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Devisenmarkt

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Devisenmarkt

Der Devisenmarkt beschreibt einen Markt auf dem verschiedene Devisen gegeneinander oder gegen Inlandswährung gehandelt werden. Es handelt sich also um den Ort für den Tausch von Devisen, konkret die Devisenbörse (Börse) neben dem Freiverkehrsmarkt und Handel zwischen Banken und Nichtbanken.

So entstehen Preise die als Devisenkurse oder Wechselkurse bezeichnet werden. Abhängig von der vertraglichen Vereinbarung über den Zeitpunkt der der Erfüllung eines Devisengeschäftes unterscheidet man zwischen Devisenkassengeschäften, wen die Beträge unverzüglich anzuschaffen sind sowie Devisentermingeschäften bei denen die Anschaffung der Beträge zu einem späteren Zeitpunkt vereinbart sind.

Die Kurse heißen dementsprechend Kasse- bzw. Terminkurse. Eine Kombination beider Geschäfte dem Kauf am Kassamarkt und Verkauf am Terminmarkt bzw. andersherum bezeichnet man als Swapgeschäft.

Die Bundesbank hat als Instrument auf dem Devisenmarkt die Swappolititk neben Outrightgeschäften.

Der kleinere Teil der Geschäfte wird an den Devisenbörsen abgewickelt, der größere direkt zwischen den Banken.

Für jede notierte Währung wird an den deutschen Devisenbörsen ein amtlicher Kassakurs festgestellt. Diesen nutzen Banken als Basis für das Devisengeschäft mit den Kunden.

Zu den zentralen Handelsplätzen zählen London, New York und Tokio.

 

Dienstleistungssektor

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Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor oder auch tertiärer Sektor ist eine zusammenfassende Kennzeichnung der Wirtschaftszweige welche Dienstleistungen produzieren. Bei der institutionellen Abgrenzung der Semantik der Wirtschaftszweige zählt man Handel, Verkehr und Nachrichtenübermittelung, Kreditinstitute und Versicherungen, Wohnungsvermietung, sonstige Unternehmen oder freie Berufe welche Dienstleistungen erbringen, Organisationen ohne Erwerbscharakter und private Haushalte, Gebietskörperschaften und Sozialversicherung.

Der Dienstleistungssektor kann alternativ an den Merkmalen der Berufsfunktion der Erwerbstätigen abgegrenzt werden als funktionale Abgrenzung. Typische Dienstleistungsberufe sind hier Techniker, Kaufleute, Ingenieure, Verwaltungskräfte, Verkehrsberufe sowie Gesundheits- und Erziehungsberufe.

Statistisch stellt der Dienstleistungssektor bei der funktionalen Abgrenzung sich umfangreicher dar als bei der institutionellen Abgrenzung, da die Beschäftigen in den Industrieunternehmen (sekundärer Sektor) welche Dienstleistungsfunktionen ausüben statistisch gleichermaßen als Industriebeschäftigte erfasst werden.

Soft Skills

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Soft Skills

Soft Skills beschreiben sogenannte weiche Fähigkeiten und ergänzen im Management die Hard Skills (harte Fähigkeiten) wie eine Methodenkompetenz oder Fachkompetenz.

Das Ziel des Einsatzes von Soft Skills ist es die Motivation zu erhöhen und Widerstandskomponenten zu senken wodurch die Kooperationsneigung um und in einer Organisation erhöht werden.

Soft Skills spielen eine große Rolle in der Personalführung, bei Durchsetzung von Change Management und Innovationsfähigkeit.

Die Soft Sills bezeichnen eine nicht abschließend definierte Vielzahl persönlicher Werte wie Verlässlichkeit, Respekt und Fairness, persönliche Eigenschaften wie Freundlichkeit, Geduld und Gelassenheit sowie individuelle Fähigkeiten wie Kritikfähigkeit, Begeisterungsfähigkeit, Zuhören sowie soziale Kompetenz in Form vom Umgang mit anderen Menschen wie Teamfähigkeit, Empathie oder Kommunikationsfähigkeit.

Die Soft Skills verbessern die Mitarbeiter und Führungskräfte bezüglich ihrer Motivation und Kooperation in Unternehmen. Es gibt Überschneidungen von Soft Skills und Sozialkompetenz, allerdings gehen Soft Skills mit den Eigenschaftsdimensionen und individuellen Fähigkeiten darüber hinaus. Außerdem unterscheiden sich Soft Skills als personenbezogene Dimensionen von weichen Faktoren welche das Ergebnis von gruppendynamischen Prozessen sind.

Gutes Management weißt neben den Hard Skills auch Soft Skills auf.

Erlös

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Erlös

Erlös beschreibt im Rechnungswesen auf besonderen Ertragskonten ausgewiesene Gegenwerte aus Verpachtung, Verkauf, Vermietung von Proudkten sowie Dienstleistungen vermindert umd Umsatzsteuer und Erlösschmälerungen (Umsatzerlös). Dabei umfassen die Erlöse in der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) die Umsatzerlöse und auch einen Teil der sonstigen betrieblichen Erträge. Bei einem Liquidiationsverkauf kann der Erlös einen steuerpflichtigen Liquidationsgewinn enthalten.

Der Gegenbegriff zu Erlös sind die Kosten, so setzt sich die Begriffsfassung zunehmend durch mit der Folge, dass der Begriff der Leistung als früher dominierender Gegenbegriff (Kosten- und Leistungsrechnung) nun mehr als Mengengerüst der Erlöse gekennzeichnet ist.

Bei den Erlösarten ist der Erlös ein Teil des Gesamterlöses für bestimmte Entgeldkomponenten (Teilpreise) die anfallen wie zum Beispiel die Grundgebühr und leistungsabhängige Gebühr für Fernsprechleistungen.

Der Umsatz ist das mathematische Produkt aus Preis p und Menge x in der Formel U = p * x. Mit dieser Definition erhält man die Erlös- und Umsatzfunktion. Im Mengenanpasser-Fall bei einem gegebenen Marktpreis (und konstantem Grenzumsatz) P zur linearen Umsatzfunktion U = P * x.

Bei linearer Preisabsatzfunktion x(p) = a -bp und demnach p(x) = a/b – x/b (inverse Preisabsatzfunktion) zur Umsatzparabel U = p(x)/x=(a/b – x/b)*x = ax/b – x^2/b mit der linearen Grenzumsatzfunktion dU/dx=a/b-2x/b

Marktstruktur

Marktstruktur

Die Marktstruktur beschreibt das Gefüge eines Marktes, welches durch morphologische Elemente (Marktformen), durch Entwicklungsphasen des Marktes und Marktverhaltensweisen bestimmt wird. Die Marktstruktur ist bedeutend für die Klärung der Preisbildung und als Bestimmungsgröße für den Wettbewerbsgrad eines Marktes. Sie ist also eine wettbewerbstheoretische und wettbewerbspolitische Größe.

Servicepolitik

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Servicepolitik

Servicepolitik beschreibt Dienstleistungen welche unmittelbar mit den Waren verbunden sind oder ein selbständiges Angebot sind. Es werden Servicechancen für Unternehmen eröffnet aufgrund von zunehmender Bequemlichkeit und abnehmender Funktionsdurchschaubarkeit sowie zunehmender Produktkomplexität.

Auf diese Weise verlagern sich Gewinnmöglichkeiten auf den Service. Nicht nur bei Industriegütergeschäften, sondern auch bei Konsumgütergeschäften spielt die Servicepolitik eine immer größere Rolle.

Mittel der Servicepolitik sind Beratung, Warenauswahl, Warenpräsentation sowie Verpackung (wie Geschenkverpackung, Tragetaschen etc.), die Zustellung, Reklamation und Warenrücknahme, Raumgestaltung, Auswahlsendungen, Inzahlungnahme gebrauchter Waren, Zugaben, Wartung, Installation und Reparatur

Ökologische Nachhaltigkeit

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Ökologische Nachhaltigkeit

Mit dem Begriff der ökologischen Nachhaltigkeit beschreibt man einen rücksichtsvollen und weitsichtigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Typisch für eine ökologische Nachhaltigkeit ist, dass man sich auf den Gesundheitszustand und das Überleben von Ökosystemen bezieht. So kann der Gesundheitszustand dynamisch, multiskalar, umfassend oder hierarchisch als Messwert von Vitalität, Widerstandsfähigkeit und Organisation eines ökologischen Systems verstanden werden.

Wird hingegen die ökologische Nachhaltigkeit vernachlässigt, so werden bestimmte Ressourcen unwiderruflich zerstört bzw. unbrauchbar gemacht und auch weitere mögliche Entwicklungen werden vernichtet.

Sozio-Marketing

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Sozio-Marketing

Sozio-Marketing beschreibt ein „Deepening“ des kommerziellen Marketings also Ausweitung des unternehmerischen Zielsystems über die Grenzen von rein ökonomischen Grenzen hinaus. Dabei werden spezielle Aspekte des Umweltschutzes berücksichtig. Auch kommt es zu einem „Broadering“ bei dem das Gedankengut des kommerziellen Markteings übertragen wird auf nicht erwerbswirtschaftliche Institutionen.

Man spricht in der englischen Literatur auch von „Social Marketing“ man unterscheidet hier jedoch anders als in der deutschen Literatur nicht weiter ob sich bei dem Träger des nicht kommerziellen Marketing um ein Unternehmen bzw. eine Verwaltungseinrichtung der öffentlichen Hand oder eine sonstige Einzelwirtschaft mit überwiegend sozialwirtschaftlicher Funktion handelt. Man unterscheidet im deutschsprachigem Raum das nicht kommerzielle Marketing in ein Marketing der öffentlichen Hand und das Sozio-Marketing.

So sind die Träger des Sozio-Marketing nicht erwerbswirtschaftliche gemeinnützige, kulturelle, politische oder religiöse Institutionen oder Aktionen welche auf einen sozialen Wandel hinarbeiten wie beispielsweise die Aktion „Gib AIDS keine Chance“ oder wie beim Roten Kreuz ein einstufiger Problemlösungsansatz der konkrete soziale Problem lösen soll. Weitere eigene Aktionen die Veränderungen hervorrufen wollen sind Aktion Sorgenkind, WWF, Greenpeace etc.

Zum Sozio-Marketing gehört ein integrierter Planungs- und Implementierungsprozeß der nicht nur auf kommunikative Aktivitäten beschränkt bleibt. So werden im Rahmen der Produktpolitik Leistungen materieller und immaterieller Art entwickelt die als Ausgangspunkt für weitere Aktivitäten des Sozio-Marketings genutzt werden wie zum Beispiel Ideen, Manifeste, Visionen, Zielkataloge etc.

Gemeinkosten

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Gemeinkosten

Gemeinkosten beschreibt Bankkostenarten welche im Rahmen der Kostenstellenabrechnung und der Stückkalkulation, anders als die Einzelkosten, nicht direkt oder unmittelbar Hauptkostenstellen (wie Leistungsabteilungen der Bank) oder Kostenträgern (wie einzelnen Bankleistungen) zugerechnet werden können, da sie die einzelnen Kalkulationsobjekte sehr unterschiedlich und somit ungleichmäßig beanspruchen.

Es muss vielmehr eine Umlage dieser Kosten stattfinden auf die Kostenträger oder oder Kostenstellen und zwar nach einem sinnvollen und plausiblen Verteilungsschlüssel (wie Kosten- und Erlöszurechnung).

Insbesondere bei Banken ist der Anteil der Gemeinkosten an den Gesamtkosten relativ hoch, so das eine Kostenschlüsselung immer fragwürdig bleibt.

Man verzichtet daher bei Verfahren der Teilkostenrechnung auf Kostenumlagen und verrechnet vielmehr unmittelbar die Einzelkosten nach Grenz-, Deckungsbeitrags- und relative Einzelkostenrechnung.

Die Gemeinkosten beschreiben betriebliche Kostenträger in Form von Dienstleistungen und Produkten welche nicht unmittelbar und eindeutig dem Anfall und der Höhe nach zugerechnet werden können wie zum Beispiel Verwaltungskosten, Betriebskosten oder Personalgemeinkosten. Sie werden mit Hilfe von Zuschlagsätzen oder Umlageschlüsseln verrechnet.

Bei unechten Gemeinkosten handelt es sich um einen Sonderfall, da es sich hier um Einzelkosten handelt die aufgrund von wirtschaftlichen und praktischen Gründen nach ihrem nachrangigen Wert als Gemeinkosten behandelt werden wie zum Beispiel Verbrauchsgüter oder Kleinteile.

Direktvertrieb

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Direktvertrieb

Der Begriff Direktvertrieb beschreibt eine klassisch, institutionell abgrenzte Distributionsform mit der Waren und Dienstleistungen ohne eine Schaltung von Absatzmittlern direkt an potentielle Kunden abgesetzt werden. Dabei steht die unmittelbare Geschäftsbeziehung zwischen Anbieter und Nachfrager im Mittelpunkt aus Sicht des Anbieters.

Aber auch andere Merkmale können zur Abgrenzung herangezogen werden im Sinne der Vertriebsmittelpolitik.

Man setzt auf Außendienstmitarbeiter (ADM) die vor allem im persönlichen Verkauf und Telefonverkauf die Waren und Dienstleistungen absetzen. Dabei ist der Verkauf in erster Linie anbieterinitiiert und findet mit oder ohne Terminvereinbarung überwiegend in der Wohnung der Zielperson statt (Gruppen oder Einzelpersonen) oder auch auf der Straße als Straßenhandel oder Heimdienst.

Dabei sind die Erscheinungsformen des Direktvertriebs nicht homogen. Ihre Heterogenität resultiert aus dem Bemühen direktvertreibender Unternehmen die qualitative und quantitative Ausgestaltung der Instrumente dem typischen Nachfrageverhalten der angesprochenen Nachfragersegmente anzupassen.

Es kommt im hohen Maße zu präferenzpolitischen Aktivitäten aufgrund des unmittelbaren Kundenkontaktes. So spielen die anvisierte Zielgruppe, Wettbewerbsbedingungen auf dem zu bearbeitenden Markt, das strategisch ausgerichtete Direktmarketingkonzept etc. eine große Rolle ebenso wie die Struktur des angebotenen Sortimentes, der Vorbereitungsgrad der Kaufverhandlungsphase sowie angestrebte Stabilität der Kundenbeziehung beeinflussen die operative Ausgestaltung des absatzpolitischen Instrumentariums maßgeblich.

Operations research

Operations research

Der Begriff Operations research (OR) in der Wirtschaftssoziologie stammt aus dem zweiten Weltkrieg in England und USA nannte man als Hilfsmittel für strategische Entscheidungen diese Entwicklung die nach dem Kriegsende zunächst in den USA und später in Europa in der Wirtschaft und Wissenschaft angewendet wurde.

So sind die typischen Merkmale des OR Modellanalytische (Modell) Vorgehensweise, dabei enthält das zu entwickelnde Systemmodell zunächst nur die grundsätzliche Struktur und die quantifizierten Daten des realen Problems.

Der Einsatz ist ein systematischer, meist mit mathematischenMethoden und Algorithmen ( Algorithmus) zur Analyse der Handlungsalternativen und zur Lösung des modellierten Problems. –

Es kommt so zu einer Unterbreitung eines hinsichtlich einer vorgegebenen Zielsetzung optimalen Entscheidungsvorschlages für das reale Problem.

Die OR ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, welche die Entwicklung von Modellen, die Anwendung vorwiegend mathematischer Planungsmethoden und die EDV-mäßige Implementierung von speziellen Algorithmen zur Analyse und Optimierung komplexer Problemstrukturen zum Gegenstand hat.

Die OR wird in den USA und Großbritannien vorwiegend unter „Management Science“ subsumiert wird und im Rahmen des „Business Administration“-Studiums gelehrt.

Dahinten ist die OR in der Wissenschaftssystematik des Deutschen Hochschulverbandes ein eigenständiges Teilgebiet der „Systemforschung und -technik“.

Sie gehört zu den Studienfächern der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaftler, der Informatiker und Mathematiker.

Der Begriff „Operations Research“ wird gern übersetzt mit  Unternehmungsforschung, Ablaufforschung, Planungsforschung, Verfahrensforschung, Optimalplanung.

Um 1940 wurden in der englischen Armee Wissenschaftler verschiedener Disziplinen (Mathematiker, Physiker, Ingenieure, Biologen) in „Operational Research Groups“ zur systematischen Erforschung und Vorbereitung militär-strategischer Maßnahmen zusammengefasst.

Hier ging es beispielsweise um die Untersuchung der Einsatzmöglichkeiten der Radartechnik und die Ermittlung optimaler Strategien auf der Basis mathematischer Analysen im Bereich der U-Boot-Abwehr, der Zusammenstellung von Geleitzügen und Bombergeschwader.

Die ersten Erfolge der OR-Gruppen im militärischen Bereich führten dazu, dass sich nach Kriegsende zunächst amerikanische Wirtschaftler mit OR befassten und auch im zivilen Bereich ökonomische Auswahlprobleme, die herkömmlich der Geschäftserfahrung und dem Fingerspitzengefühl des Entscheidenden vorbehalten waren, dem rationalen Kalkül der OR-Methoden zu unterworfen wurden.

Vor allem Großfirmen gründeten eigene OR-Abteilungen, die meist einem Vorstandsmitglied zugeordnet wurden. Auch deutsche Wirtschaftsverbände und Wissenschaftler interessierten sich bald für OR mit dem Ziel, dieses neue Gebiet an Hochschulen und Universitäten zu verankern, Institute und Lehrstühle zu schaffen sowie Ausbildungsprogramme zu installieren, die wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet vorwärts zu treiben und durch internationale Kontakte, Tagungen und Seminare allmählich Anschluss an den internationalen Standard zu gewinnen.

Lizenzgebühren

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Lizenzgebühren

Lizenzgebühren beschreiben die aus einem Lizenzvertrag zu zahlenden Entgelte für die Verwendung von Patenten und Lizenzen.

Bei der Kostenrechnung handelt es sich bei Lizenzgebühren um regelmäßig wiederkehrende meist mit der Beschäftigung steigende oder fallende Zahlungen die in der Regel als Sondereinzelkosten der Fertigung bzw. falls nach Umsatz abgerechnet wird als Sondereinzelkosten des Vertriebs erfasst werden.

Bei einmaligen Zahlungen werden diese aktiviert in der Höhe und von der Lizenzdauer abhängig so das hieraus eine Abschreibung (resultierende Abschreibungsbeträge) in der Kostenrechnung ergeben.

Im Umsatzsteuerrecht erbringt der Lizenzgeber mit der Überlassung eines Warenzeichens, Patentes etc. zur Verwertung durch den Lizenznehmer eine sonstige Leistung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Sie ist somit steuerpflichtig, sofern sie im Inland erbracht wird, der Ort der sonstigen Leistung ist in der Regel dort wo der Empfänger sein Unternehmen betreibt.

Entgeltliche Nebenleistungen die mit der Lizenz verbunden sind wie sachgemäße Erteilung von Ratschlägen oder Verbesserungsvorschlägen werden wie die Hauptleistung behandelt und stehen somit dem Lizenznehmer in Höher der gezahlten Lizenzgebühr enthaltener Umsatzsteuer auch als Vorsteuerabzug zu.

Nach dem Ertagsteuerrecht gilt bei Behandlung beim Zahlenden, dass die Lizenzgebühren bei dem der sie zahlt abzugsfähige Betriebsausgaben nach § 4 IV EStG darstellen, sie werden bei der Gewerbesteuer zu einem Viertel wieder dem Gewerbeertrag hinzugerechnet und somit zu einem bestimmten Umfang mit der Gewerbesteuer belastet nach § 8 Nr. 1 Buchstabe f GewStG ab 2008.

Bei der Behandlung beim Empfänger können Lizenzgebühren als steuerpflichtige Einkünfte aus selbständiger Arbeit sein nach § 18 I EStG sofern es sich um einen Einzelerfinder handelt der seine Erfindung selbst verwertet. In der Regel handelt es sich jedoch um Betriebseinnahmen eines gewerblichen Betriebes wie den Lizenzgebühren einer Einzelunternehmung oder einer Kapitalgesellschaft oder um Einkünfte aus der Verpachtung und Vermietung von Rechgten nach § 21 EStG sofern das lizenzierte Recht wie ein Patent geerbtes privates Vermögen ist.

Verfügungsrechte

Verfügungsrechte

Verfügungsrechte definieren ökonomisch betrachtet die in einer Gesellschaft anerkannten Handlungsspielräume und Handlungsanreize von Akteuren bezüglich knapper Ressourcen welche alternative Verwendungsmöglichkeiten haben. Aus volkswirtschaftlicher Sicht sind die Zuordnung und Definition von Verfügungsrechten maßgeblich für die Verteilung und Höhe des Wohlstandes in einer Gesellschaft.

Marktsegmentierung

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Marktsegmentierung

Marktsegmentierung beschreibt die Aufteilung des Gesamtmarktes nach bestimmten Kriterien in Käufergruppen bzw. Käufersegmente welche bezüglich ihres Kaufverhaltens oder kaufverhaltensrelevanter Merkmale in sich möglichst ähnlich (homogen) und untereinander unähnlich (heterogen) sein sollten.

Der Hauptzweck der Marktsegmentierung ist die Unterschiede zwischen Käufern aufzudecken und hieraus mögliche Schlussfolgerungen für segmentspezifische Marketingprogramme (Marketing) zu ziehen in Form eine Kundenstrukturanalyse.

So gibt es Markterfassungsstrategien mit deren Hilfe kaufverhaltensrelevante Segementierungskriterien ermittelt werden wie Religion, Geschlecht, Haushaltsgröße, Alter oder sozio-ökonomische Größen wie Bildung, Beruf und Einkommen sowie psychographische Kriterien wie Lebensstiel oder Merkmale der Persönlichkeit.

Segmentiert werden kann auch nach Responsemerkmalen und Kaufverhaltensmerkmalen wie Nichtkäufer, Käufer, Verhalten bezüglich nichtpreislicher Marketingsinstrumente, Preisbereitschaft, Preissensitität, Preisresponse, Sonderangebotsresponse und Preiseinstellung.

Durch eine Segmentierung nach allgemeinen Käufermerkmalen kann man leichter die Kriterien messen, nachteilig ist eine geringe prognostische Relevanz bezüglich des tatsächlichen Kaufverhaltens.

Wird nach dem Kaufverhalten bzw. Responsemerkmalen segmentiert so kann man unmittelbar relevante Kriterien für die Marktsegmentierung erfassen, aber sie auch relativ schwer beobachten und auf ihrer Basis gebildete Segmente nicht gezielt ansprechen.

Daher versucht man von den nach Kaufverhaltensmerkmalen definierten Segmenten Beziehungen zu finden zu den allgemeinen Käufermerkmalen und auf diese Weise neue Segmente zu definieren.

Man nutzt als statistische Methoden die Clusteranalyse, die Regressionsanalyse sowie die Diskriminanzanalyse, die multidimensinonale Skalierung (MDS) und AID-Analyse.

Ausstehende Einlagen (Einzahlungen)

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Ausstehende Einlagen (Einzahlungen)

Unter den ausstehenden Einlagen versteht man bei AG, KGaA, GmbH den noch nicht auf das Gesellschaftskonto eingezahlten Teil des gezeichneten Kapitals der Gesellschafter.
Also rechtlich Forderungen an die Gesellschafter.

Die eingeforderten Einlagen (Einzahlungen) sind somit auch wirtschaftlich Forderungen der Gesellschaft an die Gesellschafter und dementsprechend zu bewerten.

Die noch nicht eingeforderten ausstehenden Einlagen (Einzahlungen) stellen wirtschaftlich betrachtet einen Korrekturposten zum gezeichneten Kapital dar.

Gemäß § 272 I HGB werden ausstehende Einlagen (Einzahlungen) in der Bilanz auf der Passivseite von dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ offen abgesetzt als Nettoausweis.

So sind die eingeforderten Einlagen unter den Forderungen auf der Aktivseite gesondert auszuweisen und dementsprechend zu bezeichnen.

Auf der Passivseite der Bilanz werden die Posten „Gezeichnetes Kapital“ und „Nicht eingeforderte ausstehende Einlagen“ ausgewiesen. Nach der Saldierung beider Posten wird der verbleibende Betrag auf der Passivseite dem Posten „Eingefordertes Kapital“ aufgezeigt.

Die eingeforderten aber noch nicht gezahlten Beträge werden hierbei unter den Forderungen ausgewiesen.

Wurde das „Gezeichnete Kapital“ vollständig gezahlt so ist dieses unter dem Posten „Gezeichnetes Kapital“ aufzuzeigen.

 

Entrepreneurship

Entrepreneurship

Der Begriff Entrepreneurship beschreibt zum einen das Ausnutzen unternehmerischer Gelegenheiten und den kreativen sowie gestalterischen Prozess in einer Organisation bzw. einer Phase des unternehmerischen Wandels und zum anderen eine wissenschaftliche Teildisziplin der Betriebswirtschaftslehre.
So präsentiert die Entrepreneurship-Forschung (Gründungsforschung) als ein interdisziplinäres Forschungsgebiet.
Im Rahmen von Forschungsarbeiten kommen neben betriebswirtschaftlichen Theorien auch methodische Ansätze aus der Volkswirtschaftslehre, der Geografie, der Soziologie, der Psychologie sowie der Rechtswissenschaft zum Einsatz.

Flüssige Mittel

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Flüssige Mittel

Unter flüssigen Mitteln versteht man den Bestand an Geld- und Vermögenswerten die bei Bedarf in Geld gewandelt werden können, siehe Liquidität.

Zu den flüssigen Mitteln gehören Sichteinlagen, Wechsel (soweit sie diskontfähig sind), Kassenbestände sowie Schecks und (börsengängige) Wertpapiere.

Kostenvergleichsrechnung

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Kostenvergleichsrechnung

In der Investitionswirtschaft versteht man unter der Kostenvergleichsrechnung eine Methode mit der man 2 oder mehrere Investitionsalternativen auf Basis der erwarteten jährlichen Kosten hin vergleicht.
So werden bei unterschiedlicher Inanspruchnahme der Kapazitäten die jährlichen Kosten auf eine Produkteinheit umgerechnet.

Die Erträge der Investitionen werden nicht berücksichtigt. So sind die Erträge entweder von der gewählten Investition unabhängig und daher irrelevant für die Entscheidung oder der Nutzen ist nicht in Geldgrößen messbar und man muss ihn qualitativ beschreiben.

So kommt die Kostenvergleichsrechnung unter anderem bei der Ermittlung des kostengünstigsten Produktionsverfahren und bei der Wahl zwischen Eigenfertigung und Fremdbezug zum Einsatz.

Da die Kostenvergleichsrechnung leicht zu handhaben ist wird sie in der Praxis auch häufig eingesetzt.

Allerdings liegen ihre Grenzen in ihren Voraussetzungen, so kommt es zu einer Konzentration auf das Ziel der Kostensenkung welches in bestimmten Situationen sinnvoll ist, die aber nicht dazu führen darf, dass Erfolgspotentiale die für das Bestehen im Wettbewerb und Gesamtziel nötig sind vernachlässigt werden.

Auch nimmt man für jedes Jahr der Investitionsdauer die gleich hohen Kosten an. So finden von Jahr zu Jahr schwankende Kosten wie Einkaufspreise, Löhne, Verbrauchsmengen keine Beachtung. Man bildet entweder den Durchschnittswert aus Kosten aller Nutzungsjahre oder es werden werden die Kosten eines vermutlich typischen Nutzungsjahres als repräsentativ ausgewählt. Daher ist es problematisch den in der Praxis zu beobachtenden Brauch die Kosten des ersten Nutzungsjahres für alle Nutzungsjahre als gleich anzunehmen. Häufig sind gerade die Investitionswirkungen aus dem ersten Nutzungsjahr nicht repräsentativ.

Man bildet weiterhin den Kapitaldienst (die Summe der Abschreibungs- und Zinskosten) aus der Fiktion einer durchschnittlichen Kapitalbindung. So findet der zeitlichen Verlauf der Kapitalbindung (durch Auszahlungen) und der Kaptialfreisetzungen (durch Einzahlungen) keine Beachtung bei dem Verfahren der Kostenvergleichsrechnung, man sollte sich auf kleinere Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen bei denen es nur auf einen überschlägigen Vergleich der Kostenunterschiede ankommt beschränken.

Für andere Fälle sollte man dynamische Methoden der Investitionsrechnung nutzen.

Man kann die Kostenvergleichsrechnung auch ergänzen um kritische Werte.

Testgütekriterien

Testgütekriterien

Mit Hilfe von Testgütekriterien kann man beurteilen wie gut ein psychologischer Test ist. So unterscheidet man allgemein zwischen den Kriterien Objektivität, Reliabilität und Validität.

Die Objektivität eines Tests ist in dem Fall gegeben, wenn verschiedene Testleiter mit dem Test auf den Ebenen der Datengewinnung, -auswertung und -interpretation bei denselben Personen zu gleichen Ergebnissen gelangen. Also müssen die Unterschiede der Testergebnisse von Unterschieden zwischen den getesteten Personen und nicht von Unterschieden zwischen den Testleitern abhängen wenn eine Objektivität gegen sein soll.

Für die Reliabilität der Tests gilt das, was mit ihnen gemessen wird auch zuverlässig gemessen wird. Dieses ist der Fall wenn einzelnen Aufgaben eines Tests eine hohe Interkorrelation aufweisen, wenn parallele Formen des Tests bei denselben Personen zu gleichen Ergebnissen führen oder auch wenn eine Testwiederholung bei denselben Personen zu den gleichen Ergebnissen führt.

Eine Validität ist gegeben, wenn der Test das, was er zu messen vorgibt, auch tatsächlich misst. Dabei kann die Validität auf unterschiedliche Weise gemessen werden. Vor allem ist die Korrelation der Testdaten mit anderen Indikatoren des Geltungsbereichs (wie zum Beispiel das Vorgesetztenurteil) oder auch mit Ereignissen, die man prognostizieren möchte, wie zum Beispiel Ausbildungserfolg, Berufserfolg etc. wichtig.

Bei einer unzureichenden Objektivität und Reliabilität, kann auch die Validität nicht hoch ausfallen. Theoretisch denkbar und in der Praxis häufig vorkommen ist auch der Fall dass Verfahren mit hoher Objektivität und Reliabilität nicht valide sind.

Beschwerdemanagement

Beschwerdemanagement

Beschwerdemanagement beschreibt den systematischen unternehmerischen Umgang mit Kundenbeschwerden.

Die Ziele des Beschwerdemanagements liegen in der Stabilisierung gefährdeter Kundenbeziehungen und der Qualitätssicherung. Dabei sind zur Zielerreichung sind die Aufgaben des direkten und indirekten Beschwerdemanagementprozesses zu erfüllen.

Auch bedarf es einer konsistenten Gestaltung von personalpolitischen, informationstechnologischen und organisatorischen Rahmenbedingungen.

Weiterhin umfasst das Beschwerdemanagement die Planung, Durchführung und Kontrolle aller Maßnahmen, die ein Unternehmen im Zusammenhang mit Kundenbeschwerden ergreift.

Das Beschwerdemanagement zielt darauf ab, das Gewinn und Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens erhöht werden, eine Kundenabwanderung unzufriedener Kunden verhindert wird und man Beschwerden von Kunden nutzt als Hinweise auf betriebliche Schwächen und Marktchancen.

Zum Beschwerdemanagement gehören 8 Aufgabenbereiche, 4 davon beeinflussen direkt das Beschwerdeerlebnis des Kunden sie gehören zum direkten Beschwerdemanagementprozess mit Beschwerdestimulierung, Beschwerdeannahme, Beschwerdebearbeitung und Beschwerdereaktion.

4 weitere Aufgaben gehören zum  indirekten Beschwerdemanagementprozess welcher ohne den Kundenkontakt abgewickelt wird und für das Qualitätsmanagement entscheidend ist mit Beschwerdeauswertung, Beschwerdemanagement-Controlling, Beschwerdereporting und Beschwerdeinformationsnutzung.

Durch Beschwerdeauswertung und Beschwerdemanagement-Controlling gewonnenen Informationen werden im Rahmen des Beschwerdereportings den Entscheidungsträgern zugänglich gemacht. Hierzug bedarf es der Festlegung, für welche Zielgruppen (Geschäftsleitung, Qualitätssicherung, Marketingabteilung usw.), welche Auswertungen (quantitativ und qualitativ) in welchen Zeitintervallen (täglich, wöchentlich, monatlich) aufbereitet und weitergeleitet werden müssen. Eine systematische Beschwerdeinformationsnutzung sorgt dafür, dass die erfassten Beschwerdeinformationen auch tatsächlich für Verbesserungsmaßnahmen genutzt werden, dadurch dass sie systematisch in die Arbeit von Qualitätsverbesserungsteams und Qualitätszirkeln integriert werden.

Seit 2005 existiert eine internationale Norm zum Thema Beschwerdemanagement, die in Deutschland als DIN ISO 10002:2010-05 unter der Bezeichnung „Qualitätsmanagement – Kundenzufriedenheit – Leitfaden für die Behandlung von Reklamationen in Organisationen“ veröffentlicht wurde (DIN 2010).

Der direkte Beschwerdemanagementprozesses achtet durch Beschwerdestimulierung darauf mehr unzufriedene Kunden dazu zu bewegen ihre Probleme zu schildern, da meist nur wenige unzufriedene Kunden sich beschweren, dazu werden verschiedene Beschwerdekanäle eingerichtet, bei der Beschwerdeannahme achtet man auf die Organisation und Handhabung des Beschwerdevorganges, auch müssen die Mitarbeiter beim Erstkontakt mit dem Kunden über sozialpsychologische Kenntnisse zur Beruhigung der Situation verfügen und auf eine angemessene Problemlösung achten. Bei der Beschwerdeabarbeitung müssen die Bearbeitungsprozesse und Bearbeitungstermine eingehalten und überwacht werden. Auch muss es bei der Beschwerdereaktion Leitlinien geben sowie Verhaltensregeln die dem Kunden angeboten werden. Es gibt finanzielle Kompensationsangebote wie Preisnachlass oder Schadensersatz sowie materielle in Form von Reparatur und Umtausch und immaterielle in Form von Entschuldigung und Information. Wichtig ist es hier fallspezifisch fair zu agieren.

Beim indirekten Beschwerdemanagementprozess zeigen Beschwerden Hinweise auf Produktmängel auf sowie Marktchancen und Marktrisiken, hier müssen erhaltene Informationen analysiert und die Ergebnisse systematisch bereitgestellt werden für unternehmerische Entscheidungen. Die Bescherdeauswertung wird hier quantitativ vorgenommen und man überwacht den Umfang und die Verteilung des Beschwerdeaufkommens und priorisiert die vom Kunden wahrgenommenen Probleme. Auch qualitativ wertet man die Beschwerden aus und sucht systematisch nach den Ursachen und entwickelt Verbesserungsvorschläge. Das Beschwerdemanagement-Controllings umfasst drei Komponenten. Das Evidenz-Controlling nutzt man zur Ermittlung, inwieweit das Beschwerdemanagement das Ausmaß der Kundenunzufriedenheit korrekt aufdeckt. Das Aufgaben-Controlling überwacht hingegen die Einhaltung von Qualitäts- und Produktivitätsstandards für die Aufgabenerfüllung. Das Kosten-Nutzen-Controlling hat die Funktion, die Kosten- und Nutzeneffekte eines Beschwerdemanagementsystems abzuschätzen und die Wirtschaftlichkeit und Rentabilität zu berechnen.

Man unterscheidet kundenbeziehungsrelevante und qualitätsrelevante Teilziele.

Zu den kundenbeziehungsrelevanten Teilzielen gehören die Stabilisierung gefährdeter Kundenbeziehungen, die Förderung eines kundenorientierten Unternehmensimages und die Schaffung zusätzlicher werblicher Effekte mittels positiver Beeinflussung der Mundkommunikation.

Für die qualitätsrelevante Teilziele liegen in der Nutzung von Beschwerdeinformationen als Verbesserungsmöglichkeit der Produktqualität und der Vermeidung von Fehlerkosten externer Art (wie zum Beispiel Garantie- und Haftungskosten) sowie interner Art (in Form von Kosten für Nachbesserungen).