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Utilitarismus

Der Utilitarismus: Ein Blick auf diese ethische Theorie

In der Welt der Ethik gibt es viele verschiedene Ansätze und Theorien, die versuchen, moralische Fragen zu beantworten und ethische Dilemmata zu lösen. Eine dieser Theorien ist der Utilitarismus. In diesem Beitrag werfen wir einen genaueren Blick auf den Utilitarismus, seine Grundprinzipien und wie er in verschiedenen Situationen angewendet werden kann.

Was ist Utilitarismus?

Der Utilitarismus ist eine normative ethische Theorie, die ihren Ursprung im 18. Jahrhundert hat und von Philosophen wie Jeremy Bentham und John Stuart Mill entwickelt wurde. Diese Theorie basiert auf dem Prinzip des größtmöglichen Nutzens oder des größten Glücks. Das bedeutet, dass Handlungen moralisch richtig sind, wenn sie dazu beitragen, das größtmögliche Glück für die größte Anzahl von Menschen zu schaffen.

Grundprinzipien des Utilitarismus

Um den Utilitarismus besser zu verstehen, lassen Sie uns die grundlegenden Prinzipien dieser ethischen Theorie genauer betrachten:

  1. Prinzip des größten Glücks: Das Hauptprinzip des Utilitarismus besagt, dass eine Handlung moralisch richtig ist, wenn sie das größtmögliche Glück für die größte Anzahl von Menschen schafft. Dabei wird nicht nur das individuelle Glück betrachtet, sondern das Glück der Gesellschaft als Ganzes.
  2. Nützlichkeitsprinzip: Der Utilitarismus legt großen Wert auf Nützlichkeit. Handlungen sollten darauf abzielen, nützlich zu sein und positive Ergebnisse zu erzielen. Dies bedeutet, dass Handlungen darauf ausgerichtet sein sollten, Schmerz und Leid zu minimieren und Freude und Glück zu maximieren.
  3. Konsequenzethik: Utilitarismus ist eine Form der Konsequenzethik. Das bedeutet, dass die moralische Bewertung einer Handlung von den Ergebnissen oder Konsequenzen dieser Handlung abhängt. Eine Handlung wird als gut bewertet, wenn sie gute Konsequenzen hat.

Anwendung des Utilitarismus

Der Utilitarismus kann auf eine Vielzahl von moralischen Dilemmata und Entscheidungssituationen angewendet werden. Hier sind einige Beispiele:

  • Medizinische Entscheidungen: In der Medizin kann der Utilitarismus helfen, ethische Entscheidungen zu treffen, wie die Verteilung begrenzter Ressourcen oder die Zulassung von Patienten zu bestimmten Behandlungen. Hierbei wird berücksichtigt, welcher Ansatz das größte Gesamtnutzen für die Patienten und die Gesellschaft hat.
  • Umweltschutz: Bei umweltbezogenen Entscheidungen kann der Utilitarismus dazu beitragen, abzuwägen, wie bestimmte Handlungen die Umwelt und zukünftige Generationen beeinflussen. Ziel ist es, eine Balance zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz zu finden.
  • Politische Ethik: Im politischen Bereich kann der Utilitarismus zur Bewertung von Gesetzen und politischen Maßnahmen verwendet werden. Hierbei wird analysiert, wie Gesetze das Wohlstandsniveau und das Glück der Bürger beeinflussen.

Fazit

Der Utilitarismus ist eine einflussreiche ethische Theorie, die sich auf das Prinzip des größtmöglichen Glücks stützt. Obwohl er nicht ohne Kritik ist und einige Herausforderungen mit sich bringt, bietet er dennoch eine nützliche Perspektive zur Lösung ethischer Fragen. Letztendlich ist es wichtig zu beachten, dass die Anwendung des Utilitarismus in konkreten Situationen oft komplex ist und sorgfältige Abwägungen erfordert, um das größtmögliche Glück für alle Betroffenen zu gewährleisten.

UITP

The International Association of Public Transport (UITP)

Die Internationale Vereinigung des öffentlichen Verkehrs (UITP) ist eine weltweit operierende Organisation, die sich auf die Förderung des öffentlichen Verkehrs konzentriert. UITP ist eine internationale Plattform für die Zusammenarbeit, den Erfahrungsaustausch und die Entwicklung von bewährten Verfahren im Bereich des öffentlichen Verkehrs.

Gründung und Zielsetzung:

UITP wurde 1885 gegründet und hat ihren Hauptsitz in Brüssel, Belgien. Ihre Hauptmission besteht darin, die Nachhaltigkeit und Effizienz des öffentlichen Verkehrs weltweit zu fördern. Dies umfasst den Schienenverkehr (z.B. U-Bahnen und Straßenbahnen), Busse, Fähren und andere Formen des öffentlichen Verkehrs.

Aufgaben und Aktivitäten:

  • Forschung und Entwicklung: UITP betreibt Forschung und Entwicklung, um innovative Lösungen für den öffentlichen Verkehr zu fördern. Dies umfasst die Entwicklung von umweltfreundlichen Technologien, Ticketing-Systemen, Verkehrsplanung und mehr.
  • Interessenvertretung: Die Organisation vertritt die Interessen ihrer Mitglieder gegenüber Regierungen, internationalen Institutionen und anderen relevanten Akteuren. Sie setzt sich für die Förderung von Investitionen in den öffentlichen Verkehr ein und fordert politische Maßnahmen zur Verbesserung der Mobilität in Städten.
  • Veranstaltungen und Schulungen: UITP organisiert internationale Konferenzen, Seminare und Schulungen, um den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit in der Branche zu fördern. Diese Veranstaltungen bieten eine Plattform für Fachleute aus der ganzen Welt, um sich über bewährte Verfahren auszutauschen.
  • Daten und Statistiken: Die Organisation sammelt und verbreitet Daten und Statistiken über den öffentlichen Verkehr, um die Entscheidungsfindung und Planung in der Branche zu unterstützen.

Mitgliedschaft:

UITP hat Mitglieder aus der ganzen Welt, darunter Verkehrsunternehmen, Regierungen, Forschungsinstitute, Hersteller von Verkehrstechnik und andere Organisationen, die im Bereich des öffentlichen Verkehrs tätig sind.

Fazit:

UITP spielt eine entscheidende Rolle bei der Förderung und Weiterentwicklung des öffentlichen Verkehrs weltweit. Die Organisation setzt sich für umweltfreundliche und nachhaltige Verkehrslösungen ein und bietet eine wichtige Plattform für den Austausch von Wissen und Erfahrungen in der Branche.

Ursprungsland

Ursprungsland

Der Begriff „Ursprungsland“ bezieht sich in der Regel auf das Land, in dem etwas seinen Ursprung hat oder wo es ursprünglich hergestellt wurde. Der Kontext, in dem der Begriff verwendet wird, kann variieren. Hier sind einige Beispiele für die Verwendung des Begriffs „Ursprungsland“:

  1. Ursprungsland von Produkten: Bei Waren oder Produkten bezieht sich das Ursprungsland auf das Land, in dem sie hergestellt oder produziert wurden. Dieses Land wird oft auf Etiketten oder Verpackungen angegeben, um den Verbrauchern Informationen über die Herkunft des Produkts zu geben. Das Ursprungsland kann Einfluss auf die Qualität, Tradition und den Ruf eines Produkts haben.
  2. Ursprungsland von Pflanzen und Tieren: In der Biologie kann das Ursprungsland einer bestimmten Pflanzen- oder Tierart das Land oder die Region sein, in der sie ursprünglich entstanden oder ihren natürlichen Lebensraum haben. Es kann auch das Land sein, von dem aus sie sich ausgebreitet haben.
  3. Ursprungsland von kulturellen Praktiken oder Traditionen: Der Begriff „Ursprungsland“ kann auch verwendet werden, um das Land zu beschreiben, in dem bestimmte kulturelle Praktiken, Traditionen oder Bräuche ihren Ursprung haben. Dies bezieht sich oft auf kulturelle Phänomene wie Tanz, Musik, Kunsthandwerk, Festivals oder kulinarische Traditionen.

Es ist wichtig zu beachten, dass das Ursprungsland nicht immer eindeutig festgelegt ist und in einigen Fällen umstritten sein kann. Die Identifizierung des Ursprungslandes kann historische, geografische, kulturelle und andere Faktoren berücksichtigen. Es kann auch Zeiträume umfassen, in denen sich eine bestimmte Sache entwickelt hat oder beeinflusst wurde.

Insgesamt bezieht sich der Begriff „Ursprungsland“ auf das Land, in dem etwas seinen Anfang hatte oder wo es seinen Ursprung hat. Die Bestimmung des Ursprungslandes kann für verschiedene Bereiche wie Handel, Biologie, Kultur und Geschichte von Bedeutung sein

Umlaufvermögen

Umlaufvermögen

Umlaufvermögen bezieht sich auf die kurzfristigen Vermögenswerte eines Unternehmens, die in der Regel innerhalb eines Jahres in Bargeld umgewandelt werden können oder voraussichtlich verbraucht, verkauft oder anderweitig in den laufenden betrieblichen Aktivitäten verwendet werden. Umlaufvermögen sind liquide und sollen die Kontinuität der Geschäftstätigkeit unterstützen.

Hier sind einige wichtige Punkte zur Erläuterung des Umlaufvermögens:

  1. Arten von Umlaufvermögen: Umlaufvermögen umfasst verschiedene Arten von Vermögenswerten, einschließlich:a) Bargeld und Zahlungsmitteläquivalente: Dazu gehören Bankguthaben, Kassenbestände und kurzfristige Geldmarktinstrumente, die leicht in Bargeld umgewandelt werden können.

    b) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Dies sind ausstehende Zahlungen von Kunden für Waren oder Dienstleistungen, die das Unternehmen erbracht hat.

    c) Vorräte: Dies umfasst Rohstoffe, unfertige Produkte und fertige Waren, die zur Veräußerung bereit sind.

    d) Sonstige kurzfristige Vermögenswerte: Dazu gehören zum Beispiel kurzfristige Anlagen, Vorabzahlungen, Steuererstattungsansprüche und sonstige Forderungen.

  2. Bedeutung des Umlaufvermögens: Umlaufvermögen ist entscheidend für den laufenden Betrieb eines Unternehmens. Es stellt sicher, dass das Unternehmen über ausreichende Mittel verfügt, um seinen Verpflichtungen nachzukommen, Lieferanten zu bezahlen, Löhne und Gehälter zu zahlen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.
  3. Liquidität: Umlaufvermögen sind liquide oder kurzfristig verfügbar, was bedeutet, dass sie schnell in Bargeld umgewandelt werden können. Dies bietet dem Unternehmen Flexibilität und Handlungsspielraum, um auf unvorhergesehene Ausgaben oder Gelegenheiten reagieren zu können.
  4. Bewertung des Umlaufvermögens: Das Umlaufvermögen wird in der Regel zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Nettoveräußerungswerten bewertet. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von Abschreibungen, Wertminderungen oder vorsichtigen Schätzungen, um den möglichen Wertverlust des Umlaufvermögens zu erfassen.
  5. Management des Umlaufvermögens: Unternehmen müssen das Umlaufvermögen effektiv verwalten, um die Liquidität zu optimieren und sicherzustellen, dass ausreichend Vermögenswerte vorhanden sind, um die laufenden betrieblichen Verpflichtungen zu erfüllen. Dies beinhaltet die Überwachung von Forderungen, die effiziente Verwaltung von Lagerbeständen, die Vermeidung von Überbeständen und die Optimierung des Zahlungsverkehrs.

Umlaufvermögen spielen eine wichtige Rolle in der finanziellen Stabilität und dem Betriebskapital eines Unternehmens. Ein angemessenes Management des Umlaufvermögens ist entscheidend, um die Geschäftstätigkeit aufrechtzuerhalten, finanzielle Engpässe zu vermeiden und die Rentabilität des Unternehmens zu steigern.

Umsatzkostenverfahren

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Umsatzkostenverfahren

Das Umsatzkostenverfahren beschreibt die Erstellung der Bank-GuV-Rechnung, hierbei werden zur Bestimmung des Betriebsergebnisses dem Umsatz des Geschäftsjahres nicht die gesamten Aufwendungen des Jahres gegenüber gestellt, sondern nur solche welche für die tatsächlich verkauften Leistungen angefallen sind. Hierdurch entstehen hohe Anforderungen an die Kostenrechnung.

Das Umsatzkostenverfahren ist nach § 275 Abs. 3 HGB eine Alternative zum Gesamtkostenverfahren für die GuV-Rechnung.

Es dient in seiner Zulassung der internationalen Harmonisierung der Rechnungslegungsvorschriften. Man geht hierbei den direkten Weg zur Ermittlung des Betriebsergebnisses dadurch, dass man den Umsätzen nur die von tatsächlich verkauften Produkten bzw. tatsächlich erbrachten Leistungen entstandenen Kosten gegenüberstellt.

Unlauterer Wettbewerb

Unlauterer Wettbewerb

Der unlautere Wettbewerb beschreibt das Streben von mehreren nach einem nicht für alle erreichbarem Ziel. Das Wirtschaftsrecht versteht unter dem umlauterem Wettbewerb das Bestreben von mehreren Unternehmen mit möglichst vielen Kunden Geschäfte abzuschließen.

Kennzeichnend für den unlauteren Wettbewerb der die Ausbeutung fremder Leistung, die Behinderung von Mitbewerbern, der Rechtsbruch, eine Marktstörung sowie Kundenfang.

Allgemein ist der Wettbewerb ein wesentlicher Bestandteil der Marktwirtschaft und somit erwünscht. Jedoch führt der Erfolg automatisch auch zum Zurückfallen von anderen Mitbewerbern. Hier sind Beeinträchtigungen erlaubt, allerdings wird der unlautere Wettbewerb untersagt nach dem Gesetzt gegen den unlauterem Wettbewerb (UWG) aus 1909.

Hierin beschreibt § 1 UWG das Verbot von allen Handlungen die im geschäftlichen Verkehr vorgenommen werden zum Zweck des Wettbewerbs und gegen die guten Sitten verstoßen.

Umsatzerlös

Umsatzerlös

Umsatzerlös beschreibt nach dem § 275 HGB für Kapitalgesellschaften den ersten Ertragsposten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV). Man versteht hierunter Erlöse aus Verkauf, Vermietung oder Verpachtung von typischen Produkten, Waren und Dienstleistungen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs nach Abzug von Erlösschmälerungen und Umsatzsteuer.

So versteht man beispielsweise bei einem Handelsunternehmen unter den Umsatzerlösen die Erlöse aus Verkauf der Waren des Sortimentes, die Erlöse aus der Vermietung eines Lagerraumes hingegen sind sonstige betriebliche Erträge.

Unternehmensergebnis

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Unternehmensergebnis

Das Unternehmensergebnis beschreibt die Differenz zwischen Aufwendungen und Erträgen in einem Unternehmen.

Dabei umfasst das Unternehmensergebnis die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) nach § 275 HGB als Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und das außergewöhnliche Ergebnis minus Steuern.

In der Kostenrechnung ist das Betriebsergebnis korrigiert um nicht pagatorische Erlöse und Kosten und das neutrale Ergebnis.

Man unterscheidet das positive Unternehmensergebnis als Unternehmungsgewinn, so liegt ein Gewinn vor nach HGB ein Jahresüberschuss sowie das negative Unternehmensergebnis als Unternehmensverlust, es liegt ein Verlust vor nach HGB als Jahresfehlbetrag.

Das Totalergebnis ist das Unternehmensergebnis bezogen auf die gesamte Lebenszeit einer Unternehmung.

Das Periodenergebnis ist das Unternehmensergebnis bezogen auf einen Teilabschnitt, dieses kann ein Jahresergebnis sein welches ermittelt wird durch die jährliche Gewinn- und Verlustrechnung oder auch ein kurzfristiges Ergebnis welches durch eine kurzfristige Erfolgsrechnung ermittelt wird.

Unique Selling Proposition (USP)

Unique Selling Proposition (USP)

Unique Value Proposition beschreibt ein einzigartiges Verkaufsversprechen bei der Positionierung einer Leistung. Dabei soll USP durch Herausstellen eines einzigartigen Nutzens das eigene Angebot von den Konkurrenzangeboten abheben. Dadurch soll der Konsument zum Kauf animiert werden. Mit einer zunehmenden Marktsättigung und objektiven Austauschbarkeit gewinn der USP verstärkt Bedeutung.

Urheberrecht

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Urheberrecht

Das Urheberrecht dient dem Schutz der Urheberpersönlichkeitsrechte des Urhebers und ordnet die vermögensrechtlichen Verwertungsrechte in seinen geistigen, persönlichen und vermögensrechtlichen Beziehungen zu seinem Werk, dessen Rechtsschutz mit seiner Entstehung beginnt und hat im Unterschied zu den gewerblichen Schutzrechten keinen Bedarf von Registrierung oder Hinterlegung.

Das UrhG nennt als zugängliche Wertkarten Sprachwerke wie Schriftwerke, Reden und Computerprogramme, Werke der Musik, sowie pantomimische Werke, Werke der Tanzkunst, Werke der bildenden und angewandten Kunst, Filmwerke, Bauwerke, Lichtbildwerke und Darstellungen technischer und wissenschaftlicher Art wie Karten, Pläne, Zeichnungen, Tabellen, Skizzen und plastische Darstellungen.

Umsatzsteuer

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Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer ist neben der Lohnsteuer die wichtigste Einnahmequelle der öffentlichen Hand. Man reicht diese Form der Steuer durch alle Stufen der Herstellung und belastet den Endverbraucher in Form einer Verbrauchsteuer wie der Mehrwertsteuer.

Typisch für die Umsatzsteuer ist das sie eine indirekte Steuer ist sowie eine Verkehrssteuer. Man spricht von einer indirekten Steuer da der Steuerschuldner und Steuerträger auseinander fallen. Der Unternehmer muss nämlich die eingenommene Steuer an die Finanzverwaltung abführen und der Verbraucher sie durch die Zahlung des Bruttopreises bezahlen. Sie ist eine Verkehrssteuer da sie an alle Vorgänge im wirtschaftlichen Verkehr geknüpft ist, nicht nur für körperliche Gegenstände, sondern auch für Dienstleistungen.

Die Umsatzsteuer knüpft an den Konsum im Sinne der volkswirtschaftlichen Einkommensverwendungsgleichung an nach Y = C + S, wobei Y die Ertragssteuern (Körperschafts-, Einkommens- und Gewerbesteuer) stehen und rechts der Konsum in Form von Verkehrssteuern (Umsatz- sowie Grunderwerbsteuer) und in Form von Verbrauchssteuern wie für Tabak, Brandwein, Mineralöl, Bier, Kaffee etc, nur das Sparen selbst (S) bleibt nach der Aussetzung der Vermögenserhebung ohne Steuerzugriff. Die Umsatzseuer ist in Deutschland eine Allphasen-Nettoumsatzsteuer mit Vorsteuerabzug. Sie wird auf alle Phasen des volkswirtschaftlichen Produkionsprozesses erhoben. Sowohl in der Urproduktion, in klassischen Unternehmensformen und auch in den Handelsstufen wie Einzelhandel und Grosshandel.

Unternehmensverfassung

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Unternehmensverfassung

Die Unternehmensverfassung oder Unternehmensordnung steht für die Gesamtheit von rechtlich verbindlichen sowie freiwilligen Regelungen wie Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen etc. Man definiert Rechten und Pflichten analog zu modernen Staatsverfassungen. Die Unternehmensverfassung ist abhängig von der Rechtsform des Unternehmens.

Gerade für Aktiengesellschaften gibt es in Deutschland umfangreiche gesetzliche Regelungen. Man achtet auf Gruppen wie Arbeitnehmer, Gläubiger, Eigentümer etc. Laut Aktiengesetz ist beispielsweise eine Gewaltenteilung vorgesehen in Legislative (Hauptversammlung) Judikative (Aufsichtsrat) und Exekutive (Vorstand).

Auf Unternehmens ebene gibt es in größeren Aktiengesellschaften auch eine Mitbestimmung. Man achtet auf die Interessen der Stakeholder und nicht auf die alleinigen der Kapitaleigner mit dem Stakeholder-Ansatz anstelle des Shareholder-Ansatzes/Shareholder-Value. Gesetzliche Normen liegen vor im GG, im Betriebsverfassungsgesetz und Mitbestimmungsgestz. Vertragliche Vereinbarungen kommen zum Zuge durch Betriebsvereinbarungen, Gesellschaftsverträge, Tarifverträge usw.

 

Unternehmenskommunikation

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Unternehmenskommunikation

Die Unternehmenskommunikation oder im Englischen auch „corporate communications“ ist ein Teil der Unternehmensführung welche die Reputation, den Ruf des Unternehmens prägt durch das Wahrnehmungsmanagement.

Ist das oberste Ziel der Unternehmenskommunikation die Reputation so achtet man auf die Bereiche der Wahrnehmung die für die Stakeholder (Kunden, Mitarbeiter, Umweltgruppen, etc.) relevant sind, wie das Vertrauen mit einem erwartbaren Verhalten, die Glaubwürdigkeit die erwartet wird sowie die sich daraus ableitende Weiterempfehlungsbereitschaft, Kaufneigung, Kundenzufriedenheit usw. Wichtig ist auch das Verhaltensmanagement da gerade der Ruf des Unternehmens auch von Skandalen negativ geprägt werden kann die nicht zur geplanten Kommunikation gehören. Man unterscheidet geplante reproduzierbare und ungeplante Kommunikation bzw. Mischformen davon.

Stakeholder sind einzelne wie Großkunden oder Banken sowie auch Gruppen von Bürgerbewegungen, Markencommunity etc. die wiederum zu gruppendynamischen Prozessen führen können wie Begeisterung oder gar Widerstand. Weiche Faktoren sind solche die ursprüngliche im Fokus stehende Kommunikation des Unternehmens wie Eventkommunikation oder Medienarbeit erweitern, es kommt zu strategischen Aspekten im Verhalten zur Markenführung. Das ursprüngliche PR (Public-Relation) bestand aus 90 % handeln und 10 % reden.

Man unterscheidet externe Kommunikation und interne sowie klassische Public Realtions mit Pressearbeit und Eventkommunikation. Auch die Unternehmensidentität (Corporate Identitiy) nimmt Einfluss sowie das Verhalten als Corporate Behaviour. Man spricht auch von internem Markenmangement, dem internal branding. Man strebt Soll-Images an die das Ist-Image angepasst werden soll. Es können gezielt Zielgruppen angesprochen werden mit Händlerkommunikation, Mitarbeiterkommunikation, Kundenkommunikation, Investor Relations, Börsenkommunikation etc.

Zu bestimmten Anlässen kann auch Krisenkommunikation oder Change Communications angewendet werden.

Umlaufvermögen

Umlaufvermögen

Das Umlaufvermögen ist eine Sammelbezeichnung für Vermögensgegenstände welche nicht für den dauernden Geschäftsbetrieb bestimmt sind und auch keine Posten in der Rechnungsabgrenzung sind. Das Gegenteil hierzu sind Anlagevermögen.

Zum Umlaufvermögen gehören beispielsweise Schecks, Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstitute, Bundesbankguthaben, Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände. Sind Wertpapiere zur Veräußerung oder als kurzfristige Liquiditätsreserve bestimmt so können auch diese zum Umlaufvermögen gezählt werden, ist dieses nicht der Fall so gehören sie zum Anlagevermögen.

Bewerte wird der Posten des Umlaufvermögens nach dem Niederstwertprinzip, mit Ausnahme für den Handelsbestand von Banken nach § 340e III HGB.

Umsatzrentabilität

Umsatzrentabilität

Die Umsatzrentabilität, Umsatzrendite ist bedeutend bei der Unternehmensanalyse. Durch sie wird das prozentuale Verhältnis vom Jahresüberschuss zum erzielten Umsatz angegeben.

Durch die Umsatzrentabilität lässt sich folglich ableiten wie viel Cent Gewinn mit einem Euro Umsatz erwirtschaftet worden ist.

In der Literatur wird die Kennzahl unterschiedlich abgegrenzt. In der Grundversion ist sie eine aussagekräftige Kennzahl im zwischenbetrieblichen Vergleich, da sie vom Finanzierungseinflüssen und steuerlichen Einflüssen abstrahiert wird. Man nennt sie auch EBIT-Marge. Es fallen jedoch de facto Zinszahlungen und Steuern an.

Unternehmensführung

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Unternehmensführung

Die Unternehmensführung beschreibt Aktivitäten und Entscheidungen grundsätzlicher Art die auf die zu verfolgenden Oberziele eines Unternehmens abgestimmt sind.

Ausgeführt werden die Aktivitäten von den Akteuren der obersten Ebene im Unternehmen, also des Top-Managements. Auch als Teildisziplin der Betriebswirtschaftslehre kann die Unternehmensführung interpretiert werden. Hierbei achtet man vor allem auf systematische Beschreibung und Erklärung von institutionellen und instrumentalen Aspekten der realen Unternehmensführung.

Bei einem Ein-Mann-Unternehmen kommen Identität von Eigentum und Verfügungsgewalt zusammen. In der Regel von den Eigentumsverhältnissen abstrahiert. So werden Unternehmen von mehreren Akteuren geführt und strukturelle Aspekte analysiert.

Man beachtet die Unternehmensverfassung und Zielsetzungen des Unternehmens die von den Arbeitnehmern, Eigentümern und Top-Mangern verfolgt werden. Aus dem anglo-amerikanischen kommt der Stockholder-/Shareholder-Ansatz. Häufig spricht man auch von der Corporate Governance als Führungsorganisation bzw. Unternehmensverfassung.

Das Board-Modell (Vereinigungsmodell) gilt für Aktiengesellschaften im anglo-amerikanischen Rechtsraum, im deutschen Rechtsraum hingegen das Vorstand-Aufsichtrat-Modell (Trennungsmodell).

Es besteht die Möglichkeit durch Kontrollorgane Interessenskonflikte zwischen Aktionären und angestellten Managern auszugleichen. In der Unternehmensführung achtet man vor allem auf die Aktivitäten Planung, Realisation und Kontrolle.

Umsatzrendite

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Umsatzrendite

Die Umsatzrendite, auf Englisch „return on sales“ beschreibt die Beziehung von Jahresüberschuss zu Umsatzerlös, die man in Prozent angibt.

Der entstehende Zielkonflikt zwischen den Investorinteressen und Gläubigerschutz wird in bei der US-Rechnungslegung wie den IFRS zugunsten des Investors am Kapitalmarkt entschieden.

Für die Rechnungslegung ist der periodengerechte Erfolgsausweis ist das entscheidene Kriterium.

Sowohl USGAAP als auch IFRS zeigen kaum Unterschiede auf.

Überweisung

Überweisung

Unter einer Überweisung versteht man einen Auftrag der über ein Formular erteilt wird, des Inhabers eines Girokontos oder Kontokorrentkontos zu Lasten seines Kontos mit einem bestimmten Betrag auf das Konto eines anderen bei einem beliebigen Kreditinstitut.

Es handelt sich um einen Kaptialtransfer über das Verrechnungsnetz von Banken, der von dem Bankkonto des Auftraggebers auf das Bankkonto des Zahlungsempfängers erfolgt.

Der Kontoinhaber verfügt über sein Guthaben bei einer Bank, Kreditinstitut oder Postcheckamt und transferiert einen Betrag auf ein anderes Konto.

So gibt es EUROPA-Überweisungen, AVZ-Überweisungsystem, TARGET-Überweisungssystem, Zahlungsaufträge im Aßenentwirtschaftsverkehr etc.

Es handelt sich bei der Überweisung um ein bargeldlosen Zahlungsverkehr im Giroverkehr.

Für die Begleichung der Geldschuld muss der Überweisende jedoch ein Konto besitzen und das Konto des Empfängers bekannt sein.

Es ist auch auch eine Überweisung in Form eines Lastschriftverfahrens möglich. Hierbei ermächtigt der Schuldner dem Gläubiger durch ein Einziehungsermächtigungsverfahren den geschuldeten Betrag durch seine Banke bei der Bank des Schuldner einzuziehen.

Der Schuldner ermächtigt seine Bank zur Zahlung.

Beim Abbuchungsverfahren beauftragt der Schuldner seine Bank den Betrag auf die Bank des Gläubigers über den Giro-Weg zu überweisen.

Ungelernter Arbeiter

Ungelernter Arbeiter

Ein ungelernter Arbeiter ist ein Arbeiter, der keine Berufsausbildung (gelernter Arbeiter) sowie kein Anlernverhältnis (angelernter Arbeiter) beendet hat.

Urbanisierung

Urbanisierung

Die Urbanisierung beschreibt die Ausbreitung und die Diffusion von Verhaltens- und Lebensweisen, also Wertvorstellungen, Konsummuster, berufliche Differenzierung der Bewohner der Stadt und sich daraus ergebenden Strukturen des Raumes.

Dabei unterscheidet sich der Begriff der Urbanisierung von dem Begriff der Verstädterung insofern, dass man hier siedlungsstrukturelle Aspekte abzieolt und nicht demografische.

Auch sind hier sozioökonomische und sozialpsychologische Gesichtspunkte von Bedeutung. Es kommt zu Bildung von Verdichtungsräumen durch die Zuwanderung von Einwohnern und einer Wanderung von Land zu Stadt sowie durch das natürliche Wachstum der Bevölkerung und die Eingemeindung.

Die Urbanisierung betrachtet auch Veränderungen der baulichen Infrastruktur. Der Landschaftsverbrauch erhöht sich in überbauten Gegenden und hat auch Folgen für die Umwelt und kann diese belasten und gefährden.