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Werbungskosten

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Werbungskosten

Werbungskosten im Englischen „expenses for the production of income“ versteht man Aufwendungen welche für die Erhaltung, Erzielung und Sicherung der Einnahmen dienen.

In § 9 EStG befindet sich eine beispielhafte Aufzählung für bestimmte Arten von Werbungskosten.

So zählen zu den Werbungskosten unter anderem öffentliche Abgaben, Arbeitsmittel, Versicherungen, Finanzierungskosten, Beiträge an Berufsverbände und Pauschbeträge für Fahrten zur Arbeitsstätte etc.

Dabei werden Werbungskosten im Rahmen der Ermittlung der Überschusseinkünfte berücksichtigt. Der Steuerpflichtige kann anstelle der tatsächlichen Werbungskosten bei bestimmten Überschusseinkünften einen Werbungskostenpauschbetrag nach § 9a EStG steuermindernd geltend machen.

Seit dem Veranlagungszeitraum 2006 können Kinderbetreuungskosten gemäß § 9 Abs. 5 EStG wie Werbungskosten abzugsfähig sein.

Allerdings reicht ein bloßer ursächlicher Zusammenhang der Aufwendungen mit einer bestimmten Art der Einkünfte nicht aus, um sie als Werbungskosten geltend zu machen. Im EStG unterscheiden sich daher Werbungskosten von Betriebsausgaben.

Bei der Anwendung des Begriffes der Werbungskosten sind in der höchstrichterlichen Rechtssprechung und in der Praxis Abweichungen möglich.

Für Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit hat sich jedoch ein bloßer kausaler Zusammenhang heraus gebildet, insofern, dass alle Aufwendungen die die Dienstausübung mit sich bringt auch als Werbungskosten gelten.

Markentreue

Markentreue

Unter Markentreue versteht man ein verfestigtes Verhaltensmuster bei der Auswahl einer Marke. Es handelt sich um einen Ausdruck des Bindungsgrades zwischen Konsument und Marke. In der Markentreue spiegelt sich die Zufriedenheit des Kunden wieder.

Die Markentreue ist messbar durch die Wahrscheinlichkeit mit der ein Konsument die gleiche Marke bzw. das gleiche Produkt wieder kauft.

Es handelt sich um ein Wiederkaufverhalten des Konsumenten, als Gegenteil steht der Markenwechsel.

So führt die Markentreue zur Risikoreduktion beim Kaufentscheidungsprozeß. Es kommt zu einem Wiederholungskaufverhalten und einer vorentschiedenen Produkt- und Markenauswahl.

Eine andere Möglichkeit das wahrgenommen Kaufrisiko zu reduzieren ist eine Orientierung am Preis.

Eine Markentreue kann zu einer reduzierten Informationsaufnahme und kognitiven Dissonanzen führen. Bei einem höher wahrgenommen Kaufrisiko steigt die Neigung sich markentreu zu verhalten.

Abhängig von Produktgruppen gibt es verschiedene Marken- und Produkttreue.

Schwach markierte Güter des täglichen Bedarfs haben folglich eine geringe bis mittlere Produkttreue.

Stark markierte Güter des täglichen Bedarfs können eine hohe Produkttreue haben.

Selten gekaufte Gebrauchsgüter haben eine geringe bis mittlere Produkttreue.

Die Markentreue ist bei älteren Personen stärker ausgeprägt und steigt mit sinkendem sozialen Status.

Je höher das Kaufrisiko wahrgenommen wird steigt die Markentreue.

Auch ist sie bei einem hohen Prestigewert stärker ausgeprägt.

Die Messung der Markentreue kann durch eine Befragung erfolgen, so werden erinnerte Markenwerte abgefragt oder auch Instrumente der ökoskopischen Marktforschung wie beobachtete Markentreue durch Haushaltspanel eingesetzt werden.

Das Absatzvolumen ergibt sich aus der Zahl der Erstverkäufe plus die Zahl der Wiederkäufe multipliziert mit der Kaufintensität bei Wiederkaufmodellen und Wiederkaufrate.

In der Markenpolitik sind daher die Erhöhung und der Aufbau der Markentreue wichtige Ziele.

Informationen über das Wiederkaufverhalten der Zielgruppen ist somit für Marketingmanager von großen Interesse. Ebenso wie die Voraussetzungen und Gründe für ein markentreues Verhalten.

Die Marketingwissenschaft werden behavioristische Modelle zur verhaltenswissenschaftlichen Erklärung der Markentreue und des Gewohnheitsverhaltens genutzt.

Recycling

Recycling

Unter Recycling werden Prozesse verstanden bei denen man bisher nicht verwertete Materie- oder Energieoutput des Wirtschaftssystemes diesem wieder als Inputfaktor zurückführt.

Recycling beschreibt die Rückgewinnung nicht verbrauchter Rohstoffe und Hilfsstoffe aus Abfällen.

Begründet ist das Recycling in der Schonung von knappen Ressourcen und der Vermeidung von Entsorgungsleistungen wie Entsorgung oder Redistribution.

Um Recycling-Produkte vermarkten zu können ist die Erbringung eines Qualitätsnachweise nötig, da die Recycling-Produkte den konkurrierenden in ihrer Qualität kaum nachstehen dürfen.

Es erfolgt daher auch eine Analyse wie sich die Recycling-Produkte auf die Nachfrage von Folgestufen auswirken.

Die Angabe der Herkunft ist in der Regeln nur ratsam, wenn sie sich nicht vermarktungshemmend auswirkt im Sinne eines ökologischen Marketings.

Für die Vermarktung sol­cher Recycling-Produkte ist die Erbringung eines Qualitätsnachweises erforderlich, da sie den konkurrierenden Stoffen qualitativ kaum nachstehen dürfen. Daneben muss analysiert werden, wie Recycling-Produkte auf Nachfrager der Folgestufen wirken. Eine Angabe der Herkunft ist nur dann ratsam, wenn sie sich nicht vermarktungshemmend auswirkt (Ökologisches Marketing).

Buchführung

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Buchführung

Buchführung im Englischen auch „bookkeeping“ und „accouting“ beschreibt die planmäßige Erfassung von Geschäftvorfällen in ihrer zeitlichen Reihenfolge zum Zweck der Dokumentation, Kontrolle und Informationsgewinnung.

Sie liefert so die Daten für Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung.

Synonym wird für den Begriff Buchführung auch Buchhaltung verwendet. Die Buchführung ist Teil des betrieblichen Rechnungswesens und transformiert die realen güterwirtschaftlichen Umwandlungsprozesse in einem Betrieb in Werteinheiten und bietet so die Informationsgrundlage für wirtschaftliche Erkenntnisse und Entscheidungsprozesse.

Geschichtlich erschien im Jahr 1494 die erste systematische Darstellung der Buchführung als kaufmännisches Aufzeichnungssystem von dem italienischen Mathematiker Luca Pacioli.

Im Laufe der Zeit entwickelte sie sich weiter unter nationalen Abhängigkeiten und technischen Hilfsmitteln wie der EDV.

Als rechtliche Grundlage nach dem Handeslrecht § 238 HGB und Steuerrecht § 140 AO ist jeder Kaufmann zur Buchführung verpflichtet.

Daher muss der Kaufmann die Bücher nach den Grundsätzen der ordnungsmässigen Buchführung derart gestalten, dass die wirtschaftliche Lage des Unternehmens für sachverständige Dritte ersichtlich ist.

Jährlich muss eine Bestandsaufnahme in Form einer Inventur erfolgen bei der das Bestandsverzeichnis, Inventar und ein Jahresabschluss aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erstellt wird.

In einfachen Buchführungssystemen werden Veränderungen der Vermögen und Schulden dokumentiert. Das Eigenkapital kann aus der Differenz von Vermögen minus Schulden ermittelt werden.

Der Erfolg des Geschäftsjahres ergibt sich durch die Gegenüberstellung von Eigenkapitalbestand am Anfang und Ende des Geschäftsjahres.

Aufbau der Buchführung

Bei der doppelten Buchführung wird für jeden Geschäftsvorfall seine zweifache Wirkung in einem geschlossenen System von Konten erfasst. So ergibt sich eine Informationsgrundlage für betriebliche Entscheidungen und ein Kontrollinstrument. Zu jedem Vorgang wird eine Soll (linke Seite) und eine Haben (rechte Seite) unterschiedlicher Konten gebucht.

Man unterscheidet von der kaufmännischen Buchführung die kameralistische Buchführung welche in der Vergangenheit von öffentlichen Verwaltungen für die Rechnungslegung öffentlicher Haushalte verwendet wurde und zwecks einer größeren Aussagekraft immer mehr von der kaufmännischen Buchführung ersetzt wird.

Als Grundlage für die Buchführung sind schriftliche Belege die alle relevanten Informationen für den Geschäftsvorfall umfassen. So können in den Büchern chronologische die belegten Vorgänge erfasst werden. Im Grundbuch dem Journal findet man die belegten Vorgänge chronologisch. Im Hauptbuch sind sie nach sachlichen Kriterien geordnet und in Kontoform, Konto dargestellt.

In Nebenbüchern können differenzierende Informationen oder weitergehende Informationen erfasst werden (Anlagenbuch, Kontokorrentbuch).

Für jeden ausgewiesenen Bilanzposten wird in der Buchführung ein eigenes Bestandskonto geführt, ausgehend vom Aufbau der Bilanz, Jahresabschluss in dem die Vermögenswerte, Aktiva auf der linken Seite und das im Unternehmen eingesetzte Kapital, Passiva aufgeteilt in Eigenkapital und Fremdkapital auf der rechten Kontoform, Konto gegenüber geführt werden.

Die Bestandskonten erfassen, ausgehend vom Anfangsbestand zu Beginn des Geschäftsjahres die Bestandsveränderungen in der Form, dass auf der Seite der Anfangsbestand und die Minderung auf der gegenüber liegenden Seite gebucht werden.

Bringt man so beide Seiten des Kontos betragsmäßig in Ausgleich entspricht der Ergänzungsbetrag auf der kleineren Seite, der sogenannte Saldo, dem logischen Endbestand.

Der Endbestand ergibt sich also aus Anfangsbestand + Zugänge – Abgänge.

Man kann so jederzeit durch Saldierung des Bestandskontos ohne körperliche Bestandsaufnahme, einer Inventur, den aktuellen Bestand ermitteln.

Die doppelte Buchführung

Entsprechend zu den Posten der Aktiv- und Passivseite in der Bilanz werden in der Buchführung Aktivkonten und Passivkonten gleicher Bezeichnung als Bestandskonten eingerichtet.

Für die Buchung gilt, dass man die Salden der Bestandskonten, Endbestände im Schlussbilanzkonto SBK auf der gegenüberliegenden Seite gegenbucht. Durch die spiegelbildliche Buchungssystematik, also Sollbuchung = Habenbuchung) ergibt sich so zwangsläufig, dass bei einer korrekten Buchung die Summen beider Seiten des SBK übereinstimmen müssen.

Man unterscheidet bei den Geschäftsvorfällen die immer zu einer Veränderung der Bilanzposten des Vermögens und oder des Kapitals führen 4 Arten der Änderung.

  1. Der Tausch zwischen 2 Aktivposten, den Aktivtausch. Ein Kunde begleicht eine fällige Rechnung in bar. Die Mehrung ist der Aktivposten „Kasse“, Buchung im Soll, Minderung ist der Aktivposten „Forderungen“ durch Buchung im Haben.
  2. Der Tausch zwischen 2 Passivposten als Passivtauch. Bei der Überweisung von fälligen Lieferrechnungen wird von einem überzogenen Bankkonto ausgegangen. Die Minderung des Passivpostens „Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen“ ist Buchung im Soll, die Mehrung des Passivpostens „Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten“ ist Buchung im Haben.
  3. Die Mehrung eines Aktiv- und eines Passivpostens, einer Aktiv-/Passivmehrung. Beim Kauf von Rohstoffen gegen Rechnung. Die Mehrung ist der Aktivposten „Rohstoffe“ mit Buchung im Soll. Mehrung des Passivpostens „Verbindlichkeiten aus Lieferungen“ ist Buchung im Haben.
  4. Die Minderung eines Aktiv- und eines Passivposten als Aktiv-/Passivminderung. Eine Lieferrechnung wird bar beglichen. Es erfolgt eine Minderung des Passivpostens „Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen“ mit einer Buchung im Soll. Die Minderung des Aktivpostens „Kasse“ erfolg durch Buchung im Haben.

Durch die spiegelbildliche Darstellung der Aktiv- und Passivkonten ergibt sich ein stringentes System bei der in jedem Geschäftsvorfall zwingend 2 gleich große Buchungen in Soll und Haben bei verschiedenen Konten durchgeführt werden.

Erfolgswirksame Vorgänge Verändern das Eigenkapital, man bucht diese Vorgänge nicht direkt im Eigenkapitalkonto, damit die Quellen des wirtschaftlichen Erfolges ermittelt werden können. Sie werden in Erfolgskonten mit Aufwands- und Ertragskonten geführt, als Unterkonten des Eigenkapitalkontos.

So werden die Salden der einzelnen Aufwandskonten im Gewinn- und Verlustkonto GuV geführt. Sein Saldo (Gewinn oder Verlust) wird im Eigenkaptialkonto gegengebucht.

Umsatzerlöse aus Verkauf von produzierten Erzeugnissen sind wichtige Ertragsquellen für Industriebetriebe.

Es müssen Aufwendungen für den Einsatz von Material, Personal, Waren, Betriebsmitteln geleistet werden, um Umsatzerlöse aus Absatzleistungen erreichen zu können. Dabei wird der Erwerb von Betriebsmitteln wie Gebäude, Maschinen, Fuhrpark, Geschäftsausstattung in der Höhe der Anschaffungskosten als Vermögenszugang dem jeweiligen Aktivkonto hinzu gebucht. Zunehmender Alterungsgrad, nutzungsbedingter Verschleiß, technischer Fortschritt etc. können bei diesen Anlagen als Wertminderung eintreten die man als gewinnmindernden Aufwand in der Form von Abschreibungen verrechnen kann.

Bei der Buchführung ergibt sich das Problem der Ermittlung des erwirtschafteten Periodenerfolges im Geschäftjahr. Der Erfolg wird in der kaufmännischen Buchführung nicht auf der Grundlage von Zahlungseingängen und Zahlungsausgängen ermittelt, sondern durch die Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen die nicht immer von Zahlungsvorgängen begleitet werden. Erfolgsvorgänge werden dem Geschäftsjahr zugeordnet in dem sie verursacht wurden. Problematisch ist hier die Erfassung der nicht zahlungswirksamen Erfolgsvorgänge wie Bildung von Rückstellungen oder Abschreibungen.

Die Standardisierung der Buchführung sieht vor die Konten in einem numerischen System, dem Kontenrahmen, zu gliedern. Diese ist abhängig von Branche, Rechtsform, Unternehmensgröße etc. Man verwendet daher verschiedene Kontenrahmen wie:

  • Industriekontenrahmen
  • EDV-Kontenrahmen
  • Kontenrahmen für Groß- und Außenhandel

Auch muss unterschiedliches internationales Recht beachtet werden wie Abschlusserstellung nach US-GAAP, Internationale Rechnungslegung nach IFRS, Jahresabschluss nach deutschem Recht, nach schweizerischem Recht, Swiss GAAP FER etc.

Pensionsgeschäfte

Pensionsgeschäfte

Der Begriff Pensionsgeschäfte bezeichnet Verkäufe von Vermögensgegenständen wie beispielsweise Wertpapieren, bei welchen die Vertragspartner zeitgleich vereinbaren, dass der Verkäufer die gleichen Vermögensgegenstände zu einem späteren Zeitpunkt zu einem bestimmten Preis zurück erwerben muss.

So sind Wertpapier- und Wechsel-Pensionsgeschäfte mit Kreditinstituten für die Deutsche Bundesbank ein Mittel zur Steuerung der Bankenliquidität.

Wenn zum Beispiel die Bundesbank von Banken Wertpapiere für 1 Monat lang in Pension nimmt, dann steht diesen Banken in diesem Zeitraum eine zusätzliche entsprechende Liquidität zur Verfügung.

Die Pensionsgeschäfte werden auf dem Gebiet der internationalen Zinsarbitrage abgewickelt, es handelt sich um Vereinbarungen bei denen Vermögensgegenstände wie Wechsel, Darlehnsforderungen (Forderungen, Darlehen), Wertpapiere bei der Zahlung eines Betrages auf einen anderen Pensionsnehmer übertagen werden, mit der Maßgabe dass sie zu einem im vorab bestimmten oder vom Pensionsnehmer bestimmten Zeitpunkt gegen eine Entrichtung eines vorabvereinbarten oder in Höhe des empfangenen Betrages zurück erworben werden müssen.

Bei den Pensionsgeschäften werden Termingeschäfte und Kassageschäfte gekoppelt.

Bankgarantie

Bankgarantie

Die Bankgarantien werden von Garanten, den Banken im Auftrag des Kunden, dem Garantieauftraggeber übernommen und umfassen in aller Regeln unwiderrufliche Verpflichtungen des Garanten einen Geldbetrag an einen Dritten, Garantiebegünstigten/Garantienehmer zu zahlen, wenn die in der Garantie genannten Voraussetzungen für den Eintritt des Garantiefalles definiert sind erfüllt sind.

Die Bankgarantie ist eine selbstständige Verpflichtung seitens der garantierenden Bank, sie ist also losgelöst, abstrakt, von (Waren-) Grundgeschäft zwischen dem Garantiebegünstigten, dem Käufer und dem Garantieauftraggeber, wie dem Verkäufer

Durch die Garantie ist die Bank verpflichtet auf das erste Verlangen des Garantiebegünstigten zu zahlen. Die Bank, die die Garantie gibt behält sich regelmäßig das Rückgriffsrecht auf den Garantieauftraggeber vor für den Fall, dass der Garantiebegünstigte die Garantie tatsächlich in Anspruch nimmt.

Verschiedene Arten von Bankgarantien

Man unterscheidet verschiedene Formen von Bankgarantien. Am häufigsten treten sie in Außenhandelsgeschäften auf.

Es werden unterschieden:

  • Liefergarantie
  • Gewährleistungsgarantie
  • Bietungsgarantie
  • Vertragserfüllugnsgarantie
  • Anzahlungsgarantie
  • Kreditsicherungsgarantie
  • und Zahlungsgarantie

Sonderformen sind:

  • Zollgarantie
  • Prozessgarantie
  • Konnossenementsgarantie
  • sowie andere Garantien die auf die Absicherungserfordernisse von einzelnen Geschäften zugeschnitten sind.

Die Banken stellen eine Avalprovision und im Einzelfall ein Entgelt für die Ausfertigung der Garantie in Rechnung.

Avale werden, neben Banken, auch von Kreditversicherungsgesellschaften im Rahmen von sogenannten Kautionsversicherungen als Garantien, Bonds oder Bürgschaften übernommen.

Zusatznutzen

Zusatznutzen

Der Zusatznutzen beschreibt die Erschaffung eines Kundennutzen, um Wettbewerbsvorteile, auf Englisch „unique selling proposition“ zu erzielen. Es handelt sich hierbei um eine Hauptaufgabe des Marketings.

Im Marketing erfolgt aus klassischer Sicht ein Nutzenschema nach der Nürnberger Schule, (Nutzen­theorie Wilhelm Vershofens) bei der man von einer hierarchischen Struktur von unterschiedlichen Nutzenarten ausgeht die den Nutzen eines Produktes für den Kunden ergeben.

So werden psychologischer Zusatznutzen und der stofflich-technische Grundnutzen unterschieden.

Die subjektiv empfundene Qualität des Wirtschaftsgutes wird unterschieden in Grund- und Zusatznutzenbestandteile.

Durch den Grundnutzen werden die Kundenbedürfnisse abgedeckt welche sich auf die funktionalen, physischen Eigenschaften des Produktes richten. Der Grundnutzen ermöglicht eine objektive Nachprüfbarkeit eines Produktes bezüglich funktioneller, wirtschaftlicher und technisch-stofflicher Gebrauchseigenschaften.

Für den Zusatznutzen unterscheidet man den Erbauungsnutzen aus einer persönlichen Sphäre sowie den Geltungsnutzen aus der Sozialsphäre.

Unterschiedliche Zusatznutzen

Ästhetische Produkteigenschaften, Ansprüche an das Design werden durch den Erbauungsnutzen abgedeckt. Der Geltungsnutzen deckt Kundenbedürfnisse an das Produkt bezüglich sozialer Eigenschaften wie Prestige ab.

Der Zusatznutzen eines Produktes kann durch sein mit emotionaler Werbung erschaffenes Image, sein Design etc. geschaffen werden der geistig-seelische Bedürfnisse, die Motivation befriedigt.

Man unterscheidet den persönlich bedingten Individualnutzen durch Besitzerstolz, Leistungsstolz, Befriedigung ästhetischer Bedürfnisse usw. sowie den sozialen Geltungsnutzen mit Zuneigung von oder zu anderen, Prestige, soziale Einflüsse und Zugehörigkeit.

Der Erbauungsnutzen kann unterteilt werden in Schaffensfreude durch die Leistung sowie Zuversicht aus der Wertung durch Harmonie, Ästhetik sowie Ordnung durch Ethik.

Der Nutzenbegriff wird in der Konsumentenforschung und auch bei der Produkinnovation innerhalb der Produktpolitik Anwendung.

Mit dem Zusatznutzen beschreibt man den Nutzen einer Bankleistung für den Bankkunden welcher über den Grundnutzen hinaus geht, also über die eigentliche Funktionalität der Finanzdienstleistung in Form von Zusatznutzen wie einem hohen Prestigewert.

Der Zusatznutzen wird vom nicht zusätzlich zum Grundnutzen angeboten, er liegt stattdessen in den zentralen Produktanforderungen des Verbrauchers auf Konsumgüter, Dienstleistungen etc. im Zusatznutzenbereich.

Beispiele hierfür sind Schmuck, Kleidung, Einrichtungsgegenstände, Einrichtungsgegenstände, Konzertbesuchen etc.

Bei einer ausgereiften Produkttechnik kann der Zusatznutzen die einzige Möglichkeit sein ein Produkt zu profilieren gegenüber Konkurrenzprodukten. So spielt der Zusatznutzen innerhalb der Imagepolitik eine große Rolle.

Finanzbuchhaltung

Finanzbuchhaltung

Bei der Finanzbuchhaltung spricht man auch von der kaufmännischen oder Geschäfts-Buchhaltung.

Anders als die Betriebsbuchhaltung ist sie Teil des (Bank-) Rechnungswesens bei dem alle Wertbewegungen, Geschäfte zwischen einer Bank und ihrer Umwelt erfasst und verrechnet werden.

Die Finanzbuchhaltung wird größtenteils elektronisch durchgeführt.

Die gegensätzliche Betriebsbuchhaltung befasst sich hingegen ist erster Linie nur mit betriebsinternen Abläufen wie Kosten und Leistung in der Betriebsabrechnung.

Skalenertrag

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Skalenertrag

Bei dem Skalenertrag handelt es sich um ein Niveaugrenprodukt. Man spricht auch im Englischem vom „returns to scale“.

Die Änderung des Outputs, der Produktionsertrag, ensteht dadurch, dass man bei einer gegebenen Produktionstechnik alle Faktoreinsatzmengen in einem gleichen Verhältnis variiert.

Kommt es zu einem Wachstum der Produktionsmenge im proportionalen, überproportionalen oder unterproportionalen Verhältnis zum Faktoreinsatz dann spricht man von konstantem, zunehmendem oder abnehmenden Skalenertrag.

Auf Englisch auch „constant, increasing or decreasing returns of scale“.

Kalkulatorischer Unternehmerlohn

Kalkulatorischer Unternehmerlohn

Unter dem kalkulatorischen Unternehmerlohn versteht man das Entgelt welches aus dem Jahresgewinn entnommen wird bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften, welche für ihre Mitarbeit im Unternehmen kein Gehalt/Aufwand bezahlt wird.

Bei einer offenen Handelsgesellschaft wird so beispielsweise im Gesellschaftervertrag die Gewinnverteilung festgelegt.

Aus der Kostenrechnungssicht erachtet man man die Tätigkeit des Unternehmers als betriebsnotwenidg. Daher müssen die Kosten für die Arbeitsleistung angesetzt werden.

Für die genau Ermittlung des kalkulatorischen Unternehmerlohnes als Zusatzkosten, setzt man vergleichbare Tätigkeiten an, für welches sonst regulär Gehälter gezahlt werden.

Handelt es sich um Kapitalgesellschaften so wird den Mitglieder der Unternehmensführung ein reguläres Gehalt gezahlt.
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Spezialisierung

Spezialisierung

Unter einer Spezialisierung versteht man in der Wirtschaftssoziologie die Darstellung, Erfassung, Beschränkung bzw. Entwicklung von bestimmten Tätigkeiten, Eigenschaften, Merkmalen, Aufgaben usw.

Durch eine fortschreitende Arbeitsteilung versteht man unter der Spezialisierung eine Einschränkung auf die zu verrichtenden einzelnen Teilaufgaben bzw. Teilarbeiten die aus umfassenderen Arbeiten und Aufgabe ausgegliedert sind bei einer gleichzeitigen Steigerung der hierfür erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnisse.

In Folge der funktionellen und strukturellen Differenzierung von sozialen Systemen erfolgte eine Aufgliederung von Rollen und Positionen in arbeitsteilig differenzierte.

Fremdkapital

Fremdkapital

Lieferantenverbindlichkeiten, Rückstellungen, passive Rechnungsabgrenzungsposten, Bankschulden werden zum Fremdkapital gezählt.

Der englische Begriff für Fremdkapital lautet „borrowed capital“ oder auch „dept“.

Unter dem Fremdkapital versteht man die Gesamtsumme der Geldmittel welche man über Fremdfinanzierung aufnimmt. Diese Geldmittel werden von Lieferanten, Dritten und Banken zur Verfügung gestellt.

Man unterscheidet zwischen kurz, mittel und langfristigem Fremdkapital, abhängig von der Fristigkeit des Fremdkapitals.

Das Grundkapital kann durch die Ausgabe neuer Aktien durch den Vorstand erhöht werden, in der Höhe des genehmigten Kapitals, mit der Zustimmung des Aufsichtsrates.

Es handelt sich bei dem Grundkapital um Mittel welche nicht von dem Unternehmen, den Aktionären oder den Unternehmensinhabern aufgebracht werden, vielmehr werden sie von anderer Seite bereit gestellt wie beispielsweise durch Kredite, Anleihen oder Schuldscheindarlehen.

Der Gegensatz vom Fremdkapital wird durch das Eigenkapital gebildet.

Anders als beim Eigenkapital besteht beim Fremdkapital kein Haftungsverhältnis. Beim Fremdkapital besteht nur das Anrecht auf den Erhalt des vertraglich vereinbarten Nutzungsentgelts für seine Überlassung/Zinsen und nominale Rückzahlung , daher spricht man auch vom Gläubigerkapital.

Das durch Schuldenaufnahme finanzierte Kapital eines Unternehmens wird auch als Gläubigerkapital bezeichnet.

Betriebsmittel

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Betriebsmittel

Die Betriebsmittel in der Kostentheorie und in der Produktionstheorie unterscheiden Faktoren die einem einzigen Produktionsvorgang verzehrt werden als Betriebsstoffe und Faktoren die im Laufe der Zeit für viele Produktionsvorgänge genutzt werden.

Man spricht bei diesen Unterschieden von Verbrauchsfaktoren und Repetierfaktoren auf einer Seite und auf der anderen Seite von Potentialfaktoren und Gebrauchsfaktoren.

Den Betriebsmitteln werden Sachgüter/Güter zugeordnet die im Produktionsprozess eingesetzt werden. Dabei gehen diese meist nicht mit ihrer Substanz in eine Produktionseinheit ein, stattdessen sind sie nur langfristig anteilig beteiligt.

Beispiele für Produktionskosten dieser Art sind Maschinen, Gebäude, Grundstücke, Werkzeuge etc.

Sind Betriebsmittel aufgebraucht so werden sie durch Ersatzinvestion/Investition wieder neu beschafft.

Bilanzmanipulationen

Bilanzmanipulationen

Bilanzmanipulationen, im Englischen „creative accounting“, bezeichnet Maßnahmen die den Spielraum die den bilanzpolitischen Spielraum überschreiten und Bilanzen manipulieren.

In einem geringen Umfang sind in der Steuerbilanz und in der Handelsbilanz Bewertungsspielräume und Bilanzierungswahlrechte in der Steuerbilanz vom Gesetzesgeber vorgesehen. Werden diese Grenzen überschritten spricht man von Bilanzmanipulationen.

Werden Vermögensanlagen und Finanzverhältnisse durch eine kaufmännische Bilanz falsch dargestellt so können Kunden, Banken, Anteilseigner und Lieferanten zu Fehlentscheidungen verleitet werden.

Kommt es durch unvollständige oder gefälschte Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Vermögensübersichten zur Erlangung von Krediten so ist der Tatbestand und Straftatbestand des Kreditbetruges erfüllt.

Wird die Buchführung vom Unternehmer vernichtet so spricht man von einer Urkundenunterdrückung, da die Buchführung als eine Urkunde eine Beweisfunktion besitzt.

Kommt es durch die Manipulation der Eingabe von Daten oder in der Verarbeitungsphase der Daten durch ein spezielles Programm zur Erlangung vermögensrechtlichen Vorteilen ist der Tatbestand des Computerbetruges gegeben.

Ein Computerbetrug kann durch Geldstrafe oder Freiheitsstrafe bestraft werden.

Überweisung

Überweisung

Unter einer Überweisung versteht man einen Auftrag der über ein Formular erteilt wird, des Inhabers eines Girokontos oder Kontokorrentkontos zu Lasten seines Kontos mit einem bestimmten Betrag auf das Konto eines anderen bei einem beliebigen Kreditinstitut.

Es handelt sich um einen Kaptialtransfer über das Verrechnungsnetz von Banken, der von dem Bankkonto des Auftraggebers auf das Bankkonto des Zahlungsempfängers erfolgt.

Der Kontoinhaber verfügt über sein Guthaben bei einer Bank, Kreditinstitut oder Postcheckamt und transferiert einen Betrag auf ein anderes Konto.

So gibt es EUROPA-Überweisungen, AVZ-Überweisungsystem, TARGET-Überweisungssystem, Zahlungsaufträge im Aßenentwirtschaftsverkehr etc.

Es handelt sich bei der Überweisung um ein bargeldlosen Zahlungsverkehr im Giroverkehr.

Für die Begleichung der Geldschuld muss der Überweisende jedoch ein Konto besitzen und das Konto des Empfängers bekannt sein.

Es ist auch auch eine Überweisung in Form eines Lastschriftverfahrens möglich. Hierbei ermächtigt der Schuldner dem Gläubiger durch ein Einziehungsermächtigungsverfahren den geschuldeten Betrag durch seine Banke bei der Bank des Schuldner einzuziehen.

Der Schuldner ermächtigt seine Bank zur Zahlung.

Beim Abbuchungsverfahren beauftragt der Schuldner seine Bank den Betrag auf die Bank des Gläubigers über den Giro-Weg zu überweisen.

Bilanzielle Abschreibungen

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Bilanzielle Abschreibungen

Bei bilanziellen Abschreibungen handelt es sich um Abschreibungen welche entsprechend den Rechnungslegungsgrundsätzen im Jahresabschluss vorgenommen werden in Form von planmäßigen und außerplanmässigen Abschreibungen.

Als Basis dienen historische Herstellungs- und Anschaffungskosten.

Die bilanziellen Abschreibungen werden von den kalkulatorischen Abschreibungen abgrenzt.

Die kalkulatorischen Abschreibungen können auch auf der Basis von Wiederbeschaffungskosten und durch andere Abschreibungsmethoden bestimmt werden.

Bankgeschäfte

Bankgeschäfte

Bankgeschäfte sind Geschäfte welche den von Banken festgelegten Unternehmenszielsetzungen entsprechen.

Es sind Beziehungen des KWG (Kreditwesengesetz) nach § 1 für solche Geschäfte welche ein Unternehmen, dass eines oder mehrere dieser Art betreibt zum Kreditinstitut macht. Eine Voraussetzung hierfür ist, dass ein auf kaufmännische Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb vorliegt. Weiterhin wird eine Beaufsichtigung entsprechend dem KWG unterstellt.

Geld

Geld

Geld ist ein allgemein anerkanntes Zahlungs- und Tauschmittel auf welches sich eine Gesellschaft verständigt. Dabei ist Geld ein gesetzlich Zahlungsmittel wenn man durch die Rechtsordnung verpflichtet ist es anzunehmen um eine Schuld mit rechtlicher Wirkung zu tilgen. Geld und Zahlungsmittel sind so Aktiva.

Der Euro ist im Euro-Währungsraum das gesetzliche Zahlungsmittel.

Das Eurosystem sieht vor, dass nur die Zentralbanken Euro-Bargeld schaffen und in Umlauf bringen dürfen.

Durch Geld kommt es zu einer Einigung auf einen Zwischentauschgut. Anders als durch den Tausch von zwei Leistungen können so Kauf und Verkauf getrennt werden. Es spielte beim Übergang von der Naturaltauschwirtschaft zur Geldwirtschaft eine zentrale Rolle. Geld ist so ein Medium, welches anfänglich durch aufbewahrfähige Güter realisiert wurde als Warengeld in Form von Schmuck, Fellen, Ölen etc.

Erst durch die Entwicklung des Handelsverkehrs und durch die Arbeitsteilung ersetzte man das Warengeld durch Finanzaktiva wie Münzen, staatliche und private Banknoten, Giralgeld mit täglich fälliger Sichteinlage bei Geschäftsbanken etc.

In heutigen modernen Geldverfassung erfolgt die Geldschöpfung durch die Zentralbank als Zentralbankgeld oder durch das Banksystem als Giralgeld. Der Schuldner erhält durch das Nutzen von gesetzlichen Zahlungsmitteln die Möglichkeit nicht in Verzug zu geraten.

Die Funktionen von Geld

Dem Geld fallen verschiedene Funktionalität zu.

Zu den Grundfunktionen gehört die Rechenmittelfunktion. Es erfolgt eine Gleichsetzung einer Geldeinheit mit einem Nominalwert von eins, dadurch kann die Anzahl der möglichen Naturaltauschraten, welche bei n Güterarten beinahe die Hälfte des Quadrats von n entspricht auf n Geldpreise verringert werden. Es ist allerdings auch möglich das die Funktion als Rechenmittel im Tauschverkehr durch ein abstraktes Maß vorgenommen wird. Daher ist dies Funktion nicht konstitutiv für das Wesen des Geldes.

Dem Geld kommt auch die Tauschmittelfunktion zu. Für das Geld ist die Eigenschaft und Funktion als transaktionsdominierendes Tauschmittel konstitutiv für sein Wesen. Hier durch erhält das Geld den höchsten Liquditätsgrad von eins. Das bedeutet, dass Geld ohne Abschlag zum Nominalwert abgenommen wird. Marktteilnehmer können so Transaktionskosten und Informationskosten über die Möglichkeiten des Marktes. Geld erweitert somit als Tauschmittel durch die Kostenersparnis bei gegebener Faktorausstattung den Bereich von realen Produktionsmöglichkeiten in einer Volkswirtschaft.

Weiterhin kommt dem Geld eine Wertbewahrungsfunktion zu. Durch diese kann die Kaufkraft intertemporal und interregional transportiert werden. Man kann diese Funktion auch durch andere Aktiva erfüllen. Häufig sogar besser, da bei einem sinkendem Wert des Geldes nur der Nominalwert, aber nicht der Realwert erhalten bleibt, welcher entscheidend für die Qualität der Wertaufbewahrung maßgeblich ist.

Viral Marketing

Viral Marketing

Das virale Marketing ist eine Bezeichnung für ein Konzept der Vertriebs- bzw. Kommunikationspolitik im Marketing.

Man spricht auch vom Organic Marketing, Aggregation Marketing, Virus Marketing oder Propagation.

Das Ziel von viralem Marketing ist es die Kunden zu animieren von sich aus Werbekommunikation über Produkte und Dienstleistungen in elektronischer Form weiter zu verbreiten. Hierzu kann eine Vielzahl von Methoden und Techniken verwendet werden.

Dabei basiert Viral Marketing auf dem Prinzip der Mundpropaganda oder Word-of-Mouth. Hierbei werden Informationen über Leistungen und Produkte eines Unternehmens persönlich von Konsumenten weitergegeben.

Man verwendet die Bezeichnung „Virus“, da sich die Botschaften schnell und effizient digital über die Kommunikationsnetze verbreiten sollen.

Wichtig hierbei ist der Inhalt der Botschaft, diese sollte den Sender und Empfänger nutzbringend bzw. emotional ansprechen sein.

Durch das virale Marketing kann die Verbreitung von Werbeinformationen exponentiell steigen.

Mögliche Übertragungskanäle für das Viral Marketing sind Webseiten, E-Mail, Foren, Blogs, Chatsrooms, Short Message Service SMS, Apps etc.

Innovation

Innovation

Unter dem Begriff „Innovation“ versteht man in der Wirtschaftssoziologie eine Neuerung, Übernahme, Durchsetzung , Anwendung und Hervorbringung von neuen Ideen und Techniken von bisher unbekannten Produkten und Rollen in einem sozialen System bzw. Subsystem.

Dabei kann die Innovation zur Norm und Routine werden, wenn die Umwelt eine gesteigerte Innovationsbereitschaft aufweist. Die Innovationsinitativen gehen meist von kreativen Einzelnen, den sogenannten Innovatoren aus.

Innovationen können betriebswirtschaftlich gesehen Produkte am Markt als Produkt-Innovation oder auch als Prozess in Form von Prozess-Innovationen für ein Unternehmen sein.

Durch Produkt-Innovationen können Unternehmen ihre Wettbewerbsposition verteidigen bzw. ausbauen.

Verfahrens-Innovationen dienen der Steigerung der Produktivität.

Dabei kann die Innovation auch nur subjektiv neu sein, also für den Betroffenen etwas Neues darstellen.

Die Innovation aus der Sicht des Marketings kann eine Produkt- und Verfahrensinnovation sein bei dem man formal Ergebnisse als Produkte und Prozesse als Verfahren trennen kann. Die Trennung ist in der Realität jedoch nicht immer strikt gegeben, so könnte eine Produktinnovation beim Herstellter zu einer Verfahrensinnovation beim Konsumenten/Verbraucher werden.

Beim Marketing handelt es sich meistens um eine Produkt-Innovation bzw. um Innovationsmanagement.

Das Innovationsmanagement und die Innovationsorganisation sind nötig, da es Innovationen nicht nur mit Chancen, sondern auch mit Risiken verbunden sind.

Dienstleistungsangebote können zeitgleich Produkt und Verfahren sein.

Die Prozess-Innovationen können auch in Form von verändertem menschlichem Verhalten vorliegen, wie ein umweltorientiertes Konsumentenverhalten, organisatorischen Regeln etc. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Sozial-Innovationen.

Für den Markteintritt, die Entwicklung und den Test kann es auch zu spezifischen Innovationsproblemen kommen. Diese sind nicht abhängig davon inwieweit die Zielgruppe bzw. Unternehmen damit schon vertraut sind.

Inventionen sind punktuelle Ereignisse anders als Innovationen laufen sie mit der Zeit ab, man spricht hier auch von einem Phasenverlauf.

Die Phasen können weiter unterteilt und nach ihren Problemen, Zielen und Lösungsmöglichkeiten hin untersucht werden.

In Industrienationen sind Innovationen eine wichtige Grundlage des Wohlstandes die an sozialpsychologische, wirtschaftspolitische (Grad des Wettbewerbes) sowie institutionelle (Patentsystem) Dinge gebunden sind.

Unterscheidung von Innovationen

Innovationen können unterschieden werden nach dem Grad ihrer Neuheit.

Zu den Basis-Innovationen gehören grundlegend neue wie die Entwicklung von Mikroprozessoren oder dem Düsenantrieb.

Folge-Innovationen sind beispielsweise Modellwechsel wie bei der Produktion von Autos oder auch Steigerung der Leistung bei Computern

Es kommt auch zu zahlreichen Zwischen-Formen die abhängig von den Innovationszyklen und Innovationswiderständen wie der S-Kurve geprägt sind.

Ist eine Innovation mit eine großen Umstellung verbunden so spricht man von einer radikalen Innovation. Beispielsweise wenn sich das neue Produkt von dem bisherigen angebotenem Programm unterscheidet, also einer Diversifikation. Es wird im Unternehmen eine neue unvertraute Technologie verwendet, um einen neuen Markt bedienen zu können.

Die Inkremental-Innovationen sind hingegen Routineerneuerungen bei der die Innovationshöhe eher gering ist. Eine derartig eher geringe Veränderung kann eine Änderung am Design sein, der Verpackung etc.