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Personalbeschaffung

Personalbeschaffung

Der Begriff Personalbeschaffung beschreibt die Einstellung und Gewinnung von Mitarbeiten welche von einer Bank benötigt werden in einer bestimmten Quantität und Qualität. Sie ist Teil der Personalplanung.

Die Personalbeschaffung kann von innen als interne Personalbeschaffung erfolgen oder auch von außen als eine externe Personalbeschaffung.

Bei der internen Personalbeschaffung konzentriert man sich auf Mitarbeiter welche schon im Unternehmen angestellt sind. Hier kann der Betriebsrat nach § 93 BertVG eine interne Ausschreibung von neuen oder vakanten Stellen fordern.

Bei der externen Personalbeschaffung konzentriert man sich bei der Suche auf den außerbetrieblichen Arbeitsmarkt.

Abhängig davon wie dringlich der Bedarf an Personal ist, der Arbeitsmarktlage und den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln können verschiedene Arten genutzt werden wie ein passives Verhalten durch die Verwendung oder Aufbau von einer Bewerberkartei, eine aktive Personalsuche als Personalmarketing, Anfragen bei staatlichen Arbeitsvermittlungsstellen, eine Auswertung von Stellengesuchen etc.

Grundlagen für die Beschaffung neues Personals (Personalmanagement) sind die Personalbeschaffungsplanung und Personalbedarfsplanung.

Von einem Personalbeschaffungsbedarf spricht man wenn der für die Zukunft ermittelte Bedarf an Arbeitskräften den aktuell vorhandenen Personalbestand überschreitet.

Durch eine quantitative Bestandsplanung und Bedrafsplanung erfolgt der Palnungsprozess, aus diesen erfolgt die tatsächlich benötigte Netto-Personalbedarf.

Product Placement

Product Placement

Unter Product Placement versteht man eine gezielte Platzierung eines Markenproduktes als reale Requisite in eine Handlung eins Spielfilms, um so eine hohe Werbewirkung erzielen zu können. Das Produkt wird so unterhaltend, informativ redaktionell in den Film eingebettet.

Es handelt sich um eine erlaubte Werbung, die speziell gekennzeichnet wird bei der Erwähnung oder Darstellung von Marken, Namen, Dienstleistungen, Waren eines Herstellers oder eines Dienstleisters, welche hier gegen ein Entgelt platziert werden darf in TV-Sendungen oder Kinofilmen.

Dabei ist die Marke bzw. das Produkt für den Zuschauer als solches erkennbar und wird von einem bekannten Darsteller mit Leitbildfunktion, eine Opinion-Leader gebraucht, verwendet oder getragen etc.

Weiterhin unterscheidet man eine Image Placement wenn das Thema des Filmes auf ein Produkt bzw. eine Marke zugeschnitten ist und Generic Placement wenn ganze Warengruppen das Hauptthema des Filmes bilden.

Das Product Placement widerspricht in Deutschland dem unlauteren Wettbewerb als getarnte und sittenwidrige Werbung. Auch gegen das Trennungsverbot zum Kundenfang wird hier bei Fernsehen und Rundfunk verstoßen. Ebenso können wie bei Zigaretten Werbeverbote nach § 22 vorläufiges Tabakgesetz zu Trage kommen.

Die Produkte werden beim Product Placement kostenlos der TV-Sendung oder dem Spielfilm zur Verfügung gestellt und ein Entgelt gezahlt, um den Absatz des Produktes durch die Erwähnung im Kinofilm etc. zu steigern.

Es handelt sich bei der Bereitstellung von Waren und Dienstleistungen nur dann um eine Produktplatzierung, wenn sie einen bedeutenden Wert haben nach Legaldefinition § 2 II Nr. 11 Rundfunkstaatsvertrag, RStV. Der untere Grenzwert für den bedeutenden Wert ist wie folgt definiert, wenn er über 1000 € liegt und mehr als 1 % der Produktionskosten übersteigt.

Schleichwerbung ist unzulässig, es handelt sich hierbei um eine unentgeltliche oder entgeltliche, nicht gekennzeichnete Darstellung oder Erwähnung von Waren, Dienstleistungen usw.

Schon seit den 1980 er Jahren ist das Product Placement bekannt in Europa, zunächst kam es in den USA auf.

In der EU ist es geregelt durch die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über audiovisuelle Mediendienste vom 11.12.2007 (RL 2007/65/EG) und in Deutschland durch den 13. Rundfunkänderungsstaatsvertrag im RStV.

Nach § 7 VII S. 1 RStV ist Product Placement verboten, jedoch gibt es Ausnahmen in Filmen, Serien, Kinofilmen, Sportsendungen sowie Sendungen der leichten Unterhaltung, wenn es sich nicht um Sendungen für Kinder handelt, im öffentlich-rechtlichen Rundfunk allerdings nur, wenn es sich nicht um Eigen- oder Auftragsproduktionen handelt.

Auch als Produktionsbeihilfe ist Product Placement zulässig, wenn diese kostenlos zur Verfügung gestellt werden und kein Entgelt gezahlt wird. Ausgenommen sind jedoch Sendungen über Nachrichten, Ratgeber, politisches Zeitgeschehen und Verbrauchersendungen sowie Sendungen für Kinder oder Übertragungen von Gottesdiensten.

Bei den Ausnahmen muss eine Unabhängigkeit bei der Einbindung der Waren und Dienstleistungen gewährt bleiben. Auch darf man durch sie nicht zum Kauf, Miete, Pacht der Waren und Dienstleistungen auffordern.

Das Produkt darf also nicht stark in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gesetzt werden.

So wird auf ein Product Placement kurz zu Beginn und Ende der Sendung durch eine Einblendung wie „unterstütz durch Produktplatzierung“ oder „P“ hingewiesen die 3 Sekunden lang erscheint. Durch Zapping, umschalten des Zuschauers, besteht jedoch die Gefahr, dass er diese Hinweise nicht mitbekommt.

 

Preiskalkulation

Preiskalkulation

Die Preiskalkulation ist ein kostenorientierter  Ansatz in der Preispolitik und dient vor allem der Kostenrechnung und der Leistungsrechnung. Bei den ersten kostenrechnerischen Konzepten lag das alleinige Ziel auf der Ermittlung des Angebotspreise für Absatzleistungen, so wurde zu den Selbstkosten prozentual ein Gewinnzuschlag hinzugefügt als „Selbskosten-plus-Gewinnzuschlags-Preise progressive Kalkulation“. Vor allem in der Handelskalkulation dient diese einfache Kalkulation als einfaches Preisbestimmungsverfahren. Aber auch im Anlagegeschäft wo man ohne Marktpreise eine kostenorientierte Preisbildung vorzieht.

Im Bankwesen ist die Preiskalkulation aufgrund der Eigenart der Bankpreise nur bedingt sinnvoll möglich.

So handelt es sich aufgrund von Plandaten um eine Vorkalkulation, rechnet man mit Istkosten so spricht man von einer Nachkalkulation. Ergänzt werden diese durch Schätzkalkulationen.

Die Selbstkosten können auf Grundlage von Vollkosten oder Teilkosten und unterschiedlichen Kostenwerten ermittelt werden.

Es wird vor allem unterscheidet man Einzelkosten und Gemeinkosten. Die Gemeinkosten werden durch Zuhilfenahme von Schlüsseln ermittel und die Einzelkosten werden den Produkteinheiten unmittelbar zu gerechnet.

Gemeinkosten kommen häufig bei eher weniger differenzierten Abrechnungsvorgängen auf Produkteinheiten zum Zuge. Das genaue Kalkulationsverfahren richtet sich nach den Anforderungen des Fertigungsverfahrens.

Bei kritischen Einwendungen wird häufig die Vollkostenrechnung bevorzugt eingesetzt.

Unterschiedliche Arten der Preiskalkulation

Problematisch bei einer Fixkostenrechnung auf der Ist-Beschäftigung ist, dass dem Markt herauskalkuliert wird, wenn niedrige Beschäftigung zu hohen Preisen führt und ein Beschäftigungsrückgang erfolgt. Bei Rüstungsprodukten bei denen es keinen Marktpreis gibt rechnet der Staat entsprechend auf dieser Basis.

Öffentliche Verwaltungen sowie Unternehmen gehen so nach LSP den Leitsätzen für die Preisermittlung auf Grund von Selbstkosten vor.

Die Deckungsbeitragsrechnung geht von Marktpreisen aus. Es werden von den Erlösen einer Leistungseinheit bei der Rückrechnung die der Leistungseinheit zurechenbaren Kosten abgezogen.

Man unterscheidet die retrograde Kalkulation von einer progressiven Teilkostenkalkulation. Hier werden variable und fixe Kosten differenziert. Der Preis ergibt sich so als Deckungsbeitrags-Aufschlag auf variable Stückkosten. So wird ein sich aus dem Markt herauskalkulieren vermieden und die Preise werden beschäftigungsabhängig gestaltet.

Variable Stückzahlen können durch Grenzkosten so ergibt sich bei einer nichtlinearen Kostenfunktion eine Preispolitik die auslastungskonform ist mit eher hohen bzw. niedrigen Preisen bei hoher bzw. niedriger Beschäftigung.

Die Grenzkostenkalkulation findet häufig Anwendung bei einer eher überdurchschnittlichen Beschäftigung. Andersfalls nutzt man häufig die vollen Durchschnittskosten für die Preiskalkulation.

Bei staatlich festgelegten Preisen einer zentral gelenkten Planwirtschaft hängen Kosten und Verkaufspreise eng beieinander.

Bei markwirtschaftlichen Systemen ergeben sich die Preise durch den Ausgleich von Angebot und Nachfrage.

Werden Preise vom Markt vorgegeben so nutzt man die Kostenrechnung zur Preisbeurteilung und nicht zur Preisbestimmung. So kann man überprüfen ob die Absatzpreise die gegeben sind ausreichen um die Kosten zu dekcne.

Generell kann jeder Anbieter Preise fordern die über den Kosten liegen und anders herum kann niemand verlangen durch den Verkaufspreis die Kosten gedeckt zu bekommen.

Preiserhöhungen sind häufig die Folge von neu eintretenden und weiter gegebenen Kostensituationen die gedeckt werden sollen über den Verkaufspreis.

So kann die Kostenrechnung vor allem zur Bestimmung einer Preisuntergrenze genutzt werden um kostendeckend zu verkaufen bzw. produzieren.

Abhängig von dem was der Markt her gibt kann der Preis nach oben hin abweichen. Eine Mindestpreisforderung kann ergeben, ob sich die Annahme eines Auftrages zu einem gegebenen Preis noch lohnt.

Im Industriebetrieb kann so ermittelt werden wie viel ein Ersatzstoff maximal kosten darf um bei festen Weiterverarbeitungskosten und vorgegebenen Verkaufspreis den gewünschten Gewinn zu erzielen.

Auch zwischen Teilbetrieben eines Unternehmens und unterschiedlichen Abteilungen können interne Verrechnungspreise auf den Selbstkosten beruhen und eine Orientierungshilfe geben. Bei exportorientierten Unternehmen erfolgen absatzwirtschaftliche Zusatzleistungen für die man zur Erfassung besondere Arten der Exportkalkulation verwendet.

Pigou-Steuer

Pigou-Steuer

Bei der Pigou-Steuer handelt es sich um eine erhobene Umweltabgabe die pro Schadstoffeinheit erhoben wird und der Internationalisierung externer Effekte dient. Dabei liegt die Höhe dieser Steuer im Schnittpunkt von Grenznutzen und Grenzkosten der Schadstoffvermeidung.

So sollten nach Pigou (1920) die einzelwirtschaftlichen Kosten mit den volkswirtschaftlichen Kosten in Deckung gebracht werden in dem die Verursacher von negativen externen Effekten besteuert werden.

Der Steuersatz liegt bei dem pareto-optimalen Zustand von den veranschlagten marginalen externen Kosten und so genau im Schnittpunkt von Grenznutzen und Grenzkosten.

Jedoch ist aufgrund der bei der ökonomischen Bewertung von externen Effekten enstehenden Problemen der Informationen eine vollständige Umsetzung der Pigou-Steuer fast unmöglich. Man nutzt jedoch das Konzept der Pigou-Steuer zur Erstellung von Besteuerungsvarianten die praxisnäher sind. So beispielsweise bei der Emissionsteuer in Form des Preis-Standard-Ansatzes. Auch die Ökosteuer folgt den Grundideen dieser Steuer.

Plankostenrechnnug

  • von

Plankostenrechnung

Die Plankostenrechnung ist ein Teil des internen Rechnungswesens von Banken. Durch die Plankostenrechnung ist es möglich die Wirtschaftlichkeit des Arbeitens und die Selbstkosten von Bankabteilungen und Bankleistungsarten in Form von Standardkosten und Plankosten zu kalkulieren. So werden bestimmte Sollkosten vorgegeben.

Abweichungen von den geplanten und den tatsächlichen Ist-Kosten werden in einer Abweichungsanalyse ermittelt und so die entsprechenden Korrekturmassnahmen eingeleitet.

Für die Rechnung muss es eine Aufteilung der Bank in Kostenstellen geben welche möglichst tief und gegliedert werden und dabei eine entsprechend guten Bezugsgrößenentwicklung zur jeweiligen Leistungserbringung zu geordnet werden.

Die Einteilung ist bei Banken schwierig. Man unterscheidet zwischen einer starren und einer flexiblen Plankostenrechnung.

Bei der Plankostenrechnung werden die Kosten für geplante Mengen und Preise angewendet.

Es können 3 Arten unterschieden werden:

Eine starre Plankostenrechnung

  1. Eine starre Plankostenrechnung
  2. Eine flexible Plankostenrechnung auf einer Vollkostenbasis
  3. Eine flexible Plankostenrechnung auf Teilkostenbasis

Präferenz

Präferenz

Unter einer Präferenz oder auch preference versteht man das Vorziehen eines Wertes oder Zieles vor einem oder mehreren anderen in der Wirtschaftssoziologie.

Innerhalb des Marketing versteht man die Bevorzugung eines Lieferanten oder Produktes gegenüber anderen Bezugsquellen oder Produkten von der Seite eines potentiellen Kunden.

Man konzentriert sich hier bezüglich der Kaufentscheidung auf die Einkaufsstättenwahl oder Markenwahl. So bezieht sich die Präferenz auf die Frage, ob eine Alternative einer anderen bevorzugt wird oder nicht und auch die Intensität der Bevorzugung in Form einer Präferenzstärke.

Bei der Präferenzforschung wird die Kaufentscheidung erforscht mit Hilfe von Kaufmodellen wie Positionierungsmodellen oder Conjoint Analyse.

Präferenzen können unterschiedlich enstehen. So können sie durch ein direktes Lernen enstehen nach dem Verstärkungsprinzip. So können Verhaltenstendenzen gegenüber Geschäften und Produkten schon in der Jugend geprägt werden und lange erhalten bleiben.

Auch die Übernahme von Präferenzen anderer Personen bei der Entwicklung eigener Präferenzen möglich sein.

So werden Empfehlungen oder Imitationen von Kaufverhalten übernommen von Meinungsführern.

Bildung von Präferenzen

Dominant ist die Präferenzbildung bei Entscheidungsprozessen. Bei der Wahl zwischen 2 Alternativen geht man hier die Eigenschaften der Alternativen ein. So bilden sich häufig Zusammenhänge aus zwischen der Art der Präferenzbildung und der Entwicklung von Einstellungen gegenüber Produkten.

Man spricht von einer Präferierung, wenn eine Alternative positiver bewertet wird als die andere.

Präferenzen können aus Einstellungen hervorgehen. Jedoch sind sie nicht zwingen erforderlich für die Bildung von Präferenzen.

Häufig sind Einstellungen über den zeitlichen Verlauf stabil, Präferenzen jedoch meist nicht.

Eine echte Präferenz beseht wenn der Konsument ein Güterbündel x dem Güterbündel y vor zieht in der Schreibweise x > y.

Bei einer schwachen Präferenz mit der Schreibweise x >~ y denkt der Konsument, dass das Bündel x zumindest genauso gut ist wie das Bündel y.

Es werden verschiedene Arten der Präferenz unterschieden als persönliche, örtliche, zeitliche und sachliche Präferenz.

In der Preistheorie ist das Nichtvorhandensein ein Merkmal für ein homogenes Gut und die Bildung von Marktformen.

Pensionsgeschäfte

Pensionsgeschäfte

Der Begriff Pensionsgeschäfte bezeichnet Verkäufe von Vermögensgegenständen wie beispielsweise Wertpapieren, bei welchen die Vertragspartner zeitgleich vereinbaren, dass der Verkäufer die gleichen Vermögensgegenstände zu einem späteren Zeitpunkt zu einem bestimmten Preis zurück erwerben muss.

So sind Wertpapier- und Wechsel-Pensionsgeschäfte mit Kreditinstituten für die Deutsche Bundesbank ein Mittel zur Steuerung der Bankenliquidität.

Wenn zum Beispiel die Bundesbank von Banken Wertpapiere für 1 Monat lang in Pension nimmt, dann steht diesen Banken in diesem Zeitraum eine zusätzliche entsprechende Liquidität zur Verfügung.

Die Pensionsgeschäfte werden auf dem Gebiet der internationalen Zinsarbitrage abgewickelt, es handelt sich um Vereinbarungen bei denen Vermögensgegenstände wie Wechsel, Darlehnsforderungen (Forderungen, Darlehen), Wertpapiere bei der Zahlung eines Betrages auf einen anderen Pensionsnehmer übertagen werden, mit der Maßgabe dass sie zu einem im vorab bestimmten oder vom Pensionsnehmer bestimmten Zeitpunkt gegen eine Entrichtung eines vorabvereinbarten oder in Höhe des empfangenen Betrages zurück erworben werden müssen.

Bei den Pensionsgeschäften werden Termingeschäfte und Kassageschäfte gekoppelt.

Produktivität

Produktivität

In der Volkswirtschaftslehre versteht man unter der Produktivität das Verhältnis zwischen dem Produktionsergebnis, dem Output und dem für die Erstellung benötigten Input.

Die Produktivität ermöglicht einen quantitativen Vergleich für die Analyse von Wachstum oder Vergleiche auf intertemporaler oder interregionaler Ebene. Häufig setzt man die Arbeitsproduktivität mit der Produktivität gleich.

Es kommt zu einer Unterscheidung zwischen

Totaler Produktivität bei der zwischen einem Produktionsergebnis wie dem Bruttoinlandsprodukt BIP und den eingesetzten Menge das Verhältnis betrachtet wird. Die Faktoren werden mit ihren Faktorpreisen betrachtet, das sie nicht-addierbare, heterogene Größen sind und in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt gesetzt. Man spricht bei der totalen Produktivität auch von der Wertproduktivität. Sie kann als Vergleichsgröße für einen internationalen Vergleich dienen. Verschiedene Preisindizes beeinflussen ihre Aussagekraft.

und partieller Produktivität bei der man vor allem die Produktionsfaktoren Kapital und Arbeit betrachtet. Hier rechnet man den gesamten monetären oder physischen Ertrag bzw. den wertmäßigen Einsatz eines Faktors zusammen. Beispielsweise den Ertrag für jede eingesetzte Arbeitsstunde oder Kapitaleinheit.

In der Betriebswirtschaftslehre beschreibt die Produktivität die Ergiebigkeit von betrieblicher Faktorkombination. Sie ist somit nicht gleichbedeutend mit der Wirtschaftlichkeit oder der Rentabilität. Sie ist vielmehr das Verhältnis der Output-Menge zur Input-Menge.

Für die Messung der Produktivität benötigt man den Quotienten von Ertrag oder Leistung des Faktoreinsatzes. Beispielsweise die Anzahl der gefertigten Produkte je Arbeitsstunde. Hier gibt es eine physische und technische Produktivität. Aber auch das Verhältnis vom Produktionswert zum eingesetzten Kapital als Wertproduktivität ist möglich ebenso wie die Arbeitsproduktivität als Verhältnis vom Produktionswert zum Arbeitseinsatz. So kann die Produktivität als Vergleichsgröße dienen.

Patronatserklärung

Patronatserklärung

Unter einer Patronatserklärung verseht man ein Sicherungsmittel bei der Kreditgewährung an Konzerngesellschaften gegenüber dritten Kreditgebern.

Durch die Patronatserklärung, auf Englisch „letter of comfort“, wird eine Obergesellschaft zu Gunsten der den Kredit nehmendem Konzerngesellschaft gegenüber deren Kreditgeber, die Kozerngesellschaft jederzeit in die Lage gebracht ihren Verpflichtungen nach zu kommen welche sich aus dem Kreditverhältnis zum Kreditgeber ergeben.

Man unterscheidet zwischen harten und weichen Patronatserklärungen bezüglich der Verbindlichkeiten und der Reichweite.

So sind weiche Patronate ohne einen erkennbaren Rechtsbindungswillen und harte Patronate können dem Kreditgeber eine Anspruchsgrundlage gegenüber der Patronierenden geben. Bei einer harten Patronatserklärung steht die Konzerngesellschaft somit ein, damit der Darlehensrückzahlungsanpruch ordnungsgemäß bedient werden kann.

Aus einer weichen Patronatserklärung lassen sich hingegen keine Schadensersatzansprüche oder Erfüllungsansprüche des Kreditgebers gegenüber die Patronierende ableiten.

Personalwirtschaft

Personalwirtschaft

In einem Unternehmen oder einer Wirtschaftsorganisation beschreibt man mit der Personalwirtschaft den Umgang mit der lebendigen Arbeit.

Auch gebräuchlich sind Begriffe wie Personalmanagement, Personalwesen, Human Ressource Management oder Personalpolitik.

Dabei wird der Einsatz von Personal nach Kriterien der Effizienz betrachtet. So wird durch eine richtige Personalwirtschaft auch dafür gesorgt, dass für zukünftige Aufgaben ausreichen qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen im Sinne einer Personalplanung.

So werden Arbeitszeitmanagement und die Planung des Einsatzes von Personal nach Faktoren wie Qualifikation, Fähigkeiten und Bedürfnissen sowie zeitlichen Ressourcen bearbeitet.

Für das Unternehmen ist das Arbeitsentgelt einer der höchsten Kostenfaktoren die berücksichtigt werden müssen. Wichtig ist daher auch die rechtzeitige Abschätzung von rechtlichen Konsequenzen, Folgekosten bezüglich des Personals.

Die Planung für die Zukunft ist ebenfalls wichtig, da Personal auch durch Faktoren wie Kündigung, Ruhestand, Tod, Krankheit oder Tod unterbrochen oder beendet werden kann im Beschäftigungsverhältnis.

Passivierungspflicht

Passivierungspflicht

Bei der Passivierungspflicht handelt es sich um ein Gebot bei dem nach § 246 HGB alle Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten sowie Rückstellungen in der Jahresbilanz zu passivieren sind.

Ausnahmen werden durch das Passivierungswahlrecht geregelt.

Für Kapitalgesellschaften besteht zu dem die Pflicht das gezeichnete Kapital mit dem Nennwert anzusetzen.

Passivierung

Passivierung

Passivierung ist ein Begriff der Bilanzierung und Buchführung. Man versteht unter der Passivierung jede Buchung die zu einer Erhöhung der Posten auf der Passivseite einer Bilanz führt.

Product Backlog

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Product Backlog

Das Product Backlog ist ein Bestandteil von Scrum. Es besteht aus einer Liste von priorisierten Anforderungen an ein Projekt. Das Produckt Backlog wird vom Product Owner angelegt, geänder, gepflegt und entwickelt, Hier geht es weniger um die technischen Aspekten, sondern vielmehr um die Bedürfnisse des späteren Nutzers die man mit User Stories umschreibt.

Für das Spring Planning treffen sich Product Owner und Team, Der Product Owner gibt vor welche Story als nächstes umgesetzt wird und im Team werden die Teilaufgaben selbstorganisiert verteilt die in einem Sprint abgearbeitet werden. Dieser dauert bis zu 4 Wochen. Der Product Owner ist allein dazu berechtigt Einträge des Product Backlogs zu priorisieren. Jeder Eintrag im Product Backlog wird vom Aufwand her geschätzt.

Items des Product Backlogs können sein:

  • User Stories
  • Qualitätsanforderungen
  • Fehler (Bugs) die behoben werden müssen
  • Funktionale Anforderungen
  • Verbesserungen

Die Listeneinträge des Product Backlogs werden priorisiert, geschätzt in ihrem Aufwand, bewertet bezüglich des Kundennutzens, je weiter oben sie stehen, desto detaillierter werden sie ausgearbeitet, sie unterliegen einer Dynamik der ständigen Weiterentwicklung und Verfeinerung auch können vorhanden Einträge wieder entfernt werden und neue hinzu kommen.

Einträge des Product Backlogs werden anhand ihrer Wirtschaftlichkeit, dem Verhältnis von Kosten und Nutzen priorisiert. Hier spielen auch Costs of Delay, also Verzögerungskosten eine Rolle, je länger eine Aktivität hinaus gezögert wird, um so mehr Kosten verursacht sie.

Mit Hilfe von User Stories können Einträge des Product Backlogs geschrieben werden. Hierbei hilft es den folgenden Satz zu vervollständigen „Als______ möchte ich _______, damit ______.“

Einträge des Product Backlogs die den Status ready haben können in den Sprint Backlog aufgenommen werden. So können Einträge work in progess sein und am Ende done.

Dabei entscheidet der Product Owner allein, wann ein Item tatsächlich als done gekennzeichnet werden kann.

Während des Sprints entsteht ein auslieferbares Produktinkrement aus dem Sprint Backlog

Das Entwicklungsteam zieht Arbeit in den Sprint und erstellt einen Forecast (wie eine Wetterwohersage, die nicht immer stimmen muss) darüber, wie viel es schaffen kann

Projekthandbuch

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Projekthandbuch

Das Projekthandbuch dient der Projektplanung und Projektcontrolling. Dabei umfasst es verschiedene Punkte.

Nach DIN 69905 ist ein Projekthandbuch die „Zusammenstellung von Informationen und Regelungen, die für die Planung und Durchführung eines bestimmten Projekts gelten sollen.“

Das Projektmanagementhandbuch ist nach DIN 69901-5 hingegen eine „Zusammenstellung von Regelungen, die innerhalb einer Organisation generell für die Planung und Durchführung von Projekten gelten“.

  • Ziele und Rahmenbedingungen (Ausgangssituation, Anlass, Motivation für das Projekt, klare Ziele definiert, Rahmenbedingungen klar und vollständig, Risiken klar, kritische Erfolgsfaktoren)
  • Aufgabenstellung und Projektstruktur (Aufgaben des Projektes, Aufwandsschätzung, Arbeitsweisen, Ergebnisqualität vereinbart)
  • Projektorganisation (hierarchischer Projektstrukturplan), Ergebnis der Projektarbeit, Arbeitsteilung, Rolle der Projektleitung
  • Vorgehensmodell zur Projektdurchführung, passendes wählen, Aktivitäten, Meilensteine, Phasen Voruntersuchung, Hauptuntersuchung, Realisierung
  • Qualitätssicherung (Review- und Test-Verfahren)
  • Aufwand und Zeitverlauf (seriöse Schätzung), Meilensteine terminiert, Vorgänge verknüpft
  • Finanzierung und Abrechnung, ermittelt für externe Dienstleister
  • Projektcontrolling, Verfahren definiert
  • Projektmarketing, die Betroffenen über das Projekt informieren und identifizieren
  • Dokumentationsstandards, Werkzeuge, Versionen, Veränderungsstand, Status von Dokumenten
  • Definiert werden Standards, Normen und Richtlinien
  • Verantwortlichkeiten und Mitarbeiter im Projekt
  • Projektbeteiligte und Stakeholder
  • Festlegungen zum Berichtswesen, der Projektkommunikation, der Projektdokumentation

Was ein Projekthandbuch konkret umfassen kann

Man legt so folgendes an, in Excel etc:

  • Ein Deckblatt an mit : Projekttitel, Versionsnummer, Projektleiter, Datum
  • Die Projekteckdaten umfassen die Projektziele, Hauptaufgaben, beteiligte Personen, geplante Kosten, Projektstart- und Endereignis, Projektziele, Projektleiter, Projekt-Sponsor, Namen der Projektteammitglieder und weiterer Projektmitarbeiter.
  • Mit Hilfe der Daten erfolgt eine Ressourcenplanung, also der Zuteilung zu den Aktivitäten und Hauptaufgaben, man unterscheidet den geplanten und aktuellen, tatsächlichen Ressourceneinsatz und Zeitplan
  • Der Projektstrukturplan (PSP) gibt eine Übersicht der Hauptaufgaben mit den zugehörigen Aktivitäten und verantwortlichen Personen
  • Der Meilensteinplan gibt einen aktuellen Status in Prozent von den Hauptaufgaben und Aktivitäten
  • Eine Übersicht gibt den Fortschritt der Hauptaufgaben und Aktivitäten in optischer Form zur Zeitplanung, ein Fortschrittsbericht dient der Visualisierung des Projektfortschritts und von Abweichungen beim Einsatz von Personal

PDCA-Zyklus

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PDCA-Zyklus

Der PDCA-Zyklus dient der Organisation und kontinuierlichen Verbesserung.

So durchläuft man die 4 Phasen:

  1. P(lan)
  2. D(o)
  3. C(heck)
  4. A(ct)

immer wieder.

Man beginnt den Zyklus mit einem Pan für eine Verbesserung, denn man dann umsetzt, überprüft welche Effekte sich eingestellt haben und definiert neue Folgemaßnahmen.

Der Veränderungsprozess wird auch empirisches Management genannt, da er auf der Beobachtung der Realität basiert.

Man kann die PDCA-Schritte in Scrum abbilden auf:

  • Plan für die Retropersektive
  • Do für den Sprint
  • Check und Act für eine weitere Retropersketive

Wenn autonome Teams mit einem Fokus auf das Business Besitz von ihrem Prozess nehmen und Verantwortung tragen so spricht man von Agilität.

Problemlösungen im klassischen System orientiert sich an einer Abgrenzung, man versucht eine Situation zu verbessern, formuliert Unzufriedenheiten, kooperiert zur Lösung des Problemes und schaft Optionen.

Bei agilen Systemen erkennt man das System, analysiert es, macht mehr Vorgaben und sorgt für die Einhaltung der neuen Vorgaben und konzentriert sich erneut auf neu aufkommende Probleme und erhält so einen Prozesse der kontinuierlichen Verbesserungen, also Kaizen.

Phasen der Retroperspektive

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Phasen der Retroperspektive

Bei Scrum unterscheidet man 5 Phasen der Retroperspektive, an denen das Team, der Scrum Master und der Product Owner teilnehmen sollten.

So gibt es:

  1. Set the stage, die Bühne wird also bereitet, man sorgt durch Moderation dafür, dass die Retroperspektive arbeitsfähig wird, man stellt klar, dass nicht nach Schuldigen gesucht wird, sondern nach Lösungen, jeder soll animiert werden etwas zur Retroperspektive beizutragen, der Scrum-Master sorgt durch Moderation so für den Zeitrahmen und gute Rahmenbedingungen für den gemeinsamen Gedankenaustausch.
  2. Gather data, also Daten sammeln, es werden unterschiedlichste Arten von Daten gesammelt in dieser Phase, auch Emotionen, welche Maßnahmen wurden seit der letzten Retroperspektive ergriffen, wie schnell ist das Team seit dem letzten Sprint vorangekommen, welche Bugs wurden erledigt, welche sind neu, was hat im letzten Sprint gestört, wie ging es dem Team beim Sprint, was hat es so erfolgreich gemacht, festlegen was für den weiteren Fortschritt an Problemen gelöst werden muss etc.
  3. Generate insights, Einsichten generieren, hier geht man den Ursachen auf den Grund, man untersucht die Zusammenhänge von Ereignissen, man analysiert wieso in diesem Sprint mehr Bugs vorhanden sind als im letzten etc.
  4. Decide what to do, entscheiden was zu tun ist, Mit Hilfe der SMART-Kriterien legt man Maßnahmen zur Behebung von Problemen fest, die genaue Vorgehensweise kann auch im Daily Scrum oder Sprint Planning erfolgen, Vorschläge sollen hier vor allem vom Team kommen und nicht vom Scrum-Master.
  5. Closing, also der Abschluss, man gibt eine kurzes Feedback über die Retroperspektive, man klärt, wer welche Informationen aus der Retroperspektive erhalten soll, man kann durch eine Retroperspektive über die Retroperspektive die nächste besser vorbereiten.

Primärforschung

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Primärforschung

Bei der Primärforschung handelt es sich um eine Form der Marktforschung bei der man neues Datenmaterial für bestimmte Untersuchungszwecke aufbereitet, auswertet, aufbereitet und erhebt.

In der Regel geht eine Sekundärforschung voraus. Man nutzt die Primärforschung vor allem in der Konsumgütermarktforschung.

Phillips-Kurve

Phillips-Kurve

Die Phillips-Kurve war ursprünglich dafür gedacht die Abhängigkeit von Lohnsteigerungsrate, Preissteigerungsrate und Arbeitslosenquote anzuzeigen.

Aufgrund der hohen Inflationsraten werden heute solch feste Beziehungen nicht mehr angenommen. Man erweitert daher um die zu erwartende Inflationsrate.

Die Phillips-Kurve wird in der Neukeynesianischen Makroökonomie verwendet. Die aktuelle Inflationsrate ist hierbei abhängig von der zukünftig erwarteten und der Outputlücke, also dem Maß für die Arbeitslosenquote und den unternehmerischen Grenzkosten ab.

Die Phillips-Kurve geht auf den britischen Ökonometriker Philips (1958). Er beschrieb für den Zeitraum von 100 Jahren den Verlauf der Beziehung von Geldlohnsteigerungen und Arbeitslosenquote in Großbritannien.

Man ermittelte eine nichtlineare und stabile negative stabile Beziehung zwischen diesen Größen.

Die modifizierte Philips-Kurve wurde von Solow und Samuelson erweitert durch eine feste gleichgerichtete Beziehung zwischen Preisniveauänderungen und Nominallohnänderungen, so ergibt sie ein stabiler Zusammenhang zwischen Arbeitlosenquote und Inflationsrate.

Pufferzeit

Pufferzeit

Die Pufferzeit im Projektmanagement kann unterschieden werden nach:

  1. Freie Pufferzeit, also die Zeit um die sich ein Vorgang verzögern kann, ohne das hierdurch weitere Vorgänge verzögert werden
  2. Und die gesamte Pufferzeit, die Zeit um die sich ein Vorgang verzögern darf, ohne dass sich das Projektende verzögert.