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Lagerbestand

Lagerbestand

Mit dem Begriff „Lagerbestand“ beschreibt man ein Vorratsvermögen, es handelt sich um eine Bezeichnung der Buchführung und der Bilanz mit dem man einen Teil des Umlaufvermögens beschreibt. Man versteht darunter den Vorrat an Waren.

Zum Lagerbestand gehört innerhalb von Fertigungsbetrieben der Bestand an Rohstoffen, Hilfsstoffen und Betriebsstoffen sowie der fertigen und halbfertigen Erzeugnisse inklusive der Handelsware.

Weiterhin gehören zum Lagerbestand Waren die in Kommission gegeben sind, die rollen und schwimmen sofern es keinen Gefahrübergang gibt, man bezeichnet diese als auswärtigen Lagerbestand.

Für ein in Kommission genommenes Lager gilt, dass es nicht zum Lagerbestand zählt.

Um den aktuellen Lagerbestand zu ermitteln kommt eine effektive Inventur mit einer körperlichen Bestandsaufnahme in Frage oder auch eine Skontration, also die Notierung der laufenden Abgänge und Zugänge.

Treten keine Verluste auf durch Messfehler, Schreibfehler oder Registrierfehler oder Materialschwund, Diebstahl usw. so stimmen die Buchbestände mit den Lagerbeständen überein.

Man spricht bei einem optimalen Lagerbestand von einem optimalen Bestand.

In der Jahresbilanz ist der Lagerbestand das Umlaufvermögen und bietet wichtige Kennziffern mit dem Lagerumschlag und der Lagerdauer.

Lagerarten

Lagerarten

Man unterscheidet verschiedene Lagerarten die durch ihre primär zu erfüllende Funktion geprägt sind.

Das Beschaffungslager hat als Hauptfunktion die Bereitstellung von ausreichenden Lagerkapazitäten für die Aufnahme von Gütern die in der Produktion verwendet werden. Das Lager ist eng an die Produktion angebunden und in der Regel auch geografisch dem Produktionsstandort zugeordnet.

Das Umschlaglager dient der kurzfristigen Aufnahme von Gütern beim Umschlag von einem Transportmittel auf ein anderes. In erster Linie ist eine hohe Umschlagleistung wichtig. Die Standorte von Umschlaglagern sind transportorientiert und sie befinden sich am Umschlagsort von gleichen oder unterschiedlichen Verkehrsträgern für den kombinierten Verkehr.

Das Distributionslager sorgt für die Veränderung des Lagergutes bei seiner mengenmäßigen Zusammensetzung, sie brechen den Güterfluss zum Abnehmer. So sind sie vor allem ein Sammel- und Auflösungspunkt an welche die Güter nach Kundenwünschen zusammen gestellt, kommmissioniert werden. Der Standort ist abhängig den Lagerabläufen und Lagerzuläufen und den Beständen zugeordneten Kosten sowie dem gewünschten Lieferservice.

Lieferantenkredit

Lieferantenkredit

Bei einem Lieferantenkredit handelt es sich um einen Kredit welcher ein Lieferant einer Ware dem Käufer gewährt durch die Einräumung eines Zahlungszeitpunktes der hinaus geschoben wird wie beispielsweise als Zahlungsziel zahlbar in 30 Tagen etc.

Man spricht auch von einem Liefervertragskredit. So wird dem Abnehmer von Produkten oder Leistungen ein Zahlungsziel gewährt welches definiert ist durch die Zeitspanne zwischen der Rechnungslegung beziehungsweise Lieferung und Bezahlung. So räumt man häufig ein Skonto ein für die Nichtnutzung des Lieferantenkredites. Der Lieferantenkredit gibt dem Lieferanten eine Sicherheit ohne weitere Formalitäten. Es ergeben sich Kosten für den Kredit für den Kunden, den Abnehmer durch das nicht in Anspruch nehmen des Skontos welche als Opportunitätskosten bezeichnet werden.

Im internationalen Rahmen sind Lieferantenkredite Bankkredite welche an Exporteure in deren Funktion als Lieferanten gegeben werden.

Der Lieferantenkredit ist weit verbreitet und ein Marketinginstrument. Er ist sowohl Ausstattungs- als auch Lieferungskredit.

Beim Ausstattungskredit gewährt der Lieferant dem Kreditnehmer für die Beschaffung von notwendigen Einrichtungsgegenständen einen langfristigen Barkredit der vertraglich fixiert ist und der hohe Zins- und Tilgungskosten hat. Für die Vergabe des Kredites ergeben sich für den Kreditnehmer Abnahmepflichten für Leistungen des Kreditgebers wie bei Gaststätten, Brauereien etc.

Die Lieferantenkredite sind Zahlungsstundungen von Lieferanten an ihre gewerbliche Kunden in der Form von kurzfristigen Lieferungskrediten die über einen Kaufvertrag geregelt sind. Man spricht bei der Zeitspanne zwischen der Lieferung und dem vertraglich vorgesehenen Zahlungszeitpunkt auch von dem Lieferantenziel. Es fließen keine Finanzmittel wie bei einem klassischen Kredit. So fallen auch keine Kreditkosten oder Zinsen an.

Vielmehr handelt es sich um einen Kredit da man dem Kreditnehmer kurzfristig die Einsparung von Finanzmitteln für die Zahlung von Lieferverbindlichkeiten gewährt.

Zu den Zahlungsbedingungen eines Lieferantenkredites gehören Preisnachlässe für eine frühzeitige Zahlung als Skonto. Diese können als Skontosätze nach Zahlungszielen gestaffelt sein, abhängig von den Zahlungszeitpunkten wird der Skonto dann vom ursprünglichen Rechnungspreis abgezogen.

Da man meist nur wenige Tage den Abzug erhält handelt es sich um einen relativ teuren Kredit, teurer als Kredite die man innerhalb der Zahlungsziele bei einer Bank aufnehmen könnte.

Allerdings ergibt sich eine formlose Abwicklung ohne Bonitätsprüfung sowie eine Flexibilität bezüglich der Laufzeiten und Kredithöhe.

Es ist auch möglich das Banken für ihre Kunden eine Bürgschaft oder Garantie als Avalkredit geben bei größeren Lieferantenkrediten.

So behält der Lieferant bis zur vollständigen Erfüllung seiner Forderungen das Eigentum an der Lieferung, den Eigentumsvorbehalt.

Für den Zielpreis auf der Rechnung gilt, dass die möglichen erwarteten Skontobeträge vom Lieferanten für die Fianzierungskosten schon einkalkuliert wurden und der Abnehmer dazu veranlasst wird möglichst frühzeitig die Rechnung zu begleichen.

Der Lieferantenkredit ist ein nichtbankmässiger Kredit welcher sich als Stundung von Kaufpreiszahlungen im Einverständnis mit dem Verkäufer ergibt.

Der Zinsaufwand ergibt sich dabei durch den in den Zahlungsbedingungen festgelegtem Skontosatz der auf die Skontobezugsspanne (die Lieferanten-Zielfrist in Tagen minus der Skontofrist in Tagen) bezogen wird und der hierdurch ermittelte Zinssatz pro Tag mit 360 multipliziert wird, so ergibt sich der Jahreszinssatz als Effektivzins.

Lineare Abschreibung

Lineare Abschreibung

Man spricht von einer linearen Abschreibung wenn man immer denselben Betrag abschreibt.

Bei der linearen Abschreibung werden die Anschaffungskosten und die Herstellungskosten in gleichen Beträgen auf die einzelnen Jahre der Nutzungsdauer verteilt.

So erhält man den jährlichen Abschreibungsbetrag in dem man den Anschaffungswert und den Herstellungswert durch die gewöhnliche Nutzungsdauer dividiert.

Der Vorteil der linearen Abschreibung liegt in der einfachen Berechnung. So kann die einmal berechnete Abschreibungssumme über die gesamte Nutzungsdauer beibehalten werden.

Man berücksichtigt bei dieser Methode jedoch nicht, dass die Wertminderungen gerade in den ersten Jahren höher ausfällt als später.

Leitbild

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Leitbild

Das Leitbild beschreibt in der Wirtschaftssoziologie eine Leitvorstellung oder Leitidee.

Leitbilder geben vor wie man leben sollte oder welche Ziele man anstreben sollte.

Vor allem in den 1950 er Jahren nutzte man den Begriff in der deutschen Soziologie als einen Begriff für normative komplexe Vorstellungen über eine anstrebenswerte Gestaltung der Gesellschaft oder auch Teile von ihr. Beispielsweise wie die für das Familienleben.

Lizenzpolitik

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Lizenzpolitik

Mit einer Lizenzpolitik beschreibt man langfristige Strategien, Prinzipien und Ziele bei der Lizenzvergabe und auch der Lizenznahme.

So gibt es bei der Lizenzvergabe verfolgte Ziele wie:

  • Die Realisierung niedriger Produk­tionskosten
  • Erschließung von Marktnischen
  • Unterbindung von Konkurrenzerfindungen
  • Die Erschließung neuer Märkte bei begrenzten finanziellen Ressourcen
  • Senkung von Transportkosten bei gro­ssen geographischen Distanzen
  • Erzielung von Einnahmen aus Lizenzgebühren
  • Überwindung von Einfuhrsperren, Schutzzöllen, technischen Normen, Local Content-Vorschriften
  • Senkung des Auslandsinvestionsrisikos
  • Eine schnelle Amortisation von FuE-Aufwendungen
  • Die Ermöglichung von Gegenlizenzen und eine Verlagerung von Gewinnentstehung bei Konzernen

Eine Lizenzvergabe kann abgelehnt werden bei einer eigenen eingeengten Verwertungsmöglichkeit von technischen Wissen oder auch die Gefährdung des Erfinder-Images, konfliktäre Marketingziele, ein schlechtes Image oder Qualifikation des Lizenznachfragers oder eine Konkurrenzsituation nach dem Ablauf der Lizenzsverträge.

Strategien der Lizenzpolitik

Der Lizenzgeber kann unterschiedliche Strategien verfolgen wie:

  • Die Nutzung und Lizenzierung von Technologie im Unternehmen
  • Nur die Lizenzierung von Technologie, das technische Wissen kann nur begrenzt zeitlich optimal genutzt werden wegen der begrenzten Lebensdauer des Wissens
  • Eine Nutzung der Technologie im eigenen Unternehmen ohne Lizenzierung

Eine Strategie der reinen Lizenzierung eignet sich für Spin-off-Erfindungen, also häufig zufälligen Forschungsergebnissen welche nicht in den Zielsetzungen des Unternehmens liegen oder aus fertigungstechnischen oder vertriebstechnischen Gründen nicht selbst vermarktet werden können. Häufig werden ca. 40 % und mehr der Patente eines Unternehmens im eigenen Betrieb benutzt. Nur 5 % werden nur oder ausschließlich lizenziert.

Auch in der Entwicklungs- und Erprobungsphase ist eine Lizenzvergabe schon möglich. Man kann so Kosten sparen für die Entwicklung bis hin zur Marktreife oder Produktion.

Häufig werden Lizenzen nicht vergeben aufgrund von möglicher Konkurrenz. Viele Lizenzangebote in der Praxis beziehen sich auf Wissen das noch in der Phase der Marktreife ist.

Eine Lizenzabteilung überprüft Kontrolle, Planung, Vergabe von Lizenzen und kann der Geschäftsleitung oder auch der Rechts- und Patentabteilung, der FuE-Abteilung oder dem Marketing angegliedert sein.

Die Lizenznahme kann unterschiedliche Ziele verfolgen wie:

  • Eine Erschließung eines neuen Marktes mit neuen Produkten.
  • Ein schneller Marktzugang
  • Ein partieller oder totaler Einsatz von eigener FuE
  • Risikostreuung
  • Wachstumssicherung
  • Überwindung von fremden technischen Schutzrechten
  • Vermeidung von rechtlichen Auseinandersetzungen durch ein meiden von Umgehungsentwicklungen

Listenpreis

Listenpreis

Der Begriff Listenpreis beschreibt einen in einer Liste angegebenen Preis.

Dabei dient der Listenpreis als Grundlage für die Bezugspreiskalkulation.

Man zieht vom Listenpreis folgendes ab:

  • Alle Rabatte, Skonti und Provisionen, welche der Käufer abhängig von der Auftragsmenge oder vereinbarungsgemäß beanspruchen kann

Ihm hinzugerechnet werden:

  • Alle weiteren Kosten wie Transportkosten etc., wenn die Preisofferte auf einer Loco- oder Free-Basis beruht.

Lernen

Lernen

Lernen beschreibt einen Vorgang bei dem ein Verhalten neu erworben oder verändert wird. Für lebendigen Systeme ist das Lernen eine notwendige Aktivität, um in ihrer Umwelt zu leben, auf Veränderungen reagieren zu können und sich zu entwickeln.

Dabei kann das Lernen in verschiedenen Verhaltensbreichen vorkommen wie im kognitiven Bereich durch die Aneignung von Wissen und seiner Anwendung, im motorischen Bereich durch das Erlernen von Bewegungen oder auch im affektiven Bereich durch das Aneignen von Wertvorstellungen.

Die Wirtschaftssoziologie versteht unter dem Begriff Lernen Aktionen die beabsichtigt und mit Mühe verbunden sind um Fertigkeiten und Kenntnisse zu erwerben.

Als Folge von reagieren auf spezielle Reizsituationen die Veränderungen im Verhalten und Erleben darstellen sind das Lernen auch alle hypothetischen Prozesse. Insbesondere wenn diese Veränderungen und das Erleben nicht auf Ermüdung zurück zu führen ist, auf Pharmaka, Reifung, angeborene Verhaltenstendenzen und wenn sie von vorherigen Erfahrungen abhängen.

Das Lernen kann auf verschiedene Weise erfolgen durch:

  • Reizsubstitution nach I. Pawlows und W.M. Bechterews als bedingter Reflex, klassischen Konditionieren, Signallernen
  • Übung, auswendig lernen
  • Verhaltensselektion nach B.F. Skinner, E.L. Thorndike bei dem es zu einer Verstärkung der Reaktionstendenzen kommt, selegiert aufgrund des eintretenden Erfolges, als instrumentelles Konditionieren
  • Kognitives Lernen nach E.C. Tolman durch kognitive Landkarten anstelle von Reiz-Reaktionsfolgen
  • Annäherungs- und Vermeidungslernen bei dem Hoffnungen wie Futter oder Befürchtungen wie Schmerz zur Verstärkung eine Rolle spielen
  • Als Vorgang der Einsicht nach der Gestaltungspsychologie
  • Durch stochastische Lernmodelle bei der man anstelle von Verhaltensvorsagen von rechnerischer Vorhersage mit Wahrscheinlichkeiten des Verhaltens arbeitet
  • Als Sozialisierungsprozess mit sozialem Lernen

Lohnstruktur

Lohnstruktur

In der Wirtschaftssoziologie versteht man unter der Lohnstruktur eine Struktur von Gehältern und Löhnen der Lohnabhängigen in einem Betrieb, einer Gesellschaft, Region nach der Höhe, Häufigkeit, Form, Berufszugehörigkeit, Arbeitsleistung, Qualifikationsstruktur, Vertragsbedingungen etc.

Es handelt sich um relative Lohnsätze oder Lohneinkommen in einer Zeiteinheit. Lohnunterschiede können mit keiner Theorie der Lohnstruktur befriedigend erklärt werden.

Lebensstil

Lebensstil

Der Begriff Lebensstil in der Wirtschaftssoziologie ist eine Kategorie der kultursoziologischen Zeitdiagnose und Mittel einer kulturellen Bindung sowie Form der Selbstpräsentation eines Individuums.

Durch den Lebensstil wird die Zugehörigkeit zu einem bestimmten sozialen Milieu offen demonstriert.

Nach der Theorie von P. Bourdieus von der sozialen Ungleichheit ensteht ein Lebensstil aus eine spezifischen Soziallage, insbesondere von Klassenlage als Habitus. Dieser zeigt sich in bestimmten kulturellen Praktiken. So zeigt sich dieses in der Lektüre, Wohnungseinrichtung, Essensgewohnheiten etc.

Man spricht von distinktiven Lebensstil als Mittel von sozialen Ab- und Ausgrenzungen.

Losgrössenplanung

Losgrössenplanung

Im Operation Research wendet man Entscheidungsmodelle an für eine optimierte Planung bei der man Interdependenz von einzelnen Produkten sowie Abhängigkeiten von Terminplanung, Kapazitätsplanung sowie Mengenplanung berücksichtigen kann.

Innerhalb der Materiallogistik spielt so der Bereich der Losgrössenplanung eine Rolle. Bekannte Modelle sind Optimized Production Technology (OPT), Simulation oder lineare Programmierung.

So werden organisatorische Vereinfachungen bei der Losgrössenplanung vorgenommen so dass sich auflagenvariable und auflagefixe Kosten minimiert werden.

Die Losgrösse ist ein Begriff welcher die Menge eines Gutes beschreibt die man als zusammenhängenden Posten, als Los betrachtet. So werden sie gemeinsam gefertigt, transportiert, beschafft und gelagert. Verbreitet ist in der Losgrössenplanung die Festlegung von Fertigungslosgrösse und Beschaffungslosgrösse.

Für den Beschaffungsbereich gilt dass man die Summe von entscheidungsrelevanten Kosten, den Bestellkosten sowie die Lagerkosten als Bestandskosten und physische Lagerkosten minimiert.

Auch andere Einschränkungen sind in der Praxis zu berücksichtigen bei der Festlegung der Bestellmengen wie Fehlmengenkosten, Mengenrabatte oder auch Restriktionen bei der möglichen Lagerkapazität.

Für den Fertigungsbereich gilt, dass man möglichst viele Produkte ohne eine zeitliche Unterbrechung fertigen möchte, beispielsweise bei der Fertigung von anderen Produktarten.

Zur Berechnung der Losgrösse wird eine Gleichung aufgestellt in der die Kosten für die Produktionsvorgänge und Rüstvorgänge auf der einen Seite und auf der anderen Seite die Lagerkosten berücksichtigt werden. Durch eine Ableitung dieser Stückkostenfunktion kann die optimale Losgrösse errechnet werden.

Man geht von einer konstanten Kostenstruktur, konstanter Nachfragerate und konstanter Produktionskapazität im klassischen Losgrössenmodell aus. Es kommt zu Abhängigkeiten zwischen den Erzeugnissen so dass die Losbildung für ein übergeordnetes Erzeugnis die Bedarfssituation von untergeordneten Erzeugnissen beeinflusst.

Auch die beschränkten Kapazitäten die zur Verfügung stehen um die in der Produktion durch zu führenden Arbeitsschritte benötigt werden müssen berücksichtigt werden. In der Produktionsplanung muss auch die Konkurrenz der Produkte um diese Kapazitäten der Arbeitssysteme berücksichtigt werden.

Limitrechnung

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Limitrechnung

Die Limitrechnung bezeichnet eine Methode für eine kurzfristige Planung, Steuerung und Kontrolle bezüglich der Lagerung, Beschaffenheit und dem Absatz von Handelware. Ziel ist es dein Einkauf und Verkauf wirtschaftlich abzustimmen im Sinne von Sortimentskontrolle und Handelscontrolling.

Durch die Limitrechnung kann so eine vollständige ertragsotientierte Warenpräsenz erreicht werden und kostenintensive und kapitalbindende Überlagerung vermieden werden.

Sie hilft auch dabei das finanzielle Gleichgewicht im Unternehmen zu sichern. So können Einkaufsbudgets für die Dispositionen des Einkäufers vergeben werden, die abhängig von der Absatzplanung und der Unternehmensplanung limitiert sind.

Für die Planung des Limits nutzt man den Soll-Umsatz der die Basis für den Lagerumschlag als Regulativ bildet sowie die geplante Handelsspanne, den effektiven Warenbestand und das Plandurchschnittslager.

Weitere Begriffe der Limitrechnung

Aus der Differenz des geplanten Wareneinsatzes und den Veränderungen der Lagerbestände sowie den erteilten aber noch nicht ausgelieferten Aufträgen ergibt sich das Periodenlimit.

Das freie Limit ergibt sich nach dem Abzug einer Limitreserve welche mögliche Planabweichungen auffangen soll. Dieses freie Limit ist das für den Einkäufer verfügbare Einkaufsbudget.

Bei der Methodik unterscheidet man zwischen dem Höchstlagerverfahren und dem Durchschnittslagerverfahren welches ich vor allem bei der Berechnung der Lagerbestandswerte unterscheiden.

Für die Limitrechnung gilt, dass sie nicht verhindern kann, dass falsche Artikel eingekauft werden welche keinen Absatz erzielen. Es kann dabei sogar zu einem kumulativen Prozess kommen, weil die Limits an die Umsätze geknüpft sind. Dieses bedeutet, dass je weniger umgesetzt wird auch das Limit entsprechen geringe ausfällt und je geringer das Limit ist entsprechen gering auch die Lagerhaltung ausfällt und somit die Verkaufsbereitschaft sinkt und entsprechend die Umsätze.

Daher sollte man zwischen lebenden und toten Lagerbeständen unterscheiden und das Lager jeweils zum Saisonschluß von saisonal abhängiger Ware und Ladenhütern befreien. So könne neue aktuelle Limits für neue Waren gesetzt werden.

Die Fehlverkaufsstatistik stellt ebenfalls eine Ergänzung zur Limitrechnung dar. In ihr wird festgehalten wie häufig Kunden Waren nachfragen die sich nicht im Sortiment („Null-Verkauf“) oder am Lager („Fehlverkauf“) befinden.

Liquidität

Liquidität

Die Liquidität, auf Englisch liquidity, beschreibt die Fähigkeit eines Unternehmens oder einer seinen Zahlungsverpflichtungen pünktlich sowie in voller Höhe nachkommen zu können.

Der Begriff leitet sich vom Lateinischen „liquidus“ für flüssig ab. Man versteht unter Liquidität auch die Geldnähe von Vermögensobjekten.

Dabei ist die Liquidität eines Vermögensobjektes umso größer je leichter dieses ohne einen Verlust in Bargeld umgewandelt werden kann.

So stellt die Liquidität ein zentrales unternehmerisches Ziel dar. Ein Unternehmen ohne Liquidität ist auch bei guter Technologie-, Management-, und Personalausstattung nicht zukunftsfähig.

Informationen bezüglich der Liquidität eines Unternehmens können aus einer Kapitalflussrechnung entnommen werden.

An der Börse zeigt sich die Liquidität durch das Handelsvolumen der Menge der gekauften und verkauften Aktien. So spielen die Größen, Mengen der Firmen, die Menge der potentiellen Investoren, Streubesitz und Handelssystem eine Rolle bei der Ermittlung der Liquidität.

Als liquidester Vermögenstitel gilt Bargeld. Die Liquidität beschreibt die Eigenschaft von Vermögen in Zahlungsmittel umgewandelt werden zu können.

Es existiert ein Kontinuum an Liquiditäts-Graden von vollkommener Liquidität bis zur völligen Liquidität abhängig von den Möglichkeiten der Umwandlung von Vermögen in Zahlungsmittel.

Lokalisierung

Lokalisierung

Unter dem Begriff Lokalisierung versteht man die Angleichung eines Produktes, eines Dokumentes, einer Anwendung etc. um die Sprache an kulturelle und andere Anforderungen eines Zielmarktes zu entsprechen.

Das Kürzel „l10n“ wird auch für die Lokalisierung genommen, dabei steht die 10 für die Anzahl der Buchstaben zwischen dem „l“ und dem „n“ in dem englischen Wort „localization„.

Die Lokalisierung wird häufig synonym verwendet als Übersetzung von Dokumentation und Benutzeroberfläche in einer Anwendung.

Bei der Anpassung in Folge einer Lokalisierung berücksichtigt man verschiedene Aspekte wie:

  • Datums- Zeit- und numerische Formate
  • Den Gebrauch von Tastaturen
  • Den Einsatz von Währungen
  • Symbole, Farben und Zeichen
  • Texte sowie Grafiken die auf Objekte verweisen oder Aktionen und Konzepte beinhalten welche in einem Kulturkreis falsch interpretiert werden können.
  • Abweichende gesetzliche Bestimmungen etc.

Aufgrund der Lokalisierung kann es auch nötig sein, das visuelles Design, Darstellung oder Logik grundlegend überdacht werden müssen, wenn in einem Kulturkreis Lernparadigmen, wie der Fokus auf Individuen oder Gruppen, die Art des Geschäftes wie z.B. Rechnungswesen stark von der Ursprungskultur abweichen.

Die Lokalisierung erfordert eine gute umgesetzte Internationalisierung.

Leistung

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Leistung

Unter Leistung beschreibt man in der Betriebswirtschaftslehre ein gelungenes Ergebnis eines betrieblichen Erzeugungsprozesses. Hierbei umschreibt der mengenmäßige Output die produzierten Stückzahlen. Der bewertete mengenmäßige Output stellt den Wert des Prozessergebnisses dar. Weiterhin beschreibt man das Gegenteil der Kosten und wird auch zunehmend als Erlös umschrieben.

In der Kostenrechnung wird unterschieden zwischen innerbetrieblichen Leistungen wie der Kalkulation in der Kostenstellenrechnung und absatzbestimmten Leistungen wie die Kalkulation innerhalb der Kostenträgerrechnung.

Im Zivilrecht versteht man die Unterlassung oder Handlung zu der ein Schuldner in einem Schuldverhältnis verpflichtet ist, wie beispielsweise in Form der Übereignung von verkauften Sachen. Im Umsatzsteuerrecht versteht man unter Leistung den Lieferungen und andere Leistungen.

Im Umsatzsteuerrecht beschreibt die Leistung Lieferungen und sonstige Leistungen.

Im physikalischen Sinne versteht man unter der Leistung die Energie die in einem Zeitrum umgesetzt wird. Das Formelzeichen ist P für Englisch power. Die SI-Einheit ist das Watt mit dem Einheitenzeichen W. Der Quotient aus der verrichteten Arbeit W oder aufgewendeten Energie E und der hierfür benötigten Zeit t beschreibt die Leistung P. P=W/t=E/t.

 

Lizenzvertrag

Lizenzvertrag

Der Lizenzvertrag Kann das Schutzrecht teilweise oder vollständig an Dritte geben die Zahlung einer Lizenzgebühr übertragen werden. Dabei werden Patente, Marken, Gebrauchsmuster, Geschmacksmuster, Schriftzeichen das Halbleiterschutzrecht abgesichert.

Dabei können Lizenzen zeitlich, inhaltlich und räumlich bei der Übertragung des Umfanges der Rechte eingeschränkt werden.

Es kann zu Ansprüchen des Rechtsinhabers kommen, wenn die Schutzrechte verletzt werden.

Der Lizenzvertrag räumt dem Lizenznehmer in seiner einfachen Form ein die Lizenz zu nutzen und zu verwerten, auch können weitere einfache Lizenzverträge vergeben werden. Der Lizenzgeber kann seine Lizenz auch weiterhin selbst verwenden. Beim ausschließlichen Lizenzvertrag werden eigene Verwertung und die weitere Vergabe von Lizenzverträgen ausgeschlossen. Hier kommt auch ein eigenes Klagerecht bei der Verfolung von Rechstverstößen zum Zuge, anders als bei einfachen Lizenzverträgen. Diese ist nicht übertragbar, der ausschließliche Lizenzvertrag kann hingegen übertragen oder vererbt werden, sofern im Vertrag nichts anderes festgelegt wurde.

Verschiedene Lizenzverträge

Inhaber eines ausschließlichen Lizenzvertrages hat das Recht der Vergabe von Unterlizenzen, anders als beim Urheberrecht, dem Nutzungsrecht.

Bei der Betriebslizenz ist diese an einen Betrieb gebunden.

Dabei muss der Lizenzgeber das Schutzrecht bein einfachen Lizenzverträgen aufrecht erhalten, Angriffe auf den Bestand abwehren, Jahresgebühren werden gezahlt und Verletzungen zu verfolgen.

Bei ausschließlichen Lizenzverträgen wird die Buchführung und Rechnungslegung gesondert abgehalten.

Liegen Mängel im Recht oder der Sache der Lizenz vor, so kann der Lizenznehmer die Zahlung der Lizenzgebühren verweigern bis diese behoben werden.

Der Lizenzvertrag bleibt bis zur Löschung des Schutzrechtes oder der Nichtigkeiterklärung erhalten. Bis dahin sind auch alle Lizenzgebühren zu zahlen. Beim Ende des Lizenzvertrages fällt das Nutzungsrecht an den Schutzrechtsinhaber zurück und der Lizenznehmer verliert seine Nutzungsbefugnis.

Die Lizenzverträge unterliegen dem Kartellrecht nach §§ 16-18 GWB können aber formfrei geschlossen werden.

Weiterhin gilt das sekundäre Gemeinschaftsrecht der EU und das Kartellrecht des EG-Vertrages nach Art. 85, f EG-Vertrag.

Für die technische Ausführbarkeit und Brauchbarkeit haftet der Lizenzgeber. Es wird das allgemeine bürgerliche Vertragsrecht und Rechtspacht genutzt.

Lastenheft

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Lastenheft

Im Lastenheft beschreibt der Auftrageber präzise die Gesamtheit seiner Forderungen.

Was entwickelt oder produziert werden soll.

Die Umsetzungsarbeit sollte erst beginnen, wenn der Auftraggeber das Pflichtenheft vom Auftragnehmer akzeptiert.

Man spricht auch von Anforderungspezifikation, Kundenspezifikation, Anwenderspezifikation oder Requirement Specifiaction, User Specification.

Es sind die Anforderungen des Auftraggebers an die Lieferung und Leistungen des Auftragnehmers definiert.

So kann das Lastenheft in einer Ausschreibung verwendet werden und mögliche Auftragnehmer erstellen auf dieser Grundlage ein Pflichtenheft mit dem sie die Anforderungen des Lastenheftes lösen möchten bzw. zu lösen gedenken. So kann der Auftraggeber den für ihn geeignetsten Vorschlag auswählen.

Die Anforderungen sollten im Lastenheft allgemein gehalten sein, damit der Auftragnehmer die Möglichkeit hat ohne konkrete Anforderungen optimale Lösungen zu erarbeiten.

In DIN 69901-5 ist das Lastenheft definiert als „vom Auftraggeber festgelegte Gesamtheit der Forderungen an die Lieferungen und Leistungen eines Auftragnehmers innerhalb eines Auftrages“.

Auftragsgeber und Auftragsnehmer können in einem Workshop gemeinsam das Lastenheft erstellen.

Erwartungen aller beteiligten Abteilungen festhalten, was soll das Projekt bringen? Warum ist es notwendig? Welchen Nutzen soll das Projektbringen? Überprüfung der rechtlichen Rahmenbedingungen, Bedarf langfristig spiegeln, Beschaffung mit der Unternehmensstrategie abgleichen

Lean-Management (Diskussion)

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Lean-Management (Diskussion)

Lean-Management (Diskussion) beschreibt ein schlankes Management. Die Wertschöpfungskette bei industriellen Gütern wird effizienter gestaltet. Optimierung der Methoden, Verfahrensweisen und Denkprinzipien.
Man betont eine schlanke Organisation und weniger die technische Ablauforganisation.
Die Aktivitäten der Wertschöpfungskette werden optimal aufeinander abgestimmt und überflüssige Tätigkeiten vermieden.

Man vermeidet Verschwendung (japanisch muda).

Das Toyota-Produktionssystem war hierbei ein weltweiter Vergleichsmaßstab.

Es steht die Frage im Mittelpunkt, ob etwas verbessert werden kann.

Leitzins

Leitzins

Der Leitzins ist ein Instrument der Geldpolitik. Er wird von den Zentralbanken fest gelegt. Dabei ist der Leitzins der Zinssatz zu dem sich Geschäftsbanken bei den Zentralbanken refinanzieren können.

Hierfür werden von den Geschäftsbanken Sicherheiten häufig in Form von Wertpapieren hinterlegt. Man spricht bei der Hinterlegung von Wertpapieren auch von Repo-Geschäft oder Wertpapiergeschäft.

Geld leihen sich die Geschäftsbanken auch untereinander zum Interbanksatz. Seit der Finanzkrise und dem damit verbundenen Vertrauensverlust hat jedoch die Bereitstellung der Liquidität durch die Zentralbanken und den Leitzins wieder an Bedeutung zu genommen.

Lean Production

Lean Production

Lean Production den Einsatz von Produktionsfaktoren wie Personal, Werkstoffe, Organisation, Planung und Betriebsmittel in einem Unternehmen. Dabei werden die Produktionsfaktoren zeiteffizient und sparsam eingesetzt.

Die Lean Production zielt daabei auf eine Optimierung der Produktivität der Produktionsfaktoren und eine Verbesserung der Qualität der Produkte. Außerdem werden die Produktionsmittel äußerst flexibel eingesetzt.

Wird der Einsatz von Produktionsfaktoren reduziert bei der Beibehaltung des Outputs, also der gleichen Ausbringungsmenge so kann man die Produktivität verbessern. Dieses kann durch den Abbau von nicht genutzten Kapazitäten, Personal, Lagerbeständen, Durchlaufzeiten eines Produktes durch eine Just-In-Time-Produktion, Business Process Reengineering, flexible Arbeitszeiten etc. erfolgen.

Können Produktvarianten oder Produktmengen in großer Vielfalt zeiteffizient und kostengünstig hergestellt werden, so kann die Flexibilität gesteigert werden. Hierfür können auch Jobrotation, flexible Arbeitszeiten etc. zum Einsatz kommen.

Durch Qualitätskontrollen, Nachbesserung bei Defekten, Vermeidung von Ausschuss in der Beschaffung und Produktion etc. kann die Qualität des Produktes verbessert werden.

Lean Production kann jedoch auch an Grenzen stoßen, so vernachlässigt man Aspekte des Produktabsatzes und konzentriert sich auf Senkung der Kosten bei dem Personal und den Kapazitäten passend zu einem bestimmten Auftragsniveau. So sind keine Reserven vorhanden wenn es zu einer Störung in der Distribution, Produktion, der Beschaffungspolitik etc. kommt.

Kurze Durchlaufzeiten erfordern einen engen Zeitplan, auch die geringen Lagerbestände erfordern ein optimiertes Just-In-Time-Lieferprinzip. Häufig werden auch nur kleine Mengen in nicht voll ausgelasteten Fahrzeugen der Spedition transportiert, welche wiederum die Umwelt mit zusätzlichen Emissionen belasten durch den Transport.