherabsetzung einen erforderlichen Beschluss der Hauptversammlung der betreffenden Aktiengesellschaft.

Kreditkarte

Kreditkarte

Bei der Kreditkarte handelt es sich um eine Ausweiskarte. Dem Inhaber der Kreditkarte berechtigt die Karte für ein bargeldloses Bezahlen in Geschäften, Restaurants, Hotels etc. die dem Kartensystem als Vertragsunternehmen angeschlossen sind.

In den USA ist die Kreditkarte ein Massenzahlungsmittel.

Weiterhin ist die Kreditkarte ein Bonitätsausweis, der es dem Inhaber ermöglicht Güter und Bargeld zu beziehen bei den Vertragsunternehmen der Kreditkarten-Organisation bis zu einem eingeräumten Höchstbetrag zu einem bestimmten Zahlungsziel.

So erhält der Kunde kurzfristige Kredite. Dabei verpflichtet sich die Kreditkarten-Organisation gegenüber dem Verkäufer zum Ankauf der offenen Rechnungen gegen ein Entgeld.

In der Regel kann jeder gegen eine Jahresgebühr oder Aufnahmegebühr Mitglied werden und eine Kreditkarte erhalten, für die ein persönliches Kreditlimit eingeräumt wird nach dem eine Kreditwürdigkeitsprüfung erfolgt ist.

Es kommt durch die Prüfung zu einer geringen Ausfallquote bei nicht eingelösten Kundenrechnungen. Sie liegt nach Bankenauskunft bei ca. 0,5 %.

Seit der Jahrhundertwende kamen die Kreditkarten in den USA auf.

Abhängig von den beteiligten Banken, den Vertragsunternehmen und der operationalen Infrastruktur wie dem Datenverarbeitungssystem hängt der Erfolg eines Kreditkarten-Systemes ab.

Der Markt zeichnet sich durch verschiedene Kreditkartensysteme mit einem harten Wettbewerb aus.

So hat der Verbund der Eurocard/Mastercard weltweit über 8 Millionen Vertragspartner in 170 Ländern sowie 150 Millionen Inhaber von Kreditkarten.

In Deutschland sind auch verschiedene Kreditkartensysteme eingeführt wie Eurocard seit 1976 ausgegeben vom Banksektor und war 1994 mit 6 Millionen Karten marktführend, American Express mit 1 Millionen, Visa ca. 2,7 Millionen und Diners mit 0,4 Millionen Karteninhaber.

 

Kurssicherung

Kurssicherung

Unter einer Kurssicherung wird eine Maßnahme verstanden welche Wechselkursrisiken beim Zahlungsverkehr mit dem Ausland absichern soll.

So können Wechselkursrisiken entstehen wenn der Wert in € für Zahlungen welche an das Ausland in Fremdwährungen geleistet oder von dort empfangen werden beeinflusst wird durch schwankende, sich ändernde Wechselkurse.

Mögliche Formen der Kurssicherungen können beispielsweise eine Forfaitierung oder der Abschluss von Devisentermingeschäften sein.

Kennzahlen

Kennzahlen

Der Begriff Kennzahlen beschreibt eine quantitative Zusammenfassung von Zahlen. Sie geben Informationen für den Vergleich (Benchmarking, Betriebsvergleich) innerbetrieblich (betriebsindividuelle Kennzahlen) und zwischenbetrieblich (Branchenkennzahlen).

So drücken Kennzahlen Informationen in Zahlen aus. Sie werden genutzt für Entscheidungen, Kontrolle und Steuerung von Maßnahmen.

Für die operative Frühwarnung sind Kennzahlen im Zeitvergleich als Kennzahlensystem wie Balanced Scorecard, return on investement- oder du-pont-System.

Man unterscheidet Grund und Absolutzahlen für statistische Methoden wie:

  • Einzelzahlen wie Absatz Produkt X
  • Summen wie Gesamtumsatz
  • Mittelwerte wie durchschnittliche Tagesumsätze
  • Differenzen wie Gewinn

außerdem betrachtet man:

  • Gliederungszahlen
  • Beziehungszahlen
  • Indexzahlen

So wird eine Differenzierung ermöglicht des Inhaltes nach Mengen wie Zahl der Filialen, Mitarbeiteranzahl, Absatz, Werten wie Gewinn, Kosten, Umsätze sowie Zeitgrößen wie Fristen und Termine.

Auch kann man Kennzahlen in ihrem zeitlichen Horizont als Zustandskennzahlen wie bei der Berechnung zu einem bestimmten Zeitpunkt oder nach Bewegungskennzahlen gruppieren die wiederum weiter unterteilt werden können in:

  • Ergebniskennzahlen wie die Berechnung für einen Zeitraum, beispielsweise dem Gewinn in einem Jahr
  • Entwicklungskennzahlen als Berechnung zwischen verschiedenen Zeitpunkten und Zeiträumen wie Veränderungen im Gewinn zwischen 2 Jahren

Beispiele für Kennzahlen sind:

  • Liquiditäts-Kennzahlen
  • Umschlags-Kennzahlen für Anlagen, Lager, Verbindlichkeiten, Forderungen
  • Kosten im Verhältnis zum Umsatz
  • Umsatz je Verkaufskraft, je Auftrag, je Kunde
  • Reingewinn zu Kosten, zu Eigenkapital etc.

Von besonderer Aussagekräftigkeit sind Kennzahlen für Wirtschaftlichkeit, Leistung, Liquidität und Rentabilität, Richtzahlen, Anlagendeckung, Umsatzzahlen oder Anlageintensität.

Kennzahlen im Handel

Im Handel versteht man unter Kennzahlen, Grundzahlen also absolute Zahlen wie Summen, Einzelwerte, Mittelwerte und Differenzen, aber auch Verhältniszahlen also relative Zahlen wie Beziehungszahlen, Indexzahlen oder Gliederungszahlen mit denen die Ergebnisse der Tätigkeiten im Betrieb dokumentiert werden.

Kennzahlen dienen dem Vergleich von Betrieben und auch der Steuerung von Prozessen im Handelsmanagement.

Häufig sind im Handel die Kennzahlen geknüpft an Produktionsfaktoren wie Personen, Waren, Betriebsmittel, besondere Räume etc.

Im Handel kann als eine zusammenfassende Kennzahl der RoI (Return on Investement) gesehen werden.

Die Warenwirtschaft kann durch geeignete Instrumente der Unternehmenspolitik gesteuert werden. So erhält man wenn man den Rohertrag korrigiert um den direkt der Ware zurechnbaren Kosten einen Deckungsbeitrag für die nicht zurechnbaren Kosten der bezogen auf den durchschnittlichen Warenbestand zu Wareneinstandspreisen die Nettorentabilität ergibt.

Im Kostenvergleich und für eine globale Kostenkontrolle nutzt man Kennzahlen welche aus einer Gegenüberstellung von den einzelnen Kostenarten zu den Gesamtkosten besteht wie der Anteil der Lager- oder Personalkosten an den Gesamtkosten.

Der Personaleinsatz kann gesteuert werden durch den Umsatz pro beschäftigter Person also pro Verkaufskraft oder die Anzahl der Kunden pro Verkaufskraft.

Der Betriebsmitteleinsatz kann gesteuert werden aus dem Umsatz pro qm der Verkaufsfläche, dem Umsatz pro laufendem Regalmeter, pro Kasse, dem Deckungsbetrag für jedem laufenden Regalmeter

Die Kennzahlen in der Logistik

Man orientiert sich an der Gesamteffizienz der Logistik bei der Zusammenführung von Einzelkennzahlen zu einem Kennzahlensystem.

Für das operative und das strategische Logistik-Controlling sind Kennzahlen von hoher Bedeutung. So können abhängig von den Zielen der Logistik spezielle Logistik-Kennzahlen über dispositive, physische und administrative Leistungsmengen oder die Logistikkosten sowie die Erreichung von Servicegraden Informationen liefern.

Leistungsstandards werden normiert für einzelne logistische Leistungen um das Leistungsvolumen der Logistik abbilden zu können.

So werden die Ist-Leistungsdaten erfasst und verglichen mit möglichen Leistungen und in ein Verhältnis gesetzt. Mögliche Leistungen, mögliche Ladungen von Transportmitteln etc.

Die Qualität der Logistikleistungen spielt eine große Rolle bei servicegradbezogenen Logistik-Kennzahlen. Innerbetriebliche Durchlaufzeiten können so erfast werden. Beispielsweise kann ein Verhältnis gebildet werden über termingerechte Auslieferungen im Vergleich zur Gesamtzahl als Lieferzuverlässigkeit (Maßgröße).

Die Lieferbetreitschaft kann ausgedrückt werden als Verhältnis von Lager für die geforderten Bedarfe zur gesamten Zahl der geforderten Bedarfe.

Als Lieferflexibilität kann man eine Relation von erfüllten Sonderwünschen als ein Maßstab betrachten.

Es können Transportkosten für jeden Tonnenkilometer oder als Transportkosten pro Sendung ermittelt werden für die Logistikkostenabrechnung und ermöglichen Vergleichbarkeit für Unternehmen oder Bereiche.

 

Kontenrahmen

Kontenrahmen

Der Kostenrahmen beschreibt eine systematische Kontenübersicht und Organisationsübersicht und für Banken bestimmter Geschäftsarten ein einheitliches Schema für die Aufstellung von Kontenplänen.

Als Ordnungssystem nutzt man das Dezimalsystem. Der Kontenrahmen umfasst eine Aufgliederung und Systematik der Kontengruppen und -massen.

So ist der Kontenrahmen eine Ordnungssystem der Buchführung eines Wirtschaftszeiges bei der die benötigten Konten durch eine Zuordnung einer Kontonummer nach sachlich-systematischen Kriterien geordnet werden.

Der Rahmenplan der Konten eines Unternehmens wird nach den Bedürfnissen des Wirtschaftszweiges systematisch gegliedert und man fasst verwandte Konten zusammen.

Man nutzt ein dekadisches System für die numerische Gliederung.

So werden Zehn Kontenklassen (Klasse 0 bis 9) durch ein Anfügen einer zweiten Zahl in bis zu 10 Kontengruppen untergliedert wie beispielsweise Kontengruppen 10 bis 19.

Durch ein Anfügen einer dritten Zahl können weitere 10 Kontenarten gebildet werden werden wie 100 bis 109.

Die Kontenrahmen bilden eine Empfehlung für die Vereinheitlichung in der Kontensystematik.

So gibt es EDV-Kontenrahmen, Industriekontenrahmen, Kontenrahmen für den Groß- und Außenhandel etc.

Durch Spitzenverbände der Wirtschaft wurden branchenspezifische Kontenrahmen erarbeitet durch die eine rationale Betriebsführung und Betriebsvergleiche möglich werden.

Krise

Krise

Von einer Krisis, Entscheidung, Wendepunkt spricht man in der Wirtschaftssoziologie als eine allgemeine Bezeichnung für eine plötzliche Zuspitzung oder ein plötzliches Auftreten einer Problemsituation, welche nicht mit den herkömmlichen Problemlösungstechniken bewältigt werden kann.

Beispiele hierfür sind Regierungskrise oder Legitimitätskrise.

Die Wirtschaftskrise ist eine Phase im Konjunkturverlauf, Konjunkturbewegung die eine Folge von Absatzstockungen ist und einen plötzlichen Abbruch der Hochkonjunkturphase folgt. Sie äußert sich in Häufung von Konkursen, Preisverfällen, wachsender Arbeitslosigkeit etc.